(57) Eine elektrolytische Metallrückgewinnungszelle besitzt ein Gehäuse (1,2) mit Einlaß
(4) und Auslaß für eine Lösung, aus der Metall rückgewonnen werden soll, sowie eine
im Gehäuse drehbar gelagerte zylindrische Kathode (9). Das Gehäuse enthält eine Anode
(7) und ein Schneidmesser (22), welches so befestigt ist, daß es in der Lage ist,
beim Betrieb der Zelle auf der gesamten Seitenfläche der Kathode abgeschiedenes Metall
zu entfernen. Um den Betrieb der Zelle zu steuern sind elektrische Mittel zum Antrieb
des Schneidmessers in vorbestimmten Zeitabschnitten ohne Berücksichtigung der Elektrolysebedingungen
und zum Betätigen des Schneidmessers (22), wenn das überwachte Kathodenpotential um
einen vorbestimmten Betrag von einem Sollwert abweicht, vorgesehen. Hierdurch wird die Verwendung von früher vorgeschlagenen Abkratzern vermieden, und
die Zelle läßt sich leicht sowohl unter stationären Elektrolysebedingungen als auch
bei starken Schwankungen in der Metallionenkonzentration der Lösung betreiben. Die Zelle und deren Betrieb sind bei Verwendung zur Rückgewinnung von Silber aus verbrauchten
photographischen Fixierlösungen beschrieben, doch können sie auch zur Wiedergewinnung
anderer Metalle angewendet werden.
|

|