[0001] Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Schneekanone mit einer zentralen Druckluftzuleitung
und einer diese umgebenden und koaxial zu ihr angeordneten Druckwasserzuleitung, wobei
die Druckluftzuleitung in einen in Richtung der Druckluftzufuhr vorn durch ein durchbohrtes
Abschlussstück begrenzten, als Vorentspannungsraum dienenden Innenraum eines Sprühkopfes
mündet.
[0002] Die Wirkungsweise einer solchen Schneekanone ist im wesentlichen die, dass im Vorentspannungsraum
eine sehr tiefe Temperatur entsteht, wobei sich im Luft-Wasser-Gemisch Kondensationskerne
in Form von Eispartikeln bilden, um welche herum das Wasser teilweise bereits zu Schnee
gefriert. Diese Kondensationskerne werden schliesslich durch eine einzige, zentrale
Frontbohrung der Abschlussscheibe gemeinsam mit noch nicht gefrorenen Wasserpartikeln
und nicht in den Vorgang der Schneeproduktion miteinbezogener Druckluft ausgestossen
bzw. versprüht, wobei mit Hilfe der Kondensationskerne und der auf der Aussenseite
der zentralen Bohrung der Abschlussscheibe zusätzlich entstehenden Entspannungskälte
der Druckluft vor dieser zentralen Bohrung unter Einbezug der kühlen Umgebungsluft
Schnee entsteht.
[0003] Solche vorbekannten Schneekanonen besitzen nun zwei entscheidende Nachteile, für
welche die Anordnung einer einzigen zentralen Durchbohrung der Abschlussscheibe kausal
ist. So bewirkt diese, dass der Kern des geschlossenen Luftstromes an der Umsetzung
zu Schnee mangels genügender Zerstäubung (bzw. Vermischung mit Wasser) überhaupt nicht
teilnimmt. Dies hat, abgesehen von der ungenutzten kinetischen Energie des Luftstromes,
bzw. von der nutzlosen Vergeudung des ihm innewohnenden Kältepotentials, einen übergrossen
Lärm zur Folge, der die Einsatzmöglichkeit solcher Geräte entscheidend beschränkt.
Die mangelnde bzw. ungenügende Vermischung von Luft und Wasser hat des weiteren zur
Folge, dass der austretende Strahl von einem Mantel von Wassertropfen umgeben ist,
der sich einfach als Wasser vor der Bohrung der Abschlussscheibe auf dem Boden niederschlägt.
Auch hier wieder wird zur Beschleunigung des Wassers Energie aufgewendet, die letztendlich
nicht in Schneeproduktion umsetzbar ist.
[0004] Diese Vergeudung von Energie ist bei Schneekanonen umso schmerzlicher, als ohnehin
erheblich Energie aufgebracht werden muss, um durch grosse Wurfweite das Kältepotential
der Umgebungsluft möglichst zu aktivieren.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, durch einen vermehrten
Miteinbezugder Aussenluft in den Vermischungs- und Kondensationsvorgang zu einer wesentlich
günstigeren Energie-Ausnützung zu gelangen, und dies bei einem - verglichen mit demjenigen
der bekannten Kanonen - wesentlich geringeren Lärmpegel.
[0006] Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Abschlussstück mindestens drei
zentralsymmetrisch angeordnete Austrittsdüsen besitzt.
[0007] In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
schaubildlich dargestellt, wobei zum besseren Verständnis der Sprühkopf von der Wasserzuleitung
abgeschraubt und ein Stück von ihr entfernt dargestellt ist.
[0008] Mit 1 ist die Druckluftzuleitung bezeichnet, wobei der sie durchsetzende Druckluftkanal
2.auf nicht weiter dargestellte Weise mit einer Druckluftquelle verbunden ist. Der
Druckluftkanal 2 ist an seinem vorderen Ende durch einen Pfropfen 3 abgeschlossen.
Dafür sind drei seitliche Düsenöffnungen 4 vorgesehen, welche mit dem Druckluftkanal
2 kommunizieren, und deren geometrische Achsen unter einem spitzen Winkel die geometrische
Achse des Druckluftkanals 2 schneiden. Anschliessend an den Pfropfen 3 ist ein Kragen
5 vorgesehen, der senkrecht zur geometrischen Achse des Druckluftkanals 2 nach aussen
absteht.
[0009] Koaxial zur Druckluftzuleitung 1 ist der Aussenmantel 6 der Wasserzufuhr angeordnet,
dessen Innengewinde 6a der Aufnahme des Aussengewindes 7a des Sprühkopfes 7 dient.
Bei aufgeschraubtem Sprühkopf 7 wird durch dessen Innenwand sowie das Abschlussstück
8 ein Vorentspannungsraum 9 begrenzt, der über drei zentralsymmetrisch angeordnete,
Austrittsdüsen bildende Durchbohrungen 10, von denen keine in der geometrischen Achse
der Druckluftzuleitung 1 liegt, mit der Aussenluft kommuniziert. Anstelle der drei
Austrittsdüsen 10 könnte grundsätzlich eine beliebige Mehrzahl von Durchbrechungen
vorgesehen sein, von denen aber keine in der geometrischen Achse der Druckluftzuleitung
liegen darf.
[0010] Bei der Anordnung von 3 Austrittsdüsen gleichen Durchmessers und 3 gleichen Innendüsen
beträgt der Durchmesser einer Austrittsdüse den 1- bis 3-fachen Durchmesser einer
Innendüse. Sind mehr als 3 Austritts-und Innendüsen vorgesehen, so ist die Fläche
eines Aussendüsenquerschnittes, multipliziert mit der Anzahl Aussendüsen und dividiert
durch 3, gleich der Gesamtfläche der Querschnitte der Innendüsen, dividiert die Anzahl
von Innendüsen.
[0011] Von der bereits beschriebenen Wirkungsweise der bekannten Schneekanonen unterscheidet
sich diejenige des dargestellten Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegenstandes dadurch,
dass durch die in bezug auf die geometrische Achse der Druckluftzuleitung versetzte
Anordnung einer Mehrzahl von Durchbohrungen 10 des Abschlussstückes 8 eine wesentlich
bessere Vermischung von Wasser und Luft ermöglicht wird, indem die Aussenluft, deren
Heranziehung zur Schneeproduktion angestrebt wird, zwischen zwei Austrittsstrahlen
mitgerissen wird und sich vergleichsweise nahe der Düse mit diesen Austrittsstrahlen
vermischt.
1. Schneekanone mit einer zentralen Druckluftzuleitung und einer diese umgebenden
und koaxial zu ihr angeordneten Druckwasserzuleitung, wobei die Druckluftzuleitung
in einen in Richtung der Druckluftzufuhr vorn durch ein durchbohrtes Abschlussstück
begrenzten, als Vorentspannungsraum dienenden Innenraum eines Sprühkopfes mündet,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussstück mindestens drei zentralsymmetrisch
angeordnete Austrittsdüsen besitzt.
2. Schneekanone nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 3 Austrittsdüsen
von gleichem Durchmesser sowie 3 gleiche Innendüsen vorgesehen sind.
3. Schneekanone nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser
einer Austrittsdüse dem 1- bis 3-fachen Durchmesser einer Innendüse entspricht.
4. Schneekanone nach Patentanspruch 1 mit mehr als 3 Austritts- und Innendüsen, dadurch
gekennzeichnet, dass die Fläche eines Aussendüsenquerschnittes, multipliziert mit
der Anzahl Aussendüsen und dividiert durch 3, der Gesamtfläche der Querschnitte der
Innendüsen, dividiert durch die Anzahl der Innendüsen, entspricht.