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(11) |
EP 0 081 183 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.1987 Patentblatt 1987/20 |
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Anmeldetag: 30.11.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: C23C 18/54 |
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Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Edelmetallschichten auf Oberflächen von unedlen
Metallen
Process for the electroless depositing of noble metal layers on the surfaces of non-noble
metals
Procédé de dépôt chimique d'un métal noble sur une surface métallique non-noble
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
07.12.1981 DE 3148330
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.06.1983 Patentblatt 1983/24 |
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Anmelder: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung
der Wissenschaften e.V. |
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D-37073 Göttingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Quast, Helmut, Prof., Dr.
D-8700 Würzburg (DE)
- Raber, Johannes, Dr.
A-8010 Graz (AT)
- Ott, Walter, Dr.
A-8010 Graz (AT)
- von Schnering, Hans-Georg, Prof., Dr.
D-7031 Aidlingen (DE)
- Peters, Karl, Dr.
D-7250 Leonberg 6 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weickmann, Heinrich, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
H. Weickmann, Dr. K. Fincke
F.A. Weickmann, B. Huber
Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm
Postfach 86 08 20 81635 München 81635 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Bemerkungen: |
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The file contains technical information submitted after the application was filed
and not included in this specification |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Silber- oder
Goldschichten auf Oberflächen von entsprechend unedleren Metallen.
[0002] Mit Silber- oder Goldschichten überzogene Metallgegenstände spielen in zahlreichen
Gebieten der Technik, wie z.B. in der Elektrotechnik, in der Elektronik, beim Bau
medizinischer Geräte, in der Restaurationstechnik, im Korrosionsschutz, in der Schmuckindustrie,
Veredelungstechnik, Raumfahrt, in der Mechanik, aber auch im Unterricht in zunehmendem
Masse eine Rolle.
[0003] Die bekannten Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Silber- oder Goldschichten
auf Oberflächen von entsprechend unedleren Metallen besitzen verschiedene Nachteile,
die ihre Verwendung zum Teil erheblich einschränken. Das Arbeiten mit bekannten kommmerziell
erhältlichen Beschichtungsbädern erfordert relativ lange Verweilzeiten der Werkstücke
in den Beschichtungsbädern, und es werden Überzüge erhalten, deren Schichtdicken zum
Teil den gestellten Anforderungen nicht genügen. Ein weiterer grosser Nachteil der
bekannten Beschichtungsbäder ist ihre Giftigkeit, z.B. aufgrund ihres Cyanidgehaltes,
wodurch sich insbesondere Probleme bei der Handhabung und Abfallbeseitigung ergeben.
[0004] Aus der US-A-3 294 578 ist ein Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Metallüberzügen
auf metallischen Oberflächen bekannt, bei dem man Beschichtungsbäder verwendet, die
einen Metallkomplex enthalten, der durch Umsetzung eines Metallchlorids mit einer
Stickstoffverbindung und Bromwasserstoffsäure oder Jodwasserstoffsäure erhalten wird;
auch dieses Verfahren ist insbesondere im Hinblick auf die Geschwindigkeit und Effektivität
der Metallabscheidung und die Eigenschaften der Überzüge nicht befriedigend.
[0005] GB-A-1411971 beschreibt die stromlose Abscheidung von Kupferschichten auf Stahl mittels
Beschichtungsbädern, die einen Kupferkomplex enthalten, der durch Umsetzung von Kupfer(II)-chlorid
mit einer stickstoffhaltigen Base in Gegenwart von HCI erhalten wird.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Bereitstellung eines Verfahrens zur stromlosen
Abscheidung von Silber- und Goldschichten, das die aufgezeigten Nachteile vermeidet
und das die Herstellung gut haftender Schichten mit ausreichenden Schichtstärken ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit der vorliegenden Erfindung gelöst.
[0007] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Silber-
oder Goldschichten auf entsprechend unedleren Metallen durch Inkontaktbringen des
zu beschichtenden Gegenstandes mit einem Beschichtungsbad, das einen Metallkomplex
enthält, der durch Umsetzung eines Chlorides des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit
einer Base, die zur Komplexbildung mit dem Silber oder Gold befähigt ist, und mit
Chlorwasserstoffsäure erhältlich ist.
[0008] Als zur Komplexbildung mit dem abzuscheidenden Metall (d.h. Silber oder Gold) befähigte
Basen sind prinzipiell alle Verbindungen geeignet, die durch die zur Herstellung des
Beschichtungsbads verwendete Chlorwasserstoffsäure protoniert werden können. Im Hinblick
auf die Stabilität der Komplexe und die Qualität der Beschichtung werden dabei vorzugsweise
solche Basen eingesetzt, die unter den angewandten Reaktionsbedingungen leicht protoniert
werden.
[0009] Im allgemeinen sind für die Komplexbildung besonders gut geeignet basische stickstoffhaltige
Verbindungen, wie insbesondere Ammoniak und Amine, wie z.B.
Ammoniumchlorid, Ammoniumbromid,
Hydroxylamin-hydrochlorid,
Hydrazin-dihydrochlorid,
Methylammoniumchlorid,
Benzylammoniumchlorid,
Benzylammoniumbromid,
2-Aminopropan-hydrochlorid,
Cyclohexylammoniumchlorid,
1-Amino-4-methyl-bicyclo[2.2.2]octanhydro- chlorid,
1-Aminoadamantan-hydrochlorid,
Glycinmethylesterhydrochlorid oder
Glycinäthylesterhydrochlorid;
Carbonsäureamide, wie z. B.
Formamid, N-Methylformamid,
N-Isopropylformamid, N-Cyclohexylformamid,
N-(2,4-Dimethyl-pentyl-3)-formamid,
N,N-Dimethylformamid, N,N-Diäthylformamid,
N-Methylacetamid, N-Äthylacetamid,
N,N-Diäthylacetamid oder Propionamid;
Harnstoffderivate, wie z.B.
N,N'-Dimethylharnstoff oder
N,N-Dimethylharnstoff:
basische Stickstoffheterocyclen, wie z.B.
Morpholin, N-Methylmorpholin,
N-Methyl-2-pyrrolidinon, N-Formyl-pyrrolidin,
1-Aza-bicycio[2.2.2]octan-hydrochlorid,
Pyridin oder Chinolin:
und basische Phosphorverbindungen, wie z.B.
Hexamethyl-phosphorsäure-triamid.
[0010] In bestimmten Fällen ist auch der Einsatz von Kohlenwasserstoffen und halogenierten
Kohlenwasserstoffen, wie z. B.
Benzol, 1,2-Dichforbenzol, 1,2,3-Trichlorbenzol,
Chlorbenzol oder Cyclohexan;
von Alkoholen, wie z. B.
Methanol, Äthanol, Propanol, 2-Propanol,
2-Methylpropanol, 1-Butanol, 2-Butanol,
Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Glycerin,
Cyclohexanol, äthylenglykolmonoäthyläther,
Diäthylenglykolmonomethyläther oder
Triäthylenglykoldimethyläther;
von Äthern, wie z.B.
Diisoamyläther, Diäthylenglykoldiäthyläther,
Triäthylenglykoldimethyläther,
Tetraäthylenglykoldimethyläther oder Dioxan;
von Ketonen, wie z. B.
Aceton, Acetylaceton, Methyl-isopropylketon,
Diisopropylketon oder Cyclohexanon;
von Carbonsäureestern, wie z.B.
Essigsäuremethylester, Propionsäureäthylester,
Acetessigester oder Phthalsäuredimethylester;
von Carbonsäurenitrilen, wie z.B.
Benzonitril, Benzylcyanid, Propionitril,
Iso-butyronitril oder Acetonitril;
oder auch von Schwefelverbindungen, wie z.B.
Dimethylsulfoxid, Sulfolan, Thiosemicarbazid,
Thiobenzamid oder N-Phenyl-thioharnstoff möglich.
[0011] Als Substrat für die abzuscheidenden Metalle können im allgemeinen alle Metalle verwendet
werden, die unedler sind als das jeweilige abzuscheidende Metall. Im Hinblick auf
die Eigenschaften der Überzüge (Haftung und Dicke der Schicht) besonders geeignete
Substratmetalle für Silber sind z.B. Zink, Eisen, Nickel, Zinn, Blei und Kupfer; und
für Gold z.B. Nickel, Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Blei, Eisen und Platin.
[0012] Die Umsetzung des Metallchlorids (also des Silber- oder Goldchlorids) mit der Base
und der Chlorwasserstoffsäure kann durch einfaches Zusammenmischen dieser Komponenten
erfolgen. Die Reaktion kann ohne oder in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt
werden, wobei als Lösungsmittel auch ein Überschuss an Base dienen kann.
[0013] Das Molverhältnis Base/Metallchlorid/Chlorwasserstoffsäure wird so gewählt, dass
die gesamte Menge an Metallchlorid bei der Reaktion gelöst wird. Zweckmässig liegt
es im Bereich von 1 bis 40/1/1, wobei aber der Molwert der Base und der Chlorwasserstoffsäure
auch wesentlich höher, beispielsweise doppelt so hoch, sein kann. Das günstigste Molverhältnis
richtet sich dabei insbesondere nach der Art der Durchführung der Umsetzung.
[0014] Geeignete Lösungsmittel sind gegenüber der Komplexbildungsreaktion inerte, insbesondere
aprotische organische Lösungsmittel, wie z.B. Tetrachlorkohlenstoff und insbesondere
Aceton. Die Lösungsmittel müssen dabei schwächer basisch sein als die eingesetzte
Base. Unter diesen Voraussetzungen kann auch eine Base, wie z. B. Dimethylformamid,
als Lösungsmittel verwendet werden.
[0015] Die Umsetzung wird bei Raumtemperatur oder unter Erhitzen durchgeführt. In letzterem
Fall resultieren jedoch besonders bei hydrolyseempfindlichen Basen basische Spaltprodukte,
die wieder ihrerseits mit Chlorwasserstoffsäure Hydrochloride ergeben und mit dem
Edelmetallchlorid komplexieren. Dieser Fall tritt z.B. ein, wenn Formamide in der
Hitze mit Chlorwasserstoffsäure und Metallchlorid zur Reaktion gebracht werden. Es
tritt Spaltung in Ameisensäure und Amin ein, letzteres reagiert dann sogleich zum
Hydrochlorid, welches letztlich das eigentlich komplexierende Agens darstellt. Es
kann auch vorteilhaft sein, die Umsetzung und die daran anschliessende Metallabscheidung
unter einer Inertgasatmosphäre, z.B. unter Stickstoff, durchzuführen.
[0016] Das Metallchlorid wird vorzugsweise in feinpulverisierter Form zugegeben; die Chlorwasserstoffsäure
kann in flüssiger Form zugegeben oder gasförmig eingeleitet werden.
[0017] Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise nach einer der drei folgenden Verfahrensvarianten:
(a) Vorlegen der Base und Zugabe von Metallsalz und Säure, vorzugsweise unter Rühren.
Das Molverhältnis Base/Metallsalz/Säure beträgt dabei > 30/1/1. Wenn die Base bei
Raumtemperatur fest ist, wird zweckmässigerweise in Gegenwart eines Lösungsmittels,
wie z. B. Aceton, gearbeitet.
Das Metallsalz wird dann in feinpulverisierter Form zugegeben. Anschliessend wird
die Chlorwasserstoffsäure bei Raumtemperatur zugetropft, wobei das Metallsalz in Lösung
geht und eine farblose bis gelbliche Lösung resultiert. Wenn das Metallsalz nicht
vollständig in Lösung geht, kann noch nachgesäuert werden.
(b) Zugabe des Metallsalzes zu einer Mischung von Base und Säure unter Rühren. Geeignetes
Molverhältnis wie unter (a).
(c) Ein Mol Hydrochlorid der Base wird in einem aprotischen Lösungsmittel, das schwächer
basisch ist als die eingesetzte Base, gelöst oder suspendiert. Dazu wird unter Rühren
1 Mol Metallsalz zugegeben, wobei entweder eine klare Lösung entsteht oder der Metallkomplex
ausfällt.
[0018] Die z. B. nach einer der Verfahrensvarianten (a), (b) oder (c) erhaltene Reaktionslösung
kann, gegebenenfalls nach Verdünnung mit einem geeigneten Lösungsmittel, direkt als
Beschichtungsbad (Metallabscheidelösung) eingesetzt werden.
[0019] Es kann jedoch zweckmässig sein, die erhaltenen Lösungen nach Verdünnen mit etwa
'/5 des Volumens eines geeigneten Lösungsmittels (als Lösungsmittel eignet sich dabei
ein für die Umsetzung verwendbares aprotisches Lösungsmittel, wie z. B. Aceton oder
Tetrachlorkohlenstoff, oder deren Gemische) mit etwa der dreifachen Menge der zur
Umsetzung benötigten Chlorwasserstoffsäure zu versetzen. Dadurch kann eine hohe Stabilität
der Lösung, eine schnellere Abscheidung, stärkere und gleichmässigere Schichtdicken
und eine bessere Ausnutzung des eingesetzten Metallsalzes erreicht werden.
[0020] Die Stabilität der erhaltenen Lösungen ist im allgemeinen sehr gut. Lösungen von
Silberkomplexen können z. B. über mehrere Jahre fast unverändert aufbewahrt werden.
[0021] Für eine raumsparende Lagerung und für den Transport kann es aber auch zweckmässig
sein, die Metallkomplexe aus ihren Reaktionslösungen zu isolieren und erst kurz vor
dem Gebrauch wieder aufzulösen. Die Metallkomplexe können durch Verdünnen der Reaktionslösungen
mit einem die Komplexe schlecht lösenden Lösungsmittel, wie z. B. mit Aceton, isoliert
werden. Aus diesen Komplexen kann dann das Beschichtungsbad bei Bedarf durch Auflösen
in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B. in Dimethylformamid, erhalten werden.
Die Auflösung geschieht dabei in der Regel unter leichtem Erwärmen, z.B. bei 60°C.
Zur Vermeidung einer Zersetzung des Komplexes und zur Erhaltung der Abscheidequalität
und Stabilität soll dabei eine Überhitzung vermieden werden.
[0022] Die Wahl und Menge einer komplexbildenden Komponente (Base, Metall oder Chlorwasserstoffsäure)
richtet sich insbesondere nach der Art der übrigen komplexbildenden Komponenten, nach
der Art des abzuscheidenden Metalls, aber auch nach der Art des Metallsubstrats, auf
das abgeschieden wird, sowie nach den angewandten Reaktionsbedingungen, wie z.B. der
Art des Lösungsmittels. Es ist auch möglich, zwei oder mehrere Basen zu verwenden.
Ferner können auch Gold/Silber-Mischungen abgeschieden werden.
[0023] Die Auswahl, Kombination und das Mengenverhältnis der komplexbildenden Komponenten
hängt weiterhin auch von der gewünschten Abscheidegeschwindigkeit (Reaktivität) und
Selektivität des Beschichtungsbads ab. So wurde gefunden, dass in der Regel eine abnehmende
Basenstärke eine grössere Reaktivität ergibt.
[0024] Die Abscheidung der Metallschichten auf dem Substrat erfolgt nach den für die stromlose
Abscheidung aus Beschichtungsbädern üblichen Methoden, insbesondere durch Eintauchen
der zu beschichtenden Gegenstände in das Abscheidebad. Die zu beschichtenden Gegenstände
können dabei im allgemeinen jede beliebige Form besitzen, die insbesondere durch den
späteren Verwendungszweck bestimmt wird.
[0025] Für eine einwandfreie, gut haftende Beschichtung ist es notwendig, die Oberfläche
der zu beschichtenden Metalle zu reinigen, wobei vor allem auf Staub-, Fett-, Feuchtigkeits-
und insbesondere auch Oxidfreiheit zu achten ist. Nach erfolgter Reinigung wird das
zu beschichtende Werkstück in trockenem Zustand dann vorzugsweise in das Beschichtungsbad
eingetaucht. Für eine gute und gleichmässige Beschichtung ist es erforderlich, den
Gegenstand ruhig (bewegungslos) in dem unbewegten Beschichtungsbad zu belassen.
[0026] Anstelle des Eintauchens des Werkstücks in das Beschichtungsbad kann das Inkontaktbringen
auch durch Aufbringen (Aufstreichen, Bepinseln) der Beschichtungslösung (Beschichtungsbad)
auf das Werkstück erfolgen. Bei dieser Beschichtungsmethode ist es zweckmässig, möglichst
konzentrierte Beschichtungsbäder zu verwenden. Dieser Vorgang kann beliebig oft bis
zum Erreichen der gewünschten Schichtdicke wiederholt werden. Dieses Verfahren wird
insbesondere dann vorzuziehen sein, wenn nur Teile eines Gegenstands beschichtet werden
sollen (dazu ist bei der Eintauchmethode eine teilweise Abdeckung mit einer später
wieder leicht zu entfernenden Schicht erforderlich) oder wenn ein Eintauchen nicht
oder nur schwierig möglich ist, wie z.B. in der Restaurationstechnik.
[0027] Die Dauer der Kontaktzeit richtet sich vor allem nach der Abscheidungsgeschwindigkeit
und der gewünschten Schichtdicke. Der Abscheidevorgang kann jederzeit unterbrochen
werden (z.B. durch Herausnehmen des Werkstücks aus der Lösung) und nach Begutachtung
der Beschichtung durch abermaliges Inkontaktbringen weitergeführt werden. Dieser Vorgang
kann bis zum Erreichen der gewünschten Schichtdicke beliebig oft wiederholt werden.
Nach Erreichen der gewünschten Schichtdicke werden Reste des Beschichtungsbades mit
einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B. mit Methanol, Äthanol oder Aceton, entfernt
und das Werkstück getrocknet, z.B. durch Abwischen mit einem Tuch.
[0028] Die Qualität der Beschichtung, insbesondere deren Haftfestigkeit, ist in hohem Masse
von der Abscheidegeschwindigkeit abhängig. Eine zu rasche Abscheidung (zu hohe Reaktivität)
ergibt in der Regel einen schlechter haftenden <amorphen> Belag als mit einem Beschichtungsbad
geringerer Reaktivität. Günstige Beschichtungszeiten liegen zwischen einer Minute
und einer Stunde.
[0029] Die Abscheidegeschwindigkeit (Reaktivität) des Beschichtungsbads kann durch geeignete
Auswahl und Kombination der komplexbildenden Komponenten eingestellt werden. Sie ist
aber auch von der Konzentration des Metallkomplexes im Beschichtungsbad und/oder der
Säurekonzentration abhängig. In der Regel erhöht sich mit steigender Konzentration
an Metallkomplex und Säure die Abscheidegeschwindigkeit. Aus sehr konzentrierten Lösungen
kann die Abscheidung z. B. schon in wenigen Sekunden erfolgen.
[0030] Durch Variation der komplexbildenden Komponenten, insbesondere von Base und Chlorwasserstoffsäure,
ist es auch möglich, Beschichtungslösungen zu erhalten, mit denen selektiv nur bestimmte
Metalle beschichtet werden. Die Selektivität steht auch in eingem Zusammenhang mit
der Reaktivität. So kann z. B. die Abscheidegeschwindigkeit für ein bestimmtes Metall
durch Variation der Säuremenge reguliert werden. Eine Veränderung der Konzentration
der Metallkomplexe beeinflusst in der Regel nur die Abscheidegeschwindigkeit.
[0031] Die erreichbaren Schichtdicken sind in der Regel proportional zur Metallkomplex-Konzentration
des Beschichtungsbads und zur Kontaktzeit. Durch geeignete Wahl der Abscheidebedingungen
werden im allgemeinen Schichtstärke von 0,01 bis 4 J.1m erhalten.
[0032] Es ist auch möglich, das erfindungsgemässe Verfahren der stromlosen Metallabscheidung
mit einem galvanischen Abscheideverfahren unter Zuhilfenahme von Strom zu kombinieren,
wobei die beiden Abscheideverfahren gleichzeitig oder hintereinander erfolgen können.
Auf diese Weise lassen sich in der Regel noch stärkere Schichtdikken erzielen.
[0033] Zweckmässig ist es, ein Beschichtungsbad immer nur für Substrate aus dem gleichen
Metall zu verwenden. Die Abscheidung (Schichtdicke) kann durch Potentialmessung verfolgt
werden. So wurde z.B. durch Potentialmessung an einem Kupferblech der Endwert der
Beschichtung (maximale Beschichtung) nach vier Tagen angezeigt. Um das Potential möglichst
rückwirkungsfrei zu messen, wurde dazu ein Elektrometerverstärker verwendet (Eingangsstrom
< 50 mA), als Referenzpotential wurde ein Silberdraht verwendet. Das Anfangspotential
betrug 100 mV und erreichte nach der oben angegebenen Zeit praktisch einen Nullwert.
Die Potentialänderung während des Abscheidevorgangs wurde mit Hilfe eines Schreibers
graphisch aufgezeichnet.
[0034] Durch eine tropfenweise Zugabe von konzentrierter Säure kann eine nahezu quantitative
Ausnutzung des komplexierten Metalls für die Abscheidung aus den als <erschöpft> erscheinenden
Beschichtungsbädern erreicht werden. Eine zu grosse Menge an Säure wird dabei durch
eine sofortige Fällung des noch in Lösung befindlichen Silber als Halogenid, im Fall
des Goldes als Metall, erkannt.
[0035] Aus den erschöpften Lösungen kann das Silber durch Verdünnen mit Wasser als Halogenid
bzw. das Gold durch Zugabe einer wässrigen Eisen(II)-salzlösung als Metall, ausgefällt
und einem Recycling-Prozess zugeführt werden. Dadurch ist es möglich, mit dem erfindungsgemässen
Verfahren die Umweltbelastung gering zu halten.
[0036] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren wird somit ein Verfahren bereit gestellt, mit
dem auf sehr einfache und rasche Weise die Herstellung gut haftender und korrosionsbeständiger
Überzüge (z.B. Hauchvergoldung) mit bei stromlosen Verfahren bisher nicht erreichten
Schichtstärken möglich ist. Das Verfahren kann ohne grossen mechanischen Aufwand und
bei Raumtemperatur, also ohne grossen Aufwand an Energie, durchgeführt werden. Durch
das Arbeiten bei Raumtemperatur ist es ausserdem auch möglich, Gegenstände zu beschichten,
bei denen eine galvanische Abscheidung oder stromlose Beschichtung mit herkömmlichen
Bädern aufgrund ihrer Temperaturempfindlichkeit nicht möglich war. Durch einfaches
Recycling (Abscheidung der Metalle aus den <erschöpften> Beschichtungsbädern, Destillation
der Lösungsmittel) ist die Umweltbelastung sehr gering. Insbesondere werden durch
die cyanidfreien Beschichtungsbäder auch die bei den cyanidhaltigen bekannten Beschichtungsbädern
auftretenden Probleme bei der Handhabung und Abfallbeseitigung vermieden. Durch die
Verwendung ungiftiger und schwer flüchtiger Stoffe wird auch ein gefahrloses Inkontaktbringen
der zu überziehenden Gegenstände durch einfaches Aufbringen (Bepinseln) möglich.
[0037] Schliesslich ist es aufgrund der aufgezeigten grossen Variationsmöglichkeiten bei
der Herstellung der Beschichtungsbäder möglich, Beschichtungsbäder unterschiedlicher
Reaktivität und Selektivität zu erhalten, wodurch sich die Geschwindigkeit der Abscheidung,
die Schichtdicke, die Selektivität für verschiedene Metallsubstrate usw. regulieren
lassen. Auf diese Weise ergibt sich z.B. auch die Möglichkeit, Werkstücke, die aus
verschiedenen Metallen zusammengesetzt sind und die nicht zerlegt werden sollen oder
können, spezifisch zu beschichten.
[0038] Gegenstand der Erfindung sind deshalb auch Beschichtungsbäder zur stromlosen Abscheidung
von Silber- oder Goldschichten auf entsprechend unedleren Metallen, enthaltend einen
Metallkomplex, der durch Umsetzung eines Chlorides des einwertigen Silbers bzw. Goldes
mit einer Base, die zur Komplexbildung mit dem Metall befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure
erhältlich ist.
[0039] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Metallkomplexe, erhältlich durch Umsetzung
eines Chlorides des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung
mit dem Metall befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure, und nachfolgende Ausfällung
aus dem Reaktionsgemisch.
[0040] Aufgrund massenspektroskopischer und röntgenstrukturanalytischer Untersuchungen wird
für die erfindungsgemässen Komplexe die allgemeine Formel
H[Base]MenXn+
angenommen (n ist ganze Zahl, X ist Chlor, Me ist Ag oder Au).
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en) : BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU,
NL, SE
1.Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Silber- oder Goldschichten auf entsprechend
unedleren Metallen durch Inkontaktbringen des zu beschichtenden Gegenstandes mit einem
Beschichtungsbad, das einen Metallkomplex enthält, der durch Umsetzung eines Chlorides
des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung mit dem
Silber oder Gold befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure erhältlich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Komplexbildung
befähigte Base verwendet wird, die durch die Chlorwasserstoffsäure protoniert werden
kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Komplexbildung
befähigte Base eine basische Stickstoffverbindung ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis
Base/Silber- oder Goldchlorid/Chlorwasserstoffsäure 1 bis 40/1/1 beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die
Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure in einem aprotischen
organischen Lösungsmittel durchführt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die
Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure bei Raumtemperatur
durchführt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die
durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure erhaltene
Reaktionslösung direkt als Beschichtungsbad verwendet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zu
der durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure erhaltenen
Reaktionslösung etwa die dreifache Menge der zur Umsetzung verwendeten Chlorwasserstoffsäure
zusetzt und die so erhaltene Lösung als Beschichtungsbad verwendet.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man aus
der durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure erhaltenen
Reaktionslösung den Metallkomplex ausfällt, den ausgefällten Metallkomplex in einem
geeigneten Lösungsmittel auflöst und diese Lösung als Beschichtungsbad verwendet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man den
zu beschichtenden Gegenstand in das Beschichtungsbad eintaucht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man das
Beschichtungsbad auf den zu beschichtenden Gegenstand aufbringt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man
die Abscheidung bei Raumtemperatur durchführt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man
Metallschichten mit Schichtstärken von 0,01 bis 41im herstellt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass man
es mit einem galvanischen Abscheidungsverfahren kombiniert.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man
Silber auf Zink, Eisen, Nickel, Zinn, Blei oder Kupfer abscheidet.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man
Gold auf Zinn, Zink, Blei, Eisen, Platin, Nickel, Kupfer, Silber oder deren Legierungen
abscheidet.
17. Beschichtungsbad zur stromlosen Abscheidung von Silber- oder Goldschichten auf
entsprechend unedleren Metallen, enthaltend einen Metallkomplex, der durch Umsetzung
eines Chlorides des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung
mit dem Metall befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure erhältlich ist.
18. Beschichtungsbad nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Komplexbildung
befähigte Base verwendet wird, die durch die Chlorwasserstoffsäure protoniert werden
kann.
19. Beschichtungsbad nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die zur Komplexbildung befähigte Base eine basische Stickstoffverbindung ist.
20. Beschichtungsbad nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet,
dass das Molverhältnis Base/Silber- oder Goldchlorid/ Chlorwasserstoffsäure 1 bis
40/1/1 beträgt.
21. Beschichtungsbad nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass
es aus der durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure
erhaltenen Reaktionslösung besteht.
22. Beschichtungsbad nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass
es aus der durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure
erhaltenen Reaktionslösung, zu der etwa die dreifache Menge der zur Umsetzung verwendeten
Chlorwasserstoffsäure zugefügt ist, besteht.
23. Metallkomplexe, erhältlich durch Umsetzung eines Chlorides des einwertigen Silbers
bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung mit dem Metall befähigt ist, und
mit Chlorwasserstoffsäure, und nachfolgende Ausfällung aus dem Reaktionsgemisch.
24. Metallkomplex nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Komplexbildung
befähigte Base eine solche ist, die durch die Chlorwasserstoffsäure protoniert werden
kann.
25. Metallkomplexe nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die zur
Komplexbildung befähigte Base eine basische Stickstoffverbindung ist.
26. Metallkomplexe nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass
das Molverhältnis Base/Silber- oder Goldchlorid/Chlorwasserstoffsäure 1 bis 80/1/5
beträgt
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en) : Österreich
1. Verfahren zur stromlosen Abscheidung von Silber- oder Goldschichten auf entsprechend
unedleren Metallen durch Inkontaktbringen des zu beschichtenden Gegenstandes mit einem
Beschichtungsbad, das einen Metallkomplex enthält, der durch Umsetzung eines Chlorides
des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung mit dem
Silber oder Gold befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure erhältlich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Komplexbildung
befähigte Base verwendet wird, die durch die Chlorwasserstoffsäure protoniert werden
kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Komplexbildung
befähigte Base eine basische Stickstoffverbindung ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Molverhältnis
Base/Silber- oder Goldchlorid/Chlorwasserstoffsäure 1 bis 40/1/1 beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die
Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure in einem aprotischen
organischen Lösungsmittel durchführt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die
Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure bei Raumtemperatur
durchführt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die
durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure erhaltene
Reaktionslösung direkt als Beschichtungsbad verwendet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man zu
der durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure erhaltenen
Reaktionslösung etwa die dreifache Menge der zur Umsetzung verwendeten Chlorwasserstoffsäure
zusetzt und die so erhaltene Lösung als Beschichtungsbad verwendet.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man aus
der durch Umsetzung von Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure erhaltenen
Reaktionslösung den Metallkomplex ausfällt, den ausgefällten Metallkomplex in einem
geeigneten Lösungsmittel auflöst und diese Lösung als Beschichtungsbad verwendet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man den
zu beschichtenden Gegenstand in das Beschichtungsbad eintaucht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichanet, dass man
das Beschichtungsbad auf den zu beschichtenden Gegenstand aufbringt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man
die Abscheidung bei Raumtemperatur durchführt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man
Metallschichten mit Schichtstärken von 0,01 bis 4 um herstellt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass man
es mit einem galvanischen Abscheidungsverfahren kombiniert.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man
Silber auf Zink, Eisen, Nickel, Zinn, Blei oder Kupfer abscheidet.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man
Gold auf Zinn, Zink, Blei, Eisen, Platin, Nickel, Kupfer, Silber oder deren Legierungen
abscheidet.
17. Verfahren zur Herstellung eines Beschichtungsbades zur stromlosen Abscheidung
von Silber- oder Goldschichten auf entsprechend unedleren Metallen, dadurch gekennzeichnet,
dass man ein Chlorid des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung
mit dem Metall befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure umsetzt und gegebenenfalls
ein geeignetes Lösungsmittel zusetzt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Komplexbildung
befähigte Base verwendet wird, die durch die Chlorwasserstoffsäure protoniert werden
kann.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die
zur Komplexbildung befähigte Base eine basische Stickstoffverbindung ist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das
Molverhältnis Base/Silber- oder Goldchlorid/Chlorwasserstoffsäure 1 bis 40/1/1 beträgt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass man
Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure umsetzt und die erhaltene
Lösung als Beschichtungsbad verwendet.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass man
Base, Silber- oder Goldchlorid und Chlorwasserstoffsäure umsetzt und zu der erhaltenen
Reaktionslösung etwa die 3fache Menge der zur Umsetzung verwendeten Chlorwasserstoffsäure
zufügt.
23. Verfahren zur Herstellung eines Metallkomplexes durch Umsetzung eines Chlorides
des einwertigen Silbers bzw. Goldes mit einer Base, die zur Komplexbildung mit dem
Metall befähigt ist, und mit Chlorwasserstoffsäure und nachfolgende Ausfällung aus
dem Reaktionsgemisch.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Komplexbildung
befähigte Base eine solche ist, die durch die Chlorwasserstoffsäure protoniert werden
kann.
25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Komplexbildung
befähigte Base eine basische Stickstoffverbindung ist.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das
Molverhältnis Base/Silber- oder Goldchlorid/Chlorwasserstoffsäure 1 bis 80/1/5 beträgt.
Claims for the following Contracting State(s) : s: BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU,
NL, SE
1. Process for the currentless deposition of silver or gold layers on the appropriate
less electropositive metals by contacting the object to be coated with a coating bath
which contains a metal complex which is obtainable by reaction of a chloride of monovalent
silver or gold with a base, which is capable of complex formation with the silver
or gold, and with hydrochloric acid.
2. Process according to claim 1, characterised in that a base capable of complex formation
is used which can be protonised by the hydrochloric acid.
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the base capable of complex
formation is a basic nitrogen compound.
4. Process according to one of claims 1 to 3, characterised in that the mole ratio
of base/silver or gold chloride/hydrochloric acid is 1 to 40/1/1.
5. Process according to one of claims 1 to 4, characterised in that one carries out
the reaction of base, silver or gold chloride and hydrochloric acid in an aprotic
organic solvent.
6. Process according to one of claims 1 to 5, characterised in that one carries out
the reaction of base, silver or gold chloride and hydrochloric acid at room temperature.
7. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that one uses the reaction
solution obtained by the reaction of the base, silver or gold chloride and hydrochloric
acid directly as coating bath.
8. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that one adds to the
reaction solution obtained by the reaction of the base, silver or gold chloride and
hydrochloric acid about the three-fold amount of the hydrochloric acid used for the
reaction and uses the solution thus obtained as coating bath.
9. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that one precipitates
the metal complex from the reaction solution obtained by the reaction of the base,
silver or gold chloride and hydrochloric acid, dissolves the precipitated metal complex
in a suitable solvent and uses this solution as coating bath.
10. Process according to one of claims 1 to 9, characterised in that one dips the
object to be coated into the coating bath.
11. Process according to one of claims 1 to 9, characterised in that one applies the
coating bath to the object to be coated.
12. Process according to one of claims 1 to 11, characterised in that one carries
out the deposition at room temperature.
13. Process according to one of claims 1 to 12, characterised in that one produces
metal layers with layer thicknesses of 0.01 to 4 J.lm.
14. Process according to one of claims 1 to 13, characterised in that one combines
it with a galvanic deposition process.
15. Process according to one of claims 1 to 14, characterised in that one deposits
silver on to zinc, iron, nickel, tin, lead or copper.
16. Process according to one of claims 1 to 14, characterised in that one deposits
gold on to tin, zinc, lead, iron, platinum, nickel, copper, silver or their-alloys.
17. Coating bath for the currentless deposition of silver or gold layers on to appropriate
less electropositive metals, containing a metal complex which is obtainable by reaction
of a chloride of monovalent silver or gold with a base, which is capable of complex
formation with the metal, and with hydrochloric acid.
18. Coating bath according to claim 17, characterised in that there is used a base
capable of complex formation which can be protonised by the hydrochloric acid used.
19. Coating bath according to one of claims 17 or 18, characterised in that the base
capable of complex formation is a basic nitrogen compound.
20. Coating bath according to one of claims 17 or 18, characterised in that the mole
ratio of base/ silver or gold chloride/hydrochloric acid is 1 to 40/1/1.
21. Coating bath according to one of claims 17 to 20, characterised in that it consists
of the reaction solution obtained by the reaction of the base, silver or gold chloride
and hydrochloric acid.
22. Coating bath according to one of claims 17 to 20, characterised in that it consists
of the reaction solution obtained by the reaction of the base, silver or gold chloride
and hydrochloric acid to which is added about the threefold amount of the hydrochloric
acid used for the reaction.
23. Metal complexes obtainable by the reaction of a chloride of monovalent silver
or gold with a base, which is capable of complex formation with the metal, and with
hydrochloric acid and subsequent precipitation from the reaction mixture.
24. Metal complex according to claim 23, characterised in that the base capable of
complex formation is one which can be protonised by the hydrochloric acid.
25. Metal complexes according to claim 23 or 24, characterised in that the base capable
of complex formation is a basic nitrogen compound.
26. Metal complexes according to one of claims 23 to 25, characterised in that the
mole ratio of base/silver or gold chloride/hydrochloric acid is 1 to 80/1/5.
Claims for the following Contracting State(s) : Austria
1. Process for the currentless deposition of silver or gold layers on to appropriate
less electropositive metals by contacting the object to be coated with a coating bath
which contains a metal complex which is obtainable by reaction of a chloride of monovalent
silver or gold with a base, which is capable of complex formation with the silver
or gold, and with hydrochloric acid.
2. Process according to claim 1, characterised in that a base capable of complex formation
is used which can be protonised by the hydrochloric acid.
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the base capable of complex
formation is a basic nitrogen compound.
4. Process according to one of claims 1 to 3, characterised in that the mole ratio
of base/silver or gold chloride/hydrochloric acid is 1 to 40/1/1.
5. Process according to one of claims 1 to 4, characterised in that one carries out
the reaction of base, silver or gold chloride and hydrochloric acid in an aprotic
organic solvent.
6. Process according to one of claims 1 to 5, characterised in that one carries out
the reaction of base, silver or gold chloride and hydrochloric acid at room temperature.
7. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that one uses the reaction
solution obtained by the reaction of the base, silver or gold chloride and hydrochloric
acid directly as coating bath.
8. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that one adds to the
reaction solution obtained by the reaction of the base, silver or gold chloride and
hydrochloric acid about the three-fold amount of the hydrochloric acid used for the
reaction and uses the solution thus obtained as coating bath.
9. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that one precipitates
the metal complex from the reaction solution obtained by the reaction of the base,
silver or gold chloride and hydrochloric acid, dissolves the precipitated metal complex
in a suitable solvent and uses this solution as coating bath.
10. Process according to one of claims 1 to 9, characterised in that one dips the
object to be coated into the coating bath.
11. Process according to one of claims 1 to 9, characterised in that one applies the
coating bath to the object to be coated.
12. Process according to one of claims 1 to 11, characterised in that one carries
out the deposition at room temperature.
13. Process according to one of claims 1 to 12, characterised in that one produces
metal layers with layer thicknesses of 0.01 to 4 pm.
14. Process according to one of claims 1 to 13, characterised in that one combines
it with a galvanic deposition process.
15. Process according to one of claims 1 to 14, characterised in that one deposits
silver on to zinc, iron, nickel, tin, lead or cooper.
16. Process according to one of claims 1 to 14, characterised in that one deposits
gold on to tin, zinc, lead, iron, platinum, nickel, copper, silver or their alloys.
17. Process for the production of a coating bath for the currentless deposition of
silver or gold layers on to appropriate less electropositive metals, characterised
in that one reacts a chloride of monovalent silver or gold with a base, which is capable
of complex formation with the metal, and with hydrochloric acid and possibly adds
an appropriate solvent.
18. Process according to claim 17, characterised in that there is used a base capable
of complex formation which can be protonised by the hydrochloric acid used.
19. Process according to one of claims 17 or 18, characterised in that the base capable
of complex formation is a basic nitrogen compound.
20. Process according to one of claims 17 or 18, characterised in that the mole ratio
of base/silver or gold chloride/hydrochloric acid is 1 to 40/1/1.
21. Process according to one of claims 17 to 20, characterised in that one reacts
base, silver or gold chloride and hydrochloric acid and uses the solution obtained
as coating bath.
22. Process according to one of claims 17 to 20, characterised in that one reacts
base, silver or gold chloride and hydrochloric acid and adds to the reaction solution
obtained about the 3 fold amount of the hydrochloric acid used for the reaction.
23. Process for the production of a metal complex by reaction of a chloride of monovalent
silver or gold with a base, which is capable of complex formation with the metal,
and with hydrochloric acid and subsequent precipitation from the reaction mixture.
24. Process according to claim 23, characterised in that the base capable of complex
formation is one which can be protonised by the hydrochloric acid.
25. Process according to claim 23 or 24, characterised in that the base capable of
complex formation is a basic nitrogen compound.
26. Process according to one of claims 23 to 25, characterised in that the mole ratio
of base/silver or gold chloride/hydrochloric acid is 1 to 80/1/5.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s) : BE, CH, DE, FR, GB,
IT, LI, LU, NL, SE
1. Procédé de dépôt non galvanique de couches d'argent ou d'or sur des métaux comparativement
moins nobles par mise en contact de l'objet à métalliser avec un bain de métallisation
qui contient un complexe métallique qui peut être obtenu par réaction d'un chlorure
d'argent ou d'or monovalent avec une base qui est capable de former un complexe avec
l'argent ou l'or, et avec l'acide chlorhydrique.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise une base capable
de former un complexe, qui peut être protonée par l'acide chlorhydrique.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la base capable
de former un complexe est un composé azoté basique.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport
molaire base/ chlorure d'argent ou d'or/acide chlorhydrique est de 1 à 40/1/1.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on effectue
la réaction de la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique dans
un solvant organique aproti- que.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on effectue
la réaction de la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique à
température ambiante.
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on utilise
directement comme bain de métallisation la solution réactionnelle obtenue par réaction
de la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on ajoute
à la solution réactionnelle obtenue par réaction de la base, du chlorure d'argent
ou d'or et de l'acide chlorhydrique, une quantité à peu près triple de la quantité
d'acide chlorhydrique utilisée pour la réaction, et en ce qu'on utilise la solution
ainsi obtenue comme bain de métallisation.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on précipite
le complexe métallique à partir de la solution réactionnelle obtenu par réaction de
la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique, en ce qu'on dissout
le complexe métallique précipité dans un solvant approprié, et en ce qu'on utilise
cette solution comme bain de métallisation.
10. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'on plonge
l'objet à métalliser dans le bain de métallisation.
11. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'on applique
le bain de métallisation sur l'objet à métalliser.
12. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'on effectue
le dépôt à la température ambiante.
13. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'on prépare
des couches métalliques ayant des épaisseurs de couche de 0,01 à 4 Ilm.
14. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'on le combine
avec un procédé de dépôt galvanique.
15. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'on dépose
de l'argent sur du zinc, du fer, du nickel, de l'étain, du plomb ou du cuivre.
16. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'on dépose
de l'or sur de l'étain, du zinc, du plomb, du fer, du platine, du nickel, du cuivre,
de l'argent ou leurs alliages.
17. Bain de métallisation pour le dépôt non galvanique de couches d'argent ou d'or
sur des métaux comparativement moins nobles contenant un complexe métallique qui peut
être obtenu par réaction d'un chlorure d'argent ou d'or monovalent avec une base qui
est capable de former un complexe avec le métal, et avec de l'acide chlorhydrique.
18. Bain de métallisation suivant la revendication 17, caractérisé en ce qu'on utilise
une base capable de former un complexe, qui peut être protonée par l'acide chlorhydrique.
19. Bain de métallisation suivant l'une des revendications 17 ou 18, caractérisé en
ce que la base capable de former un complexe est un composé azoté basique.
20. Bain de métallisation suivant l'une des revendications 17 ou 18, caractérisé en
ce que le rapport molaire base/chlorure d'argent ou d'or/ acide chlorhydrique est
de 1 à 40/1/1.
21. Bain de métallisation suivant l'une des revendications 17 à 20, caractérisé en
ce qu'il se compose de la solution réactionnelle obtenue par réaction d'une base,
de chlorure d'argent ou d'or et d'acide chlorhydrique.
22. Bain de métallisation suivant l'une des revendications 17 à 20, caractérisé en
ce qu'il se compose de la solution réactionnelle obtenue par réaction d'une base de
chlorure d'argent ou d'or et d'acide chlorhydrique, à laquelle on a ajouté trois fois
la quantité d'acide chlorhydrique utilisée pour la réaction.
23. Complexes métalliques, pouvant être obtenus par réaction d'un chlorure d'argent
ou d'or monovalent avec une base, qui est capable de former un complexe avec le métal,
et avec l'acide chlorhydrique, puis précipitation à partir du mélange réactionnel.
24. Complexe métallique suivant la revendication 23, caractérisé en ce que la base
capable de former un complexe est une base qui peut être protonée par l'acide chlorhydrique.
25. Complexes métalliques suivant les revendications 23 ou 24, caractérisés en ce
que la base capable de former un complexe est un composé azoté basique.
26. Complexes métalliques suivant l'une des revendications 23 à 25, caractérisés en
ce que le rapport molaire base/chlorure d'argent ou d'or/ acide chlorhydrique est
de 1 à 80/1/5.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s) : AT
1. Procédé de dépôt non galvanique de couches d'argent ou d'or sur des métaux comparativement
moins nobles par mise en contact de l'objet à métalliser avec un bain de métallisation
qui contient un complexe métallique qui peut être obtenu par réaction d'un chlorure
d'argent ou d'or monovalent avec une base qui est capable de former un complexe avec
l'argent ou l'or, et avec l'acide chlorhydrique.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise une base capable
de former un complexe, qui peut être protonée par l'acide chlorhydrique.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la base capable
de former un complexe est un composé azoté basique.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rapport
molaire base/ chlorure d'argent ou d'or/acide chlorhydrique est de 1 à 40/1/1.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on effectue
la réaction de la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique dans
un solvant organique aproti- que.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on effectue
la réaction de la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique à
température ambiante.
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on utilise
directement comme bain de métallisation la solution réactionnelle obtenue par réaction
de la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on ajoute
à la solution réactionnelle obtenue par réaction de la base, du chlorure d'argent
ou d'or et de l'acide chlorhydrique, environ trois fois la quantité d'acide chlorhydrique
utilisée pour la réaction, et en ce qu'on utilise la solution obtenue comme bain de
métallisation.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on précipite
le complexe métallique à partir de la solution réactionnelle obtenu par réaction de
la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique, en ce qu'on dissout
le complexe métallique précipité dans un solvant approprié, et en ce qu'on utilise
cette solution comme bain de métallisation.
10. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'on plonge
l'objet à métalliser dans le bain de métallisation.
11. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'on applique
le bain de métallisation sur l'objet à métalliser.
12. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'on effectue
le dépôt à la température ambiante.
13. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'on prépare
des couches métalliques ayant des épaisseurs de couche de 0,01 à 4 um.
14. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'on le combine
avec un procédé de dépôt galvanique.
15. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'on dépose
de l'argent sur du zinc, du fer, du nickel, de l'étain, du plomb ou du cuivre.
16. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'on dépose
de l'or sur de l'étain, du zinc, du plomb, du fer, du platine, du nickel, du cuivre,
de l'argent ou leurs alliages.
17. Procédé de préparation d'un bain de métallisation pour le dépôt non galvanique
découches d'argent ou d'or sur des métaux comparativement moins nobles, caractérisé
en ce qu'on fait réagir un chlorure d'argent ou d'or monovalent avec une base capable
de former un complexe avec le métal et avec de l'acide chlorhydrique et en ce qu'on
ajoute le cas échéant un solvant approprié.
18. Procédé suivant la revendication 17, caractérisé en ce qu'on utilise une base
capable de former un complexe, qui peut être protonée par l'acide chlorhydrique.
19. Procédé suivant l'une des revendications 17 ou 18, caractérisé en ce que la base
capable de former un complexe est un composé azoté basique.
20. Procédé suivant l'une des revendications 17 ou 18, caractérisé en ce que le rapport
molaire base/chlorure d'argent ou d'or/acide chlorhydrique est de 1 à 40/1/1.
21. Procédé suivant l'une des revendications 17 à 20, caractérisé en ce qu'on fait
réagir la base, le chlorure d'argent ou d'or et l'acide chlorhydrique, et en ce qu'on
utilise la solution obtenue comme bain de métallisation.
22. Procédé suivant l'une des revendications 17 à 20, caractérisé en ce qu'on fait
réagir la base, du chlorure d'argent ou d'or et de l'acide chlorhydrique, et en ce
qu'on ajoute à la solution réactionnelle obtenue environ trois fois la quantité de
l'acide chlorhydrique utilisée pour la réaction.
23. Procédé de préparation d'un complexe métallique par réaction d'un chlorure d'argent
ou d'or monovalent avec une base, qui est capable de former un complexe avec le métal,
et avec l'acide chlorhydrique, puis précipitation à partir du mélange réactionnel.
24. Procédé suivant la revendication 23, caractérisé en ce que la base capable de
former un complexe est une base qui peut être protonée par l'acide chlorhydrique.
25. Procédé suivant les revendications 23 ou 24, caractérisé en ce que la base capable
de former un complexe est un composé azoté basique.
26. Procédé suivant l'une des revendications 23 à 25, caractérisé en ce que le rapport
molaire base/chlorure d'argent ou d'or/acide chlorhydrique est de 1 à 80/1/5.