[0001] Die Erfindung betrifft eine Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundmaterial,
die mit hoher Geschwindigkeit aus einer Walzstraße auslaufen, bestehend aus einem
Rinnenteil, das mindestens zwei benachbarte Laufrinnen zur seitlichen Führung des
Walzgutes bildet, und aus einem Rutschteil, das Rutschflächen für das Walzgut bildet,
wobei das Rinnenteil oder das Rutschteil relativ zum anderen, feststehenden Teil quer
zum Walzgut verstellbar ist derart, daß die in den Laufrinnen befindlichen Laufstäbe
durch die Querbewegung abwechselnd zum freien Fall aus den Laufrinnen freigegeben
werden.
[0002] Eine derartige Bremsrinne ist durch die DE-A1-20 08 250 bekanntgeworden, bei der
das die Laufrinnen bildende Rinnenteil feststeht und das Rutschteil als Pendelkörper
ausgebildet ist, der um eine obere, sich in Laufrichtung der Walzstäbe erstreckende
Längswelle reversierend schwenkbar angetrieben ist. Durch das abwechselnde Wegschwenken
der die in zwei Laufrinnen befindlichen Walzstäbe tragenden Rutschflächen des Pendelkörpers
werden die Walzstäbe wechselweise ausgeworfen, wobei nach dem Stande der Technik ein
stufenweises Abbremsen der Walzstäbe in Mehrfachrinnen vorgesehen ist. Nachteilig
bei dieser Konstruktion einer Bremsrinne ist es jedoch, daß die Laufrinnen oben offen
sind, sodaß insbesondere dünnes Rundmaterial leicht aus den Laufrinnen austreten kann.
Hierdurch wird die Funktionssicherheit des Bremssystems beeinträchtigt.
[0003] Geschlossene Laufrinnen einer Bremsrinne für Walzstäbe sind durch die DE-A-465 625
bekanntgeworden. Die Laufrinnen dieser Bremsrinne haben durchgehend offene Längsschlitze,
die durch reversierende Bewegungen der Laufrinnen wahlweise durch ortsfeste Überdeckungen
verschlossen oder zum Auswerfen des Walzgutes nach unten geöffnet werden können, indem-die
rohrförmigen Laufrinnen um ihre Längsachsen drehbeweglich reversierend steuerbar sind,
um jeweils eine Laufrinne durch Wegsteuern des Längsschlitzes aus dem Bereich einer
Überdeckung zu öffnen, damit der in der Laufrinne zur Ruhe gekommene Walzstab durch
freien Fall ausgeworfen wird. Diese bekannte Bremsrinne benötigt für jede Laufrinne'
einen für sich steuerbaren Drehantrieb, im Gegensatz zu der Lösung nach der DE-A1-20
08 250, bei der das als Pendelkörper ausgebildete Rutschteil durch einen einzigen
Antrieb querbeweglich ist.
[0004] Ausgehend von der Bremsrinne nach der DE-A1-20 08 250 liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, das Walzgut in geschlossenen Laufrinnen abzubremsen, unter Beibehaltung
des Vorteils, für die Relativbewegung zwischen dem die Laufrinnen bildenden Rinnenteil
und dem die Rutschflächen bildenden Rutschteil zum Auswerfen der zur Ruhe gekommenen
Walzstäbe nur einen einzigen Antrieb zu benötigen.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß die Laufrinnen des
Rinnenteils von zwei nach unten offenen-Kammern gebildet sind, die in der Mittelstellung
beider relativ zueinander beweglicher Teile durch die Rutschfläche des Rutschteils
verschlossen sind. Gelangt die Rutschfläche aufgrund ihrer definierten Länge bei der
relativen Querbewegung zwischen Rinnenteil und Rutschteil wechselweise außerhalb der
senkrechten Projektion einer der Kammern, so kann der in dieser Kammer befindliche
Walzstab nach unten abfallen, wobei er zweckmäßig in eine Rast eines Schwingrechenkühlbettes
gelangt. Ein Ausbrechen der Walzstäbe während des Bremsvorganges ist nicht möglich,
da die Walzstäbe bei der Mittelstellung beider relativ zueinander beweglicher Teile
sich in den allseits geschlossenen Kammern befinden.
[0006] Da die Bremsrinne gemäß der Erfindung eine relativ große Länge haben muß, besteht
sie zweckmäßig aus einer Mehrzahl von mit Einlauftrichtern versehenen, in der Art
von Drahtführungs-Rohrelementen hintereinandergeschalteten Rinnen-und Rutschteilen
mit einem gemeinsamen Antrieb für eines der Teile.
[0007] Soweit bisher beschrieben ist die Erfindung unabhängig davon, ob das die Kammern
bzw. Laufrinnen bildende Rinnenteil ortsfest und das Rutschteil querbeweglich ist,
oder umgekehrt. Bevorzugt wird jedoch die Ausführungsform, bei der das die Laufrinnen
bildende Rinnenteil ortsfest und das Rutschteil querbeweglich ist, wobei die Kammern
des Rinnenteils durch einen Steg voneinander getrennt sind, der in der Mittelstellung
des Rutschteils eine beiden Kammern zugeordnete Auswerferöffnung innerhalb der Rutschfläche
des Rutschteils verschließt, wobei die Auswerferöffnung durch die Querbewegung des
Rutschteils abwechselnd unter die eine oder die andere Kammer steuerbar ist. Diese
Ausführungsform ist deshalb von Vorteil, weil die Laufrinnen bzw. Kammern stets in
der Fluchtlinie der in die Bremsrinne einlaufenden Walzstäbe liegen. Bei der anderen
Ausführungsform, bei der das Rutschteil ortsfest und das die Laufrinnen bildende Rinnenteil
querbeweglich ist und die Kammern durch die Querbewegung des Rinnenteils wechselweise
bis außerhalb des Rutschteils steuerbar sind, müssen einlaufseitig der Bremsrinne
in Verlängerung von ortsfesten Führungsrohren für die aufeinanderfolgenden, abzubremsenden
Walzstäbe für jede Kammer Schwenkrohre vorgesehen sein, die den Bewegungen des Rinnenteils
bzw. der Kammern zwangläufig folgen.
[0008] In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele einer Bremsrinne gemäß der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 ein Bremsrinnen-Element einer mehrgliedrigen Bremsrinne in Seitenansicht nach
der Lösung gemäß Patentanspruch 4,
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung nach Fig. 2 zur Darstellung von Auswerferstellungen,
Fig. 4 eine zweiadrige Bremsrinne zur Anwendung beim sogenannten SLIT-Verfahren, in
der Darstellungsweise etwa nach Fig. 2,
Fig. 5a bis 5c ein Steuerschema zum Betätigen einer zweiadrigen Bremsrinne gemäß Fig.
4,
Fig. 6 eine Darstellung der Zuführung der Walzstäbe für eine mehradrige Bremsrinne
nach Fig. 4 und
Fig. 7 ein Bremsrinnen-Element in der kinematischen Umkehr des Ausführurigsbeispieles
nach Fig. 1 und 2 nach der Lösung gemäß Patentanspruch 3.
[0009] Wie Fig 1 zeigt, besteht die Bremsrinne gemäß der Erfindung aus einer Mehrzahl von
Einzelelementen A, B, C, usw. in enger Aufeinanderfolge, wobei das erste Bremsrinnenelement
A, das ebenso wie das Element C nur teilweise dargestellt ist , am Anfang des in Fig.
2 teilweise dargestellten Rechenkühlbettes R angeordnet ist. Der ortsfeste Teil des
Rechenkühlbettes R hat hochgezogene Wände W zum Befestigen der Bremsrinnen-Elemente.
Zunächst sei der gemeinsame Antrieb für alle Bremsrinnen-Elemente beschrieben. Zum
gemeinsamen Antrieb gehört eine sich über die gesamte Länge der Bremsrinne erstreckende
Schwenkachse 3, mit der mindestens ein Antriebshebel 4 drehverbunden ist. An diesem
Winkelhebel 4 greift die Kolbenstange 5 eines druckmittelbetriebenen Stellzylinders
6 an.
[0010] Die eigentliche Bremsrinne umfaßt eine Mehrzahl von auf der Schwenkachse 3 aufgekeilten
Schwenkhebeln 7, die am unteren Ende ein Rinnenteil 8 mit zwei nach unten offenen
Kammern 8 a 8 b tragen. In der dargestellten Mittelstellung der Schwenkhebel 7 bzw.
der Rinnenteile 8 sind beide Kammern 8 a, 8 b durch ein einheitliches ortsfestes Rutschteil
9 verschlossen. Die Rutschfläche des Rutschteils 9 ist kreisbogenförmig entsprechend
der kreisförmigen Bewegung des Rinnenteils 8 gekrümmt, d. h. der Krümmungsmittelpunkt
der Rutschfläche ist die Mittellinie der Schwenkachse 3. Zwischen den die beiden Kammern
8 a, 8 b umfassenden Stegen des Rinnenteils 8 und der Rutschfläche des Rutschteils
9 ist ein geringfügiges Spiel eingestellt.
[0011] Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, ist das ortsfeste Rutschteil 9 durch außerhalb
eines jeden Schwenkhebels 7 angeordnete Hängestangen 10 gehalten, die mit ihren oberen
Enden an Querstegen W' der Kühlbettwandungen W befestigt sind und das bewegliche Rinnenteil
8 in Querschlitzen S (
Fig. 3) durchgreifen. Die Bedeutung dieser Querschlitze S wird im Zusammenhang mit
Fig. 3 näher erläutert.
[0012] Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Bremsrinne ist für einadrigen Betrieb des vorgeordneten
Walzwerkes ausgelegt, d. h. den Kammern 8 a und 8 b des Rinnenteils 8 werden abwechselnd
die durch eine rotierende Schere geschnittenen Walzstäbe 1 bzw. 1 a in Aufeinanderfolge
zugeführt. Die Zuführungsrohre für die Walzstäbe 1 und 1 a vor dem ersten Rinnenelement
A und ihre Besonderheiten werden später im Zusammenhang mit Fig. 6 erläutert. Es sei
angenommen, daß der Stab 1 a durch die Bremswirkung des Rutschteils 9 und einem Stegteil
des Rinnenteils 8 zur Ruhe kommt, wobei der nachfolgende Stab 1 a in die Kammer 8
b einläuft. Zum Auswerfen des Stabes 1 wird nunmehr das Rinnenteil 8 über eine Schwenkbewegung
des Schwenkhebels 7 im Uhrzeigersinn so weit quergesteuert, wie Fig. 3 zeigt. Hierdurch
verläßt die Kammer 8 a den Abdeckungsbereich des Rutschteils 9, so daß der Walzstab
1 frei nach unten austreten kann und über die geneigten Kühlbettwände W der ersten
Raste des Kühlbettes R zugeführt wird. Der Stab 1a in der Kammer 8 b folgt dieser
Querverschiebung des Rinnenteils 8 nach links. Kehrt der Schwenkhebel 7 bzw. das Rinnenteil
8 in die Mittelstellung nach Fig. 1 zurück, kann in die nunmehr wieder verschlossene
Kammer 8 a ein nächster Walzstab einlaufen. Die Auswerferstellung des Rinnenteils
8 für den Stab 1 a ist in Fig. 3 strichpunktiert angedeutet. In beiden Auswerferstellungen
befinden sich die Querschlitze S - wie in Fig. 3 für eine Auswerferstellung ersichtlich
- in einer Grenzlage, in der das Rinnenteil 8 an den Hängebolzen 10 höchstens zur
Anlage kommt, so daß die Kammern und damit das in diesen Kammern befindliche Walzgut
mit Sicherheit die Hängebolzen 10 mit Abstand passiert. Die minimale Länge der Querschlitze
S entspricht somit mindestens dem gesamten Querverschiebeweg des Rinnenteils 8.
[0013] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 6 entspricht in seiner Auslegung dem im Walzwerk
angewandten SLIT-Verfahren, d. h. es werden Walzstäbe 1 mit 1 a und 2 mit 2 a zusammenhängend
gewalzt und durch Längsschlitzen vereinzelt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 unterscheidet
sich von demjenigen nach Fig. 2 dadurch, daß das Rinnenteil 18 vier nach unten offene
Kammern und zwei durch einen freien Auswerferraum voneinander getrennte ortsfeste
Rutschteile 19 in spiegelbildlicher Anordnung aufweist, die in der dargestellten Mittelstellung
des Rinnenteils 18 jeweils ein benachbartes Kammerpaar verschließen. In diesem Falle
sind selbstverständlich jedem Rutschteil 19 eigene Hängebolzen 10 zugeordnet. Der
Schwenkhebel 17 ist entsprechend dem Rinnenteil 18 verbreitert.
[0014] Der zwischen den Rutschteilen 19 befindliche Auswerferraum ist durch senkrechte ortsfeste
Trennstangen 20 in zwei Hälften unterteilt,wenn die in diesen Auswerferraum freigegebenen
Walzstäbe benachbarten Rasten des Rechenkühlbettes R zugeführt werden sollen.
[0015] Die Wirkungsweise einer Bremsrinne gemäß der Erfindung für Anwendung des SLIT-Verfahrens
geht am besten aus Fig. 5 a bis 5 c hervor. Fig. 5 a zeigt die Mittelstellung des
Rinnenteils 18 gegenüber den beiden Rutschteilen 19, die zwischen sich den gemeinsamen
Auswerferraum 21 bilden. Von einem ersten zusammenhängend gewalzten Doppelstab werden
die vereinzelten Stäbe 1 und 1 a denjenigen Kammern des Rinnenteils 18 zugeleitet,
die bei einer Schwenkbewegung des Rinnenteils 18 gleichzeitig geöffnet werden, wie
Fig. 5 b zeigt. Die Stäbe 1 und 1 a, die wegen ihres gleichzeitigen Einlaufes auch
gleichzeitig zur Ruhe gekommen sind, treten ebenso gleichzeitig im freien Fall nach
unten aus. Während der einen Auswerferstellung nach Fig. 5 b oder in der Mittelstellung
nach Fig. 5 a des Rinnenteils 18 werden den verbleibenden beiden Kammern die vereinzelten
Walzstäbe 2 und 2 a eines nachfolgenden Doppelstabes zugeführt. Diese Stäbe werden
in der anderen Auswerferstellung nach Fig. 5 c ausgeworfen, wonach ein weiteres Stabpaar
1, 1 a einlaufen kann.
[0016] Fig. 6 zeigt die Situation vor einer Bremsrinne nach Fig. 4.
Man erkennt in Fig. 6 rechts schematisch dargestellte Laufrinnen bzw. Kammern 18a bis
18 d des Rinnenteils 18 eines ersten Bremsrinnenelementes A (Fig. 1). Man erkennt
einlaufseitig die trichterförmige Ausbildung der Kammern. Für jede Kammer sind vorgeordnete
Schwenkrohre 23, 24, 25, 26 vorgesehen, die einlaufseitig schwenkbar gelagert sind
und auslaufseitig über Gelenkbolzen 28 derart am Rinnenteil 18 angeschlossen sind,
daß jedes Schwenkrohr den Bewegungen des Rinnenteils in dem Sinne folgt, daß die
Schwenkrohre ständig den ihnen zugeordneten Kammern 18 a bis 18 d folgen. Einlaufseitig
vor den Schwenkrohren 23 bis 26 erkennt man ortsfeste Führungsrohre 29, 30, 31, 32,
wobei in die Rohre 29 und 31, d. h. in der Zuordnung der Kammern 18 a und 18 c die
Walzstäbe 1, 1 a eines zusammenhängend gewalzten Doppelstabes einlaufen. Das nächste
Aderpaar wird den Führungsrohren 30, 32 zugeführt. Die Schwenkrohre 23 bis 26 sind
alle aus einer geradeaus gehenden Mittelstellung verschwenkt dargestellt, etwa entsprechend
der Situation nach Fig. 5 c, in der die Kammern 18 b und 18 d zum Auswerfen eines
vorhergehenden Stabpaares noch auf Auswerferstellung stehen, die Kammern 18 a und
18 c für nachfolgende Stäbe 1, 1 a jedoch verschlossen sind.
[0017] Für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 sind der Bremsrinne natürlich nur zwei
Schwenkrohre 23, 24 und zwei Zuführungsrohre 29, 30 zugeordnet.
[0018] Fig.7 zeigt das Ausführungsbeispiel der bevorzugten Lösung mit einem als Pendelkörper
ausgeführten Rutschteil 37 in Mittelstellung, das um eine Sschwenkachse 33 periodisch
nach rechts und links verschwenkt werden ka-n. Dieses Ausführungsbeispiel ist ebenfalls
für zweiadrigen Betrieb ausgelegt und besitzt daher zwei Laufrinnenteile 38 mit je
zwei nach unten offenen Kammern 38a und 38b, die über ihre Länge an ortsfesten Auslegern
39 befestigt sind. Diese Kammern sind in der dargestellten Mittelstellung des Rutschteils
37 durch die kreisbofenförmig gekrümmte Rutschfläche 37a des Rutschteils 37 verschlossen.
Dabei sind die beiden Auswerferöffnungen 40 des Rutschteils von den Stegen 38c der
Rinnenteile 38 verschlossen. Die Wirkungsweise einer Bremsrinne gemäß Fig.7 entspricht
im Prinzip derjenigen der anderen Ausführungsbeispiele mit dem Unterschied, daß es
das mit Rutschflächen versehene Rutschteil 37 ist, dessen Auswerferöffnungen 40 wechselweise
die Kammern 38a und 38b zum Auswerfen der hierin laufenden und zur Ruhe gekommenen
Walzstäbe öffnen. Die Auswerferöffnungen 40 können so dicht beieinanderliegend angeordnet
werden, daß gleichzeitig laufende und ausgeworfene Stäbe ohne Umlenkung vereinzelt
in die beiden ersten Rasten R1 und R2 des Kühlbettes gelangen können.
1. Bremsrinne für Walzstäbe, insbesondere Rundmaterial, die mit hoher Geschwindigkeit
aus einer Walzenstraße auslaufen, bestehend aus einem Rinnenteil (8, 18, 38) das mindestens
zwei benachbarte Laufrinnen zur seitlichen Führung des Walzgutes bildet, und aus einem
Rutschteil (9, 19, 37), das Rutschflächen (37a) für das Walzgut bildet, wobei das
Rinnenteil oder das Rutschteil relativ zum anderen, feststehenden Teil quer zum Walzgut
verstellbar ist derart, daß die in den Laufrinnen befindlichen Walzstäbe durch die
Querbewegung abwechselnd zum freien Fall aus den Laufrinnen freigegeben werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Laufrinnen des Rinnenteils (8, 18, 38) von zwei nach unten
offenen Kammern (8a, 8b) gebildet sind, die in der Mittelstellung beider relativ zueinander
beweglicher Teile durch die Rutschfläche (37a) des Rutschteils (9, 19, 37) verschlossen
sind.
2. Bremsrinne nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von mit Einlauftrichtern
versehenen, in der Art von Drahtführungs-Rohrelementen hintereinandergeschalteten
Rinnen- und Rutschteilen (A, B) mit einem gemeinsamen Antrieb (3 bis 6) für eines
der Teile.
3. Bremsrinne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Laufrinnen
bildende Rinnenteil (38) ortsfest und das Rutschteil (37) querbeweglich ist, wobei
die Kammern (38a, 38b) des Rinnenteils . - durch einen Steg (38c) voneinander getrennt
sind, der in der Mittelstellung des Rutschteils eine beiden Kammern zugeordnete Auswerferöffnung
(40) innerhalb der Rutschfläche (37a) des Rutschteils verschließt, wobei die Auswerferöffnung
durch die Querbewegung des Rutschteils abwechselnd unter die eine oder die andere
Kammer steuerbar ist (Fig. 7).
4. Bremsrinne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rutschteil (9, 19)
ortsfest, und das die Laufrinnen bildende Rinnenteil (8, 18) querbeweglich ist, wobei
die Kammern (8a, 8b) durch die Querbewegung des Rinnenteils wechselweise bis außerhalb
des Rutschteils steuerbar sind, und daß einlaufseitig der Bremsrinne in Verlängerung
von ortsfesten Führungsrohren (29, 30) für die aufeinanderfolgenden, abzubremsenden
Walzstäbe für jede Kammer Schwenkrohre (23, 24) vorgesehen sind, die den Bewegungen
des Rinnenteils bezw. der Kammern zwangläufig folgen (Fig.1-6).