[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die CH-Patentanmeldung 6812/81-4 betrifft einen solchen Wärmeübertrager. Es hat sich
bei diesem Wärmeübertrager gezeigt, dass im Fall von Wartungsarbeiten der Zugang zu
den Wärmeübertragungsflächen, die wegen der Verunreinigung der Gase Ablagerungen von
festen Teilchen ausgesetzt sind, verhältnismässig kompliziert und aufwendig ist.
[0002] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Wärmeübertrager der eingangs genannten Art so
zu verbessern, dass er konstruktiv einfacher und wartungsfreundlicher ist als der
früher angemeldete. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale gemäss
dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Nach dem Ausbauen des Fallschachtes kann dieser
von oben und von unten her eingesehen und notfalls zwecks Reinigung durchstossen werden.
Der dem Fallschacht benachbarte Steigschacht kann bzw. die benachbarten Steigschächte
können - nach dem Ausbauen.des Fallschachtes - vom befahrbaren
[0003] Fallschachtraum her leicht eingesehen und gegebenenfalls gewartet werden.
[0004] Eine weitere Verbesserung der Zugänglichkeit der Steigschacht-Wärmeübertragungsflächen
wird mit der Gestaltung nach Anspruch 2 erreicht, indem durch Anwenden von zwei oder
mehreren Steigschächten deren Querschnitte flacher werden, als wenn nur ein einziger
vorgesehen würde.
[0005] Durch die Aufhängung der Fallschachtwände gemäss Anspruch 3 wird das Ausziehen des
Fallschachtes möglich, ohne dass am Oberteil des Druckbehälters Trennarbeiten ausgeführt
werden müssen.
[0006] Anspruch 4 bringt den weiteren Vorteil, dass Aussenflächen der Fallschachtwände gleichzeitig
eine Wand eines oder mehrerer Steigschächte bilden. Diese Wände sind besonders leicht
zu warten.
[0007] Während der Wärmeübertrager nach Anspruch 1 die Möglichkeit bietet, eine den Wärmeübertrager
z.B. mit Wasser speisende Leitung vom Oberteil her durch den Fallschacht zu führen,
gestattet Anspruch 5, auf eine solche Falleitung zu verzichten, was aber bedingt,
dass zum Herausziehen des Fallschachtes die Umlenkkammer begangen und die dort vorgesehene,
nachgiebige Verbindungsleitung zum Verteiler getrennt werden kann.
[0008] Anspruch 6 bringt eine konstruktive Vereinfachung.
[0009] Durch die Unterteilung in zwei Gruppen gemäss Anspruch 7 lässt sich der ausgebaute
Fallschacht mit verhältnismässig geringem Aufwand zur Inspektion, Reinigung und/oder
Reparatur öffnen, und zwar durch Auftrennen von nur zwei geraden Längsnähten und einer
Umfangsnaht des Fallschachtes. Nach Anspruch 8 werden die Dehnungsprobleme an den
Wandflächen des Steigschachtes oder der Steigschächte so gelöst, dass Russbläser leicht
von der Seite her durch die Wände des Druckgefässes und des Steigschachtes bzw. der
Steigschächte hindurch geführt werden können.
[0010] Die Erfindung wird nun an einem in der Zeichnung schematisiert dargestellten Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Fig. l einen Vertikalschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2 durch einen oberen und einen
unteren Bereich eines erfindungsgemässen Wärmeübertragers,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt nach der gebrochenen Linie II-II in Fig. l,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 einen weiteren Horizontalschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1 und
Fig. 5 einen partiellen Horizontalschnitt nach der Linie V-V in Fig. l.
[0012] Der in Fig. 1 und 2 herausgeschnittene mittlere Bereich des Wärmeübertragers hat
die mehrfache Länge des dargestellten oberen oder unteren Bereiches.
[0013] Ein den Wärmeübertrager enthaltender zylindrischer Druckbehälter 1 besteht aus einem
Oberteil 2 und einem Unterteil 3; die beiden Teile sind über Flansche 4, 5 miteinander
dicht verbunden. Der Oberteil 2 weist seitlich zwei einander gegenüberliegende Eintrittstutzen
7 und 8 auf, die der Zufuhr von zu kühlenden, mit festen Teilchen ver- unreinigten
Gasen dienen. Parallel zur gemeinsamen Achse der Eintrittstutzen 7 und 8 durchdringen
zwei Sammler 10 und 11 aus entgegengesetzten Richtungen den Oberteil 2 und erstrecken
sich fast bis zur gegenüberliegenden Wand des Oberteils. Am Sammler 10 sind zwei Rohrreihen
12 und 13 und am Sammler 11 zwei Rohrreihen 14 und 15 angeschlossen, wobei jede Rohrreihe
aus vertikalen, geraden Rohren besteht. Die Rohre der Rohrreihen 14 und 15 münden
mit ihren unteren Enden in einen oberen Verteiler 16 und jene der Rohrreihen 12 und
13 in einen unteren Verteiler 17.
[0014] Nahe den beiden Enden der Rohrreihen 14 und 15 ist zwischen deren äussersten Rohren
ein Rohr 19 am Sammler 11 angeschlossen, das mit seinem unteren Ende in den Verteiler
16 mündet. Nahe den beiden Enden der Rohrreihen 12 und 13 ist in gleicher Weise ein
Rohr 22 am Sammler 10 angeschlossen, das in den unteren Verteiler 17 mündet. Nahe
den beiden Enden der Rohrreihen 12 und 15 ist zwischen deren äussersten Rohren ein
Rohr 20 vorgesehen, das - wie die beiden Rohre 19 - mit seinem oberen Ende in den
Sammler 11 und mit seinem unteren Ende in den oberen Verteiler 16 mündet. Einander
benachbarte Rohre der aussen liegenden Rohrreihen 14 und 13 sind jeweils über Stege
23 dicht miteinander verschweisst, so dass sie zwei Längswände eines Fallschachtes
25 bilden. Zum Bilden der Querwände des rechteckigen Querschnitt aufweisenden Fallschachtes
25 sind jeweils die beiden äussersten Rohre der Rohrreihen 13, 12, 15 und 14 mit den
dazwischen liegenden Rohren 22, 20 und 19 über Stege 24 dicht verschweisst. Die in
dem Fallschacht 25 parallel zu den Rohrreihen 13 und 14 verlaufenden Rohrreihen 12
und 15 bilden Zwischenwände, deren Rohre Längsflossen aufweisen, die gegeneinander
gerichtet, aber nicht miteinander verschweisst sind.
[0015] Im Bereich der Eintrittstutzen 7 und 8 sind jeweils die beiden äussersten Rohre der
Rohrreihen 12, 13, 14 und 15, die beiden zweitäussersten Rohre der Rohrreihen 12 und
15 sowie die Rohre 19, 20 und 22 derart räumlich nach aussen ausgebogen, dass sie
der Innenkontur des benachbarten Eintrittstutzens 7 oder 8 in geringem Abstand folgen
und im wesentlichen kreiszylindrische Querschnitte für das Passieren der abzukühlenden
Gase begrenzen. Dabei sind also pro Eintrittstutzen jeweils vier vom Sammler 10 ausgehende
Rohre in die eine - in Fig. 2 sichtbare - mediane Stutzenhälfte und fünf vom Sammler
11 ausgehende Rohre in die andere mediane Stutzenhälfte gelegt, wie dies am besten
aus Fig. 3 ersichtlich ist. In Fig. 2 sind im Bereich des Eintrittstutzens 7 fünf
statt vier Rohre gezeichnet, um auch die Situation unterhalb des Sammlers 11 darzustellen.
[0016] Die die Begrenzungswände des Fallschachtes 25 bildenden Rohre sind nur bis zur Höhe
H hinunter miteinander dicht verschweisst. Von dort ab weisen sie keine Stege und
die Rohre der Rohrreihen 12 und 15 auch keine Flossen mehr auf. Somit ist unterhalb
der Höhe H eine Umlenkkammer 26 gebildet, aus der die Gase unbehindert seitlich austreten
können. Wenig oberhalb des Verteilers 16 sind dachförmig Bleche 27 angeordnet, die
die Verteiler 16 und 17 vor einer Ablagerung von festen Teilchen schützen und gleichzeitig
symmetrische Strömungsverhältnisse in der Umlenkkammer 26 schaffen.
[0017] Im Bereich des Oberteils 2 erstrecken sich die Stege 23 und 24 zwischen den den Fallschacht
25 begrenzenden Rohren bis auf die Höhe h. Im Bereich des oberen Endes dieser Stege
ist an den Längswänden des Schachtes 25 eine kreiszylindrisch gebogene Blechhaube
28 dicht angeschlossen, die an ihren beiden Stirnkanten mit je einem Kreissegment
29 aus Blech verschweisst ist. Die Sehnen des Segmentes 29 schliessen an den Querwänden
des Fallschachtes 25 an. Die Blechhaube 28 und die Längswände des Fallschachtes sind
aussen bis auf eine Höhe h' hinunter mit einer Isolation 33 versehen.
[0018] In den Eintrittstutzen 7 und 8 steckt zwischen diesen und den nach deren Innenkontur
gebogenen Rohren je eine Hülse 30, deren äusseres Ende mit einem nach aussen gerichteten
Flansch 31 versehen ist. Das innere Ende dieser Hülsen 30 ist gasdicht jeweils an
das äusserste Rohr der Rohrreihe 13 und 14 des Fallschachtes angeschlossen, wobei
je Hülse zwei Kreisabschnitte 32 aus Blech eingesetzt sind. Die Hülsen 30 weisen eine
Balgpartie 34 auf, die Wärmedehnungsdifferenzen aufnimmt. Zwischen den in die Eintrittstutzen
7 und 8 gebogenen Rohren und der Hülse 30 ist eine erhärtende Isoliermasse eingebracht,
die auch die Zwischenräume zwischen den Rohren füllt und damit diese Rohre grösstenteils
von dem die Stutzen 7 und 8 durchströmenden Gas abschirmt.
[0019] Im Unterteil 3 des Druckbehälters 1 sind in einer zur gemeinsamen Achse der Eintrittstutzen
7 und 8 rechtwinkligen Ebene zwei Austrittstutzen 36 und 37 für die abgekühlten Gase
angeordnet. Oberhalb der beiden, ebenfalls auf einer gemeinsamen Achse liegenden Austrittstutzen
36 und 37 und unterhalb des Flansches 5 des Unterteils 3 wird der Druckbehälter 1
von zwei zu den Austrittstutzen 36 und 37 parallelen, aber seitlich versetzt zur Druckbehälterachse
angeordneten Eintrittskollektoren 38 und 38' durchdrungen, die nahe vor der durch
die Rohrreihe 14 bzw. 13 gebildeten Längswand des Fallschachtes 25 enden. Ausser der
Druckbehälterwand durchdringen die Eintrittskollektoren 38 und 38' je eine im Druckbehälter
1 angebrachte Blechwand 39. Wie Fig. 4 zeigt, bilden die beiden Blechwände 39 zusammen
mit vier schmalen Blechwänden 40, vier schmalen Blechwänden 41 und zwei Blechwänden
42 einen Schacht mit kreuzförmigem Grundriss. Im mittleren Bereich dieses Schachtes
verläuft der durch die dicht verschweissten Rohre gebildete Fallschacht 25. Beiderseits
des Fallschachtes verbleibt somit innerhalb des kreuzförmigen Schachtes je eine einen
Steigschacht 46 bzw.46\ bildende Tasche. In jedem Steigschacht 46 und 46' sind drei
Rohrtafeln 47 angeordnet, die aus je fünf mäanderförmig gebogenen Rohren 48 bestehen
(Fig. 2). Diese Rohre 48 sind mit ihren oberen Enden an den im zugehörigen Steigschacht
befindlichen Eintrittskollektor 38 bzw. 38' angeschlossen. Die unteren Enden der Rohre
48 sind dementsprechend an zwei Austrittskollektoren 58, 58' angeschlossen. Die Achsen
dieser Kollektoren 58 und 58' sind parallel zu den Eintrittstutzen 7 und 8, jedoch
seitlich versetzt bezüglich der Druckbehälterachse angeordnet. Die Kollektoren 58
und 58' durchdringen den Unterteil 3 des Druckbehälters sowie je eine Blechwand 40
des zugehörigen Steigschachtes 46 bzw. 46'.
[0020] Jeweils im Bereich der vertikalen Schenkel der mäanderförmig gebogenen Rohre 48 werden
diese durch Träger 50 gestützt, die an zwölf Zugbändern 51 aufgehängt sind (Fig. 2).
Diese Zugbänder 51 sind an vier Paaren von Kragarmen 53 aufgehängt, die am oberen
Rande des Unterteils 3 im Druckbehälter 1 angeschweisst sind und die Blechwände 39
durchdringen. Oberhalb der Befestigungsstelle der zwölf Zugbänder 51 an den Kragarmen
53 sind die beiden Steigschächte 46 und 46' durch Deckbleche 55 verschlossen, die
sich von den Blechwänden 39 ausgehend bis nahe an die Längswände des Fallschachtes
25 heran erstrecken. Auf der Höhe der Austrittstutzen 36 und 37 weisen die Blechwände
39 rechteckige Oeffnungen 56 auf. Im Bereich der Verteiler 16 und 17 gehen die Blechwände
39 und 42 in geneigte Blechwände 39' bzw. 42'#iä die in einer Durchdringungslinie
60 ein zylindrisches Teil 62 anschliesst, das mit einem vertikalen Stutzen 64 des
Druckbehälters 1 verbunden ist. Die Blechwände 39, 40, 41 und 42 weisen, über die
Höhe des Schachtes verteilt, mehrere nach aussen aufgeworfene Dehnfalten 66 auf, die
im Querschnitt y-förmig ausgebildet sind und in etwa dreieckigen Stützen 68 gelagert
sind. Auf ihrer Innenseite sind die Dehnfalten 66 durch je ein einseitig angeschweisstes
Deckband 69 überbrückt.
[0021] Die Blechwände 30, 49, 41 und 42, die Deckbleche 55, die geneigten Blechwände 39',
42' und das zylindrische Teil 62 sind aussen mit einer Isolierstoffschicht 70 versehen.
[0022] An die Verteiler 16 und 17 sind auf deren Unterseite je eine Dehnschlaufe 72 bzw.
73 angeschlossen, die aus je drei parallelen Schenkeln und diese verbindenden Bögen
74 besteht. Der letzte Schenkel der beiden Dehnschlaufen durchstösst eine der beiden
Blechwände 42' und den Druckbehälter 1. Die Schenkel sind an eine nicht gezeichnete
Speiseleitung angeschlossen.
[0023] wegen der Dehnfalten 66 Da sich die Blechwände 39, 40, 41 und 42 praktisch nicht
in Längsrichtung des Wärmeübertragers gegenüber der Behälterwand verschieben, lassen
sich Russbläser 78 anbringen, die den Unterteil 3 des Druckbehälters 1 und die Blechwände
39 durchdringen und von denen in Fig. l und 4 nur zwei gezeigt sind. Sie können fest,
drehbar und/oder in ihrer Längsrichtung verschiebbar angeordnet sein. Solche Russbläser
78 oder auch eine Kugelregenanlage lassen bzw. lässt sich auch im oberen Bereich des
Fallschachtes 25 anbringen. Dort spielt das Dehnproblem praktisch keine Rolle.
[0024] Der Wärmeübertrager funktioniert wie folgt:
[0025] Er wird über die Eintrittstutzen 7 und 8 mit zu kühlenden, noch feste Verunreinigungen
enthaltenden Gasen beschickt. Diese Gase strömen durch den Fallschacht 25 nach unten,
an dessen unterem Ende der grösste Teil der festen Teilchen den Dachblechen 27 entlang
nach aussen gleitet und in den von den geneigten Blechwänden 39' und 42' gebildeten
Trichter fällt. Aus diesem Trichter können die festen Teilchen über den Stutzen 64
des Behälters 1 periodisch, gegebenenfalls auch kontinuierlich, abgeführt werden.
In der Umlenkkammer 26 werden die im Fallschacht 25 strömenden Gase nach oben umgelenkt,
wobei eine zusätzliche Abscheidewirkung erzielt wird. Die nun nur noch Teilchen mit
sehr kleiner Sinkgeschwindigkeit enthaltenden Gase strömen durch die Steigschächte
46 und 46' nach oben. Sie verlassen den Wärmeübertrager über die rechteckigen Oeffnungen
56 in den Blechwänden 39 und durch die Austrittstutzen 36 und 37.
[0026] Im Wärmeübertrager wird fühlbare Wärme der über die Eintrittstutzen 7 und 8 zugeführten
Gase an ein Medium übertragen, das im beschriebenen Ausführungsbeispiel Wasser bzw.
Wasserdampf ist. Das zu verdampfende Wasser gelangt über die Dehnschlaufen 72 und
73 in die Verteiler 16 bzw. 17. Es strömt dann
/vorzugsweise im Naturumlauf, durch die vertikalen Rohre des Fallschachtes 25 - dabei
mindestens teilweise verdampfend - zu den Sammlern 10 und 11. Ueber diese Sammler
verlässt es den Druckbehälter 1 und gelangt zu einem Wasserabscheider oder zur Trommel
eines Trommelkessels. Der im Abscheider bzw. in der Trommel abgeschiedene Dampf wird
über die Eintrittskollektoren 38 und 38' den Rohren 48 der Rohrtafeln 47 zugeleitet,
in denen er überhitzt wird. Ueber die Austrittskollektoren 58 und 58' verlässt der
Dampf den Druckbehälter 1 und wird nicht gezeichneten Verbrauchern zugeführt.
[0027] Im Zwischenraum zwischen den geneigten Blechwänden 39' einerseits und dem Unterteil
3 des Druckbehälters 1 andererseits setzen sich praktisch keine festen Teilchen ab.
Etwaige geringe Mengen solcher Teilchen können leicht von Hand ausgetragen werden,
da dieser Zwischenraum über die Austrittstutzen 36 und 37 zugänglich ist.
[0028] Zwecks Wartung des Wärmeübertragers werden das Oberteil 2 und das Unterteil 3 durch
Lösen der Verbindung der Flansche 4 und 5 voneinander getrennt. Nachdem je ein Schenkel
der Dehnschlaufen 72 und 73 durchschnitten worden ist, wird das Oberteil 2 mitsamt
dem an den Sammlern 10 und 11 hängenden Rohrsystem nach oben herausgezogen. Damit
wird der vom Fallschacht erfüllt gewesene Raum begehbar, und es lassen sich von diesem
Raum her die Steigschächte 46 und 46' sowie die Rohrtafeln 47 leicht inspizieren und
Wartungsarbeiten ausführen. Will man auch in den Fallschacht 25 Einblick nehmen, so
lassen sich die Stege 24 zwischen den beiden äussersten Rohren der Rohrreihe 12 einerseits
und den beiden Rohren 20 andererseits in Längsrichtung aufschneiden, so dass der Fallschacht
25 sich wie die Schale einer Auster auseinanderspreizen lässt. Die untereinander nicht
verbundenen Rohre der Rohrreihen 12 und 15 lassen sich auseinanderbiegen, sodass auch
die Innenseiten der aus den Rohrreihen 13 und 14 gebildeten Längswände des Fallschachtes
25 inspiziert werden können.
[0029] Abweichend von dem gezeichneten Ausführungsbeispiel kann das Oberteil 2 des Druckbehälters
1 an einem Traggerüst derart aufgehängt sein, dass sich zwecks Revision das Unterteil
3 gegen unten wegbewegen lässt. Das Unterteil 3 wird dabei zweckmässig aus mehreren
trennbaren Schüssen gebildet, damit das Traggerüst weniger hoch gebaut werden muss.
Vorzugsweise werden dabei in den einzelnen Schüssen diesen zugeordnete, voneinander
getrennte Heizflächen angeordnet, sodass zur Demontage des Wärmeüberragers innerhalb
des Druckbehälters zwischen den Schüssen keine Rohrverbindungen gelöst werden müssen.
[0030] Alternativ können die Austrittstutzen 36 und 37 auch im unteren Abschnitt des Unterteils
3 angebracht werden. Insbesondere in Kombination mit einer solchen Anordnung können
dann die Deckbleche 55 mit ihrer Isolation 70 und die Oeffnungen 56 in den Blechwänden
39 weggelassen werden, sodass die gekühlten Gase aus den Steigschächten 46 und 46'
nach oben ausströmen, wobei der Druckbehälter 1 als Ganzes gleichmässiger erwärmt
wird.
[0031] Anstelle der seitlichen Wasserzufuhr zu den Verteilern 16 und 17 ist es auch möglich,
das Wasser oder ein anderes Medium über eine oder mehrere, innerhalb des Druckbehälters
1 angeordnete und das Oberteil durchdringende Falleitung(en) zuzuführen.
1. Wärmeübertrager zum Kühlen von mit festen Teilchen verunreinigten Gasen, wie Synthesegas,
mit in einem zylindrischen Druckbehälter angeordnetem, Wärmeübertragungsflächen aufweisendem
Fallschacht und mindestens einen. weitere Wärmeübertragungsflächen aufweisenden Steigschacht,
wobei die Steigschachtwände die Wände des Fallschachtes umgeben und wobei am unteren
Ende der Schächte eine entleerbare Umlenkkammer angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckbehälter aus einem Oberteil und einem mit diesem gasdicht verbindbaren
Unterteil besteht, dass die Steigschachtwände am Unterteil aufgehängt sind und dass
die Wände des Fallschachtes mit allen im Fallschacht enthaltenen Heizflächen relativ
zu dem von den Steigschachtwänden umschlossenen Raum ausziehbar sind.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigschachtwände
zwei parallele, durch den Fallschacht voneinander getrennte Züge umschliessen.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände
des Fallschachtes am Oberteil des Druckbehälters aufgehängt sind.
4. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wände des Fallschachtes aus miteinander dicht verbundenen Rohren eines Verdampfers
gebildet sind.
5. Wärmeübertrager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre des Verdampfers
an ihrem unteren Ende mit mindestens einem Verteiler verbunden sind, an den über einen
nachgiebigen Leitungsabschnitt eine die Steigschachtwand und die Behälterwand durchdringende
Speiseleitung angeschlossen ist.
6. Wärmeübertrager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Fallschacht Zwischenwände
bildende Rohre vorgesehen sind, deren untere Enden ebenfalls an dem Verteiler angeschlossen
sind.
7. Wärmeübertrager nach Anspruch 4, mit zwei Verteilern und zwei Sammlern, dadurch
gekennzeichnet, dass die die Fallschachtwände und die Zwischenwände bildenden Rohre
in zwei Gruppen geteilt sind und die eine Gruppe an den einen Verteiler und den einen
Sammler und die andere Gruppe an den anderen Verteiler und den anderen Sammler angeschlossen
sind.
8. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steigschachtwände zum Aufnehmen von gegenüber der Druckbehälterwand unterschiedlichen
Wärmedehnungen in Vertikalrichtung nachgiebig ausgebildet sind und an mehreren, über
die Höhe des Druckbehälters verteilten Stellen mit der Druckbehälterwand höhenfest
verbunden sind.