[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schmieren eines Lagers
einer Spinn- oder Zwirnspindel, welche einen Spindelschaft, ein fest montiertes Gehäuse
und ein ein flüssiges Schmiermittel enthaltendes Reservoir umfasst, wobei das Lager
am Gehäuse befestigt, von diesem umschlossen, und der Spindelschaft durch das Lager
rotierbar gehalten ist, und das Schmiermittel sich in einem geschlossenen Kreislauf
vom Reservoir zum bezüglich des letzteren erhöht angeordneten Lager und wieder zum
Reservoir zurück bewegt.
[0002] Bei bekannten Methoden zum Schmieren von Spindeln wird das Schmiermittel von einem
Reservoir nach oben gebracht und daraufhin beim wieder Hinunterfliessen zum Zweck
des Schmierens über die zu schmierenden Teile geleitet. Es sind verschiedene Arbeitsweisen
bekannt, um das Schmiermittel nach oben zu bringen:
Gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 155 356 steigt es an der Spindel empor, tritt
am Ende eines oben angebrachten Lagers aus und gelangt wieder in ein Halslagergehäuse
zurück. Gemäss der britischen Patentschrift Nr. 698 141 wird Oel durch Zentrifugalkräfte
gegen die Innenwand eines Zylinders geschleudert. Dabei wird dieses nach oben gespritzt
und gelangt dabei durch ein oberes und ein unteres Lager.
[0003] In der in der USA-Patentschrift Nr. 2 780 049 gezeigten Einrichtung wird bei Rotation
eines Rohres Oel nach oben in einen ringförmigen Raum befördert. Dabei wird ein unteres
Lager geölt. Mit zunehmender Rotationsgeschwindigkeit kann Oel bis zum oberen Lager
hinauf getragen werden.
[0004] Die deutsche Patentschrift Nr. 455 211 zeigt eine Einrichtung mit einer sich nach
oben erweiternden Spindelwelle, bei deren Rotation das Oel sich entlang der Welle
nach oben bewegt. Das Zurückbewegen desselben erfolgt längs der Innenwand einer Bohrung.
[0005] Die deutschen Patentschriften Nr. 486 106, 538 624 und 654 948 betreffen Einrichtungen,
bei denen Oel mittels einer Spiralnut bzw. Schraubennut nach oben gefördert wird.
[0006] Den bekannten Einrichtungen haftet der Nachteil an, dass bei der grössten Belastung
des Antriebs der Spindeln, d.h. bei der höchsten Tourenzahl derselben, oder anders
gesagt, während des normalen Wickelvorganges der Spindel, auch die durch das Zuführen
des Schmiermittels bedingte Belastung des Spindelantriebs am grössten ist. Das Zusammenfallen
dieser maximalen Belastungen ist für den Antrieb nachteilig, da es ein Mehraufwand
an Energie bedeutet. Dieser Nachteil soll gemäss der Erfindung vermieden werden. Diese
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Reservoir mit dem Spindelschaft mitrotiert, dass
ein am Gehäuse befestigtes, feststehendes Rohr in das Reservoir eintaucht und den
vom letzteren zum Lager führenden Teil des Kreislaufs bildet, dass beim Beginn der
Spindelrotation das Schmiermittel im Reservoir vor dem Erreichen seiner maximalen
Rotationsgeschwindigkeit gegen eine am eingetauchten Ende des Rohres vorhandene Oeffnung
strömt, so dass sich an der Oeffnung ein Staudruck bildet, und dass die Position des
Rohres in der Weise gewählt wird, dass sich die Oeffnung beim Erreichen der maximalen
Rotationsgeschwindigkeit des Schmiermittels ausserhalb des sich im Reservoir befindlichen,
der Fliehkraft ausgesetzten Schmiermittels befindet.
[0007] Die Erfindung bezieht sich ausserdem auf eine Spinn-oder Zwirnspindel mit einem gemäss
dem Verfahren geschmierten, den Spindelschaft rotierbar haltenden Lager, welche dadurch
gekennzeichnet ist, dass der Spindelschaft und das Reservoir miteinander verbunden
und um eine gemeinsame Achse rotierbar sind, dass das Reservoir als ein nach oben
offener Behälter ausgebildet ist, dessen Seitenwand mit einem oberen Rand versehen
ist, welcher sich nach innen bis zum von oben in das Reservoir eintauchenden Gehäuse
hin erstreckt und mit diesem einen Dichtungsspalt bildet, und dass der vom Reservoir
zum Lager führende Teil des Kreislaufes durch ein vom Reservoir zum Lager führendes
Rohr gebildet ist, welches eine oberhalb des Lagers befindliche Ausmündung besitzt.
[0008] Damit vermittelt die Erfindung insbesondere den Vorteil einer dem Spinnprozess speziell
angepassten Schmiermethode: Beim Beginn des Erstellens einer Wicklung wird das mit
dem Reservoir mitrotierende Oel durch das Lager getrieben. Dabei erhält man eine kräftige
Schmierung des Lagers. In dem Masse als das Schmiermittel im Reservoir die volle Rotationsgeschwindigkeit
erreicht, wird es durch die Zentrifugalkraft gegen die Seitenwand des Reservoirs gedrückt.
Das Rohr ist im Reservoir in solchen Abständen von dessen Seitenwand und von dessen
Boden positioniert, dass bei dieser vollen Rotationsgeschwindigkeit, d.h. bei normalem
Betrieb der Spindel kein Oel mehr gegen das Rohr und damit gegen die am ins Reservoir
eingetauchten Ende des Rohres vorhandene Oeffnung fliesst. Damit ergibt es sich, dass
während des normalen Betriebes der Spindel kein Schmiermittel mehr in das Rohr gelangt
und damit keine Bremswirkung mehr auf das rotierende Reservoir ausgeübt wird. Somit
erhält man mit der erfindungsgemässen Spindel beim Beginn des Bewickelns einer Hülse
eine sehr kräftige Schmierung, welche bis zur vollen Bewicklung derselben vollauf
genügt; dabei ist während des normalen Wickelvorganges keine Energie für die Zirkulation
eines Schmiermittels notwendig.
[0009] Im folgenden sei die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung
näher erläutert. In der letzteren zeigt die
Fig. 1 auf ihrer rechten Hälfte eine Seitenansicht und auf ihrer linken Hälfte einen
Längsschnitt des unteren Teils einer Spindel, und die
Fig. 2 einen Schnitt des unteren Teils des in der Fig. 1 gezeigten Rohres 25 längs
einer zur Zeichenebene senkrechten und in der Achse des Rohres 25 liegenden Ebene.
[0010] Die Fig. 1 zeigt einen hohlzylindrischen Spindelschaft 11, welcher um eine Achse
12 rotierbar ist. Ein Reservoir 13 ist fest auf dem Spindelschaft 11 aufgesetzt und
mit diesem um die Achse 12 rotierbar. Das Reservoir 13 ist mit einem zum Antreiben
vorgesehenen Wirtel 14 versehen. Ausserdem ist ein Klemmring 15 fest auf dem Schaft
11 aufgesetzt und ebenfalls mit diesem rotierbar. Zwischen dem auf dem Spindelschaft
11 aufsitzenden, zylindrischen Teilstück des Klemmringes 15 und einer von diesem getragenen
Dichtung 16 ist eine Hülse 17, welche beispielsweise zum Aufwickeln eines Fadens dient,
aufsteckbar. Am oberen Ende des Spindelschaftes 11 und in der Zeichnung nicht gezeichnet,
befindet sich ein Spindelkopf, welcher ebenfalls zum Halten der aufgesteckten Hülse
17 dient. Die Seitenwand des Reservoirs 13 ist mit einem oberen Rand 18 versehen,
welcher sich nach innen erstreckt, im Reservoir 13 befindet sich ein flüssiges Schmiermittel
28, z.B. Oel.
[0011] Ein Gehäuse 21 ist, z.B. mittels Schrauben, an einer Spindelbank 22 befestigt. Es
ist im wesentlichen von hohlzylindrischer Form und koaxial zur Achse 12 angeordnet.
Am Gehäuse 21 sind ein Halslager 23 und ein Fusslager 24 befestigt. Der Spindelschaft
liegt an diesen Lagern 23, 24 an und ist von diesen rotierbar gehalten. Das Gehäuse
21 umschliesst die Lager 23 und 24. Ausserdem bildet es einen sich zwischen den letzteren
erstreckenden, umschlossenen Raum. Ein senkrecht angeordnetes Rohr 25 ist fest am
Gehäuse 21 befestigt.
[0012] An seinem unteren Ende ist das Rohr 25 mit einer Oeffnung 26 versehen, welche sich
in bezug auf die Rotationsrichtung des Reservoirs 13 auf der vorderen Seite des Rohres
25 befindet.
[0013] Um im Betrieb einen Faden oder eine Lunte auf eine Hülse 17 aufzuwickeln, wird eine
solche, wie in der Fig. 1 gezeigt, auf die Spindel aufgesetzt. Daraufhin werden mittels
eines den Wirtel 14 antreibenden Antriebsriemens das Reservoir 13 und der Spindelschaft
11 in Rotation versetzt. Dadurch werden auch der Klemmring 15 und die Hülse 17 mitgenommen.
Die Rotation erfolgt in einem solchen Drehsinn, dass sich die in der Zeichnung links
der Achse 12 angeordnete Hälfte des Reservoirs 13 vom Betrachter der Zeichnung weg
nach hinten bewegt. Da die Oeffnung 26 sich auf der gegen den Betrachter hin gerichteten
Seite des Rohres 21, d.h. sich in bezug auf die Rotationsbewegung des Reservoirs 13
auf der vorderen Seite des Rohres 25 befindet, so fliesst das Schmiermittel 28 mit
zunehmender Rotationsgeschwindigkeit zunehmend stärker gegen die Oeffnung 26. Dabei
bildet sich an dieser ein Staudruck, durch welchen Schmiermittel 28 beginnt, im Rohr
25 aufzusteigen, um schliesslich aus der Ausmündung 27 oder der oberen Oeffnung des
Rohres 25 auszufliessen. Es gelangt von der Ausmündung 27 zum Halslager 23, durchfliesst
dieses und fliesst anschliessend längs den Wänden der Teile 11, 21 und 25 nach unten
und durch das Fusslager 24 hindurch zurück in das Reservoir 13. Durch das auf diese
Weise in einem Kreislauf fliessende Schmiermittel 28 erhält man somit, insbesondere
beim Beginn der Hülsenrotation, eine kräftige Schmierung der Lager 23 und 24.
[0014] Mit der weiteren Zunahme der Rotationsgeschwindigkeit des Schmiermittels 28 im Reservoir
13 wird dieses als Folge der Fliehkraft immer stärker an die Seitenwand des Reservoirs
13 gedrückt, so dass es dieser Wand entlang in die Höhe steigt. Damit ergibt es sich,
dass, nachdem die Spindel ihre bei normalem Betrieb vorhandene Rotationsgeschwindigkeit
erreicht hat, das Schmiermittel 28 ungefähr entsprechend der strichlinierten Kurve
31 im Reservoir 13 verteilt ist. Es ist ersichtlich, dass unter diesen Umständen kein
Schmiermittel 28 mehr gegen das Rohr 25 und die Oeffnung 26 und damit auch im Rohr
25 kein Schmiermittel mehr in die Höhe fliesst, so dass die Zufuhr von solchem aufhört.
Das Schmiermittel 28, welches durch das Rohr 25 den Lagern 23, 24 zugeführt wurde,
genügt jedoch vollständig, bis die Hülse voll bewickelt sein wird und wieder ausgewechselt
werden muss, oder bis die Spindel sonstwie zum Stillstand kommt. Mit dem Aufhören
der Zirkulation des Schmiermittels muss auch keine Antriebsenergie für eine solche
Zirkulation mehr erbracht werden. Der Rand 18 verhindert, dass Schmiermittel 18 oben
aus dem Reservoir 13 hinaus fliesst. Diese Abdichtung wird noch dadurch verbessert,
dass der Rand 18 mit dem Gehäuse 21 einen Dichtungsspalt bildet. Ein solcher verhindert
zudem eine Verschmutzung des Schmiermittels 28 durch Faserflug.
[0015] Gemäss vorliegender Erfindung liegt somit ein Schmiervorgang vor, bei welchem beim
Anlaufen automatisch eine kräftige Zufuhr eines Schmiermittels eintritt, welche ohne
weiteres für die Zeitdauer des Aufspulens einer Hülse reicht. Die Zufuhr von Schmiermittel
28 ist beim Erreichen des normalen Betriebszustandes beendigt, so dass während des
normalen Betriebes für die Zirkulation eines Schmiermittels überhaupt keine Energie
mehr beansprucht wird.
[0016] Im gezeigten Beispiel befindet sich am in das Reservoir 13 eingetauchten Ende des
Rohres 25 die Oeffnung 26, an welcher sich ein Staudruck bildet und durch welche das
Schmiermittel 28 in das Rohr 25 eintritt. Eine etwas andere Ausführungsform ist in
der Fig. 2 dargestellt. In dieser sind wiederum das Reservoir 13, der Wirtel 14, ein
Teil des Trägers 21 und das Rohr 25 gezeigt. Gemäss diesem Beispiel umfasst das Rohr
25 an seinem sich im Reservoir 13 befindlichen Ende ein Rohrendstück 34. Das mit dem
Reservoir 13 mitrotierende Schmiermittel trifft im wesentlichen von der in Fig. 2
linken Seite her auf die Oeffnung 26 auf, erzeugt an dieser einen Staudruck und wird
durch diese in das Rohr 25 und in diesem hochgetrieben. Das Rohrendstück 34 ist somit
in der Weise abgebogen, dass es sich entgegen der Rotationsrichtung des Reservoirs
13 vom Rohr 25 weg erstreckt. Es vermittelt eine allmählichere Umleitung des Schmiermittels
28 aus seiner horizontalen Bewegung nach oben, als dies beim Vorsehen einer einfachen
Oeffnung gemäss Fig. 1 der Fall ist. Damit ist der Strömungswiderstand für das Schmiermittel
kleiner als beim Vorliegen von nur einer Oeffnung. Das Einfliessen des Schmiermittels
kann noch weiter erleichtert werden, indem die durch das Rohrendstück 34 gebildete
Einmündung, wie dies durch die strichlinierten Linien gezeigt ist, trichterförmig
geformt wird.
[0017] Um dafür zu sorgen, dass kein Schmiermittel 28 nach aussen gelangen kann, was bekanntlich
im Umgang mit textilen Erzeugnissen von besonderer Bedeutung ist, empfiehlt es sich,
oberhalb der Stelle, an welcher das Schmiermittel aus der Ausmündung 27 des Rohres
25 austritt, um zum Halslager 23 zu gelangen, einen Oelspritzring bzw. Schleuderring
32 vorzusehen, durch welchen ein weiteres Hochsteigen des Schmiermittels 28 unterbunden
wird. Damit das vom Ring 32 wegspritzende Oel wieder zum Reservoir 13 zurückgelangt,
muss sich der Ring 32 innerhalb des vom Gehäuse 21 umschlossenen Raumes befinden.
[0018] Die durch das Rohr 25 fliessende Menge des Schmiermittels 28 kann veränderbar gestaltet
und damit den gegebenen Umständen angepasst werden. Dies wird beispielsweise erreicht,
indem man den Durchflussquerschnitt des Rohres 25 beispielsweise mittels eines Ventiles
oder durch Quetschen des Rohres 25 veränderbar ausführt. Anderseits kann man das Rohrenstück
33 mehr oder weniger genau gegen die Strömung des Schmiermittels richten, d.h. mehr
oder weniger genau bezüglich der Rotation des Reservoirs 13 in die tangentiale Richtung
positionieren. Anderseits kann durch die Bemessung der Rotationsgeschwindigkeit des
anlaufenden Reservoirs 13 die geförderte Schmiermittelmenge variiert werden. Diese
wird beispielsweise gross, wenn die Rotationsgeschwindigkeit des Schmiermittels 18
relativ lange auf dem Wert gehalten wird, bei welchem es gerade noch voll auf die
Oeffnung 26 auftrifft.
[0019] Falls es sich als wünschenswert erweist, z.B. bei der Verwendung eines dünnflüssigen
Oeles, dessen Durchflussgeschwindigkeit zu verlangsamen, so können halbdurchlässige
Dichtungsscheiben 33 im Durchflussbereich der Lager 23, 24 angebracht werden.
l. Verfahren zum Schmieren eines Lagers einer Spinn-oder Zwirnspindel, welche einen
Spindelschaft, ein fest montiertes Gehäuse und ein flüssiges Schmiermittel enthaltendes
Reservoir umfasst, wobei das Lager am Gehäuse befestigt, von diesem umschlossen, und
der Spindelschaft durch das Lager rotierbar gehalten ist, und das Schmiermittel sich
in einem geschlossenen Kreislauf vom Reservoir zum bezüglich des letzteren erhöht
angeordneten Lager und wieder zum Reservoir zurückbewegt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Reservoir (13) mit dem Spindelschaft (11) mitrotiert, dass ein am Gehäuse
(21) befestigtes, feststehendes Rohr (25) in das Reservoir (13) eintaucht und den
vom letzteren zum Lager (23) führenden Teil des Kreislaufs bildet, dass beim Beginn
der Spindelrotation das Schmiermittel (28) im Reservoir (13) vor dem Erreichen seiner
maximalen Rotationsgeschwindigkeit gegen eine am eingetauchten Ende des Rohres (25)
vorhandene Oeffnung (26) strömt, so dass sich an der Oeffnung (26) ein Staudruck bildet,
und dass die Position des Rohres (25) in der Weise gewählt wird, dass sich die Oeffnung
(26) beim Erreichen der maximalen Rotationsgeschwindigkeit des Schmiermittels (28)
ausserhalb des sich im Reservoir (13) befindlichen, der Fliehkraft ausgesetzten Schmiermittels
(18) befindet.
2. Spinn- oder Zwirnspindel mit einem gemäss dem Verfahren nach Anspruch 1 geschmierten,
den Spindelschaft rotierbar haltenden Lager, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelschaft
(11) und das Reservoir (13) miteinander verbunden und um eine gemeinsame Achse (12)
rotierbar sind, dass das Reservoir (13) als ein nach oben offener Behälter ausgebildet
ist, dessen Seitenwand mit einem oberen Rand (18) versehen ist, welcher sich nach
innen bis zum von oben in das Reservoir (13) eintauchenden Gehäuse (21) hin erstreckt
und mit diesem einen Dichtungsspalt bildet, und dass der vom Reservoir (13) zum Lager
(23) führende Teil des Kreislaufes durch ein vom Reservoir (13) zum Lager (23) führendes
Rohr (25) gebildet ist, welches eine oberhalb des Lagers (23) befindliche Ausmündung
besitzt.
3. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindelschaft (11) durch
ein Hals- (23) und ein Fusslager (24) um eine senkrecht stehende Rotationsachse (12)
drehbar gehalten ist, dass die Ausmündung (27) des Rohres (25) sich oberhalb des Halslagers
(23) befindet und der Kreislauf innerhalb eines vom Gehäuse (21) umschlossenen Raumes
vom Hals- (23) zum Fusslager (24) verläuft und anschliessend zum Reservoir (13) zurückführt.
4. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (25) an seinem im
Reservoir (13) befindlichen Ende ein Rohrendstück (34) umfasst, welches in die horizontale
Richtung abgebogen ist, sich entgegen der Rotationsrichtung des Reservoirs (13) vom
Rohr (25) weg erstreckt und an dessen freiem Ende sich die Oeffnung (26) befindet.
5. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Rohr (25) fliessende
Schmiermittelmenge durch Verändern des Rohrquerschnittes, z.B. mittels eines Ventils
oder durch Quetschen des Rohres (25), veränderbar ist.
6. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Beginn der Rotation
derselben die Zunahme der Rotationsgeschwindigkeit den Bedürfnissen der Schmierung
angepasst ist.
7. Spindel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verlangsamen des Durchfliessens
des Schmiermittels (28) durch das Hals- (23) und/oder Fusslager (24) im Durchflussbereich
der/des Lagers (23,24) je eine halbdurchlässige Dichtungsscheibe (33) vorgesehen ist.
8. Spindel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Gehäuse (21) umschlossene
Raum sich über das Halslager (23) hinaus erstreckt und oberhalb der Ausmündung (27)
des Rohres (25) ein sich innerhalb des umschlossenen Raumes befindlicher, auf den
Spindelschaft (11) aufgesetzter und mit diesem fester Schleuderring (32) vorgesehen
ist.