[0001] Die Erfindung betrifft eine an die Fahrbahnoberfläche angrenzende Fugenabdeckung
für Dehnungs= fugen in Verkehrswegen, insbesondere Brücken, mit einer elastomeren
Matte, welche auf die Fuge überbrückenden in Fugenlängsrichtung mit gegenseitigen
Abständen aufgereihten steifen Platten abgestützt ist, die jeweils nur innerhalb eines
schmalen Längenabschnitts mit der Matte fest verbunden sind.
[0002] Eine derartige bekannte Fugenabdeckung (Belgische Patentschrift 695 015) besitzt
eine Matte, die an ihren Längsrändern mit in den Fugenrändern vorhandenen Blechen
verschraubt ist; eine weitere Verschraubung an der Unterseite ihrer Mittellängsachse
dient der Befestigung der Platten. Für diese Verschraubungen sind jeweils entsprechende
Muttern in die Matte eingeformt; im übrigen liegt die Matte mit ihrer Unterseite nicht
auf einer Unterlage auf, wird also unter Einwirkung der Verkehrslasten durchgedrückt
und unterliegt daher einem raschen Verschleiß.
[0003] Eine andere bekannte Fugenabdeckung (US-PS 4 279 533) besteht aus einer elastomeren
Matte, welche auf ihrer Unterseite einen Ausschnitt besitzt, in dem eine die Fuge
überbrückende Metallplatte aufgenommen ist. Die Metallplatte liegt auf einer Polyurethanschicht
auf, welche die vertieften Fugenränder abdeckt. Bei einem der Fugenränder ist zwischen
der Metallplatte und der genannten Polyurethanschicht noch eine Polyäthylenfolie eingefügt,
die das Gleiten der Metallplatte sichern soll.
[0004] Schließlich ist es bekannt, (
Firmenschschrift Royston Product Data, Bulletin No. 517) eine Fugenabdeckung als Elastomereblock
auszubilden, in welchem quer zur Fuge durchgehende Schlitze mit Abstand und in Fugenlängsrichtung
hintereinander eingebracht sind; in diesen Schlitzen sind die Fuge überbrückende Stahlplatten
aufgenommen. Eine derartige Fugenabdeckung eignet sich nur für Fugen, welche senkrecht
zur Verkehrsweglängsrichtung verlaufen, was besonder bei kleineren Brücken vielfach
nicht zutrifft. Bei schrägen-Fugen oder bei Längsverschiebungen der Fugenränder ergeben
sich bei dieser bekannten Fugenabdeckung Zwängungen zwischen den Stahlplatten und
dem Elastomerblock, die mit der Zeit zu Schäden führen.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fugenabdeckung der eingangs
genannten Art einfacher und dauerhafter auszubilden; dabei soll eine hohe gegenseitige
Beweglichkeit der Matte gegenüber den steifen Platten insbesondere eine gute Anpassung
an Längsverschiebungen der Fugenränder sicherstellen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Matte aus zwei durch schmale
Stege verbundenen parallelen Bändern besteht, zwischen denen die Platten eingeschoben
sind, wobei das obere Band flach auf den Platten, das untere Band auf den Fugenrändern
lose aufliegt, und die Platten mittels der Stege an der Matte befestigt sind. Nach
diesem Lösungsvorschlag ergibt sich eine flächige Abstützung der den Verkehrslasten
unterliegenden Teil, nämlich des oberen Bandes auf den Platten, der Platten auf dem
unteren Band und des unteren Bandes auf den Fugenrändern. Die Flächenpressungen zwischen
diesen Teilen sind damit gering, was sich günstig auf die Lebensdauer auswirkt. Die
reduzierte Flächenpressung unter Vertikallast begünstigt aber auch ein begrenztes
gegenseitiges Verdrehen von Matte und Platten bezüglich einer vertikalen Achse, so
daß die Beanspruchung dieser Teile im Falle von Längsverschiebungen der Fugenränder
gering ist.
[0007] Eine für Herstellung und Montage besonders einfache Ausführungsform sieht vor, daß
die Stege in seitliche Ausnehmungen der Platten eingreifen, d.h. die Platten sind
tailliert ausgebildet und nur in diesem Bereich seitlich von den Stegen gestützt,
wobei die Stege jeweils zwischen zwei benachbarten Platten eingespannt sind.
[0008] Für Bewegungen der Platten ist somit ein großer, jede Zwängung zwischen diesen und
der Matte vermeidender Freiraum vorhanden; dies gilt nicht nur für das Verdrehen der
Platten um vertikale Achsen, sondern auch für deren Verschiebenin Längsrichtung. Entsprechende
seitliche Hohlräume sorgen dafür, daß die Stirnseiten der Platten auch bei Fugenengstellungen
nicht zur Anlage an anderen Konstruktionsteilen kommen.
[0009] Ein wasserdichter Abschluß der Fugenabdeckung wird dadurch erzielt, daß das obere
Band breiter ist als das untere Band und daß die Längsränder des oberen Bands mit
den Fugenrändern dichtend verbunden sind.
[0010] Zwischen den Kontaktflächen der Bänder und den Platten, sowie des unteren Bands und
den Fugenrändern können dünne Gleitschichten vorgesehen sein, durch welche die Beweglichkeit
der Konstruktionsteile der Fugenabdeckung noch verbessert wird. Die Breite des unteren
Bands entspricht vorteilhaft etwa der Länge der Platten, so daß eien möglichst großflächige
Auflage erzielt wird.
[0011] Eine besonders einfache Montage der Fugenabdeckung vor Ort ergibt sich durch den
weiteren Vorschlag, daß ein im Beton jedes Fugenrands verankertes Deckprofil vorgesehen
ist, auf welchem das untere Band der Matte aufliegt, welches am fugenentfernten Längsrand
ein offenes Hohlprofil aufweist, in welches eine Randleiste des oberen Bandes der
Matte eingreift.
[0012] Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch die Fugenabdeckung längs einer vertikalen Ebene, nämlich
gemäß I-I derFig. 2, und
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Fugenabdeckung längs einer horizontalen Ebene,
nämlich gemäß II-II der Fig. 1.
[0013] Fig. 1 zeigt eine Fugenabdeckung mit einer Matte 1 aus gummielastischem Werkstoff,
z.B. aus synthetischem Kautschuk, welche in ihrem die Fuge 2 überbrückenden Bereich
auf Platten 3 aus Stahl oder hartelastischem Kunststoff gleitend abgestützt ist. Die
Matte 1 besteht aus einem oberen Band 4 und einem unteren Band 5, welches auf Deckprofilen
8 der Fugenränder 11, 12 verschieblich aufliegt. Die seitlichen Längsränder des oberen
Bands 4 sind dichtend an die Fugenrandkonstruktion angeschlossen; die seitlichen Längsränder
des unteren Bands 5 enden frei, wobei sich seitlich daran ein Freiraum 14 für den
Ausgleich der Fugenbewegungen anschließt. Die Platten 3 sind zwischen die beiden Bänder
der Matte 4 eingefügt und dort mittels die beiden Bänder 4, 5 verbindender schmaler
vertikaler Stege 9 im wesentlichen längsverschieblich und verdrehsicher gehalten.
Die Stege 9 greifen, wie in Fig. 2 deutlich erkennbar, in seitliche Ausnehmungen 13
der Platten 3 formschlüssig ein, so daß die Platten 3 örtlich fixiert sind, ohne daß
Ausgleichsbewegungen in Anpassung an Fugenbewegungen behindert werden.
[0014] Die Deckprofile 8 liegen auf dem Betonkörper der Fugenränder 11, 12 auf und sind
darin mittels der Ankerteile 10 verankert. An ihren von der Fuge 2 entfernten Längsrändern
bilden die Deckprofile 8 jeweils ein Hohlprofil 7 aus, in welches eine an der Unterseite
des oberen Bands 4 vorspringende Randleiste 6 in Art einer Knöpfverbindung dichtend
eingreift.
1. An die Fahrbahnoberfläche angrenzende Fugenabdeckung für Dehnungsfugen in Verkehrswegen,
insbesondere Brücken, mit einer elastomeren Matte (1), welche auf die Fuge (2) überbrückenden
in Fugenlängsrichtungfgegenseitigen Abständen aufgereihten steifen Platten (3) abgestützt ist, die jeweils
nur innerhalb eines schmalen Längenabschnitts mit der Matte (1) fest verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Matte (1) aus zwei durch schmale Stege (9) verbundenen parallelen Bändern
(4, 5) besteht, zwischen denen die Platten (3) eingeschoben sind, wobei das obere
Band (4) flach auf den Platten (3), das untere Band (5) auf den Fugenrändern (11,
12) lose aufliegt und die Platten (3) mittels der Stege (9) an der Matte (1) befestigt
sind.
2. Fugenabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (9) in seitliche Ausnehmungen (13) der Platten (3) eingreifen.
3. Fugenabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das obere Band (4) breiter ist als das untere Band (5) und daß die Längsränder
des oberen Bandes mit den Fugenrändern (11, 12) dichtend verbunden sind.
4. Fugenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daßdie Breite des unteren Bandes (5) etwa der Länge der Platten (3) entspricht.
5. Fugenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein im Beton jedes Fugenrands (11, 12) verankertes Deckprofil (8) vorgesehen ist,
auf welchem das untere Band (5) der Matte (1) aufliegt und welches am fugenentfernten
Längsrand ein offenes Hohlprofil (7) aufweist, in welches eine Randleiste des oberen
Bandes (4) der Matte eingreift.