[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden von Fotosatz-Filmen od. dgl. Blatt-
oder Rollenware entsprechend vorgegebenen Spaltenbreiten bzw. -anzahlen in Spaltenlängs-
sowie gegebenenfalls in Spaltenquerrichtung.
[0002] Solche Lichtsatz- bzw. Fotosatz-Filme werden in Fotosetzmaschinen hergestellt. Dabei
werden z. B. linksbündig und absatzweise Texte aufgebracht, wobei von Absatz zu Absatz
unterschiedliche Spaltenzahlen entsprechend der Textmenge und/oder dem vorgesehenen
Format auftreten können. üblich ist es z. B., solche Filme in vierspaltiger Breite
zu erstellen, so daß die Textabsätze ein-, zwei-, drei- oder vierspaltige Gesamtbreiten
haben können. Anschließend werden die einzelnen, gegebenenfalls verschiedenformatigen
Texte ausgeschnitten und zur Seiten-Montage von Druckschriften weiterverwendet. Das
Ausschneiden der Text-Blöcke ist wegen der laufenden Formatänderungen jedoch zeitaufwendig
und umständlich. Zwar bringt die Verwendung einer bereits bekannten Schneid-vorrichtung
gegenüber dem sonst noch üblichen Ausschneiden mit einer Schere von Hand bereits eine
Vereinfachung mit sich; jedoch sind auch dabei viele Handgriffe zur Bedienung notwendig,
so daß hierbei die Bearbeitung zwar genauer, jedoch noch immer umständlich und zeitraubend
ist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Schneiden von
Fotosatz-Filmen u. dgl. zu schaffen, bei dem eine umständliche und zeitaufwendige
manuelle Betätigung vermieden wird und bei dem ein exaktes Bearbeitungsergebnis erzielbar
ist. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zu schaffen, die eine weitgehend automatische Bearbeitung
von Fotosatz-Filmen u. dgl. ermöglicht.
[0004] Zur Lösung der Aufgabe wird einerseits insbesondere vorgeschlagen, daß der Fotosatz-Film
od. dgl. entsprechend den Positionen der vorgesehenen Schnitte mit Markierungen versehen
wird, die zur Steuerung von Schneideinrichtungen abgetastet werden. Dadurch kann das
Schneiden des Fotosatz-Filmes praktisch automatisch ablaufen, wobei durch die angebrachten
Markierungen die jeweilige Position der durchzuführenden Schnitte vorgegeben ist.
Zweckmäßigerweise wird der Fotosatz-Film od. dgl. zunächst mit Längsschnitten und
anschließend mit Querein- bzw. Durchschnitten versehen. Bei dieser vorgesehenen Reihenfolge
der Bearbeitung erhält man zumindest bis zu den Querein- bzw. Durchschnitten ein trotz
der eingebrachten Längsschnitte zusammenhängendes Filmband in voller Breite, wodurch
die Führung innerhalb einer entsprechenden Vorrichtung gegeben ist.
[0005] Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist insbesondere
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Steuerung zumindest zur automatischen Betätigung
von unterschiedlichen Spaltenbreiten zugeordneten Längsschneidern aufweist. Dadurch
kann bereits während eines Durchlaufes eines Fotosatz-Filmes durch die Vorrichtung
entsprechend vorgesehene Längsschnitte eingebracht werden.
[0006] Bei einer Vorrichtung, die mit einer Lichtsetzanlage zusammenarbeitet, ist es vorteilhaft,
wenn die Lichtsetzanlage eine Markierungseinrichtung zum Anbringen von Markierungen
an dem Fotosatz-Film od. dgl. aufweist, wobei diese Markierungen zur Ansteuerung einer
zu der Steuerung gehörenden Abtasteinrichtung dienen. Die Markierungen können dadurch
gleichzeitig mit dem Aufbringen der Textstücke auf den Fotosatz-Film mit aufgebracht
werden. Somit wird in einer der Schneid-Vorrichtung vorgehenden Bearbeitungsmaschine
ein Teil der Erfindung, nämlich das Aufbringen der Steuermarkierung realisiert. Zweckmäßigerweise
sind die Markierungen vorzugsweise als Strichmarkierungen insbesondere an einem Außenrand
des Filmes vorgesehen. Solche Strichmarkierungen lassen sich auf einfache Weise lesen
und die Anordnung am Außenrand des Filmes hat den Vorteil, daß das gesamte für eine
Beschriftung vorgesehene Filmfeld frei bleibt.
[0007] Eine Ausführungsform sieht vor, daß für jeden Spaltenrand entsprechend einer bestimmten
Position in Filmquerrichtung, jeweils ein Längsschneider vorgesehen ist, die wahlweise
in Schneideinsatzstellung bringbar sind und mit der Steuerung in Verbindung stehen.
Jeder Längsschneider ist somit jeweils einer Spaltenbreite zugeordnet und kann bedarfsweise
entsprechend der ihm zugeordneten Spaltenbreite Längsschnitte in vorgesehener Länge,
gesteuert durch die Randmarkierungen, einbringen.
[0008] Eine abgewandelte Ausführungsform sieht vor, daß ein Längsschneider mit einer Querpositioniereinrichtung
verbunden ist, zum Einstellen auf unterschiedliche Spaltenanzahlen bzw. Spaltenbreiten.
Diese Konstruktion ist insbesondere bei hohen Spaltenzahlen bzw. möglichen Querpositionen
zum Durchführen von Längsschnitten, vorteilhaft.
[0009] Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt.
Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnung
noch näher erläutert.
[0010] Es zeigt zum Teil stärker schematisiert:
Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht einer Längsschneide-Vorrichtung,
Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Längsschneide-Vorrichtung
mit angekuppelter Querschneidevorrichtung,
Fig. 3 eine etwa Fig. 2 entsprechende perspektivische Seitenansicht, hier jedoch mit
einer abgewandelten Ausführungsform der Längsschneide-Einrichtung,
Fig. 4 bis 7 Seiten- bzw. Aufsichten im Bereich der Längsschneider bzw. des Querschneiders
in stark schematisierter Form,
Fig. 8 eine Seitenansicht eines Längsschneiders mit Hubeinrichtung und
Fig. 9 den in Fig. 8 gezeigten Längsschneider in einer gegenüber dieser um 90° verdrehten
Seitenansicht.
[0011] Eine Vorrichtung 1 (Fig. 1) dient zum Schneiden von Fotosatz-Filmen 2, wobei die
in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung nur zum Längsschneiden des Filmes 2, d. h. parallel
zur Transportrichtung gemäß dem Pfeil Pf 1 eingeschnitten werden. Die Vorrichtung
1 weist im Ausführungsbeispiel vier Längsschneider 3 auf, die in Querrichtung zur
Transportrichtung des Filmes nebeneinander angeordnet sind. Jeder Längsschneider 3
weist eine Hubeinrichtung 4 auf, die im wesentlichen durch einen Hubmagneten gebildet
ist, und die das jeweilige Messer 5 eines Längsschneiders 3 in Schneidstellung bzw.
in Ausrückstellung bringen kann. Die Messer 5 werden dabei gemäß dem Doppelpfeil Pf
2 verschoben. Jeder Längsschneider 3 bzw. dessen Hubeinrichtung 4 ist an eine Steuerung
6 angeschlossen. Die Steuerung 6 wiederum weist wenigstens eine Abtasteinrichtung
7 auf, mittels der Markierungen 8, im vorliegenden Falle Strichmarkierungen, abgetastet
werden können.
[0012] Der Fotosatz-Film 2 wird in einer Fotosetzanlage hergestellt. Dabei wird der Film
2 mit einzelnen Schriftblöcken 9 versehen, die z. B. linksbündig beginnen und im vorliegenden
Beispiel ein-, zwei-, drei- oder vierspaltig sein können. Für die Weiterverarbeitung
müssen die einzelnen Schriftblöcke 9 aus dem Film 2 herausgetrennt werden. Dazu führen
die Längsschneider 3 am rechten Spaltenrand einen von der Zeilenzahl abhängigen Längsschnitt
durch. Beim Erstellen der Schriftblöcke 9 in der Fotosetzanlage werden nun erfindungsgemäß
bei jedem Schriftblock die Markierungen 8 aufgebracht, wobei dies vorzugsweise außerhalb
des Schriftfeldes am Außenrand, hier in Transportrichtung gesehen, am rechten Außenrand,
erfolgt. Die Markierungen 8 sind hier jeweils bei der ersten Zeile des zugehörigen
Schriftblockes 9 vorgesehen. Durch die Anzahl der einzelnen Markierungsstriche erfolgt
jeweils über die Steuerung 6 auch eine Ansteuerung des entsprechenden Längsschneiders
3. Demgemäß erfolgt bei einem einspaltigen Schriftblock 9 die Ansteuerung des in Transportrichtung
gesehen linken Längsschneiders und sinngemäß bei einem mehrspaltigen Schriftblock
9 die Ansteuerung des entsprechenden, dieser Spaltenposition zugeordneten Längsschneiders.
[0013] Falls hinter der Vorrichtung 1 das weitere Ausschneiden der Schriftblöcke 9 von Hand
erfolgen soll, kann der Längsschneider für die vierte Spalte auch als feststehendes,
dauernd in Eingriff befindliches Messer ausgebildet sein. Dabei wird dann auch der
die Steuerinformation in Form von Strichmarkierungen 8 enthaltende rechte Außenrand
10 abgetrennt.
[0014] Bei der Ausführungsform einer Vorrichtung 1 a zum Schneiden von Fotosatz-Filmen 2
gemäß Fig. 2 ist die Längsschneideeinrichtung 1 mit einer Querschneideeinrichtung
11 gekoppelt und insbesondere als zusammenhängende Baueinheit 1 a ausgebildet. In
diesem Falle wird bei der Längsschneideeinrichtung der Außenrand 10 mit den Steuerinformationen
nicht abgetrennt, da die Markierungen 8 bei der Querschneideeinrichtung 11 noch zur
Steuerung der Schnittlänge in Querrichtung zum Film 2 verwendet wird. Man erhält dann
am Ende der Vorrichtung 1 a einen Filmstreifen, der rechtsseitig der Kontur der aneinandergereihten
Schriftblöcke 9 entspricht. Gegebenenfalls besteht aber auch die Möglichkeit, die
Ansteuerung des zur Querschneideeinrichtung 11 gehörenden Querschneiders 12 so vorzusehen,
daß dieser den Film am Ende jedes SchriftBlockes 9 ganz durchtrennt. Die Schriftblöcke
sind dann einzeln ausgeschnitten. Erwähnt sei noch, daß der linke Außenrand des Fotosatz-Filmes
2 durch ein feststehendes Messer bei den Längsschneidern 3 oder bei der Querschneideeinrichtung
11 abgetrennt werden kann. Der Außenrand 10 sowie der linke Außenrand 10 a sind über
Perforationen, die gegebenenfalls auch zum Eingreifen von Transportmitteln dienen
können, mit dem übrigen Film verbunden. Beim Abtrennen der Ränder 10, 10 a wird auch
diese Perforation mit abgeschnitten. Durch die bevorzugt vorgesehene Reihenfolge des
Schneidens des Filmes 2, nämlich zuerst das Einbringen der Längsschnitte mit den Längsschneidern
3 und anschließend dem Cuerschneiden, hat den wesentlichen Vorteil, daß der Film 2
an seinen Längsrändern glatt durchgehend und der Film somit zusammenhängend bleibt,
so daß der Weitertransport zu der nächsten Bearbeitungsstation ohne Schwierigkeiten
ablaufen kann. Als Transporteinrichtungen für den Film dienen Walzen 14, 14 a im Bereich
der Längsschneideeinrichtung. Zwischen diesen Walzen wird der Film unter Druck anliegend
hindurchgeführt. Die Antriebswalzen sind mit einem Antriebsmotor 15 verbunden und
zweckmäßigerweise untereinander gekoppelt. Bei der Antriebsverbindung zu den Walzen
13, 13 a der Querschneideeinrichtung 11 ist noch eine Kupplung vorgesehen, durch die
dieser Walzenantrieb während des Querschneidevorganges kurzzeitig angehalten werden
können. Zweckmäßigerweise ist bei der Trnnkupplung auch noch eine Bremse vorgesehen.
[0015] Wie bereits vorerwähnt, sind die Hubeinrichtungen 4 für die einzelnen Längsschneider
3 bevorzugt durch Hubmagnete gebildet. Auch der Querschneider 12 ist vorzugsweise
mit einem Hubmagneten 16 gekoppelt. Falls das Querschneidemesser Querschnitte von
gesteuerter länge entsprechend der Spaltenzahl eines Schriftblockes 9 durchführen
soll, können an dem Querschneider 12 bzw. an dessen Hubmagnet 16 verstellbare, von
der weiteren Steuereinrichtung 6 a ansteuerbare Anschläge od. dgl. Hubbegrenzungen
vorgesehen sein. Wenn es vorgesehen ist, den Film von Schriftblock zu Schriftblock
ganz durchzuschneiden, kann diese Schnittlängensteuerung entfallen. Der Steuerungsablauf
sieht für beide Fälle vor, daß beim Erfassen der Strichmarkierung 8 im Bereich des
Querschneiders 12 zunächst der Transport angehalten, dann der Querschneider 12 betätigt
und anschließend wieder der Transport eingeschaltet wird.
[0016] Im Bereich der Querschneideeinrichtung 11 dient zum Erfassen der Strichmarkierungen
8 eine Abtasteinrichtung 7 a, während im Bereich der Längsschneideeinrichtung eine
Abtasteinrichtung 7 vorgesehen ist. Diese Abtasteinrichtungen weisen einen optoelektronischen
Lesekopf mit einem an die Lesestelle geführten Lichtleiter 17, insbesondere einem
Glasfaserlichtleiter auf. Zweckmäßigerweise ist die Lesestelle etwa in Seitenfluchtrichtung
der Längsschneider 3 bzw. des Querschneiders 12 vorgesehen. Durch die Verwendung von
Lichtleitern 17 ist diese Stelle auch unter beengten Verhältnissen gut erreichbar,
während die Abtasteinrichtungen 7, 7 a an geeigneter Stelle untergebracht werden können.
[0017] Die Längsschneider 3 mit ihren Hubeinrichtungen 4 sind im Ausführungsbeispiel (Fig.
1 und 2) an einer brückenartigen, die Transportbahn des Filmes 2 überspannenden Halterung
18 befestigt. Zweckmäßigerweise sind diese Längsschneider 3 mit Hubeinrichtung 4 leicht
auswechselbar an der Halterung angebracht, so daß sie bedarfsweise an die Halterung
anbaubar sind. Dadurch ist auf einfache Weise eine Anpassung an unterschiedlich breite
Fotosatz-Filme bzw. Filme mit unterschiedlicher Spaltenzahl möglich. In Fig. 1 und
2 ist eine voll bestückte Halterung gezeigt, so daß hier z. B. ein vierspaltiger Film
beschnitten werden kann. Am Transportweg des Filmes 2 ist ein Längsseitenanschlag
zur Führung vorgesehen, der vorzugsweise auf unterschiedliche Filmbreiten einstellbar
ist. Durch die wahlweise Bestückbarkeit der Längsschneideeinrichtung mit Längsschneidern
3 in unterschiedlicher Anzahl bzw. auch unterschiedlicher Position läßt sich die Längsschneideeinrichtung
praktisch universell für eine Vielzahl von Fotosatz-Filmen 2 verwenden. Die Vorrichtung
1 mit vier Längsschneidern 3 ist nur eine Möglichkeit einer Ausführungsform. Gegebenenfalls
könnte die Halterung 18 auch schmaler oder breiter und für eine andere Anzahl von
Längsschneidern ausgebildet sein. Vorteilhaft ist es, wenn die einzelnen Längsschneider
3 in ihrer Querposition etwas verstellbar sind, um ein genaues Einjustieren auf die
Spaltenbreite zu ermöglichen. Diese Anpaßbarkeit könnte jedoch auch direkt bei der
Halterung 19 für jedes Messer 5 vorgesehen sein. Die Messer 5 der Längsschneider 3
sind blattförmig, spitz zulaufend ausgebildet. Dies ist gut in der Seitenansicht eines
Längsschneiders 3 in Fig. 8 erkennbar. Die Transporteinrichtung des Filmes 2 ist durch
den Pfeil Pf 1 gekennzeichnet. Die Formgebung des Messers mit einer Einlaufschräge
ermöglicht ein exakt positioniertes Einbringen von Längsschnitten. Die Messer 5 sind
in der Klemmhalterung 19 festgehalten. Diese Klemmhalterung 19 ist mit dem Anker des
Hubmagneten der Hubeinrichtung 4 verbunden. Bei Ansteuerung dieses Hubmagneten drückt
das Messer 5 in Richtung des Pfeiles Pf 3 in Schneidrichtung ein.-Im Schneidbereich
ist als Unterlage zur Abstützung des Filmes 2 eine Rolle 20, vorzugsweise aus Metall
vorgesehen, die auch Teil der in Fig. 1 und 2 angedeuteten Walze 14 sein kann. Die
Rolle 20 weist im Eingriffsbereich des Messers 5 eine umlaufende Ringnut 21 auf. Neben
dem Messer 5 erkennt man noch eine Andruckrolle 22, die vorzugsweise eine Lauffläche
aus Gummi, Kinststoff od. dgl. rutschfestem Material aufweist. Durch diese Andruckrolle
22 wird der Film 2 beim Schneidvorgang niedergehalten. Mit 23 ist bei der Hubeinrichtung
4 eine Rückstellfeder und mit 24 eine Führung für die Halterung 19 bzw. den Anker
des Hubmagneten der Hubeinrichtung 4 bezeichnet. Eine abgewandelte Ausführungsform
einer Längsschneidevorrichtung 1 b zeigt Fig. 3. Anstelle einer der Spaltenzahl entsprechenden
Anzahl von Längsschneidern 3 ist hier nur ein Längsschneider 3 vorgesehen, der jedoch
über eine Querpositioniereinrichtung 25 in Querrichtung gemäß dem Doppelpfeil Pf 4
verstellt und insbesondere auf unterschiedliche Spaltenpositionen eingestellt werden
kann. Somit erfolgt über die Steuerung 6.hier zunächst ein Absenken in Schneidposition
mittels der Hubeinrichtung 4. Diese Ausführungsform ist insbesondere bei großen Spaltenanzahlen
bzw. häufig wechselnden Spaltenbreiten und Spaltenanzahlen wegen des dann geringeren
konstruktiven Aufwandes vorteilhaft. Die Querpositioniereinrichtung 25 weist einen
mit der Steuerung 6 in elektrischer Verbindung stehenden Stellmotor 26 auf.
[0018] In den Figuren ist einfach schraffiert der Schriftbereich des Fotosatz-Filmes 2 mit
den einzelnen Schriftblöcken 9 gekennzeichnet, während die Leerfelder 27 durch eine
Kreuzschraffur gekennzeichnet sind. In den Figuren 4 bis 7 ist stark schematisiert
noch einmal der Bearbeitungsablauf dargestellt, wobei in Fig. 4 in Seitenansicht ein
Längsschneider 3 gezeigt ist, der elektrisch mit der Steuerung 6 verbunden ist. Erfolgt
durch die Abtasteinrichtung 7 eine Impulsaufnahme durch vorbeilaufende Markierungen8,
so erhält die Steuerung 6 einen Impuls, der die Hubeinrichtung 4 des Längsschneiders
3 auslöst und diesen in Schneidposition bringt. Es werden dann entsprechend der jeweiligen
Spaltenbreite Längsschnitte 28 eingebracht. Bei der Querschneideeinrichtung 11 (Fig.
6) erfolgt dann das Einbringen von Querschnitten 29, deren Länge auf die jeweilige
Spaltenbreite bzw. Anzahl abgestimmt ist. Die Steuerung zur Auslösung dieser Querschnitte
und auch zur Steuerung von deren Länge erfolgt ebenfalls über eine Abtasteinrichtung
7 a mit nachgeschalteter Steuerung 6 a.
[0019] Alle in der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale
können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein.
1. Verfahren zum Schneiden von Fotosatz-Filmen od. dgl. Blatt- oder Rollenware entsprechend
vorgegebenen Spaltenbreiten bzw. -anzahlen in Spaltenlängs- sowie gegebenenfalls in
Spaltenquerrichtung, dadurch gekennzeichnet , daß der Fotosatz-Film od. dgl. entsprechend
den Positionen der vorgesehenen Schnitte mit Markierungen versehen wird, die zur Steuerung
von Schneideinrichtungen abgetastet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fotosatz-Film od. dgl.
zunächst mit Längseinschnitten und anschließend mit Quer- bzw. Durchschnitten versehen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Steuerung
u. dgl. bei der Querschneideeinrichtung zunächst der Filmtransport, dann die Schneideeinrichtung
und dann wieder der Filmtransport angesteuert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen
(8) außerhalb des vorgesehenen Schriftfeldes des Fotosatzes und insbesondere an einem
Außenrand (10) des Filmes (2) angebracht werden.
5. Vorrichtung zum Schneiden von Fotosatz-Filmen u. dgl., insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, wobei die Vorrichtung einen Längsschneider sowie
eine Einstelleinrichtung zum Einstellen der jeweiligen Schnittposition, z. B. entsprechend
unterschiedlichen Spalten, gegebenenfalls einen Querschneider, Führungsmittel für
den Film od. dgl. und eine Weitertransporteinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung (1) eine Steuerung (6) zumindest zur automatischen Betätigung
von unterschiedlichen Spaltenbreiten zugeordneten Längsschneidern (3) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, die mit einer Lichtsetzanlage zusammenarbeitet, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lichtsetzanlage eine Markierungseinrichtung zum Anbringen
von Markierungen (8) an dem Fotosatz-Film od. dgl. aufweist, und daß diese Markierungen
(8) zur Ansteuerung einer zu der Steuerung (6, 6 a) gehörenden Abtasteinrichtung (7,
7 a) dienen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen (8 vorzugsweise
als Strichmarkierungen insbesondere an einem Außenrand (10) des Filmes (2) vorgesehen
sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
zur Betätigung von Längsschneidern (3) als auch für einen Querschneider (12) Steuerungen
(6, 6 a) vorgesehen sind und daß vorzugsweise sowohl bei dem Querschneider (12) als
auch bei den Längsschneidern (3) gegebenenfalls seitenverstellbare Abtasteinrichtungen
(7, 7 a) zum Erfassen der Markierungen (8) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden
Spaltenrand entsprechend einer bestimmten Position in Filmquerrichtung, jeweils ein
Längsschneider (3) vorgesehen ist, die wahlweise in Schneideinsatzstellung bringbar
sind und mit der Steuerung (6) in Verbindung stehen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtasteinrichtung(en) (7, 7 a) einen optoelektronischen Lesekopf vorzugsweise mit
einem an die zweckmäßigerweise nahe vor der jeweiligen Schneideinrichtung befindlichen
Lesestelle geführten Lichtleiter (17), insbesondere einem Glasfaserlichtleiter, aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Längsschneider (3) mit einer an die Steuerung (6) angeschlossenen Hubeinrichtung (4),
vorzugsweise mit einem Hubmagneten verbunden ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie
mit einer Längsschneideeinrichtung sowie einer Querschneideeinrichtung (11) als zusammenhängende
Baueinheit (1 a) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubeinrichtungen (4) an einer brückenartigen, die Transportbahn des Filmes (2) od.
dgl. überspannenden Halterung (18) befestigt sind, wobei die Anordnung und Anzahl
der Hubeinrichtungen (4) bzw. der Längsschneider (3) auf die jeweilige Spaltenanzahl
bzw. Spaltenbreite des zu bearbeitenden Filmes (2) od. dgl. abgestimmt ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Längsschneider (3) jeweils ein blattförmiges vorzugsweise spitz zulaufendes Messer
(5) aufweisen, das am Hubanker des Hubmagneten befestigt ist und daß vorzugsweise
an dem Hubanker eine Rückstellfeder od. dgl. Rückstellelement zum Ausrücken des Messers
angreift.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hubanker des Hubmagneten bzw. dessen Verlängerung zu einer Messer-Klemmhalterung (19)
hin eine Führung (24) aufweist, vorzugsweise in wenigstens einem Längsschlitz geführte
Wälzlager.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei
jedem Längsschneider (3) eine rückseitige Abstützung für den Film (2) od. dgl. vorgesehen
ist, die im Schneidbereich des Messers (5) eine Vertiefung aufweist, und daß diese
Abstützung vorzugsweise durch eine Rolle (20) od. dgl. mit einer Ringnut (21) gebildet
ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei
jedem Längsschneider (3) eine Andruckrolle (22) vorzugsweise neben dem Messer (5)
vorgesehen ist, insbesondere zum Niederhalten des Filmes (2) od. dgl. gegen die Abstütz-Rolle
(20).
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Längsschneider (3) vorzugsweise mit Hubeinrichtung (4) leicht auswechselbar an der
brückenartigen Halterung (8) od. dgl. befestigt bzw. befestigbar sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß am
Transportweg des Filmes (2) innerhalb der Vorrichtung ein fester sowie vorzugsweise
ein seitenverstellbarer Längsseitenanschlag zur Führung des Filmes vorgesehen sind.'
20. Vorrichtung insbesondere nach einem der Ansprüche 5 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehrere, vorzugsweise ein einziger Längsschneider (3) mit einer Querpositioniereinrichtung
(25) verbunden ist, zum Einstellen auf unterschiedliche Spaltenanzahlen bzw. Spaltenbreiten.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Querpositioniereinrichtung
(25) eine schlittenartige Führung aufweist, an der der Längsschneider (3),zweckmäßigerweise
mit Hubeinrichtung (4), befestigt ist, und daß als Quer-Verstellantrieb ein mit der
Steuerung (6) in elektrischer Verbindung stehender Stellmotor (26) od. dgl. dient.