[0001] Die Erfindung betrifft einen Schraubkopf gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE-PS 2 843 684 ist eine derartige Ausgestaltung bekannt, wobei der im Querschnitt
polygone Schraubendreher in einer dem Eckmaß des Schraubendrehers angepaßten zentrischen
Aufnahme der Spannzapfenhülse sitzt. Die Kopffläche des Schraubendrehers stützt sich
an einer Spurlagerkugel ab, während gegen die Mehrkantflächen des Schraubendrehers
Radialbohrungen der Spannzapfenhülse durchsetzende Kugeln treten, die von der Innenwandung
der Kupplungshülse in Einwärtsrichtung gedrückt werden. Zusätzlich zur Halterung des
Schraubendrehers in der eingesteckten Lage dient eine den Kugeln vorgelagerte Ringfeder,
die in Kerbvertiefungen an den Ecken des Schraubendrehers einrastet. Somit stellen
die Kugeln und die Ringfeder die den Schraubendreher fixierenden Klemmglieder dar.
Nachteilig an dieser Ausgestaltung ist die Tatsache eines erschwerten Auswechselns
des Schraubendrehers. Da es sich zufolge dieser um relativ kurze Einsatzstücke handelt,
bieten sie eine ungenügende Angriffsfläche für die Betätigungshand. Man ist daher
gezwungen, das Auswechseln der Schraubendreher bspw. mittels einer Zange vorzunehmen.
Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß der Mehrkantschaft des Schraubendrehers
in der Entkupplungsstellung auf Höhe der Kugeln einem erhöhten Verschleiß unterliegt,
was die Lebensdauer solcher Schraubendreher herabsetzen kann. Hinzu kommt noch die
Tatsache, daß in der ausgekuppelten Stellung eine unzureichende Führung zwischen Spannzapfenhülse
und Kupplungshülse vorliegt.
[0003] Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schraubkopf der vorausgesetzten
Art in herstellungstechnisch einfacher Weise gebrauchsvorteilhafter auszugestalten
derart, daß das Auswechseln der Schraubendreher erleichtert vornehmbar ist und daß
neben einer verbesserten Führung der Verschleiß vermindert ist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1.
[0005] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Schraubkopf von erhöhtem
Gebrauchswert angegeben. Die Spannzapfenhülse nimmt nun den Schraubendreher nicht
mehr unmittelbar selbst auf. Hierzu dient die in der Spannzapfenhülse gelagerte Hülse.
Daher kann der Schraubendreher in formschlüssigem Eingriff zu dieser Hülse stehen.
Er unterliegt in der ausgekuppelten Stellung keinem Verschleiß durch die mit der Kupplungshülse
zusammenwirkenden Kugeln. Letztere wirken auf die Hülse ein. Dies bringt den Vorteil,
daß im entkuppelten Zustand noch eine absolut zentrale Führung vorliegt, die zu einer
Verschleißminderung des Schraubkopfes beiträgt. Das erleichterte Entnehmen des Schraubendrehers
läßt die Betätigungshülse zu. Diese erfüllt eine Doppelfunktion. Einerseits formt
sie mit ihrem unteren freien Ende den den Schraubendreher umgebenden Rand. Setzt dieser
auf das die Schraube umgebende Bauteil auf, bewirkt die Betätigungshülse eine Beaufschlagung
des Stirnrandes der Kupplungshülse, die ihrerseits nach einer entsprechenden Relativverlagerung
zur Spannzapfenhülse das Auskuppeln veranlaßt. Andererseits kann die Betätigungshülse
entgegen Federwirkung verschoben werden, wobei sie die Klemmglieder zur Halterung
des Schraubendrehers freigibt. In dieser Stellung rutscht der Schraubendreher aus
der Aufnahme der Hülse heraus. Der Einsatz von Werkzeugen zum Auswechseln von Schraubendrehern
entfällt demgemäß. Als Klemmglieder können bspw. eine von der Betätigungshülse verlagerte
Spannhülse mit Spannkugel dienen, welche auf eine Mehrkantfläche des Schraubendrehers
drückt. Bei einer Verlagerung der Betätigungshülse entgegen Federwirkung verbleiben
die Kupplungshülse, Spannzapfenhülse und die in dieser gelagerte Hülse in ihrer Ausgangsstellung.
[0006] Eine Möglichkeit, um das Auswechseln des Schraubendrehers vornehmen zu können, besteht
darin, daß die Betätigungshülse aus ihrer Anschlagstellung zur Kupplungshülse in Einschraubrichtung
verschiebbar ist.
[0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß die Spannzapfenhülse zusätzlich
über Kugeln in der Kupplungshülse gelagert ist, welche Kugeln sich schraubendreherseitig
der Kupplungskugeln befinden und in eine Ringnut des Schaftes der Hülse eingreifen.
Demgemäß führen die Lagerkugeln sowohl zu einer Axial- als auch Radiallagerung der
Spannzapfenhülse auf der Hülse.
[0008] Um in einfacher Weise die Einschraubtiefe variieren zu können, weist die Bodenfläche
der Aufnahme eine Höhen-Einstellschraube als Anschlag für die Kopffläche des Schraubendrehers
auf.
[0009] Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß vor den Rand des Ringabschnittes ein
Schraubenzentrier- und/oder Haltering ansetzbar ist. Dieser gestattet es, die Schrauben
bereits vor dem Eindrehen dem Schraubkopf ausreichend fest zuzuordnen, so daß ein
Ansetzen und ein Drehen der Schrauben ausschließlich mittels des Schraubkopfes erfolgen
kann.
[0010] Eine besonders günstige Halterung besteht darin, daß der Schrauben-Haltering mit
einem Haftmagneten bestückt ist, der außenseitig einer Durchtrittsöffnung für den
Schraubendreher sitzt.
[0011] Damit bei einer abgewandelten Ausführungsform des Schraubkopfes die Variation der
Einschraubtiefe erleichtert vornehmbar ist und daß zum Entnehmen des Schraubendrehers
keine Zugkräfte in Einschraubrichtung an der Betätigungshülse wirksam werden, sind
Betätigungshülse und Kupplungshülse zueinander gewindeverstellbar angeordnet, und
die Verlagerung beider Teile über die Entkupplungsstellung hinaus gibt die Halterung
des Schraubendrehers frei. Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß
die Variation der Einschraubtiefe nun werkzeuglos geschehen kann. Zur Veränderung
der Einschraubtiefe ist lediglich die Betätigungshülse entsprechend weit in die Kupplungshülse
hinein- oder herauszudrehen. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Da zum Entnehmen
des Schraubendrehers keine Verlagerungskräfte in Einschraubrichtung auftreten, eignet
sich der Schraubkopf insbesondere zum Einsatz an Bohrmaschinen und ähnlichen Geräten.
Bei einer unzureichend festen Halterung des Schraubkopfes an der Bohrmaschine kann
es nicht geschehen, daß beim Verlagern der Betätigungshülse der Schraubkopf aus der
Halterung herausgezogen wird. Die Verlagerung der Betätigungshülse in die Freigabestellung
erfolgt nun in Einsteckrichtung des Schraubendrehers, und zwar über die Entkupplungsstellung
hinaus. Es ist hierbei gewährleistet, daß in der Entkupplungsstellung selbst die Halterung
des Schraubendrehers nicht aufgegeben wird.
[0012] Eine Selbstverstellung ist sicher dadurch vermieden, daß dem Verstellgewinde eine
Kontermutter zugeordnet ist. Demnach setzt eine Variation der Einschraubtiefe das
Lösen der Kontermutter, das Verschrauben der Betätigungshülse und das Anziehen der
Kontermutter voraus.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß die den Schraubendreher-Querschnitt
aufnehmende Hülse von einer Tragbüchse für das eine als Kugel ausgebildete Klemmglied
umgeben ist, welche in Einschraubrichtung federbelastet ist und die Kugel in der Höhlung
eines in Einschraubrichtung vorstehenden Flügels aufnimmt, der von einer das zweite
Klemmglied bildenden, von der den Schraubendreherquerschnitt aufnehmenden Hülse gehaltenen
Spannbüchse umfaßt ist, außenseitig welcher die Betätigungshülse liegt, die eine Schulter
aufweist, welche mit Abstand zu einer Gegenschulter der Tragbüchse liegt. Eine Verlagerung
der Tragbüchse erfolgt erst dann, wenn die Schulter der Betätigungshülse die Gegenschulter
beaufschlagt. Ist die Entkupplungsstellung des Schraubkopfes erreicht, so muß die
Betätigungshülse noch um einen zusätzlichen Weg verlagert werden, um die Tragbüchse
zu verschieben.
[0014] Sodann erweist es sich als günstig, daß der Flügel einem den unrunden Querschnitt
der Hülse formenden Segment entspricht und die Spannfläche der Spannbüchse sich über
den gesamten Umfang der Innenflanke erstreckt. Einerseits verlängert dadurch der Flügel
die eine Flanke der Aufnahme und andererseits bringt diese Ausgestaltung eine Undrehbarkeit
der Tragbüchse auf der Hülse. Ferner ist die Montage erleichtert.
[0015] Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Fig. 1 bis
10 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht des Schraubkopfes gemäß der ersten Ausführungsform in vergrößerter
Darstellung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Schraubkopf in seiner Ausgangsstellung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den in Auskuppelstellung befindlichen Schraubkopf,
Fig. 4 teils in Ansicht, teils im Längsschnitt den Schraubkopf, und zwar bei in Einschraubrichtung
verlagerter Betätigungshülse,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Schraubkopf auf Höhe der Kupplungskugeln,
Fig. 6 einen Querschnitt durch den Schraubkopf auf Höhe der Lagerkugeln,
Fig. 7 in größerem Maßstab einen Längsschnitt durch den einen Schraubendreher aufnehmenden
Schraubkopf gemäß der zweiten Ausführungsform in seiner Ausgangsstellung,
Fig. 8 den Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7,
Fig. 9 eine der Fig. 7 entsprechende Darstellung, wobei sich der Schraubkopf in der
Entkupplungsstellung befindet und
Fig. 10 einen Längsschnitt durch den Schraubkopf, und zwar bei über die Entkupplungsstellung
hinaus verlagerter Betätigungshülse zwecks Freigabe des Schraubendrehers.
[0016] Der Schraubkopf besitzt einen in ein Spannfutter einer Bohrmaschine oder dergleichen
einsetzbaren Spannzapfen 1, der sich in eine Spannzapfenhülse 2 fortsetzt. Letztere
weist in ihrem mittleren Bereich drei in gleicher Winkelverteilung angeordnete Radialbohrungen
3 zur Aufnahme von Kupplungskugeln 4 auf. Endseitig der Spannzapfenhülse 2 sind weitere
drei Radialbohrungen 5 zur Aufnahme von Lagerkugeln 6 vorgesehen.
[0017] Die vorgenannten Kupplungskugeln 4 wirken zusammen mit in Längsrichtung verlaufenden
bogenförmigen Nuten 7 des Schaftes 8' einer in der Spannzapfenhülse 2 gelagerten Hülse
8. Es sind sechs solcher bogenförmigen Nuten 7 in der Hülse 8 in gleicher Winkelverteilung
angeordnet, so daß in jede zweite dieser Nuten 7 eine Kupplungskugel 4 eintaucht,
vergl. insbesondere Fig. 5. Die Lagerkugeln 6 greifen dagegen in eine Ringnut 9 des
Schaftes 8' der Hülse 8 ein. Somit stützen die Lagerkugeln 6 die Hülse 8 einerseits
in Achsrichtung und andererseits in Radialrichtung ab.
[0018] Auf der Spannzapfenhülse 2 ist eine die Lagerkugeln 6 abstützende Kupplungshülse
10 geführt. Dieselbe drückt mit einer querschnittsstärkeren Zone 11 die Kupplungskugeln
4 in die Nuten 7 hinein. Diese Stellung wird aufrechterhalten durch eine sich an der
Zone 11 abstützende, innenseitig der Kupplungshülse 10 angeordnete Druckfeder 12,
die ihrerseits gegen einen Sprengring 13 am oberen Ende der Spannzapfenhülse 2 tritt.
Eine Anschlagbegrenzung erfährt die Kupplungshülse 10 in Federungsrichtung dadurch,
daß sie mit einer Ringschulter 14 gegen einen Kragen 15 der Spannzapfenhülse tritt.
An die Ringschulter 14 schließt sich ein zentrischer Ausweichraum 16 für die Kupplungskugeln
4 an.
[0019] Die Hülse 8 ist an ihrem freien unteren Ende mit einer zentrischen, mehrkantigen
Aufnahme 17 ausgestattet. In diese tritt der entsprechend mehrkantig geformte Schaft
18' eines Schraubendrehers 18 ein. Bezüglich des Klingenteils 18" desselben handelt
es sich um einen solchen für eine Kreuzschlitzschraube 19.
[0020] Gemäß der ersten Ausführungsform kann die Einstecktiefe des Schraubendrehers 18 durch
eine Höheneinstellschraube 20 variiert werden, die in die Bodenfläche der Aufnahme
17 hineingedreht ist und die Kopffläche 18111 des Schraubendrehers beaufschlagt.
[0021] Auf der Hülse 8 ist eine Spannbüchse 21 in Längsrichtung geführt. Gegen einen oberen
radial einwärts gerichteten Bund 22 der Spannbüchse 21 tritt das eine Ende einer Druckfeder
23, die sich ihrerseits an einer auswärts gerichteten Schulter 24 der Hülse abstützt.
Somit wird die Spannbüchse 21 in Aufwärtsrichtung belastet. Eine Begrenzung erhält
die Spannbüchse bei nicht eingestecktem Schraubendreher 18 durch einen Sprengring
25 der Hülse 8. Gemäß Fig. 2 und 3 beaufschlagt eine geneigt stehende Spannfläche
26 der Spannbüchse 21 eine in einer Radialbohrung 27 der Hülse 8 angeordnete Klemmkugel
28 in Einwärtsrichtung, die gegen eine Mehrkantfläche des Schraubendrehers drückt
und diesen somit in der Aufnahme 17 fesselt. Zwischen der Spannbüchse 21 und der Kupplungshülse
10 ist eine Betätigungshülse 29 geführt, die einen vor dem Stirnrand 10' der Kupplungshülse
10 liegenden Ringabschnitt 30 besitzt. Das innere Ende der Betätigungshülse 29 formt
einen den Bund 22 der Spannbüchse 21 übergreifenden Kragen 30". In der in Fig. 2 veranschaulichten
Grundstellung liegt der Kragen 30" flächig an dem Bund 22 an, während der Stirnrand
10' der Kupplungshülse 10 vor der von dem Ringabschnitt 30 gebildeten Stufe 30' liegt.
[0022] Der Ringabschnitt 30 formt mit seinem unteren freien Ende einen den Schraubendreher
18 umgebenden Rand R. Vor diesem sitzt ein Schraubenzentrier-Haltering 31. Zur Fixierung
desselben dient eine in dem Ringabschnitt 30 vorgesehene Innenringnut 32 zur Aufnahme
einer Ringfeder 33, die in eine Außennut 34 des Schrauben-Halteringes 31 eingreift
und diesen fixiert. In einer stirnseitigen Ausnehmung trägt der Haltering 31 einen
Haftmagneten 35, der mit einer dem Schraubenkopf 19' angepaßten Höhlung 35' versehen
ist. Letztere setzt sich fort in eine Durchtrittsöffnung 36 für den Schraubendreher
18, welche Durchtrittsöffnung mit einer Öffnung 37 des Halteringes 31 fluchtet. Zufolge
des Halteringes 31 ist der auf das die Schraube aufnehmende Bauteil aufsetzende Rand
R vorverlegt. Demgemäß stellt nun die Stirnfläche des Schrauben-Halteringes 31 den
aufsetzenden Rand R' dar.
[0023] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß sich zwischen dem Kragen 30" der Betätigungshülse
29 und dem unteren Ende der Spannzapfenhülse 2 ein Freiraum 38 erstreckt, der eine
Relativverlagerung der Betätigungshülse 29 mit Kupplungshülse 10 zur Spannzapfenhülse
2 zuläßt.
[0024] Soll eine Schraube 19 eingedreht werden, so kann diese mittels des Haftmagneten 35
an der Klinge 18" des Schraubendrehers 18 fixiert werden. Beim Einschrauben verläuft
der Kraftfluß von der Spannzapfenhülse 2 zur Hülse 8 unter Mitnahme des Schraubendrehers
18, welcher die Schraube eindreht. Ist eine entsprechende Einschraubtiefe erreicht,
setzt der Rand R' auf das Bauteil auf, und mit dem weiteren Einschrauben führt dieses
zu einer Relativverschiebung zwischen Spannzapfenhülse 2 mit Hülse 8 zum Schrauben-Haltering
31 mit Betätigungshülse 29 und Kupplungshülse 10. Hierbei gelangen die Kupplungskugeln
4 in den Ausweichraum 16 der Kupplungshülse 10, so daß die Kupplungskugeln über die
Seitenflanken der bogenförmigen Nuten 7 in Auswärtsrichtung gesteuert werden, vergl.
Fig. 3 und strichpunktierte Darstellung in Fig. 5. Dann wird die Hülse 8 mit dem Schraubendreher
18 nicht mehr mitgenommen. Dies zeigt dem Benutzer an, daß die Einschraubtiefe erreicht
ist. Die bei der Relativverschiebung zusammengedrückte Druckfeder 12 kann sich nach
Abnehmen des Schraubkopfes entspannen und führt die Kupplungshülse 10 mit Betätigungshülse
29 in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 und 2 zurück.
[0025] Soll ein Auswechseln des Schraubendrehers 18 vorgenommen werden, so ist der mit einer
Kordierung versehene Ringabschnitt 30 zu erfassen und die Betätigungshülse 29 in Einschraubrichtung
x zu schieben. Dabei wird über den Kragen 30" der Betätigungshülse 29 die Spannbüchse
21 mitgenommen. Deren Spannfläche 26 gibt die Klemmkugel 28 frei, so daß der Schraubendreher
18 abgenommen werden kann. Bspw. kann dieses Abnehmen gleichzeitig mit dem Abziehen
des Ringabschnittes 31 erfolgen. Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, verändert bei diesem
Vorgang die Kupplungshülse 10 ihre Lage nicht zur Spannzapfenhülse 2 und demgemäß
zur Hülse 8. Nach Loslassen der Betätigungshülse 29 führt die zuvor gespannte Druckfeder
23 die Spannbüchse 21 und damit die Betätigungshülse 29 in die Grundstellung gemäß
Fig. 2 zurück.
[0026] Gleiche Bauteile der in den Fig. 7 bis 10 dargestellten zweiten Ausführungsform tragen
gleiche Bezugsziffern.
[0027] Das untere freie Ende 8" der Hülse 8 ist dort stufenförmig abgesetzt. Hierdurch wird
eine Ringschulter 40 erzeugt, an welcher sich das eine Ende einer Schraubendruckfeder
23 abstützt. Das andere Ende derselben findet einen Anschlag an einer Ringschulter
41 einer auf der Hülse 8 verlagerbaren Tragbüchse 42. Die Ringschulter 41 verbindet
zwei unterschiedliche Führungsflächen der Tragbüchse 42. Das stufenförmig abgesetzte
freie Ende 42' der Tragbüchse 42 setzt sich in einen in Einschraubrichtung vorstehenden
Flügel 43 fort. Letzterer ist im Querschnitt segmentförmig gestaltet derart, daß seine
innenliegende ebene Fläche 43' mit einer Flanke der im Querschnitt sechskantigen Aufnahme
17 fluchtet, vergl. insbesondere Fig. 8. Um dies ermöglichen zu können, ist das Ende
8" der Hülse 8 mit mit einer entsprechenden Aussparung 44 versehen, so daß sich der
Flügel 43 mit dem auf gleicher Höhe liegenden Restquerschnitt des Endes 8" zu einer
Kreisform ergänzt. Die Länge der Aussparung 44 ist größer als die Länge des Flügels
43.
[0028] In dem Flügel 43 befindet sich eine quer zur Längsrichtung der Tragbüchse 42 angeordnete
Höhlung 45 zur Aufnahme einer Klemmkugel 46. Deren Durchmesser ist größer als die
in radialer Richtung liegende Dicke des Flügels 43. Ein Herausfallen der Klemmkugel
46 aus der Höhlung 45 wird durch den zugestemmten Rand 47 verhindert. Es ist jedoch
gewährleistet, daß die Klemmkugel 46 in radialer Richtung ein ausreichendes Spiel
besitzt.
[0029] Sowohl das freie Ende 8" der Hülse 8 als auch der Flügel 10 werden von einer Spannbüchse
48 umfaßt. Diese ist im Klemmsitz auf dem Außenumfang des Hülsen-Endes 8" angeordnet,
und zwar so, daß der Flügel 43 von diesem Klemmsitz nicht erfaßt ist, sondern seine
freie Beweglichkeit behält.
[0030] Die Spannbüchse 48 bildet eine zum freien Ende hin keilförmig abfallende innenseitige
Spannfläche 49 aus, die mit der Klemmkugel 46 zusammenwirkt. Die Spannfläche 49 setzt
sich über eine Abstufung in eine Höhlung 50 fort, die dem Außenumfang des abgesetzten
Endes 42' der Tragbüchse 42 angepaßt ist unter Gewährung einer Verschieblichkeit der
Tragbüchse 42.
[0031] Bei in der Aufnahme 17 befindlichem Schraubendreher 18 bewirkt die Druckfeder 23
eine Verlagerung der Tragbüchse 42 entgegen Einsteckrichtung des Schraubendrehers.
Hierdurch wird der Flügel 43 mit seiner Klemmkugel 46 in Abwärtsrichtung verlagert,
wobei die Klemmkugel 46 sich an der Spannfläche 49 abstützt und dadurch eine Klemmkraft
auf den Schaft 18' des Schraubendrehers 18 ausübt, vergl. Fig. 7 und 8. Tritt eine
Zugkraft am Schraubendreher 18 auf, so verstärkt sich die Klemmkraft.
[0032] Die bis zur Spannbüchse 48 reichende Kupplungshülse 10 ist am freien Ende mit einem
Innengewinde ausgestattet, in welches das Außengewinde einer Betätigungshülse 29'
eingreift. Letztere sitzt drehbar auf der Tragbüchse 42 und Spannbüchse 48. Das freie
Ende der Betätigungshülse 29' ist zu einem vorstehenden, mit einer Rändelung versehenen
Ringabschnitt 30 geformt, welcher mit seinem unteren freien Ende einen den Schraubendreher
18 umgebenden Rand R bildet. Auf dem Außengewinde der Betätigungshülse 29' läuft eine
Kontermutter 50. Nach Einstellen der gewünschten Einschraubtiefe wird die Kontermutter
50 gegen die Stirnfläche F der Kupplungshülse 10 verspannt. Dann verändert die Betätigungshülse
29' nicht ungewollt ihre Lage zur Kupplungshülse 10.
[0033] Durch das stufenförmig abgesetzte Ende 42' der Tragbüchse 42 wird eine Gegenschulter
53 erzeugt, die in Grundstellung gemäß Fig. 7 mit Abstand zu einer Schulter 52 der
Betätigungsbüchse 29' liegt.
[0034] Beim Einschrauben einer Schraube 19 verläuft der Kraftfluß von der Spannzapfenhülse
2 zur Hülse 8 unter Mitnahme des Schraubendrehers 18, welcher die Schraube 19 eindreht.
Ist eine entsprechende Einschraubtiefe erreicht, setzt der Rand R auf das strichpunktiert
angedeutete Bauteil 51 auf, und mit dem weiteren Einschrauben führt dieses zu einer
Relativverschiebung zwischen Spannzapfenhülse 2 mit Hülse 8 zur Betätigungshülse 29'
mit Kupplungshülse 10. Hierbei gelangen die Kupplungskugeln 4 in den Ausweichraum
16 der Kupplungshülse 10, wobei sie über die Seitenflanken der bogenförmigen Nuten
7 in Auswärtsrichtung gesteuert werden, vergl. Fig. 9. Dann wird die Hülse 8 mit dem
Schraubendreher 18 nicht mehr mitgenommen. Dies zeigt dem Benutzer an, daß die Einschraubtiefe
erreicht ist. Die bei der Relativverschiebung zusammengedrückte Druckfeder 12 kann
sich nach Entfernen des Schraubkopfes von dem Bauteil 51 entspannen und führt die
Kupplungshülse 10 mit Betätigungshülse 29' in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 7 zurück.
[0035] Soll ein Auswechseln des Schraubendrehers 18 vorgenommen werden, so ist die Betätigungshülse
29' mit der Kupplungshülse 10 über die Entkupplungsstellung hinaus in der angezeigten
Pfeilrichtung zu verlagern. Dabei beaufschlagt die Schulter 52 der Betätigungshülse
29' die Gegenschulter 53 der Tragbüchse 42 und verschiebt diese in die Stellung gemäß
Fig. 10. Die Druckfeder 23 wird durch die Tragbüchse 42 gespannt, und die Klemmkugel
46 wird über den Flügel 43 mitgenommen. Sie gelangt dadurch aus der Klemmstellung
zwischen Spannfläche 49 des Spannringes 48 und Schaft 18'. Der Schraubendreher 18
kann dann leicht entnommen werden. Nach Freigabe der Betätigungshülse 29' führt die
Druckfeder 12 die Kupplungshülse 10 in ihre Anschlagstellung zurück, während die Druckfeder
23 die Tragbüchse 42 verschiebt, bis deren Gegenschulter 53 den zugekehrten Stirnrand
48' der Spannbüchse 48 beaufschlagt.
[0036] Da zum Zwecke des Abziehens des Schraubendrehers die Verlagerung der Betätigungshülse
29' in Einsteckrichtung des Schraubendrehers erfolgt, besteht nicht die Gefahr eines
Herausziehens des Schraubkopfes aus der Halterung an der Bohrmaschine oder eines ähnlichen
Geräts.
[0037] Die Kontermutter 50 bildet mit ihrer dem Ringabschnitt 30 zugekehrten Fläche den
Stirnrand 10' der Kupplungshülse 10, wodurch die Verstellung der Betätigungshülse
29' in der einen Richtung begrenzt wird. Alle in der Beschreibung erwähnten und in
der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit
sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.
1. Schraubkopf mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Auskuppeln des Schraubendrehers
beim Erreichen einer bestimmten Einschraubtiefe, in welcher Stellung ein den Schraubendreher
umgebender Rand auf das die Schraube aufnehmende Bauteil aufsetzt und durch Längsverschiebung
einer Kupplungshülse entgegen Federwirkung eine Kupplung zwischen einer Spannzapfenhülse
des Schraubkopfes und dem mittels quergerichteter Klemmglieder auswechselbar in einer
zentrischen Aufnahme gehaltenen Schraubendreher auskuppelt, dadurch gekennzeichnet,
daß die zentrische Aufnahme (17) in einer relativ zur Spannzapfenhülse (2) gelagerten
und zu dieser entkuppelbaren, den Schraubendreherquerschnitt formschlüssig aufnehmenden
Hülse (8) angeordnet ist, relativ zu welcher eine Betätigungshülse (29, 29') sitzt,
die einen vor dem Stirnrand (10') der Kupplungshülse (10) liegenden Ringabschnitt
(30) ausbildet, mit ihrem unteren freien Ende den Rand (R) formt und die entgegen
Federwirkung verschiebbar ist, in welcher verschobenen Stellung sie die Klemmglieder
(21, 28 bzw. 46, 48) zur Halterung des Schraubendrehers (18) freigibt.
2. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungshülse (29)
aus ihrer Anschlagstellung zur Kupplungshülse (10) in Einschraubrichtung (x) verschiebbar
ist.
3. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannzapfenhülse (2)
zusätzlich über Kugeln (6) in der Kupplungshülse (10) gelagert ist, welche Kugeln
(6) sich schraubendreherseitig der Kupplungskugeln (4) befinden und in eine Ringnut
(9) des Schaftes (8') der Hülse (8) eingreifen.
4. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche der Aufnahme
(17) eine Höhen-Einstellschraube (20) als Anschlag für die Kopffläche (18"') des Schraubendrehers
(18) aufweist.
5. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Rand (R) des Ringabschnittes
(30) ein Schraubenzentrier- und/ oder Haltering (31) ansetzbar ist.
6. Schraubkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrauben-Haltering
(31) mit einem Haftmagneten (35) bestückt ist, der außenseitig einer ,Durchtrittsöffnung
(37) für den Schraubendreher (18) sitzt.
7. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Betätigungshülse (29')
und Kupplungshülse (10) zueinander gewindeverstellbar angeordnet sind und die Verlagerung
beider Teile über die Entkupplungsstellung hinaus die Halterung des Schraubendrehers
(18) freigibt.
8. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verstellgewinde eine
Kontermutter (50) zugeordnet ist.
9. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schraubendreher-Querschnitt
aufnehmende Hülse (8) von einer Tragbüchse (42) für das eine als Kugel (46) ausgebildete
Klemmglied umgeben ist, welche in Einschraubrichtung federbelastet ist und die Kugel
(46) in der Höhlung (45) eines in Einschraubrichtung vorstehenden Flügels (43) aufnimmt,
der von einer das zweite Klemmglied bildenden, von der den Schraubendreherquerschnitt
aufnehmenden Hülse (8) gehaltenen Spannbüchse (48) umfaßt ist, außenseitig welcher
die Betätigungshülse (29') liegt, die eine Schulter (52) aufweist, welche mit Abstand
zu einer Gegenschulter (53) der Tragbüchse (42) liegt.
10. Schraubkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel (43) einem
den unrunden Querschnitt der Hülse (8) formenden Segment entspricht und die Spannfläche
(49) der Spannbüchse (48) sich über den gesamten Umfang der Innenflanke erstreckt.