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EP 0 080 143 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.03.1986 Patentblatt 1986/10 |
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Anmeldetag: 15.11.1982 |
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Fundament für einen Mast, Stützpfeiler oder dergleichen
Foundation for a pole, a pillar or the like
Fondement pour un poteau, un pilier de soutien ou similaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
19.11.1981 DE 3145882
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.1983 Patentblatt 1983/22 |
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Anmelder: ESKILSTUNA INVEST AB |
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S-63220 Eskilstuna (SE) |
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Erfinder: |
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- Lindner, Bengt
S-644 00 Torshälla (SE)
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Vertreter: Popp, Eugen, Dr. |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Postfach 86 06 24 81633 München 81633 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fundament gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiges Fundament ist aus der CH-A-333106 bekannt. Es wird dort vorgeschlagen,
Pfähle in Form von Hohlprofilen mit einem inneren Erdverfestigungselement in das Erdreich
einzutreiben unter Komprimierung des im Hohlprofil eingeschlossenen Erdreichs zumindest
in der Endphase des Eintreibens. Das Erdverfestigungselement ist bei der bekannten
Konstruktion ein plattenartiger Verschluß, der entweder fest im Inneren des Hohlprofils
angeordnet ist oder während der Endphase des Eintreibens an einem Anschlag anliegt
und somit erdverfestigend wirksam wird.
[0003] Der obere Teil des bekannten Verankerungsabschnitts ragt aus dem Erdreich heraus
und ist zum Anschluß eines Mastes oder dergl. geeignet.
[0004] Der bekannte Pfahl läßt sich relativ einfach in das Erdreich eintreiben, wobei das
im Inneren des Pfahles eingeschlossene und durch das erwähnte Erdverfestigungselement
komprimierte Erdreich einen im Vergleich zu herkömmlichen Pfählen oder anderen hohlprofilartigen
Fundamenten wesentlich besseren Halt im Boden gewährleistet. Das im Inneren des Pfahles
eingeschlossene und in der Endphase des Eintreibens komprimierte Erdreich verleiht
dem Pfahl in diesem Bereich annähernd die Charakteristik eines Vollkörper-Pfahles.
[0005] Aus « Baumaschine und Bautechnik », Band 21, Nr. 1, Januar 1974, Seiten 1-12, ist
es bekannt, Mantelrohre für große Ortbetonpfähle in das Erdreich einzuvibrieren. Der
Erd-Widerstandskegel ist während des Einvibrierens extrem niedrig, im vollständig
eingetriebenen Zustand jedoch wesentlich höher jeweils im Vergleich zum Einschlagen
bzw. zu einem eingeschlagenen Hohlprofil, so daß demgegenüber eine höhere Verankerungswirkung
erreicht wird. Durch das Vibrieren dringen die relativ dünnwandigen Mantelrohre mühelos
in das Erdreich ein. Die an die Wandung der Mantelrohre angrenzende Erde wird beim
Einvibrieren quasi « fließend ». Nach Beendigung des Vibrierens verfestigt sich die
unmittelbar an die Wandung der Mantelrohre angrenzende Erde praktisch schlagartig,
wodurch ein hoher Verfestigungsgrad und damit die höhere Verankerungswirkung im Vergleich
zu ins Erdreich eingeschlagenen oder dergl. Rohren erhalten wird.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fundament der bekannten
Art dahingehend zu verbessern, daß ein noch höherer Verankerungsgrad erzielt wird.
[0007] Ferner ist Aufgabe der Erfindung ein einfaches Verfahren zur Herstellung des genannten
Fundaments zu schaffen.
[0008] Hinsichtlich des Fundaments wird die gestellte Aufgabe durch die kennzeichnenden
Maßnahmen des Patentanspruches 1, hinsichtlich des Verfahrens durch die kennzeichnenden
Maßnahmen des Patentanspruches 7 gelöst.
[0009] Durch die längs verschiebliche Lagerung des inneren gewichtigen Erdverfestigungselements
wird eine ständige Einwirkung des Erdverfestigungselements auf das im Inneren des
Verankerungsabschnitts eingeschlossene Erdreich erhalten, d. h. während der gesamten
Dauer des Einvibrierens des Verankerungsabschnitts in das Erdreich. Man erhält auf
diese Weise eine zusätzliche Verfestigung des Erdreichs über die naturgegebene Festigkeit
hinaus. Dadurch erhält man eine extrem hohe Standfestigkeit des Fundaments bzw. der
an den Verankerungsabschnitt des Fundaments angeschlossenen Masten, Pfeiler oder dergl.
Überraschenderweise wird die durch das Einvibrieren des Verankerungsabschnitts in
das Erdreich bedingte « Fließeigenschaft desselben in unmittelbarer Umgebung der Wandung
des Verankerungsabschnitts durch das längs verschieblich gelagerte innere Erdverfestigungselement
nicht bzw. nur unwesentlich beeinflußt. Der Erdwiderstandskegel bleibt während des
Einvibrierens des Verankerungsabschnitts in das Erdreich praktisch unverändert klein.
[0010] Das erfindungsgemäß vorgesehene innere Erdverfestigungselement hat neben der erdverfestigenden
Funktion zusätzlich eine stabilitätserhöhende Funktion. Der aus dem Boden herausragende
Abschnitt des als Verankerungsabschnitt dienenden Hohlprofils ist aufgrund der dünnen
Wandstärke desselben äußerst empfindlich gegenüber Biege- und Schwingungsbeanspruchungen.
Durch das innere Erdverfestigungselement erfolgt eine Aussteifung dieses empfindlichen
Abschnittes, so daß hohe Biege-und Schwingungsbelastungen aufgenommen werden können.
Letztlich ist bei dem erfindungsgemäßen Fundament nicht die Wandstärke des als Verankerungsabschnitt
verwendeten Hohlprofils maßgebend, sondern die durch das Hohlprofil, die im Inneren
desselben eingeschlossene Erde und das Erdverfestigungselement (Betoneinsatz oder
dergl.) gebildete Masse.
[0011] Modellversuche haben gezeigt, daß sich ein Verankerungsabschnitt bestehend aus einem
etwa 3000 mm langen Hohlprofil mit einer Querschnittsabmessung von 600 x 600 mm und
einem Gewicht von etwa 350 kg und einer Wandstärke von etwa 5 mm unter Verwendung
des erfindungsgemäßen inneren Erdverfestigungselements mit einer Belastung (Gewicht
des Vibrators) von nur etwa 2,5 to in das Erdreich einvibrieren läßt. Um das so ausgebildete
Fundament wieder aus der Erde herauszuziehen, sind etwa 15 to erforderlich. Die Belastbarkeit
eines derartigen Fundaments liegt bei etwa 25 to, d. h. bei einer vertikalen Belastung
von über 25 to würde das Fundament im Erdreich weiter absinken.
[0012] Da der Mast oder Stützpfeiler oder dergl. auf dem erfindungsgemäßen Fundament befestigt
wird, derart, daß der Mast, Stützpfeiler oder dergl. sich vollständig über der Erdoberfläche
befindet, besteht die Möglichkeit, für den Verankerungsabschnitt (Erdteil) und den
über der Erde angeordneten Teil, also Mast, Stützpfeiler oder dergl., verschiedene
Materialien zu verwenden. Für den Mast oder dergl. kann ein Material verwendet werden,
das beständig ist gegenüber Luftkorrosion, jedoch nicht beständig sein muß gegenüber
« Erdkorrosion •. Umgekehrtes gilt für den Verankerungsabschnitt. Ein Stahlmast oder
-pfeiler oder dergl. ist vorzugsweise aus dem unter dem Warenzeichen « Corten » bekannten
Kohlenstoffstahl hergestellt, der sehr billig und gegenüber Luftkorrosion sehr beständig
ist, nicht dagegen gegenüber Erdkorrosion (Erdsäuren).
[0013] Aufgrund der äußerst schonenden, an sich bekannten Einbringung des Verankerungsabschnitts
in das Erdreich mittels Vibration können für den Verankerungsabschnitt sehr dünnwandige
Hohlprofile aus verzinktem Stahlblech verwendet werden. Dadurch, daß die unmittelbar
an die Wandung des Hohlprofils angrenzende Erde beim Einvibrieren sehr locker bzw.
praktisch fließend wird, wird die Zinkschicht nicht beschädigt. Anders würde es sich
beim Einhämmern von Verankerungsprofilen in das Erdreich verhalten. Der Oberflächenabrieb
ist bei dieser Einbringungsmethode sehr hoch.
[0014] Abhängig von den Erdqualitäten werden natürlich die Materialien und Blechdicken für
den Verankerungsabschnitt gewählt.
[0015] Zur Verfestigung der den Verankerungsabschnitt aussen umgebenden Erde kann zusätzlich
ein äußeres Erdverfestigungselement im oberen Teil des Verankerungsabschnitts - vorzugsweise
von dessen oberem Ende etwas beabstandet - vorgesehen sein, wobei dieses nach Art
eines ringförmig nach außen vorspringenden Kragens (Flansch) ausgebildet ist. Auch
dieses äußere Erdverfestigungselement kann zur Erzielung einer noch höheren Erdverfestigung
am Verankerungsabschnitt längs verschieblich angeordnet und mit einem großen Gewicht
beschwert sein, so daß eine Verfestigung des den Verankerungsabschnitt unmittelbar
umgebenden Erdreichs während der gesamten Dauer des Eintreibens bzw. -vibrierens des
Verankerungsabschnitts erfolgt.
[0016] Vorzugsweise beträgt das Verhältnis von (Länge des Verankerungsabschnitts) zu (äußerem
Durchmesser eines rohrförmigen Verankerungsabschnitts bzw. größter Breite eines Verankerungsabschnitts
mit eckigem, vorzugsweise quadratischem Querschnitt) zu (Wandstärke des Verankerungsabschnitts)
etwa (1000-5000 mm): (200-1 500 mm) : (2,0-10,0 mm, insbesondere 2,0-6,0 mm). Dieses
Verhältnis zeigt, welch geringe Wandstärke der Verankerungsabschnitt des erfindungsgemäßen
Fundaments bei extrem hoher Stabilität im Erdreich aufweist. Der Materialeinsatz ist
äußerst gering und die Einbringung in das Erdreich unproblematisch.
[0017] Die erfindungsgemäß ausgebildeten Fundamente eignen sich u. a. auch als provisorische
Abstützung für schwere Baugeräte, Krane, Bagger, etc., in unwegsamem Gelände. Die
Fundamente lassen sich sehr schnell setzen bzw. errichten (ca. 50-90 Sek. pro Fundament)
und zwar mit relativ leichtem Baugerät oder sogar aus der Luft. Die Errichtung betonierter
Standflächen für schwere Krane oder dergl. wird dadurch entbehrlich. Auch die Entfernung
der erfindungsgemäßen Fundamente ist sehr einfach und insbesondere umweltfreundlich.
[0018] Hinsichtlich des Verfahrens zur Errichtung erfindungsgemäß ausgebildeter Fundamente
wird auf die Ansprüche 7 und 8 verwiesen, wobei das anwendungsspezifische Verfahren
nach Anspruch 8 sich als besonders wirkungsvoll erwiesen hat. Der aus der Beton- oder
Asphaltdecke ausgeschnittene Beton- oder Asphaltblock kann zur Erhöhung der erdverfestigenden
Wirkung während des Einvibrierens des Verankerungsabschnitts zusätzlich beschwert
werden mittels eines weiteren bereitgehaltenen Betonblocks oder dergl.
[0019] Vorteilhaft ist bei dem Verfahren nach Anspruch 8 auch noch die Führungsfunktion
des Trennschnitts in der Beton- oder Asphaltdecke für den Verankerungsabschnitt sowie
die stabilisierende Wirkung der Beton- oder Asphaltdecke um den Verankerungsabschnitt
herum.
[0020] Bei dem Verfahren nach Anspruch 8 können zur Erstellung des Hallenbodens auch große
Baugeräte eingesetzt werden, die zumindest nicht durch vorher gesetzte Fundamente
behindert werden. Es ist eine äußerst zügige und exakte Bearbeitung des Hallenbodens
möglich.
[0021] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 ein Fundament mit einem ins Erdreich eingetriebenen Verankerungsabschnitts
in Form eines Vierkant-Hohlprofils mit einem äußeren kragenförmigen Erdverfestigungselement
und einem längs verschieblichen inneren Erdverfestigungselement (Betonklotz) im Schnitt,
Figur 2 einen Schnitt durch den Verankerungsabschnitt gemäß Fig. 1 längs Linie lII-III.
[0022] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 besteht das Fundament für einen Mast
oder dergl. aus einem Verankerungsabschnitt 2 in Form eines Vierkant-Hohlprofils jeweils
gleicher Kantenlänge. Der Verankerungsabschnitt 2 ist in das Erdreich etwa vertikal
einvibriert. Am oberen Ende des Vierkant-Hohlprofils ist ein äußeres Erdverfestigungselement
in Form eines Kragens 4 vorgesehen. Der Kragen 4 ist eine Blechkonstruktion mit einem
Umfangsflansch 6 und an der Unterseite desselben angeschweißten Winkelblechen 7, wobei
insgesamt vier Winkelbleche vorgesehen sind, die im Bereich der Mittellinien der vier
Seiten des Hohlprofils angeordnet sind, derart, daß sie über den Umfang des Hohlprofils
gleichmäßig verteilt sind. Die jeweils oberen, sich waagrecht erstreckenden Schenkel
der Winkelbleche 7 sind an der Unterseite des Umfarigsflansches 6 angeschweißt, während
die anderen, sich etwa vertikal erstreckenden Schenkel der Winkelbleche 7 an der äußeren
Mantelfläche des Hohlprofils bzw. Verankerungsabschnitts 2 befestigt, vorzugsweise
ebenfalls angeschweißt, sind.
[0023] Im Inneren des Verankerungsabschnitts 2 ist ein Erdverfestigungselement in Form eines
Betoneinsatzes 3 längs verschieblich angeordnet, so daß es während des gesamten Einvibrierens
auf das von unten her in das Innere des unten offenen und gezahnt ausgebildeten Verankerungsabschnitts
2 eindringende Erdreich einwirkt. Am oberen Ende des Verankerungsabschnitts 2 ist
eine Entlüftungsöffnung 11 vorgesehen, durch die während des Einvibrierens die oberhalb
des inneren Betoneinsatzes 3 vorhandene Luft entweichen kann, gegebenenfalls mit während
des Einvibrierens entstehendem Betonstaub. Das untere Ende des Verankerungsabschnitts
2 ist, wie bereits ausgeführt, gezahnt bzw. gezackt ausgebildet (vier Zacken an den
vier Ecken des Verankerungsabschnitts), um einen minimalen Erd-Widerstandskegel zu
erhalten und damit den Erdwiderstand beim Einvibrieren zusätzlich zu reduzieren. Das
Gewicht des Betoneinsatzes 3 beträgt zwischen etwa 100 kg bis etwa 300 kg. Dies ist
u. a. abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Der in die Erde eingetriebene bzw. einvibrierte
Verankerungsabschnitt 2 besteht aus hochkorrosionsbeständigem Stahl, z. B. Chromstahl,
der auch gegenüber Erdsäuren etc. beständig ist. Der über der Erdoberfläche angeordnete
Mast oder dergl. besteht vorzugsweise aus einem luftkorrosionsbeständigem Material,
u. a. auch Holz.
[0024] Die inneren und äußeren Erdverfestigungselemente 3 und 4 haben neben ihrer erdverfestigenden
Wirkung zusätzlich den Vorteil, daß eine erhöhte Knickfestigkeit des Fundaments im
oberen Anschlußbereich für den Mast, Stützpfeiler oder dergl. erzielt wird. Insgesamt
stellt sich das beschriebene Fundament als äußerst stabil gegenüber Schwingungen,
Biegebeanspruchungen sowie Zug- und Druckbelastung dar.
[0025] Vorzugsweise ist der Verankerungsabschnitt 2 aus ferritischem Chromstahl mit niedrigem
Kohlenstoffgehalt und mit oder ohne Molybdän-Zusatz hergestellt.
[0026] Das Verhältnis « äußerer Durchmesser des Kragens 4 zu « Kantenlänge des Verankerungsabschnitts
2 liegt zwischen etwa 2 : 1 und 4 : 1.
[0027] Bei hohlzylindrischer Ausführung des Verankerungsabschnitts 2 kann der Außenmantel
desselben mit sich schraubenförmig erstreckenden Nuten oder Rippen versehen sein,
die beim Einvibrieren des Verankerungs-abschnitts in die Erde eine Drehbewegung desselben
um die Längsachse bewirken. Durch diese Drehbewegung wird der in Fig. 1 dargestellte
gezahnte untere Rand des Verankerungsabschnitts 2 nach Art einer Säge wirksam.
[0028] Bei einem konkreten Ausführungsbeispiel beträgt bei einer Länge des Verankerungsabschnitts
2 von 1 000-5 000 mm die Kantenlänge ca. 200-1 500 mm und die Wandstärke etwa 2-10
mm, vorzugsweise 3-6 mm.
[0029] Das Gesamtgewicht des Fundaments nach den Fig. 1 und 2 bewegt sich zwischen etwa
100 bis 2000 kg, je nach Länge, Querschnitt und Blechstärke des Verankerungsabschnitts.
1. Fundament für einen Mast, insbesondere Stahlrohr-Mast, Stützpfeiler, Gleise, schweres
Baugerät oder dergl., mit einem als Hohlprofil ausgebildeten Erd-Verankerungsabschnitt
(2), der an seinem unteren Ende offen ausgebildet und an dessen oberem Ende der Mast
oder dergl. anschließbar ist und der in seinem Inneren ein Erdverfestigungselement
(3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsabschnitt (2) in das Erdreich
eingetrieben, vorzugsweise einvibriert, ist und daß das innere Erdverfestigungselement
gewichtig, vorzugsweise in Form mindestens eines Betoneinsatzes (3) oder einer beschwerten
Stahlkonstruktion, ausgebildet und im Inneren des Verankerungsabschnitts (2) längs
verschieblich gelagert ist, so daß eine Verfestigung der von unten in das Innere des
Verankerungsabschnitts (2) eindringenden Erde während der gesamten Dauer des Eintreibens
bzw. -vibrierens des Verankerungsabschnitts (2) erfolgt.
2. Fundament nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verankerungsabschnitt
(2) an seinem oberen Ende, vorzugsweise von diesem beabstandet, einen äußeren erdverfestigenden
und stabilitäts-erhöhenden Kragen (4) aufweist.
3. Fundament nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Kragen (4) am
Verankerungsabschnitt (2) längs verschieblich angeordnet und mit einem großen Gewicht
(Betonring oder dergl. mit einem Gewicht von etwa 10 bis 250 kg) beschwert ist, so
daß eine Verfestigung des den Verankerungsabschnitt (2) unmittelbar umgebenden Erdreichs
während der gesamten Dauer des Eintreibens bzw. -vibrierens des Verankerungsabschnitts
(2) erfolgt.
4. Fundament nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
der Verankerungsabschnitt (2) und die an diesem befestigten Teile (z. B. äußerer Kragen
4) in an sich bekannter Weise aus korrosionsbeständigem Material, vorzugsweise rostfreiem
Stahl, insbesondere Chromstahl, besteht.
5. Fundament nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen
Ende des Verankerungsabschnitts (2) mindestens eine Entlüftungsöffnung (11) vorgesehen
ist.
6. Fundament nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
von (Länge des Verankerungsabschnitts 2) zu (äußerem Durchmesser eines hohlzylindrischen
Verankerungsabschnitts bzw. größter Breite eines Verankerungsabschnitts 2 mit eckigem,
vorzugsweise quadratischem Querschnitt) zu (Wandstärke des Verankerungsabschnitts)
(1 000-5 000 mm) : (200-1 500 mm) : (2,0-10,0 mm), vorzugsweise
(1 000-5 000 mm) : (200-1 500 mm) : (2,0-6,0 mm)
beträgt.
7. Verfahren zur Errichtung eines Fundaments für Masten, Stützpfeiler, Gleise, schweres
Baugerät oder dergl., gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem der als dünnwandiges
Hohlprofil ausgebildete und mit einem inneren Erdverfestigungselement versehene Erdverankerungsabschnitt
(2) etwa vertikal in das Erdreich einvibriert wird mittels eines am oberen Ende des
Verankerungsabschnitts (2) angeschlossenen, vorzugsweise hochfrequenten, Vibrationsgerätes,
dadurch gekennzeichnet, daß das im Inneren des Verankerungsabschnitts (2) längs verschieblich
angeordnete Erdverfestigungselement (Beton-einsatz 3) zuerst an der Stelle, an der
das Fundament erstellt werden soll, positioniert, dann der als Hohl-profil ausgebildete
und unten offene Verankerungsabschnitt (2) über das Erdverfestigungselement (Beton-einsatz
3) geschoben und schließlich der Verankerungsabschnitt (2) in das Erdreich einvibriert
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7 für die Errichtung von Fundamenten für Stützpfeiler einer
Montagehalle mit betoniertem oder asphaltiertem Boden, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gelände, auf dem die Halle erstellt werden soll, zunächst geebnet, verdichtet
und asphaltiert oder betoniert wird, daß dann an den für die Fundamente vorgesehenen
Stellen die Asphalt-oder Betonschicht entsprechend dem Querschnitt des verwendeten
Verankerungsabschnitts (2) durchtrennt wird, so daß auf diese Weise ein längs verschiebliches
inneres Erdverfestigungselement (Betonblock, Asphaltblock etc.) entsteht, und daß
schließlich der Verankerungsabschnitt (2) mit einem unteren offenen Ende in den Trennschnitt
eingesetzt und in das unter der Beton- oder Asphaltschicht liegende Erdreich einvibriert
wird.
1. A foundation for a mast, more particularly a tubular steel mast, support columns,
rail tracks, heavy building equipment or the like, comprising an earth anchoring portion
(2) in the form of a hollow section open at the bottom end, the mast or the like being
adapted to be connected to its top end, the interior having a soil compacting element
(3), characterised in that the anchoring portion (2) is driven, preferably vibrated,
into the soil and the internal soil compacting element is of weighted construction,
preferably in the form of at least one concrete insert (3) or a weighted steel structure,
and is mounted to be longitudinally displaceable inside the anchoring portion (2)
so that compaction of the soil entering the interior of the anchoring portion (2)
from below takes place during the entire period in which the anchoring portion (2)
is being driven or vibrated into the ground.
2. A foundation according to claim 1, characterised in that the anchoring portion
(2) has an external soil-compacting and stability-increasing collar (4) at its top
end, preferably spaced therefrom.
3. A foundation according to claim 2, characterised in that the outer collar (4) is
disposed to be longitudinally displaceable on the anchoring portion (2) and is loaded
by a heavy weight (a concrete ring or the like having a weight of about 10 to 250
kg), so that compaction of the soil immediately surrounding the anchoring portion
(2) takes place for the entire period during which the anchoring portion (2) is being
driven or vibrated into the ground.
4. A foundation according to any one of claims 1 to 3, characterised in that at least
the anchoring portion (2) and the parts (e.g. outer collar 4) secured thereto consist,
in known manner, of corrosion-resistant material, preferably stainless steel, more
particularly chrome steel.
5. A foundation according to any one of claims 1 to 4, characterised in that at least
one venting aperture (11) is provided at the top end of the anchoring portion (2).
6. A foundation according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the ratio
of (the length of the anchoring portion 2) to (the outside diameter of a hollow cylindrical
anchoring portion or the maximum width of an anchoring portion 2 having an angular,
preferably a square, cross-section) to (the wall thickness of the anchoring portion)
is :
(1,000-5,000 mm) : (200-1,500 mm) : (2.0-10.0 mm), preferably :
(1,000-5,000 mm) : (200-1,500 mm) : (2.0-6.0 mm).
7. A method of erecting a foundation for masts, support columns, rail tracks, heavy
building equipment or the like, according to any one of claims 1 to 6, in which the
earth anchoring portion (2) in the form of a thin-walled hollow section having an
internal soil compacting element is vibrated substantially vertically into the soil
by means of a preferably high-frequency vibration device connected to the top end
of the . anchoring portion (2), characterised in that the soil compacting element
(concrete insert 3) disposed to be longitudinally displaceable inside the anchoring
portion (2) is first positioned at the place where the foundation is to be erected,
whereupon the anchoring portion (2) constructed as a hollow section and open at the
bottom is pushed over the soil compacting element (concrete insert 3) and finally
the anchoring portion (2) is vibrated into the soil.
8. A method according to claim 7, for erecting foundations for support columns for
a prefabricated hall having a concreted or asphalted floor, characterised in that
the land on which the hall is to be erected is first levelled, compressed and ashphalted
or concreted, whereupon at the places intended for the foundations the asphalt or
concrete layer is severed to correspond to the cross-section of the anchoring portion
(2) so that a longitudinally displaceable internal soil compacting element (concrete
block, asphalt block, etc.) is formed in this way, and in that finally a bottom open
end of the anchoring portion (2) is inserted into the severing cut and is vibrated
into the soil beneath the concrete or asphalt layer.
1. Fondation pour poteau, en particulier poteau tubulaire en acier, pilier de soutènement,
voie ferrée, engin de construction lourd ou objets semblables, comportant une partie
d'ancrage dans le sol (2) formée d'un profilé creux qui est ouverte à son extrémité
inférieure, à l'extrémité supérieure de laquelle le poteau ou l'objet semblable peut
être fixé, et qui présente à l'intérieur un élément de consolidation du sol (3), caractérisée
par le fait que la partie d'ancrage (2) est enfoncée dans le sol, de préférence par
vibration, et que l'élément intérieur de consolidation du sol est lourd et de préférence
formé d'au moins un élément en béton (3) ou une construction en acier alourdie et
est monté mobile longitudinalement à l'intérieur de la partie d'ancrage (2), de sorte
qu'une consolidation du sol qui pénètre d'en bas dans la partie d'ancrage (2) a lieu
pendant toute la durée d'enfoncement de cette dernière.
2. Fondation selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la partie d'ancrage
(2) présente à son extrémité supérieure, de préférence à une certaine distance de
celle-ci, un collet extérieur (4) qui consolide le sol et augmente la stabilité.
3. Fondation selon la revendication 2, caractérisée par le fait que le collet extérieur
(4) est monté mobile longitudinalement sur la partie d'ancrage (2) et est alourdi
par un poids lourd (anneau en béton ou élément semblable pesant environ 10 à 250 kg),
de sorte qu'une consolidation du sol qui entoure directement la partie d'ancrage (2)
a lieu pendant toute la durée d'enfoncement de cette dernière.
4. Fondation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait qu'au
moins la partie d'ancrage (2) et les éléments fixés à elle (par exemple collet extérieur
4) sont, de façon connue en soi, en matière résistant à la corrosion, de préférence
en acier inoxydable, en particulier en acier ou chrome.
5. Fondation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait qu'à l'extrémité
supérieure de la partie d'ancrage (2) est prévu au moins un trou évent (11).
6. Fondation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que la
longueur de la partie d'ancrage (2), le diamètre extérieur d'une partie d'ancrage
cylindrique creuse ou la plus grande largeur d'une partie d'ancrage (2) de section
polygonale, de préférence carrée, et l'épaisseur de la paroi de la partie d'ancrage
sont dans les proportions
1 000 à 5000 mm : 200 à 1 500 mm 2,0 à 10,0 mm, de préférence
1 000 à 5 000 mm : 200 à 1 500 mm 2,0 à 6,0 mm.
7. Procédé de réalisation d'une fondation pour poteaux, piliers de soutènement, voies
ferrées, engins de constructions lourds ou objets semblables selon l'une des revendications
1 à 6, dans lequel la partie d'ancrage dans le sol (2), formée d'un profilé creux
à paroi mince et pourvue d'un élément intérieur de consolidation du sol, est enfoncée
à peu près verticalement dans le sol par vibration au moyen d'un vibrateur de préférence
à haute fréquence monté à l'extrémité supérieure de la partie d'ancrage (2), caractérisé
par le fait que d'abord, l'élément de consolidation du sol (élément en béton 3) placé
mobile longitudinalement à l'intérieur de la partie d'ancrage (2) est placé à l'endroit
où la fondation doit être réalisée, ensuite, la partie d'ancrage (2), formée d'un
profilé creux et ouverte en bas, est glissée sur l'élément de consolidation du sol
(élément en béton 3), et enfin, la partie d'ancrage (2) est enfoncée dans le sol par
vibration.
8. Procédé selon la revendication 7 pour la réalisation de fondations pour des piliers
de soutènement d'un hall de montage à sol bétonné ou asphalté, caractérisé par le
fait que d'abord, le terrain sur lequel le hall doit être construit est nivelé, compacté
et asphalté ou bétonné, ensuite, aux endroits prévus pour les fondations, la couche
d'asphalte ou de béton est coupée d'après la section de la partie d'ancrage (2) utilisée,
de sorte qu'il est formé un élément intérieur de consolidation du sol (bloc de béton,
bloc d'asphalte, etc.) mobile longitudinalement et enfin, la partie d'ancrage (2)
est engagée par une extrémité inférieure ouverte dans la coupure et enfoncée par vibration
dans le sol situé sous la couche de béton ou d'asphalte.
