[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Bedrucken von Quittungsformularen oder
dergleichen entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Derartige Einrichtungen dienen beispielsweise dazu, Formulare von ganz bestimmtem
Format, also beispiels- .weise Euroschecks, mit bestimmten Druckvermerken zu versehen.
Das Formular wird im allgemeinen von Hand in die Aufnahme eingeschoben, bis es an
einem Anschlag anliegt; auf diese Weise ist gewährleistet, daß das Formular immer
exakt in der vorgesehenen, durch den Anschlag bestimmten Zeile bedruckt ist. Es muß
jedoch als Nachteil der bisher bekannten Einrichtungen angesehen werden, daß diese
jeweils nur einzeilig drucken können.
[0003] Bei einer bekannten Einrichtung der gattungsgemäßen Art ist der Anschlag jedoch verstellbar,
d. h. die Einrichtung kann durch eiren mehr oder weniger aufwendigen Umrüstvorgang
an eine andere Zeilenhöhe angepaßt werden (DPR 502N der Firma TEC). Auch diese Konstruktion
erlaubt jedoch jeweils nur einzeiliges Drucken. Wenn eine Reihe von Formularen mehrzeilig
bedruckt werden soll, müssen die Formulare nacheinander mehrfach die Druckeinrichtung
durchlaufen; vor jedem neuen Durchlauf muß diese umgerüstet werden, was sehr aufwendig
ist.
[0004] Da die Formulare von Hand in die bekannte Einrichtung eingelegt und wieder herausgenommen
werden, können sie jeweils nur soweit in die Aufnahme eingeschoben werden, daß ein
ausreichender Greifrand herausschaut. Dadurch geht immer ein Teil des Formulars im
oberen Bereich als zu bedruckende Fläche verloren, so daß die Einrichtung für bestimmte
Formulare überhaupt nicht brauchbar ist.
[0005] Ein weiterer Nachteil der bekannten Einrichtung wird darin gesehen, daß eine ausreichende
Führung und Halterung des Formulars nicht gegeben ist, da dieses nur lose gegen den
unteren Anschlag bzw. seitliche Anlageflächen anliegt. Insbesondere bei Formularen
von geringerer als vorgesehener Breite ist die Führung so schlecht, daß beim Druckvorgang,
vor-allem bei außer- .mittigem Druck, die Gefahr des Schiefziehens besteht.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung der gattungsgemäßen Art mit einfachen
Mitteln so zu verbessern, daß sie ein mehrzeiliges Bedrucken auch mit einzeiligem
Druckwerk erlaubt, daß auch ein Bedrucken des Kopfbereiches des Formulars möglichist
und daß das Formular unabhängig vom Format während des Druckvorganges präzise gehalten
und geführt wird.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 enthaltenen
Merkmale gelöst.
[0008] Das Formular wird nach dem Einlegen in die Aufnahme durch die Vorschubeinrichtung
erfaßt und nacheinander in die verschiedenen Zeilenstellungen verschoben. Während
des Einziehens und Ausschiebens wird das Formular von der Vorschubeinrichtung festgehalten,
so daß es sich sowohl beim Druckvorgang als auch bei der Positionierung nicht verschieben
kann. Das gilt auch dann, wenn das Formular etwa eine geringere Breite aufweist als
die durch evtl. vorhandene Seitenanlagen bestimmte Breite.
[0009] Die Steuerung der Vorschubeinrichtung erfolgt durch ein mechanisches Steuergetriebe,
d. h. also zwangsläufig, so daß die durch die Konstruktion bzw. Auslegung der Einrichtung
vorgesehenen Zeilen bei jedem Formular stets exakt reproduziert werden.
[0010] Die erfindungsgemäße Konstruktion erlaubt auch das Bedrucken des Kopfbereiches des
Formulars, da dieses beliebig weit in die Aufnahme eingezogen werden kann. Nach dem
Druckvorgang wird das Formular jedenfalls wieder in seine Anfangsstellung gebracht,
wo es ohne weiteres von Hand ergriffen und entnommen werden kann.
[0011] Nach einem Merkmal der Erfindung ist die Vorschubeinrichtung als verschiebbar im
Gehäuse gelagerter, mit einem hin- und herschwingenden Schwingantrieb verbundener
Schlitten ausgebildet. Das Formular wird in geeigneter, weiter unten näher beschriebener
Weise auf diesem Schlitten festgeklemmt und mit diesem bewegt. Es hat sich gezeigt,
daß diese Ausbildung der Vorschubeinrichtung den in der Drucktechnik allgemein bekannten
Rollenvorschüben bezüglich der Führung des Formulars überlegen ist. Insbesondere tritt
keinerlei Schiefziehen und kein Schlupf auf. Außerdem ist die für Rollenvorschübe
typische Gefahr eines Abriebes der Rollen und dadurch verursachter Fehlfunktionen
vermieden.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Schwingantrieb
wenigstens ein schwingendes Zahnsegment aufweist, welches in wenigstens eine am Schlitten
ausgebildete Zahnstange eingreift. Um ein Verkanten des Schlittens auszuschließen
und eine absolute Parallelführung zu gewährleisten, sind vorzugsweise zwei parallel
zueinander verlaufende Zahnstangen vorgesehen, denen jeweils ein Zahnsegment zugeordnet
ist. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Schlitten mit
wenigstens einer gegen eine Anlagefläche des Schlittens anliegenden Blattfeder als
Klemmung für das Formular versehen ist und daß an der Blattfeder ein Abhebestift angeordnet
ist, welcher durch eine von der Zahnstangenrückseite her in den Verzahnungsbereich
ver- , laufende Bohrung in eine Zahnlücke ragt und durch einen Zahn des Zahnsegmentes
in der der Anfangsstellung des Schlittens entsprechenden Stellung im Sinne eines Abhebens
der Feder verschoben wird. Wenn das Formular nach dem Druckvorgang wieder in seine
Anfangsstellung ausgeschoben wird, wird auf diese Weise die Klemmung gelöst und das
Formular zur Entnahme freigegeben.
[0013] Das Steuergetriebe umfaßt erfindungsgemäß eine Kurvenscheibe mit einer geschlossenen,
etwa herzkurvenförmigen Steuerkurve, wobei in die Steuerkurve ein mit einem Schwinghebel
verbundener Steuerstift eingreift und der Schwinghebel auf einer Schwingachse befestigt
ist, die mit dem Schwingantrieb der Vorschubeinrichtung verbunden ist. Die Steuerkurve
weist erfindungsgemäß zwei getrennte Bereiche auf, nämlich einen ersten, der Einzugsbewegung
des Schlittens entsprechenden Bereich sowie einen zweiten, der Ausschiebebewegung
des Schlittens entsprechenden Bereich, die bei jedem Druckvorgang nacheinander durchlaufen
werden. Während der Einzugsbewegung dreht sich die Kurvenscheibe kontinuierlich, bis
der Schlitten seine untere, vollständig eingezogene Stellung inne hat. Die
Ausschiebebewegung erfolgt dagegen diskontunierlich von Zeile zu Zeile und zurück bis
in die Anfangsstellung. Wie weiter vorne schon erwähnt wurde, drückt in dieser Stellung
ein Zahn des Zahnsegmentes auf den Abhebestift und löst auf diese Weise die Klemmung,
so daß das Formular entnommen und ein neues eingelegt werden kann.
[0014] Um das neue Formular wieder zu klemmen, muß der Abhebestift wieder freigegeben werden.
Dazu ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Schwingachse, die das Zahnsegment trägt,
längsverschieblich gelagert ist und daß die Kurvenscheibe einen mit dem kurvenseitigen
Ende der Schwingachse zusammenwirkenden Nocken trägt, welcher diese wenigstens zu
Beginn des ersten Bereiches der Steuerkurve verschiebt derart, daß das Zahnsegment
den Abhebestift der Blattfeder freigibt. Erst nach der Freigabe des Abhebestiftes
erfolgt die Einzugsbewegung des Schlittens.
[0015] Das Steuergetriebe umfaßt nach einem Merkmal der Erfindung eine Kupplungseinrichtung,
über die das Steuergetriebe mit dem vorhandenen motorischen Antrieb der Druckeinrichtung
kuppelbar ist. Auf diese Weise kann ein gesonderter Antrieb für den Schlitten entfallen.
Die Kupplungseinrichtung ist vorzugsweise als Schlingfederkupplung ausgebildet. Diese
ist konstruktiv sehr einfach und deshalb preiswert. Zur Betätigung der Kupplungseinrichtung
dient erfindungsgemäß ein Magnetschalter oder dergleichen.
[0016] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Steuergetriebe ein Rastgesperre
auf, wobei die Rastungen jeweils bestimmten Zeilenstellungen der Vorschubeinrichtung
bzw. des Formulars entsprechen. Die Rastklinke des Rastgeperres ist ebenfalls von
dem Magnetschalter betätigbar in der Weise, daß bei Einrücken der Kupplungseinrichtung
die Rastklinke ausrastet. Durch Betätigung des Magnetschalters wird also gleichzeitig
das Rastgesperre freigegeben und die Kupplung eingerückt, so daß das Steuergetriebe
und der damit antriebsverbundene Schlitten die vorgesehene Bewegung ausführt. Durch
Inaktivieren des Magnetschalters wird die Kupplung gelöst und das Steuergetriebe durch
Einrasten der Rastklinke in einer der vorgesehenen Zeilenstellungen präzise abgestoppt.
[0017] Zur Steuerung des motorischen Antriebes sowie des Magnetschalters ist erfindungsgemäß
eine elektronische Steuereinrichtung vorgesehen, die ihrerseits durch den Signalgeber
ansteuerbar ist..
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung einer Druckeinrichtung mit Vorschubeinheit und Steuergetriebe;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorschubeinrichtung in Richtung des Pfeiles II in Fig.
1;
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Ansicht des Steuergetriebes in Richtung des Pfeiles
III Fig. 1;
Fig. 4 das Steuergetriebe gemäß Fig. 3 in einer Seitenansicht in Richtung des Pfeiles
IV in Fig. 1.
[0019] Die in Fig. 1 dargestellte Druckeinrichtung hat einen im wesentlichen konventionellen
Grundaufbau. Zwischen zwei seitlichen Chassiswänden 2 und 4 befindet sich die Formular-Aufnahme
6. Diese wird im vorliegenden Fall im wesentlichen von einer Rückwand 8 sowie der
Schreibwalze 10 gebildet. Das Formular liegt mit der zu bedruckenden Seite gegen die
Rückwand 8, die im Bereich der Schreibwalze 10 für den Durchtritt des hier nicht näher
dargestellten Druckwerkes durchbrochen ist. Zur genauen Zeilenjustierung des Formulares
dient ein Anschlag 12, auf welchem der Scheck aufliegt. Dieser Anschlag 12 kann über
eine Rasteinrichtung 14 in seiner Höhe verstellt werden, so daß unterschiedliche Zeilenhöhen
einstellbar sind. Diese Verstellung des Anschlages 12 braucht hier nicht näher beschrieben
zu werden; es läßt sich jedoch erkennen, daß der Vorgang umständlich ist, da jweils
die hier nicht näher dargestellte Abdeckung der Einrichtung entfernt werden muß. Leitbleche
16 dienen zur Erleichterung der Einführung des Formulares in die Aufnahme 6. An den
Seitenflächen 2 bzw. 4 können schwenkbare Anschläge 18 befestigt werden, von denen
nur einer dargestellt ist. Diese umfassen jeweils um eine Achse 20 schwenkbare Führungsbleche
22, welche in einer eingeschwenkten Lage die Aufnahme 6 seitlich verschließen, in
der dargestellten Lage diese jedoch zur Aufnahme breiterer Formulare-offen lassen.
[0020] Ein in Richtung des Pfeiles 24 verschiebbar gelagerter Scillitten26 ragt mit seinem
oberen Ende in den Bereich der Aufnahme 6. Eine weiter unten genauer beschriebene
Klemmung erfaßt den Scheck, so daß sich dieser mit dem Schlitten 26 verschiebt. Der
Antrieb des Schlittens 26 erfolgt über zwei an diesem ausgebildete Zahnstangen 28,
30, in welche jeweils schwingend gelagerte Zahnsegmente 32, 34 eingreifen. Diese Zahnsegmente
sind auf einer Schwingachse 36 befestigt, welche in den Seitenwänden 2 und 4 drehbar
gelagert und über einen Schwinghebel 38 entsprechend dem Pfeil 40 schwingend angetrieben
wird. Die Schwingachse 36 ist außerdem in Richtung des Pfeiles 42 längs verschiebbar,
so daß die Zahnsegmente 32, 34 in den zugeordneten Zahnstangen 28, 30 seitlich verschoben
werden, mit diesen aber stets im Eingriff bleiben. Der Antrieb des Schwinghebels 38
erfolgt über das mechanische Steuergetriebe 44, welches seinerseits über die Antriebswelle
46 mit dem Antrieb 48 in Verbindung steht.
[0021] Fig. 2 zeigt in vergrößerter Darstellung den Schlitten 26, welcher auf eine herkömmliche
und deshalb nicht näher dargestellte Weise in Richtung des Pfeiles 24 verschiebbar
gelagert ist. Die Gabeln 50, von denen in Fig. 2 nur eine dargestellt ist, werden
auf einer Verbindungsstange 52 geführt. Der Schlitten 26 nimmt in Fig. 2 seine untere
Lage ein, bei der das durch eine gestrichelte Linie dargestellte Formular 5.4 ganz
in die Aufnahme eingezogen ist, so daß das Druckwerk 56 die oberste Zeile drucken
kann (Das Formular hat Standardabmessungen, so daß das Führungsblech 22 in seine heruntergeklappte,
die Aufnahme 6 seitlich verschließende Lage geschwenkt sein kann). Beim Zurückschwenken
der Zahnsegmente 32 und 34 wird der Schlitten 26 nach oben verschoben, wobei er das
Formular 54 mitnimmt. Es ist grundsätzlich möglich, daß das Formular zuerst ganz in
die Aufnahme eingezogen wird und beim Ausschieben zeilenweise bedruckt wird.
[0022] Der Aufbau des Steuergetriebes 44 ist aus den Figuren 3 und 4 zu erkennen. Das gesamte,
zwischen zwei Stegwänden 58, 60 aufgenommene Getriebe ist mittels Abstandsbolzen 62,
64 an der Seitenwand 4 befestigt. In das mit der Antriebswelle 46 verbundene Zahnritzel
66 greift ein mit einer Kupplungswelle 68 verbundenes Zahnrad 70 ein. Auf der Kupplungswelle
68 ist eine Schlingfederkupplung 72 angeordnet, welche durch einen Magnetschalter
74 betätigbar ist. Durch die Schlingfederkupplung 72 kann die Kupplungswelle 68 mit
dem Zahnrad 76 gekuppelt werden, welches seine Drehbewegung über ein Zwischenzahnrad
78 auf ein weiteresZahnrad 80 überträgt, welches seinerseits auf der Kurvenscheibenwelle
84 befestigt ist. Die Kurvenscheibenwelle 82 trägt die Kurvenscheibe 84, die mit einer
geschlossenen, etwa herzförmigen Steuerkurve 86 versehen ist. In die Steuerkurve 86
greift ein mit dem Schwinghebel 38 verbundener Steuerstift 88 ein. Wie insbesondere
Fig. 4 zeigt, weist die Steuerkurve 86 einen ersten Bereich 90 auf, welcher der kontinuierlichen
Einzugsbewegung des Schlittens 26 entspricht sowie einen zweiten Bereich 92, welcher
der zeilenweisen Ausschiebebewegung des Schlittens sowie des damit verbundenen Formulars
entspricht. Wenn sich die Kurvenscheibe 84 in Fig. 4 in Richtung des Pfeiles 95 dreht,
durchläuft der Steuerstift 88 den Bereich 92. Er nimmt dabei nacheinander, ausgehend
von der Pos. a die Positionen b, c, d und e ein. Jede dieser Positionen entspricht
einer Druckzeile. Position e entspricht gleichzeitig der Anfangsstellung des Schlittens,
bei der das Formular entnommen und ein neues eingelegt werden kann. Beim Weiterdrehen
der Kurvenscheibe 84 in der gleichen Drehrichtung durchläuft der Steuerstift den Bereich
90, wobei der Schwinghebel 38 wieder in die Pos. a zurückgeschwenkt, das Formular
also vollständig eingezogen wird.
[0023] Um eine genaue Zeilenpositionierung der Kurvenscheibe 84 sowie des damit verbundenen
Schlittens 26 zu gewährleisten, ist ein Klinkengesperre 94 vorgesehen. Auf einem mit
dem angetriebenen Teil der Schlingfederkupplung 72 verbundenen Teil 96 ist eine Sperrverzahnung
98 ausgebildet, in die eine Sperrklinke 100 eingreifen kann. Die Sperrklinke 100 ist
über einen Hebel 102 um eine Achse 104 drehbar gelagert und wird durch eine Feder
106, welche auf einen mit dem Hebel 102 in Verbindung stehenden Hebel 108 wirkt, in
eingerasteter Stellung gehalten (Fig. 4'). Die Sperrklinke 100 kann durch .den Magnetschaltet
74 entgegen der Kraft der Feder 106 ausgerastet werden, so daß'das Teil 96 eine Drehbewegung
ausführen kann.
[0024] Die Schlingfederkupplung 72 sowie die Sperrklinke 100 werden gleichzeitig durch den
Magnetschalter 74 betätigt derart, daß beim Einkuppeln die Sperrklinke ausgerastet
wird. Die Schlingfederkupplung hat eine 4 x 90° Rastteilung; ein Weiterschalten um
90° entspricht jeweils einer Bewegung des Schwinghebels 38 von einer Position (a,
b usw.) zur nächsten, so daß nach einem Umlauf des Teils 96 die Positionen von a bis
e durchlaufen werden. Zum Einziehen des Schlittens ist entsprechend eine weitere 90°-Schaltbewegung
des Teils 96 erforderlich.
[0025] Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, ist auf der der Schwingachse 36 zugewandten Seite
der Kurvenscheibe 84 ein Nocken 110 angeordnet, welcher mit dem Ende der Schwingachse
36 bzw. dem darauf befestigten, kuppenförmig ausgebildeten Schwinghebel 38 zusammenwirkt.
Dadurch wird die Schwingachse 36 jeweils dann, wenn der Steuerstift 88 den in Fig.
4 mit α bezeichneten Bereich durchläuft, gegen die Kraft der Druckfeder 112 verschoben.
Der Bereich cC zeichnet sich dadurch aus, daß hier die Steuerkurve konzentrisch zur
Kurvenscheibenachse 82 verläuft, so daß der Schwinghebel 38 keine Bewegung macht,
sondern in seiner der Pos. e entsprechenden Lage verbleibt. Wie aus Fig. 2 zu erkennen
ist, ist am Schlitten 26 eine durch eine oder mehrere gekröpfte Blattfedern 114 gebildete
Klemmung angeordnet. Diese liegen federnd gegen den Schlitten an und dienen zum Festhalten
des Formulars 54. Auf jeder Blattfeder ist ein Abhebestift 116 befestigt, welcher
durch eine durch die Zahnstangen 28, 30 verlaufende Bohrung bis in eine Zahnlücke
118 ragt. Wenn die Zahnsegmente 32, 34 den Schlitten 26 aus der in Fig. 2 dargestellten
unteren Lage nach oben verschieben, gelangt jeweils ein Zahn der Zahnsegmente in die
entsprechende Zahnlücke 118 und drückt den Abhebestift 116 nach unten, so daß die
Blattfedern 114 in die gestrichelt dargestellte, abgehobene Lage verschoben werden.
In dieser Lage ist die Klemmung freigegeben, so daß ein Formular 54 entnommen oder
eingelegt werden kann. Durch die anschließende, vorne beschriebene Verschiebebewegung
der Schwingachse 36 werden die Zahnsegmente so weit seitlich verschoben, daß sie die
Abhebestifte 116 freigeben und die Blattfedern 114 infolge ihrer eigenen Federkraft
wieder ihre Klemmstellung einnehmen, so daß das Formular 54 festgehalten wird. Bei
dieser Verschiebebewegung der Zahnsegmente 32, 34 macht der Schlitten 26 noch keine
Bewegung, da der Steuerstift 88 den konzentrischen Steuerkurvenbereich < durchläuft,
wie vorne beschrieben wurde. Am Ende des Bereiches α gelangt der Nocken 110 wieder
außer Eingriff mit dem Schwinghebel 38, die Schwingachse 36 sowie die darauf angeordneten
Zahnsegmente 32, 34 nehmen unter der Wirkung der Druckfeder 112 wieder ihre normale
Lage ein. Beim Weiterdrehen der Kurvenscheibe 84 durchläuft der Steuerstift 88 dann
den an den Bereich α anschließenden Bereich 90 der Steuerkurve, so daß der Schwinghebel
38 in Fig. 4 nach rechts schwingt und der Schlitten 26 seine Einzugsbewegung von der
Pos. e in die Pos. a durchführt. Anschließend erfolgt wiederum die dem Bereich 92
der Steuerkurve 86 entsprechende, zeilenweise Ausschiebebewegung des Schlittens mit
einem Lösen der Klemmung am Ende dieser Bewegung, wie weiter oben beschrieben, so
daß die Einrichtung für eine weitere Druckfolge bereit ist.
[0026] Die Steuerung der gesamten Einrichtung erfolgt in der Weise, daß ein Signalgeber
120, beispielsweise ein mechanischer Fühler oder eine Lichtschranke, meldet, daß ein
Formular eingelegt wurde, und ein entsprechendes Startsignal abgibt. Eine elektronische
Steuereinrichtung 122 steuert den Druckzyklus durch mehrmalige Bestromung des Antriebes
48 sowie des Magnetschalters 74, der seinerseits die Schlingfederkupplung 72 sowie
das Klinkengesperre 94 betätigt. Wie Fig. 1 zeigt, kann der Signalgeber 120 an einem
der Leitbleche 16 angeordnet und z. B. als Lichtschranke ausgebildet sein.
1. Einrichtung zum Bedrucken von Quittungsformularen oder dergl., umfassend ein Gehäuse
mit einer Aufnahme für ein Formular, einem Druckwerk, einer Vorrichtung zur Positionierung
des Formulars in verschiedenen, jeweils unterschiedlichen Druckzeilen entsprechenden
Stellungen, einem motorischen Antrieb zur Betätigung des Druckwerkes sowie einem Signalgeber
zum Erzeugen eines Signals nach Einlegen eines Formulars in die Aufnahme, gekennzeichnet
durch eine Vorschubeinrichtung(Schlitten '26) zum Erfassen des Formulars (54) und
zum aufeinanderfolgenden Positionieren desselben aus einer Anfangsstellung (e)in verschiedene
Zeilenstellungen (a bis d) und zurück in die Anfangsstellung(e),ein Steuergetriebe
(44) zum gesteuerten Antrieb der Vorschubeinrichtung(26) sowie Mittel (46, 48) zum
Antrieb des Steuergetriebes (44).
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung
als verschiebbar im Gehäuse gelagerter, mit einem hin- und herschwingenden Schwingantrieb
(38, 36, 32,- 34) verbundener Schlitten (26) ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingantrieb wenigstens
ein schwingendes Zahnsegment (32, 34) aufweist, welches in wenigstens eine am Schlitten
(26) ausgebildete Zahnstange (28, 30) eingreift.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlitten (26) mit wenigstens einer gegen eine Anlagefläche des Schlittens anliegenden
Blattfeder (114) als Klemmung für das Formular (54) versehen ist und daß an der Blattfeder
(114) ein Abhebestift (116) angeordnet ist, welcher durch eine von der Zahnstangenrückseite
her in den Verzahnungsbereich verlaufende Bohrung in eine Zahnlücke (118) ragt und
durch einen Zahn des Zahnsegmentes (32, 34) in der der Anfangsstellung des Schlittens
(26) entsprechenden Stellung im Sinne eines Abhebens der Blattfeder (114) verschoben
wird.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergetriebe
(44) eine Kurvenscheibe (84) mit einer geschlossenen, etwa herzkurvenförmigen Steuerkurve
(86) umfaßt, daß in die Steuerkurve (86) ein mit einem Schwinghebel (38) verbundener
Steuerstift (88) eingreift und daß der Schwinghebel (38) auf einer Schwingachse (36)
befestigt ist, welche auch das oder die Zahnsegmente (32, 34) trägt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (86) einen
ersten, einer kontinuierlichen Einzugsbewegung des Schlittens (26) entsprechenden
Bereich (90) sowie einen zweiten, einer Ausschiebebewegung des Schlittens (26) entsprechenden
Bereich (92) aufweist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingachse (36)
längsverschiebbar gelagert ist und daß die Kurvenscheibe (84) einen mit dem kurvenscheibenseitigen
Ende der Schwingachse (36) zusammenwirkenden Nocken (110) trägt, welcher diese zu
Beginn des ersten Bereiches (90) der Steuerkurve bei stillstehendem Schlitten (26)
verschiebt, derart, daß das oder die Zahnsegmente (32, 34) den Abhebestift (116) jeder
Blattfeder (114) freigeben.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergetriebe
(44) eine Kupplungseinrichtung, vorzugsweise eine Schlingfederkupplung umfaßt, über
die das Steuergetriebe (44) mit dem motorischen Antrieb (48) der Druckeinrichtung
kuppelbar ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergetriebe (44)
einen Magnetschalter (74) oder dergl. zur Betätigung der Kupplungseinrichtung (72)
aufweist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuergetriebe (44) ein Klinkengesperre (94) aufweist, wobei die Rastungen jeweils
bestimmten Zeilenstellungen des Schlittens (26) bzw. des Formulars (54) entsprechen,
und daß die Sperrklinke (100) ebenfalls von dem Magnetschalter (74) betätigbar ist,
derart, daß bei Einrücken der Kupplungseinrichtung (72) die Sperrklinke (100) ausrastet.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine
durch den Signalgeber (120) angesteuerte elektronische Steuereinrichtung (122) zur
Steuerung des motorischen Antriebes (48) sowie des Magnetschalters (74) des Steuergetriebes
(44) vorgesehen ist.