[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungsverfahren, bei dem
eine Photoleiterschicht auf einem elektrisch leitenden Schichtträger elektrostatisch
aufgeladen, bildmäßig belichtet, das erzeugte Ladungsbild mit einem Flüssigentwickler
sichtbar gemacht, das abgeschiedene Tonerbild auf einen Kopieträger übertragen und
die Photoleiterschicht anschließend von Tonerresten und Restladungen befreit wird
sowie eine hierfür geeignete Photoleiterschicht.
[0002] Bei der elektrophotographischen Kopiertechnik wird eine Photoleiterschicht auf einem
elektrisch leitenden Schichtträger elektrostatisch aufgeladen und bildmäßig belichtet.
Das entstandene latente Ladungsbild wird mit triboelektrisch aufgeladenen Tonerteilchen
entwickelt. In einer verbreiteten Ausführungsform sind die aufgeladenen Tonerteilchen
in einer hochisolierenden dielektrischen Flüssigkeit mit einem Volumenwiderstand von
mehr als 9 10 Ohm ' cm und einer Dielektrizitätskonstanten von weniger als 3, wie
einem Gemisch aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen, dispergiert. Diese Dispersionen
werden als Flüssigentwickler bezeichnet. Die Tonerbilder werden von der Photoleiterschicht
auf den Kopieträger wie Papier übertragen. Die Photoleiterschicht wird dann von Tonerresten
und Restladungen für den nächsten Kopierzyklus gereinigt. Für diese zyklische Kopiertechnik
werden zweckmäßig die Photoleiterschichten auf metallischen oder metallisierten Schichtträgern
wie Metalltrommeln bzw. Endlosbändern aus metallbedampften Kunststoffolien wie Polyesterfolien
eingesetzt.
[0003] Ein Nachteil der Flüssigentwicklung ist der damit verbundene Austrag an Dispergierflüssigkeit.
Bei der Übertragung des Tonerbildes wird der Kopieträger damit befeuchtet und muß
getrocknet werden. Auch wenn die Flüssigkeiten der Dispersionen nicht toxisch sind,
so belasten deren Dämpfe doch die Umwelt.
[0004] Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verminderung des Austrags an Dispergierflüssigkeit
besteht darin (DE-AS 23 61 833), eine Walze in geringem Abstand von etwa 50 um gegenläufig
zu der mit Flüssigentwickler benetzten Photoleiterschicht rotieren zu lassen. Auch
wenn die bekannte Maßnahme bereits eine deutliche Verminderung des Austrages an Dispergierflüssigkeit
bewirkt, wird zur geringeren Umweltbelastung eine noch weitergehende Verminderung
angestrebt.
[0005] Es wurde auch bereits vorgeschlagen, deutsche Patentanmeldung P 30 43 736.6, in einem
Verfahren zur Übertragung eines durch Behandlung mit Flüssigentwickler von einem elektrostatischen
Ladungsbild hergestellten Pigmentbildes von einem Ladungsbildträger auf einen Kopieträger
mit Hilfe eines elektrischen Feldes die Übertragung der Flüssigentwicklerschicht mit
bildmäßig angeordneter Pigmentverteilung über einen geringen Abstand bildenden Luftspalt
hinweg vorzunehmen. Der Spalt wird durch Abstandshalter in Form von mitlaufenden oder
ortsfest zwischen Ladungsbild- und Kopieträger angeordneten Folien, die bis zu 10
% der Kopieträgerfläche abdecken oder durch Teilchen, die mit der Oberfläche des Kopieträgers
verbunden sind, hergestellt.
[0006] Die Anordnung einer Folie im Zwischenraum von Ladungsbildträger und Kopieträger oder
die Ausrüstung der Kopieträgeroberfläche mit Abstandshaltern kann einerseits den Kopienfluß
beeinträchtigen, andererseits erfordert eine solche Maßnahme die zusätzliche Ausrüstung
mit speziellem Kopieträgermaterial.
[0007] Es ist auch bekannt (DE-OS 29 38 944, DE-OS 30 06 962), zum störungsfreien Umdruck
Oberflächen von Photoleiterschichten glatt einzustellen. Die Rauhstufen müssen dabei
kleiner als 0,5 um sein. Nur so werden Fehler, die zu sichtbaren Druckfehlern führen,
vermieden. Das Glätten der Oberfläche von Photoleiterschichten wird durch kurzzeitiges
Aufschmelzen, zum Beispiel durch Elektronenbestrahlung, unter einer Temperaturbehandlung
bei erhöhtem äußeren Druck oder durch chemischen oder elektrochemischen Abtrag erreicht.
Die bekannten Verfahren zum Glätten der Ladungsbildträgeroberfläche sind mit erheblichem
Aufwand verbunden und erfordern beträchtliche zusätzliche Kosten.
[0008] Es war deshalb Aufgabe der Erfindung, bei einem elektrophotographischen Aufzeichnungsverfahren,
das mit Flüssigentwicklung und Übertragen des abgeschiedenen Tonerbildes ausgestattet
ist, den nachteiligen Austrag an Dispergierflüssigkeit zu vermeiden, das jedoch gleichzeitig
eine gute Volltonentwicklung und Haltonwiedergabe bei guter Auflösung gewährleistet
und hierfür geeignete Photoleiterschichten anzugeben.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe geht von einem elektrophotographischen Aufzeichnungsverfahren
der eingangs angeführten Art aus und ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Photoleiterschicht
verwendet, die oberflächlich strukturiert ist. Die Oberfläche der Photoleiterschicht
besitzt eine Rauhtiefe von 5 bis 75 um, vorzugsweise 5 bis 50 um mit Periodenlängen
im Bereich von 100 bis 3.000 um. Man kann eine solche strukturierte Oberfläche vorteilhaft
dadurch herstellen, daß man die Strukturierung der glatten Photoleiterschicht durch
Druck- und Wärmebehandlung vornimmt.
[0010] Es wurde gefunden, daß mit Photoleiterschichten, deren Oberflächen strukturiert sind,
bei guter Entwicklung der Austrag an Dispergierflüssigkeit deutlich, bis auf die Hälfte
und mehr, verringert wird. Nachteile bei der anschließenden Reinigung traten nicht
auf. Es war völlig überraschend, daß, entgegen der allgemeinen Lehre nach extrem glatten
Photoleiteroberflächen, ein solches Ergebnis zu erzielen war.
[0011] Photoleiterschichten, die auf metallischem Schichtträger aufgebracht sind, wie solche
auf einer Trommel zum Beispiel aus Aluminium, kann man erfindungsgemäß dadurch strukturieren,
daß man zunächst die metallische Oberfläche mechanisch abträgt und dann die Photoleiterschicht
aus Lösung oder Dispersion aufbringt und trocknet. Dies führt zu entsprechenden Strukturen
in beispielsweise Rillen-oder Näpfchenform auf der Photoleiteroberfläche. Photoleiterschichten,
die auf einem Bandträger angeordnet sind, kann man oberflächlich so strukturieren,
daß man das Trägerband, zum Beispiel eine Polyesterfolie, zunächst nach bekannten
Verfahren, wie sie zum Beispiel der DE-OS 28 33 982 zu entnehmen sind, prägt, anschließend
die Oberfläche mit Aluminium bedampft und dann die Photoleiterschicht aufträgt und
trocknet. Die Prägestruktur des Trägerbandes wirkt sich dabei aus auf die Oberfläche
der Photoleiterschicht. Man kann auch die erzeugte glatte Photoleiteroberflächenschicht
mechanisch abtragen oder man kann die Photoleiterschicht einem Prägeverfahren aussetzen.
Eine strukturierte Oberfläche einer Photoleiterschicht kann auch erzielt werden, wenn
man der Lösung oder Dispersion des Photoleiterschichtmaterials indifferent wirkende
Strukturelemente wie Pigment- oder Polymerdispersionen vorgegebener Teilchengröße
zugibt. Als Photoleiterschichten haben sich solche mit anorganischem Photoleiter wie
Selen oder dessen Legierungen, was bevorzugt ist, oder auch solche aus organischen
Materialien bewährt.
[0012] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher beschrieben.
[0013] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Photoleitertrommel mit dem Aluminiumträger 1,
der oberflächlich mit Strukturelementen 2 versehen ist und mit einer Photoleiterschicht
3, die die gleichen Strukturelemente 4 der Aluminiumoberfläche in Form von Erhöhungen
und Vertiefungen aufweist.
[0014] Figur 2 gibt schematisch die Strukturierung der Oberfläche einer glatten Photoleiterschicht
wieder, Figur 3 deutet auf durch die Strukturierung resultierende, scharfe Kanten
einer Oberflächenstruktur hin, und Figur 4 gibt die Möglichkeit an, wie man Kanten
nach Figur 3 vermeiden kann.
[0015] Zur Erzeugung von Photoleiterschichten mit Oberflächenstrukturen wird der Träger
1, beispielsweise eine Aluminiumtrommel, vorher zum Beispiel durch mechanischen Abtrag
so mit Strukturelementen 2 in Form von Erhöhungen und Vertiefungen versehen, daß diese
durch die aufgebrachte Photoleiterschicht 3 hindurch Strukturen 4 auf der Photoleiteroberfläche
bewirken (Fig. l). Der mechanische Abtrag von Trägermaterial kann durch Rändeln, durch
Ätzen oder aufbauend durch punktuellen Antrag elektrisch leitender Substanzen erzeugt
werden. Bei Photoleiterbändern werden die Trägerfolien als Schichtträger, beispielsweise
aus Polyester, gerändelt bzw. geprägt und dann einer Metallbedampfung, zum Beispiel
mit Aluminium, unterzogen. Die Photoleiterschicht 3 wird durch Aufdampfen, beispielsweise
mit Selen, oder durch kontinuierlichen bzw. diskontinuierlichen Lösungsantrag, zum
Beispiel durch Sprühbeschichtung, aufgebracht. So wurde eine oberflächlich strukturierte
Photoleiterschicht auf einer Aluminiumtrommel durch Eintauchen und langsames Herausziehen
mit einer Ziehgeschwindigkeit von 40 cm pro Minute der Trommel aus einer 10 %igen
Beschichtungslösung aus gleichen Gewichtsteilen Poly-N-vinylcarbazol und Trinitrofluorenon
in Tetrahydrofuran erzeugt. Den Strukturelementen 2 auf der Aluminiumtrommel entsprachen
Strukturen 4 in der glänzenden Photoleiterschicht.
[0016] Zur Strukturierung von Photoleiteroberflächen kann man erfindungsgemäß auch von zunächst
glatten Photoleiteroberflächen ausgehen, in die man nachträglich Strukturen einbringt,
beispielsweise durch mechanischen Abtrag. Es hat sich bei solchen Versuchen überraschend
gezeigt, daß man die handelsüblichen Photoleitertrommeln mit Selen oder Selenlegierungen
nachträglich durch einfache Druck-und Wärmebehandlung strukturieren kann, was die
praktische Durchführung der Erfindung sehr erleichtert. Bei Photoleiterbändern kann
man die an sich glatte Oberfläche der Photoleiterschicht in Pressen prägen.
[0017] Das dabei auftretende schwierige Problem, einen allseitig gleichmäßigen Druck auf
zum Beispiel eine Trommel als Schichtträger auszuüben, wird mit Hilfe eines Schlauches
aus schrumpffähiger Folie, zum Beispiel aus Polyester, etwa Polyethylenterephthalat,
gelöst. Derartige Folienschläuche ziehen sich bei Temperaturerhöhung mit großer Kraft
zusammen. Sie sind im Handel erhältlich und werden in verschiedenen Durchmessern vertrieben.
Eine entsprechende Herstellungsweise wird in Figur 2 beschrieben.
[0018] Wie dort gezeigt, wurde eine Trommel l aus Aluminium von 12 cm Durchmesser mit der
Photoleiterschicht 3 aus Selen-Tellur zuerst mit je einer Lage einer Prägematrize
5, im vorliegenden Fall waren es verschiedene Siebdruckgewebe, und dann stramm mit
Schrumpfschlauch 6 vom Durchmesser von etwa 120 mm und einer Folienstärke von etwa
20 um überzogen. Nach Lagern des Ganzen über etwa 3 Minuten in einem Trockenschrank
von 150°C, in denen sich der Aluminiumschichtträger auf etwa 60°C erwärmte, traten
die ersten Eindrücke auf der Selen-Tellur-Oberfläche auf. Die längste zulässige Temperaturdauer
ohne Beeinträchtigung der Photoleitungseigenschaften war 5 Minuten, entsprechend einer
Temperatur des Aluminiumschichtträgers von etwa 75°C. Die Eindrücke waren nach längerer
Temperzeit tiefer. Durch Abstufung der Temperzeiten konnten entsprechend auch die
Eindrücke abgestuft werden, so daß ein Satz von oberflächlich strukturierten Photoleitertrommeln
unterschiedlicher Eindrucktiefen und Strukturperioden für die kopiertechnische Prüfung
zur Verfügung stand. Nach Entfernen von Schrumpfschlauch 6 und Prägematrize 5 konnten
die Photoleitertrommeln in einem handelsüblichen Kopiergerät eingespannt und mit ihrer
Hilfe-Kopien hergestellt werden. Bei einer Trommel mit gut ausgebildeten Strukturen,
entsprechend einer Rauhtiefe zwischen höchsten und tiefsten Stellen von etwa 45 um
und einer Periodenlänge von etwa 110 um, war der Austrag an Dispergierflüssigkeit,
einem flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunktsbereich von 180
- 230°C, nur 0,055 g pro DIN A 4-Kopie. Mit einer normalen, oberflächlich glatten
Walze und bei Kopien gleichen Kontrastes betrug der Austrag vergleichsweise 0,120
g pro DIN A 4-Kopie, d.h. der Austrag an Dispergierflüssigkeit wurde durch die Strukturierung
der Photoleiteroberfläche um 54 % erniedrigt. Es war überraschend, .daß die Verfahrensschritte
der elektrostatischen Aufladung, der Belichtung und der Reinigung mit Schaumstoffwalze
und Wischerblatt und der Entfernung der Restladungen nicht erkennbar beeinträchtigt
wurden.
[0019] Bei Betrachtung unter einer Lupe zeigten die Bildstellen, zum Beispiel die Striche
auf den mit der oberflächlich strukturierten Photoleitertrommel mit Rauhtiefen von
mehr als 20 um hergestellten Kopien, eine punktweise oder tropfenförmige Struktur.
Die durch die Strukturierung der Photoleiteroberfläche erzeugten Erhebungen wirken
vermutlich als Abstandshalter. Bei Rauhtiefen von unter 20 um für die Photoleiteroberflächen
konnten solche punktweisen oder tropfenförmigen Strukturen auf den Kopien nicht erhalten
werden bei fast vergleichbarer Verminderung des Flüssigkeitsaustrags.
[0020] Eine Deutung dieser Vorgänge kann zur Zeit nur insoweit gegeben werden, daß bei relativ
großen Oberflächenstrukturen die Tropfenbilder durch Tonerübertragung über einen Luftspalt
hinweg entstehen, der sich in Größenordnung der Rauhtiefen einstellt. Der Mechanismus
der Verminderung des Austrags an Disperflüssigkeit bei Strukturen mit Rauhtiefen von
unter etwa 20 um ist noch unklar.
[0021] Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsverfahren kann demnach so eingestellt werden, daß
sowohl Kopien mit Bildstellen von punktweiser oder tropfenförmiger Struktur als auch
Kopien mit Bildstellen aus gleichförmiger Pigmentabscheidung erhalten werden können
bei gleichzeitiger vergleichbarer Minderung des Austrags an Dispergierflüssigkeit.
[0022] Eine Strukturierung von Fnotoleiterschichtoberflächen, die einen monomeren oder polymeren
organischen Photoleiter enthalten, mit Hilfe der beschriebenen Schrumpfschlauchtechnik
kann bei Temperaturen im Bereich von 60 bis 120°C erfolgen.
[0023] Die Strukturierungstechnik mit Hilfe von Schrumpfschläuchen erweist sich als sehr
variabel, denn es können, je nach eingelegter Matrix, unterschiedliche Strukturformen
erzeugt werden. Beispielsweise können Strukturen, die mit dem erwähnten Siebdruckgewebe
5 erzeugt wurden, scharfkantige Formen 7 aufweisen, wie dies in Figur 3 angedeutet
ist. Sie können an bildfreien Stellen auf dem Kopieträger unerwünschte feine Pigmentmuster
verursachen. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die scharfen Kanten dadurch zu vermeiden,
daß man zwischen Siebdruckgewebe 5 und Photoleiterschicht 3 eine glättende Zwischenfolie
8 in zum Beispiel geringerer Dicke als die Schrumpfschlauchfolie, hier aus 10 um dicker
Polyesterfolie, einlegte, wie dies aus Figur 4 hervorgeht. Man erhält dann eine Struktur
mit einem weitgehend sinusförmigen Querschnitt. Die mit einer derart wellig strukturierten
Photoleitertrommel hergestellten Kopien sind überraschend gut grundfrei, zeigen in
sich sehr gleichförmige Voll- und Halbtonbereiche und eine unvermindert gute Auflösung
von 6,3 Linien/mm. Bei der Betrachtung unter einer Lupe zeigten die Kopien in den
Bildbereichen eine weitgehend gleichförmige Pigmentabscheidung. Der Austrag an Dispergierflüssigkeit
wurde zu 0,070 g/DIN A 4-Kopie bestimmt.
[0024] Die Rauhtiefe der dafür benutzten Photoleiteroberfläche betrug um 6 um. Bei unterschiedlichen
Periodenlängen der Strukturen zwischen 110 um und 700 um wurden dennoch ähnliche Ergebnisse
erzielt.
[0025] Die Verwendung der erfindungsgemäß strukturierten Photoleiteroberflächen zeigt auch
noch folgenden Vorteil:
Beim Kopieren auf glatten, nicht saugfähigen Kopieträgern wie Polyesterfolien waren
die Kopien bei den üblichen oberflächlich glatten Photoleiterschichten etwas verwischt
und dadurch unscharf. Beim Kopieren mit erfindungsgemäß oberflächlich strukturierten
Photoleiterschichten konnten auch hier scharfe Kopien hergestellt werden. Dies kann
vermutlich auf den punkt- bzw. tropfenweisen Antrag der Bildstellen zurückgeführt
werden.
[0026] Weiterhin wurde eine oberflächlich strukturierte Pnotoleiterschicht durch den Einbau
von Strukturelementen in die Photoleiterschicht selbst erhalten. Beispielsweise wurde
die 10 %ige Beschichtungslösung aus gleichen Gewichtsteilen Poly-N-vinylcarbazol und
Trinitrofluorenon in einer 3 %igen Dispersion von Polytetrafluorethylen in Tetrahydrofuran
angesetzt. Die in einer wäßrigen Dispersion angelieferten Partikel von einem Durchmesser
bis zu 60 um waren dazu vorher mehrfach in Tetrahydrofuran gewaschen worden. Die im
trockenen Zustand 9 um dicke Photoleiterschicht auf einem Schichtträger aus einer
50 um dicken Polyesterfolie mit einer aufgedampften Aluminiumschicht zeigte oberflächlich
Kuppen. Zum Kopieren in einem Kopiergerät wurde das Photoleiterband um eine Trommel
gespannt, negativ bis auf etwa 950 V aufgeladen, belichtet und mit Tonerflüssigkeit
entwickelt. Die Tonerflüssigkeit enthielt positiv aufgeladene Pigmentteilchen. Die
Kopien waren grundfrei, nur bei genauer Betrachtung unter einer Lupe zeigten die bildfreien
Stellen schwache punktförmige Tonerabscheidungen entsprechend der Oberflächenstruktur.
Der Austrag an Dispergierflüssigkeit durch die Kopien betrug 0,068 g flüssigen aliphatischen
Kohlenwasserstoff pro DIN A 4-Kopie. Bei oberflächlich glatten Photoleiterschichten
wird sonst ein Austrag von 0,115 g pro DIN A 4-Kopie gemessen.
1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsverfahren, bei dem eine Photoleiterschicht
auf einem elektrisch leitenden Schichtträger elektrostatisch aufgeladen, bildmäßig
belichtet, das erzeugte Ladungsbild mit einem Flüssigentwickler sichtbar gemacht,
das abgeschiedene Tonerbild auf einen Kopieträger übertragen und die Photoleiterschicht
anschließend von Tonerresten und Restladungen befreit wird, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Photoleiterschicht verwendet, die oberflächlich strukturiert ist.
2. Aufzeichnungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Photoleiterschicht
verwendet, die eine Rauhtiefe von 5 bis 75 um besitzt.
3. Aufzeichnungsverfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Photoleiterschicht verwendet, die eine Rauhtiefe von 5 bis 50 um mit Periodenlängen
von 100 bis 3.000 um besitzt.
4. Aufzeichnungsverfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Photoleiterschicht verwendet, die durch Druck- und Wärmebehandlung oberflächlich
strukturiert wurde.
5. Aufzeichnungsverfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Photoleiterschicht
verwendet, die mittels eines übergezogenen Schrumpfschlauchs mit eingelegter Prägematrize
bei Temperaturen von 60 - 120°C strukturiert wurde.
6. Aufzeichnungsverfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Photoleiterschicht
verwendet, die mittels eines übergezogenen Schrumpfschlauchs mit eingelegter Prägematrize
und Zwischenfolie strukturiert wurde.
7. Aufzeichnungsverfahren nach Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Photoleiterschicht aus Selen oder dessen Legierungen verwendet, die bei Temperaturen
von 60 - 75°C strukturiert wurde.
8. Aufzeichnungsverfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Photoleiterschicht verwendet, deren Oberflächenstruktur durch die Oberflächenstruktur
des Schichtträgers gebildet wird.
9. Aufzeichnungsverfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine Photoleiterschicht verwendet, die man durch den Einbau von indifferent wirkenden
Strukturelementen in die Photoleiterschicht erhält.
10. Photoleiterschicht auf einem elektrisch leitenden Schichtträger, dadurch gekennzeichnet,
daß sie oberflächlich strukturiert ist.
11. Photoleiterschicht nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie Rauhtiefen
von 5 bis 75 µm besitzt.
12. Photoleiterschicht nach Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Rauhtiefen von 5 bis 50 um mit Periodenlängen von 100 bis 3.000 µm besitzt.
13. Photoleiterschicht nach Ansprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie
aus Selen oder dessen Legierungen besteht.