[0001] Die Erfindung betrifft ein Behandlungsgerät für biegsames photographisches Material,
insbesondere in Blattform, von der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen
Art.
[0002] Amateur- und Berufsphotographen haben bei der Anfertigung ihrer eigenen Kopien Wannen
für die verschiedenen dabei erforderlichen Bäder benutzt, wobei die Kopien in einer
solchen Wanne kontinuierlich oder von Zeit zu Zeit bewegt werden mußten, um eine gleichmäßige
Verarbeitung der Kopien sicherzustellen. Entwicklungsverfahren erfordern dabei vier
bis fünf Minuten oder länger und das Fixieren mitunter ebensoviel Zeit. Photographische
Anstalten, welche hunderte von Kopien je Stunde verarbeiten, verwenden sehr lange
Verarbeitungstanks, durch welche die Kopien zum Entwickeln oder Fixieren während der
erforderlichen Zeit laufend hindurchtransportiert werden, wobei durch den Hindurchtransport
laufend frische Lösung in Kontakt mit der Kopieoberfläche gebracht wird. Die Amateur-
und Berufsphotographen, die ihre eigene Verarbeitung von Kopien vornehmen wollen,
können sich solche großen Verarbeitungsanlagen jedoch nicht leisten, deren Umfang
von der Dauer der Verarbeitungszeit und der Anzahl der je Zeiteinheit anzufertigenden
Kopien abhängt.
[0003] In einer Anzahl von bekannten kleineren Behandlungsgeräten wird photographisches
Material durch das Gerät auf eine in Kontakt mit der Behandlungsflüssigkeit rotierende
Trommel gelenkt, wobei das Material während eines gewissen Bruchteils einer einzelnen,
das Blatt kurzfristig in das Behandlungsbad eintauchenden Umdrehung der Trommel an
deren Oberfläche haftet. Solche Bearbeitungsgeräte sind z. B. in den DE-A1-1 497 496
und DE-A1-2 615 932 beschrieben. Jedoch bleibt das Material in diesen Geräten nicht
genügend lange in Kontakt mit der Badflüssigkeit, um eine Bearbeitungsstufe in einem
Umlauf vollständig durchführen zu können, es sei denn bei sehr langsamer Trommelrotation.
[0004] In der DE-A1-2414824 hingegen ist ein Gerät beschrieben, in welchem photographische
Filme, die an der Oberfläche einer Trommel haften, bei der Rotation derselben wiederholt
und so lange Zeit durch ein Bad geführt werden, bis die Behandlung vollständig beendet
ist. Es wurde dabei festgestellt, daß schräggestellte Abhebemesser bei der Ablösung
des fertig behandelten Films von der Trommeloberfläche nicht einwandfrei gearbeitet
haben, weshalb die DE-OS 2 414 824 vorschlägt, zur Ablösung des Films einen Flüssigkeitsstrahl
zu verwenden, der entlang einer klingenartigen Einrichtung gegen den von der Trommel
abhebenden Film gerichtet wird. Jedoch ist die den Flüssigkeitsstrahl erzeugende Einrichtung
kompliziert und teuer und daher nur bei größeren Anlagen verwendbar, aber nicht bei
kleinen Geräten wie sie für Amateurphotographen in Frage kommen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist daher vor allem die Verwirklichung eines Behandlungsgeräts
der eingangs beschriebenen Art, welches einfache technische Mittel zur Entfernung
von fertig behandeltem photographischem Material aus dem Gerät aufweist, wobei das
Gerät für mehrmaliges Umlaufen des Materials durch das Flüssigkeitsbad im Behälter
des Gerätes eingerichtet ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des
Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale.
[0007] Bevorzugte Ausführungsformen des Behandlungsgeräts nach der Erfindung sind durch
eines oder mehrere der in den Unteransprüchen 2 bis 11 beschriebenen Merkmale gekennzeichnet.
[0008] Wird die darin beschriebene Ausgangsklappe geschlossen, so ist auch die Ausgangsöffnung
in der Behälterseitenwandung lichtdicht abgeschlossen. Dabei wird die Ausgangsöffnung
vorzugsweise auch dann lichtdicht abgedeckt, wenn das bewegliche Seitenwandungsteil
offen steht, solange das aus dem Behälter heraustretende Blatt photographischen Materials
noch durch Licht von außen nachteilig beeinflußt werden kann.
[0009] In der geschlossenen Stellung sollte die sich axial erstreckende freie Kante des
beweglichen Seitenwandungsteils das innere Ende der Ablenkwand, wo diese an die Behälterseitenwandung
anstößt bzw. in sie übergeht, nach innen überdecken.
[0010] Vorzugsweise ist die in Drehung versetzbare Trommel mit einer PVC-Schicht überzogen,
während die frei drehbaren Leit- oder Andrückwalzen vorzugsweise aus Gummi oder einem
geeigneten Kunststoffmaterial wie z. B. Polyvinylchlorid bestehen.
[0011] Im Behandlungsgerät nach der Erfindung kann ein Blatt photographischen Materials
verschiedenartigen Behandlungen unterworfen werden, so kann es z. B. entwickelt oder
fixiert werden, wobei das Gerät mit der entsprechenden photographischen Verarbeitungsflüssigkeit
beschickt wird, oder das Blatt kann gewaschen werden, wobei es dann statt mit der
genannten Flüssigkeit mit Wasser behandelt wird.
[0012] So wird beim Betrieb des erfindungsgemäßen Behandlungsgeräts das Blatt zunächst mit
seiner, eine lichtempfindliche Schicht tragenden Vorderseite nach unten in den mit
der gewünschten Flüssigkeit beschickten Behälter eingeführt, so daß die Rückseite
des Blattes an der Trommeloberfläche haftet. Die Trommel wird dann während genügend
langer Zeit in Drehung versetzt, so daß die vorgesehene Behandlung oder auch das Waschen
des Blattes vollständig durchgeführt ist.
[0013] Die hierzu erforderliche Anzahl Umdrehungen der Trommel kann vorher in einen elektronischen
Umdrehungszähler eingegeben werden, so daß dieser die Trommel mit dem auf ihr befindlichen
Blatt die vorgegebene Anzahl von Umdrehungen ausführen läßt.
[0014] Ist die Flüssigkeit im Behälter eine photographische Verarbeitungslösung, so nimmt
das Blatt auf der Trommel bei jeder Umdrehung eine neue Menge unverbrauchter Lösung
mit, während die verbrauchte Lösung von der lichtempfindlichen Schicht beim Wiedereintauchen
in die Badflüssigkeit bei der nächsten Umdrehung weggespült wird. Ist die Behandlungsflüssigkeit
Wasser zum Waschen des Blattes, so wird bei jeder Umdrehung vom Blatt auf der Trommel
frisches Wasser aus dem Bad mitgeführt und bevorzugt das Blatt beim Durchlaufen der
höchsten Stelle jeder Trommelumdrehung auch noch zusätzlich von oben mit frischem
Wasser besprüht.
[0015] Hat die Trommel die vorher eingegebene Zahl von Umdrehungen durchgeführt, so veranlaßt
der Umdrehungszähler, z. B. durch Erregung eines Solenoids, der Teil eines Mechanismus
zum Verstellen des beweglichen Seitenwandungsteils des Behälters ist, das Öffnen des
genannten Teils, und das Blatt kann sich von der Trommeloberfläche ablösen und aus
dem Behälter ausgegeben werden.
[0016] In einer anderen Ausführungsform des Behandlungsgeräts nach der Erfindung kann außerhalb
des Gehäuses ein Handgriff vorgesehen sein, mit dem das bewegliche Seitenwandungsteil
(die Ausgangsklappe) nach einer bestimmten Behandlungszeit geöffnet und hierdurch
das behandelte Blatt aus dem Behandlungsgerät ausgetragen werden kann.
[0017] Eine photographische Verarbeitungsanlage kann, wie dies im Unteranspruch 12 beschrieben
ist, mehrere Behandlungsgeräte nach der Erfindung umfassen, die miteinander in Reihe
gekuppelt sind, wobei z. B. das erste Gerät mit photographischem Entwickler beschickt
werden kann, mit welchem das photographische Material etwa 5 Sekunden behandelt werden
muß; das nächstfolgende Gerät in der Reihe kann mit einem Säurestoppbad beschickt
sein, in welchem die Behandlung 2 Minuten Zeit erfordert, ein drittes Behandlungsgerät
kann eine Fixierlösung enthalten und das Material mit ihr ca. 8 Minuten behandelt
werden, und ein viertes Gerät kann als Waschstufe ausgebildet und von Leitungswasser
durchströmt werden. Bei einer ähnlichen Anlage kann das Unterbrecherbad bei Verwendung
eines entsprechenden photographischen Materials unnötig sein und das Gerät hierfür
daher weggelassen werden.
[0018] Bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Geräts zur Behandlung von Blättern flexiblen
photographischen Materials haftet das Blatt auf der Oberfläche der Trommel teils durch
Adhäsion infolge Oberflächenspannung zwischen dem befeuchteten Blatt und der Trommeloberfläche,
hauptsächlich aber auch dank der Führung des Blattes mittels der Walzenanordnung um
den Trommelumfang herum, und damit auch dank der Gestaltung der Zwischenabschnitte
der Seitenwandung des Behälters zwischen im Trommeldrehsinn aufeinanderfolgenden Walzen,
wie sie besonders in den Unteransprüchen 6, 7 und 8 beschrieben ist.
[0019] Das Blatt hat die Tendenz, sich von der Trommeloberfläche abzulösen und vorzugsweise
nach der entgegengesetzten Seite hin zu rollen. Daher ist das bewegliche, als Ausgangsklappe
dienende Seitenwandungsteil, zwischen zwei Leitwalzen angeordnet und seine der Trommel
zugekehrte Innenfläche so geformt, daß es bei Schließstellung das Blatt dazu zwingt,
in Kontakt mit der Trommeloberfläche zu bleiben, während es in Offenstellung dem Blatt
gestattet, mit seinem sich von der Trommeloberfläche wegkrümmenden vorlaufenden Blattrand
in den Ausgabekanal hineinzubiegen, nachdem das Blatt die letzte Leitwalze vor, d.
h. unterhalb der Ausgangsklappe passiert hat. Die Ausgangsklappe kann dabei eine der
Trommel zugekehrte konvex oder konkav gekrümmte Innenfläche haben.
[0020] Die Ablenkwand dient vorzugsweise als Dachwandung für den Ausgabekanal aus dem Behälter,
der durch die Auslaßöffnung des Behälters zugänglich wird, wenn die Ausgangsklappe
geöffnet ist. Um eine glatte Führung des mehr oder weniger steifen, auszugebenden
Blattes in den Ausgabekanal hinein zu gewährleisten, ist die Ablenkwand daher vorzugsweise
von radial zur Trommelachse gekrümmtem Querschnitt, wobei die konkave Innenseite der
Wand der Auslaßöffnung bzw. dem Ausgabekanal zugewandt ist. Die Ablenkwand wird vorzugsweise
mit dem Oberteil des Behälters einstückig hergestellt, wobei das Behälteroberteil
auch mit dem Oberteil des Außengehäuses des Geräts einstückig sein kann.
[0021] Die Höhe der Auslaßöffnung zwischen den sie oben und unten begrenzenden Randteilen
der Behälterseitenwandung muß genügend groß sein, und die letzte vor der Ausgabeöffnung
durch das behandelte Blatt zu passierende Walze muß genügend unterhalb des unten begrenzenden
Randteils liegen, um zu gestatten, daß das sich von der Trommel ablösende, fertig
behandelte Blatt sich genügend weit von der Trommeloberfläche wegbiegen kann, um tatsächlich
in den Ausgabekanal hineinzugelangen.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Behandlungsgeräts nach der Erfindung werden
im
. folgenden unter Bezugnahme auf die in der beigefügten Zeichnung beschriebenen Ausführungsformen
desselben beschrieben. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung im Querschnitt einer bevorzugten Ausführungsform
des Behandlungsgeräts nach der Erfindung,
Fig.2 eine ähnliche Darstellung im Querschnitt einer besonders als Waschstufe geeigneten
Ausführungsform des Behandlungsgeräts und
Fig. 3 eine schematische Darstellung im Querschnitt einer Verarbeitungsanlage, welche
zwei Behandlungsgeräte nach Fig. 1 und eine Waschstufe nach Fig. 2 umfaßt.
[0023] In allen Figuren bezeichnen gleiche Bezugsziffern die gleichen Teile.
[0024] In Fig. 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform des Behandlungsgeräts gezeigt, die
ein lichtdichtes Außengehäuse 1 umfaßt, das aus einem Oberteil 2 und einem Unterteil
3 besteht. Im Inneren 1a des Außengehäuses 1 befindet sich ein aus dem Oberteil 20
und dem Unterteil 30 bestehender Behälter 40, wobei vorzugsweise jeweils das Behälteroberteil
20 mit dem Gehäuseoberteil 2, und das Behälterunterteil 30 mit dem Gehäuseunterteil3
einstückig hergestellt werden.
[0025] Befestigungsmittel, die erforderlich sind, um das Oberteil 2 und das Unterteil 3
des Gehäuses 1 und in dessen Inneren 1a das Oberteil 20 und das Unterteil 30 des Behälters
40 genau aufeinander passend lichtdicht und vor allem auch flüssigkeitsdicht zusammenhalten,
sind wohlbekannt und der Übersichtlichkeit halber aus der Zeichnung weggelassen.
[0026] Im hierbei gebildeten hohlen Innenraum 9 des länglichen Behälters 40 mit der Längsachse
A ist eine zylindrische Trommel 4 mit einer PVC-überzogenen Trommeloberfläche 4a untergebracht,
die mittels einer Welle oder Naben 13 (von welchen nur das eine Ende in Fig. 1 gestrichelt
angedeutet ist) in der vorderen und der hinteren Stirnwand (nicht gezeigt) der unteren
Gehäusehälfte um die Längsachse A drehbar gelagert ist. Die üblichen Antriebsmittel,
die an der Trommelwelle oder -nabe 13 angreifen, sind in der Zeichnung weggelassen.
[0027] Der Bereich über dem Boden der unteren Behälterhälfte 30 ist mit einer ein Flüssigkeitsbad
L bildenden Verarbeitungslösung beschickt, wobei das Niveau des Bades genügend hoch
ist, so daß der unterste Bereich der Trommel 4 in es eintaucht und ein auf der Trommel
4 haftendes Blattmaterial das Bad beim Drehen der Trommel durchlaufen muß. Bei den
in Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen erfolgt die Drehung der Trommel im
Sinne des mit R bezeichneten Pfeils.
[0028] In möglichst gleichmäßigem Abstand sind um den Umfang der Trommel 4 herum fünf frei
drehbare Walzen 10 und 11 verteilt, die in üblichen Lagern (nicht gezeigt) in der
vorderen und der hinteren Endwand der oberen bzw. der unteren Gehäusehälfte 2 und
3 gelagert sind. Lücken (nicht gezeigt) zwischen den Walzen und der Trommeloberfläche
4a gestatten den Durchgang eines Blattes S, wobei die Walzen 10 und 11 auch mit üblichen,
in den Gehäuseendwänden gelagerten Andrückfedermitteln (nicht gezeigt) versehen sein
können, welche die Walzen mit einem Druck an die Trommeloberfläche 4a drücken, der
gering genug ist, um ein Nachgeben der Walzen beim Passieren eines Blattes S ohne
Beschädigung seiner lichtempfindlichen Schicht SE zwischen Walzen und Trommel 4 zu
gestatten.
[0029] In den Seitenwänden der oberen und der unteren Behälterhälften 20 und 30 befinden
sich nach außen gewölbte, sich parallel zur Längsachse A erstreckende Seitenwandzonen
oder Ausbuchtungen 27 bzw. 37, welche auf ihren Innenseiten Einbuchtungen aufweisen,
die die Walzen 10, 11 von außen her umgeben. Zwischen je zwei im Trommeldrehsinn aufeinander
folgenden ausgebuchteten Seitenwandzonen 27, 37 bzw. den von ihnen umgebenden Walzen
10, 11 erstrecken sich Zwischenabschnitte 21 bzw. 31 der Seitenwandung des Behälters,
die gekrümmten Querschnitt aufweisen können, wobei sich der Abstand jedes Zwischenabschnittes
zur Trommeloberfläche 4a im Drehsinn R von der nachlaufenden zur vorlaufenden Ausbuchtung
27, 37 bzw. der von ihr umgebenden Walze 21, 31 hin laufend verringert.
[0030] Hat z. B. die Trommel 4 einen Durchmesser von 100 mm, so kann der Abstand des Zwischenabschnitts
21 oder 31 von der Trommeloberfläche 4a an der bei Trommeldrehung zuerst vom Blatt
S tangierten, »nachlaufenden« Walze 10, 11 ca. 15 bis 20 mm betragen, während an der
die »vorlaufende«, also bei Drehung vom selben Blatt anschließend tangierte Walze
10, 11 umschließenden, nächstfolgenden Ausbuchtung 27, 37 der Abstand dieses Zwischenabschnitts
nur 3 bis 6 mm beträgt.
[0031] Auf der linken Seite der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform befindet sich in der
Seitenwandung des Außengehäuses 1 eine Eingangspforte 5, vorzugsweise über dem Flüssigkeitsspiegel
im Behälter 40, an die sich behältereinwärts ein von den Wänden 22 im oberen und 32
im unteren Gehäuseteil 2 bzw. 3 umgebener Blatteinlaß 17 anschließt, der in der Seitenwandung
der unteren Behälterhälfte 30 nach dem Behälterinneren 9 zu offen ist. Am inneren
Ende des Blatteinlasses 17 befindet sich eine nach einwärts und abwärts geneigte Gleitfläche
12 als Fortsatz der unteren Einlaßwand 32.
[0032] Eine in einem Drehgelenk 18 an der oberen Einlaßwand 22 drehbar aufgehängte Abschlußklappe
7 kann entweder durch ein Federorgan (nicht gezeigt) leicht in die in Fig. 1 dargestellte
lichtdichte Abschlußstellung des Einlasses 17 belastet sein, oder diese Belastung
auch bei geeigneter Anordnung der Klappe 7 durch deren eigenes Gewicht erzielt werden.
[0033] Im der Eingangspforte 5 gegenüberliegenden Bereich der Behälterseitenwandung ist
über dem Flüssigkeitsspiegel des Bades L in der unteren Behälterhälfte 30 eine Ausgabepforte
6 vorgesehen, durch welche ein Blattausgabekanal 19 aus dem Gehäuse 1 nach außen öffnet,
während er an seinem inneren Ende durch eine Auslaßöffnung 23 in der Seitenwand des
Behälters 40, und zwar in der Ausführungsform nach Fig. 1 in der unteren Behälterhälfte
30, mit dem Behälterinneren 9 in Verbindung steht.
[0034] Diese Auslaßöffnung 23 ist zwischen der im Trommeldrehsinn letzten Ausbuchtung 37
in der unteren Behälterhälfte 30 und dem oberen Rand 30a der letzteren gelegenen,
an welchem die obere Behälterhälfte 20 auf die untere aufgesetzt ist. Der Blattausgabekanal
19 wird oben durch eine Blattablenkwand 14, die vorzugweise mit dem an das obere Ende
der Auslaßöffnung 23 angrenzenden Seitenwandungsbereich der oberen Behälterhälfte
20 einstückig ist, begrenzt. Die behälterwärts innere Endkante der Ablenkwand 14 ist
hierbei mit einem Wandungsteil 21a a der Behälterseitenwandung im Drehsinne vor oder
direkt an der nächstfolgenden Ausbuchtung 27 in der Behälterseitenwandung der oberen
Behälterhälfte 20 verbunden oder einstückig ausgebildet.
[0035] Vorzugsweise ist die Ablenkwand 14 von gekrümmtem Querschnitt, wie in Fig. 1 und
2 gezeigt, und ihre konkave Unterseite 14a ist dem Ausgabekanal 19 zugewandt.
[0036] Der Ausgabekanal 19 ist in der unteren Behälterhälfte 30 durch eine Kanalbodenwandung
24 abgeschlossen, die vorzugsweise mit der unteren Behälterhälfte 30 und auch mit
der Seitenwand des Gehäuseunterteils 3 einstückig ausgebildet ist.
[0037] Eine Ausgangsklappe oder -tür 8, die mittels einer Schwenkverbindung 33 in der Seitenwand
der unteren Behälterhälfte 30 am unteren Ende der Auslaßöffnung 23 schwenkbar gelagert
ist, wo an die genannte Seitenwand die Kanalbodenwandung 24 anstößt, dient in Schließstellung
zum lichtdichten Verschluß der Auslaßöffnung 23 und ist in ihre Schließstellung mittels
eines üblichen Federorgans (nicht gezeigt) belastet. Der Pfeil 0 deutet an, in welcher
Richtung die Abschlußklappe 8 geöffnet wird.
[0038] Da die Eingangs- und Ausgabeeinrichtungen am Behätter40 bei den Ausführungsformen
nach Figuren 1 und 2 identisch sind, sind die letzteren in der Fig. 2 in offener Stellung
gezeigt, und bei der Beschreibung des Betriebes des Bearbeitungsgeräts nach Fig. 1
wird, was die Ausgabeeinrichtung betrifft, daher auch auf Fig. 2 Bezug genommen.
[0039] Bei Inbetriebnahme der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Ausgangsklappe 8 geschlossen,
Verarbeitungsflüssigkeit L in das Innere 9 der unteren Behälterhälfte L eingegeben
und die Trommel 4 um ihre Welle 13 in Pfeilrichtung R in Drehung versetzt. Ein Blatt
S photographischen Materials wird nun mit seiner eine lichtempfindliche Schicht tragenden
Vorderseite SE nach unten in den Blatteinlaß 17 eingeführt. Die vordere Blattkante
drückt nun gegen die Klappe 7 und lüpft diese, um unter ihr vorbeizugleiten und durch
Abwärtsgleiten über die Gleitfläche 12 hinweg in Berührung mit der Trommeloberfläche
4a zu gelangen. Die sich drehende Trommel 4 nimmt nun das Blatt S mit, worauf es in
die Lücke zwischen der Trommeloberfläche 4a und der ersten, in Fig. 1 am weitesten
links gelegenen Walze 11 in der unteren Behälterhälfte 30 hineingezogen wird. Sobald
das Blatt 7 an der Klappe 7 vollständig vorbeipassiert ist, schließt diese wiederum
den Einlaß 17 lichtdicht ab.
[0040] Das Blatt S bleibt nun in Kontakt mit der Trommeloberfläche 4a teils wegen infolge
seiner Befeuchtung auftretenden Adhäsionskräften mit der Trommeloberfläche 4a, teils
dank des Andrückens durch die Walzen 11 und schließlich infolge der konvergierenden
Gestalt der Zwischenabschnitte 31 der Seitenwand der unteren Behälterhälfte 30.
[0041] Das Blatt S des photographischen Materials läuft dann auf der zylindrischen Oberfläche
4a der Trommel 4 durch das Behandlungsbad L während einer genügenden Anzahl Umdrehungen,
um die Badbehandlung vollständig durchzuführen. Sobald dies der Fall ist, und die
hierzu erforderliche Zeit auf einem Zeitwerk T eingegeben wurde, wird die Ausgangsklappe
8 geöffnet (Fig. 2) und infolge der inhärenten Tendenz des Blattmaterials, sich von
der Trommeloberfläche 4a abzulösen, und sich im befeuchteten Zustand nach der lichtempfindlich
beschichteten Blattvorderseite SE hin zu krümmen, wird die vorlaufende Kante SL des
Blattes S von der Trommeloberfläche 4a weggebogen und tritt in den Ausgabekanal 19
ein. Die Kante oder Randzone 29, an welcher die Ablenkwand 14 und der ihr benachbarte,
am oberen Ende der Auslaßöffnung 23 anschließende Abschnitt 21 a der Behälterseitenwand
aneinanderstoßen oder ineinander übergehen, sollte hinreichend dicht an die Trommeloberfläche
4a heranreichen, um zu verhindern, daß ein verhältnismäßig geringfügig abgebogenes,
fertig behandeltes Blatt S trotz geöffneter Ausgangsklappe 8 gegen den Seitenwandabschnitt
21a statt gegen die Ablenkwand 14 anläuft und dadurch in den Trommelumlauf zurückgeführt
wird. In der Praxis bedeutet dies, daß bei einem Trommeldurchmesser von 100 mm der
kürzeste Abstand der Trommeloberfläche 4a von der geschlossenen Ausgangsklappe 8 etwa
2 bis 5 mm, und der Abstand der Kante oder Zone 29 von der Trommeloberfläche 4a etwa
6 bis 10 mm betragen sollte. Das heißt aber, daß die freie, sich axial erstreckende
Kante der Klappe 8 die Kante oder Zone 29 soweit nach einwärts überdecken sollte,
daß die letztere keine über die Klappe 8 einwärts vorstehende Stufe bildet, an welcher
der vorlaufende Blattrand SL des Blattes S hängenbleiben könnte.
[0042] Abhängig vom Grad der Wegbiegung des Blattes S von der Trommeloberfläche 4a, der
wiederum u. a. von der Steifigkeit des Blattes S abhängt, soll der vorlaufende Blattrand
SL des Blattes S entweder gegen die Ablenkwand 14 anlaufen und entlang derselben nach
außen gleiten; oder es kann bei einem Blatt S geringerer Steifigkeit eine stärkere
Krümmung des Blattes auftreten, so daß dieses, ohne die Ablenkwand 14 zu berühren,
direkt durch den Ausgabekanal 19 aus dem Behandlungsgerät austritt. Nach Verlassen
der Ausgabepforte 6 des Behandlungsgeräts kann das photographische Blattmaterial einem
ähnlichen, mit einer anderen Behandlungsflüssigkeit L beschickten Gerät oder auch
einer von Waschwasser durchströmten Waschstufe nach Fig. 2 zugeführt werden.
[0043] Die Verarbeitungsflüssigkeit L kann in das untere Behälterteil 30 eingegeben oder
aus ihm entfernt werden, indem man das obere Gehäuse- und Behälterteil 2,20 vom Unterteil
3,30 abnimmt, wodurch das Behälterinnere 9 zugänglich wird.
[0044] In einer Behandlungsfolge ist das Spülen des Materials mit Wasser im allgemeinen
die letzte Behandlungsstufe.
[0045] Während die meisten der Teile des Behandlungsgeräts nach Fig. 2 mit denjenigen der
Ausführungsform nach Fig. 1 identisch sind, ist die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform
besonders zur Verwendung als Waschstufe geeignet. Hierzu wird das Behälterunterteil
30 mit Wasser W bis zu einem Niveau beschickt, das mittels eines wie in Fig. 2 gezeigt
in der Seitenwandung eingebauten oder auch auf und ab verschiebbar gelagerten Überlaufrohres
16 konstant gehalten wird.
[0046] Auch kann Frischwasser laufend durch ein Sprührohr 15 mit Sprühöffnungen 15a, das
zwischen zwei Walzen 10 in der oberen Behälterhälfte 2 oberhalb der Trommel 4 im Wandabschnitt
21 der Behälterwand angebracht ist, auf den obersten Bereich der Trommel 4 aufgesprüht
werden.
[0047] Zusätzlich kann der Spülvorgang noch dadurch verstärkt werden, daß die in der Mitte
gelegene der drei in der unteren Behälterhälfte 30 mit dem unteren Bereich der Trommeloberfläche
4a zusammenwirkenden Walzen 11 durch eine Bürste 25 ersetzt wird, die ebenfalls das
Blatt S an der Trommeloberfläche 4a hält, gleichzeitig aber auch mit sanftem Druck
verbrauchte Verarbeitungslösung von der in der vorangehenden Behandlungsstufe fertig
behandelten Seite SE des Blattes S abwischt und durch Wasser ersetzt.
[0048] Ist die Waschbehandlung vollendet, was ein Zeitwerk T anzeigt, so wird die Ausgangsklappe
8 der Auslaßöffnung 23 geöffnet und das Blatt S verläßt die Waschstufe in derselben
Weise, wie dies im Zusammenhang mit Figuren 1 und 2 bereits beschrieben wurde.
[0049] Die in Fig. 3 gezeigte photographische Verarbeitungsanlage umfaßt eine Entwicklungsstufe
D, welche aus der Ausführungsform nach Fig. 1 besteht, eine Fixierstufe F bestehend
aus einem Gerät derselben Ausführungsform nach Fig. 1 und schließlich eine Waschstufe
Z, die aus einem Behandlungsgerät nach Fig. 2 besteht. Alle drei Stufen sind hintereinandergeschaltet
fest und mittels überlappenden Flanschen 26 lichtdicht miteinander verbunden.
[0050] In dieser Verarbeitungsanlage kann ein automatisches Zeitwerk T mit jeder der Stationen
D, F und Z verbunden sein. Elektronische Detektororgane bekannter Art (nicht gezeigt)
können mit der Abschlußklappe 7 jeder der drei Eingangspforten 5 verbunden sein, und
beginnen, den Zeitablauf zu registrieren, sobald der vorlaufende Rand SL eines Blattes
S die Abschlußklappe 7 anhebt. Bei vollendetem Zeitablauf wird dann die Ausgangsklappe
8 der Ausgabepforte 6 durch eine mit einem Solenoid ausgestattete und mit dem Zeitwerk
T verbundenen Betätigungseinrichtung (nicht gezeigt) geöffnet. Das Blatt S kann dann
eine Behandlungsstufe verlassen und in die nächstfolgende eintreten oder auch nach
Durchlaufen der Waschstufe die Anlage verlassen und noch einem Trockner zugeführt
werden.
[0051] Alle drei Behandlungsgeräte können mit den Bodenbereichen ihrer Gehäuse 1 in eine
längliche Wanne C gestellt werden, die mit erwärmtem Wasser X gefüllt ist. Dieses
kann durch in den Seitenwänden der Gehäuse vorgesehene Öffnungen (nicht gezeigt) in
die Gehäuse eindringen und sie mindestens bis zu einem Niveau füllen, in das die unteren
Behälterhälften 30 eintauchen, so daß die in ihnen enthaltenen Flüssigkeiten L oder
W auf eine gewünschte gemeinsame Temperatur erwärmt werden.
1. Behandlungsgerät für die Behandlung von Blättern eines biegsamen photographischen
Materials, mit einem Behälter (40) zur Aufnahme ei ner Badflüssigkeit (L), einer um
eine im wesentlichen horizontale Längsachse (A) drehbar antreibbaren Trommel (4) von
vorzugsweise zylindrischer Oberfläche (4a), die mit ihrem unteren Bereich in die Badflüssigkeit
(L) eintaucht, einer vorzugsweise über dem Niveau der Badflüssigkeit (L) im Behälter
vorgesehenen Eingangseinrichtung zum Einführen von auf ihrer Vorderseite (SE) eine
lichtempfindliche Schicht tragenden Blättern (S) des genannten Materials in den Behälter
(40) zur Anlage der Blätter (S) mit ihrer Rückseite an die Trommel (4), einer Anzahl
in Abständen voneinander um die Trommeloberfläche (4a) verteilt vorgesehener Walzen
(10, 11), die das Blatt (S) während seiner Bewegung durch das Bad (L) in Anlage an
der Trommeloberfläche (4a) halten, sowie einer Ausgabeeinrichtung für behandelte Blätter
(S) aus dem Behälter (40), dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeeinrichtung eine
Auslaßöffnung (23) in der Seitenwandung des Behälters (40) über dem Niveau der Badflüssigkeit
(L) zwischen zwei benachbarten Walzen (10, 11) und ein bewegliches, vorzugsweise eine
Ausgangsklappe bildendes Wandungsteil (8) der Behälterseitenwandung umfaßt, welches
in Schließstellung an dem oberhalb der Auslaßöffnung (23) gelegenen Bereich (21a)
der Behälterseitenwandung lichtdicht anliegt und eine glatte Führung der Blätter (S)
zur Anlage an der Trommeloberfläche (4a) gestattet, während das bewegliche Wandungsteil
(8) in geöffneter Stellung den Austritt von sich von der Trommeloberfläche (4a) ablösenden
Blättern (S) durch die Auslaßöffnung (23) und aus dem Behandlungsgerät gestattet,
wobei die Ausgabeeinrichtung weiter eine Ablenkwand (14) umfaßt, gegen die die vorlaufende
abgelöste Kante (SL) eines Blattes (S) anlaufen und von der sie aus dem Behandlungsgerät
herausgelenkt werden kann.
2. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnung
(23) oben und unten von sich axial erstreckenden Randteilen (24, 29) abgegrenzt ist,
wobei das bewegliche Wandungsteil (8) schwenkbar (bei 33) an den im Trommeldrehsinn
(R) nachlaufenden Randteil (24) angelenkt ist, und worin die Ablenkwand (14) am oberen
Randteil (29) mit der Behälterseitenwandung verbunden ist und genügend nahe an die
Trommeloberfläche (4a) heranreicht, um bei geöffnetem Wandungsteil (8) den vorlaufenden
Rand (SL) eines sich etwas ablösenden Blattes (S) abzufangen.
3. Behandlungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale Querschnitt
der Ablenkwand (14) gekrümmt ist, wobei die konkave Unterseite (14a) derselben dem
Randteil (24) bzw. dem in Offenstellung befindlichen beweglichen Wandungsteil (8)
zugekehrt ist.
. 4. Behandlungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in Schließstellung
der Trommeloberfläche (4a) zugekehrte Seite des beweglichen Wandungsteils (8) mit
dem benachbarten Bereich (21a) der Behälterseitenwandung im wesentlichen die gleiche
Gestalt aufweist wie die zwischen zwei im Trommeldrehsinne (R) aufeinanderfolgenden
Walzen (10, 11) gelegenen Zwischenabschnitte (21, 31) der Behälterseitenwandung.
5. Behandlungsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das bewegliche Wandungsteil (8) in Schließstellung mit einer sich axial erstreckenden
Abschlußkante so am oberen Randteil (29) der Behälterseitenwandung anliegt, daß diese
Abschlußkante, das Randteil (29) überdeckend, kürzeren Abstand zur Trommeloberfläche
(4a) hat als das Randteil (29) selbst.
6. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen im Trommeldrehsinn
(R) aufeinanderfolgenden Walzen (10, 11) gelegene Zwischenabschnitte (21, 31) der
Behälterseitenwandung so geformt sind, daß Blätter (S), die die Tendenz haben, sich
mit ihrer vorlaufenden Kante (SL) von der Trommeloberfläche (4a) abzulösen, durch
die Zwischenabschnitte zwischen die nächstfolgende Walze (10, 11) und die Trommeloberfläche
(4a) zurückgelenkt werden.
7. Behandlungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Walzen (10,11) gelegenen Zwischenabschnitte (21,31) kontinuierlich
im Trommeldrehsinn (R) einwärts auf die Trommel (4) zu konvergiert.
8. Behandlungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnitte
der konvergierenden Zwischenabschnitte (21, 31) in einer zur Längsachse (A) radialen
Ebene gekrümmt sind, wobei die konkave Seite der Krümmung der Trommeloberfläche (4a)
zugewandt ist.
9. Behandlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle einer der
Walzen (11) im Behälterunterteil (30) eine Bürste (25) vorhanden ist, die ein zwischen
ihr und der Trommeloberfläche (4a) durchlaufendes Blatt (S) an die letztere andrückt
und Flüssigkeit auf der die lichtempfindliche Schicht tragenden Blattvorderseite (SE)
in Bezug auf diese Blattvorderseite in Bewegung versetzt.
10. Behandlungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß über der Trommel
(4) im oberen Behälterteil (20) ein Wassersprühorgan vorgesehen ist, welches den oberen
Bereich der Trommel (4) mit Wasser besprüht, und daß im unteren Behälterteil (30)
ein Überlauf (16) vorgesehen ist, durch welchen das Niveau des Bades (W) im Behälter
(40) konstant gehalten wird.
11. Behandungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verweilzeit eines
Blattes (S) auf der Trommel (4) und das Öffnen der Ausgangsklappe (8) der Ausgabeeinrichtung
(6) durch ein vorher eingestelltes Zeitwerk (T) geregelt werden, welches auf das.Anheben
einer Abschlußklappe (7) der Eingangseinrichtung beim Einführen eines Battes (S) in
die letztere anspricht.
12. Photographische Verarbeitungsanlage, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens
zwei Behandlungsgeräte nach Anspruch 1 und mindestens ein Behandlungsgerät nach Anspruch
9 oder 10 umfaßt, die nacheinander geschaltet und miteinander lichtdicht verbunden
sind.
1. Processing apparatus for the processing of sheets of a flexible photographic material,
with a tank, (40) to contain a bath liquid (L), a drum (4), with a preferably cylindrical
surface (4a), driven in rotation about a substantially horizontal longitudinal axis
(A) and having a lower region immersed in the bath liquid, an inlet device provided
preferably above the level of the bath liquid (L) in the tank for the introduction
of sheets (S) carrying on their front side (SE) a light sensitive layer of said material
into the tank, said sheets to be applied with their reverse side against the drum
(4), a plurality of rolls (10, 11) spaced apart over the surface (4a) of the drum
and holding the sheet (S) in contact with the surface (4a) of the drum during its
movement through the bath (L), and a device to discharge the processed sheets (S)
from the tank (40), characterized in that the discharge device comprises an exit opening
(23) in the side wall of the tank (40), above the level of the bath liquid (L) between
two adjacent rolls (10, 11) and a movable part (8) of the lateral wall of the tank
wall preferably constituting a butterfly outlet valve, which in the closed position
contacts the area (21 a) of the side wall of the tank located above the exit opening
(23) in a light-proof manner and permits the smooth guidance of the sheets (S) into
contact with the surface (4a) of the drum, while the movable part (8) of the wall
in the open position permits the sheets (S) upon release from the surface (4a) of
the drum to exit through the outlet orifice (23) and from the processing apparatus,
with the discharge device further comprising a deflecting wall (14), against which
the released leading edge (SL) of the sheet (S) may abut and by means of which it
may be guided out of the processing apparatus.
2. Processing apparatus according to Claim 1, characterized in that the exit opening
(23) is limited on top and bottom by edge portions (24, 29) axially extending from
it, with the movable part (8) of the wall being articulated privotably (at 33) onto
the edge portion (24) in the direction (R) of the rotation of the drum, and wherein
the deflecting wall (14) is joined to the side wall of the tank at the upper edge
portion (29) and extends sufficiently near the surface (4a) of the drum to intercept
the slightly separating leading edge (SL) of a sheet (S), when the movable part (8)
of the wall is open.
3. Processing apparatus according to Claim 2, characterized in that the radial cross
section of the deflecting wall (14) is curved, with the concave bottom side (14a)
of said deflecting wall facing the edge partion (24) and the movable part (8) of the
wall being in the open position, respectively.
4. Processing apparatus according to Claim 2, characterized in that the side of the
part (8) of the wall facing the surface (4a) of the drum in the closed position has
essentially the same configuration together with the adjacent area (21a) of the side
wall of the tank, as the intermediate wall sections (21,31) of the side wall of the
tank located between two consecutive rolls (10, 11) in the direction of rotation (R)
of the drum.
5. Processing apparatus according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the
movable part (8) abuts in the closed position against the upper edge portion (29)
of the side wall of the tank with an axially extending free edge, in a manner such
that said free edge is located at a shorter distance from the surface (4a) of the
drum than the edge portion (29) itself, while overlapping the latter.
6. Processing apparatus according to Claim 1, characterized in that the intermediate
sections (21, 31) located between consecutive rolls (10, 11) in the direction of rotation
(R) of the drum have a configuration such that sheets (S), having their leading edges
(SL) tending to separate from the surface (4a) of the drum, are redirected by said
intermediate sections between the next rolls (10, 11) and the surface (4a) of the
drum.
7. Processing apparatus according to Claim 6, characterized in that each of the intermediate
sections (21, 31) located between two consecutive rolls (10, 11) converge constinunously
inwardly toward the drum (4) in the direction of rotation (R) of the drum.
8. Processing apparatus according to Claim 7, characterized in that the cross sections
of the converging intermediate sections (21, 31) in a plane radial to the longitudinal
axis (A) are curved, with the concave side of said curvature facing the curvature
of the surface (4a) of the drum.
9. Processing apparatus according to Claim 1, characterized in that in place of one
of the rolls (11) a brush (25) is provided in the bottom part of the tank (30), said
brush (25) pressing a sheet (S) passing between it and the surface (4a) of the drum
against the latter, and moving the liquid over the front side (SE) of the sheet carrying
the light sensitive layer.
10. Processing apparatus according to Claim 9, characterized in that there is provided
above the drum (4) in the upper part of the container (20) a water spray device that
sprays a jet of water on the upper region of the drum (4), and in that in the bottom
part of the tank (30) there is an overflow pipe (16) by means of which the level of
the bath (W) is held constant in the tank (40).
11. Processing apparatus according to Claim 1, characterized in that the residence
time of a sheet (S) on the drum (4) and the opening of the movable part (8) of the
discharge device is regulated by means of a preset timing device (T) which corresponds
with or responds to the raising of a closure flap (7) of the inlet device when a sheet
(S) is introduced into the latter.
12. A photographic processing system characterized in that it contains at least two
of the processing apparatus according to claim 1 and at least one processing apparatus
according to claim 9 or 10, which are arranged in series and mutually connected in
a light-impermeable manner.
1. Appareil pour le traitement de feuilles d'un matériau photographique flexible,
avec un réservoir (40) pour recevoir un liquide de bain (L), un tambour (4) à surface
(4a) de préférence cylindrique entraînable en rotation autour d'un axe longitudinal
(A) essentiellement horizontal, tambour plongeant par sa zone inférieure dans le liquide
de bain (L), un dispositif d'entrée prévu de préférence au-dessus du niveau du liquide
de bain (L) dans le réservoir pour introduire dans ledit réservoir (40) des feuilles
(S) dudit matériau portant sur leur recto (SE) une couche photosensible, feuilles
(S) à appliquer par leur verso contre le tambour (4), un certain nombre de rouleaux
(10, 11) répartis à intervalles les uns des autres autour de la surface (4a) du tambour,
rouleaux qui maintiennent la feuille (S) en appui contre la surface (4a) du tambour
pendant le déplacement de ladite feuille à travers le bain (L) ainsi qu'un dispositif
de livraison à partir du réservoir (40) de feuilles (S) traitées, caractérisé par
le fait que le dispositif de livraison comporte une ouverture de sortie (23) dans
la paroi latérale du réservoir (40) au-dessus du niveau du liquide de bain (L) entre
deux rouleaux (10, 11) voisins et une partie de paroi mobile (8) de la paroi latérale
du réservoir, laquelle partie mobile forme de préférence un volet de fermeture et,
lors-qu'elle est en position de fermeture, est en appui sous étanchéité à la lumière
contre la zone (21a) de la paroi latérale de réservoir située au-dessus de ladite
ouverture de sortie (23) et permet un guidage lisse des feuilles (S) pour leur appui
contre la surface (4a) du tambour, tandis qu'en sa position d'ouverture, ladite partie
mobile de paroi (8) permet la sortie par l'ouverture de sortie (23), et hors de l'appareil
de traitement, de feuilles (S) se détachant de la surface (4a) du tambour, le dispositif
de livraison comprenant en outre une paroi déviatrice (14) contre laquelle l'arête
antérieure (SL) détachée d'une feuille (S) peut venir se heurter et par laquelle elle
peut être dérivée hors de l'appareil de traitement.
2. Appareil de traitement selon la revendication 1 caractérisé par le fait que l'ouverture
de sortie (23) est limitée vers le haut et vers le bas par des parties marginales
(24, 29) s'étendant axialement, la partie de paroi mobile (8) étant articulée à pivotement
(en 33) sur la partie marginale (24) postérieure dans le sens de rotation (R) du tambour
et la paroi déviatrice (14) étant reliée à la paroi latérale du réservoir sur la partie
marginale supérieure (29) et s'approchant là suffisamment de la surface (4a) du tambour
pour intercepter, lorsque la partie de paroi (8) est ouverte, le bord antérieur (SL)
d'une feuille (S) se détachant quelque peu.
3. Appareil de traitement selon la revendication 2 caractérisé par le fait que la
section radiale de la paroi déviatrice (14) est cintrée, la face inférieure concave
(14a) de ladite paroi étant tournée vers la partie marginale (24), ou vers la partie
de paroi mobile (8) se trouvant en position d'ouverture.
4. Appareil de traitement selon la revendication 2 caractérisé par le fait que celle
des faces de la partie de paroi mobile (8) qui est tournée, en position de fermeture,
vers la surface (4a) du tambour présente avec la zone de paroi latérale de réservoir
voisine (21a) essentiellement la même forme que les secteurs intermédiaires (21, 31)
de la paroi latérale de réservoir placés entre deux rouleaux (10, 11) successifs dans
le sens de rotation (R) du tambour.
5. Appareil de traitement selon l'une des revendications 2 à 4 caractérisé par le
fait que, par une arête de fermeture de direction axiale, la partie mobile de paroi
(8), lorsqu'elle est en position de fermeture, s'applique contre la partie marginale
supérieure (29) de la paroi latérale de réservoir en sorte que ladite arête de fermeture,
chevauchant la partie marginale (29), se trouve à une plus faible distance de la surface
(4a) du tambour que ladite partie marginale (29) elle-même.
6. Appareil de traitement selon la revendication 1 caractérisé par le fait que les
secteurs intermédiaires (21, 31) de la paroi latérale du réservoir situés entre des
rouleaux (10, 11) successifs dans le sens de rotation (R) du tambour sont formés en
sorte que des feuilles (S) qui ont tendance à se détacher de la surface (4a) du tambour
par leur arête antérieure (SL) soient repoussées entre le rouleau (10, 11) suivant
et la surface (4a) du tambour par lesdits secteurs intermédiaires.
7. Appareil de traitement selon la revendication 6 caractérisé par le fait que chacun
des secteurs intermédiaires (21, 31) situés entre deux rouleaux (10, 11) successifs
convergent en continu intérieurement, dans le sens de rotation (R) du tambour, vers
ledit tambour (4).
8. Appareil de traitement selon la revendication 7 caractérisé par le fait que les
sections des secteurs intermédiaires convergents (21,31) sont cintrées dans un plan
radial par rapport à l'axe longitudinal (A), la face concave du cintrage étant tournée
vers la surface (4a) du tambour.
9. Appareil de traitement selon la revendication 1 caractérisé par le fait qu'il y
existe à la place d'un des rouleaux (11) de la partie inférieure (30) du réservoir
un balai (25) qui appuie contre la surface (4a) du tambour une feuille (S) passant
entre lui et celle-ci et met en mouvement du liquide par rapport au recto (SE) de
la feuille porteur de la couche photosensible sur ledit recto de la feuille.
10. Appareil de traitement selon la revendication 9 caractérisé par le fait qu'il
est prévu au-dessus du tambour (4) dans la partie supérieure (20) du réservoir un
organe de pulvérisation d'eau qui arrose d'eau la zone supérieure du tambour (4),
et dans la partie inférieure (30) du réservoir un trop-plein (16) par lequel le niveau
du bain (W) est maintenu constant dans le réservoir (40).
11. Appareil de traitement selon la revendication 1 caractérisé par le fait que le
temps de séjour d'une feuille (S) sur le tambour (4) et l'ouverture du volet de sortie
(8) du dispositif de livraison (6) sont commandés par un temporisateur (T) préalablement
réglé qui répond au soulèvement d'un volet de fermeture (7) du dispositif d'entrée
lors de l'introduction d'une feuille (S) dans ce dernier.
12. Installation de traitement photographique caractérisée par le fait qu'elle comprend
au moins deux appareils de traitement selon la revendication 1 et au moins un appareil
de traitement selon la revendication 9 ou 10, lesquels sont branchés les uns après
les autres et reliés entre eux de façon étanche à la lumière.