[0001] Die Erfindung betrifft eine Granatwerfer-Zusatzwaffe zum Anbau an Schnellfeuergewehre
mit einem als Halterung ausgebildeten Gehäuse, das an seinem hinteren Ende einen Verschlußkasten
trägt, in dem ein von Hand spannbarer Schlagbolzen und eine Abzugsvorrichtung für
den Schlagbolzen sowie eine Verriegelungsvorrichtung für ein gegenüber dem Gehäuse
beweglich gelagertes Rohr angeordnet ist, welches Rohr in seiner Ruhestellung mit
seinem hinteren Ende an eine die vordere Stirnfläche des Verschlußkastens bildende
Verschlußplatte angrenzt und mit dem Verschlußkasten verriegelt ist und dessen hinteres
Ende zum Einführen von Granatmunition in der Verschlußplatte entfernbar ist.
[0002] Eine solche Granatwerfer-Zusatzwaffe ist aus den DE-PSen 1 944 625 und 1 944 650
bekannt. Bei der bekannten Granatwerfer-Zusatzwaffe ist das Rohr in dem Gehäuse in
seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert und-weist nahe seinem hinteren Ende an
seiner Unterseite einen Pistolengriff mit Abzug auf, der über eine StanGe mit der
im Verschlußkasten angeordneten Abzugsvorrichtung in Eingriff steht. wenn das Rohr
seine hintere Stellung einnimmt, in der es an den Verschlußkasten angrenzt und mit
dem Verschlußkasten verriegelt ist. Das Rohr ist nach Lösen der Verriegelung aus seiner
hinteren Ruhestellung in eine vordere Stellung verschiebbar, so daß zwischen dem Verschlußkasten
und dem hinteren Rohrende ein Zwischenraum entsteht, der das Einführen von Granatmunition
zuläßt.
[0003] Eine weitere Granatwerfer-Zusatzwaffe ist in Form des Grenade-Launcher M 203 für
das amerikanische Schnellfeuergewehr M 16 A1 bekannt. Zur Betätigung dieser Granatwerfer-Zusatzwaffe
muß der Schütze das Schnellfeuergewehr mit der vorderen Hand am Magazin des Schnellfeuergewehrs
erfassen, damit er einen in dichtem Abstand davor angeordneten Abzug betätigen kann,
der sich an der Unterseite dieser Zusatzwaffe befindet. Auch hier ist das Rohr in
seiner Längsrichtung verschiebbar, um sein hinteres Ende zum Einführen von Granatmunition
freizugeben.
[0004] Die bekannten Granatwerfer-Zusatzwaffen haben den Nachteil, daß zu ihrer Betätigung
das Gewehr nicht in der beim Schießen sonst üblichen Weise gehalten werden kann, sondern
daß die vordere Hand anstatt den Vorderschaft entweder den an der Zusatzwaffe angebrachten
Pistolengriff oder aber sogar das Magazin des Gewehres erfassen muß. Hierdurch sind
die beiden, das Gewehr haltenden Hände dichter benachbart als es für ein gezieltes
Schießen günstig ist. Wenn Gewehr und Granatwerfer wechselweise bedient werden sollen,
muß der Schütze mindestens bei dem Grenade-Launcher M 203 umgreifen.
[0005] Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Granatwerfer-Zusatzwaffe
der eingangs genennten Art so weiterzubilden, daß ihre Betätigung nicht ein Verändern
der Handhaltung gegenüber dem normalen Schießen erfordert. Diese Aufgabe wird nach
der Erfindung dadurch gelöst, daß die Betätigungsmittel für Abzug und Sicherung im
Gehäuse der Granatwerfer-Zusatzwaffe im Unterstützungspunkt der Waffenkombination
über dem Rohr angeordnet und an beiden Seiten des Gehäuses sowohl für links- als auch
rechtshändige Betätigung zugänglich sind.
[0006] Da bei der erfindungsgemäßen Granatwerfer-Zusatzwaffe die Betätigungsmittel für Abzug
und Sicherung im Gehäuse im Unterstützungspunkt der Waffenkombination angeordnet sind,
kann der Schütze seine Hände an dem gewohnten Platz am Gewehr belassen, wenn er anstelle
des Gewehres die Zusatzwaffe abfeuern will. Da die Abzugsglieder.für Gewehr und Zusatzwaffe
völlig verschieden voneinander sind und mit verschiedenen Händen zu betätigen sind,
können Verwechslungen nicht vorkommen. Andererseits kann sich der Schütze in diesem
Fall voll auf den Schuß konzentrieren, weil er nicht durch eine ungewohnte Haltung
gestört wird.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Betätigungsmittel für die im Verschlußkasten
angeordnete Vorrichtung zur Rohrverriegelung und Schlagbolzenspannung in der Betätigungsrichtung
hintereinanderliegend angeordnet. Die Anordnung zweier getrennter Betätigungsmittel
zum Lösen der Rohrverriegelung und zum Spannen des Schalgbolzens gestattet es, das
Rohr zum Laden zu öffnen, insbesondere auszuschwenken, und damit die Waffe neu zu
laden,ohne daß gleichzeitig der Schlagbolzen gespannt werden muß. Die erfindungsgemäße
Zusatzwaffe kann daher in geladenem und gleichzeitig entspanntem Zustand geführt werden,
was sowohl für schnelle Feuerbereitschaft als auch für hohe Sicherheit optimal ist.
Andererseits gestattet die hintereinanderliegende Anordnung der beiden Betätigungsmittel,
daß bei Bedarf mit nur einer vom Verschlußhebel auf den Spannhebel übergleitenden
Handbewegung das Rohr zum Laden ausgeschwenkt und gleichzeitig der Schlagbolzen gespannt
werden kann, wenn es auf eine sehr hohe Feuergeschwindigkeit ankommt.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gibt ein von der Rohrverriegelung
gesteuertes Riegelgesperre die Abzugsvorrichtung nur bei vollständiger Verrigelung
des Rohres mit dem Verschlußkasten frei. Hierdurch wird eine größtmögliche Sicherheit
gegen eine fehlerhafte Handhabung der Waffe erzielt und gewährleistet, daß eine Granate
nur dann abgefeuert werden kann, wenn das Rohr mit dem Gehäuse einwandfrei verriegelt
ist.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse entsprechend
dem Handschutz des Gewehres gestaltet und gegen diesen austauschbar. Auf diese Weise
ist es möglich, die Granatwerfer-Zusatzwaffe derart in das Gewehr zu integrieren,
daß sie an der Unterseite des Gewehres nicht störend in Erscheinung tritt. Insbesondere
läßt sich das Rohr der Zusatzwaffe auf diese Weise besonders gut in Verlängerung der
Schulteranlage des Gewehres anordnen, so daß beim Schießen von der Schulter kein Abdrehmoment
als Abgangsfehler entstehen kann. Auch für die Abstützung des Gewehres mit der vorderen
Hand ist diese Ausbildung der erfindungsgemäßen Granatwerfer-Zusatzwaffe von besonderem
Vorteil.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden
Merkmale können bei anderen Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder
zu mehreren in beliebiger Kombination Anwendung finden. Es zeigen
Fig. 1 die Seitenansicht des vorderen Abschnittes eines Schnellfeuergewehres mit angebauter
Granatwerfer-Zusatzwaffe und aufgespanntem Zusatzvisier,
Fig. 2 die Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Granatwerfer-Zusatzwaffe ohne
Gewehr,
Fig. 3 teilweise in Seitenansicht und teilweise im Längsschnitt den hinterer Abschnitt
des Gehäuses der in der. Fig. 1 und 2 dargestellten Zusatzwaffe in vergrößerten Maßstab,
Fig. 4 einen Schnitt länrs der Linie IV-IV durch die Anordnung nach Fig. 3 und
Fig. 5 und 6 eine Seitenansicht bzw. Draufsicht auf den Verschlußkasten der dargestellten
Granatwerfer-Zusatzwaffe bei abgenommener Abdeckung in nochmals vergrößertem Maßstab.
[0011] Die in der Zeichnung dargestellte Granatwerfer-Zusatzwaffe weist ein als Halterung
ausgebildetes Gehäuse 1 auf, das ebenso gestaltet ist wie der Handschutz eines Gewehres
und, wie in Fig. 1 veranschaulicht, anstelle des Handschutzes am Gewehr 2 befestigbar
ist. Das Ge- häuse 1 ist an seinem hinteren Ende mit einem Verschlußkasten 3 versehen,
an den sich nach vorn das Rohr 4 anschließt, das sich in seiner Ruhestellung parallel
zum Gehäuse 1 bis an dessen vorderes Ende erstreckt. Das Rohr 4 ist nahe seinem vorderen
Ende mit dem Gehäuse 1 durch ein Scharnier verbunden, das aus einem an der Oberseite
des Rohres 4 angebrachten Lagerauge 6, einem am vorderen Ende des Gehäuses 1 angebrachten
Scharnierlager 7 und einem das Auge und das Lager durchsetzenden Scharnierbolzen 8
besteht. Auf dem Scharnierbolzen 8 ist eine vorgespannte Drehfeder 9 angeordnet, die
sich einerseits an dem Gehäuse 1 und andererseits am Rohr 4 abstützt und bestrebt
ist, das Rohr 4 in die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellte Offenstellung zu bringen,
in der das Rohr vom Gehäuse 1 weggeschwenkt und sein hinteres Ende zum Einführen von
Granatmunition frei ist. Der Schwenkwinkel des Rohres wird durch einen an der Oberseite
des Rohres angebrachten Rohranschlag 10 begrenzt. Diese Begrenzung ist so gewählt,
daß die Verlängerung des vom Gehäuse weggeschwenkten Rohres 4 am Magazin 11 des Gewehres
2 vorbeigeht und daher keinerlei Hindernisse bestehen, um beliebig lange Granatmunition
in das Rohr 4 einzufiihren.
[0012] In seiner Ruhestellung wird das Rohr von Riegelarmen 12 eines im Verschlußkasten
angeordneten Riegels gehalten, die in als Rastsperre dienende Nuten 13 eingreifen,
die in einem am hinteren Ende des Rohres angeordneten Flansch 14 angebracht sind.
Dieser Flansch 14 weist als Riegelschieber dienende, keilförmige Ansätze 15 und die
Verriegelung unterstützende Haken 16 auf. Eine halbrunde Ausnehmung 17 im Flansch
14 läßt in der Ruhestellung des Rohres erkennen, ob das Rohr eine Granate enthält.
[0013] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Rohr 4 an seinem hinteren Ende
eine die Griffigkeit unterstützende, rillenförmige Oberfläche 18 auf. Die Befestigung
der von Gehäuse 1, Verschlußkasten 3 und Rohr 4 gebildeten Baueinheit am Gewehr 2
erfolgt am vorderen Ende des Gehäuses 1 durch einen Zylinderstift 19 und im Bereich
des Verschlußkastens 3 durch zwei Zylinderstifte 20, die entsprechende BohrunGen in
der Granatwerfer-Zusatzwaffe und im Gewehr 2 durchdringen.
[0014] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die dargestellte Granatwerfer-Zusatzwaffe mit einem
Abzug 21 und einem Sicherungsschieber 22 versehen, die beide oberhalb des Rohres 4
im Gehäuse 1 an einer Stelle angeordnet sind, an der sich die Stützhand des Schützen
befindet. Wie in den Fig. 3 und 4 näher dargestellt, wird der Abzug 21 von einem Winkelhebel
gebildet, der mit einem Arm 23 formschlüssig in eine Abzugsstange 24 eingreift, die
von einer auf ihr angeordneten Druckfeder 25 in der in den Fig. 3 und 4 dargestellten
Ausgangslage gehalten wird. Eine auf den Abzug 21 in Pfeilrichtung wirkende Abzugskraft
F1 bewirkt eine Längsbewegung der Abzugsstange 24, so daß deren hinteres Ende den
langen Arm einer um eine Achse 27 schwenkbar gelagerten Auslöseklinke 28 auslenkt
und dadurch die Auslöseklinke verschwenkt. Eine Nase 29 am anderen Arm der Auslöseklinke
28 wird dadurch von einer Druckpunktrast 30 des Schlagbolzens 31 abgezogen, so daß
der Schlagbolzen 31 zum Auslösen des Schusses freigegeben wird. Der Schlagbolzen 31
wird dann zum Auslösen des Schusses von der gespannten Schlagbolzenfeder 32 angetrieben.
[0015] Der Schlagbolzen 31 ist in einem in den Verschlußkasten 3 eingesetzten Lagerkörper
33 geführt, in dem auch ein Bolzen 34 in seiner Längsrichtung verschiebbar gelagert
ist, der eine Fallsicherung für den Schlagbolzen 31 bildet. Dieser Bolzen 34 weist
eine Ausnehmung 35 auf, die sich in der Ruhestellung des Bolzens unter der Auslöseklinke
28 befindet. Der Bolzen 34 wird in dieser Ruhestellung durch eine Feder 36 gehalten.
Beispielsweise durch Fall oder Stoß ausgeübte Massenbeschleunigungen, die geeignet
sind, die Auslöseklinke 28 von der Druckpunktrast 30 abzuziehen, bewirken auch eine
Verschiebung des Bolzens 34 entgegen der Kraft der Feder 36, wodurch ein Ansatz 37
die Auslöseklinke 28 unterstellt und dadurch eine Drehbewegung der Auslöseklinke verhindert.
[0016] Wie aus den Fig. 3, 5 und 6 ersichtlich, nimmt der mit dem Gehäuse 1 fest verbundene
Lagerkörper 33 den bereits oben erwähnten Verschlußriegel 38 auf, der in Längsrichtung
der Waffe verschiebbar ist und durch die Kraft zweier an seinen beiden Seiten angeordneter
Riegelfedern 39 in seine Wirkstellung gedrückt wird, in der seine Riegelarme 12 durch
Ausnehmungen der Verschlußplatte 41 hindurchtreten, so daß sie bei angedrücktem Rohr
in die Nuten 13 am Rohrflansch 14 eingreifen (Fig. 1). Zum Zurückziehen des Verschlußriegels
38 aus seiner Wirkstellung dient ein Verschlußhebel 46, der in Richtung des Pfeiles
F2 betätigbar ist. Der um die Achse 47 drehbar gelagerte Verschlußhebel 46 greift
mit zwei Armen 48 formschlüssig in den Verschlußriegel 38 ein und bewegt diesen gegen
die Kraft der Riegelfedern 39 zurück. Dabei kommt eine Nase 49 am Verschlußriegel
38 mit einem Ansatz 50 am Schlagbolzen 31 in Eingriff und nimmt den Schlagbolzen ein
kurzes Stück mit. Dadurch wird die Schlagbolzenspitze bis hinter die Vorderseite der
Verschlußplatte 41 zurückgezogen, so daß sie dem Abschwenken des Rohres nicht im Wege
steht. Noch bevor die Riegelarme 12 das Rohr freigeben, fällt die Nase 29 der Auslöseklinke
28 in eine am Schlagbolzen 31 angebrachte Fangrast 51. Wird nach Öffnen des Verschlusses
der Verschlußhebel 46 freigegeben, werden der Verschlußhebel 46 und der Verschlußriegel
38 von den Riegelfedern 39 in die Ausgangslage zurückgebracht. Der gleichzeitig freigegebene
Schlagbolzen 31 verkeilt sich unter der Kraft der Schlagbolzenfeder 32 mit seiner
Fangrast 51 derart an der Nase 29 der Auslöseklinke 28, daß eine über die Auslöseklinke
28 ausgeübte Kraft von der selbsthemmenden Fangrast 51 abgestützt wird.
[0017] Ein in der Mitte des Verschlußriegels 38 angeordneter Arm 42 wirkt mit einem in der
Verschlußplatte 41 angeordneten Riegelgesperre 43 zusammen, das das Auslösen eines
Schusses verhindert, wenn das Rohr nicht einwandfrei mit dem Verschlußkasten verriegelt
ist. Nur dann, wenn der Verschlußriegel 38 seine Wirkstellung einnimmt, d.h. die Riegelarme
12 bis zum Anschlag des Armes 42 an der Verschlußplatte 41 vorgeschoben sind, hält
der mittlere Arm 42 des Verschlußriegels 38 den federbelasteten Riegel 44 des Riegelgesperres
43 über an dem Arm 42 und dem Riegel 44 angeformte Schrägflächen nieder und damit
in einer Stellung fest, in der sich das obere Ende des Riegels 44 außerhalb der Ausnehmung
45 in der Abzugsstange 24 befindet. Ist die Verriegelung dagegen nicht vollständig,
greift der Rierel 44 in die Ausnehmuns 45 der Abzugsstange 24 ein und verhindert dadurch
das Auslösen eines Schusses.
[0018] In dem Lagerkörper 33 ist weiterhin eine Wippe 54 um eine Achse 53 schwenkbar gelagert,
die eine an der Rückseite des Verschlußriegels 38 angebrachte Zunge 52 umgreift und
sich unter der Last einer Feder 55 am Lagerkörper 33 abstützt. Bei einer beispielsweise
durch Fall oder Stoß herbeigeführten Massebeschleunigungdie geeignet ist, den Verschlußriegel
38 aus seiner Wirklage gegen die Kraft der Riegelfedern 39 zu bewegen, führt die Wippe
54 gegen die Kraft der Feder 55 eine Kippbewegung aus und greift dadurch mit einer
Kante 56 in eine am Verschlußriegel 38 angebrachte Ausnehmung 57 ein. Dadurch wird
eine ungewollte Entriegelung des Rohres durch Fall oder Stoß der Waffe mit Sicherheit
verhindert.
[0019] Der im Lagerkörper 33 geführte und in seiner Längsrichtung bewegliche Schlagbolzen
31 steht auf nicht näher dargestellte Weise mit einem um eine Achse 66 schwenkbar
gelagerten Spannhebel 58 formschlüssig in Wirkverbindung, derart, daß durch Verschwenken
des Spannhebels 58 durch eine in Richtung des Pfeiles F3 wirkende Kraft eine Längsbewegung
des Schlagbolzens 31 unter gleichzeitigem Spannen der Schlagbolzenfeder 32 zur Folge
hat. Der Schlagbolzen 31 ist auf diese Weise so weit bewegbar, bis die Nase 29 der
an ihrem langen Arm durch zwei Federn 26 belasteten Auslöseklinke 28 in die Druckpunktrast
30 am Schlagbolzen einfällt und dadurch den Schlagbolzen in seiner Spannlage fixiert.
Der Spannhebel 58 wird nach Freigabe von einer Feder 60 in seine Ausgangslage zurückgebracht.
Bei der Spannbewegung des Schlagbolzens 31 tritt ein am Schlagbolzen angeformter Signalstift
59 aus der Rückwand des Verschlußkastens aus und zeigt dadurch den gespannten Zustand
der Waffe an.
[0020] Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, wird die oben erwähnte Sicherung 22 von einem
im Gehäuse 1 gelagerten, quer zum Gehäuse beweglichen Schieber gebildet, der in der
Sicherstellung mit einem Ansatz 62 in eine entsprechende Quernut 63 der Abzugsstange
24 eingreift. In dieser Stellung ist demgemäß die Abzugsstange 24 gegen ein Verschieben
in ihrer Längsrichtung gesichert. Durch Verschieben des Sicherungsschiebers 22 kann
sein Ansatz 62 aus der Aussparung 63 der Abzugsstange 24 ausgerückt werden, so daß
dann die Abzugsstange zum Auslösen eines Schusses freigegeben ist. Um ein unbeabsichtigtes
Entsichern der Waffe oder gar ein unbeabsichtigtes Auslösen eines Schusses durch auf
den Sicherungsschieber 22 bzw. den Abzug 21 ausgeübte seitliche Kräfte zu verhindern,
sind am Waffengehäuse 1 über dem Abzug 21 und dem Sicherungsschieber 22 seitlich vorstehende
Schutzstege 64 bzw. 65 angeformt, die eine ungewollte Berührung von Abzug und Sicherungsschieber
durch auftreffende oder vorbeistreifende Gegenstände weitgehend verhindern.
1. Granatwerfer-Zusatzwaffe zum Anbau an Schnellfeuergewehre mit einem als Halterung
ausgebildeten Gehäuse, das an seinem hinteren Ende einen Verschlußkasten trägt, in
dem ein von Hand spannbarer Schlagbolzen und eine Abzugsvorrichtung für den Schlagbolzen
sowie eine Verriegelungsvorrichtung für ein gegenüber dem Gehäuse beweglich gelagertes
Rohr angeordnet ist, welches Rohr in seiner Ruhestellung mit seinem hinteren Ende
an eine die vordere Stirnfläche des Verschlußkastens bildende Verschlußplatte angrenzt
und mit dem Verschlußkasten verriegelt ist und dessen hinteres Ende zum Einführen
von Granatmunition von der Verschlußplatte entfernbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsmittel (21, 22) für Abzug und Sicherung im Gehäuse am Unterstützungspunkt
der Waffenkombination über dem Rohr (4) angeordnet und an beiden Seiten des Gehäuses
sowohl für links- als auch rechtshändige Betätigung zugänglich sind.
2. Granatwerfer-Zusatzwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel
(46, 58) für die im Verschlußkasten (3) angeordnete Vorrichtung zur Rohrverriegelung
und Schlagbolzenspannung in der Betätigungsrichtung hintereinanderliegend angeordnet
sind.
3. Granatwerfer-Zusatzwaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
von der Rohrverriegelung gesteuertes Riegelgesperre (43) die Abzugsvorrichtung nur
bei vollständiger Verriegelung des Rohres (4) mit dem Verschlußkasten (3) freigibt.
4. Granatwerfer-Zusatzwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (1) entsprechend dem Handschutz des Gewehres (2) gestaltet und gegen
diesen austauschbar ist.