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EP 0 080 210 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.1988 Patentblatt 1988/23 |
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Anmeldetag: 24.11.1982 |
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Munition, vorzugsweise für Maschinenkanonen, mit einem einen Leuchtspursatz aufweisenden
Geschoss, dessen letale Reichweite beim Verfehlen eines Zieles begrenzt ist
Tracer projectile, preferably for machine guns, with range reducing device
Projectile, de préférence pour canon à répétition, du type traceur à portée limitée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
25.11.1981 DE 3146645
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.1983 Patentblatt 1983/22 |
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Patentinhaber: Rheinmetall GmbH |
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40880 Ratingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Bethmann, Karl Wilhelm, Dipl.-Ing.
D-4130 Moers 1 (DE)
- Theis, Ulrich, Dr.-Ing. Dipl.-Phys.
D-4330 Mülheim/Ruhr (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 3 105 060 GB-A- 2 010 452 NL-A- 8 200 221
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FR-A- 476 363 GB-A- 2 089 946
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein unterkalibriges Geschoß nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Ein gattungsgleicher Gegenstand, vorzugsweise für Übungszwecke, ist bekannt aus der
GB-A-2 010 452. Er besteht aus einem Geschoßkörper mit einem vorderen, einem mittleren
und einem ein Stabilisierungsleitwerk tragenden hinteren Teil. Durch achsfluchtende
Zapfen und Bohrungen sind zwei Verbindungsbereichte definiert. Jeder Verbindungsbereich
weist in der Umfangsfläche ein hülsenförmiges Verbindungsmittel auf, dessen Werkstoff
unter Wärmeübergang - hier durch Reibung der vorbeiströmenden Luft - seine Festigkeit
und damit seine verbindende Eigenschaft verliert. Durch Lösen der betreffenden Teile
zerfällt das betreffende Geschoß, wobei die Teile auf einer jeweiligen instabilen
Flugbahn zu Boden fallen.
[0003] Dieses Geschoß ist aufwendig zu fertigen. Dies wird besonders augenfällig bei einem
Geschoß mit einem für Drallstabilisierung üblichen Länge/Durchmesser-Verhältnis. Außerdem
ist ein Einfluß unterschiedlicher atmosphärischer Verhältnisse auf das Verhalten der
Verbindungsmittel wahrscheinlich und damit nicht auszuschließen, daß die Länge der
stabilen Flugbahn Schwankungen unterworfen ist. Diese dürften sich beim Übergang zu
kleineren Kalibern, wie sie bei Maschinenkanonen üblich sind, besonders störend bemerkbar
machen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgleiches Geschoß zu schaffen,
welches sich durch weniger aufwendige Fertigung und wesentlich verminderten Störeinfluß
der atmosphärischen Verhältnisse auszeichnet und sich für Maschinenkanonen eignet.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Lehre nach dem Patentanspruch 1 mit den in seinem
kennzeichnenden Teil angegebenen erfinderischen Merkmalen.
[0006] Die weiteren Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungslehren, wobei es sich
als besonders vorteilhaft erweist, daß keine Beschränkungen in Abhängigkeit von der
Gestaltung des Geschosses für Drall- oder Flügelstabilisierung bestehen.
[0007] Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele näher
erläutert.
[0008] Es zeigen:
Fig.1 ein drallstabilisiertes Unterkalibergeschoß im Aufriß,
Fig. 1a den Heckteil des Geschosses nach Fig. 1 mit der Erfindung im längsaxialen
Schnitt in größerer Darstellung,
Fig. 2 den Gegenstand im Querschnitt nach der Linie 11 - II in Fig. 1a,
Fig. 3 ein flügelstabilisiertes Unterkalibergeschoß im Aufriß und
Fig. 3a den Heckteil des Geschosses nach Fig. 3 mit der Erfindung, teilweise längsaxial
geschnitten in größerer Darstellung.
[0009] Gemäß Fig. 1 und Fig. 2 weist ein Heckteil 11 eines Geschoßkörpers 10 eines drallstabilisierten
Geschosses nach Fig. 1 mit einer Umfangsfläche 12 und einer Heckfläche 14 eine rückseitige
Bohrung 16 mit einer Umfangsfläche 18 und einer vorderseitigen Stirnfläche 20 auf.
In letzterer ist im Bereich einer zentralen Längsachse A eine trichterförmige Zentrierbohrung
22 im Geschoßkörper 10 angeordnet. Ein im wesentlichen kreiszylindrischer Stabilisierungskörper
24 weist eine rückweitige Umfangsfläche 26 und eine konkave Heckfläche 28 auf. Zwischen
einer vorderseitigen Abdrehung 32 und der rückseitigen Umfangsfläche 26 ist eine radiale
Stufe 30 vorgesehen. Eine vorderseitige Stirnfläche 34 des Stabilisierungskörper 24
weist einen Zentriervorsprung 40 mit einer zentralen Bohrung 42 auf. Der Zentriervorsprung
40 paßt sich der Zentrierbohrung 22 an. Der Stabilisierungskörper 24 weist einen sich
längsaxial zwischen dem Absatz 30 und der Stirnfläche 34 erstreckenden Mantel 36 mit
drei radial nach außen gegen die Umfangsfläche 18 vorstehenden Zentrierrippen 38 auf.
Ein jeweiliger Raum zwischen einer Umfangsfläche 39 und der rückseitigen Umfangsfläche
26 des Mantels 38 und der Umfangsfläche 18 der Bohrung 16 sowie den beiden worderseitigen
Stirnflächen 20 und 24 dient einer Kreisringscheibe 54 und einem kreiszylindrischen
Hohlkörper 52 eines Leuchtspursatzes 50 als Aufnahme. Den Vorsprung 40 umfängt eine
Kreisringscheibe 56 einer noch zu erörtenden Substanz, die mit einer Zylinderfläche
55 der Kreisringscheibe 54 in engem Kontakt steht. Der kreiszylidrisch Hohlkörper
52 wird im betreffenden Bereich durch die Zentrierrippen 38 unterbrochen. Den heckseitigen
Abschluß des Leuchtspursatzes 50 bildet ein Teil 51, das einen Raum zwischen der Heckfläche
28 und einem in der Heckfläche 14 liegenden Rand der Bohrung 16 ausfüllt. In der zentralen
Bohrung 42 ist ein Draht 48 in gewendelter Form untergebracht, der mit einem vorderen
Ende an einer Stelle 44 am Geschoßkörper 10 und mit einem hinteren Ende an einer Stelle
46 am Stabilisierungskörper 24 befestigt ist.
[0010] Gemäß Fig. 3a weist ein Geschoßkörper 60 eines flügelstabilisierten unterkalibrigen
Geschosses nach Fig. 3 ein Heckteil 62 mit einer Umfangsfläche 61 und mit einem zentral
axialen Trägerfortsatz 64 vergleichsweise geringen Durchmessers auf. Eine Ausdrehfläche
64 verbindet über einen Entlastungsradius 68 die Umfangsfläche 61 mit einem Außengewinde
70 des Trägerfortsatzes 64. Letzteren umschließt - durch Gewinde formschlüssig - eine
doppelwandige Büchse 72 kreiszylindrischen Querschnitts. Eine Vorderwand 74 verbindet
eine Innenwand 78 mit einer Außenwand 80, wobei sich eine äußere Vorderfläche 76 der
Vorderwand 74 der Ausdrehfläche 64 anschmiegt. Die Umfangsfläche 80 der Büchse 72
ist auf nicht näher dargestellte Weise mit einer dünnwandigen Hülse 86 verbunden,
welche mit an ihr befestigten Stabilisierungsflügeln 88 ein Stabilisierungsleitwerk
87 bildet. Ein Hohlraum 84 zwischen einander zugewandten Fläche der Innen- 78 und
der Außenwand 80 der Büchse 72 dient einem Leuchtspursatz 92 als Aufnahme, welcher
sich von der Vorderwand 74 bis zu einer Heckfläche 90 erstreckt,
[0011] Die Wirkungsweise der Erfindung sei zunächst an dem drallstabilisierten Geschoß nach
den Figuren 1, 1a und 2 erläutert:
[0012] Beim Abfeuern wird auf nicht näher zu erörternde Weise der Leuchtspursatz 50 im Bereich
der Heckfläche 14 gezündet. Mit dem Teil 51 brennt auch der den Stabilisierungskörper
24 umschließende Teil 52 ab. Sobald der Abbrand des Leuchtspursatzes 50 bis zum Absatz
30 fortgeschritten ist, beginnt die Erwärmung des Mantels 36 mit dessen Zentrierrippen
38. Der Mantel 36 besteht aus einem Werkstoff, dessen Festigkeit sich durch die Einwirkung
der beim Abbrand des Leuchtspursatzes 50 freiwerdenden Wärme drastisch verändert.
Besteht der Mantel 36 aus einer entsprechenden Magnesiumlegierung, so verliert er
seine Festigkeit infolge chemischer Umsetzung, d. h. vorzugsweise durch heftige Oxydation,
welche einem Verbrauch durch Abbrand entspricht. Der Stabilisierungskörper 24 - er
besteht vorteilhafterweise ebenso wie der Geschoßkörper 10 zum Verbessern der Durchschlagsleistung
aus einem Werkstoff hoher Dichte, beispielsweise einer Sinterlegierung mit hohem Anteil
an Wolfram oder abgereichertem Uran verliert nehmend seine Festlegung in der Bohrung.
Ein entgegen der Flugrichtung 58 des Geschosses in Richtung des Pfeils 59 vorhandener
Sog wirkt auf die konkave Heckfläche 28 des Stabilisierungskörpers 24. Zusätzlich
wird beim Reaktionsübergang von dem Teil 54 des Leuchtspursatzes 50 auf die Substanz
56 aus dieser eine größere Gasmenge frei, die größtenteils auf die Stirnfläche 20
des Geschoßkörpers 10 und die Stirnfläche 34 des Stabilisierungskörpers 24 drückt
und letzteren dabei in Richtung des Pfeils 59 axial verschiebt. Vorderseitige Druck-
und rückseitige Sogwirkung lassen den Stabilisierungskörper 24 aus der Bohrung 16
heraustreten. Dabei bleibt über den sich abwickelnden Draht 48 die Verbindung zwischen
dem Geschoßkörper 10 und dem Stabilisierungskörper 24 bestehen. Das betreffende System
wird bei diesem Vorgang ballistisch instabil 1, verläßt seine Flugbahn und fällt nach
unten. Auf diese Weise wird die letale Reichweite des betreffenden Fluggeschosses
begrenzt. Der Abbrand des Leuchtspursatzes 50 und der Verbrauch des Mantels 36 sind
vorteilhafterweise in weiten Grenzen zeitlich vorgebbar, so daß eine kontrollierte
Begrenzung der letalen Reichweite auf einfache und zuverlässige Weise gegeben ist.
Die zeitliche Einstellbarkeit der Destabilisierung der Flugbahn richtet sich dabei
nach der vorgegebenen Kampfentfernung. Innerhalb derselben bleibt das System stabil,
so daß beim Auftreffen auf ein Ziel die gesamte Masse aus Geschoß- und Stabilisierungskörper
wirksam wird. Erst beim Überschreiten der Kampfentfernung durch Verfehlen des Zieles
kommt es zu der beschriebenen Destabilisierung mit der die Reichweite des Geschosses
begrenzenden Wirkung.
[0013] Die Wirkungsweise der Erfindung an einem flügelstabilisierten Geschoß nach der Fig.
3 und 3a wird nachstehend beschrieben:
[0014] Das Anzünden des Leuchtspursatzes 92 erfolgt abfeuerungsweise im Bereich der Heckfläche
90. Die beim Abbrand bei hoher Temperatur freiwerdende große Wärmemenge geht so wohl
auf die Innen- 78 wie auch Außenwand 80 der Büchse 72 über. Während über die Außenwand
80, die Hülse 86 und die Stabilisierungsflügel 88 eine weitgehende Abführung der Wärme
an die Umgebung möglich ist, entsteht im Bereich der Innenwand 78 ein starker Wärmestau.
Hierdurch kommt es zur Erweichung des Werkstoffs der Innenwand 78. Sobald der Abbrand
des Leuchtspursatzes 92 weit genug fortgeschritten ist, geht folglich der Formschluß
zwischen der Büchse 72 und dem Trägerfortsatz 64 verloren. Das Stabilisierungsleitwerk
87 trennt sich in Richtung eines Pfeils 96 entgegen der Flugrichtung 94 vom Geschoßkörper
60 und führt dessen unmittelbarem Instabilwerden, so daß er seine ursprüngliche Flugbahn
verläßt und nach unten fällt. Ober die zeitliche Einstellbarkeit der Destabilisierung
gilt analog die im Zusammenhang mit dem Geschoß nach den Figuren 1a und 2 gegebene
Beschreibung.
[0015] Da die Stabilisierungsflügel üblicherweise eine geringe Anstellung zum Erzeugen einer
leichten Ausgleichsdrehung aufweisen, wird hierdurch die Abtrennung vom Geschoß gemäß
der Erfindung zusätzlich begünstigt.
[0016] Bei vorgeschlagenen Lösungen soll eine Zerlegerladung nach einer vorgegebenen Zeit
über einen Leuchtspursatz initiiert werden. Dabei ergeben sich erhebliche Nachteile:
die Zerlegerladung kann bereits im Rohr betätigt werden und hierdurch das Waffensystem
empfindlich schädigen oder unbrauchbar machen. Die Zerlegerladung bedarf einer zentralaxialen
Bohrung zu ihrer Aufnahme. Diese Bohrung mindert die Durchschlagsleistung des Geschosses
bei gepanzerten Zielen. Um ausreichende Wirkung zu gewährleisten, muß die Zerlegerladung
eine bestimmte Mindestgröße aufweisen. Hierdurch wird die Dichte des Geschosses beeinträchtigt.
[0017] Sämtliche aufgezählten Nachteile werden durch die Erfindung mit Sicherheit vermieden.
Selbst bei einem fehlerhaften Leuchtspursatz verläßt das Gesamtgeschoß das Rohr und
das Waffensystem bleibt einsatzbereit.
1. Geschoß mit einem Geschoßkörper (10; 60), einem Stabilisierungselement (24; 87)
und einem Verbindungsmittel (36; 72) aus einem Werkstoff, welcher unter Wärmeübergang
auf ihn seine Festigkeit und damit seine verbindende Eigenschaft verliert, so daß
das Geschoß durch Lösen wenigstens eines Teils (24; 87) aus seiner ursprünglichen
Position instabil und hierdurch seine letale Reichweite begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Geschoßkörper (10; 60) im wesentlichen einstückig gestaltet ist und das Verbindungsmittel
(36: 72), welches das Stabilisierungselement (24: 87) mit dem Geschoßkörper (10; 60)
verbindet, mit einem Leuchtspursatz (50; 92) zum Übergang dessen Reaktionswärme in
unmittelbarem Kontakt steht.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stabilisierungselement
(24) als rotaionssymmetrischer Körper mit einem ihn umgebenden Mantel (36) mit Zentriemitteln
(38) in einer heckseitigen Bohrung (16) des Geschoßkörpers (10) als Aufnahme für den
Leuchtspursatz (50) derart angeordnet ist, daß der Mantel (36) als Verbindungsmittel
von dem Leuchtspursatz (50) umschlossen ist und ein zweites Verbindungsmittel (48)
vorgesehen ist, welches dem Stabilisierungselement (24) das Ablösen aus der ursprünglichen
Position unter Aufrechterhaltung der Verbindung mit dem Geschoßkörper (10) gestattet.
3. Geschoß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Verbindungsmittel
(48) als Draht ausgebildet ist.
4. Geschoß nach Anpruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Zentrierbohrung (22) in
einer vorderseitigen Stirnfläche (22) der Bohrung (16) und einen mit dieser korrespondierenden
Zentriervorsprung (40) auf einer vorderseitigen Stirnfläche (34) des Stabilisierungselements
(24).
5. Geschoß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentriervorsprung
(40) als Aufnahme für den Draht (48) und dessen rückendige Befestigung bei (46) mit
dem Stabilisierungselement (24) ausgebildet und in der Zentrierbohrung (22) des Drahtes
(48) vorderendige Befestigung bei (44) mit dem Geschoßkörper (10) vorgesehen ist.
6. Geschoß nach einem der Ansprüche 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine konkave Heckfläche
(28) des Stabilisierungselements (24).
7. Geschoß nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtspursatz
(50) das Stabilisierungselement (24) heckseitig voll bedeckt.
8. Geschoß nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtspursatz
(50) einen Kreisringteil (54) aufweist, welcher konzentrisch mit Abstand einer Innenfläche
(55) von einer Außenfläche des Zentriervorsprungs (40) den Außenbereich der vorderseitigen
Stirnfläche (34) des Stabilisierungselements (24) bedeckt und einen Körper (56) umschließt,
aus dessen Substanz beim Übergang der Reaktionswärme aus dem Leuchtspursatz (50, 54)
eine Gasmenge frei wird, welche sowohl auf die Fläche (20) in der Bohrung (16) wie
auch auf die Stirnfläche (34) des Stabilisierungselements (24) zum Begünstigen dessen
Ablösung aus der ursprünglichen Position drückt.
9. Geschoß nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Werkstoff sowohl des Geschoßkörpers (10; 60) wie auch des Stabilisierungselements
(24) durch eine hohe Dichte auszeichnet.
10. Geschoß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das Stabilisierungselement ist als Stabilisierungsleitwerk (87) ausgebildet,
b) das Verbindungsmittel ist als rotaionssymmetrische Büchse (72) mit einer Innenwand
(78), einer Außenwand (80) und einer vorderseitigen Verbindungswand (74) mit einem
Hohlraum (84) als Aufnahme für den Leuchtspursatz (92) ausgebildet,
c) mit einem Innengewinde ist die Büchse (72) mit einem Außengewinde (70) eines Trägerfortsatzes
(64) am Heck des Geschoßkörpers (60) formschlüssig verbunden und
d) eine Außenumfangsfläche (80) der Büchse (72) trägt eine dünnwandige Hülse (86)
mit an letzterer befestigten Stabilisierungsflügeln 88).
1. Projectile with a projectile body (10, 60), a stabilizing element (24, 87) and
a connection means (36, 72), formed of a material which, under the effect of heat
transfer thereto, loses its strength and thus its connective property so that the
projectile, by the detachment of at least one part (24, 87) from its original position
becomes unstable whereby the lethal range becomes limited, characterized by the fact
that the projectile body (10, 60) comprises mainly one single piece and the connection
means (36, 72) by which the stabilizing element (24, 87) is secured to the projectile
body (10, 60) is in direct contact with a tracer composition (50, 92) for the transference
of the reaction heat.
2. Projectile in accordance with Claim 1, characterized by the fact that the stabilizing
element (24) is positioned, as a rotationally symmetrical body, with a casing (36)
surrounding it, with centering means (38) in a rear boring (16) of the projectile
body (10), in order to receive a tracer (50) in such a way that the casing (36), as
a connection means, is surrounded by the tracer (50), a second connection means (48)
being provided which enables same to be detached from the original position while
maintaining the connection with the projectile body (10).
3. Projectile in accordance with Claim 2, characterized by the fact that the second
connection means (48) takes the form of a wire.
4. Projectile in accordance with Claim 2 or 3, characterized by a centering bore (22)
in a front end surface (22) of the bore (16) and by a centering projection (40) corresponding
thereto and provided on a front end surface (34) of the stabilizing element (24).
5. Projectile in accordance with Claim 3 or 4, characterized by the fact that the
centering projection (40) is constructed as a receiver for a wire (48) and the rear
securing means therefor (46) on the stabilizing element (24), and in the centering
bore (22) of the wire (48) there is provided at (44) a front securing means to the
projectile body (10).
6. Projectile in accordance with any one of Claims 2 to 5, characterized by a concave
tail surface (28) of the stabilizing element (24).
7. Projectile in accordance with any one of Claims 2 to 6, characterized by the fact
that the rear part of the stabilizing element (24) is completely covered by the tracer
composition (50).
8. Projectile in accordance with any one of Claims 2 to 7, characterized by the fact
that the tracer composition has a circular annular portion (54) which concentrically,
with a distance between an inner surface (55) and an outer surface of the centering
projection (40), covers the outer zone of the front end surface (34) of the stabilizing
element (24), and surrounds a body (56) from the bulk of which, on the transference
of the reaction heat from the tracer composition (50, 54), a quantity of gas is released
which acts both on the end surface (20) in the bore (16) and on the end surface (34)
of the stabilizing element (24), in order to assist in detaching it from its original
position.
9. Projectile in accordance with at least one of Claims 1 to 8, characterized by the
fact that the material both of the projectile body (10, 60) and of the stabilizing
element (24) has a high density.
10. Projectile in accordance with Claim 1, characterized by the following features:
(a) the stabilizing element is constructed as a stabilizing tail (87),
(b) the connection means is constructed as a rotationally symmetrical sleeve (72)
with an inner wall (78), an outer wall (80) and a front communicating wall (74), with
a hollow space (84) as a receiver for the tracer composition (92),
(c) by an internal threading the sleeve (72) is interlockingly connected on the form-closed
principle with an external threading (70) of a supporting extension (74) on the tail
of the projectile body (60),
(d) an outer peripheral surface (80) of the sleeve (72) bears a thin-walled casing
(86), with stabilizing fins (88) attached to this latter.
1. Projectile comportant un corps (10 ; 60), un élément de stabilisation (24 ; 87)
et un moyen de liaison (36 ; 72) en une matière qui perd, lorsque la chaleur lui est
transférée, sa rigidité et, par suite, sa capacité de liaison de sorte que le projectile
devient instable par séparation d'au moins un élément (24 ; 87) de sa position initiale
et, par suite, sa portée létale devient limitée, caractérisé en ce que le corps de
projectile (10 ; 60) est réalisé sensiblement en un seul tenant et le moyen de liaison
(36 ; 72) qui relie l'élément de stabilisation (24 ; 87) au corps (10 ; 60) est en
contact direct avec une composition traçante (50; 92) pour le transfert de sa chaleur
de réaction.
2. Projectile selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de stabilisation
(24), réalisé sous la forme d'un corps présentant une symétrie de révolution avec
une enveloppe (36) qui l'entoure, comportant des moyens de centrage (38), est placé
dans un alésage arrière (16) du corps de projectile (10), en tant que logement pour
la composition traçante (50), de telle façon que l'enveloppe (36) est entourée, en
tant que moyen de liaison, par la composition traçante (50) et qu'il est prévu un
second moyen de liaison (48) qui permet à l'élément de stabilisation (24) de quitter
la position initiale en conservant la liaison avec le corps (10).
3. Projectile selon la revendication 2, caractérisé en ce que le second moyen de liaison
(48) est réalisé sous la forme d'un fil métallique.
4. Projectile selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par un alésage de centrage
(22) dans une face frontale antérieure (34) de l'alésage (16) et une saillie de centrage
(40) qui lui correspond, sur une face frontale antérieure (34) de l'élément de stabilisation
(24).
5. Projectile selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la saillie de centrage
(40) est réalisée pour constituer un logement pour le fil métallique (48) et pour
sa fixation a l'extrémité arrière en (46) à l'élément de stabilisation (24), et est
prévue dans l'alésage de centrage (22) pour la fixation du fil métallique (48) par
l'extrémité antérieure en (44) au corps de projectile (10).
6. Projectile selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé par une surface arrière
concave (28) de l'élément de stabilisation (24).
7. Projectile selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que la composition
traçante (50) couvre entièrement à l'arrière l'élément de stabilisation (24).
8. Projectile selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que la composition
traçante (50) comporte un élément annulaire circulaire (54) qui recouvre concentriquement,
avec un intervalle entre une face intérieure (55) et une face extérieure de la saillie
de centrage (40), la zone extérieure de la face frontale antérieure (34) de l'élément
de stabilisation (24) et embrasse un corps (56) de la substance duquel il se dégage,
lors du transfert de la chaleur de réaction de la composition traçante (50, 54), une
quantité de gaz qui exerce une pression à la fois sur la surface (20) dans l'alésage
(16) et sur la face frontale (34) de l'élément de stabilisation (24) pour favoriser
sa séparation de la position initiale.
9. Projectile selon l'une au moins des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
la matière, tant du corps de projectile (10 ; 60) que de l'élément de stabilisation
(24), se caractérise par une densité élevée.
10. Projectile selon la revendication 1, caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) l'élément de stabilisation est réalisé sous la forme d'un empennage de stabilisation
(87);
b) le moyen de liaison est réalisé sous la forme d'une douille (72) présentant une
symétrie de révolution, comportant une paroi intérieure (78), une paroi extérieure
(80) et une paroi de liaison antérieure (74) avec une cavité (84) constituant un logement
pour la composition traçante (92);
c) par un taraudage, la douille (72) est reliée avec concordance de forme à un filetage
(70) d'une saillie de support (64) située à l'arrière du corps de projectile (60),
et
d) une surface périphérique extérieure (80) de la douille (72) supporte un manchon
à paroi mince (86) avec des ailes de stabilisation (88) fixées à ce dernier.