[0001] Die Erfindung betrifft druckempfindliche Aufzeichnungsblätter, insbesondere ein Farbentwicklungsblatt
für druckempfindliche Aufzeichnungsblätter, das ein Aufzeichnungsbild mit erhöhter
Bilddichte und überlegener Lichtechtheit ergibt.
[0002] Im allgemeinen bestehen die druckempfindlichen Aufzeichnungsblätter aus einem oberen
Blatt (CB-beschichtete Unterseite) und einem unteren Blatt (CF-beschichtete Oberseite).
[0003] Die Unterseite des oberen Blattes wird mit Mikrokapseln beschichtet, die einen elektronenabgebenden,
farblosen oder schwachfarbigen chromogenen Farbstoff enthalten, der in einem organischen
Lösungsmittel (Kapselöl) gelöst ist. Die Oberfläche des unteren Blattes wird mit einer
Farbentwicklungsschicht beschichtet, die ein elektronenaufnehmendes Farbentwicklungsmittel
enthält. Wenn die mit Mikrokapseln beschichtete Oberfläche auf die mit einer Farbentwicklungsschicht
beschichtete Oberfläche gelegt und ein lokalisierter Druck, z.B. durch einen Kugelschreiber,
eine Schreibmaschine usw., auf die druckempfindlichen Aufzeichnungsblätter ausgeübt
wird, so zerbrechen die Mikrokapseln unter dem angewendeten Druck, und das den chromogenen
Farbstoff enthaltende Kapselöl gelangt in die das Farbentwicklungsmittel enthaltende
Schicht. Der chromogene Farbstoff reagiert mit dem Farbentwicklungsmittel unter Bildung
eines Bildes in dem gewünschten Aufzeichnungsmuster.
[0004] Die Oberfläche des mittleren Blatts (CFB-beschichtete Ober- und Unterseite) wird
mit einer Schicht beschichtet, die ein Farbentwicklungsmittel umfaßt, und die Unterseite
des mittleren Blatts wird mit Mikrokapseln beschichtet, die den chromogenen Farbstoff
enthalten. Wenn man ein oder mehrere CFB-Blätter zwischen das CB- und CF-Blatt legt,
kann man eine odere mehrere Kopien erhalten.
[0005] Bekannte Farbentwicklungsmittel sind
(1) anorganische feste Säuren, wie aktivierter Ton (beispielsweise in der japanischen
Patentpublikation 7622/1966 beschrieben), Attapulgit (beispielsweise in der US-PS
271 2507 beschrieben) u.s.w.,
(2) substituierte Phenole und Diphenole (beispielsweise in der japanischen Patentpublikation
(9309/1965 beschrieben,
(3) p-subst.-Phenol-Formaldehyd-Polymere (beispielsweise in der japanischen Patentpublikation
20144/ 1967 beschrieben,
(4) Metallsalze aromatischer Carbonsäuren (beispielsweise in der japanischen Patentpublikation
10856/ 1974 beschrieben),
(5) 2,2'-Bisphenolsulfonverbindungen (beispielsweise in JP-OS 106313/1979 beschrieben)
und so weiter.
[0006] Von diesen Farbentwicklungsmitteln wird der aktivierte Ton hergestellt, indem man
zum Zweck des Auflösens von Aluminium, Eisen und anderen basischen Bestandteilen den.
sauren Ton oder dergleichen mit einer Mineralsäure behandelt und dadurch seine spezifische
Oberfläche vergrößert. Eine spezifische Oberfläche von über 200 m
2/g ergibt einen bevorzugten Farbentwicklungseffekt.
[0007] Aktivierter Ton hat den Vorteil, daß er viel billiger ist als bekannte organische
Farbentwicklungsmittel. Als Farbe für das Bild der druckempfindlichen Aufzeichnungsblätter
gab es früher nur die blaue Farbe, da Kristallviolettlacton (CVL), Benzoylleuco-Methylenblau
(BLMB) u.s.w. als Farbbildner verwendet wurden.
[0008] Derartige Farbbildner werden bei dem Aufzeichnungsblatt gemäß der GB-A-2 060 017
eingesetzt. Die Farbentwicklungsschicht bei diesem bekannten Aufzeichnungsblatt kann
unter anderem aktivierten Ton, eine Thioharnstoffverbindung, Zinkoxid und/oder Zinkhydroxyd
und ein Novolakharz enthalten.
[0009] Der Markt verlangte jedoch druckempfindliche Aufzeichnungsblätter, die ein schwarzes
Bild liefern. Für diesen Zweck wurden Mischungen von zwei oder mehr verschiedenen
Farbstoffen, die mehrere Farbtöne haben, vorgeschlagen, man vergleiche die japanischen
Patentpublikationen 4698/1970, 4614/1971, usw.
[0010] Beispielsweise kann der eine schwarze Farbe entwickelnde Farbstoff durch die Kombination
von Blau-und Gelb-orange-Farbstoff, von Blau- und Gelb- und Gelborange- und Rotfarbstoff,
von drei Grundfarbstoffen, wie Blau-Grün-Rotfarbstoffen, u.s.w., oder von zwei Farbstoffen,
die miteinander Gegenfarben bilden, hergestellt werden.
[0011] Dieses Verfahren ist jetzt auf druckempfindliche Aufzeichnungsblätter unter Verwendung
von anorganischen festen Säuren, wie aktiviertem Ton, Attapulgit, usw., angewendet
worden. Es hat jedoch den Nachteil, daß Farbtonänderungen in der Zeit zwischen Anfangsfarbbildung
und dem-Maximum-der Farbbildung, bei der Einwirkung von Sonnenlicht oder UV-Strahlung
oder während der Lagerung über längere Zeit stattfinden, weil je nach den Farbstoffarten
die Farbbildungsgeschwindigkeit und die Beständigkeit gegenüber Licht, Temperatur
und Feuchtigkeit verschieden sind. Ferner hat es häufig den Nachteil, daß das Mischen
der Farbstoffe und die Farbbildung viel Zeit benötigen, und daß wegen der Verwendung
von vielen Farbstoffarten in großer Menge die Aufzeichnungsblätter teuer sind und
die Löslichkeit der Farbstoffe in einem Lösungsmittel (Kapselöl) schwierig ist.
[0012] Zur Überwindung der vorstehend angegebenen Nachteile sind Fluoranfarbstoffe, die
selbst eine schwarze Farbe bilden, entwickelt worden. Beispiele für Farbstoffe dieses
Typs sind 3 - Diäthylamino - 6 - methyl - 7 - anilinofluoran, 3 - (N - Cyclohexyl
- N - methylamino) - 6 - methyl - 7 - anilinofluoran, 3 - Diäthylamino - 6 - methyl
- 7 - (ortho,para - dimethylanilino) - fluoran, 3 - (N - Äthyl - p - toluidino) -
6 - methyl - 7 - anilinofluoran, usw.
[0013] Besonders bei der Verwendung von organischen Farbentwicklungsmitteln, wie p-subst.-Phenol-Formaldehyd-polymeren,
Metallsalzen aromatischer Carbonsäuren, Metallsalzen der 2,2'-Bisphenolsulfonverbindungen,
weisen solche Fluoranfarbstoffe allein oder in Mischung mit ein wenig Farbstoff aus
der Reihe der blauen oder roten Farbstoffe oder dergleichen, der als eine Gegenfarbe
wirkt, folgende Eigenschaften auf:
(1) Man erhält ein schwarzes Bild und
(2) die Farbtonänderung in Abhängigkeit von der Zeit ist gering.
[0014] Solche Fluoranfarbstoffe haben bei Verwendung mit anorganischen Farbentwicklungsmitteln,
wie aktiviertem Ton, die Nachteile, daß sie ein rötlich-schwarzes oder grünlich-schwarzes
Bild ergeben, das erhaltene Bild einer Farbtonänderung oder Verblassung unterliegt,
wobei es rotbraun wird, und daß ein Bild mit einem beständigen Farbton nicht erhalten
werden kann.
[0015] Daher hat man das oben genannte Verfahren, bei dem Farbstoffe kombiniert werden,
eingesetzt, obwohl aktivierter Ton preisgünstiger war als organische Farbentwicklungsmittel
und überlegene Farbentwicklungsfähigkeit besaß.
[0016] In der nicht vorveröffentlichten EP-A-81228 (dieses Dokument fällt somit unter Art.
54 (3) EPÜ) ist ein Aufzeichnungsblatt beschrieben, bei dem oben genannte Fluoranfarbstoffe
eingesetzt werden. Die Farbentwicklungsschicht enthält aktivierten Ton, Zinkcarbonat
und eine Thioharnstoffverbindung.
[0017] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Farbentwicklungsblatt zu schaffen,
das mit einem Obertragungsblatt und einem eine schwarze Farbe bildenden Fluoranfarbstoffs
ein rein schwarz gefärbtes Bild mit erhöhter Bilddichte, überlegener Lichtechtheit
und geringer Farbänderung ergibt. Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde,
ein Farbentwicklungsblatt zu schaffen, das mit einem Obertragungsblatt und einem eine
blaue Farbe entwickelnden Farbstoffs ein blau gefärbtes Bild mit überlegener Farbentwicklungsfähigkeit,
Haltbarkeit und Lichtechtheit ergibt.
[0018] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch ein Farbentwicklungsblatt für druckempfindliche
Aufzeichnungsblätter gelöst, das auf einem Träger eine Farbentwicklungsschicht aufweist,
die zur Entwicklung von Farbbildern bei der Berührung mit einem Farbbildner befähigt
ist, wobei die Farbentwicklungsschicht mindestens aktivierten Ton, Zinkcarbonat, eine
Thioharnstoffverbindung und eine Bisphenolverbindung enthält.
[0019] Das erfindungsgemäße Farbentwicklungsblatt ergibt ein Aufzeichnungsbild mit erhöhter
Bilddichte und überlegener Lichtechtheit.
[0020] Typische Beispiele für erfindungsgemäße, eine schwarze Farbe entwickelnde Farbstoffe
sind 3 - (N - Äthyl - N - isoamyl)amino - 6 - methyl - 7 - anilinofluoran, 3 - Pyrrolidino
- 6 - methyl - 7 - anilinofluoran, 3 - Pyrrolidino - 6 - methyl - 7 - anilinofluoran,
3 - (N - Cyclohexyl - N - methylamino) - 6 -methyl -7 -anilinofluoran,3 -Diäthylamino
-7 -(m -trifluoromethylanilino)fluoran,3 -(N -Äthyl - p - toluidino) - 6 - methyl
- 7 - anilinofluoran, 3 - (N - Äthyl - p - toluidino). - 6 - methyl - 7 - (p - methylanilino)fluoran,
3 - Diäthylamino - 6 - methyl - 7 - anilinofluoran, 3 - Diäthylamino - 6 - methyl
- 7 - (p - n - butylanilino)fluoran, 3 - Diäthylamino - 6 - methyl - 7 - (o,m - dimethylanilino)fluoran,
3 - Diäthylamino - 6 - methyl - 7 - (o,p - dimethylanilino)fluoran, 3 - n - Dibutylamino
- 6 - methyl - 7 - (o - chloroanilino)fluoran, 3 - Diäthylamino - 7 - (o - chloranilino)
- fluoran, 3 - Diäthylamino - 7 - cyclohexylanilinofluoran und 3 - Pyrrolidino - 7
- cyclohexylanilinofluoran.
[0021] Typische Beispiele für eine blaue Farbe entwickelnde-Farbstoffe sind Triphenylmethanphthalid-Farbstoffe,
wie 3,3' - Bis(diäthylaminophenyl) - 6 - dimethylaminophthalid (Kristallviolettlacton:CVL);
Phenothiazinfarbstoffe, wie 3,7 - Bis(dimethylamino) - 10 - benzoylphenothiazin (Benzoylleucomethylen-
blau:BLMB); Phenoxazinfarbstoffe, wie 3,7 - Bis(dimethylamino) - 10 - benzoylphenoxazin;
und dgl.
[0022] Diese Farbstoffe können allein oder in Mischung mit anderen Farbstoffen verwendet
werden. Ferner können bei dieser Erfindung auch Farbstoffe verwendet werden, die zur
Bildung einer roten, grünen oder dgl. Farbe führen.
[0023] Die Farbstoffe werden in einem organischen Lösungsmittel gelöst und durch Koazervierungs-
verfahren(vgl. beispielsweise US-Patentschrift 2800457), Grenzflächen-Polymerisations-Verfahren
(vgl. beispielsweise japanische Patentpublikation 19578/1963), "in-situ"-Polymerisationsverfahren
(vgl. beispielsweise japanische Patentpublikation 45133/1974) und dgl. eingekapselt.
Sie werden dann auf einen Träger aufgetragen, um ein Übertragungsblatt herzustellen.
Die Verwendung von Zinkcarbonat, Thioharnstoffverbindungen und Bisphenolverbindungen
neben aktiviertem Ton in der Farbentwicklungsschicht führt in Verbindung mit dem Fluoranfarbstoff
zu einem rein schwarz gefärbten Bild mit einer erhöhten Bilddichte, und einer verbesserten
Lichtechtheit und Farbtonänderung. Diese Vorteile gelten auch für Bilder, die bei
Verwendung eines blauen Farbstoffes erhalten werden. Bei dieser Erfindung führt die
Zugabe von Thioharnstoffverbindungen zu einem rein schwarzen Farbton, einer verbesserten
Lichtechtheit und einer geringen Farbtonänderung.
[0024] Typische Beispiele für Thioharnstoffverbindungen sind Thioharnstoff, Trimethylthioharnstoff,
Diäthylthioharnstoff, Dibutylthioharnstoff, Dilaurylthioharnstoff, Äthylenthioharnstoff,
Diphenylthioharnstoff und dgl. Von den zuvor erwähnten Thioharnstoffverbindungen sind
Trimethylthioharnstoff, Diäthylthioharnstoff, Dibutylthioharnstoff und Diphenylthioharnstoff
erfindungsgemäß bevorzugt.
[0025] Die Zugabe von Zinkcarbonat führt zu erhöhter Bilddichte, überlegener Lichtechtheit
und verbessertem Farbton.
[0026] Die Zugabe von Bisphenolverbindungen ruft erhöhte Bilddichte und stark verbesserte
Lichtechtheit hervor. Diese Effekte sind bei einem blauen Bild besonders ausgezeichnet.
[0027] Typische Beispiele für Bisphenolverbindungen sind 2,2' - Bis(4' - hydroxyphenyl)
- propan, 2,2' - Bis(4' - hydroxyphenyl)butan, 2,2' - bis(3' - methyl - 4' - hydroxyphenyl)propan,
1,1' - Bis(4' - hydroxyphenyl)methan, 1,1' - Bis(4' - hydroxyphenyl) - äthan, 1,1'
- Bis(4' - hydroxyphenyl)butan, 1,1' - Bis(4' - hydroxyphenyl)heptan, 2,2' - Bis(3'
- phenyl - 4' - hydroxyphenyl)propan, 2,2' - Bis(3' - äthyl - 4' - hydroxyphenyl)propan,
2,2' - Bis(3' - isopropyl - 4' - hydroxyphenyl)propan und 2,2' - Bis(3' - cyclohexyl
- 4' - hydroxyphenyl)propan. Diese Bisphenolverbindungen können allein oder im Gemisch
verwendet werden. Von den zuvor erwähnten Bisphenolverbindungen sind 2,2' - Bis(4'
- hydroxyphenyl)propan (Bisphenol A), 2,2' - Bis(4' - hydroxyphenyl)butan erfindungsgemäß
bevorzugt.
[0028] Die Verwendung der Zinkcarbonat Thioharnstoffverbindungen und Bisphenolverbindungen
führt zu deutlichen Effekten, nämlich zu einem rein schwarzen Bild mit erhöhter Bilddichte,
überlegener Lichtechtheit und geringer Farbänderung bei Verwendung eines Obertragungsblatts
mit einem eine schwarze Farbe entwickelnden Fluoranfarbstoff und zu einem farbigen
Bild mit überlegener Farbentwicklungsfähigkeit, Haltbarkeit und Lichtechtheit bei
Verwendung eines Obertragungsblatts mit einem eine blaue, rote oder grüne Farbe entwickelnden
Farbstoff.
[0029] Die Farbentwicklungsschicht kann auch Bindemittel und anorganische Pigmente enthalten.
[0030] Typische Beispiele für Bindemittel sind natürliche oder synthetische Polymere, wie
Stärke, Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Gelatine, Gummiarabkum, Polyvinylalkohole,
Casein, Styrol-Butadiencopolymerlatices und dgl.
[0031] Typische Beispiele für anorganische Pigmente sind natürliche oder synthetische anorganische
Pigmente wie Ton, Talk, Kaolin, Calciumcarbonat, basisches Magnesiumcarbonat, Bariumsulfat,
Bariumcarbonat, Aluminiumhydroxid, Zinkweiß und dgl.
[0032] Bei dem erfindungsgemäßen Farbentwicklungsblatt ist es vorteilhaft, 3 bis 20 Gew.-Teile
Zinkcarbonat, 1 bis 30 Gew.-Teile Thioharnstoffverbindung und 0,1 bis 5 Gew.-Teile
Bisphenolverbindung pro 100 Gew.-Teile des aktivierten Tones, und 10 bis 40 Gew.-Teile
Bindemittel, bezogen auf 100-Gew.-Teile Gesamtfeststoffgehalt, zu verwenden.
[0033] Der pH-Wert der Beschichtung ist üblicherweise etwa 7 bis 10, aber es ist wünschenswert,
zur Erzielung einer günstigeren Fluidität und Beschichtungsfunktion einen niedrigen
pH-Wert zu verwenden.
[0034] Das erfindungsgemäße Farbentwicklungsblatt hat den Vorteil, daß es unter Verwendung
der Beschichtungsfarbe mit einem niedrigen pH-Wert eine überlegene blaue Bilddichte
ergibt. Vorteilhafterweise beträgt die Farbmenge in der Farbentwicklungsschicht 3
bis 10 glm
2.
[0035] Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung:
Beispiel 1
(Übertragungsblatt für ein blaues Bild)
[0036] 20 Gew.-Teile Gelatine mit einem isolektrischen Punkt-pH-Wert von 8 wurden in 160
Gew.-Teilen Wasser aufgelöst. Dazu wurden 80 Gew.-Teile des Öls, das durch Auflösen
von 3 Gew-% Kristallviolettlacton (CVL) und 1 Gew.-% Benzoyl-leuco-methylenblau (BLMB)
in alkyliertem Naphthalin hergestellt worden war, zugegeben und emulgiert und dispergiert,
um eine Dispersion zu erhalten.
[0037] Zur Dispersion wurde eine Lösung von 20 Gew.-Teilen Gummiarabikum in 160 Gew.-Teilen
Wasser gegeben, und 550 Gew.-Teile Wasser wurden unter weiterem Rühren zugegeben.
Dann wurde eine 10%ige wäßrige Essigsäurelösung zugefügt, um den pH-Wert der Lösung
auf 4,4 einzustellen, wobei die Komplex-Koazervierung durchgeführt wurde. Alle obigen
Prozesse wurden bei einer Lösungstemperatur von über 50°C durchgeführt. Nach Abkühlung
der Lösung auf 10°C wurden dazu 3,8 Gew.-Teile einer 37%igen wäßrigen Formalinlösung
als Versteifungsmittel zugegeben. Nach dem Umrühren wurde der pH-Wert des Systems
mit einer 20%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung auf 9 eingestellt. Auf diese Weise
wurde eine Beschichtungsfarbe aus Mikrokapseln erhalten, die einen Farbbildner enthalten.
Die Beschichtungsfarbe wurde auf ein Basispapier mit einem Gewicht von 40 g/m
2 in einer Beschichtungsmenge von 5 g/m
2 aufgetragen, dies ergab ein Übertragungsblatt.
(Übertragungsblatt für ein schwarzes Bild)
[0038] Ein Übertragungsblatt für ein schwarzes Bild wurde in der gleichen Weise hergestellt,
wobei man jedoch 80 Gew.-Teile des Öls, das durch Auflösen von 4 Gew-% 3-Diäthylamino-6-methyl-7-anilinofluoran
. hergestellt worden war, anstelle des obigen CVL und BLMB enthaltenden Öls verwendete.
[0039] 1 Gew.-Teile Natriumpyrophosphat als Dispergier mittel wurde in 300 Gew.-Teilen Wasser
aufgelöst. Zu der Lösung wurden 100 Gew.-Teile des aktivierten Tons gegeben, um eine
Dispersion zu erhalten. Zu der Dispersion wurden 5 Gew.-Teile Zinkcarbonat gegeben.
Dazu wurden 15 Gew.-Teile Diäthylthioharnstoff, 1 Gew.-Teil 2,2' - Bis(4' - hydroxyphenyl)propan
(Bisphenol A) gegeben und dann gerührt, wobei Diäthylthioharnstoff und Bisphenol A
mittels einer Reibmühle, Sandschleifmaschine, usw. fein zermahlen wurde. Zu dem erhaltenen
Gemisch wurden 60 Gew.-Teile Styrol-Butadien-Copolymer-Latex (enthaltend 50% Feststoffgehalt)
gegeben. Dann wurde eine wäßrige Natriumhydroxidlösung zugefügt, um den pH-Wert des
Systems auf 7 einzustellen.
[0040] Die erhaltene Beschichtungsfarbe wurde auf ein Basispapier mit einem Gewicht von
40 g/m
2 in einer Beschichtungsmenge von 7 g/m
2 aufgetragen, wodurch man ein Farbentwicklungsblatt erhielt.
Beispiele 2-6
(Übertragungsblätter)
[0041] Die Übertragungsblätter gemäß Beispiel 1 für ein blaues und ein schwarzes Bild wurden
als solche verwendet.
(Farbentwicklungsblätter)
[0042] Verschiedene Thioharnstoffverbindungen, Zinkcarbonat und Bisphenol A wurden mit aktiviertem
Ton in in Tabelle 1 angegebenen Mischverhältnissen unter sonst gleichen Bedingungen
wie in Beispiel 1 verwendet, um die Farbentwicklungsblätter herzustellen.
Vergleichsversuche 1-15
(Übertragungsblätter)
Es wurden
[0043] Übertragungsblätter gemäß Beispiel 1 für ein blaues und schwarzes Bild verwendet.
(Farbentwicklungsblätter)
[0044] Die aus der Tabelle ersichtlichen Farbentwicklungsblätter, die keine Thioharnstoffverbindung,
kein Zinkcarbonat und/oder keine Bisphenolverbindung enthalten, wurden unter den gleichen
Bedingungen hergestellt, die im Beispiel 1 beschrieben sind.
[0045] Die Übertragungsblätter und die Farbentwicklungsblätter, die gemäß den Beispielen
1-6 und den Vergleichsversuchen 1-15 erhalten wurden, wurden hinsichtlich der Bilddichte,
des Farbtons, der Lichtechtheit und der Farbtonänderung wie folgt geprüft.
1) Bilddichte:
[0046] Ein Übertragungsblatt und ein Farbentwicklungsblatt werden so aufeinander gelegt,
daß sich die beschichteten Oberflächen der Blätter gegenseitig berühren.
[0047] Die gestapelten Blätter beschreibt man mit einer Schreibmaschine, so daß sich eine
Farbe bildet. Der Reflexionsgrad des Blattes 24 Stunden nach der Farbentwicklung wird
unter Verwendung eines Hunter-Reflektometers (von Toyo Seiki Seisaku-Sho, Ltd. hergestellt)
unter Verwendung eines bernsteinfarbenen Filters gemessen.
[0048] Die Farbentwicklungsrate wird aus dem Reflexionsgrad 1
0 des Blattes vor der Farbentwicklung und dem Reflexionsgrad 1
1 des Blattes 24 Stunden nach der Farbentwicklung wie folgt berechnet:
(Bilddichte wird als Farbentwicklungsrate ausgedrückt)
Höhere Farbentwicklungsrate ist besser.
2) Farbton:
[0049] Der Farbton des Farbentwicklungsblattes auf dem gemäß dem unter 1) beschriebenen
Verfahren ein
' Bild erzeugt worden ist, wird mit dem bloßen Auge 24 Stunden nach der Farbentwicklung
bewertet.
3) Lichtechtheit:
[0050] Das Farbentwicklungsblatt auf dem gemäß dem unter 1) beschriebenen Verfahren ein
Bild erzeugt worden ist, wird 2 Stunden mit Sonnenlicht bestrahlt, worauf die Lichtechtheit
bewertet wird.
4) Farbtonänderung:
[0051] Das Farbentwicklungsblatt, auf dem gemäß dem unter 1) beschriebenen Verfahren ein
Bild erzeugt worden ist, wird 2 Stunden mit Sonnenlicht bestrahlt, die Farbtonänderung
wird mit dem bloßen Auge bewertet.
[0053] Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, ergeben die Beispiele 1-6 ein blaues und schwarzes
Bild mit hoher Bilddichte überlegenem Bildfarbton und ausgezeichneter Lichtechtheit
sowie verbesserter Farbtonänderung.
[0054] Die Vergleichsversuche ergeben dagegen Bilder mit ungenügender Lichtechtheit bei
blauen Bildern und mit verschlechterter Farbtonänderung. Weiter ergeben die Vergleichsversuche
1-4 Bilder mit einem rötlichschwarzen Farbton bei schwarzen Bildern, ungenügender
Lichtechtheit und großer Farbtonänderung. Sie haben daher keine praktische Verwendungsmöglichkeit.
1. Farbentwicklungsblatt für druckempfindliche Aufzeichnungsblätter, das auf einem
Träger eine Farbentwicklungsschicht aufweist, die zur Entwicklung von Farbbildern
bei der Berührung mit einem Farbbildner befähigt ist und die mindestens aktivierten
Ton, eine anorganische Zinkverbindung, eine Thioharnstoffverbindung und eine phenolische
Verbindung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbentwicklungsschicht als anorganische
Zinkverbindung Zinkcarbonat und als phenolische Verbindung eine Bisphenolverbindung
enthält.
2. Farbentwicklungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Thioharnstoffverbindung
mindestens eine Verbindung aus der Gruppe Trimethylthioharnstoff, Diäthylthioharnstoff,
Dibutylthioharnstoff und Diphenylthioharnstoff ist.
3. Farbentwicklungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbentwicklungsschicht
3 bis 20 Gew.-Teile Zinkcarbonat, 1 bis 30 Gew.-Teile der Thioharnstoffverbindung
und 0.1 bis 5 Gew.-Teile Bisphenolverbindung, bezogen auf 100 Gew.-Teile aktivierten
Tons, enthält.
4. Farbentwicklungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bisphenolverbindung
mindestens eine Verbindung aus der Gruppe 2,2' - Bis(4' - hydroxyphenyl) - propan,
2,2' - Bis(4' - hydroxyphanyl)butan, 2,2' - Bis(3' - methyl - 4' - hydroxyphenyl)propan,
1,1' - Bis(4' - hydroxyphenyl)methan, 1,1' - Bis(4' - hydroxyphenyl)äthan, 1,1' -
Bis(4' - hydroxyphenyl)butan, 1,1' - Bis(4' - hydroxyphenyl)heptan, 2,2' - Bis(3'
- phenyl - 4' - hydroxyphenyl)propan, 2,2' - Bis(3' - äthyl - 4' - hydroxyphenyl)propan,
2,2' - Bis(3' - isopropyl - 4' - hydroxyphenyl)propan und 2,2' - Bis(3' - cyclohexyl
- 4' - hydroxyphenyl)propan ist.
5. Farbentwicklungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbmenge
in der Farbentwicklungsschicht auf dem Träger 3 bis 10 g/m2 beträgt.
6. Druckempfindliches Aufzeichnungsblatt, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbbildner
aus Mikrokapseln besteht, die mindestens einen farblosen oder schwachfarbigen, eine
schwarze Farbe entwickelnden Fluoranfarbstoff enthalten und daß das Farbentwicklungsblatt
ein Farbentwicklungsblatt nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5 ist.
1. Feuille de développement de couleurs pour feuilles d'enregistrement sensibles à
la pression, qui comprend, sur un support, une couche de développement de couleurs
qui est apte au développement d'images couleur sous l'effet du contact avec un agent
chromogène, et qui contient au moins de l'argile activée, un composé minéral de zinc,
un dérivé de thio-urée et un dérivé phénoiique, caractérisée en ce que la couche de
développement de couleurs contient comme composé minéral de zinc du carbonate de zinc
et comme dérivé phènolique un dérivé de bisphénol.
2. Feuille de développement de couleurs selon la revendication 1, caractérisée en
ce que le dérivé de thio-urée est au moins un dérivé appartenant au groupe de la triméthylthio-urée,
la diéthylthio-urée, la dibutylthio-urée et la diphénylthio-urée.
3. Feuille de développement de couleurs selon la revendication 1, caractérisée en
ce que la couche de développement de couleurs contient 3 à 20 parties en poids de
carbonate de zinc, 1 à 30 parties en poids de dérivé de thio-urée et 0,1 à 5 parties
en poids de dérivé de bisphénol, ramené à 100 parties en poids de. l'argile activée.
4. Feuille de développement de couleurs selon la revendication 1, caractérisée en
ce que le dérivé de bisphénol est au moins un dérivé appartement au groupe du bis(hydroxy
- 4'phényl) - 2,2' propane, du bis(hydroxy - 4' phényl) - 2,2' butane, du bis(méthyt
- 3' hydroxy - 4' phényl) - 2,2' propane, du bis(hydroxy - 4' phényl) - 1,1' méthane,
du bis(hydroxy - 4' phényl) - 1,1' éthane, du bis(hydroxy - 4' phényl) - 1,1' butane,
du bis(hydroxy - 4' phényl) 1,1' heptane, du bis(phényl - 3' hydroxy - 4' phényl)
- 2,2' propane, du bis(éthyl - 3' hydroxy - 4' phényl) - 2,2' propane, du bis(isopropyl
- 3' hydroxy - 4' phényl) - 2,2' propane, et du bis(cyclohexyl - 3' hydroxy - 4' phényl)
- 2,2' propane.
5. Feuille de développement de couleurs selon la revendication 1, caractérisée en
ce que la quantité de couleurs dans la couche de développement de couleurs située
sur le support s'élvève à 3 à 10 g/m2.
6. Feuille d'enregistrement sensible à la pression, caractérisée en ce que l'agent
chromogène est constitué de microcapsules qui contiennent au moins un colorant fluorannique,
incolore ou faiblement coloré-, développant une couleur noire et en ce que la feuille
de développement de couleurs est une feuille de développement de couleurs selon au
moins l'une des revendications 1 à 5.
1. Color-developing sheet for pressure-sensitive recording sheets which contains on
a carrier a color-developing layer capable of developing color images when in contact
with a color forming agent which color developing layer contains at least activated
clay, an inorganic zinc compound, a thiourea compound and a phenolic compound, characterized
in that the color-developing layer as inorganic zinc compound contains zinc carbonate
and as phenolic compound contains a bisphenol compound.
2. The color developing sheet of claim 1, characterized in that the thiourea compound
is at least one compound selected from trimethylthiourea, diethylthiourea, dibutylthiourea
and diphenylthiourea.
3. The color-developing sheet of claim 1, characterized in that the color-developing
layer contains 3 to 20 parts by weight zinc carbonate, 1 to 30 parts by weight thiourea
compound and 0.1 to 5 parts by weight bisphenol compound, based on 100 parts by weight
activated clay.
4. The color-developing sheet of claim 1, characterized in that the bisphenol compound
is at least one compound selected from 2,2' - bis(4' - hydroxyphenol) - propane 2,2'
- bis(4' - hydroxyphenyl)butane, 2,2' - bis(3' - methyl - 4' - hydroxypheny))propane,
1,1' - bis(4' - hydroxyphenyl) - methane, 1,1' - bis(4' - hydroxyphenyl)ethane, 1,1'
- bis(4' - hydroxyphenyl)butane, T,1' - bis(4' - hydroxyphenyl)heptane, 2,2' - bis(3'
- phenyl - 4' - hydroxyphenyl)propane, 2,2' - bis(3' - ethyl - 4' - hydroxyphenyl)propane,
2,2' - bis(3' - isopropyl - 4' - hydroxyphenyl)propane and 2,2' - bis(3' - cyclohexyl
- 4' - hydroxyphenyl)propane.
5. The color-developing sheet of claim 1, characterized in that the color quantity
in the color developing layer on the carrier is 3 to 10 g/m2.
6. Pressure sensitive recording sheet, characterized in that the color-forming agent
consists of micro capsules which comprise at least one colorless or pale colored,
a black color-developing fluorane dye and the color-developing sheet is a color-developing
sheet according to at least one of claims 1 to 5.