[0001] Die Erfindung betrifft ein Verschleissteil, insbesondere einen Hartmetall-Schneideinsatz
zur spanabhebenden Bearbeitung, mit einem mehrschichtigen Hartstoff-Überzug, wobei
mindestens eine Schicht als Oxidschicht ausgeführt ist.
[0002] Aus der DE-AS 2253745 ist ein derartiges Verschleissteil bekannt, dessen dem Hartmetall-Grundkörper
zunächst liegende innere Schicht aus einem oder mehreren Karbiden und/oder Nitriden
der Elemente Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Si und/oder B besteht und dessen äussere
Schicht aus einer oder mehreren extrem verschleissfesten Ablagerungen aus Aluminium-Oxid
und/oder Zirkon-Oxid besteht.
[0003] Nachteilig bei diesem Verschleissteil ist, dass es in den reinen Oxid-Decksichten
zu Rissen kommen kann und dass die Oxid-Schichten in vielen Fällen eine ungenügende
Haftfestigkeit aufweisen und abplatzen. Die Sprödigkeit der Oxidschicht nimmt mit
wachsender Schichtdicke rasch zu. Dabei verändert sich das Gefüge sehr nachteilig,
so dass man bei derartigen Verschleissteilen in der Praxis auf die Verwendung einer
vergleichsweise sehr dünnen Schicht von wenigen Mikrometern Dicke beschränkt ist bzw.
eine dickere Schicht keine zusätzlichen Vorteile bringt. Dieser Umstand beschränkt
wiederum die Standzeit von Verschleissteilen, z.B. von Wendeschneidplatten zur spanabhebenden
Bearbeitung, entscheidend.
[0004] In der DE-OS 2317447, die eine Zusatzanmeldung zur eigangs erwähnten D E-AS 2253745
darstellt, ist ein Verschleissteil beschrieben, dessen äussere Deckschicht aus einer
oder mehreren Ablagerungen keramischer Oxide besteht, wobei neben den im Hauptpatent
genannten Oxiden insbesondere die Oxide der Elemente Si, B, Ca, Mg, Ti und/oder Hf
aufgezählt sind und auch die Ausbildung von Mischoxiden in der Anmeldung allgemein
mit eingeschlossen ist. Einzelne Mischoxide sind nicht besonders hervorgehoben.
[0005] Soweit zu einzelnen Ausgestaltungsmöglichkeiten praktische Erfahrungen vorliegen,
ist auch in diesen Fällen das Auftreten von Rissen und die Haftfestigkeit der Oxid-Deckschichten
nicht zufriedenstellend.
[0006] Aus der DE-AS 2851584 ist ein Verbundkörper, vorzugsweise mit einem Hartmetall-Grundkörper
bekannt, bei dem auf dem Grundkörper eine oder mehrere Schichten aus einem oder mehreren
Karbiden und/oder Nitriden der Elemente Ti, Zr, Hf, V, Nb, Ta, Cr, Mo, W, Si, B und
auf dieser Schicht bzw. Schichten eine oder mehrere Schichten aus einem Gemenge von
mindestens einem Oxid und mindestens einem Nitrid und/oder aus mindestens einem Oxinitrid
der der Elemente Cr, Al, Ca, Mg, Th, Sc, Y, La, Ti, Hf, V, Nb, Ta angeordnet sind,
wobei der Stickstoff-Gehalt der äussersten Schicht 0,1 bis 30 Atom %, vorzugsweise
0,2 bis 15 Atom % beträgt. Das einzige Beispiel beschreibt folgenden Schichtaufbau
auf Hartmetall: TiC, 4
Jlm + Al
2O
2.8N
0.2, 2-3 Jlm.
[0007] In der Praxis wurden vor allem Hartmetall-Verschleissteile bekannt, bei denen die
äussere Schicht aus sehr vielen Lagen von abwechselnd Ti(C,N) und AI
2(O,N) besteht, wobei diese Ausführung zusätzlich in den Schutzumfang der DE-AS 2917348
fällt.
[0008] Auch bei diesem Verbundkörper sind die erzielbaren Verschleissfestigkeiten für viele
Anwendungsfälle nicht befriedigend. Zudem ist eine zu grosse Anzahl von einzelnen
Lagen - das einzige Beispiel der DE-AS 2917348 beschreibt 38 Einzellagen - in der
Fertigung nicht mehr wirtschaftlich.
[0009] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe liegt nun darin, ein Verschleissteil,
insbesondere einen Hartmetall-Schneideinsatz zur spanabhebenden Bearbeitung mit einem
mehrschichtigen Hartstoff-Überzug, wobei mindestens eine Schicht als Oxidschicht ausgeführt
ist, zu schaffen, das gegenüber bekannten Verschleissteilen eine verbesserte Verschleissfestigkeit
und eine verbesserte Haftfestigkeit der Hartstoff-Beschichtung aufweist.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der unmittelbar oder über
eine Unterlagsschicht auf dem Grundkörper aufgebrachte Überzug aus je einer oder mehreren
Schichten von Oxikarbiden und/oder Oxikarbonitriden und/oder Oxinitriden und/oder
Oxiboriden und/oder Oxibornitrieden und/oder Oxiborkarbonitriden der Elemente Ti,
Zr, Hf, B, Si, AI mit einem Sauerstoff - gehalt von 0,1 bis 5 Gew.-% jeweils im Wechsel
mit einer oder mehreren Schichten von Aluminium-Bor-Mischoxiden mit Bor-Gehalten von
0,01 bis 1 Gew.-% besteht.
[0011] Das erfindungsgemässe Verschleissteil weist gegenüber bekannten mehrlagig beschichteten
Verschleissteilen eine wesentlich erhöhte Verschleissfestigkeit sowie eine ausgezeichnete
Haftfestigkeit der Hartstoff-Beschichtung auf, so dass sich erheblich vergrösserte
Standzeiten des Verschleissteiles ergeben. Diese unerwartet guten Eigenschaften werden
durch den Einbau von Bor in die Aluminiumoxid-Schichten bei gleichzeitigem Einbau
von Sauerstoff-Anteilen in die Oxikarbid-, Oxikarbonitrid-, Oxinitrid-, Oxiborid-,
Oxibornitrid- und Oxiborkarbonitrid-Zwischenschichten erreicht. Es war insbesondere
völlig überraschend - wie nachfolgend an Hand der Beispiele belegt wird - dass lediglich
der gleichzeitige Einbau der Sauerstoff-Anteile in den Zwischenschichten und des Bors
in den Aluminiumoxid-Schichten eine wesentliche Steigerung der Verschleissfestigkeit
bewirkte.
[0012] Es ist dabei wichtig, dass die Sauerstoff- und Bor-Gehalte der einzelnen Schichten
innerhalb der angegebenen Grenzen liegen. Unterhalb 0,1 Gew.-% ist der Einfluss des
Sauerstoffs praktisch nicht mehr feststellbar. Bei höheren Sauerstoff-Gehalten als
in dem angegebenen Bereich fällt die Härte derZwischenschichten sehr rasch ab und
bewirkt keine Verschleissfestigkeitssteigerung des erfindungsgemässen Schichtaufbaues.
[0013] Desgleichen führt auch lediglich ein Bor-Gehalt innerhalb der erfindungsgemässen
Grenzen im Aluminiumoxid zu einer sprunghaften Verschleissfestigkeitssteigerung. Es
war im Gegenteil sogar nicht zu erwarten, dass es bei der Zugabe zu Aluminiumoxid
überhaupt zu einer Verschleissfestigkeitssteigerung kommen, da reines Boroxid sehr
weich und als Verschleisschutzschicht völlig ungeeignet ist. Zusätzlich bewirkt der
Bor-Gehalt in den angegebenen Grenzen bei der Abscheidung der Aluminium-Bor-Mischoxid-Schicht
eine geringere Staubentwicklung in der Beschichtungskammer und damit auch auf der
Oberfläche des Beschichtungsgutes. Dadurch fallen weniger Schichtfehler an und es
ergeben gleichmässigere Schichten.
[0014] In gewissen Anwendungsfällen ist es zweckmässig, eine Unterlagsschicht zwischen dem
Grundkörper und dem erfindungsgemässen Überzug anzuordnen. Diese Unterlagsschicht
weist vorzugsweise einen ein- oder mehrlagigen Schichtaufbau aus einem oder mehreren
Karbiden, Nitriden, Karbonitriden, Boriden oder Bornitriden der Elemente der IV. bis
VI. Gruppe des Periodensystems auf.
[0015] Weiters ist es in gewissen Anwendungsfällen vorteilhaft, unmittelbar auf einem Grundkörper
aus Hartmetall oder über eine Unterlagsschicht eine einzige Schicht aus Titanoxikarbonitrid
und/oder Titanoxinitrid mit einer Schichtdicke von 0,05 bis 1 µm und anschliessend
daran eine einzige Aluminium-Bor-Mischoxidschicht mit einer Schichtdikke von 2 bis
10 µm aufzubringen.
[0016] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass unmittelbar
auf einem Grundkörper aus Hartmetall oder über eine Unterlagsschicht eines Überzugs,
bestehend aus einer Schicht aus Titanoxikarbonitrid und/oder Titanoxinitrid mit einer
Schichtdicke von 0,1 bis 1 µm und anschliessend daran aus 2 bis 8 Aluminium-Bor-Mischoxidschichten
mit Schichtdicken von 0,3 bis 2 µm jeweils im Wechsel mit 1 bis 7 Schichten aus Titanoxikarbonitrid
und/oder Titanoxinitrid der Schichtdicken 0,05 bis 0,5
Jlm aufgebracht sind. Die Titanoxikarbonitrid- und/oder Titanoxinitrid-Schichten weisen
dabei vorzugsweise einen Sauerstoff-Gehalt von 0,5 bis 3 Gew.- % auf, während die
Aluminium-Bor-Mischoxidschichten vorzugsweise einen Bor-Gehalt von 0,04-0,4 Gew.-%
aufweisen.
[0017] Insbesondere durch diesen mehrschichtigen erfindungsgemässen Schichtaufbau kommt
es gegenüber einem erfindungsgemässen Schichtaufbau, der nur eine Aluminium-Bor-Mischoxid-
Schicht enthält, zu einer weiteren Steigerung der Zähigkeit des Überzuges bei gleichzeitig
ausgezeichneter Haftfestigkeit der einzelnen Schichten und damit zu einer unerwarteten
Steigerung der Verschleissfestigkeit unter Schlagbeanspruchung des Verschleissteiles.
[0018] Eine besonders bevorzugte Unterlagsschicht weist von einem Grundkörper aus Hartmetall
ausgehend die Schichtfolge Titankarbid und/oder Titankarbonitrid und/oder Titannitrid
mit einer Gesamtschichtdicke von 1 bis 8
Jlm auf.
[0019] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die Aluminium-Bor-Mischoxide teilweise Titan,
Zirkonium, Hafnium, Niob, Chrom- und/oder Magnesium-Oxide enthalten. Daneben können
die Mischoxide auch einen Stickstoff-Gehalt von 0,14-2,76 Gew.-% (0,2 bis 4 Atom-%)
aufweisen.
[0020] Die Hartstoff-Beschichtung des erfindungsgemässen Verschleissteiles erfolgt vorzugsweise
nach dem CVD-Verfahren, wobei die chemische Zusammensetzung der einzelnen Schichten
durch entsprechende Mischungsverhältnisse der Reaktionsgase festgelegt wird.
[0021] Ein weiteres bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemässen Verschleissteiles
besteht darin, dass die Herstellung der einzelnen Schichten entsprechender chemischer
Zusammensetzung sowohl über die Abscheidung nach dem CVD-Verfahren als auch durch
Interdiffusion zwischen angrenzenden Schichten erfolgt.
[0022] Insbesondere kann die Einbringung der Sauerstoff-Anteile in die Oxikarbid-, Oxikarbonitrid-,
Oxinitrid-, Oxiborid-, Oxibornitrid- und/oder Oxiborkarbonitrid-Schichten sowohl über
eine entsprechende Gasmischungszusammensetzung, die z.B. CO
2 H
zO-Dampf, Luft, O
2 oder andere oxidierende Gase enthalten kann, als auch durch Interdiffusion aus den
angrenzenden Aluminium-Bor-Mischoxid-Schichten erfolgen. Diese Interdiffusion kann
z.B. durch eine Temperaturbehandlung zwischen oder nach den einzelnen Beschichtungsfahrten
bei einer Temperatur, die über der Beschichtungstemperatur liegt, oder während der
Beschichtungsfahrt der Aluminium-Bor-Mischoxid-Schichten durch ein erhöhtes Sauerstoff-Angebot
der Gasmischung durchgeführt werden.
[0023] Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend an Hand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
[0024] Auf Wendeschneidplatten aus Hartmetall der Sorte UIOT/Zusammensetzung 6% Co, 5%TiC,
5% (TaC + NbC), 84% WC, entspricht der USO-Anwendungsgruppe MIO/ und der Form SPGN
120308 EN wurden Überzüge in 5 verschiedenen Schichtaufbau-Varianten entsprechend
nachstehender Tabelle aufgebracht. Die Wendeschneidplatten wurden dazu gereinigt,
in die Beschichtungskammer einer Prototypenanlage des Anmelders eingebaut, unter Schutzgas
auf die Beschichtungstemperatur aufgeheizt und unter den nachfolgenden Beschichtungsbedingungen
beschichtet.
[0025] Die Varianten 4 und 5 sind mit einem Schichtaufbau entsprechend der Erfindung versehen.
Diese Varianten werden mit den Varianten 1 bis 3, die einen von der Erfindung abweichenden,
in einem Fall vorbekannten Schichtaufbau aufweisen, in einem Zerspanungstest verglichen.
[0026] Bei allen Varianten liegt eine Unterlagsschicht bestehend aus 2 um Titankarbid gefolgt
von 2 µm Titankarbonitrid (mit ca. 40% TiC- und 60% TiN-Anteil) vor. Bei den Varianten
1 bis 4 wurde Stickstoff als Trägergas verwendet, die Aluminiumoxid- bzw. die Aluminium-Bor-Mischoxidschicht
enthält daher ca. 3 Atom-% N. Bei Variante 5 ist die Aluminium-Bor-Mischoxidschicht
frei von Stickstoff.

Beschichtungsbedingungen:
[0027] Gasdruck in allen Fällen: Atmosphärendruck (ca. 1 bar absolut)

Al
2O
3-Schicht bzw. AI-B-Mischoxidschicht:
Variante 2, 4 u. 5 - 0,15 Vol.-% BCl3
Variante 1 u. 3 - 0 Vol.-% BCI3 u. 13,4 Vol.-% H2
Dauer: 160 min
Temperatur: 1060° C
Zerspanungstest:
[0028] Mit den beschichteten Wendeschneidplatten wurden unter Verwendung eines Werkzeuges
HDP 7225 Drehversuche auf 2 Wellen aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen
Schnittbedingungen durchgeführt:
1. Werkstoff: Baustahl ― Werkstoffnummer 1.1231
Zusammensetzung: 0,72% C
0,28% Si
0,79% Mn
0,015% P
0,011% S, Rest Fe;
vergütet auf 1000 N/mm2
Schnittgeschwindigkeit: v = 180 m/min
Vorschub: s = 0,42 mm/U
Spantiefe: a = 2 mm
2. Werkstoff: Grauguss
Richtwerte der Zusammensetzung:
3-3,5% C
0,4-0,8% Si
0,2-0,5% Mn, Rest Fe
Härte: 215 H B
Schnittgeschwindigkeit: v = 80 m/min
Vorschub: s = 0,28 mm/U
Spantiefe: a = 2 mm
[0029] Die Verschleissmarkenbreite v
B des Freiflächenverschleisses wurde jeweils nach einer Drehzeit von 5 min gemessen.

[0030] Das Standzeitende war bei allen Varianten durch Kolkverschleiss gegeben.
[0031] Ein Vergleich der Verschleissergebnisse zeigt, dass lediglich durch den erfindungsgemässen
Schichtaufbau entsprechend den Varianten 4 und 5, wo gleichzeitig ein Bor-Anteil in
der Aluminiumoxidschicht und ein Sauerstoff-Anteil in der Ti(C,N)-Schicht vorhanden
sind, eine merkliche Verschleissfestigkeitssteigerung der Variante 1, die in etwa
einen zur Zeit auf dem Markt befindlichen Schichtaufbau aufweist, erzielt wird. Der
alternative Einbau von Bor in der Aluminiumoxidschicht (Variante 2) oder von Sauerstoff
in der (Ti(C,N)-Schicht (Variante 3) ergibt hingegen keine wesentlichen Verschleissfestigkeitssteigerungen
gegenüber der Variante 1.
[0032] Aus dem Vergleich der Varianten 4 und 5 ist zu ersehen, dass ein gewisser Stickstoff-Anteil
in der Aluminium-Bor-Mischoxidschicht, der z.B. durch die Verwendung von Stickstoff
als Trägergas beim Beschichtungsvorgang zustande kommt, nur einen unwesentlichen Einfluss
auf die Verschleissfestigkeitswerte hat.
Beispiel 2
[0033] Zum Unterschied von Beispiel 1 wird die einlagige Al
2O
3- bzw. Aluminium-Bor-Mischoxid- schicht durch 4 Schichten ersetzt, die durch 3 Ti(C,N)-
bzw. 3 Ti(C,N,0)-Zwischenschichten verbunden sind.
[0034] Bei den Varianten 1 bis 4 wurde Argon als Trägergas verwendet, die Aluminium-Bor-Mischoxidschicht
ist daher frei von Stickstoff.
[0035] Bei der Variante 5 sind in der Mischoxidschicht 3 Atom-% Stickstoff enthalten, da
N
2 als Trägergas verwendet wurde.

Beschichtungsbedingungen:
[0036] Gasdruck in allen Fällen: Atmosphärendruck (ca. 1 bar absolut)

Al
2O
3-Schichten bzw. Aluminium-B-Mischoxidschichten:

Variante 2, 4 u. 5 - 0,15 Vol.-% BCI
3
Variante 1 u. 3 - 0 Vol.-% BCl3 u. 13,4 Vol.-% H2
Dauer: 40 min/Schicht
Temperatur: 1060° C
Ti(C, N) -Zwischenschichten
[0037] Beschichtungstemperatur und Gaszusammensetzung wie bei 2. Ti(C,N)-Schicht.
Dauer: 8 min/Schicht
[0038] Ti(C,N,O)-Zwischenschichten Beschichtungstemperatur und Gaszusammensetzung wie oben.
Dauer: 8 Min/Schicht
[0039] Zerspanungstest:
Mit den beschichteten Wendeschneidplatten wurden Drehversuche auf der gleichen Welle
aus Baustahl unter den gleichen Schnittbedingungen wie beim Beispiel 1 durchgeführt.

[0040] Das Standzeitende war jeweils durch die Grenze des noch tolerierbaren Kolkverschleisses
bedingt.
[0041] Aus dem Vergleich der Beispiele 1 und 2 lässt sich erkennen, dass sich unter den
gegebenen Zerspanungsbedingungen bei insgesamt etwa gleicher Gesamtschichtstärke bei
dem mehrschichtigen Aufbau der Aluminiumoxid- bzw. Aluminium-Bor-Mischoxidschicht
entsprechend Beispiel 2 gegenüber dem einschichtigen Aufbau gemäss Beispiel 1 eine
weitere Verchleissfestigkeitssteigerung erreichen lässt. Die Verschleissfestigkeitssteigerung
beim erfindungsgemässen Schichtaufbau (Varianten 4 und 5) ist wesentlich grösser als
bei dem Schichtaufbau gemäss der Varianten 1 bis 3.
Beispiel 3
[0042] Auf Wendeschneidplatten der gleichen Art wie in Beispiel 1 wurde als Unterlagsschicht
eine Ti(C
0,6,N
0,4)-Schicht und darauf eine TiN-Schicht abgeschieden. Der weitere Schichtaufbau erfolgte
in 2 Varianten, wobei die Variante 2 einen erfindungsgemässen Schichtaufbau darstellt.
Zum Unterschied zu den vorangegangenen Beispielen wurde die Beschichtung bei Unterdruck
durchgeführt. Die Verschleissfestigkeit der einzelnen Varianten wurde wiederum in
einem Zerspanungstest miteinander verglichen.
Schichtaufbau:
[0043]
Variante 1: 2 µm Ti (C0.6,N0,4)
1,5 µm TiN
1,5 µm Al2O3
0,5 µm TiN
1,5 µm AI203
Variante 2: 2 µm Ti(C0,6,N0,4)
1 µm TiN
ca. 0,5 µm Ti(N,B,O)
1,5 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
0,5 µm Ti(N,B,O)
1,5 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
Beschichtungsbedingungen:
[0044]
Ti(0,6,N0,4)-Schicht: Temperatur: 1020° C Druck: 5 k Pa
Gasgemisch: 83 Vol.-% H2
8 Vol.-% N2
4 Vol.-% CH4
5 Vol.-°/ TiCl4
Dauer: 130 min
TiN-Schicht: Temperatur: 1020° C
Druck: 6 k Pa
Gasgemisch: 65 Vol.-% H2
32 Vol.-% N2
7 Vol.-% TiCl4
Dauer: Variante 1 : 93 min
Variante 2: 62 min
Ti(N,B,O)-Schichten: Temperatur: 1020° C
Druck: 4 k Pa
Gasgemisch: 60,8 Vol.-% H2
27 Vol.-% N2
5 Vol.-% BCI3
7 Vol.-°/ TiCl4
0,2 Vol.-% CO2
Dauer: 35 min
Al2O3-Schichten: Temperatur: 1020° C
Druck: 4 k Pa
Gasgemisch: 76,8 Vol.-% H2
4,0 Vol.-% CO2
16 Vol.-% CO
3,2 Vol.-% AICI3
Dauer: 180 min/Schicht
Aluminium-Bor-Mischoxidschichten:
Temperatur: 1020° C
Druck: 4 k Pa
Gasgemisch: 76,5 Vol.-% H2
4,0 Vol.-% CO2
16 Vol.-% CO
3,2 Vol.-% AICI3
0,3 Vol.-% BCI3
Dauer: 180 min/Schicht
[0045] Mit den beschichteten Platten wurden Drehversuche auf Baustahl unter den in Beispiel
1 genannten Schnittbedingungen und Drehversuche auf Grauguss mit folgenden Schnittbedingungen
durchgeführt:
Werkstoff: Grauguss-Zusammensetzung wie bei Beispiel 1
Härte: 205 HB
Schnittgeschwindigkeit: v = 80 m/min
Vorschub: s = 0,28 mm/U
Spantiefe: a = 2 mm

[0046] Ein Vergleich der Beispiele 1 und 2 mit 3 zeigt, dass kein nenneswerter Unterschied
in der Qualität der Verschleissteile mit den jeweiligen Überzügen besteht, je nachdem
ob bei Atmosphärendruck oder im Unterdruckbereich beschichtet wurde.
Beispiel 4
[0047] Auf Wendeschneidplatten der gleichen Art wie in den vorhergehenden Beispielen wurde
wiederum bei Unterdruck ein erfindungsgemässerviellagiger Schichtaufbau ohne Unterlagsschicht
direkt auf dem Hartmetall aufgebracht (Variante 2). Dieser Schichtaufbau wird wiederum
mit einem von der Erfindung abweichenden viellagigen Schichtaufbau, der ebenfalls
ohne Unterlagsschicht aufgebracht ist (Variante 1), verglichen.
Schichtaufbau:
[0048]
Variante 1: 0,5 µm Ti(C0,6,N0,4)
0,8 µm Al2O3
0,3 µm Ti(C,N)
0,8 µm Al2O3
0,3 µm Ti(C,N)
0,8 µm Al2O3
0,3 µm Ti(C,N)
0,8 µm Al2O3
0,3 µm Ti(C,N)
0,8 µm Al2O3
Variante 2: 0,5 µm Ti (C,N,0)
0,8 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
0,2 µm Ti(C,N,O)
0,8 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
0,2 µm Ti(C,N,O)
0,8 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
0,2 µm Ti(C,N,O)
0,8 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
0,2 µm Ti(C,N,O)
0,8 µm Aluminium-Bor-Mischoxid
[0049] Sauerstoff-Gehalt der Ti(C,N,O)-Schichten ca. 2 Gew.-%.
Beschichtungsbedingungen:
[0050]
Ti(C0,6,N0,4)-Schichten
Gasgemisch: 83 Vol.-% H2
8 Vol.-% N2
4 Vol.-% CH4
5 Vol.-% TiCl4
Temperatur: 1020° C
Druck: 5 k Pa
Dauer: Unterlagsschicht: 32 min
Zwischenschichten: 20 min/Schicht
Ti(C,N,0)-Schichten
Gasgemisch: 82,9 Vol.-% H2
8 Vol.-% N2
4 Vol.-% CH4
5 Vol.-% TiCl4
0,1 Vol.-% CO2
Temperatur: 1020° C
Druck: 1 k Pa
Dauer: Unterlagsschicht: 45 min
Zwischenschichten: 18 min/Schicht
Al2O3-Schichten
Gasgemisch: 25 Vol.-% H2
6 Vol.-% CO2
66 Vol.-% Ar
3 Vol.-% AICI3
Temperatur: 1020° C
Druck: 4 k Pa
Dauer: 65 min/Schicht
Aluminium-Bor-Mischoxidschichten
[0051]
Gasgemisch: 25 Vol.-% H2
6 Vol.-% CO2
65,6 Vol.-% Ar 3 Vol.-% AICI3
0,4 Vol.-% BCI3
Temperatur: 1020° C
Druck: 4 k Pa
Dauer: 65 min/Schicht
Zerspanungstest:
[0052] Auf einer Baustahlwelle (0,6% C, Festigkeit 750 N/mm
2) wurden Drehversuche unter folgenden Schnittbedingungen durchgeführt: Schnittgeschwindigkeit:
v = 200 m/min Vorschub: s = 0,41 mm/U Spantiefe: a = 2 mm
[0053] Das Standzeitende war bei beiden Varianten durch Kolkverschleiss gegeben. Das Standzeitende
betrug bei Variante 1 32 min, bei der erfindungsgemässen Variante 2 41 min.
[0054] In den Beispielen wurde Hartmetall als Grundkörper verwendet. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf Hartmetall-Grundkörper beschränkt. Dererfindungsgemässe Schichtaufbau führt
ebenso bei anderen Grundkörpermaterialien wie z.B. bei Schnellstahl, Stellit oder
anderen warmfesten Legierungen zu einer unerwartet grossen Steigerung der Verschleissfestigkeit.
Desgleichen ist die Erfindung nicht auf Werkzeuge für die spanabhebende Bearbeitung
beschränkt. Sie erstreckt sich vielmehr auch auf Werkzeuge für die spanlose Bearbeitung
wie Ziehmatrizen und dgl. sowie auf Werkzeuge, die hauptsächlich erodierendem Verschleiss
ausgesetzt sind, wie z. B. Gesteinsbohrern.
1. Verschleissteil, insbesondere Hartmetall-Schneideinsatz zur spanabhebenden Bearbeitung
mit einem mehrschichtigen Hartstoffüberzug, wobei mindestens eine Schicht als Oxidschicht
ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der unmittelbar oder über eine Unterlagsschicht
auf dem Grundkörper aufgebrachte Überzug aus je einer oder mehreren Schichten von
Oxikarbiden und/ oder Oxikarbonitriden und/oder Oxinitriden und/ oder Oxiboriden und/oder
Oxibornitriden und/ oder Oxiborkarbonitriden der Elemente Ti, Zr, Hf, B, Si, AI mit
einem Sauerstoff-Gehalt von 0,1 bis 5 Gew.-% jeweils im Wechsel mit einer oder mehreren
Schichten von Aluminium-Bor-Mischoxiden mit Bor-Gehalten von 0,01 bis 1 Gew.-%, besteht.
2. Verschleissteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagsschicht
einen ein- oder mehrlagigen Schichtaufbau aus einem oder mehreren Karbiden, Nitriden,
Karbonitriden, Boriden oder Bornitriden der Elemente der IV. bis VI. Gruppe des Periodensystems
aufweist.
3. Verschleissteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar am Grundkörper
oder über eine Unterlagsschicht eine Schicht aus Titanoxikarbonitrid und/oderTitanoxinitrid
mit einer Schichtdicke von 0,05 bis 1 µm und anschliessend daran eine Aluminium-Bor-Mischoxid-
schicht mit einer Schichtdicke von 2 bis 10 µm aufgebracht sind.
4. Verschleissteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar am Grundkörper
oder über eine Unterlagsschicht eine Schicht aus Titanoxikarbonitrid und/oder Titanoxinitrid
mit einer Schichtdicke von 0,1 bis 1 µm und anschliessend daran abwechselnd 2 bis
8 Aluminium-Bor-Mischoxidschichten mit Schichtdicken von 0,3 bis 2 µm jeweils im Wechsel
mit 1 bis 7 Schichten aus Titanoxikarbonitrid und/oder Titanoxinitrid mit Schichtdicken
von 0,05 bis 0,5 µm aufgebracht sind.
5. Verschleissteil nach Anspruch 3-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Titanoxikarbonitrid-und/oder
Titanoxinitridschichten einen Sauerstoff-Gehalt von 0,5 bis 3 Gew.-% aufweisen.
6. Verschleissteil nach Anspruch 3-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminium-Bor-Mischoxidschichten
einen Bor-Gehalt von 0,04 bis 0,4 Gew.-% aufweisen.
7. Verschleissteil nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagsschicht
vom Grundkörper ausgehend die Schichtfolge Titankarbid und/oder Titankarbonitrid und/oder
Titannitrid mit einer Gesamtschichtdicke von 1 bis 8 Jlm aufweist.
8. Verschleissteil nach Anspruch 1 -7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischoxide
einen Stickstoff-Gehalt von 0,14-2,76 Gew.-% (0,2 bis 4 Atom %) aufweisen.
9. Verfahren zur Herstellung eines Verschleissteiles nach den Ansprüchen 1 -8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Abscheidung der Hartstoffbeschichtung nach dem CVD-Verfahren
erfolgt, wobei die chemische Zusammensetzung der einzelnen Schichten durch entsprechende
Mischungsverhältnisse der Reaktionsgase festgelegt werden.
10. VerfahrenzurHerstellungeinesVerschleissteiles nach den Ansprüchen 1-8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Herstellung einzelner Schichten von entsprechender chemischer
Zusammensetzung sowohl über die Abscheidung nach dem CVD-Verfahren als auch durch
Interdiffusion zwischen angrenzenden Schichten erfolgt.
1. Pièce d'usure, en particulier pièce de rechange de découpe en métal dur ou carbure
pour l'usinage, par enlèvement de copeaux, avec un revêtement en matériau dur multi-couches,
selon lequel est réalisé au moins une couche sous forme de couche d'oxyde, caractérisée
en ce que le revêtement déposé sur le corps ou matériau de base immédiatement ou sur
une couche sous-jacente se compose, soit d'une, soit de plusieurs couches d'oxycarbure
et/ou d'oxycarbonitrure et/ou d'oxynitrure et/ou d'oxyborure et/ou d'oxyboro- nitrure
et/ou d'oxyborocarbonitrure, des éléments Ti, Zr, Hf, B, Si, AI avec une teneur en
oxygène de 0,1 à 5% en poids, respectivement en alternance avec une ou plusieurs couches
d'oxyde mixte aluminium-bore, avec une teneur en bore de 0,01 à 1 % en poids.
2. Pièce d'usure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche sous-jacente
présente une formation de couches à un ou plusieurs dépôts d'un ou plusieurs carbures,
nitrures, carbonitrures, borures ou boronitrures des IVe à Vle groupes du système périodique.
3. Pièce d'usure selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'immédiatement sur
le corps de base ou sur une couche sous-jacente, sont déposées une couche d'oxycarbonitrure
de titane et d'oxynitrure de titane avec une épaisseur de couche de 0,05 et en liaison
avec celle-ci, une couche d'oxyde mixte d'aluminium-bore avec une épaisseur de couche
de 2 à 10 Jlm.
4. Pièce d'usure selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'immédiatement sur
le corps de base ou sur une couche sous-jacente, sont déposées une couche d'oxycarbonitrure
de titane et/ou d'oxynitrure de titane avec une épaisseur de couche de 0,1 à 1 Jlm et en liaison avec celle-ci, alternativement 2 à 8 couches d'oxyde mixte d'aluminium-bore
avec des épaisseurs de couche de 0,3 à 2 µm, respectivement en alternance avec 1 à
7 couches d'oxycarbonitrure de titane et/ou d'oxynitrure de titane avec des épaisseurs
de couche de 0,05 à 0,5 µm.
5. Pièce d'usure selon les revendications 3 et 4, caractérisée en ce que les couches
d'oxycarboni- trure de titane et/ou d'oxynitrure de titane présentent une teneur en
oxygène de 0,5 à 3% en poids.
6. Pièce d'usure selon les revendications 3 et 5, caractérisée en ce que les couches
d'oxyde mixte d'aluminium-bore présentent une teneur en bore de 0,04 à 0,4% en poids.
7. Pièce d'usure selon les revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la couche
sous-jacente présente depuis la séquence de couches carbure de titane et/ou carbonitrure
de titane et/ou nitrure de titane une épaisseur de couches totale de 1 à 8 µm.
8. Pièce d'usure selon les revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'oxyde mixte
présente une teneur en azote de 0,14-2,76% en poids (0,2 à 4 atomes %).
9. Procédé de fabrication d'une pièce d'usure selon les revendications 1 à 8, caractérisé
en ce qu'on réalise le dépôt de formation de couches en matériau dur selon le procédé
CVD, selon lequel on peut fixer la composition chimique des différentes couches par
un rapport correspondant du mélange des gaz réactionnels.
10. Procédé de fabrication d'une pièce d'usure selon les revendications 1 à 8, caractérisé
en ce que la fabrication des différentes couches de compositions chimiques correspondantes
se produit aussi bien par le dépôt selon le procédé CVD qu'également par interdiffusion
entre des couches limitrophes.
1. Wearing part, preferably hard-metal cutting insert for machining, having a multilayered
coating of hard material which about at least one layer is an oxide layer, characterized
in, that the coating is applied to the basic body directly or to backing layer, consisting
of one or more layers of oxycar- bides and/or oxycarbon nitrides and/or oxynitrides
and/or oxyborides and/or oxyboron nitrides and/or oxyboron carbon nitrides of the
elements Ti, Zr, Hf, B, Si, Al, having an oxygen content in a range between 0,1 and
5% by weight, alternating with one or more layers of aluminium-boron mixed oxides,
having boron contents in a range between 0,01 and 1% by weight.
2. Wearing part according to claim 1, characterized in, that the backing layer has
a single- or multilayer structure composed of one or more carbides, nitrides, carbon
nitrides, borides or boron nitrides of the elements of Groups IV to VI of the Periodic
System.
3. Wearing part according to claim 1, characterized in, that directly to the basic
body or to a backing layer are applied a layer of titanium oxycarbon nitride and/or
titanium oxynitride having a layer thickness in a range between 0,05 and 1 µm and
subsequently an aluminium-boron mixed oxide layer having a layer thickness in a range
between 2 and 10 µm.
4. Wearing part according to claim 1, characterized in, that directly to the basic
body or to a backing layer are applied a layer of titanium oxycarbon nitride and/or
titanium oxynitride having a layer thickness in a range between 0,1 and 1 µm and subsequently
2 to 8 aluminium-boron mixed oxide layers having layer thicknesses in a range between
0,3 and 2 µ alternating with 1 to 7 layers of titanium oxycarbon nitride and/or titanium
oxynitride having layer thicknesses in a range between 0,05 and 0,5 Jlm.
5. Wearing part according to claims 3 to 4, characterized in, that the layers of titanium
oxycarbon nitride and/or titanium oxynitride have an oxygen content in a range between
0,5 and 3% by weight.
6. Wearing part according to claims 3 to 5, characterized in, that the aluminium-boron
mixed layers have a boron content in a range between 0,04 and 0,4% by weight.
7. Wearing part according to claims 1 to 6, characterized in, that the backing layer
has the layer sequence titanium carbide and/or titanium carbon nitride and/or titanium
nitride having a total layer thickness in a range between 1 and 8 µm.
8. Wearing part according to claims 1 to 7, characterized in, that the mixed oxides
have a nitrogen content in a range between 0,14 and 2,76% by weight.
9. Method for the production of a wearing part according to claims 1 to 8, characterized
in, that the deposition of the hard material coating occurs by a CVD-process while
adjusting the mixing ratios of the reaction gases to fix the chemical composition
of the individual layers.
10. Method for the production of a wearing part according to claims 1 to 8, characterized
in, that the fixation of the chemical composition of individual layers occurs as well
by deposition according to a CVD-process as by interdiffusion between adjacent layers.