[0001] Die Erfindung betrifft ein Schiff für eine Fahrt in offenem oder eisbedecktem Wasser
mit einem oberhalb der wasserlinie liegenden, pontonförmigen Vorschiff, das parallel
zueinander verlaufende Seitenwände und eine sich über die gesamte Schiffsbreite erstreckende
und im Unterwasserschiff eine ebene und stark nach vorn geneigt ausgebildete Stirnfläche
aufweist, die nach hinten zu in einen Mittelkiel übergeht, und mit einem Hinterschiff
und mit in diesem untergebrachten Antriebseinrichtungen.
[0002] Durch die DE-A-2 343 719 ist ein eisbrechendes Schiff der oben genannten Gattung
bekannt, bei dem das Vorschiff des Schiffskörpers oberhalb der mittleren Wasserlinie
pontonförmig ausgebildet und von parallel zueinander verlaufenden Seitenwänden begrenzt
ist und bei dem das Vorschiff eine sich über die gesamte Schiffsbreite erstreckende
und in ihrem unteren Teil eben und stark nach vorn geneigt ausgebildete Stirnfläche
aufweist, die unterhalb der mittleren Wasserlinie allmählich in eine Keilform mit
Mittelkiel übergeht und bei dem die Seitenwände des Schiffskörpers im Bereich zwischen
Vor- und Hinterschiff in einen von der Wasserlinie an nach unten bis zu einer unterhalb
der Unterkante der ungebrochenen Eisdecke liegenden Tiefe reichenden Abschnitt senkrecht
verlaufend ausgebildet sind, wobei der sich hieran anschliessende Schiffsboden bis
zum Mittelkiel V-förmig verlaufend ist.
[0003] Fährt ein derart ausgebildetes eisbrechendes Schiff durch eine Eisdecke, so hat es
sich gezeigt, dass in die Eisdecke eine Rinne mit glatten, geraden Rändern der die
Fahrrinne seitlich begrenzenden Eisdecke gebrochen wird, wobei diese Rinne in ihrer
Breite der Breite des Eisbrechers entspricht. Während des Vorganges des Eisbrechens
können jedoch unerwünschte und sich nachteilig auswirkende Erscheinungen auftreten.
Zum einen wird bei diesem eisbrechenden Schiff durch die parallelen Vorschiffsseiten
oberhalb der Schneidkanten noch eine Reibungskraft von der geschnittenen Eisfläche
an der Schiffsaussenhaut ausgeübt, die einen nicht unerheblichen Teil des Schiffswiderstandes
im Eis verursacht. Zum anderen kann bei Krängungen des Schiffskörpers diese Reibungskraft
dadurch vergrössert werden, dass sich die Wasserlinienbreite des gekrängten Schiffes
gegenüber der geschnittenen Rinne im Eis vergrössert und dadurch einen klemmenden
Effekt verursacht.
[0004] Schliesslich tritt dieser klemmende Effekt in verstärktem Masse auf, wenn die Eisdecke
unter Horizontalspannungen quer zur Fahrtrichtung steht und damit die Eispressung
auf die Seitenwände erhöht. Hier ergibt sich ein Kräftespiel (Fig. 2), in der die
Druckrichtung mit X, die Steuerbordseite des im Querschnitt schematisch angedeuteten
Schiffskörpers mit SB, die Backborderseite mit BB, die Eisdecke mit horizontaler Druckspannung
mit EI und die Eisdecke ohne Druckspannung mit E bezeichnet sind, das in dem System
Eisdecke/Eisbrecher/Eisdecke betrachtet in der Wirkungslinie quer zur Fahrtrichtung,
zu einem Knickvorgang führt. Dieser bewirkt backbord eine Hebung von Eisdecke und
Eisbrecher, steuerbord dagegen eine Senkung. Wie bei jedem Knickvorgang, können sich
die Hebungen und Senkungen auch vertauschen. Je grösser diese Pressungen sind, umso
grösser sind Krängung und Reibung.
[0005] Nach der DE-A-2 530 103 ist ein eisbrechendes Schiff mit einem oberhalb der Wasserlinie
liegenden, pontonförmig ausgebildeten Vorschiffsteil derart weiter ausgestaltet, dass
der pontonförmige Vorschiffsteil an den Unterkanten seiner beiden Seitenwände parallel
zueinander und sich bis zu dem V-förmig ausgebildeten Teil des Unterwasservorschiffs
erstreckende, stabartige Gleit- und Brechprofile aufweist, deren einander gegenüberliegende
Wandflächen schräg nach oben verlaufend ausgebildet sind und die die Schneidkanten
aufweisen.
[0006] Ein derartiger Eisbrecher mit ebener, schräg nach oben geneigter Stirnfläche seines
pontonförmigen Vorschiffs gleitet auf das zu brechende Eis auf, ohne dass der mittlere
Teil des pontonförmigen Vorschiffs mit dem Eis in Berührung kommt. Unter der Wirkung
der von den beiden Schneidkanten auf das Eis ausgeübten Kräfte wird eine einteilige
Eisscholle gebrochen, die im wesentlichen der Breite des Vorschiffs entspricht. Diese
einteilige Eisscholle gelangt schliesslich an dem stark nach oben gerichteten Unterwasservorsteven,
der praktisch einen verlängerten Kiel im Bereich des V-förmigen Unterwasser- Vorschiffs
bildet, infolge ihres Auftriebs in eine labile Gleichgewichtslage, aus der die Scholle
nach einer der beiden Seiten abkippt und seitlich unter die feste Eisdecke abschwimmt,
wobei eine eisfreie Fahrrinne entstehen soll.
[0007] Es hat sich jedoch in der Praxis gezeigt, dass bei einem derartigen eisbrechenden
Schiff die sichere Führung des Schiffes beim Aufgleiten auf feste Eisdecken und das
nachfolgende Scherbruchverhalten bei stark zerklüfteter Eisoberfläche - wie auf Presseisrücken
aus übereinandergeschobenen, zusammengefrorenen Schollen (Ridges) - und bei unterschiedlichen,
gegebenenfalls wechselnden Eisbedingungen, wie Festigkeit, Dicke u. dgl. noch verbesserungsbedürftig
sind. Insbesondere hat ein Schiff nach der DE-A-2 343 719 und der DE-A-2 530 103 den
Nachteil, dass die gebrochenen Eisschollen von voller Schiffsbreite unkontrolliert
nach irgendeiner Schiffsseite abschwimmen, aber oftmals nicht vollständig unter der
ungebrochenen Eisdecke verschwinden oder durch unkontrollierbare Zerkleinerungsbrüche
in mehr oder weniger viele Teilstücke zerbrechen, die ebenfalls nicht seitlich unter
die feste Eisdecke abzuleiten sind. Bei Fahrt in eisfreiem Seegang hat das Schiff
erhebliche, abträgliche Seegangsstösse zu ertragen.
[0008] Aus der De-A-2 112 334 ist ein Schiff mit Eisbrecherbug bekannt, dessen Rumpf in
ein Unterwasser-Vorschiff mit zwei keilförmig ausgebildeten Eisbrechersteven übergeht,
die zwischen sich eine Rinne einschliessen. Am hinteren Ende der Rinne ist eine schneepflugartige
Leitvorrichtung unter dem Schiffsboden angeordnet. Die dabei entstehenden vielen kleinen
Eisschollen sind nicht unter die seitliche feste Eisdecke schiebbar, sondern sie schwimmen
in den Zwischenraum zwischen dem Schiffskörper und der seitlichen festen Eisdecke
auf und verursachen an der Schiffsaussenhaut eine erhöhte Reibung bzw. sie sammeln
sich in der Rinne und gleiten mittschiffs unter dem Schiff bis in den Propellerbereich.
Daher hat ein solches Schiff einen erhöhten Leistungsbedarf und die Propeller sind
der schädigenden Einwirkung von Eisschollen ausgesetzt.
[0009] Ausserdem ist es bekannt, dass eisbrechende Schiffe mit pontonförmig ausgebildetem
Vorschiffsteil bei Fahrt in eisfreien, offenen Gewässern starken Stössen durch die
auf den Bug auftretenden Wellen ausgesetzt sind, wodurch starke Erschütterungen am
Schiffskörper auftreten, so dass das Kurshalten erschwert wird und eine erhöhte Leistung
für den Vortrieb aufgebracht muss.
[0010] Die DE-A-2 823 075 betrifft ein Vorschiff für eisbrechende Schiffe mit einem nach
vorn ausfallenden Steven und mit S-förmigen Spanten, die eine nach achtern abfallende
Aussenhautfläche begrenzen und nach unten in einem Totholz auslaufen und die im Anschluss
an den Steven eine etwa horizontal ausfallende Schulter aufweisen, die sich in einem
Bereich vom über Wasser liegenden Steventeil nach achtern mit grösser werdendem Abstand
von der Längsmittschiffsebene bis zum Hauptspant unterhalb der maximlen Dicke der
zu erwartenden Eisdecke erstreckt, wobei die S-förmigen Spanten unterhalb der Schulter
von innen nach aussen und unten geneigt ausgebildet sind. Dieses bekannte eisbrechende
Schiff weist jedoch in keiner Weise einen pontonförmig ausgebildeten Vorschiffsteil
auf, so dass die mit einem pontonförmig ausgebildeten Vorschiffsteil erzielte eisbrechende
Wirkung überhaupt nicht erreicht werden kann. Dadurch, dass bereits das Vorschiff
bei diesem Eisbrecher mit S-förmigen Spanten versehen ist, die unterhalb der Schulter
von innen nach aussen und unten geneigt ausgebildet sind, ist es nicht möglich, grossflächige
Eisschollen zu brechen und ausserdem ist es nicht möglich, die gebrochenen Eisschollen
seitlich unter die die Fahrrinne begrenzenden Eisfläche zu befördern, was zur Folge
hat, dass die gebrochenen Eisschollen hinter dem Schiff aufschwimmen und zu einem
sehr schnellen Zufrieren der geschaffenen Fahrrinne beitragen.
[0011] Ein weiteres eisbrechendes Schiff geht aus der DE-A-2 231 733 hervor. Dieses eisbrechende
Schiff weist einen das Eis niederbrechenden Bug und eine Rumpfbreite an der Eiswasserlinie
auf, die vor der Rumpfmitte am grössten und achtern davon geringer ist, wobei die
grösste Rumpfbreite an der Eiswasserlinie nach unten und nach hinten abfällt, während
der Rumpf unterhalb der Eiswasserlinie eine maximale Breite im achtern gelegenen Teil
des Schiffes aufweist, wobei die maximale Breite grösser als die Breite an der Eiswasserlinie
ist und die Querschnitte durch den Rumpf von vorn nach achtern so gestaltet sind,
dass der Rumpf nach unten und nach innen und am Heck des Schiffes nach unten und nach
aussen abfällt. Dieses eisbrechende Schiff weist jedoch keinen pontonförmig ausgebildeten
Vorschiffsteil auf, so dass das Brechen grossflächiger Eisschollen zur Schaffung einer
freien Fahrrinne nicht möglich ist. Hinzu kommt, dass die mittschiffs bei diesem eisbrechenden
Schiff vorgesehene Verbreiterung zu einer erhöhten Reibung zwischen Schiffskörper
und den Randbereichen der Eisdecke zu beiden Seiten der Fahrrinne führt mit der Folge
eines erhöhten Leistungsbedarfs. Die Verbreiterung des Schiffskörpers im Mittschiffsbereich
bei diesem Eisbrecher ist jedoch ausschliesslich geschaffen, um einen grossen Frachtraum
zu erhalten.
[0012] Die Erfindung löst die Aufgabe, ein Schiff mit einem geringen Leistungsbedarf für
den Vortrieb ohne grossen technischen, konstruktiven Aufwand und insbesondere mit
eisbrechenden Eigenschaften zu schaffen, wobei die bei den bekannten Eisbrechern gezeigten
Nachteile vermieden werden und insbesondere die Bedingungen für den Scherbruch einer
einteiligen Scholle aus der festen Eisdecke noch günstiger gestaltet und die Führung
der Scholle unter das Wasser bei verminderter Gefahr der Schollenzerkleinerung zu
vielen Bruchstücken verbessert werden, so dass das seitliche Verbringen der Scholle
unter die feste Eisdecke noch zuverlässiger erzielt wird. Ausserdem soll bei eisgehenden
Schiffen mit einem pontonförmig ausgebildeten Vorschiff mit einfachen technischen
Mitteln eine Bugwellendämpfung erzielt werden, damit derartige Schiffe unter Leistungseinsparung
in offenen Gewässern fahren können, ohne Bugwellenstössen ausgesetzt zu sein.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Schiff für eine Fahrt in offenem oder eisbedecktem
Wasser gemäss der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, das erfindungsgemäss in
der Weise ausgebildet ist, dass die Seitenkanten im Übergangsbereich der Vorschiffsseitenwände
zur Stirnfläche in Seitenkantenlängsrichtung verlaufend gekrümmt und gegenüber den
von den Vorschiffsseitenwänden gebildeten Ebenen seitlich derart hervortretend sind,
dass der Anstand zwischen den unteren Seitenkanten die grösste Breite des Unterwasserschiffes
bildet, wobei die Unterseiten der Spanten zwischen den beiden Seitenkanten von dem
Punkt der Schiffslänge an, an dem die Stirnfläche in den Mittelkiel übergeht bis zu
dem Punkt, an dem dieser den Schiffsboden erreicht, querschiffs nach unten durchgewölbt
oder durchgeknickt ausgebildet sind.
[0014] Es hat sich überraschend gezeigt, dass ein Schiff mit einer derartigen Vorschiffsausbildung
mit einem geringen Leistungsbedarf für den Vortrieb auskommt, wodurch sich eine Überlegenheit
gegenüber konventionellen Schiffen ergibt, die bei gleichen Geschwindigkeit einen
höheren Leistungsbedarf haben. Hinzu kommt, dass der erzielte geringere Leistungsbedarf
für den Vortrieb mit einer einfachen wirtschaftlichen, konstruktiven Ausgestaltung
erreicht wird, so dass auch ein Nachrüsten bestehender Schiffskörper unter wirtschaftlichen
Aspekten möglich ist.
[0015] Mit einem derartig ausgebildeten und sich in Fahrt befindenden eisbrechenden Schiff
ist die Ausbildung eines Spaltes zwischen dem Schiffskörper und dem Eis möglich, der
eine horizontale Kraftübertragung verhindert (Fig. 2). Der Spalt nimmt dabei nach
oben hin zu. Er kann jedoch auch nach hinten zunehmend sein. Die besondere Vörschiffsausgestaltung
ist besonders vorteilhat, da im Betrieb des Eisbrechers erreicht wird, dass sofort,
wenn die Unterkanten der Seitenwände des Vorschiffs in das Eis eingeschnitten haben,
mit der Fortbewegung des Eisbrechers ein Spalt zwischen diesem und der festen Eisdecke
ausgebildet ist. Dadurch können keine Kräfte mehr zwischen der Eisdecke und der Seitenwand
des Eisbrechers entstehen. Da ein Krängungsvorgang entfällt, können Reibungskräfte
in diesem Bereich nicht mehr auftreten.
[0016] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäss Anspruch 3 weisen die Seitenkanten
in dem Übergangsbereich zwischen den Vorschiffsseitenwänden und der Stirnfläche in
den Spantquerschnitten Schneidkanten bildende, scharfkantige Profile auf. Dabei können
die Seitenkanten ausserhalb des Vorschiffs in wulstartigen Verdickungen nach hinten
zu weitergeführt und entlang dem Schiffskörper angeordnet sein und in das Profil des
Übergangsbereiches zwischen den Vorschiffsseitenwänden und dem Vorschiffsboden gleichmässig
übergehen.
[0017] Im Bereich der Schneidkanten sind Schneidkufen vorgesehen, die an den Seitenkanten
an der breitesten Stelle des Unterwasserschiffskörpers angeordnet sind.
[0018] Des weiteren sieht die Erfindung eine Ausgestaltung nach Anspruch 6 vor, nach der
bei einem Schiff mit eisbrechenden Eigenschaften die Schneidkanten oder die Schneidkufen
und die in Bugrichtung nach oben geneigt ausgebildeten Stirnfläche in Schiffslängsrichtung
gekrümmt ausgebildet sind, wobei die Stirnfläche unterhalb der Konstruktionswasserlinie
querschiffs annähernd horizontal verlaufende, untere Begrenzungen der Spanten aufweist,
die annähernd eine Ebene bilden, und wobei am Unterwasserschiff in Mittschiffslängsrichtung
eine Kufe mit einem eiskerbenden Profil angeordnet ist. Durch diese Ausbildung wird
erreicht, dass das Schneiden der Eisfläche auch bei den erörterten unterschiedlichen
Eisverhältnissen sehr wirkungsvoll erfolgt, weil für den seitlichen Scherbruch der
Scholle und den Biegebruch in Querrichtung der Scholle optimale Bedingungen geschaffen
sind.
[0019] Die gebrochene einteilige Eisscholle wird nämlich am hinteren Ende der nach vorn
oben geneigten Stirnfläche nicht - wie es bei den bekannten Eisbrechern der Fall ist
- auf einen steilen Unterwasservorsteven geleitet, der die Eisscholle nach unten drückt
und in eine labile Gleichgewichtslage führt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass ein
nach Art eines Räumkeiles wirkender Vorsteven im V-Spantenbereich einen Zerkleinerungsbruch
der von vorn ankommenden einteiligen Eisscholle verursachen kann, so dass die zahlreichen
Bruchstücke in der Fahrrinne aufschwimmen. Aus der festen Eisdecke ausgebrochene einteilige
Eisschollen mit häufig hoher Sprödigkeit und/oder Anrissen, sind dahingehend gefährdet,
dass sie bei plötzlich auftretender unkontrollierter Belastung, beispielsweise in
labiler Gewichtslage am Unterwasservorsteven durch die beidseitigen Auftriebskräfte
an den beiden Schollenrändern, durch einen Stoss des Vorsteven oder infolge Anschlagens
an der Schiffwand energieverzehrend in kleine Stücke brechen. Von der in der Mittschiffslängsebene
angeordneten Mittelkufe wird die Eisscholle mittig angeritzt bzw. gekerbt und eine
Sollbruchlinie geschaffen, so dass die einteilige Scholle sich infolge der Auftriebskräfte
in zwei etwa gleich grosse Stücke teilt, die dann seitlich unter die Eisdecke geleitet
aufschwimmen. Durch die Formgebung der Mittelkufe hinsichtlich Querschnitt, Längserstreckung
und Längsform sind an den verschieden geneigten Flächen und Kanten des Unterwasservorschiffs
allmähliche, fliessende Übergänge leicht zu verifizieren. Die Kerbwirkung kann allmählich
ansteigend ausgebildet werden, so dass die erstrebte mittige Zweiteilung bruchgefährdeter
Eisschollen in ho-' hem Masse gesichert ist.
[0020] Weitere, zweckmässigere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0021] Das sicher geführte Auflaufen des Schiffes und Schneiden von Schollen aus Eisdecken
mit zerklüfteten, höhenvariablen Oberflächen kann nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung gemäss Anspruch 12 dadurch weiter verbessert werden, dass die vorzugsweise
aus stabartigen Profilen gebildeten Schneidkufen nach vorn über die Stirnfläche hinaus
in den Bereich der beiden Vorsteven geführt sind, denen somit gegenüber die Schiffsform
im Bereich der Mittschiffslängsebene zurücktritt und steiler als die beiden Vorsteven
nach oben ansteigt. Da die Schiffsunterseite infolge der kataramanähnlichen Ausbildung
des Vorschiffs nach innen hin hochgewölbt ausgebildet ist, bewirken die beiden seitlichen
Schneidkanten eine ungestörte, den erstrebten Scherbruch fördernde Zweipunkt- bzw.
Zweilinienauflage des Vorschiffs auch bei unregelmässigen, widerstandsfähigen Eisformationen,
wie Ridges, so dass die senkrecht eisbrechende Schwerkraftwirkung stets voll auf die
beiden seitlichen Schneidkanten einwirkt. Eine Berührung des Eises mit der Schiffswand
zwischen den beiden Schneidkanten wird auch bei zerklüfteten Eisoberflächen weitgehend
vermieden. Eine Mehrfach-Berührung bzw. Auflage der nach vorn oben geneigten Stirnfläche
auf dem Eis würde Schräg- bzw. Querkraftkomponenten verursachen, die den erforderlichen
Scherbruch der Eisdecke ungünstig beeinflussen oder verhindern würden. Diese Überwasservorschiffsform
ergibt ausserdem ein besonders stossarmes, kontinuierliches Einsetzen des Schiffes
in den Seegang, ohne die eisbrechenden Eigenschaften zu beeinträchtigen. Dadurch,
dass die Schneikanten vorzugsweise an stabartigen Profilen nach vorn über die Stirnfläche
hinaus in den Bereich der beiden Vorsteven oberhalb der Starkeis-Wasserlinie geführt
sind, werden auch bei sehr dickem Eis günstige Voraussetzungen für das Schneiden der
Schollen geschaffen.
[0022] Die Mittelkufe ist nach Anspruch 13 an V-förmigen Spanten angeordnet. Ausserdem kann
die Mittelkufe bis zum Schiffsboden fortgeführt und auch gekrümmt ausgebildet sein.
Nach Anspruch 19 weist die Unterkante der Mittelkufe gegenüber der Horizontalen eine
grössere Winkelneigung als die seitlichen Schneidkanten im entsprechenden Längenabschnitt
des Schiffes auf. Aufgrung dieser Ausgestaltung erfolgt das anfängliche mittige Ankerben
der Eisscholle sehr schonend. Ist die Mittelkufe gekrümmt, insbesondere geschwungen
ausgebildet, so trägt sie für ein optimales Zusammenwirken mit den beiden seitlichen
Schneidkanten und zur Anpassung an die beim Einsatz des Schiffes erwarteten Eisverhältnisse
bei. Die Mittelkufe kann auch mindestens teilweise aus einem oder mehrere Zähnen bestehen.
[0023] Die vorzugsweise an stabartigen Profilen befindlichen seitlichen Schneidkanten werden
in der Regel nach hinten bis in den unten V-förmig ausgebildeten Teil des Unterwasser-Vorschiffs
fortgeführt, bei zu erwartenden widerstandsfähigen Eisformationen auch noch weiter
nach hinten. Dabei ist es für die schonende Erzeugung der mittigen Sollbruchlinie
in der Eisscholle förderlich, wenn die Mittelkufe gegenüber der geneigten Stirnfläche
des Vorschiffes bzw. der von den beiden seitlichen Schneidkanten an den stabartigen
Profilen aufgespannten Fläche in ihrem vorderen Kufenbereich zunächst nur geringfügig
nach unten vorspringt, nach hinten hin allmählich zunehmend und dann wieder abnehmend
vorspringt. Die beiden Seitenkufen aus stabartigen Profilen mit scharfen Schneidkanten
laufen zweckmässig an ihrem hinteren Ende in wulstartige seitliche Verdickungen des
Schiffsrumpfes aus, so dass die beiden mittels der erzeugten Sollbruchlinie erhaltenen
Hälften der ursprünglich einteilig geschnittenen Eisscholle an den Schrägflächen des
Schiffes seitlich nach aussen gleiten können und ohne Bruchgefahr am Schiffsrand flach
unter die Eisdecke gelenkt werden.
[0024] Ein derart ausgebildetes Schiff mit eisbrechenden Eigenschaften kann gegenüber der
normalen eisbrechenden Konstruktionswasserlinie durch stärkere Beladung, beispielsweise
mit Ballastwasser, tiefer abtauchen, um Schichten mit grösseren Dicken leichter zu
brechen. Beim Absenken bis zu einer Starkeis-Wasserlinie bleiben die wesentlichen
Eigenschaften des Schiffes unverändert erhalten mit dem zusätzlichen Vorteil, dass
ein höheres Biegemoment für das Abbrechen der rechteckigen Eisschollen im Biegebruch
nach dem Abscheren der Seitenkanten aus dem Eisfeld zur Verfügung steht.
[0025] Eine Bugwellendämpfung bei Schiffen mit einem pontonförmigen Vorschiff wird gemäss
Anspruch 21 dadurch erreicht, dass das Vorschiffsteil des pontonförmigen Vorschiffs
eine Reihe von sich von der backbordseitigen Schiffskörperwand zu der steuerbordseitigen
Schiffskörperwand etwa im Bereich der Konstruktionswasserlinie erstreckenden Düsen
aufweist, durch die während der Fahrt Wasser, Luft oder ein Gemisch aus Wasser und
Luft nach aussen tritt.
[0026] Durch im Bereich der Konstruktionswasserlinie im Vorschiffsteil eines Schiffes mit
einem pontonförmig ausgebildeten Vorschiff angeordnete Düsen, durch die während der
Fahrt Wasser, Luft oder ein Gemisch aus Wasser und Luft nach aussen tritt, ist es
möglich, eine Bugwellendämpfung zu erreichen, so dass das Kurshalten des Schiffes
erleichter wird und darüber hinaus keine zusätzlichen Leistungen für den Vortrieb
mehr aufgebracht werden müssen. Es hat sich überraschend gezeigt, dass ein Schiff
mit einem pontonförmig ausgebildeten Vorschiffsteil und mit in dessen Bereich angeordneten
Düsen für einen Wasser- oder einen Luftaustritt wesentliche Vorteile gegenüber solchen
Schiffen erbringt bei denen kein Düsensystem im Vorschiffsteilbereich vorgesehen ist
und die aus diesem Grunde starken Stössen durch die auf den Bug auftreffenden Wellen
ausgesetzt sind, so dass für das Kurshalten und für den Schiffsvortrieb erhöhte Leistungen
aufgebracht werden müssen. Besonders vorteilhaft hat sich hierbei eine Düsenanordnung
unterhalb der Konstruktionswasserlinie im Bereich der Stirnflächen des pontonförmigen
Vorschiffs gemäss Anspruch 22 gezeigt.
[0027] Im folgenden wird der Gegenstand der Erfindung in den Zeichnungen näher erläutert.
[0028] Es zeigt
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht von unten einen Schiffskörper mit einem pontonförmig
ausgebildeten Vorschiff,
Fig. in einer schematischen Ansicht die Wirkungsweise eines eisbrechenden Schiffes
mit einem in an sich bekannter Weise ausgebildeten Vorschiff in Verbindung mit dem
dabei auftretenden Kräftspiel,
Fig. 3 in einer schaubildlichen Ansicht von unten das Vorschiff eines Schiffes mit
eisbrechenden Eigenschaften,
Fig. 4 die Wirkungsweise eines Schiffes nach Fig. 3 in einem Querschnitt in der Ebene
IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht von oben auf das Vorschiff,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform des Vorschiffes in einem Querschnitt in der Ebene
IV-IV in Fig. 3,
Fig. 7 in einer perspektivischen Ansicht von unten der vordere Schiffsteil,
Fig. 8 einen Spantenriss des Schiffes nach Fig. 7,
Fig. 9 bis Fig. 11 in drei verschiedenen Querebenen des Schiffes das Verhalten der
Eisscholle, und
Fig. 12 in einer schaubildlichen Ansicht von unten das pontonförmige Vorschiff eines
Schiffes mit im Vorschiff angeordneten Düsen.
[0029] Das Schiff nach Fig. 1 weist im Vorschiff eine über einen wesentlichen Teil der Schiffsbreite
sich erstreckende, nach vorn oben geneigte Stirnfläche 1 auf. Diese Stirnfläche 1
ist an ihren äusseren seitlichen Rändern durch zwei in Längsrichtung teilweise gekrümmte
Seitenkanten 5 begrenzt, die gegenüber dem darüberliegenden Schiffskörper seitlich
hervortreten. Die Stirnfläche 1 ist von vorn nach hinten zunehmend querschiffs nach
unten durchgewölbt oder durchgeknickt.
[0030] Wie die Zeichnung erkennen lässt, ist die Unterseite der Spannten 4 zwischen den
beiden Seitenkanten 5 von dem Punkt der Schiffslänge an, an dem die Stirnfläche 1
in der Mittschiffsebene 6 den Schiffsboden 8 erreicht, bis mindestens zur Hauptspantebene
3 nach hinten zu wieder abnehmend querschiffs nach unten durchgewölbt oder durchgeknickt.
[0031] Die Seitenkanten 5 setzen sich über einen grösseren Teil der Schiffslänge als wulstartige
Verdickungen 7 nach hinten fort. Diese wulstartigen Verdickungen 7 münden nach hinten
in seitliche Begrenzungen von Propellertunneln, die bei 9 angedeutet sind.
[0032] Die Seitenkanten 5 sind vorzugsweise im Querschnitt abgerundet ausgeführt; sie können
jedoch auch scharfkantig ausgebildet sein.
[0033] Die nach vorn oben geneigte Stirnfläche 1 kann nach hinten in einen Unterwasser-Vorschiffsteil
mit unten V-förmig schrägen Spanten übergehen, In ihren Endbereich ist dann die Stirnfläche
mittig leicht geknickt ausgebildet und schafft so einen allmählichen und nicht zu
steilen Übergang zum eigentlichen Unterwasserschiffsteil mit unten V-förmig schrägen
Spanten. Weiter hinten haben dann die Spanten Trapezform, deren Konturen von Bodenlinien
bzw. vom Schiffsboden 8 und anschliessenden schrägen Seitenlinien ausgebildet wird,
die steiler als die vorhergehenden V-Spanten dann geneigt sind.
[0034] Die Seitenkanten 5sind im Vorschiffsbereich mindestens ein Stück unterhalb der Konstruktionswasserlinie
2 in zwei parallel zur Mittschiffsebene 6 liegenden seitlichen Begrenzungsebenen so
angeordnet, dass sie die breiteste Stelle der Unterwasserschiffsform insgesamt beschreiben.
[0035] Die nach vorn oben geneigte Stirnfläche 1 weist im mittleren Bereich ihrer Längserstreckung,
nahe, insbesondere unterhalb der Konstruktionswasserlinie 2, annähernd horizontal
querschiffs verlaufende, untere Begrenzungen der Spanten auf, wodurch in diesem Bereich
die Stirnfläche 1 zumindest annähernd eine Ebene bildet.
[0036] Die Seitenkanten 5 sind nach vorn über die Stirnfläche 1 hinaus nach oberhalb der
Konstruktionswasserlinie 2 weitergeführt und gehen in zwei katamaranartige Vorsteven
11 über, denen gegenüber die Schiffsform im Bereich der Mittschiffsebene 6 zurücktritt
und steiler als die beiden Vorsteven 11 nach oben ansteigt.
[0037] Des weiteren wird die Schiffsform mindestens oberhalb der Längserstreckung der Seitenkanten
5 durch nach aussen hohle bzw. konkave Spanten gebildet.
[0038] Das Vorschiff 110 des Schiffsrumpfes eines eisbrechenden Schiffes weist gemäss Fig.
3 einen pontonförmigen Vorschiffsteil 11 Oa auf, an den sich ein V-förmig ausgebildeter
Teil des Unterwasservorschiffs anschliesst. Der pontonförmige Vorschiffsteil 110a
besteht in seiner Frontpartie aus einer nach vorn geneigten Fläche mit den Eckpunkten
111, 112, 113, 114, die annähernd eben und an den Seiten scharfkantig ist. Die Wasserlinie
ist bei 135 angedeutet.
[0039] Die nach vorn geneigte Fläche des Vorschiffes geht ein Stück unterhalb der Wasserlinie
allmählich in den V-förmig ausgebildeten Teil des Unterwasser- vorschiffs über. Die
Breite des Vorschiffsteils 11 Oa ist von vorn bis zu den Punkten 117 und 118 grösser
als die des übrigen, mit Eis in Berührung kommenden Bereiches des Schiffes.
[0040] Der an den pontonförmigen Vorschiffsteil 110a anschliessende und V-förmig ausgebildete
Teil des Un terwasserschiffes geht mit seitlich nach oben und nach vorn geneigten,
an einen nach vorn geneigten Vorsteven 115 aneinanderstossenden Übergangsflächen 115a,
115b in den pontonförmigen Vorschiffsteil 110a über.
[0041] Die Seitenwände 211, 212 des Vorschiffsteils 110a werden begrenzt durch die Eckpunkte
111, 1 Ha, 117, 117a und 112, 112a, 118, 118a. Die Seitenwände 211, 212 mit ihren
Eckpunkten 111, 111a, 117, 117a und 112, 112a, 118, 118a des pontonförmigen Vorschiffsteils
110a sind von den Schneidkanten 111, 117 und 112, 118 bis hinauf zur Wasserlinie 135
nach innen und oben so stark geneigt ausgebildet, dass die Schneidkanten seitlich
über die unter Wasser vorhandene Schiffsbreite hinausragen. Die Schneidkanten bilden
den breitesten Teil des mit Eis in Berührung kommenden Bereiches des Schiffskörpers.
[0042] Die Arbeitsweise des eisbrechenden Schiffes nach Fig. 3 und auch die Wirkung sind
wie folgt:
[0043] Die von der Lotrechten 104 nach innen geneigte Seitenwand 211 bzw. 212 des Vorschiffsteils
11 Oa lässt einen Spalt 240 zwischen der Seitenwand und der festen Eisdecke 200 entstehen
(Fig. 4), der horizontale Kraftübertragungen, wie diese in Fig. 2 dargestellt sind,
verhindert. Der Spalt 240 nimmt nach oben hin zu. Er kann auch nach hinten zunehmend
sein, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist. Hier ist der Vorschiffsteil von oben gesehen
dargestellt. Es kann dabei insbesondere bei starker Eispressung von Vorteil sein,
dass der Spalt sowohl von unten nach oben als auch von vorn nach hinten zunimmt. Hierbei
verschwindet dann umso schneller die Reibung zwischen der festen Eisdecke und dem
Vorschiff.
[0044] Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform nehmen die Unterkanten 111, 117 und 112,
118 des Vorschiffsteils 110a die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein. Die Spanten fallen
jedoch gleich oberhalb der Kanten zurück. Die Wirkung, die hierbei erzielt wird, ist
die gleiche, wie diese bei der Ausführungsform nach Fig. 4 erhalten wird. Es ergeben
sich jedoch hierbei fabrikatorische Vorteile. Ausserdem weist die Ausführungsform
gemäss Fig. 6 eine Ausgestaltung auf, nach der die beiden Seitenwände 211, 212 an
ihren Unterkanten nach aussen ragende Schneidprofile 215 bzw. 216 aufweisen, die seitlich
über die sonst vorhandene Schiffsbreite hinausragen.
[0045] Ein Schiff mit eisbrechenden Eigenschaften hat eine über die gesamte Schiffsbreite
sich erstreckende, nach vorn und oben geneigte Stirnfläche 301, die in den Fig. 7
und 8 durch Punktierung verdeutlicht ist. Die Stirnfläche 301 erstreckt sich etwa
mit der Hälfte ihrer Längserstreckung unter die Konstruktionswasserlinie 302. An den
beiden äusseren Rändern der Stirnfläche 301 befinden sich in Schiffslängsrichtung
erstreckende Schneidkanten 305, die an stabartigen, zur Mittschiffslängsebene 306
symmetrisch verlaufenden Gleit- und Brechprofilen 303 - nachfolgend Seitenkufen genannt
- angeordnet sind und die zwei seitliche Begrenzungsebenen 313 haben, welche die grösste
Breite des eisbrechenden Schiffskörpers definieren. Jede Seitenkufe ist in ihrer Begrenzungsebene
313 leicht gekrümmt ausgebildet. Dieser leichten Krümmung in Längsrichtung folgt auch
die nach vorn oben geneigte Stirnfläche 301. In dem mittleren Teilbereich ihrer Längserstreckung
nahe, insbesondere unterhalb der Konstruktionswasserlinie 302 hat die Stirnfläche
301 querschiffs horizontale, praktisch geradlinige untere Begrenzungen der ihr zugeordneten
Spanten, so dass sie dort mindestens annähernd eine Ebene bildet. Weiter nach vorn
ist die Stirnfläche 301 in Querrichtung mit einer allmählich Anpassung an das Vorschiff
hier leicht hochgewölbt ausgebildet, weil das Überwasser-Vorschiff nach vorn oben
in zwei katamaranähnliche Vorsteven 311 übergeht, denen gegenüber die Vorschiffsform
im Bereich der Mittschiffslängsebene 306 zurücktritt und steiler als die Vorstehen
311 nach oben ansteigt.
[0046] Die nach vorn oben geneigte Stirnfläche 301 geht nach hinten in ein Unterwasser-Vorschiffsteil
mit unten V-förmig schrägen Spanten 310 über. In ihrem Endabschnitt ist sie deshalb
mittig leicht geknickt ausgebildet und schafft so einen allmählichen und nicht zu
steilen Übergang zum eigentlichen Unterwasser-Schiffsteil mit unten V-förmig schrägen
Spanten 310. Weiter hinten haben die Spanten Trapezform, deren Konturen von Bodenlinien
308 und anschliessenden schrägen Seitenlinien 309 ausgebildet wird, die steiler als
die vorhergehenden V-Spanten 310 geneigt sind.
[0047] Wie Fig. 8 besonders deutlich zeigt, hat das Vorschiff die grösste Schiffsbreite
entsprechend dem Abstand der Schnittkanten 305 an den beiden Seitenkufen 303 - seitliche
Begrenzungsflächen 313 - und zwar über eine Länge, die mit der gestrichelt angedeuteten
Längserstreckung der beiden Seitenkufen 303 übereinstimmt. Die durch Punktierung angedeuteten
Querlinien zeigen nahe der Konstruktionswasserlinie 302 einen geradlinigen, parallelen
Verlauf, wo die Stirnfläche 301 praktisch eine Ebene ist. Davor ist sie zur Mitte
hin leicht hochgewölbt, im hinteren Bereich mittig schwach geknickt ausgebildet und
mit der Mittelkufe 304 versehen. Gegenüber den Kufen 303 und 304 und den beiden Vorsteven
311 tritt der übrige Vorschiffskörper mindestens im Bereich seines mit der festen
Eisdecke bzw. der gerade ausgebrochenen einteiligen Eisscholle in Berührung kommenden
Teils zur Mittschiffsebene 306 hin deutlich zurück.
[0048] Die in Mittschiffslängsebene 306 angeordnete Mittelkufe 304 erstreckt sich vom hinteren
Unterwasserbereich der ebenen Stirnfläche 301 über den Unterwasser-Vorschiffsteil
mit unten V-förmigen Spanten 310 und endet am Schiffsboden 308. Ihre in Fig. 7 gezeigte
Längserstreckung ist in Fig. 8 gestrichelt angedeutet. Das Profil 312 der Mittelkufe
304 hat anfang eine annähernd dreieckförmige und später eine trapezförmige Gestalt
mit der Spitze nach unten, so dass eine entsprechende Kerbe in der aus der festen
Eisdecke geschnittenen einteiligen Eisscholle erzielbar ist und eine Sollbruchlinie
erzeugt wird. Die Unterkante der Mittelkufe 304 ist im Bereich der Stirnfläche 301
selbst etwas stärker gegenüber der Horizontalen geneigt als die Unterkante - Schneidkante
303 - der Seitenkufen 305. Dieser Neigungsunterschied gegenüber der Horizontalen nimmt
nach hinten hin wieder ab. Dadurch kann im Zusammenwirken zwischen der Profilhöhe
der Mittelkufe und der Höhe der V-Spanten die Kerbwirkung der Mittelkufe optimal unter
Berücksichtigung der sonstigen Konstruktionsbedingungen des Schiffes gewählt werden
und somit die kontrollierte mittige Zweiteilung der etwa rechteckigen grossen Schollen
in hohem Masse erzielt und ein Zerbrechen der Schollen in viele Teilstücke vermieden
werden. Im hinteren Bereich des V-förmigen Unterwasser-Vorschiffs gehen die Schneidkanten
303 in wulstartige, seitliche Verdickungen 307 des Schiffskörpers über.
[0049] In den Fig. 7 und 8 ist eine Starkeis-Wasserlinie 302a gestrichelt dargestellt, bis
zu der das Schiff, z.B. mittels Ballastwasser, abgetaucht werden kann, so dass ein
höheres Biegemoment beim Biegebrechen der annähernd rechteckigen, an den Seitenkanten
abgescherten Eisscholle aus der festen Eisdecke zur Verfügung steht bei im übrigen
unveränderten Eigenschaften des Schiffs. Dabei liegt die nach vorn oben geneigte Stirnfläche
301 praktisch vollständig unter Wasser.
[0050] Fig. 9 zeigt das eisbrechende Schiff in einem Querschnitt hinter der Konstruktionswasserlinie
302 an der Stirnfläche 301 (Fig. 7, 8) im vorderen Abschnitt der Mittelkufe 304. Aus
der festen Eisdecke 314 ist unter den Schneidkanten 305 eine Eisscholle 315 zweiseitig
abgeschert und wird durch Biegebruch an einer nicht sichtbaren Querlinie der Eisdecke
einteilig ausgebrochen. Die Mittelkufe 304 kerbt die Scholle 315 mittig (eine Einkerbung
ist bei 316 angedeutet) und schafft eine Sollbruchlinie. Im Unterwasser-Vorschiffsteil
mit unten V-förmigen Spanten (Querschnitt nach Fig. 10) bewirken die Mittelkufe 304
und der Auftrieb am Schollenrand die Teilung der Scholle in zwei etwa gleiche Hälften
315a, 31 5b. Diese werden an dem weiter hinten liegenden Schiffssteil (Querschnitt
nach Fig. 11) seitlich nach aussen unter die feste Eisdecke 314 geleitet.
[0051] Das Vorschiff 410 des Schiffskörper 400 eines eisbrechenden Schiffes weist gemäss
Fig. 12 einen pontonförmigen Vorschiffsteil 410a auf, an den sich ein V-förmig ausgebildeter
Teil des Unterwasservorschiffs anschliesst. Der pontonförmige Vorschiffsteil 41 Oa
besteht in seiner Frontpartie aus einer stark nach vorn geneigten Fläche mit den Eckpunkten
411, 412, 413, 414, die oberhalb der Wasserlinie annähernd eben und an den Seiten
scharfkantig ist. Die Wirkung der scharfkantigen Seiten kann durch Sägezähne 416 noch
verstärkt werden.
[0052] Die nach vorn geneigte Fläche des Vorschiffes geht ein Stück unterhalb der Wasserlinie
allmählich in den V-förmig ausgebildeten Teil des Unterwasser- vorschiffs über. Die
Breite des Vorschiffsteils 410a ist von vorn bis zu den Punkten 417 und 418 etwa gleich
oder sogar grösser als die des übrigen Schiffes. Nach diesen Punkten 417, 418 geht
die Breite des Vorschiffsteil 410a mit einem deutlichen Absatz 417a, 418a zurück.
[0053] Der an den pontonförmigen Vorschiffsteil 410a des Schiffskörpers 400 des eisgehenden
Schiffes anschliessende und V-förmig ausgebildete Teil des Unterwasserschiffs geht
mit seitlich nach oben und nach vorn geneigten, an einen nach vorn geneigten Vorsteven
415 aneinanderstossenden Übergangsflächen 415a, 415b in den pontonförmigen Vorschiffsteil
410a über.
[0054] Das pontonförmige Vorschiffsteil 41 Oa weist eine Reihe von sich von der backbordseitigen
Schiffskörperwand zu der steuerbordseitigen Schiffskörperwand etwa im Bereich der
Konstruktionswasserlinie 435 erstreckenden Düsen 500 auf, durch die während der Fahrt
mittels geeigneter Einrichtungen Wasser, Luft oder ein Gemisch aus Wasser und Luft
nach aussen tritt. Vorzugsweise sind die Düsen 500 unterhalb der Konstruktionswasserlinie
435 im Bereich der Stirnflächen 411,412,413,414 des Vorschiffsteils 41 Oa angeordnet.
Die Ausrichtung dieser Düsen 500 ist derart, dass durch das aus den Düsen austretende
Wasser, die Luft oder das aus Wasser und Luft bestehende Gemisch auf die auf den Vorschiffsteil
auftreffenden Bugwellen gedämpft werden.
[0055] Die Düsen 500 stehen mit schiffskörperseitig vorgesehenen, in an sich bekannter Weise
ausgebildeten Eisdüsenanlagen in Verbindung bzw. können Bestandteil derartiger Eisdüsenanlagen
sein, die so ausgebildet sind, dass die Ansaugtrichter derartiger Eisdüsenanlagen
eisfrei gehalten werden können, wenn das Schiff sich in eisbedeckten Gewässern befindet
und es erforderlich sein sollte, die im Vorschiffsteil des Schiffskörpers vorgesehenen
Düsen 500 in Betrieb zu setzen.
1. Schiff für eine Fahrt in offenem oder eisbedecktem Wasser mit einem oberhalb der
Wasserlinie liegenden, pontonförmigen Vorschiff, das parallel zueinander verlaufende
Seitenwände und eine sich über die gesamte Schiffsbreite erstreckende und im Unterwasserschiff
eine ebene und stark nach vorn geneigt ausgebildete Stirnfläche (1) aufweist, die
nach hinten zu in einen Mittelkiel (6) übergeht, und mit einem Hinterschiff und mit
in diesem untergebrachten Antriebseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die
Seitenkanten (5) im Übergangsbereich der Vorschiffsseitenwände zur Stirnfläche (1)
in Seitenkantenlängsrichtung verlaufend gekrümmt und gegenüber den von den Vorschiffsseitenwänden
gebildeten Ebenen seitlich derart hervortretend sind, dass der Abstand zwischen den
unter der Konstruktionswasserlinie liegenden Seitenkanten (5) die grösste Breite des
Unterwasserschiffes bildet, wobei die Unterseiten der Spanten (4) zwischen den beiden
Seitenkanten (5) von dem Punkt der Schiffslänge an, an dem die Stirnfläche (1) in
den Mittelkiel (6) übergeht, bis zu dem Punkt, an dem dieser den Schiffsboden (8)
erreicht, querschiffs nach unten durchgewölbt oder durchgeknickt ausgebildet sind.
2. Schiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten (5) in dem
Übergangsbereich zwischen den Vorschiffsseitenwänden und der Stirnfläche (1) in den
Spantquerschnitten bogenförmige Profile aufweisen.
3. Schiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten (5) in dem
Übergangsbereich zwischen den Vorschiffsseitenwänden und der Stirnfläche (1) in den
Spantquerschnitten Schneidkanten (303) bildende, scharfkantige Profile aufweisen.
4. Schiff nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten (5)
ausserhalb des Vorschiffs in wulstartigen Verdickungen (7) nach hinten zu weitergeführt
und entlang dem Schiffskörper angeordnet sind und in das Profil des Übergangsbereiches
zwischen den Vorschiffsseitenwänden und dem Vorschiffsboden gleichmässig übergehen.
5. Schiff nach Anspruch 3 und 4 mit im Bereich der Schneidkanten (303) angeordnet
Schneidkufen (305), dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkufen (305) an den Seitenkanten
(5) an der breitesten Stelle des Unterwasserschiffskörpers angeordnet sind.
6. Schiff nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkanten (303)
oder die Schneidkufen (305) und die in Bugrichtung nach oben geneigt ausgebildete
Stirnfläche (301) in Schiffslängsrichtung gekrümmt ausgebildet sind, dass die Stirnfläche
(301) unterhalb der Konstruktionswasserlinie (302) querschiffs annähernd horizontal
verlaufende, untere Begrenzungen der Spanten aufweist, die annähernd eine Ebene bilden,
und dass am Unterwasserschiff in Mittelschiffslängsrichtung eine Kufe (304) mit einem
eiskerbenden Profil (312) angeordnet ist.
7. Schiff nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wulstartigen Verdickungen
(7) in Richtung zum Schiffsheck hin in die seitlichen Begrenzungen von Propellertunnel
(9) einmünden.
8. Schiff nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nach vorn oben geneigte
Stirnfläche (1) im Bereich unterhalb der Konstruktionswasserlinie (2) eine annähernd
horizontal querschiffsverlaufende untere Begrenzung der Spanten aufweist, wodurch
in diesem Bereich die Stirnfläche (1) zumindest annähernd eine Ebene bildet.
9. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitemkanten
(5) nach vorn über die Stirnfläche (1) hinaus oberhalb der Konstruktionswasserlinie
(2) weitergeführt sind und in zwei Vorsteven (11) übergehen, denen gegenüber die Schiffsform
im Bereich der Mittschiffsebene (6) zurücktritt und steiler als die beiden Vorsteven
(11) nach oben ansteigend ausgebildet ist.
10. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiffsform
oberhalb der Seitenkanten (5) durch nach aussen hohle bzw. konkave Spanten gebildet
ist.
11. Schiff nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel
der Vorschiffsseitenwände (211, 212) gegenüber der Vertikalen vom Bug zum Heck hin
sich vergrössernd ausgebildet ist.
12. Schiff nach Anspruch 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise aus
stabartigen Profilen gebildeten Schneidkufen (305) nach vorn über die Stirnfläche
(301) hinaus in den Bereich der beiden Vorsteven (311) geführt sind.
13. Schiff nach Anspruch 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelkufe (304)
an V-förmigen Spanten (310) angeordnet ist.
14. Schiff nach Anspruch 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelkufe (304)
bis zum Schiffsboden (308) fortgeführt ist.
15. Schiff nach Anspruch 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelkufe (304)
gekrümmt ausgebildet ist.
16. Schiff nach Anspruch 3 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelkufe (304)
aus einem oder mehreren Zähnen besteht.
17. Schiff nach einem derAnsprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise
aus stabartigen Profilen gebildeten Schneidkufen (305) sich weiter nach hinten bis
in den Bereich der V-förmig (310) oder der trapezförmig (309) ausgebildeten Unterwasserspanten
des Vorschiffs erstrecken.
18. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkanten
(303) zum Heck hin in wulstartige, seitliche Verstärkungen (307) des Schiffskörpers
übergehen.
19. Schiff nach einem der Ansprüche 3 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkante
der Mittelkufe (304) gegenüber der Horizontalen eine grössere Winkelneigung als die
seitlichen Schneidkufen (305) im entsprechenden Längenabschnitt des Schiffes aufweist.
20. Schiff nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschied zwischen
den Neigungswinkeln der Mittelkufe (304) und der Schneidkufen (305) gegenüber der
Horizontalen vom Bug zum Heck zunimmt.
21. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 20 unter Verwendung von am Schiffskörper
vorgesehenen Düsen, durch die während der Fahrt Wasser oder Luft nach aussen geblasen
wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschiffsteil (41 Oa) des pontonförmigen Vorschiffs
eine Reihe von sich von der backbordseitigen Schiffskörperwand zu der steuerbordseitigen
Schiffskörperwand etwa im Bereich der Konstruktionswasserlinie (435) erstreckenden
Düsen (500) aufweist.
22. Schiff nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (500) unterhalb
der Konstruktionswasserlinie (435) im Bereich der Stirnflächen (411, 412, 413, 414)
des Vorschiffsteils (410a) angeordnet sind.
1. Ship for travelling in open or ice-covered waters with a pontoon-like bow above
the water line and which has parallel side walls and a planar front face (1) extending
over the entire beam of the ship and sloping sharply forward, whilst to the rear it
passes into a centre keel (6), as well as with a stern and drive means housed therein,
characterized in that in the lateral edge longitudinal direction in the transition
area of the bow side walls to the front face (1), the lateral edges (5) have a curved
configuration and project laterally with respect to the planes formed by the bow side
walls in such a way that the distance between the lateral edges (5) located below
the construction water line forms the maximum width of the underwater hull, the undersides
of the frames (4) between the two lateral edges (5) are athwartships curved or bent
downwards from the point of the ship's length at which the front face (1) passes into
the centre keel (6) to the point at which it reaches the ship's bottom (8).
2. Ship according to claim 1, characterized in that in the transition area between
the bow side walls and the front face (1), lateral edges (5) have arcuate profiles
in the frame cross-sections.
3. Ship according to claim 1, characterized in that in the transition area between
the bow side walls and the front face (1), the lateral edges (5) have sharp- edged
profiles forming cutting edges (303) in the frame cross-sections.
4. Ship according to claims 1 to 3, characterized in that outside the bow, the lateral
edges (5) are arranged in bead-like thickened portions (7) rearwards and along the
hull, and uniformly pass into the profile of the transition area between the bow sidewalls
and the forward bottom.
5. Ship according to claims 3 and 4,. with cutting runners or skids (305) arranged
in the vicinity of the cutting edges (303), characterized in that the cutting runners
(305) are placed on the lateral edges (5) at the widest point of the underwater hull.
6. Ship according to claims 3 to 5, characterized in that the cutting edges (303)
or cutting runners (305) and the front face (301) sloping upwards in the bow direction
are constructed in curved manner in the longitudinal direction of the ship, that athwarts-
ships and below the construction waterline (302), the front face (301) has approximately
horizontally directed tower limitations of the frames, which approximately form plane
and that a runner (30.4). with an ice-cutting profile (312) is arranged on the underwater
ship in the midships longitudinal direction;
7. Ship according to claims to 6, characterized in that the bead-like thickened portion
(7) issues into the lateral limitation of propeller tunnels (9) in the direction of
the stern.
8. Ship according to claims 1 to 7, characterized in that the forwardly sloping front
face (1) in the area below the construction waterline (2) has an approximately horizontal
athwartship-direction lower limitation of the frames, so that in this area the front
face (1) at least approximately forms a plane.
9. Ship according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the lateral edges
(5) are continued above the construction water line (2) in the forwards direction
over the front face (1), and pass into two stem posts (11) with respect to which the
shape of the ship is set back in the vicinity of the midships plane (6) and rises
more steeply upwards than the two stem posts (11).
10. Ship according to one of the claims 1 to 9, characterized in that the shape of
the ship above the lateral edges (5) is formed by outwardly hollow or concave frames.
11. Ship according to claims 1 to 10, characterized in that the slope angle of the
bow side walls (211, 212) increases with respect to the vertical from bow to stern.
12. Ship according to claims 3 to 11, characterized in that the cutting runners (305),
preferably made from rod-like sections, pass forwards over and beyond the front face
(301) into the vicinity of the two stem posts (311).
13. Ship according to claims 3 to 12, characterized in that the central runner (304)
is placed on V-shaped frames (310).
14. Ship according to claims 3 to 13, characterized in that the central runner (304)
is continued to the ship's bottom (308).
15. Ship according to claims 3 to 14, characterized in that the central runner (304)
is curved.
16. Ship according to claims 3 to 15, characterized in that the central runner (304)
comprises one or more teeth.
17. Ship according to one of the claims 3 to 16, characterized in that the cutting
runners (305) are preferably formed from rod-like sections extend further rearwards
into the vicinity of the V-shaped (310) or trapezoidal (309) underwater frames of
the bow.
18. Ship according to one of the claims 3to 17, characterized in that towards the
stern, the cutting edges (303) pass into bead-like, lateral reinforcements (307) of
the hull.
19. Ship according to one of the claims 3 to 18, characterized in that the lower edge
of the central runner (304) has a greater angular slope with respect to the horizontal
and the lateral cutting runners (305) in the corresponding longitudinal portion of
the ship.
20. Ship according to claim 19, characterized in that the difference between the slope
angles of the central runners (304) and the cutting runners (305) increases from bow
to stern with respect to the horizontal.
21. Ship according to one of the claims 1 to 20, using nozzles provided on the hull
and through which water or air is blown downwards during movement, characterized in
that the bow part (410a) of the pontoon-like bow has a plurality of nozzles (500)
extending from the port-side hull wall to the starboard- side hull wall, roughly in
the vicinity of the construction waterline (435).
22. Ship according to claim 21, characterized in that the nozzles (500) are positioned
below the construction waterline (435) in the vicinity of the front faces (411, 412,
413, 414) of the bow part (41 Oa).
1. Navire pour le cours dans l'haute mer ou dans la mer recouverte des glaces avec
un avant en forme de ponton disposé au-dessus de la ligne d'eau, avant qui présente
des parois latérales parallèle l'une à l'autre et une surface de cloison (1) s'étendant
sur toute la largeur du navire et étant exécutée de façon plane et fortement penchée
vers l'avant dans le dessous de navire, surface de cloison qui se transforme en une
carlingue centrale (6) vers l'arrière et avec une poupe et des dispositifs d'entraînement
disposée dans celle-là, caractérisé en ce que les arêts latéraux (5) sont courbés
dans la zone de transition des parois latérales de l'avant à la surface de la cloison
(1) suivant dans le sens longitudinal des arêts latéraux et, par rapport aux plans
formés par les parois latérales de l'avant, sont latéralement en sailli, de façon
à ce que l'écart entre les arêts latéraux (5) au-dessous de la ligne deflottaison
a la largeur la plus grande du dessous du navire, les surfaces inférieures des couples
(4) étant exécutées en voûtes vers le bas par le travers du navire ou pliées du point
de la longueur du navire, où la surface cloison (1) se transforme dans la carlingue
centrale (6) jusqu'au point, où celle-là atteint la carène (8).
2. Navire suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les arêts latéraux (5)
dans la zone de transition entre les parois latérales de l'avant de navire et la surface
cloison (1) présentent des profils en voûte dans les section transversales des couples.
3. Navire suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les arêts latéraux (5)
dans la zone de transition entre les parois latérales de l'avant de navire et la surface
cloison (1) présentent des profils vifs et formant des arêts coupants (303) dans les
sections transversales des couples.
4. Navire suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les arêts latéraux
(5) sont disposés au dehors de l'avant dans des épaissements en forme de bulbe (7)
vers l'arrière et le long de la coque et se transforme régulièrement dans le profil
de la zone de transition entre les parois latérales de l'avant de navire et la carène
de l'avant.
5. Navire suivant les revendications 3 et 4 avec des patins coupant (305) disposés
dans la zone des arêts coupants (303), caractérisé en ce que les patins coupants (305)
aux arêts coupants (5) sont disposés à l'endroit le plus large de la coupe dessous
de navire.
6. Navire suivant les revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les arêts coupants
(303) ou les patins coupants (305) et la surface cloison (301) penchée vers le haut
dans la direction de l'avant sont exécutés de façon coudée dans le sens longitudinal
du navire, en ce que la surface cloison (301) présente des limitations inférieures
des couples au-dessous de la ligne de flottaison (302) par le travers du navire à
peu près horizontales, limitations des couples formant à peu près un plan, et en ce
que, au dessous de navire un patin (304) est disposé dans le sens longitudinal du
centre de navire avec un profil (312) brise-glace.
7. Navire suivant les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les épaississements
(7) en forme de bulbe se transforme dans les limitations latérales de tunnels d'hélice
(9) dans la direction vers l'arrière de navire.
8. Navire suivant les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la surface cloison
(1) penchée vers l'avant de haut présente une limitation inférieure des couples au-dessous
de la ligne de flottaison (2) à peu près horizontale et suivant par le travers de
navire, ce qui a pour conséquence que, dans cette zone, la surface cloison (1) forme
au moins à peu près un plan.
9. Navire suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les arêts
latéraux (5) sont continués vers l'avant au-delà de la surface cloison (1 ) au-dessous
de la ligne de flottaison (2) et se transforment dans deux étraves (11), par rapport
desquelles la forme de navire se retire dans la zone du centre de navire (6) et est
exécutée de façon à monter plus escarpement vers le haut que les deux étraves (11).
10. Navire suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la forme
de navire au-dessus des arêts latéraux (5) est réalisée par l'intermédiaire des couples
creux respectivement concaves vers l'extérieur.
11. Navire suivant les revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'angle d'inclinaison
des parois latérales de l'avant (211, 212) est exécuté de façon agrandissante par
rapport à la ligne verticale de l'avant à l'arrière de navire.
12. Navire suivant les revendications 3 à 11, caractérisé en ce que les patins coupants
(305), préférablement formés par des profils en forme de barre, sont guidés vers l'avant
au-delà de la surface cloison (301) dans la zone des deux étraves (311 ).
13. Navire suivant les revendications 3 à 12, caractérisé en ce que le patin central
(304) est disposé aux couples en V (310).
14. Navire suivant les revendications 3 à 13, caractérisé en ce que le patin central
(304) est continué jusqu'à la carène de navire (308).
15. Navire suivant les revendications 3 à 14, caractérisé en ce que le patin central
(304) est exécuté de façon coudée.
16. Navire suivant les revendications 3 à 15, caractérisé en ce que le patin central
(304) comprend un ou plusieurs dents.
17. Navire suivant l'une des revendications 3 à 16, caractérisé en ce que les patins
coupants (305), préférablement formés par des profils en forme de barre, s'étendent
plus loin vers l'arrière jusqu'à la zone des couples au-dessous de navire en V (310)
ou trapézoïdaux (309).
18. Navire suivant l'une des revendications 3 à 17, caractérisé en ce que les arêts
coupants (303) se transforment, vers l'arrière, dans des épaississements latéraux
(307) en forme de bulbe de la coque.
19. Navire suivant l'une des revendications 3 à 18, caractérisé en ce que l'arêt inférieur
du patin central (304) présente un angle d'inclinaison plus grand par rapport à la
ligne horizontale que les patins coupants latéraux (305) dans la section longitudinale
correspondante du navire.
20. Navire suivant la revendication 19, caractérisé en ce que la différence entre
les angles d'inclinaison du patin central (304) et des patins coupants (305) agrandi
par rapport de la ligne horizontale de l'avant à l'arrière.
21. Navire suivant l'une des revendications 1 à 20, en utilisant des buses prévues
à la coque de navire par lesquelles de l'eau ou de l'air est soufflé vers l'extérieur
pendant le cours, caractérisé en ce que, la partie (41 Oa) de l'avant de navire de
l'avant en forme de ponton présente une série de buses (500) s'étendant de la paroi
de la coque de navire sur le côté bâbord à la paroi de la coque de navire sur le côté
tribord à peu près dans la zone de la ligne de flottaison (435).
22. Navire suivant la revendication 21, caractérisé en ce que les buses (500) sont
disposées au-dessous de la ligne de flottaison (435) dans la zone des surfaces cloison
(411, 412, 413, 414) de la partie de l'avant de navire (410a).