[0001] Die Erfindung betrifft eine breitstrahlende, rotationssymmetrische Straßenleuchte
gemäß Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bei einer derartigen, aus der DE-PS 29 00 15 bekannten Straßenleuchte ist über die
Bemessung der Reflektoren, insbesondere im Hinblick auf eine bestimmte Lampe nichts
ausgesagt. Vor allem ist nicht erkennbar, wie sich eine möglichst gute Breitstrahlung
bei gleichzeitiger Erfüllung der Bedingungen einer Teilabschirmung und bei möglichst
gutem Wirkungsgrad erreichen läßt.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte Außenleuchte so weiterzubilden,
daß sich eine gute Breitstrahlung bei möglichst hohem Wirkungsgrad und Erfüllung der
Bedingungen einer Teilabschirmung erzielen läßt und zwar unter der erschwerenden Bedingung,
daß ein verhältnismäßig kleiner Wert für den maximalen Außendurchmesser der Reflektoren
vorgegeben ist. Letztere.Forderung besteht nämlich oft bei Außenleuchten kleiner Lichtpunkthöhe,
wie sie für Wohnstraßen und Fußgängerbereiche eingesetzt werden, wobei der Reflektor
sehr oft innerhalb einer geschlossenen, nur durch eine relativ kleine Öffnung zugänglichen
Glaskugel untergebracht werden soll.
[0004] Die Bedingungen der Teilabschirmung sind erfüllt, wenn die Lichtstärke unter 80°
gegen die Vertikale den Grenzwert von 100 cd pro klm oder max. 2000 cd und unter 90°
den Grenzwert von 50 cd pro klm oder max. 1000 cd nicht überschreitet.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0006] Bei der Erfindung sind die beiden untersten Reflektoren so angeordnet,und bemessen,
daß durch sie der Brenner der Lampe praktisch vollständig abgeschirmt ist, wenn sich
die Lampe in optimaler Position befindet. Diese ist gegeben, wenn der Mittelpunkt
ihres Brenners und der Brennpunkt der Parabeln zusammenfallen. Der oberhalb des Brenners
liegende Teil der Lampe kann dann zwischen dem zweiten und dritten Reflektor im Interesse
einer guten Breitstrahlung auch frei ausstrahlen; trotzdem werden die Be- . dingungen
der T
eilabschirmung überraschenderweise erfüllt. Das liegt daran, daß in jenem Lampenbereich
die Leuchtdichte ohnehin reduziert ist im Vergleich zur Lampenmitte und daß infolge
der Kolbenkrümmung die Maxima der Lambertkreise nach oben gerichtet sind, so daß sie
nicht zur Lichtstärke in dem kritischen Bereich zwischen 80° und 90° beitragen.
[0007] Um auch den relativ geringen, nach oben abgestrahlten Lichtanteil noch nützen zu
können, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ein vierter Reflektor vorgesehen,
der entweder als geschlossener Dachreflektor oder als Reflektor mit einem Durchbruch
- bei hängender Lampeausgeführt sein kann.
[0008] Durch die Erfindung lassen sich zufriedenstellende lichttechnische Ergebnisse mit
einer ästhetisch gefälligen Anordnung der einzelnen Reflektoren erzielen, die auf
der gleichgerichteten Änderung von Neigungswinkel und Abständen beim Fortschreiten
vom untersten zum obersten Reflektor beruht.
[0009] Für die dekorative Innenbeleuchtung sind zwar fächerförmige Reflektoren aus diffus
reflektierendem Material bekannt, bei denen es aber lediglich um eine Abschirmung
der Lampe sowie ein gutes Aussehen geht, Fragen der gezielten Lichtlenkung und des
Wirkungsgrades jedoch nicht angesprochen sind; außerdem ist hierbei der Gestaltungsspielraum
nicht durch Vorgaben von Abmessungen eingeengt.
[0010] Die Erfindung wird anhand eines in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert; sie zeigt schematisch den Vertikalschnitt durch eine Außenleuchte
mit vier Reflektoren 1, 2, 3 und 4, die symmetrisch um eine Symmetrieachse A angeordnet
sind, in der auch die Längsachse einer Lampe L mit beschlämmtem Ellipsoid-Kolben liegt;
der Brenner der Lampe ist gestrichelt angedeutet und mit B und der Mittelpunkt des
Brenners mit M bezeichnet.
[0011] Die einzelnen Reflektoren sind jeweils Rotationsflächen einer Erzeugenden um die
Symmetrieachse A; in jedem Fall ist die Erzeugende ein Abschnitt aus einer Parabel,
deren Brennpunkt F im Mittelpunkt M der Lampe L liegt; die Hauptachsen H der Parabeln
schließen mit der Symmetrieachse A unterhalb des Mittelpunktes M jeweils einen im
Uhrzeigersinn gemessenen Hauptachswinkel ce ein.
[0012] Den folgenden Detailangaben des Ausführungsbeispieles liegt ein maximaler Außendurchmesser
D des zweiten Reflektors 2 von 220 mm und eine 70-Watt-Lampe mit 70 mm Kolbendurchmesser
zugrunde. Der Reflektor 1 hat dann eine Brennweite von 70 mm und einen Hauptachswinkel
α1 von 50° sowie einen Durchmesser d1 des Lampendurchbruches von 158 mm; seine Höhe
h bzw. sein Außendurchmesser a1 ist so bemessen, daß die eingangs erwähnte Abschirmbedingung
gerade erfüllt ist.
[0013] Oberhalb von Reflektor 1 folgt Reflektor 2 mit einer Brennweite von 30 mm und einem
Hauptachswinkel cC2 von -30°, wobei sein Außendurchmesser D 220 mm und der Durchmesser
d2 des Lampendurchbruches 122 mm beträgt.
[0014] Der dritte Reflektor 3 hat ebenfalls eine Brennweite von 30 mm und einen Hauptachswinkel
α3 von -60°; sein Außendurchmesser ist ebenfalls gleich 220 mm und der Durchmesser
d3 des Lampendurchbruches 105 mm.
[0015] Der vierte Reflektor 4 ist schließlich als geschlossener Dachreflektor ausgebildet
und weist Parabelzweige mit einer Brennweite von 58 mm und eine Hauptachsneigung α4
der Hauptachse H4 von -65
0 auf; sein Außendurchmesser a4 beträgt 198 mm.
[0016] Die Hauptachswinkel α2, cC3 und α4 der Reflektoren 2, 3 und 4 sind negativ, der Hauptachswinkel
α1 des Reflektors 1 ist dagegen positiv: Das bedeutet, daß nur die Lichtstrahlen von
Reflektor 1 die Symmetrieachse A kreuzen, nicht dagegen das von den übrigen Reflektoren
kommende Licht.
[0017] Bei Ausführung der Leuchte mit hängender Lampe kann der oberste Reflektor 4 auch
einen Lampendurchbruch mit einem Durchmesser d4 von 118 mm aufweisen.
[0018] Die beschriebene Außenleuchte hat die in FIG 2 dargestellte Lichtverteilungskurve:
Trotz verhältnismäßig hoch liegender Maxima liegt die Lichtstärke bei 80° und 90°
deutlich unter den für Teilabschirmung zugelassenen Maximalwerten von 100 bzw. 50
Kandela pro Kilolumen.
1. Breitstrahlende, rotationssymmetrische Straßenleuchte, mit Reflektoren (1, 2, 3)
in Form von Rotationsflächen, die übereinander um die Symmetrieachse (A) der Straßenleuchte
angeordnet sind, in der Mitte jeweils einen Lampendurchbruch aufweisen und die das
Licht der Lampe unter hohem Winkel von der Symmetrieachse weg reflektieren, für eine
Lampe mit beschlämmtem Kolben, die so zugeordnet ist, daß ihre Längsachse mit der
Symmetrieachse zusammenfällt, dadurch gekennzeichnet , daß die Erzeugenden für die
Rotationsflächen der Reflektoren Abschnitte aus konfokablen Parabeln sind und durch
folgende Werte

+/- 10 % bestimmt sind, wobei der Brennpunkt (F) der Parabeln auf der Symmetrieachse
(A) liegt, und ferner f die Brennweite,.G der Hauptachswinkel - gemessen im Uhrzeigersinn
ausgehend von der Symmetrieachse (A) unterhalb des Brennpunktes (F) - ist und D, der
Außendurchmesser des größten Reflektors, unter 300 mm liegt und vorzugsweise einen
Wert von 220 mm +/- 10 % hat.
2. Straßenleuchte nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Außendurchmesser
(a1) des unteresten Reflektors (1) gegeben ist durch

und daß der zweite Reflektor den größten Außendurchmesser aller Reflektoren mit dem
Wert D hat.
3. Straßenleuchte nach Anspruch 2, gekenn- zeichnet durch einen Schirmreflektor (4),
dessen Erzeugende ebenfalls eine Parabel und durch folgende Werte

bestimmt ist, wobei f4 die Brennweite und α4 der Hauptachswinkel gegen die Symmetrieachse
(A) und D der Außendurchmesser des zweiten Reflektors (2) ist, wobei ferner die Erzeugende
entweder bis an die Symmetrieachse (A) reicht oder der Reflektor einen Lampendurchbruch
aufweist, dessen Durchmesser d4 gegeben ist durch

und wobei alle Werte eine Toleranz von +/- 10 % haben.
4. Straßenleuchte nach Anspruch 3, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Außendurchmesser
(a4) des vierten Reflektors kleiner, vorzugsweise um 10 % kleiner, als der Außendurchmesser
(D) des größten Reflektors (2) ist.