[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Prellbock für auf Gleisanlagen verfahrbare Schienenfahrzeuge
entsprechend dem Gattungsbegriff des Patentanspruches.
[0002] Um z. B. die bei der Zugbildung in Rangierbahnhöfen in die Richtungsgleise einlaufenden
Waggons am Ende der RichtungsgLeise zum Stehen zu bringen, werden von sogenannten
HemmschuhLegern Hemmschuhe auf die Schienen geLegt. Diese Arbeit zwischen den GLeisen
ist gefahrvoll. Die Nemmschuhleger sind ständig der Witterung ausgesetzt und es besteht
die Gefahr der Beschädigung von Waggons, Ladegut und BahnanLagen bei nicht rechtzeitiger
oder fehlerhafter Abbremsung.
[0003] Aus der DE-OS 29 32 775 ist ein Pretlbock insbesondere als Spitzensicherung im Rangierbahnhof
bekannt, der seitlich abklappbar ausgebildet ist. Diese bekannte Anordnung hat erhebliche
NachteiLe, die die praktische Verwendungsfähigkeit fraglich erscheinen Lassen. Insbesondere
kommt es dadurch, daß bei der bekannten Anordnung der oder die beiden Prellbockarme
zur Seite weggeschwenkt werden, zu einem ruckartigen Abriß der PufferfLächen des Prellbocks
von den Waggonpuffern. Dieser Abriß führt häufig zu einer Beschädigung der PufferteLLer
des Waggons. Außerdem stellen die plötzlich in die beiden Seitenwege des Gleises schwenkbaren
Pufferarme eine zusätzliche Unfallgefahr dar.
[0004] Der Erfindung Liegt die Aufgabe zugrunde, die gefahrvoLLe Arbeit der HemmschuhLeger
zu vermeiden und einen Prellbock zu schaffen, der in das sogenannte FahrzeugbegrenzungsprofiL
eingeschwenkt werden kann und dann mit den Puffern eines Waggons in Kontakt kommen
kann, der andererseits aber aus dem Lichtraumprofil ausschwenkbar ist, dabei aber
ein Lösen in Längsrichtung der Waggonpuffer ermöglicht und die Seitenwege neben den
GLeisen nicht behindert.
[0005] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen genannten
MerkmaLe geLöst, insbesondere dadurch, daß ein Prellbock geschaffen wird, der in GLeisLängsrichtung
abklappende Prellbockteile aufweist, so daß sich die Pufferflächen des Prellbockes
frontal von den Puffern des Waggons Lösen und wobei außerdem der Prellbock ausserhalb
der Seitenwege des GLeises verbleibt.
[0006] Bei der Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe muß weiterhin berücksichtigt
werden, daß das EinkLappen des PreLLbockes mit großer Geschwindigkeit erfolgen muß,
damit sich die PufferfLächen von dem nachdrückenden Waggon Lösen. Die angestrebte
Einklappzeit beträgt etwa 1,5 - 2 Sek.
[0007] Weiterhin wird vorgeschlagen, daß anstelte der einerseits vorgeschlagenen Kolbenzylinderanordnung
ein Getriebemotor eingesetzt wird, der über EndschaLter gesteuert die Schwenkbewegung
des eigentlichen Prellbockes aus der RuheLage in die ArbeitsLage ermögLicht. Wie sich
herausgestellt hat, sind dür den Antrieb eines solchen Getriebemotors nur sehr geringe
Antriebskräfte zu installieren, wobei trotzdem eine einwandfreie sichere Arbeitsweise
des Prellbockes gewährLeistet ist.
[0008] AusführungsbeispieLe der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert.
Die Zeichnungen zeigen dabei in
Fig. 1 relativ schematisch eine Seitenansicht auf eine erste Ausführungsform eines
Prellbocks mit seinen BetätigungsmitteLn und gleichzeitig eine Draufsicht, in
Fig. 2 die Anordnung des Prellbocks gemäß Fig. 1 in Verbindung mit dem LichtraumprofiL,
in
Fig. 3 in größerem Maßstab das WiderLager des eigentlichen Prellbocks gemäß Fig. 1
und die BetätigungsmitteL, in
Fig. 4 in ebenfalls größerem Maßstab die Horizontalführung zwischen der Kolbenzylinderanordnung
und der Führungsstange, in
Fig. 5 eine abgeänderte Ausführungsform der Anordnung gemäß Fig. 1, in
Fig. 6 einen PreLLbock in seiner ArbeitsLage unmittelbar nach Anheben des eigentlichen
Prellbocks aus der RuhesteLLung mit einer anderen Antriebsvorrichtung, in
Fig. 7 den Prellbock gemäß Fig. 6 in der ArbeitsLage, wobei die Mitnehmerscheibe sich
in' eine Warteposition zurückbewegt hat, in
Fig. 8 den PreLLbock gemäß Fig. 6 in einer Stellung, in der durch eine Drehbewegung
der Mitnehmerscheibe die Verrriegelung des Prellbockes aufgehoben ist und dieser sich
nunmehr augenblicklich zurück in die Ruhestellung bewegen kann und in
Fig. 9 den Prellbock gemäß Fig. 6 in der RuhesteLLung und die Mitnehmerscheibe in
einer Stellung,in der sie wieder arbeitsbereit ist, um den Prellbock in die ArbeitssteLLung
zu führen.
[0009] In Fig. 1 ist mit 1 der TeiL einer GLeisanLage dargesteLLt und mit 2 ein Prellbock,
wobei selbstverständLich zwei solcher-Prellböcke auf beiden Seiten-der Schienen angeordnet
sein können. Der eigentliche Prellbock besteht aus zwei in Gleislängsrichtung ausgerichteten
Prellbockhälften 3 und 4, z. B. teLeskopierenden RohrteiLen, in denen Federpakete
angeordnet sind, die aus Pufferfedern bestehen können und die beim AufpraLL eines
Waggons zusammenfedern und dabei einen großen TeiL der kinetischen Energie des Waggons
in Reibung umwandeln. Ein Puffer eines Waggons ist bei 5 dargestellt und dieser Puffer
Liegt an der Pufferfläche 6 des Prellbockes an. Die Prellbockhälften 3 und 4 werden
einenendes von einem Lenker 7 getragen, der ortsfest schwenkbar bei 8 an einem entsprechenden
WiderLager, z. B. einem Fundament oder einem am Gleisrost 1 befestigten Gehäuse, angeordnet
ist. Das andere Ende der PreLLbockhäLften 3 und 4 ist in einer HorizontaLführung 9
verschiebLich gelagert und trägt eine SperrkLinke 10, die frei schwenkbar um eine
SchwenkweLLe 11 beweglich ist.
[0010] Die Bewegung des Lenkers 7 erfolgt über eine KoLbenzylinderanordnung 12, die in einer
HorizontaLführung 14 um ein kleines Maß hin- und herverschiebbar gelagert ist, wobei
das dem Lenker 7 abgewandte Ende der Kolbenzylinderanordnung 12 gelenkig an einer
Führungsstange 15 angreift, die anderenendes an einen RiegeLhebel 16 greift, der ortsfest
schwenkbar gelagert ist, so wie dies deutlich bei 17 in Fig. 3 dargestellt ist. Der
Riegelhebel 16 trägt an dem dem AnLenkpunkt der Führungsstange 15 abgewandten Ende
einen Verbindungshebel 18, der an einer Riegelplatte 19 an'greift, die in einer nicht
im DetaiL dargestellten Führung hin-und herverschiebbar ist, so wie dies Fig. 3 erkennen
läßt. Oberhalb der Riegelplatte 19 Liegt ein WiderLager 20, das ortsfest angeordnet
ist und gegen das sich das entsprechend ausgebildete Ende der Sperrklinke 10 anlegt,
wobei sich die SperrkLinke 10 dann zusätzlich auf der Riegelplatte 19 abstützt.
[0011] Die Horizontalführung 14 besteht im wesentlichen aus einem KuLissenstein 21 (Fig.
4), an dem gelenkig einerseits die Kolbenzylinderanordnung 12 und andererseits die
Führungsstange 15 angreift. Der KuLissenstein 21 ist zwischen den AnschLägen A bzw.
B hin-und herverfahrbar, indem er in einer entsprechenden HorizontaLführung in an
sich bekannter Weise gelagert ist.
[0012] üblicherweise werden zwei Prellböcke 2 angeordnet, die jeweils mit dem zugeordneten
Puffer 5 des Waggons in Kontakt kommen. In einem solchen FaLL werden die Führungsstangen
15 der beiden Prellböcke 2 über eine WeLLe 22 miteinander dadurch verbunden, daß der
Riegelhebel 16 auf dieser Welle fest angeordnet ist, so daß eine synchronisierte Bewegung
des RiegeLhebeLs 16 sichergesteLLt wird.
[0013] Fig. 2 zeigt, daß der Lenker 7 gegenüber der Horizontalen schräggestellt ist und
dadurch bei Aufrichten in das LichtraumprofiL L gelangt, und zwar genau gegenüberliegend
der Puffer 5 und daß beim AbkLappen (rechter Teil der Fig. 2) die Gesamtanordnung
aus dem Lichtraumprofil L entfernt ist, dabei aber kaum über die GLeise zur Seite
hin vorsteht, wobei hier eine entsprechende AusbiLdung der SchweLLen vorgenommen sein
kann, wobei die Gesamtanordnung über ein in der Zeichnung nicht näher dargesteLLtes
und nicht ausführLich erläutertes Fundament gelagert ist.
[0014] Fig. 5 zeigt, daß anstelle des Lenkers 7 auch eine ParaLLeLogrammanordnung 23 eingesetzt
werden kann, ohne daß dadurch der Grundgedanke der vorstehend erLäuterten Anordnung
verlassen wird.
[0015] Die Arbeitsweise der vorstehend erläuterten Einrichtung ist wie folgt:
Durch Druckbeaufschlagen der KoLbenzyLinderanordnung im FaLL der in Fig. 1 dargestellten
SteLLung der Gesamtanordnung erfolgt ein Einziehen des KoLbens in den eigentlichen
ZyLinder. Hierbei bewegt sich der KuLissenstein 21 aus der in Fig. 1 dargestellten
SteLLung in die in Fig. 4 dargestellte SteLLung, d. h. er kommt zur AnLage an dem
AnschLag A . Durch diese Bewegung erfolgte ein Zug an der Führungsstange 15 und der
Riegelhebet 16 wurde um die Welle 22 im Uhrzeigersinn geschwenkt. Der dadurch auf
den Verbindungshebel 18 ausgeübte Zug führt die RiegeLpLatte 19 in eine SteLLung,
in der sie sich voll unterhalb des Widerlagers 20 befindet. Dadurch, daß die SperrkLinke
ihre Unterstützung verloren hat, fällt diese herunter. Bei einem weiteren Zug an der
KoLbenstange der KoLbenzylinderanordnung wird nunmehr der Lenker 7 um das DrehLager
8 ebenfalls in Richtung des Uhrzeigersinnes bewegt und hierdurch die beiden Pufferhälften
3 und 4 in der HorizontaLführung 9 nach hinten geschoben, so wie dies gestrichelt
in Fig. 3 dargestellt ist. Hierbei hat die SperrkLinke 10 das Widerlager 20 überlaufen,
da die SperrkLinke nach Links in Fig. 3 wegschwenken kann.
[0016] Durch diese Bewegung wird die Gesamtanordnung in die in Fig. 2 rechts dargestellte
SteLLung, d. h. die RuheLage, geführt. Um den Puffer wieder aufzurichten, wird nunmehr
durch entsprechende Druckanwendung auf die Kolbenzylinderanordnung der KoLben 12 ausgefahren.
Da der Widerstand, den der Lenker 7 und die Prellbockhälften 3 und 4 darstellen, größer
ist als der Widerstand, der sich einer Verschiebung des KuLissensteins entgegensetzt,
wird der KuLissenstein nunmehr aus der in Fig. 4 dargestellten SteLLung in die in
Fig. 1 dargestellte SteLLung geführt, d. h. die eigentliche Riegelplatte 19 kommt
aus ihrer zurückgezogenen SteLLung, in der sie sich fluchtend unterhalb des WiderLagers
20 befindet, in die in Fig. 3 in voll ausgezogenen Linien dargesteLLte SteLLung. Bei
einem weiteren Druck auf den KoLben wird der Lenker angehoben und dabei gleichzeitig
in das LichtraumprofiL L eingeschwenkt und weiterhin die Prellbockanordnung 2 in der
Horizontalführung 9 nach vorne gezogen. Hierbei überfährt die SperrkLinke 10 das Widerlager
20 und gelangt dadurch zwangsläufig in die in Fig. 3 dargesteLLte RiegeLsteLLung,
in der der PreLLbock wieder in die aufrechtstehende Lage gemäß Fig. 1 geführt ist.
[0017] In der eingeklappten SteLLung kann der Prellbock durch Waggons problemlos überfahren
werden, wobei dadurch, daß die beiden PreLLböcke über die WeLLe 22 miteinander verbunden
sind, erreicht wird, daß ein gLeichzeitiges Einschwenken der Prellböcke erfolgt.
[0018] Fig. 5 zeigt, daß anstelle des Einfach Lenkers 7 auch ein Parallelogrammlenker 23
eingesetzt werden kann, ohne daß die vorstehend erläuterte Arbeitsweise der erfindungsgemäßen
Einrichtung verlassen wird.
[0019] Der Prellbock 2 gemäß Fig. 6 besteht aus einer PreLLbockstütze 30, die beispielsweise
aus zwei teLeskopierenden RohrteiLen gebildet sein kann, in denen Federpakete angeordnet
sein können, die aus Pufferfedern bestehen und die beim AufpraLL eines Waggons zusammenfedern
und dabei einen großen Teil der kinetischen Energie des Waggons in Reibung umwandeln.
Ein nicht in der Zeichnung dargestellter Puffer eines Waggons kommt an dem PreLLbockpuffer
6 zur AnLage. Der Prellbock 2 wird einenendes von einer Lenkeranordnung 7 getragen,
die ortsfest schwenkbar bei 8 an einem entsprechenden WiderLager, z. B. einem Fundament
oder dem Gleisrost,angeordnet ist. Das andere Ende der PreLLbockstütze 30 ist in einer
HorizontaLführung 9 verschieblich gelagert und trägt eine SperrkLinke 10, die frei
schwenkbar um eine Schwenkwelle 11 beweglich ist.
[0020] Bei dem dargestellten AusführungsbeispieL ist die Gesamtanordnung des eigentlichen
Prellbocks innerhalb eines Gehäuses 31 angeordnet, das an dem GLeisrost fesgelegt
sein kann.
[0021] Die Bewegung der Lenkeranordnung 7 erfolgt über eine Antriebsvorrichtung 120, die
bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 6 bis 9 durch einen Getriebemotor 32 und einen
Kettentrieb 33 gebildet ist, wobei der Kettentrieb 33 auf eine Mitnehmerscheibe 34
wirkt. Die Mitnehmerscheibe kann sich frei auf der WeLLe 8 für die Lenkeranordnung
7 drehen, d. h. die Drehbewegung der Mitnehmerscheibe 34 ist unabhängig von der ebenfaLLs
auf der WeLLe 8 gelagerten Lenkeranordnung 7.
[0022] Die Mitnehmerscheibe 34 trägt einen Ansatz 35, der mit einem AnschLag 36 an der Lenkeranordnung
7 in Kontakt kommen kann, so wie dies Fig. 1 zeigt, während gemäß Fig. 2 die Mitnehmerscheibe
34 in einer SteLLung steht, in der dieser Kontakt aufgehoben ist.
[0023] Die Lenkeranordnung 7 ist bei 37 schwenkbar mit der PreLLbockstütze 30 verbunden
und der Prellbockpuffer 6 ist hinsichtlich seiner Winkelstellung fest an der Prellbockstütze
30 angeordnet.
[0024] Der Ansatz 35 der Mitnehmerscheibe 34 trägt eine Führungsstange 15, die in entsprechenden
Lagern geLagert bei der Bewegung der Mitnehmerscheibe 34 hin-und herbeweglich ist.
[0025] In dem Gehäuse 31 ist eine HorizontaLführung 9 vorgesehen, in der sich das rückwärtige
Ende der Prellbockstütze 30 führt, beispielsweise über einen entsprechenden KuLissenstein
od. dgL. Zwischen dieser der Prellbockstütze 30 zugeordneten, in der Zeichnung nicht
erkennbaren Führung und dem vorderen Ende der Horizontalführung 9 ist eine Druckfederanordnung
38 vorgesehen, die bei der Bewegung der Prellbockstütze 30 beispielsweise aus der
in Fig. 4 dargestellten SteLLung in die in Fig. 1 dargesteLLte SteLLung gespannt wird,
sich aber entspannen kann, wenn die Sperrklinke 10 freigegeben wird, so daß sie dadurch
die Prellbockstütze 30 aus der in Fig. 1 dargestellten Stellung in die in Fig. 4 dargestellte
SteLLung führt.
[0026] Im Bereich des rückwärtigen Endes der PreLLbockstütze 30 ist ein WiderLager 20 vorgesehen.
Dieses Widerlager 20 besteht aus einer Riegelplatte 39, die schwenkbar bei 40 ortsfest,
d. h. beispielsweise im Gehäuse 31 gelagert ist und die an ihrer Oberseite eine Abstützung
41 aufweist, an der die SperrkLinke 10 zur AnLage kommen kann, wie dies deutlich Fig.
1 zeigt. Die RiegeLpLatte 39 wird in der in den Fig. 1 und 2 dargestellten SteLLung
gehalten, dadurch, daß sie sich auf das rückwärtige Ende der Führungsstange 15 auflegt.
Wird die Führungsstange nach vorne bewegt, wird dadurch die Unterstützung der RiegeLpLatte
39 aufgehoben und die Riegelptatte 39 kann um die Achse 40 schwenken und kommt dann
in die in Fig. 3 dargestellte SteLLung.
[0027] Fest mit der RiegeLpLatte 39 ist eine AufLaufkufe 42 verbunden, die aufgrund ihrer
festen Verbindung mit der Riegelplatte 39 die Schwenkbewegung der RiegeLplatte mitmacht.
[0028] Bei 43 ist ein Lagerbock dargestellt, der innerhalb des Gehäuses 31 angeordnet ist
und auf den sich in der Nichtarbeitsstellung die Prellbockstütze 30 aufLegt.
[0029] Die zum Betrieb der Anordnung erforderlichen Endschalter, die LetztLich den Getriebemotor
32 steuern, sind in der Zeichnung aus übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt
[0030] Die Wirkungsweise der Einrichtung gemäß Fig. 6 bis 9 ist wie folgt:
Fig. 6: Durch den Getriebemotor 32 wurde die Mitnehmerscheibe 34 um eine Winkelbewegung
entgegengesetzt dem Uhrzeiger angetrieben und hat die Lenkeranordnung 7 aus der in
Fig. 4 dargestellten SteLLung in die in Fig. 1 dargestellte SteLLung angehoben. Bei
dieser Bewegung wurde die PreLLbockstütze 30 geführt in der HorizontaLführung 9 nach
vorne gezogen und hat die Druckfederanordnung 38 komprimiert. Die frei schwenkbar
am rückwärtigen Ende der Prellbockstütze hängende SperrkLinke 10 (s. Fig. 4) hat die
Abstützung 41 überlaufen und kommt mit ihrer Unterseite auf die Oberseite der Riegelplatte
39 zur AnLage und stützt sich nunmehr einerseits an der Oberseite der RiegeLpLatte
39, andererseits an der Abstützung 41 ab. Durch diese SteLLung ist die Prellbockstütze
in ihrer in Fig. 1 dargestellten SteLLung verriegelt und arbeitsbereit.
Fig. 7: Aus der SteLLung gemäß Fig. 1 hat sich nunmehr die Mitnehmerscheibe 34 um
einen kleinen Winkelbetrag in Richtung des Uhrzeigers gedreht und befindet sich nunmehr
in einer BereitschaftssteLLung. Die Abstützung des Prellbocks, d. h. der Prellbockstütze
30,erfoLgt ausschließlich durch das Zusammenwirken der SperrkLinke 10 mit dem Widerlager
20.
Fig. 8: Angetrieben durch den Getriebemotor 32 hat sich die Mitnehmerscheibe 34 um
einen weiteren Winkelbetrag in Richtung des Uhrzeigers gedreht und hierbei die Führungsstange
15 mitgenommen, die dadurch an ihrem entgegengesetzten Ende von der Riegelplatte 39
freigekommen ist, diese nicht mehr unterstützt, so daß dadurch die Riegelplatte 39
nach unten gefallen ist, und zwar um die Schwenkachse 40. Aufgrund dieser Bewegung
konnte die SperrkLinke 10 frei durchpendeln. Die Abstützung der PreLLbockstütze 30
ist aufgehoben und nunmehr kann die in der Druckfederanordnung 38 gespeicherte Energie
freigegeben werden, die dann die Prellbockstütze 30 geführt in der HorizontaLführung
9 nach hinten führt. Hierbei überläuft das rückwärtige Ende der Prellbockstütze die
AufLaufkufe 42 und hebt damit die Riegelplatte 39 in eine Lage an, in der nunmehr
die Möglichkeit besteht, daß durch eine Rückbewegung der Mitnehmerscheibe 34 (Drehbewegung
in Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn) die Führungsstange 15 wieder unter die RiegeLpLatte
39 geführt werden kann, so wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Hiermit ist das Widerlager
20 wieder arbeitsbereit, der PreLLbock befindet sich aber in einer RuhesteLLung.
Fig. 9: Der PreLLbock befindet sich in der RuhesteLLung, die Mitnehmerscheibe 34 in
einer Bereitschaftsstellung, d. h. unmittelbar bei Antrieb der Mitnehmerscheibe 34
in Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn kommt der Ansatz 35 der Mitnehmerscheibe
34 mit dem AnschLag 36 der Lenkeranordnung 7 in Kontakt und kann nunmehr die Lenkeranordnung
7 hochheben. Hierbei überläuft die freihängende SperrkLinke 10 die AufLaufkufe 42
und gelangt hinter die Abstützung 41 der RiegeLpLatte 39, so daß dann die in Fig.
1 dargestellte SteLLung wieder erreicht ist.
1. Prellbock für auf GLeisanLagen verfahrbare Schienenfahrzeuge mit zwei in GLeisLängsrichtung
ausgerichteten Prellbockhälften, die sich einenendes an einem ortsfesten WiderLager
abstützen, anderenendes einen Prellbockpuffer aufweisen, wobei der Prellbock aus einer
das GLeis freigebenden, außerhalb des LichtraumprofiLs befindlichen RuhesteLLung in
eine ArbeitssteLLung innerhalb des Fahrzeugbegrenzungsprofils führbar ist, in der
der Prellbockpuffer mit dem Waggonpuffer in Kontakt kommt, gekennzeichnet durch
a) eine am vorderen Ende des Prellbocks (2) angreifende Lenkeranordnung (7), die anderenendes
(bei 8) ortsfest an einem WiderLager außerhalb des LichtraumprofiLs L schwenkbar gelagert
ist,
b) eine mit dem Lenker (7) verbundene KoLbenzylinderanordnung (12) als Antriebsvorrichtung,
die im Bereich des WiderLagers in einer kurzen, durch endseitige Anschläge (A, B)
begrenzten HorizontaLführung (14) schwenkbar gelagert ist,
c) eine HorizontaLführung (9) für das hintere Ende des Prellbocks (2),
d) eine an dem hinteren Ende des Prellbocks angeordnete frei schwenkbare SperrkLinke
(10), die an einem ortsfesten Widerlager (20) zur AnLage kommt,
e) eine mit der Kolbenzylinderanordnung (12) im Bereich der HorizontaLführung (14)
verbundene Führungsstange (15), die an ihrem der Kolbenzylinderanordnung (12) abgewandten
Ende eine RiegeLpLatte (19) trägt, die die SperrkLinke (10) in ihrer AnLage an dem
Widerlager (20) hält oder bei entsprechender Bewegung der KoLbenzyLinderanordnung
die SperrkLinke von dem WiderLager (20) freigibt (Fig. 1).
2. PreLLbock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der PreLLbock (2) aus zwei
in GLeisLängsrichtung ausgerichteten, gegeneinander federnd beweglichen Prellbockhälften
(3, 4) gebildet ist.
3. PreLLbock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkeranordnung (7)
von einem außerhalb des GLeises Liegenden Lager (8) in den Gleisraum hineinragend
schräggestetlt ist (Fig. 2).
4. Prellbock nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange
(15) an ihrer Widerlagerseite an einem mittig drehbar ortsfest gelagerten Riegelhebel
(16) angreift, der an seinem anderen HebeLende an der RiegeLpLatte (19) angreift,
die unterhalb des ortsfesten Widerlagers (20) horizontaL hin- und herverschiebbar
ist und die SperrkLinke in der RiegeLsteLLung untergreift (Fig. 3).
5. Prellbock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf jeder Seite des GLeises eine PreLLbockanordnung vorgesehen ist und die RiegeLhebel
der beiden Prellbockanordnungen über eine gemeinsame Welle miteinander verbunden sind
(Fig. 2).
6. PreLLbock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die HorizontaLführung (14) zwischen der Kolbenzylinderanordnung (12) und der Führungsstange
(15) einen Kulissenstein (21) aufweist, an dem die Kolbenzylinderanordnung und die
Führungsstange angreift (Fig. 4).
7. PreLLbock nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Kulissensteines
(21) in der HorizontaLführung (14) nur so groß gewählt ist, daß eine Verriegelung
oder Freigabe der SperrkLinke (10) erfolgt.
8. PreLLbock wenigstens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
gegeneinander beweglichen Prellbockhälften (3, 4) als teleskopierende Rohrteile ausgebildet
und in diese an sich bekannte Pufferfedern eingebaut sind.
9. Prellbock wenigstens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkeranordnung
als Parallelogrammgestänge (23) ausgebildet ist (Fig. 5).
10. Preltbock wenigstens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
a) einen Getriebemotor (22) als Antriebsvorrichtung (120),
b) eine von dem Getriebemotor angetriebene Mitnehmerscheibe (34), die die gleiche
Drehachse (8) wie die Lenkeranordnung (7) aufweist,
c) eine frei drehbare Lagerung der Lenkeranordnung (7) auf der Drehachse (8),
d) einen AnschLag (35, 36) zwischen Mitnehmerscheibe (34) und Lenkeranordnung (7),
e) eine frei schwenkbar (bei 40) gelagerte Riegelplatte (39) für die SperrkLinke (6),
wobei die Führungsstange (15) aufgrund ihrer in ihrer Längsachse erfolgenden Verschiebebewegung
die Riegelptatte (39) unterstützen und freigeben kann,
f) eine ortsfest angeordnete Druckfederanordnung (38), die bei der Verschiebebewegung
des PreLLbocks (2) in der einen Richtung gespannt und in der anderen Richtung entspannt
wird.
11. PreLLbock nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (15)
mit der Mitnehmerscheibe (34) antriebsmäßig verbunden ist.
12. PreLLbock nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelplatte
(39) an ihrem hinteren Ende eine winkelförmig nach oben gerichtete AufLaufkufe (42)
aufweist, die bei abgeklappter Riegelplatte (39) mit dem hinteren Ende des PreLLbockes
(2) bei dessen Rückführung in Kontakt kommt und eine Drehbewegung der Riegelplatte
bewirkt.
13. Prellbock wenigstens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere
Ende der Prellbockstütze (30) den Prellbockpuffer (6) fest trägt.
14. Prellbock wenigstens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmerscheibe
(34) mit dem Getriebemotor (32) über einen Kettentrieb (33) verbunden ist.
15. Prellbock wenigstens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Getriebemotor
(32) über von der Mitnehmerscheibe (34) bzw. der Führungsstange (15) betätigte EndschaLter
hinsichtlich seiner Drehrichtung und seiner Inbetriebnahme bzw. StiLLsetzung gesteuert
wird.
16. Prellbock nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch ein Gehäuse (31) zur Aufnahme der den PreLLbock (2) bzw. die Prellbockhälfte
bildenden BauteiLe.
17. Prellbock wenigstens nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen innerhalb des
Gehäuses angeordneten Lagerbock (43) für den in die NichtarbeitssteLLung geschwenkten
Prellbock (2).
18. Prellbock wenigstens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfederanordnung
in der HorizontaLführung (9) des Prellbocks (2) angeordnet ist.