[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Bügeltisch der im Oberbegriff des Hauptanspruchs
angegebenen Gattung.
[0002] Derartige Bügeltische sind bekannt (DE-FS 27 44 507). Dabei ist die Öffnung im Boden
der Tischplatte über einen Rohrstutzen mit einer Zwischenkammer verbunden, an welcher
das Gebläse befestigt ist und in welche sowohl die Saugöffnung als auch die Drucköffnung
des Gebläses mündet. Mittels Klappen und Gestänge ist es möglich, entweder die Saugöffnung
oder die Drucköffnung des Gebläses mit dem Rohrstutzen in Verbindung zu setzen, um
an der oberen Bügelfläche der hohlen Tischplatte abzusaugen bzw. zu blasen.
[0003] Es sind die unterschiedlichsten Ausbildungen solcher Klappenmechanismen zum Umschalten
von Absaug- auf Blasbetrieb und umgekehrt bei Bügeltischen der im Oberbegriff des
Hauptanspruchs angegebenen Art bekannt. Neben dem dadurch bedingten, verhältnismäßig
verwickelten und aufwendigen Aufbau werden bei diesen Bügeltischen insbesondere die
relativ hohen Leistungsverluste und somit der verhältnismäßig hohe Energiebedarf des
Gebläses sowie die relativ starke Geräuschentwicklung, einschließlich der Klappenschläge
beim Umschalten, als nachteilig empfunden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, insbesondere diese Nachteile zu verméiden
und einen Bügeltisch der im Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Gattung zu
schaffen, welcher bei geringerem Energiebedarf für das Gebläse eine stärkere Absaug-und
Blaswirkung an der Bügelfläche zustandekommen läßt, wobei die Geräuschentwicklung
im Betrieb auf ein Mindestmaß reduziert sein soll.
[0005] Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen
Merkmale auf überraschend einfache Weise gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des
erfindungsgemäßen Bägeltisches sind in den restlichen Ansprüchen gekennzeichnet.
[0006] Der erfindungsgemäße Bügeltisch zeichnet sich durch sehr kurze Strömungswege und
nur wenige Strömungsumlenkungen aus, was beides-außergewöhnlich geringen Strömungsverlusten
zugute kommt, so daß es möglich wird, selbst Großflächenbügeltische bei erfindungsgemäßer
Ausgestaltung nur mit einem Gebläse zu versehen, welche bisher mit zwei Gebläsen ausgestattet
werden mußten. Die weitgehende Vermeidung von Strömungsumlenkungen vermindert die
Strömungsgeräusche, ebenso wie der Wegfall von Klappen die Geräuschbildung reduziert,
weil Klappenschläge beim Umschalten nicht mehr entstehen können.
[0007] Nachstehend ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bügeltisches anhand der
Zeichnung beispielsweise beschrieben. Darin zeigt:
Figur 1 die Vorderansicht eines Bügeltisches, wobei die Vorderwand des Gehäuses unterhalb
der Tischplatte weggebrochen ist und der Bügeltisch im Zustand bei Absaugbetrieb dargestellt
ist;
Figur 2 die Ansicht des Schnittes entlang der Linie II - II in Figur 1; und
Figur 3 die Schnittansicht gemäß Figur 2, wobei der Bügeltisch jedoch im Zustand bei
Blasbetrieb wiedergegeben ist.
[0008] Der Bügeltisch weist eine hohle Tischplatte 1 mit oberer Bügelfläche 2 und ein Gehäuse
3 mit Standfüßen 4 an den beiden Schmalseiten 5 auf. Die Tischplatte 1 ist auf dem
Gehäuse 3 angeordnet und daran befestigt.
[0009] Die Bügelfläche 2 der Tischplatte 1 ist gasdurchlässig und beispielsweise von einem
Lochblech mit einem Bezug aus textilem Material gebildet. In der Mitte weist der Boden
6 der hohlen Tischplatte 1 eine von einem Ring 7 umschlossene Öffnung 8-auf, über
welche der Innenraum 9 der Tischplatte 1 wahlweise mit Unterdruck und Überdruck beaufschlagt
werden kann, um an der Bügelfläche 2 Luft und Dampf nach innen abzusaugen bzw. Luft
nach außen zu blasen.
[0010] Innerhalb des Gehäuses 3, dessen Rückwand 10 von einem Lochblech gebildet ist, ist
ein Gebläse 11 mit einer Saugöffnung 12 und einer Drucköffnung 13 angeordnet. Das
Gebläse 11 ist als Radialgebläse mit einem Spiralgehäuse 14 ausgebildet und weist
einen an das Spiralgehäuse 14 angeflanschten Antriebsmotor 15 für das Radiallaufrad
16 auf. Letzteres ist koaxial zur Saugöffnung 12 angeordnet, welche in der oberen,
der Tischplatte 1 benachbarten Wandung 17 des Spiralgehäuses 14 ausgebildet ist, ebenso
wie die Drucköffnung 13 des Gebläses 11, zu welcher der sich allmählich erweiternde
Druckkanal 18 des Gebläses 11 führt. Die Saugöffnung 12 und die Drucköffnung 13 des
Gebläses 11 liegen also in derselben zur Tischplatte 1 etwa parallelen Ebene.
[0011] Das Gebläse 11 ist zwischen zwei Stellungen bewegbar, in welchen es mit der Saugöffnung
12 bzw. der Drucköffnung 13 vor der Öffnung 8 im Boden 6 der Tischplatte 1 liegt,
wie aus Figur 1 und 2 bzw. Figur 3 hervorgeht. Um diese Hin- und Herbewegung des Gebläses
11 entlang der Ebene der Saugöffnung 12 und der Drucköffnung 13 zu ermöglichen, ist
im Gehäuse 3 ein zu dieser Ebene paralleles Schienenpaar 20 vorgesehen, welches sich
zwischen den beiden Schmalseiten 5 des Gehäuses 3 erstreckt. Das Gebläse 11 ist auf
der Unterseite des Spiralgehäuses 14 mit drei äußeren Rollen 21 versehen und mit denselben
auf dem Schienenpaar 20 verfahrbar. Zum Verfahren des Gebläses 11 auf dem Schienenpaar
20 dient ein elektrischer Verstellmotor 22 mit eingebautem Getriebe, welches durch
ein Gestänge 24 mit dem Spiralgehäuse 14 des Gebläses 11 verbunden ist.
[0012] Um den Ausströmwiderstand des Gebläses 11 beim Absaugen an der Bügelfläche 2 gemäß
Figur 1 und 2 zu verringern, ist das Spiralgehäuse 14 des Gebläses 11 mit einer Klappe
25 zum stirnseitigen Öffnen des Druckkanals 18 des Gebläses 11 unterhalb der Drucköffnung
13 in derjenigen Stellung des Gebläses 11 versehen, welche es beim Absaugbetrieb einnimmt,
wie aus den besagten Figuren 1 und 2 ersichtlich. Die vom Radiallaufrad 16 kommende
Druckluft wird dann nicht am Ende des Druckkanals 18 etwa rechtwinklig zur Drucköffnung
13 hin umgelenkt, sondern kann vielmehr ohne Änderung der Strömungsrichtung aus dem
Druckkanal 18 des Gebläses 11 austreten.
[0013] Die Klappe 25 ist als etwa halbzylindrischer Topf ausgebildet und mit einer etwa
halbzylindrischen Seitenwandung 25' sowie einem etwa halbkreisförmigen Boden 25''
versehen. Sie ist an einer Seitenkante um eine zur Ebene der Saugöffnung 12 und der
Drucköffnung 13 des Gebläses 11 senkrechte Achse 26 am Spiralgehäuse 14 schwenkbar
angelenkt und durch ein Gestänge 27 betätigbar, welches einerseits an der Klappe 25
und andererseits an der benachbarten Schiene 20 angreift.
[0014] Beim Absaugbetrieb gemäß Figur 1 und 2 saugt das Gebläse 11, dessen Radiallaufrad
16 durch den eingeschalteten Antriebsmotor 15 in Umlauf gehalten wird, an der Saugöffnung
12 durch den Ring 7 hindurch Luft aus der hohlen Tischplatte 1. Der so im Innenraum
9 derselben erzeugte Unterdruck bewirkt, daß an der gesamten Bügelfläche 2 Luft und
beim Bügeln etwa vorhandener Wasserdampf nach innen abgesaugt werden. Die Klappe 25
befindet sich in ihrer geöffneten Stellung, so daß der vom Radiallaufrad 16 erzeugte
Luftstrom ohne Umlenkung in Richtung des Pfeiles 28 (Figur 2) aus dem Druckkanal 18
des Gebläses 11 austreten kann.
[0015] Soll nunmehr auf Blasbetrieb umgeschaltet werden, dann wird der als Getriebemotor
ausgebildete Verstellmotor 22 eingeschaltet, um das Gestänge 24 in Richtung des Pfeiles
29 (Figur 2) zu verstellen. Dieses hat zur Folge, daß das Gebläse 11 aus der Stellung
gemäß Figur 1 und 2 in Richtung des Pfeiles 30 in die Stellung gemäß Figur 3 verfahren
wird, in welcher sich die Drucköffnung 13 des Gebläses 11 vor dem Ring 7 bzw. der
davon umschlossenen Öffnung 8 befindet. Bei dieser Bewegung des Gebläses 11 auf dem
Schienenpaar 20 schwenkt die Klappe 25 aufgrund der Wirkung des Gestänges 27 um die
Achse 26 in Richtung des Pfeiles 31 (Figur 2) in die Schließstellung gemäß Figur 3,
so daß der vom Radiallaufrad 16 erzeugte Luftstrom nur über die Drucköffnung 13 aus
dem Druckkanal 18 des Gebläses 11 austreten kann, um durch die Öffnung 8 im Boden
6 der Tischplatte 1 in deren Innenraum 9 einzutreten und darin einen Überdruck zu
erzeugen, so daß an der gesamten Bügelfläche 2 Luft nach außen geblasen wird.
[0016] Das Umschalten des Bügeltisches von Blasbetrieb auf Absaugbetrieb erfolgt analog,
indem wiederum der Verstellmotor 22 eingeschaltet wird, um über das Gestänge 24 das
Gebläse 11 aus der Stellung gemäß Figur 3 in diejenige nach Figur 1 und 2 entgegen
der Richtung des Pfeiles 30 (Figur 1 und 2) zu verfahren, wobei sich die Klappe 25
öffnet und das Gestänge 24 im Sinne des Pfeiles 32 (Figur 3) durch das Getriebe des
Verstellmouors 22 bewegt wird. Bei jeder Bewegung des Gebläses 11 aus der Stellung
gemäß Figur 1 und 2 in diejenige nach Figur 3 bzw. umgekehrt verschwenkt der mit dem
Verstellmotor 22 bzw. dessen Getriebe verbundene Arm des Gestänges 24 um etwa 180°
in Richtung des Pfeiles 29 bzw. 32. Im Gehäuse 3 können zwei Endschalter vorgesehen
sein, mit welchen das verfahrbare Gebläse 11 zusammenwirkt, um den Verstellmotor 22
am Ende der Bewegung des Gebläses 11 in Richtung des Pfeiles 30 bzw. in umgekehrter
Richtung abzuschalten, wenn die Drucköffnung 13 bzw. die Saugöffnung 12 des Gebläses
11 mit der vom Ring 7 umschlossenen Öffnung 8 im Boden 6 der hohlen Tischplatte 1
fluchtet.
[0017] Die Bewegung des Gebläses 11 zwischen den beiden geschilderten Stellungen gemäß Figur
1 und 2 bzw. 3 mu3 nicht unbedingt mit Motorantrieb erfolgen, sondern kann vom Bedienungspersonal
auch unmittelbar vorgenommen werden. Dazu kann der Bügeltisch statt des Verstellmotors
22 mit Getriebe und des Gestänges 24 beispielsweise auf der Vorderseite mit einer
sich in Längsrichtung erstreckenden Betätigungsleiste versehen werden, welche über
ein geeignetes Gestänge mit dem Gebläse 11 bzw. dessen Spiralgehäuse 14 verbunden
wird.
[0018] Auch ist es möglich, den Bügeltisch mit zusätzlichen Bügelhauben 40 sowie 41 zu versehen,
welche jeweils ausweohselbar und drehbar in das freie Ende eines Schwenkarmes 42 bzw.
43 eingesteckt sind, wobei die beiden Schwenkarme 42 und 43 jeweils am anderen Ende
in der hohlen Tischplatte 1 drehbar gelagert und mit einer Einrichtung versehen sind,
welche den hohlen Schwenkarm 42 bzw. 43 vom Innenraum 9 der hohlen Tischplatte 1 absperrt,
wenn der Schwenkarm 42 bzw. 43 sich in der Ruhestellung gemäß Figur 1 befindet, während
sie den hohlen Schwenkarm 42 bzw. 43 dann mit dem Innenraum 9 der hohlen Tischplatte
1 in Verbindung setzt, so da3 an der Bügelfläche der zugehörigen, gleichfalls hohlen
Bügelhaube 40 bzw. 41 abgesaugt bzw. geblasen werden kann, wenn der Schwenkarm 42
bzw. 43 vom Bedienungspersonal aus der Ruhestellung auf die Vorderseite des Bügeltisches
zu in die Betriebsstellung geschwenkt wird.
[0019] Das verfahrbare Gebläse 11 ermöglicht auch eine genaue Einstellung des Unter- bzw.
Überdrucks im Innenraum 9 der hohlen Tischplatte 1 und somit der Stärke des Absaugens
bzw. Blasens an der Bügelfläche 2 durch entsprechende Wahl der gegenseitigen Überdeckung
der Saugöffnung 12 bzw. der Drucköffnung 13 des Gebläses 11 einerseits und der Öffnung
8 im Boden 6 der hohlen Tischplatte 1 andererseits. In den Relativstellungen der Öffnungen
gemäß Figur 1 und 2 bzw. Figur 3 bei vollständiger gegenseitiger Überdeckung ist die
maximale Absaug- bzw. Blasstärke gegeben, welche durch ents
pre- chendes Verfahren des Gebläses 11 auf dem Schienenpaar 20 unter Verminderung der
gegenseitigen überdeckung von Saugöffnung 12 bzw. Drucköffnung 13 und Öffnung 8 auf
den jeweils gewünschten Wert abgesenkt werden kann.
1. Bügeltisch mit einer hohlen Tischplatte und einem unterhalb der Tischplatte angeordneten
Gebläse welches zum wahlweisen Absaugen und Blasen an der Bügelfläche der Tischplatte
saug- bzw. druckseitig mit dem Innenraum der Tischplatte über eine Öffnung in deren
Boden verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (11) zwischen zwei Stellungen
bewegbar ist, in welchen es mit seiner Saugöffnung (12) bzw. Drucköffnung (13) vor
der Öffnung (8) im Boden (6) der Tischplatte (1) liegt.
2. Bügeltisch nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Säugöffnung (12)
und die Drucköffnung (13) des Gebläses (11) in derselben zur Tischplatte (1) etwa
parallelen Ebene liegen und das Gebläse (11) entlang dieser Ebene hin- und herbewegbar
ist.
3. Bügeltisch nach Anspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, daß das Gebläse (11) als
Radialgebläse mit einem Spiralgehäuse (14) ausgebildet ist, und daß das Spiralgehäuse
(14) eine Klappe (25) zum stirnseitigen Öffnen des Druckkanals (18) des Gebläses (11)
unterhalb der Drucköffnung (13) in derjenigen Stellung des Gebläses (11), in welcher
die Saugöffnung (12) vor der Öffnung (8) im Boden (6) der Tischplatte (1) liegt, aufweist.
4. Bügeltisch nach Anspruch 3, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Klappe (25) um eine
zur Ebene der Saug- und der Drucköffnung (12 bzw. 13) des Gebläses (11) senkrechte
Achse (26) am Spiralgehäuse (14) schwenkbar angelenkt und durch ein Gestänge (27)
betätigbar ist, welches zwischen der Klappe (25) und einem das Gebläse (11) aufnehmenden
Gehäuse (3) vorgesehen ist.
5. Bügeltisch nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch ge- kennzeichnet, daß das Gebläse
(11) mittels Rollen (21) auf einem zur Ebene der Saug- und der Drucköffnung (12 bzw.
13) des Gebläses (11) parallelen Schienenpaar (20) verfahrbar ist.
6. Bügeltisch nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gebläse (11) mittels eines Verstellmotors (22) bewegbar ist.
7. Bügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse
(11) mittels einer auf der Tischvorderseite vorgesehenen Betätigungsleiste über ein
Gestänge bewegbar ist.