[0001] Die Erfindung betrifft ein bogenförmiges, mehrteiliges Pflastersteinelement für die
Verlegung einer Bogenpflasterung, durch einen äußeren Kreisbogen mit dem Radius Ra
und einen inneren Kreisbogen mit dem gleichen Radius Ri begrenzt, wobei die Mittelpunkte
Ma, Mi der Kreisbögen auf einer radialen Geraden im Abstand h voneinander liegen.
[0002] In der BE-A-408651 ist eine bogenförmige Pflasterung bekanntgegeben, bei welcher
bogenförmig mit gleichem Radius des Halbbogens mehrere Steinreihen verlegt sind. Obwohl
mit dieser vorbekannten Pflasteranordnung mehrere Reihen hintereinander leicht verlegt
werden konnten, ergibt sich doch ein von der natürlichen Pflasterung abweichendes
Bild, da alle Steine der einzelnen Reihen gleich ausgeführt sind und auch die Ansätze
der Bögen der einzelnen Steinreihen untereinander immer gleich erfolgt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein bogenförmiges, mehrteiliges
Pflastersteinelement für die Verlegung einer Bogenpflasterung der eingangs genannten
Art zu schaffen, welches es auch dem Laien ermöglicht, eine Bogenpflasterung, die
der natürlichen Pflasterung weitgehend entspricht, sauber zu verlegen, wobei sich
die Pflasterung in ihrer Optik praktisch nicht von einem mit Einzelsteinen gepflasterten
Belag unterscheidet, jedoch wesentlich preiswerter in der Herstellung und Verlegung
ist.
[0004] Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird ein bogenförmiges, mehrteiliges Pflastersteinelement
für die Verlegung einer Bogenpflasterung, durch einen äußeren Kreisbogen mit dem Radius
Ra und einen inneren Kreisbogen mit dem gleichen Radius Ri begrenzt, wobei die Mittelpunkte
Ma, Mi der Kreisbögen auf einer radialen Geraden im Abstand h voneinander liegen,
vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß der Abstand h der größten Breite
des Bogenelementes entspricht, das aus zwei äußeren Steinen A, B und einem mittleren
Stein C1 bzw. C2 etwa gleicher Bogenlänge besteht, wobei die äußeren Steine A, B durch
nicht durchgehende Trennfugen Tr in drei Einzelsteine und die mittleren Steine C1
bzw. C2 in drei bzw. zwei Einzelsteine unterteilt sind und wobei das Bogenelement
in bezug zur radialen Geraden G eine asymmetrische Randzone aufweist, so daß die äußere
Stirnseite b eines äußeren Steines A, B kleiner als die äußere Stirnseite a des anderen
äußeren Steines B, A ist und daß die asymmetrische Randpartie der Größe des Einzelsteines
mit der kleineren Stirnseite b entspricht.
[0005] Mit dem bogenförmigen, mehrteiligen Pflastersteinelement gemäß der Erfindung wird
der wesentliche Vorteil erzielt, daß durch einfaches Aneinanderreihen der einzelnen
Steine der Bogenelemente und durch alternatives Wechseln der beiden unterschiedlichen
mittleren Steine eine Bogenpflasterung auch von einem Laien sehr einfach durchgeführt
werden kann, da die kreisbogenförmigen Begrenzungslinien gleiche Radien aufweisen
und die Bogenelemente somit unter Einhaltung der entsprechenden Fugen aneinandergesetzt
werden können. Durch die asymmetrische Versetzung der Bogenelemente kann dann beim
Erlegen das nächste Bogenelement an das zuerst verlegte Bogenelement angesetzt werden,
wobei der letzte, durch die nicht durchgehende Trennfuge unterteilte Einzelstein genau
den Anschluß an das vorhergehende Bogenelement bildet.
[0006] In den Unteransprüchen sind bevorzugte Formen des Pflastersteinelementes gemäß der
Erfindung in ihren geometrischen Abmessungen angegeben, die verhältnismäßig einfach
herzustellen sind und mit denen die Verlegung besonders gut durchgeführt werden kann,
wobei sich auch ein optimales Bild des gepflasterten Belages ergibt.
[0007] Anhand der Zeichnungen soll am Beispiel einer bevorzugten Ausführungsform das bogenförmige
Pflastersteinelement und die damit erzielte Bogenpflasterung näher erläutert werden.
[0008] In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 die geometrische Darstellung des Bogenelementes gemäß der Erfindung.
Fig. 2 zeigt die Aufteilung des Bogenelementes gemäß der Erfindung.
Fig. 2a zeigt eine weitere Möglichkeit der Aufteilung des Scheitelsteines in dem Bogenelement.
Fig. 3 zeigt ein Verlegeschema der Bogenpflasterung mit dem Pflastersteinelement gemäß
der Erfindung.
Fig. 4 zeigt ein anderes Verlegeschema einer Pflasterung mit dem Pflastersteinelement
gemäß der Erfindung.
[0009] In Fig. 1 sind die Begrenzungslinien des bogenförmigen Pflasterelementes gemäß der
Erfindung in ihren geometrischen Beziehungen dargestellt. Diese bestehen aus dem äußeren
Kreisbogen Ka, dem inneren Kreisbogen Ki und den beiden Stirnseiten a und b. Die gesamte
Oberfläche des schraffierten Bogenelementes ist mit F bezeichnet. Der Mittelpunkt
Ma des äußeren Kreisbogens Ka und der Mittelpunkt Mi des inneren Kreisbogens Ki liegen
auf einer radialen Geraden G im Abstand h voneinander. Es gilt die wesentliche Beziehung

[0010] Im dargestellten Beispiel beträgt Ra und damit auch Ri =4 . h. Der Abstand, der der
Bogenweite des äußeren Kreisbogens Ka entspricht, beträgt 6 . h.
[0011] Gemäß der Erfindung ist das Bogenelement auf der linken Seite asymmetrisch verlängert,
so daß die Stirnseite b an dieser Seite des Bogenelementes kleiner als die Stirnseite
a auf der rechten Seite des Bogenelementes ist. Auf die Größe dieser Versetzung wird
noch bei der Beschreibung der Aufteilung des Bogenelementes in Einzelsteine eingegangen.
Im dargestellten Beispiel sind die geometrischen Verhältnisse so, daß der Winkel aa
des äußeren Kreisbogens Ka 107,5473° und der Winkel
IXi des inneren Kreisbogens Ki 88,6227° beträgt. Die Gesamtlänge des äußeren Kreisbogens
Ka beträgt 6,4271 . h. Die weiteren geometrischen Beziehungen ergeben sich aus Fig.
1, wo insbesondere auch die anschließenden Bogenelemente bei einer Bogenpflasterung
dargestellt sind.
[0012] Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist das Bogenelement in drei Steine, nämlich in einen
Kämpferstein A, einen Scheitelstein C und einen weiteren Kämpferstein B unterteilt.
Der Abstand h entspricht dabei der größten Steinbreite des Pflastersteinelementes
im Scheitelstein C. Die Bogenlängen der einzelnen Steine A, B und C sind gleich. Die
Gesamtfläche der drei Steine A, B und C entspricht der Fläche F in Fig. 1.
[0013] Die einzelnen Steine A, B und C sind ferner durch nicht durchgehende Trennfugen Tr
in drei Einzelsteine unterteilt, wobei der Kämpferstein A in die Einzelsteine 1, 2
und 3, der Scheitelstein C1 in die Einzelsteine 7, 8 und 9 und der Kämpferstein B
in die Einzelsteine 4, und 6 unterteilt ist.
[0014] Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist der Scheitelstein C2 durch nur eine nicht durchgehende
Trennfuge Tr in zwei Einzelsteine 7 und 9 unterteilt, um durch alternatives Abwechseln
der Steine C1 und C2 eine bestimmte Anzahl ganzer Bogen in der Form herzustellen,
wobei die Scheitelsteine C1, C2 auch wechselweise angeordnet werden können, so daß
beim Versetzen automatisch die richtige Reihenfolge entsteht. Aus Fig. 2 ist ferner
ersichtlich, daß die gegenüber der rechten Stirnkante a des Bogenelementes am Kämpferstein
B verkleinerte Stirnfläche b am linken Kämpferstein A derart ausgebildet ist, daß
die Größe der Versetzung etwa der Breite des Einzelsteines 1 im Kämpferstein A entspricht.
[0015] Die Größe der Kämpfersteine A und B steht zur Strichhöhe des Bogens in einem ganz
bestimmten Verhältnis, wobei die Kämpfersteine paarweise unter dem Normalbogen Platz
finden, was bei Anpaßarbeiten sehr nützlich ist.
[0016] In Fig. 3 ist ein Verlegeschema mehrerer Plastersteinelemente gemäß der Erfindung
zur Ausführung einer Bogenplasterung dargestellt. Im linken oberen Bogenelement ist
ein linker Kämpferstein A mit den Einzelsteinen 1, 2 und 3, ein Scheitelstein C1 mit
den Einzelsteinen 7, 8 und 9 und ein rechter Kämpferstein B mit den Einzelsteinen
4, 5 und 6 dargestellt, wobei die Einzelsteine durch nicht durchgehende Trennfugen
voneinander getrennt sind. In der nächsten Reihe sind zwei Bogenelemente verlegt,
die aus je einem linken Kämpferstein A und einem rechten Kämpferstein B bestehen,
wobei jedoch die Scheitelsteine C2 nur zwei Einzelsteine aufweisen. Die daran anschließende
Reihe ist wieder wie die erste Reihe ausgebildet, nämlich mit einem Kämpferstein A,
einem Scheitelstein C1 mit drei Einzelsteinen 7, 8 und 9 und einem Kämpferstein B.
Die Folge wiederholt sich entsprechend.
[0017] Jeweils an den Einzelstein 4 der Kämpfersteine B sind genau die entsprechenden Bogenelemente
mit den Kämpfersteinen A und B und den wechselnden Scheitelsteinen C1 und C2 angereiht.
Die Reihung setzt sich auch in der dritten Reihe fort usw. Um das Verlegeschema zu
verdeutlichen, sind die einzelnen aneinanderstoßenden Bogenelemente durch dick ausgezogene
Linien L gekennzeichnet.
[0018] In Fig. 4 ist ein weiteres Verlegescheme einer Bogenpflasterung dargestellt, wobei
die einzelnen Bogenelemente wellenförmig ineinandergreifen. Dabei sind die folgenden
Bogenelemente jeweils um 180° C versetzt angeordnet.
[0019] Zur Anpassung können in einfacher Weise Steine aus den Kämpfersteinen A und B oder
den Scheitelsteinen C1, C2 herausgebrochen werden, um eine bestimmte Abschlußform
zu ermöglichen. Es ist daher von wesentlichem Vorteil, daß nur eine einzige Form erforderlich
ist, wodurch sich die Lagerhaltung vereinfacht.
[0020] Die Steine können ferner mit unsichtbaren Distanznocken ausgerüstet sein, ferner
kann die Bogenmitte markiert sein. Dadurch ist es möglich, das Pflastersteinelement
gemäß der Erfindung normal von Hand oder maschinell zu versetzen bzw. zu verlegen,
wobei das optische Aussehen einer mit normalen Steinen verlegten Bogenpflasterung
entspricht.
[0021] Die Unterteilung des Bogenelementes in die einzelnen Steine A, B, C1 oder C2 kann
auch in der Weise erfolgen, daß diese Steine nur durch Scheinfugen unterteilt sind.
1. Bogenförmiges, mehrteiliges Pflastersteinelement für die Verlegung einer Bogenpflasterung,
durch einen äußeren Kreisbogen mit dem Radius (Ra) und einen inneren Kreisbogen mit
dem gleichen Radius (Ri) begrenzt, wobei die Mittelpunkte (Ma, Mi) der Kreisbögen
auf einer radialen Geraden im Abstand (h) voneinander liegen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (h) der größten Breite des Bogenelementes entspricht, das aus zwei
äußeren Steinen (A, B) und einem mittleren Stein (C1 bzw. C2) etwa gleicher Bogenlänge
besteht, wobei die äußeren Steine (A, B) durch nicht durchgehende Trennfugen (Tr)
in drei Einzelsteine und die mittleren Steine (C1 bzw. C2) in drei bzw. zwei Einzelsteine
unterteilt sind und wobei das Bogenelement in bezug zur radialen Geraden (G) eine
asymmetrische Randzone aufweist, so daß die äußere Stirnseite (b) eines äußeren Steines
(A, B) kleiner als die äußere Stirnseite (a) des anderen äußeren Steines (B, A) ist
und daß die asymmetrische Randpartie der Größe des Einzelsteines (1) mit der kleineren
Stirnseite (b) entspricht.
2. Pflastersteinelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der innere und
äußere Radius (Ra, Ri) folgende Beziehung haben

wobei (h) der Abstand der Mittelpunkte (Ma, Mi) voneinander auf der Geraden (G) ist.
3. Pflastersteinelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
der inneren Eckpunkte gleich der Bogenweite und die Länge (L) =6,4271 · h betragen.
4. Pflastersteinelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bogenwinkel na des äußeren Kreisbogens (Ka) 107,5437° und der Bogenwinkel a; des inneren Kreisbogens
(Ki) 88,6227° betragen und die Bogenlänge des äußeren Kreisbogens 7,5082 . h und die
Bogenlänge des inneren Kreisbogens (Ki) 6,1870 - h betragen.
5. Pflastersteinelement nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steine mit in verlegtem Zustand unsichtbaren Distanznocken versehen sind.
1. Arched, multi-part paving element for laying a paving in an arched pattern, bounded
by an outer arc with radius (Ra) and an inner arc with the same radius (Ri), wherein
the mid-points (Ma, Mi) of the arcs lie on a radial straight line at a spacing (h)
from one another, characterised in that the spacing (h) corresponds to the maximum
width of the arched element, which consists of two outer stones (A, B) and a central
stone (C1 or C2) of about the same arcuate length, wherein the outer stones (A, B)
are sub-divided by non-continuous separation planes (Tr) into three individual stones
and the central stones (C1 or C2) are sub-divided into three or two individual stones,
and wherein the arched element exhibits relative to the radial straight line (G) an
asymmetric peripheral zone, so that the outer front face (b) of one outer stone (A,
B) is smaller than the outer front face (a) of the other outer stone (B, A) and that
the asymmetric peripheral zone corresponds to the size of the individual stone with
the smaller front face (b).
2. Paving element according to claim 1, characterised in that the inner and outer
radius (Ra, Ri) have the following relationship:

where (h) is the spacing a part of the mid-points (Ma, Mi) on the straight line (G).
3. Paving element according to claim 1 and 2, characterised in that the spacing of
the inner corner points is equal to the arcuate length and the length (L) equals 6.4271
h.
4. Paving element according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the angle of
the arch αa of the outer arc (Ka) equals 107.5437° and the angle of the arch αi of the inner arc (Ki) equals 88.6227° and the arc length of the outer arc equals
7.5082 h and the arc length of the inner arc equals 6.1870 h.
5. Paving element according to claim 1, 2, 3 or 4, characterised in that the stones
are provided with spacing cams which are not visible when the stones are laid.
1. Elément de pavé en arc en plusieurs parties pour la pose d'un pavage en arc, limité
par un arc de cercle extérieur de rayon (Ra) et un arc de cercle intérieur de même
rayon (Ri), les centres (Ma, Mi) des arcs de cercle étant situés sur une droite radiale
à une distance (h) l'un de l'autre, caractérisé en ce que la distance (h) correspond
à la plus grande largeur d'arc qui est formé de deux pavés extérieurs (A, B) et d'un
pavé central (C1, C2) de longueur d'arc à peu près égale, les pavés extérieurs (A,
B) étant subdivisés, par des joints de séparation non continus (Tr), en trois pavés
individuels et les pavés centraux (C1, C2) respectivement er. deux ou trois pavés
individuels et l'élément d'arc présentant, relativement à la droite radiale (G), une
zone marginale asymétrique, de sorte que le côté frontal extérieur (b) d'un pavé extérieur
(A, B) est plus petit que le côté frontal extérieur (a) de l'autre pavé extérieur
(B, A), et en ce que la partie marginale asymétrique correspond à la grandeur du pavé
individuel (1) ayant le plus petit côté frontal (b).
2. Elément de pavé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rayons intérieur
et extérieur (Ra, Ri) ont la relation suivante:

dans laquelle (h) est la distance entre les centres (Ma, Mi) sur la droite (G).
3. Elément de pavé selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la distance
des sommets intérieurs est égale à la largeur d'arc et que la longueur (L) est égale
à 6,4271 - h.
4. Elément de pavé selon l'une des revendications 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que
l'angle d'arc aa de l'arc de cercle extérieur (Ka) est de 107,5437° et que l'angle d'arc x; de l'arc
de cercle intérieur (Ki) est de 88,6227° et que la longueur d'arc de l'arc de cercle
extérieur est égale à 7,5082 - h et la longueur d'arc de l'arc de cercle intérieur
(Ki), à 6,1970 - h.
5. Elément de pavé selon l'une des revendications 1, 2, 3 et 4, caractérisé en ce
que les pavés sont munis de saillies d'espacement invisibles à l'état posé.