[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zum automatischen Einlegen kastenförmiger
Säcke aus flexiblem Verpackungsmaterial in kastenförmige Großbehälter, entsprechend
dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 4 (bekannt aus US-A-4 083 293).
[0002] Es ist bekannt, schüttfähige Güter in kastenförmige Behälter z.B. aus Pappe oder
Metallen abzupacken. Zum Schutz des verpackten Gutes wird üblicherweise z.B. bei einer
Kartonverpackung zusätzlich eine schützende Umhüllung mit einem Plastikmaterial vorgenommen.
Diese zusätzliche Umhüllung aus einem flexiblen Verpackungsmaterial erfolgt im allgemeinen
an der Außenseite der kastenförmigen Behältnisse und nur in Sonderfällen durch das
Einbringen von Beuteln aus flexiblem Verpackungsmaterial, die entweder einen runden
oder auch einen viereckigen Querschnitt aufweisen. Derartige Verpackungsformen werden
insbesondere dann eingesetzt, wenn das zu verpackende Gut nicht durch den Kontakt
mit dem formgebenden Material des benutzten Verpackungsbehälters in Berührung kommen
darf. Zum Einlegen derartiger Beutel in Kleinbehälter, die zur Verpackung von Gramm
bis Kilogramm-Mengen geeignet sind, sind eine Reihe von automatisch arbeitenden Verpackungsmaschinen
entworfen worden, die gestatten, eine große Zahl derartiger Verpackungsbehälter mit
eingelegten Beuteln aus flexiblem Verpackungsmaterial automatisch herstellen. Derartige
Vorrichtungen sind aufgrund ihrer hohen Durchsatzleistung pro Zeiteinheit sehr aufwendig.
[0003] Beispiele für derartige Verpackungsmaschinen, die das automatische Einlegen von Beuteln
in Behälter ermöglichen werden in US-A-41 42 453 und US-A-40 83 293 beschrieben. Die
als Einlagen vorgesehenen Plastikbeutel werden dabei mit Hilfe von starren oder in
Richtung auf 2 gegenüberliegende Seiten spannbare Formkörper in die Behälter eingeführt
und dabei gleichzeitig die Ränder der Beutel um die Behälterwandungen gestülpt, um
eine einwandfreie Aufnahme z.B. von leicht verderblichen Lebensmitteln zu gestatten.
[0004] Der Einsatz derartiger Verpackungsmaschinen für das Einlegen großer kastenförmiger
Säcke aus flexiblem Verpackungsmaterial in kastenförmige Großbehälter ist praktisch
nicht möglich, da beispielsweise unter diesen Bedingungen mit Beschädigungen der Kastensäcke
gerechnet werden muß. Unter kastenförmigen Großbehältern werden hierbei solche verstanden,
die ein Verpackungsvolumen von mehr als 100 vorzugsweise mehr als 200 I aufweisen.
Ein bevorzugtes Einsatzgebiet derartiger kastenförmiger Großbehälter ist z.B. bei
der Ablage und Verpreßung von Fadenkabeln gegeben, wie sie in der DE-OS 27 36 316
beschrieben wird. Bei dem Verfahren gemäß der genannten Vorliteratur ist es erforderlich,
kastenförmige Säcke aus flexiblem Verpackungsmaterial in metallischen Stützbehältern
gleicher Größe einzusetzen. In den so ausgerüsteten Stützbehältern können Fadenkabel
abgelegt und vorgepreßt werden. Nach dem Transport des gefüllten Stützbehälters zu
einer Endpresse wird der Stützbehälter abgezogen und das in dem kastenförmigen Sack
vorgepreßte Kabelmaterial anschließend einer Endpressung in Ballenform unterworfen.
Zur Verpackung von Kabelbändern und Faserflocke eignen sich auch große Container,
die zum Schutz des verpackten Materials gegen Verunreinigungen an den Containerwänden
mit kastenförmigen Säcken aus flexiblem Verpackungsmaterial ausgekleidet werden müssen.
[0005] Für derartige Einsatzgebiete ist bisher eine automatisch arbeitende Einlegevorrichtung
und ein geeignetes automatisch arbeitendes Verfahren nicht vorgeschlagen worden. Üblicherweise
werden die konfektionierten kastenförmigen Säcke in diese Großbehälter von Hand eingeführt
und gegebenenfalls unter Einsatz einfachster mechanischer Hilfsmittel in den Behältern
ausgebreitet. Derartige Verfahren sind jedoch sehr arbeitsintensiv und behindern bekannte
üblicherweise vollkontinuierlich ablaufende Verpackungsprozesse. Beispielsweise ist
es bei Einsatz einer Vorrichtung zum Pressen und Verpacken von Fadenkabeln erforderlich,
im ununterbrochenen Dauerbetrieb die Stützbehälter mit kastenförmigen Säcken auch
in der Spät- und Nachtschicht auszukleiden.
[0006] Bekannt war bereits aus der US-A-34 31 704 die Bereitstellung von zusammengefalteten
Säcken auf einer Magazinbahn zum Auffangen von Abfall eines Müllschluckers. Hierbei
werden die Säcke, die an ihrem oberen offenen Rand einen auf- und zu-schnappbaren
Faltmechanismus aufweisen, mit Hilfe von 2 Klammervorrichtungen der Teleskoprahmen
miteinander verbunden und gleichzeitig in der Magazinbahn geführt. Der Schnappmechanismus
kann für die Füllung des Sackes durch entsprechende Zugkräfte ausgelöst, d.h. geöffnet
werden. Nachteilig bei diesem System ist die aufwendige Befestigung der Säcke in dem
Faltmechanismus. Ein Einlegen von kastenförmigen Säcken in entsprechende Behälter
wird nicht beschrieben.
[0007] Es bestand daher immer noch ein Bedürfnis, ein Verfahren und eine geeignete Vorrichtung
zu finden, die das Einlegen großer kastenförmiger Säcke aus flexiblem Verpackungsmaterial
in kastenförmige Großbehälter gestatten, wobei die einzelnen Arbeitsschritte nicht
mehr von Hand sondern vollautomatisch nacheinander ablaufen können.
[0008] Es wurde nun eine betriebssichere Lösung der geschilderten Aufgabe gefunden. Erfindungsgemäß
ist die Durchführung eines bestimmten Verpackungsverfahrens mit Hilfe neuartiger Vorrichtungen
notwendig. Sie sind Gegenstand der Patentansprüche 1 und 4, während besonders bevorzugte
Ausführungsformen in den Unteransprüchen festgehalten wurden.
[0009] Zur Erläuterung der Erfindung soll zunächst das Verfahren anhand der Figuren 1 bis
12 beschrieben werden, während Besonderheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung erst
danach geschildert werden sollen.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf ein automatisch auszuführendes Einlegen von
kastenförmigen Säcken aus flexiblem Verpackungsmaterial in kastenförmige Großbehälter
gerichtet. Als flexibles Verpackungsmaterial sind dabei beispielsweise entsprechende
Garnituren aus Folien, Jutegeweben oder dergleichen einsetzbar. Für viele Zwecke hat
sich insbesondere die Verwendung von Plastikfolie, die mit einem Plastikfolien-Bändchengewebe
kaschiert ist, bewährt, da ein solches Material sich leicht zuschneiden und zu Kastensäcken
vernähen, kleben oder verschweißen läßt auf der anderen Seite aber eine wesentlich
bessere Weiterreißbeständigkeit hat als übliche Folien.
[0011] Vorgefertigte Kastensäcke (1) müssen zunächst in die Vorrichtung eingegeben werden.
Dazu dienen Rollwagen (2), die wenigstens mit vier Klemmstellen (3, 3', 4, 4') versehen
sind. Diese Klemmstellen müssen paarweise so weit auseinander liegen, daß zwei gegenüberliegende
Seitenflächen eines Sackes am oberen Rand ausgebreitet eingeklemmt werden können,
während die beiden anderen Seitenflächen und der Boden des Sackes zusammengefaltet
bleiben. In der Figur 1 sind derartige mit Kastensäcken (1) bestückte Rollwagen (2)
wiedergegeben. Die Rollwagen (2) werden dabei auf einer ersten Magazinbahn (5) gespeichert
und mit Hilfe einer nicht gezeichneten Schubvorrichtung bis an einen Anschlag (6)
herangeführt. Von der gegenüberliegenden Seite des Anschlags (6) wird dann eine Zugvorrichtung
(7) ausgefahren, die wenigstens mit zwei Greifern (8, 8') ausgerüstet ist, die etwa
soweit voneinander entfernt sind, wie eine Seitenfläche des Sackes breit ist. Die
Greifer (8, 8') sind betätigbar z.B. über einen kleinen Servomotor mit Hebelsystem
oder aber über einen pneumatischen Antrieb (nicht gezeigt). Die Greifer (8, 8') können
über den Rand der nächstliegenden Seitenfläche des Kastensackes (1) angehoben werden
und dann auf Sackrandhöhe abgesenkt werden, wobei diese Seitenfläche federnd in die
Greifer (8, 8') eingeklemmt wird. Anschließend wird die Zugvorrichtung (7) mit den
Greifern (8, 8') zurückgefahren. Dabei wird die Klemmverbindung der Klemmstellen (4,4')
dieser Seite des Sackes (1) von dem Rollwagen (2) herausgezogen und der Sack wie in
den Figuren 1 bis 3 wiedergegeben, zumindest an seinem oberen Ende ausgebreitet.
[0012] Anschließend wird eine Spreizvorrichtung (9), deren Spreizelemente (10,10') eingefaltet
sind, in den geöffneten Sack eingeführt und dann die Spreizelemente (10, 10') ausgefahren,
wobei der Sack gespannt wird. In der Figur 4 ist dieses Einführen der Spreizvorrichtung
(9) im eingefalteten Zustand wiedergegeben. Die Spreizelemente sind zweckmäßigerweise
als ein vierfaches Hebelrahmensystem ausgebildet, das beispielsweise von einem pneumatischen
Antriebssystem (11) bewegt werden kann. Dabei sind die Spreizelemente (10) entlang
den vier Längskanten des Kastensackes ausgerichtet. Durch das Ausfahren der Spreizeinrichtung
(9) wird der Sack vollständig ausgebreitet und zwischen den Spreizelementen (10, 10')
gespannt, so daß jetzt ein Abfallen des Sackes, jedenfalls in gespanntem Zustand der
Spreizvorrichtung (9), nicht mehr möglich ist.
[0013] Das Lösen des Sackrandes aus den Klemmstellen (3, 3') am Rollwagen (2) und aus den
federnden Greifern (8, 8') der Zugvorrichtung (7) erfolgt durch einfaches weiteres
Absenken der Spreizvorrichtung (9) über den Übergabepunkt hinaus.
[0014] An den einzelnen Spreizelementen (10) der Spreizvorrichtung (9) befinden sich in
der Nähe der Kanten des Sackes betätigbare Klammern (12), die spätestens nach der
endgültigen Ubernahme des ausgespannten Sackes durch die Spreizvorrichtung betätigt
werden. Die betätigbaren Klammern (12), sind dabei in einer solchen Höhe angeordnet,
daß sie den auf der Spreizvorrichtung (9) ausgespannten Sack (1) nach dem Spannen
und Glattziehen an seinem oberen Rand festhalten können. Nach Betätigung der Klammern
(12) kann die Spreizvorrichtung (9) eingefahren bzw. zusammengefaltet werden. Der
gespannte Zustand des Sackes nach seinem Entfernen aus den Klemmstellen (3,3') und
den federnden Greifern (8, 8') der Zugvorrichtung (7) wird in Bild 5 wiedergegeben,
während in Bild 6 der Zustand des Sackes und der Spreizeinrichtung nach Einfalten
der Spreizvorrichtung (9) zu sehen ist. In diesem Zustand kann die Spreizeinrichtung
mit Hilfe einer Bewegungsvorrichtung (13) in einen kastenförmigen Großbehälter (14)
verfahren und dort abgesenkt werden.
[0015] In Bild 6 ist der Rollwagen (2) und die Zugvorrichtung (7) mit den Greifern (8, 8')
nicht mehr zu sehen. Der Rollwagen ist mit Hilfe einer Hebevorrichtung (15) auf eine
zweite Magazinbahn (16) angehoben worden, auf der der Rollwagen (2) zurück auf die
erste Magazinbahn (5) geführt werden kann. Die Einzelheiten der Anordnung der Hebevorrichtung
(15) und der zweiten Magazinbahn (16) sollen im Zusammenhang mit der Vorrichtung später
diskutiert werden; sie sind in Figur 11 dargestellt.
[0016] Die Zugvorrichtung (7) ist aus dem Wirkungsbereich des Spreizrahmens (9) und damit
aus der Nähe des aufgespannten Backes (1) durch Zurückfahren mit Hilfe einer nicht
gezeigten Bewegungsvorrichtung entfernt worden.
[0017] Nach dem Absenken der mit dem Kastensack (1) bestückten Spreizeinrichtung (9) in
den zu bestückenden Großbehälter (14) wird die Spreizvorrichtung (9) langsam ausgefahren,
wobei der Kastensack an die Behälterwandungen vollflächig angelegt wird. Die Fixierung
der Lage des Kastensackes (1) im Großbehälter (14) ist auf verschiedene Weise möglich.
Beispielsweise kann die Innenwand des Großbehälters (14) saugende oder klebende Stellen
aufweisen, die ein Fixieren der Lage des Sackes im Großbehälter (14) gestattet. Bevorzugte
Ausführungsformen der Fixierung der Lage des Kastensackes (1) im Großbehälter sollen
nachfolgend noch beschrieben werden. Ist die Lage des Sackes durch eine dieser Maßnahmen
sichergestellt, können die Klammern (12) gelöst werden, die Spreizeinrichtung (9)
eingefaltet und die gesamte Spreizvorrichtung aus dem Großbehälter (14) ausgefahren
werden. Der Großbehälter ist dann auf seinen Innenflächen mit dem Kastensack (1) von
entsprechender Größe bestückt.
[0018] In den Figuren 7 bis 12 werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der dafür benötigten Vorrichtung wiedergegeben.
[0019] Bei diesen bevorzugten Verfahrensvarianten wird der obere Rand des Kastensackes auf
einer Länge (a) eingeschnitten und die entstehenden umlegbaren Streifen am oberen
Rand des Kastensackes (1) mit Haltevorrichtungen (17) am oberen Rand des Großbehälters
in Verbindung gebracht. Dazu ist es erforderlich, daß der Kastensack (1) an den oberen
Enden der Längskanten jeweils durch zwei Klammern (12', 12") gehalten wird, die in
der Nähe der Sackkante sich befinden. Eine entsprechende schematishce Darstellung
in einer Aufsicht ist in Figur 12 wiedergegeben. Zwischen den beiden Klammern (12',
12") jeder Kante des Kastensackes wirkt ein betätigbares Messer (18), das von einer
nicht gezeigten Bewegungsvorrichtung ein- und ausgeschwenkt werden kann. Durch ein
Ausschwenken der Messer in der Kante des Kastensackes (1) erfolgt ein Aufschneiden
der Kanten des Kastensackes über eine vorgegebene Länge (a) (Figur 7).
[0020] Nach dem Aufschneiden der oberen Kanten des Kastensackes (1) durch die Messer (18)
erfolgt üblicherweise ein Einfalten der Spreizvorrichtung (9), der Kastensack (1)
wird dann in einem Großbehälter mit Hilfe der Spreizvorrichtung (9) eingesenkt und
die Spreizvorrichtung (9) im Behälter (14) gespannt. Nach Lösen der Klammern (12)
bzw. (12', 12") stehen jetzt umlegbare Kanten des Kastensackes (1) zur Verfügung,
die mit dem oberen Rand des Großbehälters (14) in Verbindung gebracht werden können.
Diese Verbindung, die gleichzeitig eine Fixierung der Lage des Kastensackes in dem
Großbehälter (14) ergibt, kann beispielsweise durch Ankleben, Einwirken von Saugköpfen,
Anheften oder Anklemmen erfolgen.
[0021] In Figur 7 ist die Wirkungsweise der Messer (18) schematisch wiedergegeben, während
in Figur 8 eine bevorzugte Form der Fixierung der Lage des Kastensackes 1 im Großbehälter
(14) dargestellt wird. Hierbei werden die durch die Aktion der Messer (18) frei beweglich
gewordenen oberen Ränder des Sackes (1) mit Hilfe einer Übergabevorrichtung (19) in
die federnd wirkenden Haltevorrichtungen (17) des Großbehälters (14) eingeschoben.
Die Übergabevorrichtung (19) besteht gemäß Figur 8 aus einem pneumatischen Antrieb
(20) dessen Kolbenstänge Hebelsysteme (21) in Bewegung setzt, die die Lage schwertartiger
Platten (22) verändern. In der Figur 8 sind nur zwei der insgesamt vier Hebelsysteme
und Übergabeschwerte (22) gezeigt. Die Übergabe erfolgt so, daß bei Ausfahren des
pneumatischen Antriebes (20) die schwertartigen Übergabevorrichtungen (22) auf den
oberen Rand des Sackes (1) einwirken. Nach Lösen der Klammern (12) bzw. (12', 12")
ist es möglich, den oberen, in den Kanten eingeschnittenen Rand des Kastensackes (1)
unter die Haltevorrichtungen (17) des Großbehälters (14) zu schieben. In Figur 9 ist
die Übergabe des Kastensackes an die Haltevorrichtung (17) ausgeführt, die Spreizvorrichtung
ist eingefahren und wird mit Hilfe der Bewegungsvorrichtung (13) aus dem Inneren des
Großbehälters entfernt. Der Großbehälter ist jetzt fertig für die Verpackung vorbereitet,
er kann beispielsweise gemäß dem Verfahren der DE-OS 27 36 316 zur Ablage von Fadenkabeln
eingesetzt werden.
[0022] Figur 10 zeigt einen Querschnitt entlang der Linie X..X der Figur 8. Aus dieser Figur
ist ersichtlich, daß die Spreizrahmen (10) jeweils in die Kanten des Kastensackes
und des Großbehälters hineinpassen. Es ist so möglich, den Kastensack (1) weitgehend
faltenfrei in den Großbehälter (14) einzulegen.
[0023] In Figur 11 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäß erforderlichen Vorrichtung
schematisch wiedergegeben. Die zum Einsatz gelangenden Kastensäcke (1) werden in die
Klammern (3, 3', 4, 4') der Rollwagen (2) eingesetzt. Diese Rollwagen (2) werden auf
einer ersten Magazinbahn (5) geführt. Die Klammern (3, 3') und (4,4') liegen jeweils
soweit auseinander, daß zwischen Ihnen wenigstens eine Seite des Kastensackes (1)
ausgebreitet eingeklemmt werden kann. Die Klemmstellen (3 und 3') bestehen dabei aus
einem festen Teil (23, 23'), das starr mit dem Gestänge des Rollwagens (2) verbunden
ist und einem federnden Teil (24, 24'), daß das Einklemmen von Verpackungsmaterial
gestattet. Die Klemmstellen (4,4') sind in ähnlicher Weise ausgeführt. Im Gegensatz
zu den Festteilen (23, 23') sind die Festteile (25,25') jedoch um die Drehpunkte (38,
38,) beweglich, die federnden Teile (26,26') entsprechen den Federn (24, 24').
[0024] Die Rollwagen (2) müssen leicht auf der Magazinbahn (5) hin- und herbewegt werden
können, dies kann beispielsweise über Rollen oder Gleitstücke oder dergleichen erfolgen.
Die Form der Magazinbahn kann die einer offenen Schienenbahn sein. Bewährt hat sich
beispielsweise der Einsatz von sogenannten C-Schienen zur Führung der Rollen des Wagens
(2).
[0025] Die Fortbewegung der Rollwagen (2) erfolgt über eine Schubvorrichtung (27), die über
einen hin- und hergehenden Antrieb (28) verfügt. Die Bewegung der Rollwagen (2) auf
der ersten Magazinbahn (5) erfolgt durch eine Betätigung des Antriebes (28) mit dem
eine Ratsche (29) verbunden ist, die mit den Rollwagen (2) in Wechselwirkung treten
kann. Durch die Betätigung der Schubvorrichtung (27) werden die Rollwagen (2) auf
der Magazinbahn (5) transportiert, bis der erste Wagen den Anschlag (6) der ersten
Magazinbahn (5) erreicht.
[0026] Nach der Übergabe des Sackes (1) an die Spreizvorrichtung (9) muß der jetzt leere
Rollwagen (2) auf eine zweite Magazinbahn (16) angehoben werden. Dies kann beispielsweise
durch eine Hebevorrichtung (15) geschehen, die das Endstück (30) der Magazinbahn (5)
einschließlich des Anschlages (6) anheben kann bis auf die Höhe der zweiten Magazinbahn
(16). Als Antrieb der Hebevorrichtung (15) dient wiederum ein pneumatischer Antrieb
(31). Der leere Rollwagen (2) läuft dann auf der schrägen Magazinbahn (16) weiter
bis zu einem betätigbaren Anschlag (32), falls keine weiteren leeren Rollwagen (2)
auf der Magazinbahn (16) sich befinden. Die Verbindung zwischen der ersten Magazinbahn
(5) und der zweiten Magazinbahn (16) wird durch bewegliches Bahnteil (33) hergestellt,
das um die Achse (34) geschwenkt werden kann mit Hilfe einer Bewegungsvorrichtung
(35). Die leeren Rollwagen können bei angehobenem Teil (33) und geöffnetem Anschlag
(32) bis zu einem Anschlag (36) weiterrollen. Nach Schließen des Anschlages (32) kann
dann das Bahnteil (33) auf die Höhe der ersten Magazinbahn (5) abgesenkt werden und
die Rollwagen (2) von dem beweglichen Bahnteil (33) auf die erste Magazinbahn (5)
überführt werden.
[0027] Gegenüber dem Anschlag (6) befindet sich die Zugvorrichtung (7) angedeutet, die mit
Hilfe einer nicht gezeigten Vorrichtung mit ihren Greiferarmen (8, 8') bis in die
Nähe des Anschlages (6) vorgeschoben werden kann. Die Greifer (8, 8') werden über
ein Stellglied (37) betätigt. Bei dem Ausfahren des Kolbens des Stellgliedes (37)
schwenken die Greiferarme (8, 8') nach oben und können so über den ersten Sackrand
des Sackes gehoben werden, der in dem Rollwagen sich befindet, der am Anschlag (6)
steht. Nach Absenken der Greifervorrichtung (8, 8') wird der Sackrand federnd durch
die Greifer festgehalten.
[0028] Bei dem Zurückfahren der Zugvorrichtung (7) mit geschlossenen Greifern (8, 8') kann
der gegriffene Sack aus den Klemmstellen (4, 4') des Rollwagens herausgezogen werden,
ohne daß sich die Klemmung in den Greifern (8, 8') verändert. Dabei schwenken die
Klemmstellen (4, 4') um ihre Achsen (38, 38'). Auch die Greifer (8, 8') sollen eine
Seite des eingespannten Sackes (1) ausgebreitet festhalten, es ist daher erforderlich,
daß die Greifer (8, 8') fast so weit auseinander liegen wie eine Seite des Kastensackes
breit ist.
[0029] Um den zwischen den Klemmstellen (3, 3') und den Greifern (8, 8') ausgebreiteten
Sack in einen Großbehälter (14) überführen zu können, ist es notwendig, den ausgebreiteten
Sack auf eine Spreizvorrichtung (9) zu überführen. Diese Spreizvorrichtung (9) besteht
vorzugsweise aus je vier Spreizelementen (10, 10'), die über ein Antriebssystem (11)
bewegt werden können. Die Spreizvorrichtung (9) ist an einer Bewegungsvorrichtung
(13) befestigt, die ein Bewegen der Spreizvorrichtung (9) wenigstens in senkrechter
Richtung gestattet, gegebenenfalls jedoch auch zusätzlich in waagerechter Richtung.
Die Spreizelemente (10) sind über Achsbolzen (39) beweglich an der Bewegungsvorrichtung
(13) befestigt und an ihrer unteren Seite beweglich mit Spreizelementen (10') verbunden,
die mit dem Kolben des Antriebs (11) beweglich verbunden sind. Durch ein Bewegen des
Antriebs (11) kann die Lage der Spreizelemente (10) verändert werden. Aus Figur 4
ist die Lage der Spreizelemente (10) in eingefahrenem Zustand ersichtlich, in Figur
5, bei ausgefahrener Kolbenstange des Antriebes (11), die Lage der Spreizelemente
(10 und 10') in dem gespannten Zustand. Die vier Spreizelemente (10) wirken dabei
entlang der Kanten des Kastensackes, wie das in der schematischen Aufsicht der Figur
10 wiedergegeben wurde. In Figur 10 weisen die Spreizelemente (10 und 10') einen kreisförmigen
Querschnitt auf. Der Querschnitt dieser Elemente muß jedoch nicht kreisförmig sein,
beispielsweise in Figur 12 wird ein Spreizelement (10) gezeigt, das aus einem Winkelprofil
gefertigt wurde.
[0030] An den Spreizelementen (10) sind betätigbare Klammern (12) angebracht. Die Betätigung
erfolgt über ein Hebelsystem (40) durch ein Antrieb (41), der in Figur 11 wieder als
pneumatischer Antrieb dargestellt wurde.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der
Sackrand in der Nähe jeder Kante des Sackes (1) durch zwei betätigbare Klammern (12',
12") gehalten, die über ein Winkelstück (42) mit dem Hebelsystem (40) verbunden sind.
Eine derartige Ausführung ist als Ausschnitt in Figur 12 wiedergegeben. Die betätigbaren
Klammern (12) bzw.(12', 12") sind in einer solcher Höhe an den Spreizelementen (10)
angebracht, daß sie gerade den oberen Rand des Sackes (1) einklemmen können. Um ein
Halten des Sackes in den Klammern (12) bzw. (12', 12") auch bei Bewegung der Spreizeinrichtung
(9) sicherzustellen, ist es zweckmäßig, die Antriebe (41) und die Festpunkte des Hebelsystems
(40) mit den Spreizelementen (10) zu verbinden. Andernfalls besteht Gefahr, daß bei
einem Einfalten der Spreizvorrichtung (9) die Klemmeigenschaft der Klammern (12) aufgehoben
werden könnte. Weiterhin ist es erforderlich, daß die Spreizelemente (10) länger sind
als die Höhe der eingesetzten Säcke. Nur so ist es möglich, daß bei einem Einfahren
der Spreizvorrichtung das spätere Einführen des in der Spreizvorrichtung (9) aufgespannten
Kastensackes in den Großbehälter (14) ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden kann.
[0032] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind an jedem
Spreizelement (10) in Höhe des oberen Randes des eingespannten Sackes betätigbare
Messer (18) vorgesehen. Eine genaue Anordnung zeigt die Figur 12; hier wirkt das Messer
(18) direkt durch einen Schlitz in dem Spreizelement (10). Auch die Messer (18) sind
über Hebelsysteme (43) mit Antrieben (44) verbunden. Diese Antriebe bewirken über
die Hebelsysteme, daß die Messer (18) ausgeschwenkt werden können und der Sack an
seinem oberen Rand jeweils in den Kanten auf einer vorgegebenen Länge eingeschnitten
werden kann.
[0033] In der Figur 11 ist weiterhin ein Übergabesystem (19) vorgesehen, das aus einem Antrieb
(20) und damit verbundenen Hebelsystemen (21) sowie ausschwenkbaren Schwertern (22)
besteht. In Figur 11 sind der Übersichtlichkeit halber nur zwei dieser Hebelsysteme
und zwei der Schwerter wiedergegeben, die auf den oberen Sackrand einwirken können.
Bei den Schwertern (22) handelt es sich um längliche, linealartige Gebilde, die Eine
Übergabe des Folienmaterials unter die Haltevorrichtungen (17) des Großbehälters (14)
gestatten. Der Großbehälter (14) weist in der Figur 11 Haltevorrichtungen in Form
von langen Blattfedern (17) an seinem oberen Rande auf, die in der Lage sind, den
eingeschnittenen Rand des Kastensackes (1) federnd festzuhalten. Der Großbehälter
(14) kann zur Übergabe bzw. Aufnahme des Kastensackes (1) durch eine nicht gezeigte
Bewegungsvorrichtung wie z.B. einer Rollenbahn oder dergleichen an den genauen Ort
der Übergabe überführt werden. Dieser genaue Ort kann z.B. durch geeignete Anschläge
oder dergleichen fixiert sein. Es ist nicht zwingend notwendig, daß dieser Übergabeort
wie in Figur 11 gezeigt, innerhalb der eigentlichen Vorrichtung sich befindet, d.h.
zwischen der Schienenbahn (5) und der Zugvorrichtung (7) und unterhalb der Spreizvorrichtung
(9). Möglich wäre auch ein Übergabeort an einer anderen Stelle. Hierbei müßte nur
sichergestellt werden, daß die Bewegungsvorrichtung (13) der Spreizvorrichtung (9)
entsprechende Bewegungen an einen anderen Übergabeort ausführen kann.
[0034] Die gezeigte und beschriebene Vorrichtung weist eine Reihe von Antrieben auf. Sie
sind in den Figuren meist als pneumatisch betriebene Bewegungsvorrichtungen dargestellt
worden. Da sie meist nur eine hin- und hergehende Bewegung auszuführen haben, dürfte
eine solche Antriebsart besonders einfach und am wenigstens störanfällig sein. Es
besteht jedoch die Möglichkeit, auch diese Bewegungen z.B. durch elektrische Servomotoren
z.B. in Verbindung mit Getrieben oder Zahnketten oder dergleichen auszuführen.
[0035] Auf eine Darstellung der pneumatischen Steuerleitungen zu den Antrieben sowie auf
eine Wiedergabe des benötigten Steuersystems wurde aus Vereinfachungsgründen verzichtet.
Derartige Steuersysteme sind im prinzip bekannt. Sie sind ohne weiteres entsprechend
den zum Verfahren gegebenen Angaben vorzugeben bzw. zu programmieren. Das gleiche
gilt für Meßeinrichtungen wie z.B. Lichtschranken oder dergleichen, die den Ablauf
des Verfahrens und eine einwandfreie Betätigung der Vorrichtung sicherstellen müssen.
1. Verfahren zum Einlegen von beutelförmigem flexiblen Verpackungsmaterial (1) in
kastenförmige Behälter (14), bei dem das beutelförmige Verpackungsmaterial automatisch
von einer Spreizvorrichtung (9) übernommen, gehalten und in Behälter eingelegt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß Kastensäcke (1) in Großbehälter (14) von mehr als 100
I Verpackungsvolumen eingelegt werden, wobei der Kastensack (1) an wenigstens vier
Klemmstellen (3, 3', 4, 4') eines Rollwagens (2) so eingeklemmt wird, daß zwei gegenüberliegende
Seitenflächen des Sackes ausgebreitet sind, während die beiden anderen Seitenflächen
und der Boden des Sackes (1) zusammen gefaltet bleiben, der so mit einen Sack bestückte
Rollwagen (2) auf einer ersten Magazinbahn (5) gespeichert und durch eine Schubvorrichtung
(27) bis an einen Anschlag (6) transportiert wird, durch Ausfahren einer Zugvorrichtung
(7) von der gegenüberliegenden Seite des Anschlags (6) die nächstliegende ausgebreitete
Seite des Sackes (1) mit Hilfe von auf der Zugvorrichtung (7) montierten betätigbaren
Greifern (8, 8') von dem Rollwagen (2) übernommen und durch anschließendes Zurückfahren
der Zugvorrichtung (7) der Sack (1) an seinem oberen offenen Ende ausgebreitet wird,
in den geöffneten Sack (1) eine Rahmenspreizvorrichtung (9) im eingefalteten Zustand
soweit abgesenkt wird, daß bei dem anschließenden Spannen der Spreizvorrichtung (9)
entlang der Längskanten des Sackes (1) der Sack (1) vollständig entfaltet wird, der
Sack (1) im aufgespannten Zustand durch weiteres Absenken der Spreizvorrichtung (9)
aus den restlichen Klemmstellen (3, 3') des Rollwagens (2) und den federnden Greifern
(8, 8') befreit wird, der obere Rand des Sackes (1) von betätigbaren Klammern (12)
an der Spreizvorrichtung (9) gehalten wird, der leere Rollwagen (2) durch eine Hebevorrichtung
(15) auf eine zweite Magazinbahn (16) transportiert wird, die eine Rückführung des
Rollwagens (2) auf die erste Magazinbahn (5) gestattet, die Spreizvorrichtung (9)
eingefaltet und der durch die Klammern (12) gehaltene Sack (1) durch Bewegen der Spreizvorrichtung
(9) in einen kastenförmigen Großbehälter (14) eingefahren und durch erneutes Spannen
der Spreizvorrichtung (9) an die Behälterwandungen vollflächig angelegt, die Klammern
(12) gelöst und der Sack an Halteeinrichtungen (17) des Großbehälters (14) übergeben
wird, bevor die Spreizeinrichtung (9) eingefaltet und aus dem Großbehälter (14) ausgefahren
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sack (1) nach Ubernahme
durch Klammern (12) bzw. doppelt wirkenden Klammern (12',12") der Spreizvorrichtung
(9) an seinen oberen Enden der Kanten durch die Einwirkung von betätigbaren Messern
(18) soweit eingeschnitten wird, daß umlegbare Ränder entstehen und, daß nach dem
Einfahren und Spannen des Sackes in dem Großbehälter (14) und nach Lösen der Klammern
(12) bzw. (12', 12") die umlegbaren Ränder des Sackes (1) an Haltevorrichtungen (17)
an den Oberkanten des Großbehälters (14) mit Hilfe von Übergabevorrichtungen (19)
übergeben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sack (1) nach
seiner Ubernahme durch die Klammern (12) der Spreizvorrichtung (9) aus der Übernahmestelle
durch Bewegen der Spreizvorrichtung (g) herausgehoben wird, das Auftrennen der oberen
Enden der Kanten dann im gespannten Zustand des Sackes (1) erfolgt, die Spreizvorrichtung
(9) anschließend eingefaltet wird und dann in den in der Zwischenzeit in den Aktionsbereich
der Spreizvorrichtung (9) transportierten Großbehälter (14) eingelegt wird.
4. Vorrichtung zum Einlegen von beutelförmigem flexiblen Verpackungsmaterial (1) mit
Hilfe von automatisch arbeitenden Spreizvorrichtungen (9) in kastenförmige Behälter
(14), wobei das beutelförmige Verpackungsmaterial von der automatisch arbeitenden
Spreizvorrichtung übernommen, gehalten und in Behälter eingelegt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung die folgenden Merkmale aufweist:
eine erste Magazinbahn (5) zur Führung einer Vielzahl vom Rollwagen (2), wobei jeder
Rollwagen wenigstens vier Klemmstellen (3, 3', 4, 4') aufweist, die wenigstens soweit
voneinander entfernt sind, daß zwei gegenüberliegende Seiten des Kastensackes (1)
in ausgebreiteten Zustand eingeklemmt werden können, während die beiden anderen Seiten
und der Boden zusammengefaltet bleiben können,
eine Schubvorrichtung (27) zum Transport der Rollwagen (2) auf der ersten Magazinbahn
(5) bis an einen Anschlag (6),
eine Hebevorrichtung (15) zum Transport des von dem angehängten Sack befreiten Rollwagens
(2) auf eine zweite Magazinbahn (16), auf der die leeren Rollwagen (2) zurück auf
die erste Magazinbahn (5) geführt werden können,
eine Zugvorrichtung (7) mit betätigbaren Greifern (8, 8'), die gegenüber den Magazinbahnen
(5, 16) auf der anderen Seite des Anschlags (6) angeordnet ist und die mit ihren Greifern
(8, 8') in der Lage ist, die nächstliegende ausgebreitete Seite eines Sackes (1) von
dem an dem Anschlag (6) befindlichen Rollwagen (2) zu übernehmen und federnd festzuhalten
und durch Zurückfahren den Sack (1) an seinen oberen Rand auszubreiten, eine an einer
Bewegungsvorrichtung (13) befestigte Sackspreizvorrichtung (9) mit vier in Gelenken
beweglichen Spreizrahmen (10, 10'), die entlang den Längskanten des gespannten Sackes
(1) verlaufen und über einen an sich bekannten Antrieb (11) gespannt und so eingefaltet
werden können, daß der Sack (1) entspannt an betätigbaren Klammern (12) hängt, wobei
an jedem Rahmenteil (10) der Spreizvorrichtung wenigstens eine dieser Klammern (12)
befestigt ist, sowie eine Rollvorrichtung, die leere Großbehälter (14) von mehr als
100 I Verpackungsvolumen in den Aktionsradius der Bewegungseinrichtung (13) der Spreizvorrichtung
(9) an einen vorgegebenen Ort verbringen können und
ggf. Übergabevorrichtungen (19), die den im Großbehälter (14) ausgebreiteten Sack
(1) an Halteeinrichtungen (17) des Großbehälters (14) übergeben können.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Rahmenteil (10)
der Spreizvorrichtung (9) 2 Klammern (12', 12") so angebracht sind, daß sie zwei Längsseiten
des Sackes (1) in der Nähe der gemeinsamen Kante festhalten können und zwischen ihnen
jeweils eine an einer Bewegungsvorrichtung (43, 44) angebrachte Messerklinge (18)
angeordnet ist, die durch eine Aussparung im Rahmenteil (10) die sich ausbildenden
Sacklängskante an ihrem oberen Rand auf einer vorgegebenen Länge einschneiden kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Großbehälter (14)
an ihrem oberen Rand eine Vielzahl von Halteeinrichtungen (17) aufweisen, die in der
Lage sind, die durch den Einsatz der Messerklingen (18) erzeugten umlegbaren Randstreifen
des Kastensackes (1) von den Übergabevorrichtungen (19) zu übernehmen und festzuhalten.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen
(17) an den oberen Rändern des Großbehälters (14) die Form von Blattfedern aufweisen
und die Übergabevorrichtungen (19), die an der Spreizvorrichtung (9) befestigt sind,
schwertartige Arme (22) aufweisen, die die umlegbaren Randstreifen des Sackes (1)
unter die Blattfedern der Haltevorrichtung (17) drücken können.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch
die Bewegungsvorrichtung (13) die Sackspreizvorrichtung (9) soweit über die Einlegestelle
des Sackes angehoben werden kann, daß ein leerer Großbehälter (14) senkrecht unter
die Sackspreizvorrichtung (9) verbracht werden kann.
1. A process for the insertion of bags made of flexible packaging material (1) into
large box- shaped containers (14), wherein the bags are automatically received, retained
and inserted into the container by a spreading device (9) characterised in that box-shaped
bags (1) are inserted in containers (14) with a capacity of more than 100 liters and
that the clamping of a box-shaped bag (1) takes place at at least four clamping points
(3,3', 4,4') of a rolling carriage (2) in such a way that two opposing side faces
of the bag are extended, whilst the other two side faces and the bottom of the bag
(1) remain folded together, the rolling carriage (2) equipped in this way with a bag
is stored on a first magazine track (5) and transported by a pushing device (27) up
against a stop (6), as a result of extension of a pulling device (7) from the opposite
side of the stop (6) the next extended side of the bag (1) is received from the rolling
carriage (2) by means of actuable grippers (8, 8') mounted on the pulling device (7),
and the bag (1) is extended at its upper open end as a result of subsequent retraction
of the pulling device (7), a frame-type spreading device (9) is lowered, in the folded-in
state, into the opened bag (1) so that, during subsequent tensioning of the spreading
device (9) along the longitudinal edges of the bag (1), the latter is completely unfolded,
in the tensioned state the bag (1) is freed, as a result of further lowering of the
spreading device (9), from the remaining clamping points (3, 3') of the rolling carriage
(2) and from the resilient grippers (8, 8'), the upper edge of the bag (1) is retained
by actuable clamps (12) on the spreading device (9), the empty rolling carriage (2)
is transported by a lifting device (15) onto a second magazine track (16) which allows
the rolling carriage (2) to return to the first magazine track (5), the spreading
device (9) is folded in and the bag, (1) retained by the clamps (12), is introduced,
as a result of movement of the spreading device (9), into a large boxshaped container
(14) and is applied over its full surface to the container walls as a result of renewed
tensioning of the spreading device (9), the clamps (12) are released, and the bag
is transferred to retaining devices (17) of the large container (14) before the spreading
device (9) is folded in and retracted from the large container (14).
2. The process according to claim 1, characterised in that, after being received by
clamps (12) or double-acting clamps (12', 12") of the spreading device (9), the bag
(1) is incised at the upper ends of its edges as a result of the action of actuable
knives (18) to the extent that foldable margins are obtained and that, after the bag
has been introduced and tensioned in the large container (14) and after the clamps
(12) or (12', 12") have been released, the foldable margins of the bag (1) are transferred
to retaining devices (17) at the upper edges of the large container (14) by means
of transfer devices (19).
3. The process according to claim 1 or 2, characterised in that, after being received
by the clamps (12) of the spreading device (9), the bag (1) is lifted out of the receiving
location as a result of movement of the spreading device (9), the upper ends of the
edges are then severed in the tensioned state of the bag (1), the spreading device
(9) is subsequently folded in and is then inserted into the large container (14) transported
in the meantime into the effective range of the spreading device (9).
4. An apparatus for the insertion of bags (1) made of flexible packaging material
into large box-shaped containers (14) by means of an spreading device (9) which automatically
receives, retains and inserts the bags into the container comprising the following
features:
a first magazine track (5) for guiding a plurality of rolling carriages (2), each
rolling carriage having at least four clamping points (3,3', 4,4') which are at least
so far apart from one another that two opposing sides of the bag (1) can be clamped,
in the extendeded state, whilst the other two sides and the bottom can remain folded
together,
a pushing device (27) for transporting the rolling carriages (2) on the first magazine
track (5) up against a stop (6),
a lifting device (15) for transporting the rolling carriage (2), freed of the suspended
bag, onto a second magazine track (16) on which the empty rolling carriages (2) can
be guided back onto the first magazine track (5),
a pulling device (7) with actuable grippers (8, 8'), which is located opposite the
magazine tracks (5, 16) on the other side of the stop (6) and which is capable by
means of its grippers (8, 8') to receive the next extended side of a bag (1) from
the rolling carriage (2) located against the stop (6) and of retaining it resiliently
and, as a result of retraction, of extending the bag (1) at its upper edge,
a bag-spreading device (9), fastened to a moving device (13), with four spreading
frames (10, 10') which are movable in joints and extend along the longitudinal edges
of the tensioned bag (1) and which via a drive (11) can be tensioned and folded in
so that the bag (1) hangs relaxed an actuable clamps (12) at least one of these clamps
(12) being fastened to each frame part (10) of the spreading device,
as well as a rolling device which can bring the empty large containers (14) into the
effective range of the moving device (13) of the spreading device (9) to a predetermined
place
and, if appropriate, transfer devices (1) which can transfer the bag (1) extended
in the larger container (14) to retaining devices (17) of the large container (14).
5. The apparatus according to claim 4, wherein two clamps (12', 12") are attached
to each frame part (10) of the spreading device (9) in such a way that they can retain
two longitudinal sides of the bag (1) in the vicinity of the common edge, and located
in each case between them is a knife blade (18) which is attached to a moving device
(43, 44) and which through a cutaway portion in the frame part (10) can incise the
resulting longitudinal edge of the bag at its upper margin for a predetermined length.
6. The apparatus according to claim 5, wherein the large containers (14) have at their
upper margin a plurality of retaining devices (17) which are capable of receiving
from the transfer devices (19) and retaining the foldable edge strips of the box-shaped
bag (1) which are produced as a result of use of the knife blades (18).
7. The apparatus according to claim 6, wherein the retaining devices (17) at the upper
margins of the large container (14) have the form of leaf springs, and the transfer
devices (19) fastened to the spreading device (9) have sword-like arms (22) which
can press the foldable edge strips of the bag (1) under the leaf springs of the retaining
device (17).
8. The apparatus according to one of claims 4 or 5, wherein by means of the moving
device (13) the bag-spreading device (9) can be lifted so far above the insertion
point of the bag that an empty large container (14) can be brought vertically underneath
the bag-spreading device (9).
1. Procédé pour la mise en place de matériau d'emballage souple en forme de sacs (1)
dans des récipients en forme de caisses (14), selon lequel le matériau d'emballage
en forme de sacs est automatiquement repris d'un écarteur (9), tenu et mis en piace
dans des récipients, caractérisé en ce que des sacs parallélépipédiques (1) sont mis
en place dans de grands récipients (14), de plus de 100 de volume utile, dans un processus
où le sac (1) est serré en au moins quatre points de pinçage (3, 3', 4, 4') sur un
chariot (2), de manière que deux faces latérales opposées du sac soient etalées, tandis
que les deux autres faces latérales et le fond du sac (1) restent pliés, le chariot
(2), ainsi muni d'un sac, est entreposé sur une première voie de magasinage (5) et
transporté par un pousseur (27) jusqu'à une butée (6), le côté étalé le plus proche
du sac (1) est repris du chariot (2), par extension d'un dispositif de tirage (7)
à partir de L'autre côté de la butée (6), à l'aide de préhenseurs commandés (8, 8')
montés sur le dispositif de tirage (7), et le sac est étalé à son extrémité supérieure
ouverte par le recul consécutif du dispositif de tirage (7), un écarteur à cadres
(9) est abaissé à l'état replié dans le sac (1) ouvert, à tel point que, lors de l'extension
consécutive de l'écarteur (9), le long des arêtes longitudinales du sac (1), le sac
soit déplié complètement, le sac, (1) tendu ouvert, est détaché des points de pinçage
restants (3, 3') du chariot (2) et des préhenseurs à ressort (8, 8'), par la poursuite
de l'abaissement de l'écarteur (9) le bord supérieur du sac (1) est tenu par des attaches
commandées (12), prévues sur l'écarteur (9), le chariot (2) vide est transporté par
un élévateur (15) sur une deuxième voie de magasinage (16) qui permet le retour du
chariot (2) sur la première voie de magasinage (5), l'écarteur (9) est replié, le
sac (1), tenu par les attaches (12), est inséré dans un grand récipient (14) en forme
de caisse, par déplacement de l'écarteur (9), et est appliqué à plat contre les parois
du récipient par une nouvelle extension de l'écarteur (9), les attaches (12) sont
ouvertes et le sac est transféré à des éléments de maintien (17) du récipient (14),
avant le repliage de l'écarteur (9) et son retrait du récipient (14).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le sac (1), après avoir
été repris par des attaches (12) ou des attaches (12', 12") à double effet de l'écarteur
(9), est entaillé suffisamment, aux extrémités supérieures de ses arêtes, par des
couteaux commandés (18), qu'il se forme des bords rabattables et, après insertion
et extension du sac dans le grand récipient (14) et ouverture des attaches (12 ou
12', 12"), les bords rabattables du sac (1) sont transférés, à l'aide de dispositifs
de transfert (19), à des éléments de maintien (17) sur les bords supérieurs du récipient
(14).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le sac (1), après
sa reprise par les attaches (12) de l'écarteur (9), est soulevé de la position de
reprise, par déplacement de l'écarteur (9), les extrémités supérieures des arêtes
sont ensuite entaillées à l'état tendu du sac (1), l'écarteur (9) est replié après
cela puis inséré dans le grand récipient (14), transporté entre temps dans la zone
d'action de l'écarteur (9).
4. Appareil pour la mise en place de matériau d'emballage souple en forme de sacs
(1) dans des récipients en forme de caisses (14), à l'aide d'écarteurs (9), dans lequel
le matériau d'emballage en forme de sacs est repris, tenu et mis en place dans des
récipients par l'écarteur, travaillant automatiquement, caractérisé en ce qu'il comprend:
une ptemière voie de magasinage (5) pour guider des chariots (2), chaque chariot présentant
au moins quatre points de pinçage (3, 3', 4, 4') qui sont suffisamment écartés mutuellement
pour que deux côtés opposés du sac (1), de forme parallélépipédique, puissent être
serrés à l'état étalé, tandis que les deux autres côtés et le fond peuvent rester
pliés,
un pousseur (27) pour transporter les chariots (2) sur la première voie de magasinage
(5) jusqu'à une butée (6), un élévateur (15) pour transporter les chariots (2), débarrassés
des sacs qui y étaient suspendus, sur une deuxième voie de magasinage (16), sur laquelle
les chariots vides (2) peuvent être ramenés sur la première voie de magasinage (5),
un dispositif de tirage (7), équipé de préhenseurs commandés (8,8'), qui est placé
vis- à-vis des voies de magasinage (5,16), de l'autre côté de la butée (6), et qui
est capable, par ses préhenseurs (8, 8'), de reprendre le côté étalé le plus proche
d'un sac (1) du chariot (2) placé à la butée (6), de le tenir élastiquement et, par
son recul, d'étaler le sac (1) à son bord supérieur,
un écarteur de sacs (9), fixé à un organe de déplacement (13) et possédant quatre
cadres d'écartement articulés (10,10') qui s'étendent le long des arêtes longitudinales
du sac (1) tendu ouvert et peuvent être étendus, par une commande (11) en elle-même
connue, et repliés, de manière que le sac (1) soit suspendu à l'etat étendu à des
attaches commandées (12), au moins une de ces attaches (12) étant fixée à chaque élément-cadre
(10) de l'écarteur (9),
un dispositif de roulement capable d'amener de grands récipients (14) vides, d'un
volume utile de plus de 100 I, à un endroit préfixé dans le rayon d'action de l'organe
de déplacement (13) de l'écarteur (9) et, éventuellement, des dispositifs de transfert
(19) capables de transférer le sac (1), étalé dans le grand récipient (14), à des
éléments de maintien (17) du récipient (14).
5. Appareil selon la revendication 4, caractérisé en ce que, sur chaque élément-cadre
(10) de l'ecarteur (9), deux attaches (12', 12") sont disposées de manière qu'elles
puissent tenir, ensemble, deux côtés longitudinaux du sac (1) à proximité d'une arête
commune du sac, et qu'un couteau (16) est disposé entre elles sur un organe de déplacement
(43, 44), couteau qui est capable, à travers une découpe dans l'élément-cadre (10),
d'entailler l'arête longitudinale du sac sur une longueur préfixée à son bord supérieur.
6. Appareil selon la revendication 5, caractérisé en ce que les grands récipients
(14) présentent, à leur bord supérieur, un grand nombre d'éléments de maintien (17)
qui sont capables de reprendre des dispositifs de transfert (19) et de retenir les
bandes marginales rabattables formées par les couteaux (18) sur le sac (1).
7. Appareil selon la revendication 6, caractérisé en ce que les éléments de maintien
(17) sur les bords supérieurs du grand récipient (14) ont la forme de ressorts-lames
et les dispositifs de transfert (19), fixés à l'écarteur (9), présentent des bras
semblables à des lames (22) qui peuvent pousser les bandes marginales rabattables
du sac (1) sous les ressorts-lames du dispositif de maintien (17).
8. Appareil selon une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que l'organe de
déplacement (13) est capable de soulever l'écarteur (9) au-dessus du point de mise
en place du sac, dans une mesure suffisante pour qu'un grand récipient (14) puisse
être amené en position verticale sous l'écarteur (9).