(19)
(11) EP 0 085 773 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.08.1983  Patentblatt  1983/33

(21) Anmeldenummer: 82111488.1

(22) Anmeldetag:  10.12.1982
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3G03D 15/04, B26D 11/00, B41B 23/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 05.02.1982 DE 3203943

(71) Anmelder: Gallus, Karl
D-7631 Meissenheim-Kürzell (DE)

(72) Erfinder:
  • Gallus, Karl
    D-7631 Meissenheim-Kürzell (DE)

(74) Vertreter: Patent- und Rechtsanwaltssozietät, Schmitt, Maucher & Börjes 
Dreikönigstrasse 13
79102 Freiburg i. Br.
79102 Freiburg i. Br. (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zum Schneiden von Fotosatz-Filmen od. dgl. sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens


    (57) Eine Vorrichtung (1 a) (Figur 2) weist eine Längsschneideeinrichtung (1) sowie eine Querschneideeinrichtung (11) für Fotosatz-Filme (2) auf. Dieser wird dabei spaltenweise sowie schriftblockweise beschnitten. Die Längsschneideeinrichtung (1) weist für jeden Spaltenrand entsprechend einer bestimmten Position in Filmquerrichtung jeweils einen Längsschneider (3) auf, die wahlweise in Schneideinsatzstellung bringbar sind. Die Ansteuerung erfolgt über eine Abtasteinrichtung, die Markierungen (8) auf dem Film (2) erfaßt, entsprechende Impulse an eine Steuerung (6) weitergibt, die dann ihrerseits den jeweiligen Längsschneider (3) ansteuert. Bei der Querschneideeinrichtung (11) können nach jedem Schriftblock (9) bis zur angrenzenden Spaltenbreite Querschnitte in den Film (2) eingebracht werden. Gegebenenfalls laßt sich damit der Film aber auch vollständig durchschneiden, so daß nach der Gesamtvorrichtung (1) ausgeschnittene Schriftblöcke (9) entnommen werden können.
    Anstatt von mehreren der Spaltenanzahl entsprechenden Zahl von Längsschneidern (3) kann auch ein einziger Längschneider (3) in Verbindung mit einer Querpositioniereinrichtung zum Einstellen auf unterschiedliche Spaltenanzahlen bzw. Spaltenbreiten vorgesehen sein.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden von Fotosatz-Filmen od. dgl. Blatt- oder Rollenware entsprechend vorgegebenen Spaltenbreiten bzw. -anzahlen in Spaltenlängs- sowie gegebenenfalls in Spaltenquerrichtung.

    [0002] Solche Lichtsatz- bzw. Fotosatz-Filme werden in Fotosetzmaschinen hergestellt. Dabei werden z. B. linksbündig und absatzweise Texte aufgebracht, wobei von Absatz zu Absatz unterschiedliche Spaltenzahlen entsprechend der Textmenge und/oder dem vorgesehenen Format auftreten können. üblich ist es z. B., solche Filme in vierspaltiger Breite zu erstellen, so daß die Textabsätze ein-, zwei-, drei- oder vierspaltige Gesamtbreiten haben können. Anschließend werden die einzelnen, gegebenenfalls verschiedenformatigen Texte ausgeschnitten und zur Seiten-Montage von Druckschriften weiterverwendet. Das Ausschneiden der Text-Blöcke ist wegen der laufenden Formatänderungen jedoch zeitaufwendig und umständlich. Zwar bringt die Verwendung einer bereits bekannten Schneid-vorrichtung gegenüber dem sonst noch üblichen Ausschneiden mit einer Schere von Hand bereits eine Vereinfachung mit sich; jedoch sind auch dabei viele Handgriffe zur Bedienung notwendig, so daß hierbei die Bearbeitung zwar genauer, jedoch noch immer umständlich und zeitraubend ist.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Schneiden von Fotosatz-Filmen u. dgl. zu schaffen, bei dem eine umständliche und zeitaufwendige manuelle Betätigung vermieden wird und bei dem ein exaktes Bearbeitungsergebnis erzielbar ist. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu schaffen, die eine weitgehend automatische Bearbeitung von Fotosatz-Filmen u. dgl. ermöglicht.

    [0004] Zur Lösung der Aufgabe wird einerseits insbesondere vorgeschlagen, daß der Fotosatz-Film od. dgl. entsprechend den Positionen der vorgesehenen Schnitte mit Markierungen versehen wird, die zur Steuerung von Schneideinrichtungen abgetastet werden. Dadurch kann das Schneiden des Fotosatz-Filmes praktisch automatisch ablaufen, wobei durch die angebrachten Markierungen die jeweilige Position der durchzuführenden Schnitte vorgegeben ist. Zweckmäßigerweise wird der Fotosatz-Film od. dgl. zunächst mit Längsschnitten und anschließend mit Querein- bzw. Durchschnitten versehen. Bei dieser vorgesehenen Reihenfolge der Bearbeitung erhält man zumindest bis zu den Querein- bzw. Durchschnitten ein trotz der eingebrachten Längsschnitte zusammenhängendes Filmband in voller Breite, wodurch die Führung innerhalb einer entsprechenden Vorrichtung gegeben ist.

    [0005] Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Steuerung zumindest zur automatischen Betätigung von unterschiedlichen Spaltenbreiten zugeordneten Längsschneidern aufweist. Dadurch kann bereits während eines Durchlaufes eines Fotosatz-Filmes durch die Vorrichtung entsprechend vorgesehene Längsschnitte eingebracht werden.

    [0006] Bei einer Vorrichtung, die mit einer Lichtsetzanlage zusammenarbeitet, ist es vorteilhaft, wenn die Lichtsetzanlage eine Markierungseinrichtung zum Anbringen von Markierungen an dem Fotosatz-Film od. dgl. aufweist, wobei diese Markierungen zur Ansteuerung einer zu der Steuerung gehörenden Abtasteinrichtung dienen. Die Markierungen können dadurch gleichzeitig mit dem Aufbringen der Textstücke auf den Fotosatz-Film mit aufgebracht werden. Somit wird in einer der Schneid-Vorrichtung vorgehenden Bearbeitungsmaschine ein Teil der Erfindung, nämlich das Aufbringen der Steuermarkierung realisiert. Zweckmäßigerweise sind die Markierungen vorzugsweise als Strichmarkierungen insbesondere an einem Außenrand des Filmes vorgesehen. Solche Strichmarkierungen lassen sich auf einfache Weise lesen und die Anordnung am Außenrand des Filmes hat den Vorteil, daß das gesamte für eine Beschriftung vorgesehene Filmfeld frei bleibt.

    [0007] Eine Ausführungsform sieht vor, daß für jeden Spaltenrand entsprechend einer bestimmten Position in Filmquerrichtung, jeweils ein Längsschneider vorgesehen ist, die wahlweise in Schneideinsatzstellung bringbar sind und mit der Steuerung in Verbindung stehen. Jeder Längsschneider ist somit jeweils einer Spaltenbreite zugeordnet und kann bedarfsweise entsprechend der ihm zugeordneten Spaltenbreite Längsschnitte in vorgesehener Länge, gesteuert durch die Randmarkierungen, einbringen.

    [0008] Eine abgewandelte Ausführungsform sieht vor, daß ein Längsschneider mit einer Querpositioniereinrichtung verbunden ist, zum Einstellen auf unterschiedliche Spaltenanzahlen bzw. Spaltenbreiten. Diese Konstruktion ist insbesondere bei hohen Spaltenzahlen bzw. möglichen Querpositionen zum Durchführen von Längsschnitten, vorteilhaft.

    [0009] Zusätzliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt. Nachstehend ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnung noch näher erläutert.

    [0010] Es zeigt zum Teil stärker schematisiert:

    Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht einer Längsschneide-Vorrichtung,

    Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Längsschneide-Vorrichtung mit angekuppelter Querschneidevorrichtung,

    Fig. 3 eine etwa Fig. 2 entsprechende perspektivische Seitenansicht, hier jedoch mit einer abgewandelten Ausführungsform der Längsschneide-Einrichtung,

    Fig. 4 bis 7 Seiten- bzw. Aufsichten im Bereich der Längsschneider bzw. des Querschneiders in stark schematisierter Form,

    Fig. 8 eine Seitenansicht eines Längsschneiders mit Hubeinrichtung und

    Fig. 9 den in Fig. 8 gezeigten Längsschneider in einer gegenüber dieser um 90° verdrehten Seitenansicht.



    [0011] Eine Vorrichtung 1 (Fig. 1) dient zum Schneiden von Fotosatz-Filmen 2, wobei die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung nur zum Längsschneiden des Filmes 2, d. h. parallel zur Transportrichtung gemäß dem Pfeil Pf 1 eingeschnitten werden. Die Vorrichtung 1 weist im Ausführungsbeispiel vier Längsschneider 3 auf, die in Querrichtung zur Transportrichtung des Filmes nebeneinander angeordnet sind. Jeder Längsschneider 3 weist eine Hubeinrichtung 4 auf, die im wesentlichen durch einen Hubmagneten gebildet ist, und die das jeweilige Messer 5 eines Längsschneiders 3 in Schneidstellung bzw. in Ausrückstellung bringen kann. Die Messer 5 werden dabei gemäß dem Doppelpfeil Pf 2 verschoben. Jeder Längsschneider 3 bzw. dessen Hubeinrichtung 4 ist an eine Steuerung 6 angeschlossen. Die Steuerung 6 wiederum weist wenigstens eine Abtasteinrichtung 7 auf, mittels der Markierungen 8, im vorliegenden Falle Strichmarkierungen, abgetastet werden können.

    [0012] Der Fotosatz-Film 2 wird in einer Fotosetzanlage hergestellt. Dabei wird der Film 2 mit einzelnen Schriftblöcken 9 versehen, die z. B. linksbündig beginnen und im vorliegenden Beispiel ein-, zwei-, drei- oder vierspaltig sein können. Für die Weiterverarbeitung müssen die einzelnen Schriftblöcke 9 aus dem Film 2 herausgetrennt werden. Dazu führen die Längsschneider 3 am rechten Spaltenrand einen von der Zeilenzahl abhängigen Längsschnitt durch. Beim Erstellen der Schriftblöcke 9 in der Fotosetzanlage werden nun erfindungsgemäß bei jedem Schriftblock die Markierungen 8 aufgebracht, wobei dies vorzugsweise außerhalb des Schriftfeldes am Außenrand, hier in Transportrichtung gesehen, am rechten Außenrand, erfolgt. Die Markierungen 8 sind hier jeweils bei der ersten Zeile des zugehörigen Schriftblockes 9 vorgesehen. Durch die Anzahl der einzelnen Markierungsstriche erfolgt jeweils über die Steuerung 6 auch eine Ansteuerung des entsprechenden Längsschneiders 3. Demgemäß erfolgt bei einem einspaltigen Schriftblock 9 die Ansteuerung des in Transportrichtung gesehen linken Längsschneiders und sinngemäß bei einem mehrspaltigen Schriftblock 9 die Ansteuerung des entsprechenden, dieser Spaltenposition zugeordneten Längsschneiders.

    [0013] Falls hinter der Vorrichtung 1 das weitere Ausschneiden der Schriftblöcke 9 von Hand erfolgen soll, kann der Längsschneider für die vierte Spalte auch als feststehendes, dauernd in Eingriff befindliches Messer ausgebildet sein. Dabei wird dann auch der die Steuerinformation in Form von Strichmarkierungen 8 enthaltende rechte Außenrand 10 abgetrennt.

    [0014] Bei der Ausführungsform einer Vorrichtung 1 a zum Schneiden von Fotosatz-Filmen 2 gemäß Fig. 2 ist die Längsschneideeinrichtung 1 mit einer Querschneideeinrichtung 11 gekoppelt und insbesondere als zusammenhängende Baueinheit 1 a ausgebildet. In diesem Falle wird bei der Längsschneideeinrichtung der Außenrand 10 mit den Steuerinformationen nicht abgetrennt, da die Markierungen 8 bei der Querschneideeinrichtung 11 noch zur Steuerung der Schnittlänge in Querrichtung zum Film 2 verwendet wird. Man erhält dann am Ende der Vorrichtung 1 a einen Filmstreifen, der rechtsseitig der Kontur der aneinandergereihten Schriftblöcke 9 entspricht. Gegebenenfalls besteht aber auch die Möglichkeit, die Ansteuerung des zur Querschneideeinrichtung 11 gehörenden Querschneiders 12 so vorzusehen, daß dieser den Film am Ende jedes SchriftBlockes 9 ganz durchtrennt. Die Schriftblöcke sind dann einzeln ausgeschnitten. Erwähnt sei noch, daß der linke Außenrand des Fotosatz-Filmes 2 durch ein feststehendes Messer bei den Längsschneidern 3 oder bei der Querschneideeinrichtung 11 abgetrennt werden kann. Der Außenrand 10 sowie der linke Außenrand 10 a sind über Perforationen, die gegebenenfalls auch zum Eingreifen von Transportmitteln dienen können, mit dem übrigen Film verbunden. Beim Abtrennen der Ränder 10, 10 a wird auch diese Perforation mit abgeschnitten. Durch die bevorzugt vorgesehene Reihenfolge des Schneidens des Filmes 2, nämlich zuerst das Einbringen der Längsschnitte mit den Längsschneidern 3 und anschließend dem Cuerschneiden, hat den wesentlichen Vorteil, daß der Film 2 an seinen Längsrändern glatt durchgehend und der Film somit zusammenhängend bleibt, so daß der Weitertransport zu der nächsten Bearbeitungsstation ohne Schwierigkeiten ablaufen kann. Als Transporteinrichtungen für den Film dienen Walzen 14, 14 a im Bereich der Längsschneideeinrichtung. Zwischen diesen Walzen wird der Film unter Druck anliegend hindurchgeführt. Die Antriebswalzen sind mit einem Antriebsmotor 15 verbunden und zweckmäßigerweise untereinander gekoppelt. Bei der Antriebsverbindung zu den Walzen 13, 13 a der Querschneideeinrichtung 11 ist noch eine Kupplung vorgesehen, durch die dieser Walzenantrieb während des Querschneidevorganges kurzzeitig angehalten werden können. Zweckmäßigerweise ist bei der Trnnkupplung auch noch eine Bremse vorgesehen.

    [0015] Wie bereits vorerwähnt, sind die Hubeinrichtungen 4 für die einzelnen Längsschneider 3 bevorzugt durch Hubmagnete gebildet. Auch der Querschneider 12 ist vorzugsweise mit einem Hubmagneten 16 gekoppelt. Falls das Querschneidemesser Querschnitte von gesteuerter länge entsprechend der Spaltenzahl eines Schriftblockes 9 durchführen soll, können an dem Querschneider 12 bzw. an dessen Hubmagnet 16 verstellbare, von der weiteren Steuereinrichtung 6 a ansteuerbare Anschläge od. dgl. Hubbegrenzungen vorgesehen sein. Wenn es vorgesehen ist, den Film von Schriftblock zu Schriftblock ganz durchzuschneiden, kann diese Schnittlängensteuerung entfallen. Der Steuerungsablauf sieht für beide Fälle vor, daß beim Erfassen der Strichmarkierung 8 im Bereich des Querschneiders 12 zunächst der Transport angehalten, dann der Querschneider 12 betätigt und anschließend wieder der Transport eingeschaltet wird.

    [0016] Im Bereich der Querschneideeinrichtung 11 dient zum Erfassen der Strichmarkierungen 8 eine Abtasteinrichtung 7 a, während im Bereich der Längsschneideeinrichtung eine Abtasteinrichtung 7 vorgesehen ist. Diese Abtasteinrichtungen weisen einen optoelektronischen Lesekopf mit einem an die Lesestelle geführten Lichtleiter 17, insbesondere einem Glasfaserlichtleiter auf. Zweckmäßigerweise ist die Lesestelle etwa in Seitenfluchtrichtung der Längsschneider 3 bzw. des Querschneiders 12 vorgesehen. Durch die Verwendung von Lichtleitern 17 ist diese Stelle auch unter beengten Verhältnissen gut erreichbar, während die Abtasteinrichtungen 7, 7 a an geeigneter Stelle untergebracht werden können.

    [0017] Die Längsschneider 3 mit ihren Hubeinrichtungen 4 sind im Ausführungsbeispiel (Fig. 1 und 2) an einer brückenartigen, die Transportbahn des Filmes 2 überspannenden Halterung 18 befestigt. Zweckmäßigerweise sind diese Längsschneider 3 mit Hubeinrichtung 4 leicht auswechselbar an der Halterung angebracht, so daß sie bedarfsweise an die Halterung anbaubar sind. Dadurch ist auf einfache Weise eine Anpassung an unterschiedlich breite Fotosatz-Filme bzw. Filme mit unterschiedlicher Spaltenzahl möglich. In Fig. 1 und 2 ist eine voll bestückte Halterung gezeigt, so daß hier z. B. ein vierspaltiger Film beschnitten werden kann. Am Transportweg des Filmes 2 ist ein Längsseitenanschlag zur Führung vorgesehen, der vorzugsweise auf unterschiedliche Filmbreiten einstellbar ist. Durch die wahlweise Bestückbarkeit der Längsschneideeinrichtung mit Längsschneidern 3 in unterschiedlicher Anzahl bzw. auch unterschiedlicher Position läßt sich die Längsschneideeinrichtung praktisch universell für eine Vielzahl von Fotosatz-Filmen 2 verwenden. Die Vorrichtung 1 mit vier Längsschneidern 3 ist nur eine Möglichkeit einer Ausführungsform. Gegebenenfalls könnte die Halterung 18 auch schmaler oder breiter und für eine andere Anzahl von Längsschneidern ausgebildet sein. Vorteilhaft ist es, wenn die einzelnen Längsschneider 3 in ihrer Querposition etwas verstellbar sind, um ein genaues Einjustieren auf die Spaltenbreite zu ermöglichen. Diese Anpaßbarkeit könnte jedoch auch direkt bei der Halterung 19 für jedes Messer 5 vorgesehen sein. Die Messer 5 der Längsschneider 3 sind blattförmig, spitz zulaufend ausgebildet. Dies ist gut in der Seitenansicht eines Längsschneiders 3 in Fig. 8 erkennbar. Die Transporteinrichtung des Filmes 2 ist durch den Pfeil Pf 1 gekennzeichnet. Die Formgebung des Messers mit einer Einlaufschräge ermöglicht ein exakt positioniertes Einbringen von Längsschnitten. Die Messer 5 sind in der Klemmhalterung 19 festgehalten. Diese Klemmhalterung 19 ist mit dem Anker des Hubmagneten der Hubeinrichtung 4 verbunden. Bei Ansteuerung dieses Hubmagneten drückt das Messer 5 in Richtung des Pfeiles Pf 3 in Schneidrichtung ein.-Im Schneidbereich ist als Unterlage zur Abstützung des Filmes 2 eine Rolle 20, vorzugsweise aus Metall vorgesehen, die auch Teil der in Fig. 1 und 2 angedeuteten Walze 14 sein kann. Die Rolle 20 weist im Eingriffsbereich des Messers 5 eine umlaufende Ringnut 21 auf. Neben dem Messer 5 erkennt man noch eine Andruckrolle 22, die vorzugsweise eine Lauffläche aus Gummi, Kinststoff od. dgl. rutschfestem Material aufweist. Durch diese Andruckrolle 22 wird der Film 2 beim Schneidvorgang niedergehalten. Mit 23 ist bei der Hubeinrichtung 4 eine Rückstellfeder und mit 24 eine Führung für die Halterung 19 bzw. den Anker des Hubmagneten der Hubeinrichtung 4 bezeichnet. Eine abgewandelte Ausführungsform einer Längsschneidevorrichtung 1 b zeigt Fig. 3. Anstelle einer der Spaltenzahl entsprechenden Anzahl von Längsschneidern 3 ist hier nur ein Längsschneider 3 vorgesehen, der jedoch über eine Querpositioniereinrichtung 25 in Querrichtung gemäß dem Doppelpfeil Pf 4 verstellt und insbesondere auf unterschiedliche Spaltenpositionen eingestellt werden kann. Somit erfolgt über die Steuerung 6.hier zunächst ein Absenken in Schneidposition mittels der Hubeinrichtung 4. Diese Ausführungsform ist insbesondere bei großen Spaltenanzahlen bzw. häufig wechselnden Spaltenbreiten und Spaltenanzahlen wegen des dann geringeren konstruktiven Aufwandes vorteilhaft. Die Querpositioniereinrichtung 25 weist einen mit der Steuerung 6 in elektrischer Verbindung stehenden Stellmotor 26 auf.

    [0018] In den Figuren ist einfach schraffiert der Schriftbereich des Fotosatz-Filmes 2 mit den einzelnen Schriftblöcken 9 gekennzeichnet, während die Leerfelder 27 durch eine Kreuzschraffur gekennzeichnet sind. In den Figuren 4 bis 7 ist stark schematisiert noch einmal der Bearbeitungsablauf dargestellt, wobei in Fig. 4 in Seitenansicht ein Längsschneider 3 gezeigt ist, der elektrisch mit der Steuerung 6 verbunden ist. Erfolgt durch die Abtasteinrichtung 7 eine Impulsaufnahme durch vorbeilaufende Markierungen8, so erhält die Steuerung 6 einen Impuls, der die Hubeinrichtung 4 des Längsschneiders 3 auslöst und diesen in Schneidposition bringt. Es werden dann entsprechend der jeweiligen Spaltenbreite Längsschnitte 28 eingebracht. Bei der Querschneideeinrichtung 11 (Fig. 6) erfolgt dann das Einbringen von Querschnitten 29, deren Länge auf die jeweilige Spaltenbreite bzw. Anzahl abgestimmt ist. Die Steuerung zur Auslösung dieser Querschnitte und auch zur Steuerung von deren Länge erfolgt ebenfalls über eine Abtasteinrichtung 7 a mit nachgeschalteter Steuerung 6 a.

    [0019] Alle in der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Schneiden von Fotosatz-Filmen od. dgl. Blatt- oder Rollenware entsprechend vorgegebenen Spaltenbreiten bzw. -anzahlen in Spaltenlängs- sowie gegebenenfalls in Spaltenquerrichtung, dadurch gekennzeichnet , daß der Fotosatz-Film od. dgl. entsprechend den Positionen der vorgesehenen Schnitte mit Markierungen versehen wird, die zur Steuerung von Schneideinrichtungen abgetastet werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fotosatz-Film od. dgl. zunächst mit Längseinschnitten und anschließend mit Quer- bzw. Durchschnitten versehen wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Steuerung u. dgl. bei der Querschneideeinrichtung zunächst der Filmtransport, dann die Schneideeinrichtung und dann wieder der Filmtransport angesteuert werden.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen (8) außerhalb des vorgesehenen Schriftfeldes des Fotosatzes und insbesondere an einem Außenrand (10) des Filmes (2) angebracht werden.
     
    5. Vorrichtung zum Schneiden von Fotosatz-Filmen u. dgl., insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, wobei die Vorrichtung einen Längsschneider sowie eine Einstelleinrichtung zum Einstellen der jeweiligen Schnittposition, z. B. entsprechend unterschiedlichen Spalten, gegebenenfalls einen Querschneider, Führungsmittel für den Film od. dgl. und eine Weitertransporteinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1) eine Steuerung (6) zumindest zur automatischen Betätigung von unterschiedlichen Spaltenbreiten zugeordneten Längsschneidern (3) aufweist.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, die mit einer Lichtsetzanlage zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtsetzanlage eine Markierungseinrichtung zum Anbringen von Markierungen (8) an dem Fotosatz-Film od. dgl. aufweist, und daß diese Markierungen (8) zur Ansteuerung einer zu der Steuerung (6, 6 a) gehörenden Abtasteinrichtung (7, 7 a) dienen.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen (8 vorzugsweise als Strichmarkierungen insbesondere an einem Außenrand (10) des Filmes (2) vorgesehen sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl zur Betätigung von Längsschneidern (3) als auch für einen Querschneider (12) Steuerungen (6, 6 a) vorgesehen sind und daß vorzugsweise sowohl bei dem Querschneider (12) als auch bei den Längsschneidern (3) gegebenenfalls seitenverstellbare Abtasteinrichtungen (7, 7 a) zum Erfassen der Markierungen (8) vorgesehen sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Spaltenrand entsprechend einer bestimmten Position in Filmquerrichtung, jeweils ein Längsschneider (3) vorgesehen ist, die wahlweise in Schneideinsatzstellung bringbar sind und mit der Steuerung (6) in Verbindung stehen.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung(en) (7, 7 a) einen optoelektronischen Lesekopf vorzugsweise mit einem an die zweckmäßigerweise nahe vor der jeweiligen Schneideinrichtung befindlichen Lesestelle geführten Lichtleiter (17), insbesondere einem Glasfaserlichtleiter, aufweist.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Längsschneider (3) mit einer an die Steuerung (6) angeschlossenen Hubeinrichtung (4), vorzugsweise mit einem Hubmagneten verbunden ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Längsschneideeinrichtung sowie einer Querschneideeinrichtung (11) als zusammenhängende Baueinheit (1 a) ausgebildet ist.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtungen (4) an einer brückenartigen, die Transportbahn des Filmes (2) od. dgl. überspannenden Halterung (18) befestigt sind, wobei die Anordnung und Anzahl der Hubeinrichtungen (4) bzw. der Längsschneider (3) auf die jeweilige Spaltenanzahl bzw. Spaltenbreite des zu bearbeitenden Filmes (2) od. dgl. abgestimmt ist.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsschneider (3) jeweils ein blattförmiges vorzugsweise spitz zulaufendes Messer (5) aufweisen, das am Hubanker des Hubmagneten befestigt ist und daß vorzugsweise an dem Hubanker eine Rückstellfeder od. dgl. Rückstellelement zum Ausrücken des Messers angreift.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubanker des Hubmagneten bzw. dessen Verlängerung zu einer Messer-Klemmhalterung (19) hin eine Führung (24) aufweist, vorzugsweise in wenigstens einem Längsschlitz geführte Wälzlager.
     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Längsschneider (3) eine rückseitige Abstützung für den Film (2) od. dgl. vorgesehen ist, die im Schneidbereich des Messers (5) eine Vertiefung aufweist, und daß diese Abstützung vorzugsweise durch eine Rolle (20) od. dgl. mit einer Ringnut (21) gebildet ist.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Längsschneider (3) eine Andruckrolle (22) vorzugsweise neben dem Messer (5) vorgesehen ist, insbesondere zum Niederhalten des Filmes (2) od. dgl. gegen die Abstütz-Rolle (20).
     
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsschneider (3) vorzugsweise mit Hubeinrichtung (4) leicht auswechselbar an der brückenartigen Halterung (8) od. dgl. befestigt bzw. befestigbar sind.
     
    19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß am Transportweg des Filmes (2) innerhalb der Vorrichtung ein fester sowie vorzugsweise ein seitenverstellbarer Längsseitenanschlag zur Führung des Filmes vorgesehen sind.'
     
    20. Vorrichtung insbesondere nach einem der Ansprüche 5 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere, vorzugsweise ein einziger Längsschneider (3) mit einer Querpositioniereinrichtung (25) verbunden ist, zum Einstellen auf unterschiedliche Spaltenanzahlen bzw. Spaltenbreiten.
     
    21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Querpositioniereinrichtung (25) eine schlittenartige Führung aufweist, an der der Längsschneider (3),zweckmäßigerweise mit Hubeinrichtung (4), befestigt ist, und daß als Quer-Verstellantrieb ein mit der Steuerung (6) in elektrischer Verbindung stehender Stellmotor (26) od. dgl. dient.
     




    Zeichnung



















    Recherchenbericht