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EP 0 077 969 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.01.1985 Patentblatt 1985/03 |
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Anmeldetag: 11.10.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: D06B 15/00 |
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Trockenanlage für Färbespulen in der Textilindustrie
Apparatus for drying dye bobbins
Installation de séchage de bobines de teintures
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR GB IT LI |
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Priorität: |
23.10.1981 DE 3142172
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.05.1983 Patentblatt 1983/18 |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Grassmann, Hans-Christian, Dipl.-Ing.
D-8521 Baiersdorf (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Trockenanlage für Färbespulen in der Textilindustrie,
die zum Färben gleichzeitig auf ein perforiertes Rohr aufgesteckt sind, über welches
das flüssige Färbemittel durch die Spulen gepresst wird.
[0002] Es ist bekannt, zum Trocknen die Spulen vom Rohr abzunehmen, in einer mechanischen
Vorrichtung, z. B. durch eine Zentrifuge, vorzutrocknen und anschliessend in einem
Hochfrequenzofen fertig zu trocknen. In diesen Ofen wird zur Vergleichmässigung der
Erwärmung und zur Abführung von entstehenden Dampfschwaden noch zusätzlich Heissluft
eingeblasen und wieder abgesaugt.
[0003] Trockenvorrichtungen dieser Art haben sich gegenüber rein mechanischen Trockenvorrichtungen
gut bewährt, die erforderliche Vereinzelung der Spulen steht jedoch einer weitgehenden
Automatisierung des Materialflusses beim Trocknungsvorgang störend im Wege.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einer Trocknungsanlage
der eingangs gennanten Art den Trocknungsvorgang weitgehend zu automatisieren und
zu beschleunigen.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
- eine Vortrockenstation, in der Mittel zum Einblasen von Druckluft in das Rohr mit
aufgesteckten Spulen vorgesehen sind,
- eine folgende Zwischentrockenstation zum Abtrocknen der Oberflächen der auf dem
Rohr aufgesteckten Färbespulen,
- eine nachgeschaltete Fertigtrockenstation mit einem Hochfrequenzofen zur kapazitiven
Endtrocknung der Färbespulen auf dem Rohr, und
- eine Transportvorrichtung zum selbsttätigen Fördern der auf dem Rohr aufgesteckten
Färbespulen durch die einzelnen Stationen, die zumindest im Bereich des Hochfrequenzofens
mit Mitteln zur Drehung des Rohres mit den Färbespulen um seine Längsachse versehen
ist.
[0006] Durch eine derartige Behandlungsstrasse lässt sich der Durchlauf und die Wärmebehandlungsdauer
verkürzen und manuelle Arbeitszeit zum Vereinzeln der Werkstücke für den Trocknungsvorgang
einsparen.
[0007] Physikalisch gesehen wird in der Vortrockenstation durch das Einblasen von Druckluft-z.
B. mit 5 at - ein grosser Teil der Feuchtigkeit von innen heraus durch die Färbespulen
an die Oberfläche transportiert und von dort abgeführt. Eine auf diese Weise vorgetrocknete
Spule ist aber nicht für eine anschliessende Hochfrequenzbehandlung ohne weiteres
geeignet, da durch die vorgennante Trocknung besonders an der Oberfläche noch relativ
viel Feuchtigkeit verbleibt, die zu Überschlägen im Hochfrequenzfeld Anlass geben
würde. Als Zwischenstation ist daher in der Strasse zwischen mechanischer Vortrockenstation
und Hochfrequenztrockner eine Oberflächentrocknung, z. B. mit Infrarotstrahlern, vorzusehen.
[0008] Zur Vereinfachung des mechanischen Aufbaus wird die Förderanlage im Bereich der mechanischen
Vortrocknung vorzugsweise taktweise betrieben, d. h. während des Einblasens der Druckluft
in die Rohre steht der betreffende Förderabschnitt still, dagegen kann in den übrigen
Behandlungsstationen ein kontinuierlicher Fördervorgang laufen. Damit die Luft frei
entweichen kann und die Spulen gleichmässig getrocknet werden, ist die Transportvorrichtung,
z. B. in Form eines Schleppkettenförderers, mit Abstandshaltern versehen, in denen
die Rohre mit Spulen eingelegt werden.
[0009] Anhand einerZeichnung sei die Erfindung näher erläutert; es zeigen:
Fig. einen schematischen Längsschnitt durch die Trockenanlage, und
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in Fig. 1.
[0010] Die Trockenanlage für die auf einem perforierten Rohr 52 aufgesteckten einzelnen
Färbespulen 51 besteht aus einer mechanischen Vortrockenstation 1, einer Zwischentrockenstation
2 zur Oberflächentrocknung und einer nachgeschalteten Fertigtrockenstation 3. Die
aus Rohr 52 und Färbespulen 51 bestehende Einheit 5 wird mittels einer Transportvorrichtung
4 durch die einzelnen Stationen in Richtung des Pfeiles 45 transportiert. Hierzu sind
die Schleppketten 41 der Transportvorrichtung 4 mit Abstandshaltern 45 versehen, in
die die Rohre samt den Spulen 51 eingelegt sind.
[0011] Die Vortrockenstation 1 ist mit Anschlussvorrichtungen 12 für Druckluft 11 versehen,
wobei gleichzeitig mehrere Rohre anzuschliessen sind. Damit der Anschlussvorgang und
die Trocknung mechanisch keine allzugrossen Schwierigkeiten bereiten, wird während
dieses Vorganges die Fördereinrichtung 4 in dem Teil 43, der sich in der Vortrockenstation
1 befindet, gestoppt. Sind die Färbespulen durch das Einblasen von Druckluft von z.
B. 5 at Druck ausreichend mechanisch vorgetrocknet und aufgeschlossen, so gelangen
die Einheiten 5 in eine Zwischentrockenstation 2, die mit Infrarotstrahlen 21 versehen
ist. Hier wird die Oberfläche der Färbespulen 51 von Feuchtigkeit befreit. Von hier
aus gelangen dann die Färbespulen 51 auf dem Rohr 52 als komplette Einheit 5 zur Fertigtrocknung
in die Station 3, die aus einem bekannten Hochfrequenzofen mit Elektroden 31 besteht.
In diesen Ofen wird zusätzlich Heissluft 32 eingeblasen und wieder abgesaugt. Zur
gleichmässigen Trocknung der Färbespulen sind in diesem Bereich und gegebenenfalls
auch noch im Bereich der Zwischentrockenstation 2 Mittel vorgesehen, mit denen das
Rohr 52 um seine Längsachse in Richtung des Pfeiles 42 gedreht wird. Eine derartige
Drehung ist erforderlich, wenn das Rohr mit den Spulen senkrecht zum Feldlinienverlauf
im Hochfrequenzofen liegt, da ansonsten ungleichmässige Trocknungszonen entstehen
würden. Eine derartige räumliche Anordnung hat den Vorteil, dass metallische Hülsen
zum Wickeln der Färbespulen verwendet werden können, ohne dass das Feld kurzgeschlossen
wird. Will man das Rohr in Richtung der elektrischen Feldlinien anordnen, so muss
man Spulenkerne und Rohre aus Isoliermaterial vorsehen.
[0012] Die Elektroden 31 - und damit auch die Transportvorrichtung-können auch vertikal―statt
wie gezeigt horizontal - angeordnet sein.
1. Trockenanlage für Färbespulen in der Textilindustrie, die zum Färben gleichzeitig
auf ein perforiertes Rohr aufsteckbar sind, über welches das flüssige Färbemittel
durch die Spulen gepresst wird mit einer mechanischen Vortrocknung der Färbespulen
und einem Hochfrequenzofen, in den zusätzlich Heissluft einblasbar ist, gekennzeichnet
durch eine Vortrockenstation (1), in der Mittel zum Einblasen von Druckluft (11) in
das Rohr (52) mit aufgesteckten Färbespulen (51) vorgesehen sind, eine folgende Zwischentrockenstation
(2) zum Abtrocknen der Oberflächen der auf dem Rohr (52) aufgesteckten Färbespulen
(51), eine nachgeschaltete Fertigtrockenstation (3) mit einem Hochfrequenzofen zur
kapazitiven Endtrocknung der Färbespulen (51) auf dem Rohr (52) und eine Transportvorrichtung
(4) zum selbsttätigen Fördern der auf dem Rohr 52 aufgesteckten Färbespulen (51 )
durch die einzelnen Stationen (1 bis 3), die zumindest im Bereich des Hochfrequenzofens
mit Mitteln zur Drehung des Rohres (52) mit den Färbespulen (51 ) um seine Längsachseversehen
ist.
2. Trockenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischentrockenstation
(2) mit Mitteln (21) zur Infrarottrocknung der Oberflächen der Färbespulen (51 ) versehen
ist.
3. Trockenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vortrockenstation
(1 ) mit Mitteln zum gleichzeitigen Anschluss mehrerer Rohre (52) an Druckluft (11)
und mit einer Transportvorrichtung (43) mit taktweiser Förderung versehen ist.
4. Trockenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung
(4) mit Mitteln (45) zur Halterung des Rohres (52) mit den Spulen (51) in einer senkrecht
zum Feldlinienverlauf im Hochfrequenzofen liegenden Richtung versehen ist.
5. Trockenanlage nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung
(4) als Schleppkettenförderer ausgebildet ist und mit Abstandshaltern (45) zur Aufnahme
der Rohrenden versehen ist.
6. Trockenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung
(4) und die Elektroden (31 ) im Hochfrequenzofen horizontal (Fig. 1) oder vertikal
angeordnet sind.
1. A drying plant for dyeing in the textile industry, which for dyeing can be simultaneously
mounted on a perforated pipe, through which the liquid dye is forced through the bobbins,
comprising mechanical pre-drying of the dyeing bobbins and a high-frequency furnace
into which hot air can additionally be blown, characterized by a pre-drying station
(1) which is provided with means for blowing compressed air (11) into the pipe (52)
carrying the dyeing bobbins (51), a subsequent intermediate drying station (2) for
drying the surfaces of the dyeing bobbins (51) which are mounted on the pipe (52),
a subsequent drying-off station (3) having a high-frequency furnace for the capacitative
final drying of the dyeing bobbins (51) on the pipe (52), and a transport device (4)
for independently conveying the dyeing bobbins (51 ) mounted on the pipe (52) through
the individual stations (1 to 3), which, at least in the region of the high-frequency
furnace, is provided with means for rotating the pipe (52), carrying the dyeing bobbins
(51), about its longitudinal axis.
2. A drying plant as claimed in Claim 1, characterized in that the intermediate drying
station (2) is provided with means (21 ) for the infrared drying of the surfaces of
the dyeing bobbins (51).
3. A drying plant as claimed in Claim 1, characterized in that the pre-drying station
(1) is provided with means for the simultaneous connection of a plurality of pipes
(52) to compressed air (11) and with a transport device (43) with timed transport.
4. A drying plant as claimed in Claim 1, characterized in that the transport device
(4) is provided with means (35) for supporting the pipe (52) with the bobbins (51)
in a direction which is at right angles to the flux path in the high-frequency furnace.
5. A drying plant as claimed in Claims 1 and 4, characterized in that the transport
device (4) is designed as a chain conveyor and provided with spaced holders (45) for
receiving the pipe ends.
6. A drying plant as claimed in Claim 1, characterized in that the transport device
(4) and the electrodes (31) are arranged horizontally (Fig. 1), or vertically, in
the high-frequency furnace.
1. Installation de séchage de bobines de teinture dans l'industrie textile, qui, pour
la teinture, peuvent être enfilées en même temps sur un tube perforé par lequel le
colorant liquide est poussé dans les bobines, comprenant un préséchage mécanique des
bobines de teinture et un four haute fréquence dans lequel de l'air chaud supplémentaire
peut être insufflé, caractérisée par un poste de préséchage (1 ), dans lequel sont
prévus des moyens pour insuffler de l'air comprimé (11) dans le tube (52) sur lequel
les bobines de teinture (51) sont enfilées, par un poste de séchage intermédiaire
(2) venant ensuite pour sécher les surfaces des bobines de teinture (51 ) enfilées
sur le tube (52), par un poste de séchage final (3) en aval, avec un four haute fréquence
pour le séchage final par voie capacitive des bobines de teinture (51 ) sur le tube
(52), et par un dispositif de transport (4), qui est destiné à transporter automatiquement
les bobines de teinture (51) enfilées sur le tube (52) dans divers postes (1 à 3),
et qui, au moins dans la région du four haute fréquence, est muni de moyens pour faire
tourner le tube (52) y compris les bobines de teinture (51 ) autour de son axe longitudinal.
2. Installation de séchage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le poste
de séchage intermédiaire (2) est muni de moyens (21) pour sécher à infrarouges les
surfaces des bobines de teinture (51).
3. Installation de séchage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le poste
de préséchage (1) est muni de moyens pour raccorder en même temps plusieurs tubes
(52) à l'air comprimé (11 ) et d'un dispositif de transport (43) assurant un transport
en cadence.
4. Installation de séchage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif
de transport (4) est muni de moyens (45) pour maintenir le tube (52) avec les bobines
(51) dans une direction perpendiculaire aux lignes de champ dans le four haute fréquence.
5. Installation de séchage suivant les revendications 1 et 4, caractérisée en ce que
le dispositif de transport (4) est agencé en transporteur par chaîne et est muni d'entretoises
(45) de réception des extrémités des tubes.
6. Installation de séchage suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif
de transport (4) et les électrodes (31) sont disposés horizontalement (fig. 1 ) ou
verticalement dans le four haute fréquence.
