(19)
(11) EP 0 086 352 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
24.08.1983  Patentblatt  1983/34

(21) Anmeldenummer: 83100564.0

(22) Anmeldetag:  22.01.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B25B 21/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 12.02.1982 DE 3205118
24.11.1982 DE 3243388

(71) Anmelder: Wera-Werk Hermann Werner GmbH & Co.
D-42349 Wuppertal (DE)

(72) Erfinder:
  • Lieser, Karl
    D-5600 Wuppertal 1 (DE)

(74) Vertreter: Rieder, Hans-Joachim, Dr. 
Rieder & Partner Anwaltskanzlei Postfach 11 04 51
42304 Wuppertal
42304 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schraubkopf


    (57) Die Erfindung betrifft einen Schraubkopf mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Auskuppeln des Schraubendrehers (18) beim Erreichen einer bestimmten Einschraubtiefe, in welcher Stellung ein den Schraubendreher (18) umgebender Rand (R bzw. R') auf das die Schraube (19) aufnehmende Bauteil aufsetzt und durch Längsverschiebung einer Kupplungshülse (10) entgegen Federwirkung eine Kupplung zwischen einer Spannzapfenhülse (2) und dem auswechselbar in einer zentrischen Aufnahme (17) gehaltenen Schraubendreher auskuppelt, und schlägt zum erleichterten Auswechseln des Schraubendrehers (18) bei verbesserter Führung und vermindertem Verschleiß vor, die zentrische Aufnahme (17) in einer relativ zur Spannzapfenhülse (2) gelagerten und zu dieser entkuppelbaren Hülse (8) anzuordnen, relativ zu welcher eine Betätigungshülse (29) sitzt, die einen vor dem Stirnrand (10') der Kupplungshülse (10) liegenden Ringabschnitt (30) ausbildet, mit ihrem unteren freien Ende den Rand (R) formt und die entgegen Federwirkung verschiebbar ist, in welcher verschobenen Stellung sie die Klemmglieder (21, 28) zur Halterung des Schraubendrehers (18) freigibt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schraubkopf gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Aus der DE-PS 2 843 684 ist eine derartige Ausgestaltung bekannt, wobei der im Querschnitt polygone Schraubendreher in einer dem Eckmaß des Schraubendrehers angepaßten zentrischen Aufnahme der Spannzapfenhülse sitzt. Die Kopffläche des Schraubendrehers stützt sich an einer Spurlagerkugel ab, während gegen die Mehrkantflächen des Schraubendrehers Radialbohrungen der Spannzapfenhülse durchsetzende Kugeln treten, die von der Innenwandung der Kupplungshülse in Einwärtsrichtung gedrückt werden. Zusätzlich zur Halterung des Schraubendrehers in der eingesteckten Lage dient eine den Kugeln vorgelagerte Ringfeder, die in Kerbvertiefungen an den Ecken des Schraubendrehers einrastet. Somit stellen die Kugeln und die Ringfeder die den Schraubendreher fixierenden Klemmglieder dar. Nachteilig an dieser Ausgestaltung ist die Tatsache eines erschwerten Auswechselns des Schraubendrehers. Da es sich zufolge dieser um relativ kurze Einsatzstücke handelt, bieten sie eine ungenügende Angriffsfläche für die Betätigungshand. Man ist daher gezwungen, das Auswechseln der Schraubendreher bspw. mittels einer Zange vorzunehmen. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß der Mehrkantschaft des Schraubendrehers in der Entkupplungsstellung auf Höhe der Kugeln einem erhöhten Verschleiß unterliegt, was die Lebensdauer solcher Schraubendreher herabsetzen kann. Hinzu kommt noch die Tatsache, daß in der ausgekuppelten Stellung eine unzureichende Führung zwischen Spannzapfenhülse und Kupplungshülse vorliegt.

    [0003] Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schraubkopf der vorausgesetzten Art in herstellungstechnisch einfacher Weise gebrauchsvorteilhafter auszugestalten derart, daß das Auswechseln der Schraubendreher erleichtert vornehmbar ist und daß neben einer verbesserten Führung der Verschleiß vermindert ist.

    [0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1.

    [0005] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßer Schraubkopf von erhöhtem Gebrauchswert angegeben. Die Spannzapfenhülse nimmt nun den Schraubendreher nicht mehr unmittelbar selbst auf. Hierzu dient die in der Spannzapfenhülse gelagerte Hülse. Daher kann der Schraubendreher in formschlüssigem Eingriff zu dieser Hülse stehen. Er unterliegt in der ausgekuppelten Stellung keinem Verschleiß durch die mit der Kupplungshülse zusammenwirkenden Kugeln. Letztere wirken auf die Hülse ein. Dies bringt den Vorteil, daß im entkuppelten Zustand noch eine absolut zentrale Führung vorliegt, die zu einer Verschleißminderung des Schraubkopfes beiträgt. Das erleichterte Entnehmen des Schraubendrehers läßt die Betätigungshülse zu. Diese erfüllt eine Doppelfunktion. Einerseits formt sie mit ihrem unteren freien Ende den den Schraubendreher umgebenden Rand. Setzt dieser auf das die Schraube umgebende Bauteil auf, bewirkt die Betätigungshülse eine Beaufschlagung des Stirnrandes der Kupplungshülse, die ihrerseits nach einer entsprechenden Relativverlagerung zur Spannzapfenhülse das Auskuppeln veranlaßt. Andererseits kann die Betätigungshülse entgegen Federwirkung verschoben werden, wobei sie die Klemmglieder zur Halterung des Schraubendrehers freigibt. In dieser Stellung rutscht der Schraubendreher aus der Aufnahme der Hülse heraus. Der Einsatz von Werkzeugen zum Auswechseln von Schraubendrehern entfällt demgemäß. Als Klemmglieder können bspw. eine von der Betätigungshülse verlagerte Spannhülse mit Spannkugel dienen, welche auf eine Mehrkantfläche des Schraubendrehers drückt. Bei einer Verlagerung der Betätigungshülse entgegen Federwirkung verbleiben die Kupplungshülse, Spannzapfenhülse und die in dieser gelagerte Hülse in ihrer Ausgangsstellung.

    [0006] Eine Möglichkeit, um das Auswechseln des Schraubendrehers vornehmen zu können, besteht darin, daß die Betätigungshülse aus ihrer Anschlagstellung zur Kupplungshülse in Einschraubrichtung verschiebbar ist.

    [0007] Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß die Spannzapfenhülse zusätzlich über Kugeln in der Kupplungshülse gelagert ist, welche Kugeln sich schraubendreherseitig der Kupplungskugeln befinden und in eine Ringnut des Schaftes der Hülse eingreifen. Demgemäß führen die Lagerkugeln sowohl zu einer Axial- als auch Radiallagerung der Spannzapfenhülse auf der Hülse.

    [0008] Um in einfacher Weise die Einschraubtiefe variieren zu können, weist die Bodenfläche der Aufnahme eine Höhen-Einstellschraube als Anschlag für die Kopffläche des Schraubendrehers auf.

    [0009] Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß vor den Rand des Ringabschnittes ein Schraubenzentrier- und/oder Haltering ansetzbar ist. Dieser gestattet es, die Schrauben bereits vor dem Eindrehen dem Schraubkopf ausreichend fest zuzuordnen, so daß ein Ansetzen und ein Drehen der Schrauben ausschließlich mittels des Schraubkopfes erfolgen kann.

    [0010] Eine besonders günstige Halterung besteht darin, daß der Schrauben-Haltering mit einem Haftmagneten bestückt ist, der außenseitig einer Durchtrittsöffnung für den Schraubendreher sitzt.

    [0011] Damit bei einer abgewandelten Ausführungsform des Schraubkopfes die Variation der Einschraubtiefe erleichtert vornehmbar ist und daß zum Entnehmen des Schraubendrehers keine Zugkräfte in Einschraubrichtung an der Betätigungshülse wirksam werden, sind Betätigungshülse und Kupplungshülse zueinander gewindeverstellbar angeordnet, und die Verlagerung beider Teile über die Entkupplungsstellung hinaus gibt die Halterung des Schraubendrehers frei. Ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß die Variation der Einschraubtiefe nun werkzeuglos geschehen kann. Zur Veränderung der Einschraubtiefe ist lediglich die Betätigungshülse entsprechend weit in die Kupplungshülse hinein- oder herauszudrehen. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Da zum Entnehmen des Schraubendrehers keine Verlagerungskräfte in Einschraubrichtung auftreten, eignet sich der Schraubkopf insbesondere zum Einsatz an Bohrmaschinen und ähnlichen Geräten. Bei einer unzureichend festen Halterung des Schraubkopfes an der Bohrmaschine kann es nicht geschehen, daß beim Verlagern der Betätigungshülse der Schraubkopf aus der Halterung herausgezogen wird. Die Verlagerung der Betätigungshülse in die Freigabestellung erfolgt nun in Einsteckrichtung des Schraubendrehers, und zwar über die Entkupplungsstellung hinaus. Es ist hierbei gewährleistet, daß in der Entkupplungsstellung selbst die Halterung des Schraubendrehers nicht aufgegeben wird.

    [0012] Eine Selbstverstellung ist sicher dadurch vermieden, daß dem Verstellgewinde eine Kontermutter zugeordnet ist. Demnach setzt eine Variation der Einschraubtiefe das Lösen der Kontermutter, das Verschrauben der Betätigungshülse und das Anziehen der Kontermutter voraus.

    [0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß die den Schraubendreher-Querschnitt aufnehmende Hülse von einer Tragbüchse für das eine als Kugel ausgebildete Klemmglied umgeben ist, welche in Einschraubrichtung federbelastet ist und die Kugel in der Höhlung eines in Einschraubrichtung vorstehenden Flügels aufnimmt, der von einer das zweite Klemmglied bildenden, von der den Schraubendreherquerschnitt aufnehmenden Hülse gehaltenen Spannbüchse umfaßt ist, außenseitig welcher die Betätigungshülse liegt, die eine Schulter aufweist, welche mit Abstand zu einer Gegenschulter der Tragbüchse liegt. Eine Verlagerung der Tragbüchse erfolgt erst dann, wenn die Schulter der Betätigungshülse die Gegenschulter beaufschlagt. Ist die Entkupplungsstellung des Schraubkopfes erreicht, so muß die Betätigungshülse noch um einen zusätzlichen Weg verlagert werden, um die Tragbüchse zu verschieben.

    [0014] Sodann erweist es sich als günstig, daß der Flügel einem den unrunden Querschnitt der Hülse formenden Segment entspricht und die Spannfläche der Spannbüchse sich über den gesamten Umfang der Innenflanke erstreckt. Einerseits verlängert dadurch der Flügel die eine Flanke der Aufnahme und andererseits bringt diese Ausgestaltung eine Undrehbarkeit der Tragbüchse auf der Hülse. Ferner ist die Montage erleichtert.

    [0015] Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 10 erläutert. Es zeigt

    Fig. 1 eine Ansicht des Schraubkopfes gemäß der ersten Ausführungsform in vergrößerter Darstellung,

    Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Schraubkopf in seiner Ausgangsstellung,

    Fig. 3 einen Längsschnitt durch den in Auskuppelstellung befindlichen Schraubkopf,

    Fig. 4 teils in Ansicht, teils im Längsschnitt den Schraubkopf, und zwar bei in Einschraubrichtung verlagerter Betätigungshülse,

    Fig. 5 einen Querschnitt durch den Schraubkopf auf Höhe der Kupplungskugeln,

    Fig. 6 einen Querschnitt durch den Schraubkopf auf Höhe der Lagerkugeln,

    Fig. 7 in größerem Maßstab einen Längsschnitt durch den einen Schraubendreher aufnehmenden Schraubkopf gemäß der zweiten Ausführungsform in seiner Ausgangsstellung,

    Fig. 8 den Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 7,

    Fig. 9 eine der Fig. 7 entsprechende Darstellung, wobei sich der Schraubkopf in der Entkupplungsstellung befindet und

    Fig. 10 einen Längsschnitt durch den Schraubkopf, und zwar bei über die Entkupplungsstellung hinaus verlagerter Betätigungshülse zwecks Freigabe des Schraubendrehers.



    [0016] Der Schraubkopf besitzt einen in ein Spannfutter einer Bohrmaschine oder dergleichen einsetzbaren Spannzapfen 1, der sich in eine Spannzapfenhülse 2 fortsetzt. Letztere weist in ihrem mittleren Bereich drei in gleicher Winkelverteilung angeordnete Radialbohrungen 3 zur Aufnahme von Kupplungskugeln 4 auf. Endseitig der Spannzapfenhülse 2 sind weitere drei Radialbohrungen 5 zur Aufnahme von Lagerkugeln 6 vorgesehen.

    [0017] Die vorgenannten Kupplungskugeln 4 wirken zusammen mit in Längsrichtung verlaufenden bogenförmigen Nuten 7 des Schaftes 8' einer in der Spannzapfenhülse 2 gelagerten Hülse 8. Es sind sechs solcher bogenförmigen Nuten 7 in der Hülse 8 in gleicher Winkelverteilung angeordnet, so daß in jede zweite dieser Nuten 7 eine Kupplungskugel 4 eintaucht, vergl. insbesondere Fig. 5. Die Lagerkugeln 6 greifen dagegen in eine Ringnut 9 des Schaftes 8' der Hülse 8 ein. Somit stützen die Lagerkugeln 6 die Hülse 8 einerseits in Achsrichtung und andererseits in Radialrichtung ab.

    [0018] Auf der Spannzapfenhülse 2 ist eine die Lagerkugeln 6 abstützende Kupplungshülse 10 geführt. Dieselbe drückt mit einer querschnittsstärkeren Zone 11 die Kupplungskugeln 4 in die Nuten 7 hinein. Diese Stellung wird aufrechterhalten durch eine sich an der Zone 11 abstützende, innenseitig der Kupplungshülse 10 angeordnete Druckfeder 12, die ihrerseits gegen einen Sprengring 13 am oberen Ende der Spannzapfenhülse 2 tritt. Eine Anschlagbegrenzung erfährt die Kupplungshülse 10 in Federungsrichtung dadurch, daß sie mit einer Ringschulter 14 gegen einen Kragen 15 der Spannzapfenhülse tritt. An die Ringschulter 14 schließt sich ein zentrischer Ausweichraum 16 für die Kupplungskugeln 4 an.

    [0019] Die Hülse 8 ist an ihrem freien unteren Ende mit einer zentrischen, mehrkantigen Aufnahme 17 ausgestattet. In diese tritt der entsprechend mehrkantig geformte Schaft 18' eines Schraubendrehers 18 ein. Bezüglich des Klingenteils 18" desselben handelt es sich um einen solchen für eine Kreuzschlitzschraube 19.

    [0020] Gemäß der ersten Ausführungsform kann die Einstecktiefe des Schraubendrehers 18 durch eine Höheneinstellschraube 20 variiert werden, die in die Bodenfläche der Aufnahme 17 hineingedreht ist und die Kopffläche 18111 des Schraubendrehers beaufschlagt.

    [0021] Auf der Hülse 8 ist eine Spannbüchse 21 in Längsrichtung geführt. Gegen einen oberen radial einwärts gerichteten Bund 22 der Spannbüchse 21 tritt das eine Ende einer Druckfeder 23, die sich ihrerseits an einer auswärts gerichteten Schulter 24 der Hülse abstützt. Somit wird die Spannbüchse 21 in Aufwärtsrichtung belastet. Eine Begrenzung erhält die Spannbüchse bei nicht eingestecktem Schraubendreher 18 durch einen Sprengring 25 der Hülse 8. Gemäß Fig. 2 und 3 beaufschlagt eine geneigt stehende Spannfläche 26 der Spannbüchse 21 eine in einer Radialbohrung 27 der Hülse 8 angeordnete Klemmkugel 28 in Einwärtsrichtung, die gegen eine Mehrkantfläche des Schraubendrehers drückt und diesen somit in der Aufnahme 17 fesselt. Zwischen der Spannbüchse 21 und der Kupplungshülse 10 ist eine Betätigungshülse 29 geführt, die einen vor dem Stirnrand 10' der Kupplungshülse 10 liegenden Ringabschnitt 30 besitzt. Das innere Ende der Betätigungshülse 29 formt einen den Bund 22 der Spannbüchse 21 übergreifenden Kragen 30". In der in Fig. 2 veranschaulichten Grundstellung liegt der Kragen 30" flächig an dem Bund 22 an, während der Stirnrand 10' der Kupplungshülse 10 vor der von dem Ringabschnitt 30 gebildeten Stufe 30' liegt.

    [0022] Der Ringabschnitt 30 formt mit seinem unteren freien Ende einen den Schraubendreher 18 umgebenden Rand R. Vor diesem sitzt ein Schraubenzentrier-Haltering 31. Zur Fixierung desselben dient eine in dem Ringabschnitt 30 vorgesehene Innenringnut 32 zur Aufnahme einer Ringfeder 33, die in eine Außennut 34 des Schrauben-Halteringes 31 eingreift und diesen fixiert. In einer stirnseitigen Ausnehmung trägt der Haltering 31 einen Haftmagneten 35, der mit einer dem Schraubenkopf 19' angepaßten Höhlung 35' versehen ist. Letztere setzt sich fort in eine Durchtrittsöffnung 36 für den Schraubendreher 18, welche Durchtrittsöffnung mit einer Öffnung 37 des Halteringes 31 fluchtet. Zufolge des Halteringes 31 ist der auf das die Schraube aufnehmende Bauteil aufsetzende Rand R vorverlegt. Demgemäß stellt nun die Stirnfläche des Schrauben-Halteringes 31 den aufsetzenden Rand R' dar.

    [0023] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß sich zwischen dem Kragen 30" der Betätigungshülse 29 und dem unteren Ende der Spannzapfenhülse 2 ein Freiraum 38 erstreckt, der eine Relativverlagerung der Betätigungshülse 29 mit Kupplungshülse 10 zur Spannzapfenhülse 2 zuläßt.

    [0024] Soll eine Schraube 19 eingedreht werden, so kann diese mittels des Haftmagneten 35 an der Klinge 18" des Schraubendrehers 18 fixiert werden. Beim Einschrauben verläuft der Kraftfluß von der Spannzapfenhülse 2 zur Hülse 8 unter Mitnahme des Schraubendrehers 18, welcher die Schraube eindreht. Ist eine entsprechende Einschraubtiefe erreicht, setzt der Rand R' auf das Bauteil auf, und mit dem weiteren Einschrauben führt dieses zu einer Relativverschiebung zwischen Spannzapfenhülse 2 mit Hülse 8 zum Schrauben-Haltering 31 mit Betätigungshülse 29 und Kupplungshülse 10. Hierbei gelangen die Kupplungskugeln 4 in den Ausweichraum 16 der Kupplungshülse 10, so daß die Kupplungskugeln über die Seitenflanken der bogenförmigen Nuten 7 in Auswärtsrichtung gesteuert werden, vergl. Fig. 3 und strichpunktierte Darstellung in Fig. 5. Dann wird die Hülse 8 mit dem Schraubendreher 18 nicht mehr mitgenommen. Dies zeigt dem Benutzer an, daß die Einschraubtiefe erreicht ist. Die bei der Relativverschiebung zusammengedrückte Druckfeder 12 kann sich nach Abnehmen des Schraubkopfes entspannen und führt die Kupplungshülse 10 mit Betätigungshülse 29 in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 und 2 zurück.

    [0025] Soll ein Auswechseln des Schraubendrehers 18 vorgenommen werden, so ist der mit einer Kordierung versehene Ringabschnitt 30 zu erfassen und die Betätigungshülse 29 in Einschraubrichtung x zu schieben. Dabei wird über den Kragen 30" der Betätigungshülse 29 die Spannbüchse 21 mitgenommen. Deren Spannfläche 26 gibt die Klemmkugel 28 frei, so daß der Schraubendreher 18 abgenommen werden kann. Bspw. kann dieses Abnehmen gleichzeitig mit dem Abziehen des Ringabschnittes 31 erfolgen. Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, verändert bei diesem Vorgang die Kupplungshülse 10 ihre Lage nicht zur Spannzapfenhülse 2 und demgemäß zur Hülse 8. Nach Loslassen der Betätigungshülse 29 führt die zuvor gespannte Druckfeder 23 die Spannbüchse 21 und damit die Betätigungshülse 29 in die Grundstellung gemäß Fig. 2 zurück.

    [0026] Gleiche Bauteile der in den Fig. 7 bis 10 dargestellten zweiten Ausführungsform tragen gleiche Bezugsziffern.

    [0027] Das untere freie Ende 8" der Hülse 8 ist dort stufenförmig abgesetzt. Hierdurch wird eine Ringschulter 40 erzeugt, an welcher sich das eine Ende einer Schraubendruckfeder 23 abstützt. Das andere Ende derselben findet einen Anschlag an einer Ringschulter 41 einer auf der Hülse 8 verlagerbaren Tragbüchse 42. Die Ringschulter 41 verbindet zwei unterschiedliche Führungsflächen der Tragbüchse 42. Das stufenförmig abgesetzte freie Ende 42' der Tragbüchse 42 setzt sich in einen in Einschraubrichtung vorstehenden Flügel 43 fort. Letzterer ist im Querschnitt segmentförmig gestaltet derart, daß seine innenliegende ebene Fläche 43' mit einer Flanke der im Querschnitt sechskantigen Aufnahme 17 fluchtet, vergl. insbesondere Fig. 8. Um dies ermöglichen zu können, ist das Ende 8" der Hülse 8 mit mit einer entsprechenden Aussparung 44 versehen, so daß sich der Flügel 43 mit dem auf gleicher Höhe liegenden Restquerschnitt des Endes 8" zu einer Kreisform ergänzt. Die Länge der Aussparung 44 ist größer als die Länge des Flügels 43.

    [0028] In dem Flügel 43 befindet sich eine quer zur Längsrichtung der Tragbüchse 42 angeordnete Höhlung 45 zur Aufnahme einer Klemmkugel 46. Deren Durchmesser ist größer als die in radialer Richtung liegende Dicke des Flügels 43. Ein Herausfallen der Klemmkugel 46 aus der Höhlung 45 wird durch den zugestemmten Rand 47 verhindert. Es ist jedoch gewährleistet, daß die Klemmkugel 46 in radialer Richtung ein ausreichendes Spiel besitzt.

    [0029] Sowohl das freie Ende 8" der Hülse 8 als auch der Flügel 10 werden von einer Spannbüchse 48 umfaßt. Diese ist im Klemmsitz auf dem Außenumfang des Hülsen-Endes 8" angeordnet, und zwar so, daß der Flügel 43 von diesem Klemmsitz nicht erfaßt ist, sondern seine freie Beweglichkeit behält.

    [0030] Die Spannbüchse 48 bildet eine zum freien Ende hin keilförmig abfallende innenseitige Spannfläche 49 aus, die mit der Klemmkugel 46 zusammenwirkt. Die Spannfläche 49 setzt sich über eine Abstufung in eine Höhlung 50 fort, die dem Außenumfang des abgesetzten Endes 42' der Tragbüchse 42 angepaßt ist unter Gewährung einer Verschieblichkeit der Tragbüchse 42.

    [0031] Bei in der Aufnahme 17 befindlichem Schraubendreher 18 bewirkt die Druckfeder 23 eine Verlagerung der Tragbüchse 42 entgegen Einsteckrichtung des Schraubendrehers. Hierdurch wird der Flügel 43 mit seiner Klemmkugel 46 in Abwärtsrichtung verlagert, wobei die Klemmkugel 46 sich an der Spannfläche 49 abstützt und dadurch eine Klemmkraft auf den Schaft 18' des Schraubendrehers 18 ausübt, vergl. Fig. 7 und 8. Tritt eine Zugkraft am Schraubendreher 18 auf, so verstärkt sich die Klemmkraft.

    [0032] Die bis zur Spannbüchse 48 reichende Kupplungshülse 10 ist am freien Ende mit einem Innengewinde ausgestattet, in welches das Außengewinde einer Betätigungshülse 29' eingreift. Letztere sitzt drehbar auf der Tragbüchse 42 und Spannbüchse 48. Das freie Ende der Betätigungshülse 29' ist zu einem vorstehenden, mit einer Rändelung versehenen Ringabschnitt 30 geformt, welcher mit seinem unteren freien Ende einen den Schraubendreher 18 umgebenden Rand R bildet. Auf dem Außengewinde der Betätigungshülse 29' läuft eine Kontermutter 50. Nach Einstellen der gewünschten Einschraubtiefe wird die Kontermutter 50 gegen die Stirnfläche F der Kupplungshülse 10 verspannt. Dann verändert die Betätigungshülse 29' nicht ungewollt ihre Lage zur Kupplungshülse 10.

    [0033] Durch das stufenförmig abgesetzte Ende 42' der Tragbüchse 42 wird eine Gegenschulter 53 erzeugt, die in Grundstellung gemäß Fig. 7 mit Abstand zu einer Schulter 52 der Betätigungsbüchse 29' liegt.

    [0034] Beim Einschrauben einer Schraube 19 verläuft der Kraftfluß von der Spannzapfenhülse 2 zur Hülse 8 unter Mitnahme des Schraubendrehers 18, welcher die Schraube 19 eindreht. Ist eine entsprechende Einschraubtiefe erreicht, setzt der Rand R auf das strichpunktiert angedeutete Bauteil 51 auf, und mit dem weiteren Einschrauben führt dieses zu einer Relativverschiebung zwischen Spannzapfenhülse 2 mit Hülse 8 zur Betätigungshülse 29' mit Kupplungshülse 10. Hierbei gelangen die Kupplungskugeln 4 in den Ausweichraum 16 der Kupplungshülse 10, wobei sie über die Seitenflanken der bogenförmigen Nuten 7 in Auswärtsrichtung gesteuert werden, vergl. Fig. 9. Dann wird die Hülse 8 mit dem Schraubendreher 18 nicht mehr mitgenommen. Dies zeigt dem Benutzer an, daß die Einschraubtiefe erreicht ist. Die bei der Relativverschiebung zusammengedrückte Druckfeder 12 kann sich nach Entfernen des Schraubkopfes von dem Bauteil 51 entspannen und führt die Kupplungshülse 10 mit Betätigungshülse 29' in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 7 zurück.

    [0035] Soll ein Auswechseln des Schraubendrehers 18 vorgenommen werden, so ist die Betätigungshülse 29' mit der Kupplungshülse 10 über die Entkupplungsstellung hinaus in der angezeigten Pfeilrichtung zu verlagern. Dabei beaufschlagt die Schulter 52 der Betätigungshülse 29' die Gegenschulter 53 der Tragbüchse 42 und verschiebt diese in die Stellung gemäß Fig. 10. Die Druckfeder 23 wird durch die Tragbüchse 42 gespannt, und die Klemmkugel 46 wird über den Flügel 43 mitgenommen. Sie gelangt dadurch aus der Klemmstellung zwischen Spannfläche 49 des Spannringes 48 und Schaft 18'. Der Schraubendreher 18 kann dann leicht entnommen werden. Nach Freigabe der Betätigungshülse 29' führt die Druckfeder 12 die Kupplungshülse 10 in ihre Anschlagstellung zurück, während die Druckfeder 23 die Tragbüchse 42 verschiebt, bis deren Gegenschulter 53 den zugekehrten Stirnrand 48' der Spannbüchse 48 beaufschlagt.

    [0036] Da zum Zwecke des Abziehens des Schraubendrehers die Verlagerung der Betätigungshülse 29' in Einsteckrichtung des Schraubendrehers erfolgt, besteht nicht die Gefahr eines Herausziehens des Schraubkopfes aus der Halterung an der Bohrmaschine oder eines ähnlichen Geräts.

    [0037] Die Kontermutter 50 bildet mit ihrer dem Ringabschnitt 30 zugekehrten Fläche den Stirnrand 10' der Kupplungshülse 10, wodurch die Verstellung der Betätigungshülse 29' in der einen Richtung begrenzt wird. Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.


    Ansprüche

    1. Schraubkopf mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Auskuppeln des Schraubendrehers beim Erreichen einer bestimmten Einschraubtiefe, in welcher Stellung ein den Schraubendreher umgebender Rand auf das die Schraube aufnehmende Bauteil aufsetzt und durch Längsverschiebung einer Kupplungshülse entgegen Federwirkung eine Kupplung zwischen einer Spannzapfenhülse des Schraubkopfes und dem mittels quergerichteter Klemmglieder auswechselbar in einer zentrischen Aufnahme gehaltenen Schraubendreher auskuppelt, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrische Aufnahme (17) in einer relativ zur Spannzapfenhülse (2) gelagerten und zu dieser entkuppelbaren, den Schraubendreherquerschnitt formschlüssig aufnehmenden Hülse (8) angeordnet ist, relativ zu welcher eine Betätigungshülse (29, 29') sitzt, die einen vor dem Stirnrand (10') der Kupplungshülse (10) liegenden Ringabschnitt (30) ausbildet, mit ihrem unteren freien Ende den Rand (R) formt und die entgegen Federwirkung verschiebbar ist, in welcher verschobenen Stellung sie die Klemmglieder (21, 28 bzw. 46, 48) zur Halterung des Schraubendrehers (18) freigibt.
     
    2. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungshülse (29) aus ihrer Anschlagstellung zur Kupplungshülse (10) in Einschraubrichtung (x) verschiebbar ist.
     
    3. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannzapfenhülse (2) zusätzlich über Kugeln (6) in der Kupplungshülse (10) gelagert ist, welche Kugeln (6) sich schraubendreherseitig der Kupplungskugeln (4) befinden und in eine Ringnut (9) des Schaftes (8') der Hülse (8) eingreifen.
     
    4. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche der Aufnahme (17) eine Höhen-Einstellschraube (20) als Anschlag für die Kopffläche (18"') des Schraubendrehers (18) aufweist.
     
    5. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Rand (R) des Ringabschnittes (30) ein Schraubenzentrier- und/ oder Haltering (31) ansetzbar ist.
     
    6. Schraubkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrauben-Haltering (31) mit einem Haftmagneten (35) bestückt ist, der außenseitig einer ,Durchtrittsöffnung (37) für den Schraubendreher (18) sitzt.
     
    7. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Betätigungshülse (29') und Kupplungshülse (10) zueinander gewindeverstellbar angeordnet sind und die Verlagerung beider Teile über die Entkupplungsstellung hinaus die Halterung des Schraubendrehers (18) freigibt.
     
    8. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Verstellgewinde eine Kontermutter (50) zugeordnet ist.
     
    9. Schraubkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schraubendreher-Querschnitt aufnehmende Hülse (8) von einer Tragbüchse (42) für das eine als Kugel (46) ausgebildete Klemmglied umgeben ist, welche in Einschraubrichtung federbelastet ist und die Kugel (46) in der Höhlung (45) eines in Einschraubrichtung vorstehenden Flügels (43) aufnimmt, der von einer das zweite Klemmglied bildenden, von der den Schraubendreherquerschnitt aufnehmenden Hülse (8) gehaltenen Spannbüchse (48) umfaßt ist, außenseitig welcher die Betätigungshülse (29') liegt, die eine Schulter (52) aufweist, welche mit Abstand zu einer Gegenschulter (53) der Tragbüchse (42) liegt.
     
    10. Schraubkopf nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Flügel (43) einem den unrunden Querschnitt der Hülse (8) formenden Segment entspricht und die Spannfläche (49) der Spannbüchse (48) sich über den gesamten Umfang der Innenflanke erstreckt.
     




    Zeichnung