[0001] Verteileraggregat für mit einem strömungsfähigen Wärmetauschermedium arbeitende Heizungs-
und/oder Kühlanlagen zum Anschluß einer Mehrzahl-Zweigleitungen an Haupt- Vorlauf-
und-Rücklaufleitungen, mit einer Mehrzahl gleicher oder gleichartiger Verteilerelemente,
die mit Armaturen einer Regelstrecke wie Absperr-, Drossel-, Regel- und Umlenkelemente,
Förderpumpen u. dgl. versehen, in Nebeneinanderanordnung paneelartig zusammengefaßt
und von einer Wärmeisolierung umgeben sind.
[0002] Bei wärmetechnischen Energieversorgungsanlagen durch die ein Medienstrom geleitet
wird, werden im allgemeinen zur Teilung dieses Volumenstromes horizontal gelegene,
aus einzelnen Rundrohren hergestellte Verteilerstöcke gebaut. Solche horizontal gelegenen
Verteilerstöcke dienen der Aufgabe, vorlauf- und rücklaufseitig durchfließende Medien
in Einzelgruppen senkrecht nach oben zu teilen. Diese senkrecht zum Verteilerstock
angeordneten Einzelgruppen bestehen ebenfalls aus Rundrohren zwischen die durch Gewinde-oder
Flansch verbindungen Pumpen, Absperrventile, sowie Steuer-, Meß-, und Reglerkörper
eingebaut sind.
[0003] Aufgabe dieser Einzel- Vor- und-Rücklaufgruppen ist es, das hindurchfließende Medium,
den Anforderungen entsprechend geregelt und gesteuert, den Verbrauchereinheiten zuzuführen.
Bei wärmetechnischen Anlagen wie z.B. Zentralheizungen besteht die Forderung, die
erzeugte Wärme möglichst rasch und ohne Verluste an den Wärmeabnehmer weiterzuleiten.
[0004] Die Verteilerstöcke und die senkrechten Einzelgruppen, die z.B. bei Zentralheizungsanlagen
im Kesselraum untergebracht sind, müssen nach Normvorschrift eine Rohrisolierung gegen
Wärmeverluste erhalten. Fast ausschließlich nur in Großanlagen werden hier auch die
Ventile, Pumpenkörper, Reglerkörper sowie Flansche und Muffen gegen Wärmeverluste
isoliert. Bei kleineren wärmetechnischen Anlagen wird aus wirtschaftlichen Gründen
und aus Gründen der schwierig anzubringenden Gesamtwärmedämmung über alle Armaturen
hinweg meist auf diese so wichtige Isolierung verzichtet.
[0005] Aus den vorbeschriebenen Schwierigkeiten werden heute Wärmeverteilungsanlagen nur
rohrseitig, nicht aber - wie das jetzt in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich
vorgeschrieben ist - auch ventilkörperseitig isoliert.
[0006] Zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeabgabe ist ein sehr wesentliches wärmeführendes
Zwischenglied in Form von Wärmeverteilungsanlagen eingeschaltet, das bei bekannten
Anlagen nicht den heutigen Anforderungen zur Einsparung von Wärmeenergie entspricht.
Es ist auch nicht möglich, mit herkömmlichen Werkstoffen und Aufbauten an der Baustelle
die gestellten Forderungen zu erfüllen.
[0007] Um welche Größenordnungen an Gesamtwärmeverlusten es bei diesen Anlagen in Zentralheizungsanlagen
geht, zeigen nachfolgende Zahlen:
In der Bundesrepublik Deutschland werden zur Zeit 4,8 Millionen ölbefeuerte Anlagen
überwacht und auf ihre Abgasverluste überprüft. Nimmt man diese nur kleine Anzahl
der in Wirklichkeit betriebenen Zentralheizungsanlagen in Deutschland als Grundlage,
so ergibt sich folgendes Bild:
Auf der Basis einer mittleren Warmwasserheizungsvorlauftemperatur von 50°C, über den
ganzen Tag gerechnet, und einer Umgebungstemperatur von 20°C, gibt ein nicht isolierter
Ventilkörper mit der Nennweite DN 50 ca. 90 Watt pro Stunde an Wärme ab.
[0008] In der Regelgruppe einer mittleren Warmwasser-Zentralheizungsanlage sind eingebaut:
2 Vorlaufventile, 2 Rücklaufventile, 1 Regelventil, 1 Umwälzpumpe, insgesamt 6 Ventile
für jede Regelgruppe. Im Durchschnitt hat jede Zentralheizungsanlage jedoch zwei Regelgruppen
mit 12 Ventilkörpern, die zu einem Wärmeverlust von 1080 Watt/h führen (mit nicht
isolierten Ventilkörpern).
[0009] Bei einem 24-Stunden-Betrieb ergibt das einen Wärmeverlust von ca. 26.000 Watt h/Tag
= 26 kWh/Tag. Sezt man eine Heizperiode von ca. 210 Heiztagen in Rechnung, so ergibt
das 26 x 210 = ca. 5460 kWh/Jahr, bei den eingangs erwähnten 4,8 Millionen z. Zt.
überwachten Zentralheizungsanlagen ergibt sich so ein Wärmeverlustvolumen von ca.
26,2 Millionen MWh = 26.200 GWh.
[0010] Durch die DE-AS 2 014 093 ist es bekannt, ein Verteileraggregat als frei im Raum
aufragende Vierkantsäule mit einzelnen paneel-artig ausgebildeten Begrenzungsteilen
zu versehen, wobei die Verteilerrohre rechteckförmigen Querschnitt haben und von unten
ringförmig angeordneten Querverteilern hochragen. Die Installation ist dort jedoch
wieder in herkömmlicher Weise mit ausschließlich außen angeordneten Armaturen ausgeführt,
was zu den zuvor beschriebenen Nachteilen führt,
[0011] Ausgehend von dem eingangs genannten Verteileraggregat liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, dieses Aggregat so weiterzubilden, daß bei vereinfachter und verbilligter
Fertigung die Strömungsvorgänge wirtschaftlich verbessert und die Verluste an Wärmeenergie
wesentlich herabgesetzt werden.
[0012] Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemäß die Verteilerelemente einzelner
Strömungskreise zu einheitlichen Verteilersäulen mit integriert eingebauten Armaturen
und mindestens einer Vorlaufkammer und einer Rücklaufkammer zusammengefaßt.
[0013] Durch die Ausbildung aus einheitlichen Verteilersäulen für die einzelnen Strömungskreise
ist das ganze Verteileraggregat außergewöhnlich kompakt mit geringem Volumen und entsprechend
kleiner Außenfläche auszuführen, daher auf einfache Weise auch als Ganzes nach außen
hin zu isolieren. Die Wärme abgebenden Flächen sind ferner dadurch gemindert, daß
nahezu die gesamten für die unterschiedlichen Steuerungs- und Regelvorgänge benötigten
Armaturen innerhalb der Wandungen der einzelnen Verteilersäulen untergebracht sind,
selbst also keinerlei Wärme nach außen abgeben können. Es sind daher in der Regel
auch keine Verbindungsleitungen zwischen die unmittelbar aneinandergrenzenden Säulenkammern
einzuziehen. Da Vorlauf- und Rücklaufkammer unmittelbar aneinandergrenzen, tritt dort
nur die ohnehin in den jeweiligen Strömungskreisen notwendige Wärmeverschiebung durch
Anheben der Rücklauftemperatur vor der Einleitung in den Kessel ein.
[0014] Die einzelnen Verteiler können praktisch vollständig vom Herstellungsbetrieb fertiggestellt
werden. Sie sind nur an einer Halteruung anzubringen, miteinander und mit ihren Außenanschlüssen
zu verbinden. Auf diese Weise wird die Herstellung auf industrieller Basis außergewöhnlich
vereinfacht und verbilligt, und trotzdem ist eine Anpassung an die unterschiedlichsten
Anforderungen möglich. Dabei lassen sich auch die Verteilersäulen so gestalten, daß
die Strömungsvorgänge weitgehend optimal gegen geringe Widerstände ablaufen können,
und das Wärmeträgervolumen läßt sich sehr genau und wirtschaftlich auf die Wärmeerzeuger,
Verbraucher u. dgl. abstimmen. Daher lassen sich auch Pumpen-, Regel- und Steuereinrichtungen,
Ventile, Wärmeschutz u. dgl. besonders wirtschaftlich dimensionieren. Infolge geringerer
Gesamtoberfläche werden die Isolierungen insgesamt vereinfacht und die Wärmeverluste
herabgesetzt.
[0015] Bei der Paneel-Ausführung läßt sich das ganze Aggregat durch Anstoßen an der Decke
exakt ausrichten, so daß sich auch die Rohranschlüsse am Verteileraggregat und am
Gebäude einander genau in der vorgegebenen Höhe zuordnen lassen. Man kann also bereits
verlegen, bevor das Aggregat geliefert und eingebaut ist. Dessen Herstellung wird
wiederum durch die kompakte Anordnung unabhängig davon vereinfacht, wie es aufgebaut
und gesteuert wird. Man kann das ganze Aggregat leicht mit einer dichten wärmedämmenden
Umhüllung versehen und auch gegen Wärmeverluste geschützt im Gebäude einbauen.
[0016] Die Wärmedämmung kann im Prinzip nach Fertigstellung des Paneels vorgenommen werden,
grundsätzlich auch an der Baustelle, vorzugsweise jedoch bei der Vormontage, und gerade
bei dem letzten Verfahren empfiehlt es sich, die Hohlsäulen wenigstens an den Paneel-Außenflächen
mit einer vorgefertigten, fest an ihrer Wandung angebrachten 1Värmedämmlage mit Durchbrechungen
nur für den notwenigen Anschluß von Anzeige- und Bedienungselementen zu versehen.
[0017] Die einzelnen Verteilersäulen, die auch waagerecht orientiert sein können, lassen
sich grundsätzlich einstückig in eine gemeinsame Hohlplatte einordnen, die durch zahlreiche
Trennwände in einzelne, nebeneinanderliegende Strömungskanäle unterteilt ist. Dabei
können allerdings Wärmeübertragungen zwischen eingeschalteten und abgeschalteten Stromkreisen
entstehen. Aus diesem Grunde werden zweckmäßigerweise die jedem Strömungskreis zugeordneten
Doppelkammer-Hohlsäulen unter Zwischenabständen voneinander vorgesehen und gegeneinander,
insbesondere unter fest auf ihren Seitenflächen angebrachte Wärmedämmschichten isoliert.
Grundsätzlich kann somit jede Verteilersäule umfangsschlüssig mit einer Isolierschale
umhüllt sein, welche die Wärmeabgabe praktisch nach allen Richtungen herabsetzt.
[0018] An Kopf- oder Fußenden der Verteilersäulen werden zweckmäßigerweise Querverteiler
für Gesamtvor- und Rücklauf angeschlossen, insbesondere angeformt. Auch derartige
Querverteiler lassen sich vorfertigen und ggf. mit Klemmverbindungen an entsprechenden
Ubergangsöffnungen in den Hohlsäulen anschließen, sie können aber auch einstückig
angeformt sein. Ein solcher Querverteiler kann stirnseitig am oberen, ein anderer
stirnseitig am unteren Ende angebracht werden, sich also vollständig in die Umrißform
eines Paneels einordnen lassen.
[0019] Das Verteileraggregat sollte wenigstens eine in seiner Ebene längs der Einzel-Verteilungssäulen
angeordnete Haupt- verteilersäule zum Durchleiten des gesamten Wärmeträgermediums
für alle anzuschließenden Zweigleitungen aufweisen. Auf diese Weise ist eine Voreinstellung
bzw. Einregelung im gesamten Wärme- bzw. Kältekreislauf der Anlage möglich, ohne daß
dies bemerkenswerte Wärmeverluste verursacht bzw. nach außen störend in Erscheinung
tritt. Wenn auch normalerweise gleiche Querschnitte für die einzelnen Hohlsäulen und
deren Kammern angestrebt werden, so lassen sich doch diese Kammern innerhalb des Verteileraggregates
unterschiedlich breit ausbilden und damit dem Volumen der strömenden Medien anpassen.
[0020] In den Verteilersäulen läßt sich jeweils eine thermostatisch steuerbare Förderpumpe
anbringen, wobei insbesondere deren Verbindungsteile für den außen angebrachten Antriebsmotor
durch die Frontisolierung hindurchgeführt sind. Man kann so die einzelnen Strömungskreise
je nach Wärmebedarf aktivieren bzw. die Temperaturen der strömenden Medien beeinflussen.
[0021] Aus der tragenden Wandung der Verteilersäulen lassen sich Anschlußrohrstutzen durch
die Isolierhülse nach außen führen und vorzugsweise mit einem angeformten Isoliermantelstutzen
umgeben. Man braucht dann nach Herstellen der Rohranschlüsse die Isolierung nur mit
Abstand von der Hohlsäule zu vervollständigen.
[0022] Jeder Verteilersäule lassen sich Wärmeübertragungsmittel zum übertragen von Wärme
von einer Säulenkammer, durch die Ebene einer Trennwand hindurch, in die benachbarte
Säulenkammer zuordnen. Während dies normalerweise gesonderte, meist freiliegende Leitungsverbindungen
notwendig machte, bleibt hier nur eine einzige, leicht zu überwindende Barriere. Auf
diese Weise läßt sich vor allem die Rücklauftemperatur vor Einleitung in den Kessel
anheben, damit die Taupunktgrenze im Wärmeerzeuger nicht unterschritten wird
[0023] Im Einwirkungsbereich der Förderpumpe läßt sich so zwischen beiden Säulenkammern,
insbesondere in der Trennwand, wenigstens eine Durchtrittsöffnung vorsehen, und dieser
können Stellmittel zur Einstellung oder Regelung der durch diese Durchtrittsöffnung
hindurchgeführten Strömung zugeordnet sein.
[0024] Die Durchtrittsöffnung kann auch als beide Säulenkammern verbindender, insbesondere
kanalförmiger Bypass mit wenigstens einem Absperrelement, insbesondere einem Drosselelement
ausgebildet sein.
[0025] Es lassen sich ferner der Durchtrittsöffnung Strömungs- leitmittel zum Leiten der
Strömung in der/Durchtrittsöffnung nachgeschalteten Säulenkammer zuordnen. Beispielsweise
können diese Leitmittel,etwa Lamellen, in der nachgeschalteten Säulenkammer stromaufwärts
der Durchtrittsöffnung vorgesehene, längs der Säulenkammer ausgerichtete Leitelemente
zum weitgehend laminaren Einleiten der Hauptströmung und stromabwärts der Durchtrittsöffnung
zur Längsrichtung der Säulenkammer unterschiedlich geneigte Wirbel-und/oder Mischer-Leitelemente
aufweisen. So lassen sich einmal die beiden Teilströmungen in der jeweils gewünschten
Weise auf kürzestem Wege zusammen- und ineinanderführen und dann gründlich mischen,
damit man mit nur geringem Abstand von den Mischelementen und daher in Sekundenschnelle
schon die u.U. für weitere Regelvorgänge benötigte Temperatur messen kann. Auf diese
Weise läßt sich auch die Länge der Regelstrecke bzw. der Säulen verkürzen.
[0026] Der oder einer weiteren Durchtrittsöffnung zwischen beiden Säulenkammern wird vorzugsweise
ein thermostatisch regelbares Mischventil zugeordnet, das die Leitströmung selbsttätig
nach einer ertasteten Temperatur einstellt und ggf. elektronisch gesteuert werden
kann.
[0027] Das Mischventil wird zweckmäßigerweise als Mehrwegeventil ausgebildet, das mit wenigstens
einer Säulenkammer mittels zweier getrennter Anschlüsse verbunden ist. So läßt sich
ein Vierwegeventil in der Durchtrittsöffnung anbringen und jeweils mit den stromaufwärtigen
und stromabwärtigen Teilen beider Säulenkammern in Verbindung bringen.
[0028] Es kann auch einem Ventilanschluß ein gesondertes Absperrorgan zur Funktionsänderung
als Dreiwegeventil zugeordnet werden. Besser ist es noch, das Mehrwegeventil in einer
Säulenkammer, insbesondere der Rücklaufkammer, durch eine Kurzschlußverbindung zu
überbrücken und das Abschaltorgan als Umschaltorgan auszubilden, das wahlweise die
Kurzschlußverbindung oder den Ventilanschluß absperrt.
[0029] Die Wandungen des Vierwegeventils können mittels dessen Anschlüsse beide Säulenkammern
unterteilen, wobei zweckmäßigerweise die unter seitlichem Zwischenabstand voneinander
vorgesehenen Endteile beider Säulenkammern sternför-. mig vom Vierwegeventil ausgehen.
[0030] Wenigstens eine Verteilersäule kann auch einen Wärmemengenmesser mit Temperaturtastern
in beiden Säulekammern aufweisen.
[0031] Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenigstens in der Hauptverteilersäule
die Wärmeübertragungsmittel in abgeteilten Längsschächten beider Kammern der Verteilersäule
anzuordnen. Mindestens in dem abgeteilten Längsschacht einer der beiden Säulenkammern
läßt sich dann die bzw. eine Förderpumpe anbringen, die saug- oder druckseitig an
ihrem Schacht angeschlossen sein kann.
[0032] Es lassen sich auch die beiden Längsschächte an einem Ende durch einen die Durchbrechung
begrenzenden gemeinsamen Umlenkbogen begrenzen. Man kann daher durch Einschalten der
Pumpe eine Umkehrsteuerung in Gang setzen, die auf einer U-förmigen Schleife einen
Teil der Strömung aus der Vorlaufkammer in die Rücklaufkammer überführt. Am auslaßseitigen
Ende des stromabwärts liegenden Längsschachtes sollte dann möglichst wieder eine Mischeinrichtung
zum Durchmischen der Schachtströmung mit der restlichen Kammerströmung vorgesehen
sein..
[0033] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist gekennzeichnet durch die Ausbildung
der Wärmeübertragungsmittel als beide Säulenkammern thermisch verbindende, insbesondere
eine dazwischen angeordnete Trennwand im'wesentlichen strömungsmitteldicht durchsetzende
Wärmeübertragungselemente mit großen Wärmetauscherflächen in beiden Längsschächten.
Solche Wärmeübertragungsmittel sind an sich bekannt und bedürfen keiner gesonderten
Energiezufuhr, um den Wärmeübergang zu verbessern, sie lassen sich aber durch Einschalten
einer Pumpe auf wenigstens einer Seite aktivieren, da auf diese Weise das Wärmegefälle
und damit der Wärmedurchgangsstrom vergrößert wird. Man braucht jedenfalls so nicht
das Wärmeträgermedium aus der einen Kammer in die andere umzuleiten, sondern nur durch
die Trennwand hindurch aufzuheizen (oder abzukühlen).
[0034] So lassen sich Wärmeübertragungselemente einsetzen, die nach Art von "heat pipes"
jeweils einen rohrförmigen Hohlkörper aufweisen, der mit einem strömungsfähigen, schnell
reagierenden Wärmetauschermittel bzw. Kältemittel gefüllt ist, dessen Kondensationstemperatur
etwas über der Temperatur der Rücklaufkammer liegt. Es bildet sich dann eine Strömung
im oberen Teil entgegengesetzt zur Strömung im unteren Teil des querliegenden Hohlkörpers
aus, wobei das zunächst dampfförmige Kältemittel in der Rücklaufkammer kondensiert,
in die Vorlaufkammer zurückfließt und dort durch Erwärmung bei der höheren Temperatur
wieder verdampft. Solche Vorrichtungen sind u.a. bekannt durch "Gesundheits Ingenieur,
1976, S. 164-167" und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
[0035] Die einzelnen Verteilersäulen lassen sich mit insbesondere durch eine Wärmedämmschicht
hindurch an einer tragenden Wand zu befestigenden Halteschiene versehen, die vorzugsweise
durch seitlich vorspringende Anschlußflansche gebildet sind und dann zum Beispiel
mit solchem Abstand zum Korpus der Verteilersäule abgewinkelt sein können, daß sie
den Rand einer Wärmedämmlage umgreifen und diese halten.
[0036] Es können auch die Wärmedämmlagen benachbarter Verteilersäulen einen Abstand für
einen Zwischenraum zur Aufnahme zusätzlicher Einrichtungen wie elektrische Leitungen
und Installationsteile haben. Diese Räume müssen in der Regel nicht abisoliert werden,
sondern können auf einfache Weise mit einem Deckstreifen nach außen abgeschlosssen
sein.
[0037] Dabei werden zweckmäßigerweise die Anschlußflansche Z-förmig mit einander übergreifenden
Randteilen ausgebildet. Für benachbarte Säulen kann man dann die gleichen Schrauben
verwenden. An den Halteschienen bzw. Anschlußflanschen werden insbesondere U-förmige
Führungsschienen für herausnehmbar einzufügende Geräteteile vorgesehen, die sich dadurch
leicht und schnell befestigen und ggf. auswechseln lassen.
[0038] Dem Verteileraggregat angepaßt ist ferner eine mit gleicher Höhe (bzw. Länge) und
Tiefe seitlich an das Aggrgat anschließend, insbesondere in dieses integriert eine
Steuer-und Regelsäüle mit einzeln herausnehmbaren Einschüben für Meß-, Steuer- und
Regelgruppen. Wenigstens zum Paneel hin kann auch diese Säule durch eine Wärmedämmlage
abgeschirmt sein.
[0039] Die Erfindung verfolgt ferner die Aufgabe, die Querverteileranordnung so zu gestalten,
daß sich die einzelnen Säulenkammern ohne weiteres anschließen lassen, und dies geschieht
erfindungsgemäß vor allem dadurch, daß beide Querverteiler die Verteilersäulen innerhalb
deren Außenflächen durchsetzende Strömungskanäle aufweisen. Diese Strömungskanäle
lassen sich dann innerhalb der Verteilersäulen nach Belieben so anordnen, daß sie
mit jeder der beiden Säulenkammern ohne sonderlichen Drosselungseffekt in Verbindung
gebracht werden können. Dies ist verhältnismäßig einfach, wenn man unterschiedliche
oder auch unregelmäßige Querschnitte wählt, aber auch bei regelmäßigen Querschnitten
läßt sich dies ohne sonderliche Schwierigkeiten bewerkstelligen.
[0040] Nach einem weiteren Erfindungsvorschlag werden verschließbare, insbesondere einstellbare
Verbindungsöffnungen zwischen jedem Strömungskanal und wenigstens einer Säulenkammer
einer Verteilersäule vorgesehen. Wenn es sich aus Fertigungsgründen empfiehlt, können
solche Verbindungsöffnungen zu jeder der beiden Kammern vorgesehen werden, und eine
der Öffnungen wird verschlossen. Wesentlich ist aber vor allem, daß man bei gleichem
Kammervolumen den Offnungsquerschnitt für die einzelnen Strömungswege nach Bedarf
einstellen und damit eine Voreinstellung der jeweiligen Volumenströme in Bezug auf
die erwartete Heiz-oder Kühlleistung vornehmen kann.
[0041] Die Strömungskanäle der Querverteiler können grundsätzlich in den Verteilersäulen
fest integriert sein, sie werden aber bevorzugt durch einzelne abdichtbar in der Wandung
der Hohlsäulen angebrachte Rohrelemente gebildet.
[0042] In der Regel ist es ratsam den Strömungskanälen kreisförmigen Querschnitt zu geben,
sie insbesondere durch wenigstens teilweise zylindrische Rohrhülsen zu bilden, unabhängig
davon, ob nun solche Rohrhülsen fest mit den Verteilersäulen verschweißt oder verlötet
sind oder sich auswechselbar abdichtend in diesen anbringen lassen.
[0043] Die Wandung der Strömungskanäle wird zweckmäßigerweise innen mit Gewinde versehen,
das verschiedenen Zwecken dienen kann.
[0044] So können die Verschlußelemente als in den Strömungskanälen angebrachte, insbesondere
in deren Wandung eingeschraubte Drosselelemente ausgebildet sein. Dabei kann es sich
um in Längsrichtung einstellbare Drosselbuchsen oder schwenkbare Drosselschieber handeln.
Die Einstellung wird dabei in der Regel vor der Montage erfolgen, kann aber ggf. auch
nachträglich durch Nippelschlüssel o. dgl. geschehen, wenn die Drosselelemente entsprechende
nach innen ragende Nocken aufweisen.
[0045] Es lassen sich auch die Strömungskanäle der einzelnen Verteilersäulen an ihren Enden
mit gegensinnigem Innengewinde versehen und durch mit gegensinnigem Außengewinde versehene
buchsenförmige Kupplungsmittel zusammenschließen. Auf diese Weise lassen sich dann
auch die einzelnen Verteilersäulen insbesondere über zwischengeschaltete Dichtungsringe
gegeneinander verspannen und abdichten.
[0046] Wenn auch in der Regel die Querverteiler an einem und vorzugsweise dem unteren Säulenende
angebracht sind, so kann es doch zweckmäßig sein, sie in der Mitte der von dort nach
ihren beiden Enden zu den außen vorgesehenen Anschlußleitungen wegragenden Verteilersäulen
anzubringen. Praktisch heißt das, daß man an einer Anschlußstelle jeweils zwei Säulenkammern
unterschiedlicher, entgegengesetzt wegragender Säulen anschließt. Von Fall zu Fall
muß dann entschieden werden, ob die beiden Säulenkammern in Strömungsverbindung bleiben
können oder man im Bereich der Querverteiler eine wenigstens begrenzte Trennung vorsieht,
etwa dergestalt, daß man dort die Verteilersäulen querunterteilt und die beiden Kammern
durch getrennte Öffnungen an den gleichen Strömungskanal oder an unterschiedliche
Strömungskanäle anschließt.
[0047] Ob man nun solche Doppelsäulen oder einfache Hohlsäulen verwendet, im Prinzip können
immer mehrere, insbesondere je zwei Einzel-Verteilerkammern hintereinander angeordnet
sein, Das bereitet natürlich Schwierigkeiten, wenn das Aggregat nur von einer Seite
her zugängig ist, weil man dann durch eine Kammer hindurch oder an dieser vorbei nach
hinten eingreifen müßte, sofern mehr als zwei Teilkammern nicht nebeneinander zu liegen
kommen. In einem solchen Fall empfiehlt es sich daher, zwei Paneele rückseitig aneinander
von entgegengesetzten Seiten zugängig anzuordnen, insbesondere seitlich an eine Gebäudewand
anzufügen. Man baut dann zwar etwa von der Gebäudewand in den Raum hinein, aber dabei
handelt es sich vor allem dann, wenn man Doppelsäulen verwendet, um verhältnismäßig
wenige Kammern, die kaum mehr Raum von der Wand aus benötigen als die von vorn zugängigen
Kammern. Man kann die vom Aggregat ausgehenden Leitungen ohne Umlenkung in unterschiedlichen
Richtungen weiterführen und das Aggregat so abschirmen, daß es weniger störend wirkt.
Durch die kompakte Anordnung werden Wärmeverluste weiter gemindert, und die Isolation
kann durch zusätzliche überdeckung leicht verbessert werden.
[0048] Es lassen sich auch bei Doppelpaneel-Anordnung benachbarte Kammern so auswählen,
daß.sich zwei Hohlsäulen an eine gemeinsame Zwischenwand anschließen. Dies gilt einmal
für zwei Vorlaufkammern, aber auch für Vor- und Rücklaufkammer des gleichen oder eines
temperaturmäßig vergleichbaren Strömungskreises. Entweder sind dann die Temperaturen
in den benachbarten Kammern wenigstens angenähert gleich, oder es wird eine dort ohnehin
meist angestrebte Beeinflussung erzielt.
[0049] Nach einem weiteren Erfindungsvorschlag wird ein Doppelpaneel aus einzelnen langgestreckten
Baueinheiten mit einem Gehäusekasten gebildet, der in Längsrichtung durch einander
kreuzende Zwischenwände unterteilt ist in wenigstens vier nach entgegengesetzten Seiten
geöffnete Teilkammern. In jeder solchen Baueinheit lassen sich dann wengistens zwei
bzw. vier Strömungskreise anschließen d. h. die Breite des Paneels bleibt stets verhältnismäßig
klein.
[0050] Unabhängig davon, wieviele solcher Einzelsäulen oder Baueinheiten man aneinanderfügt,
müssen gesonderte Querverteiler ggf. nur in einem ersten Paneel vorgesehen werden,
wobei Teilkammern mit gleichliegend angeordneten Teilkammern des anderen Paneels mittels
Durchbrechungen in der gemeinsamen Zwischenwand verbunden sind. So kann man auch einen
Querverteiler im ersten Paneel und den anderen im zweiten Paneel anbringen.
[0051] Dies gilt vor allem für den Fall, daß in einer ersten Paneelebene aussschließlich
Vorlaufkammern und in einer zweiten Paneelebene nur Rücklaufkammern vorgesehen sind,
weil insbesondere die Kammern eines Strömungskreises jeweils entgegengesetzt zueinander
angeordnet sind. Anstatt gesonderte Querverteilerelemente vorzusehen, genügt es in
diesem Fall, jeweils die Außenwände bzw. Trennwände in den beiden Paneelen an der
vorgegebenen Stelle zu durchbrechen. Bei sorgfältiger Einteilung kann man gar das
ganze Gehäuse des Verteileraggregates einstückig ausbilden, wenn man jeweils die Rücklaufkammern
mit vergleichbarer Rücklauftemperatur nebeneinander anordnet.
[0052] Während man vornehmlich den integrierten Einbau der Armaturen anstrebt, kann es mitunter
auch zweckmäßig sein, einzelne Armaturen, insbesondere wahlweise, außerhalb der Verteilersäulen
an diesen anzubringen und an die Säulenkammern durch in oder an der Kammerwand vorgesehene
Verbindungsmittel anzuschließen.
[0053] Eine vollständige Innenanordnung sämtlicher Armaturen läßt sich nämlich nur dann
erreichen, wenn man sich auf bestimmte Armaturenfabrikate festlegt. Dies ist aber
bei etlichen Armaturen schon wegen der weitgehenden technischen Entwicklung nicht
ohne weiteres möglich. Dort kann es daher angebracht sein, lediglich die notwendigen
Verbindungsmittel wie Wanddurchbrechungen, Rohrstutzen o. dgl. vorzusehen, um die
faglichen Armaturen außen anbringen zu können. Wesentlich ist aber auch dabei, daß
diese Außenanordnung nur vorbereitet und dann nach Bedarf wahlweise vorgenommen wird,
d. h. das Verteileraggregat wird normalerweise mit innen eingebauten Armaturen geliefert,
aber einzelne dieser Armaturen können schon bei der Montage oder auch nachträglich
durch andere außen angeordnete Armaturen ersetzt werden.
[0054] Dabei kann es zweckmäßig sein, innerhalb der Säulenkammern im Bereich der Verbindungsmittel
Strömungsumlenker anzubringen, die den Durchfluß innerhalb der Säulenkammern ganz
oder teilweise unterbinden und die Strömung zu einer nach außen führenden öffnung
hin und von einer solchen Öffnung wieder in die Kammer zurücklenken.
[0055] Eine Außenanordnung bringt wieder eine Steigerung der Wärmeverluste. Dem kann eine
den Raum für Außenarmaturen überdeckende wärmeisolierende Abschirmung entgegenwirken.
Dabei kann es sich um eine als Ganzes aufsetzbare Haube handeln, oder es werden isoliete
Seitenwände des Paneels vorgezogen und dann die öffnung durch eine oder mehrere Türelemente
verschlossen. Hier kann es sich empfehlen, die Abschirmung mit wenigstens einigen
Flächenelenenten aus Isolierglas zu versehen, um wenigstens die Anzeigelemente u.
ggf. die Einstellorgane von außen sichtbar zu halten.
[0056] Wenn auch im Prinzip die einstückige Ausführung der Ver- teilersäule angestrebt wird,
so kann/doch zweckmäßig sein, diese Säule wenigstens zu einem Ende hin derart längsunterteilt
auszuführen, daß durch Abheben insbesondere eines einzigen Wandungsteiles die Armaturen
in den Säulenkammern zugängig gemacht werden. Man kommt dann mit weniger und einfacheren
Unterbrechungen in den Säulenkammern aus. Vor allem aber wird die Montage vereinfacht,
da man die Armaturen je nach Zweckmäßigkeit im gehäusefesten oder im abnehmbaren Wandungsteil
anbringen kann. Die einfachste Ausführung der Unterteilung wird in der Ausbildung
des abhebbaren Wandungsteiles als Frontdeckel gesehen, der vorzugsweise auf einer
einstückigen Doppelwanne angebracht ist.
[0057] Bei einer derzeit bevorzugten Ausführungsform weisen jedoch die Verteilersäulen wenigstens
zwei aus einer gemeinsamen Anlageebene nach entgegengesetzten Seiten ausgeformte und
in dieser Anlageebene abdichtend gegeneinandergehaltene Gehäuseschalen auf. Diese
Schalenausführung hat den besonderen Vorteil, daß man mit wenigen, weitgehend vorgefertigten
Gehäuseteilen auskommt und größere Freizügigkeit im Anbringen der inneren Armaturen
am einen oder anderen Gehäuseteil gewinnt.
[0058] Zweckmäßigerweise werden in die als Guß- bzw. Formkörper ausgebildeten Gehäuseschalen
Strömungswege wie Bypass, Durchtrittkanäle, Querverteiler, dessen Anschlüsse u. dgl.
ebenso eingeformt wie Armaturenaufnahmen.
[0059] Da die Verteilersäulen verhältnismäßig lang sind, die Kosten von Gußteilen aber mit
der Länge steigen und die wesentlichen Armaturen sich meist zu einem Ende der Verteilersäulen
hin anordnen lassen, kann es zweckmäßig sein, die auf diesen Teil beschränkten Gehäuseschalen
mit zwei * Endstutzen für den Anschluß einzelnerfals Fortsetzung der
*Säulenformstücke Säulenkammern zu versehen.
[0060] In der die Erfindung beispielsweise wiedergebenen Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine räumliche Ansicht eines erfindungsgemäßen Verteileraggregates mit zum
oberen Ende hin geschnittenen Hohlsäulen,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine solche Hohlsäule längs der Linie II/II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch diese Säule nach der Linie III/III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt durch zwei benachbarte Hohlsäulen gemäß Linie IV/IV in Fig. 2,
Fig. 5 in vergrößertem Maßstab die Stelle V aus Fig.4,
Fig. 6 eine schematische Frontansicht des Verteileraggregates, teilweise dicht unter
den Frontplatten geschnitten,
Fig. 7 einen Schnitt durch dieses Verteileraggregat nach der Linie VII/VII in Fig.
6,
Fig. 8 einen solchen Schnitt nach der Linie VIII/VIII in Fig. 6,
Fig. 9 eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung eines im Bereich der Hauptverteilersäulen
abgewandelten Verteileraggregates, die
Fig. 10 und 11 den Fig. 7 und 8 entsprechende Darstellungen dieser Abwandlung,
Fig. 12 eine der Fig. 1 entsprechende räumliche Ansicht eines abgewandelten Verteileraggregates,
Fig. 13 einen Schnitt durch eine Verteilersäule längs der Linie XIII/XIII in Fig.
12,
Fig. 14 einen Schnitt durch diese Säule nach der Linie XIV/XIV in Fig. 13,
Fig. 15 einen dem unteren Teil der Fig. 13 entsprechenden vergrößerten Teilschnitt
nach der Linie XV/ XV in Fig. 16,
Fig.16 einen Teilschnitt nach der Linie XVI/XVI in Fig. 15,
Fig.17 eine räumliche Prinzipdarstellung eines Paneels mit in der Mitte zwischen zwei
äusseren Säulenteilen angebrachten Querverteilern,
Fig. 18 eine schematische räumliche Darstellung eines im Raum oder an einer Wand freistehend
angeordneten Verteileraggregates mit Doppelsäulen und
Fig. 19 einen Schnitt durch dieses Verteileraggregat nach der Linie XIX/XIX in Fig.
18,
die Fig. 20 bis 22 Querschnitte durch als Doppelwannen mit Deckel ausgeführte Verteilersäulen,
die Fig. 23 und 24 entsprechende Querschnitte durch zwei Verteilersäulen mit nach
entgegengesetzten Seiten ausgewölbten Gehäuseschalen,
Fig. 25 einen Schnitt durch die Teilungsebene einer speziellen Verteilersäule, deren
wesentlicher Teil durch zwei Gehäuseschalen gebildet ist,
Fig. 26 eine Seitenansicht des Gußteiles einer solchen Verteilersäule rechts in Fig.
25 gesehen und
Fig. 27 einen Querschnitt der Verteilersäule nach der Linie XXVII in Fig. 25.
[0061] Das in den Fig. 1 bis 8 gezeigte Verteileraggregat ist im wesentlichen gebildet aus
einer Hauptverteilersäule 1, zwei Einzel-Verteilersäulen 2, 3 und einem an deren Fußende
angebrachten Querverteiler 4. Die Verteilersäulen 1 bis 3 sind, wie sich hinsichtlich
der Einzel-Verteilersäulen 2, 3 am besten anhand den Fig. 2 bis 5 erläutern läßt,
quaderförmig bzw. als Vierkant-Hohlrohre ausgebildet, deren Korpus eine Vorderwand
5, eine Rückwand 6 und zwei Seitenwände 7, 8 aufweist. Durch eine längs im Säulenkorpus
eingezogene Trennwand 9 werden die Verteilersäulen unterteilt in zwei gleichgroße
Säulenkammern, eine Vorlaufkammer 11 und eine Rücklaufkammer 12.
[0062] In gleicher Weise ist der Korpus des Doppel-Querverteilers 4 durch eine Trennwand
13 unterteilt in zwei Verteilerkammern, eine obere Vorlaufkammer 14 und eine untere
Rücklaufkammer 15. Diese Kammern stehen mit den Kammern der einzelnen Verteilersäulen,
mit den Vorlaufkammern durch üffnungen 16 und mit den Rücklaufkammern durch Öffnungen
17 in Verbindung.
[0063] Der Querverteiler 4 kann wahlweise am unteren oder oberen Ende der Hohlsäulen angebracht
sein, es läßt sich auch eine Kammer oben, die andere unten anbringen. Anstatt die
beiden Säulenkammern 11 und 12 nebeneinander anzubringen, lassen sie sich grundsätzlich
auch hintereinander anordnen, jedenfalls aber mit größerer Tiefe ausbilden als zunächst
vorgesehen.
[0064] Vom Querverteiler 4 einmal abgesehen, können jedenfalls die Verteilersäulen 1, 2,
3 in später noch zu beschreibender Weise zu einem geschlossenen Plattenkörper, einem
Paneel, zusammengefaßt werden, das sich als Ganzes etwa auf Konsolen 18 so an einer
Gebäudewand 19 anbringen läßt, daß das obere Ende des Paneels 20 mit der Raumdecke
21 bündig abschließt. Im Prinzip können natürlich auch die Säulen bzw. Vierkantrohre
waagerecht und der Querverteiler senkrecht angeordnet werden.
[0065] In jeder der beiden Säulenkammern 11, 12 ist jeweils unten ein Absperrventil 22,
oben ein ebensolches Absperrventil 23 angebracht. Am unteren Ende ist ein Ablaßstützen
24 vorgesehen, am abgeschlossenen oberen Ende, das eine Entlüftungskammer bzw. Luftsammelkammer
bildet, ein Entlüftungsstutzen 25. Dicht unter diesem ragt von der Vorderwand ein
Rohrstutzen 26 zum Anschluß der veschiedenen, zur Wärmeversorgung und zum Anschluß
an Verbraucher dienende Leitungen 27.
[0066] 28 ist eine Einsatzöffnung für ein Thermometer 281, 29 eine in der Vorlaufkammer
11 angeordnete Förderpumpe und 30 ein in der Rücklaufkammer 12 angeordnetes Rückschlagventil.
[0067] In der Trennwand 9 ist unterhalb der Fördernumpe 29 eine erste Durchtrittsöffnung
31 angebracht, der ein mittels eines Knebels von außen voreinstellbares Einstellorgan
32 zugeordnet ist. Dieses Einstellorgan begrenzt einmal mittels eines Zylindersegmentes
33 die freie öffnung der Durchtrittsöffnung 31 und leitet zudem je nach Einstellung
eine mehr oder weniger große Strömungsmenge aus der Rücklaufkammer 12 durch die Durchtrittsöffnung
hindurch in die Vorlaufkammer 11. In dieser sind dicht an und außerhalb der Bahn des
Zylindersegmentes 33 erste parallel zur Trennwand 9 angeordnete Leitschaufeln 34 stromaufwärts
und zur Trennwand unterschiedlich geneigter Mischelemente 35 stromabwärts angebracht.
Durch die Leitschaufel 34 hindurch wird zunächst ein Teil der Vorlaufströmung quer
in die aus der Rücklaufströmung in die Vorlaufkammer abgezweigte Strömung eingeleitet,
unddiese Mischströmung wird durch die Mischelemente 35 innig vermischt, damit schon
am Thermometer 281 die Mischtemperatur exakt ertastet und angezeigt werden kann.
[0068] Unterhalb der Durchtrittsöffnung 31 ist eine weitere Durchtrittsöffnung 40 angebracht,
die mit einem thermostatisch, evtl.elektronisch regelbaren Drei- oder Vierwegemischventil
36 besetzt ist, dessen Absperrsegment 37 in der Betriebsstellung Fig. 3 den Ablauf
der Rücklaufkammer absperrt, also die ganze in der Rücklaufkammer zurückgeführte Strömung
wieder in die Vorlaufkammer einleitet. Die Steuerung kann von in der Säule, neben
dieser oder auch von entfernt angeordneten Steuer- und Regelvorrichtungen, insbesondere
aus Informationen der Thermometer 281 beider Säulenkammern beeinflußt sein.
[0069] In der Hauptverteilersäule 1 sind nach der Darstellung in den Fig. 6 bis 8 durch
eine Zwischenwand 38 an der Vorderwand 5 in beiden Säulenkammern 69, 70 oberhalb der
nur im vorderen Teil angebrachten Durchbrechung 311 zwei Längsschächte 39, 41 abgeteilt.
Die Förderpumpe 291 ist dabei nur im Längsschacht 39 der Vorlaufkammer 69 angeordnet.
Beide Kammern sind ebenso wie die Durchbrechung 311 durch einen gekrümmten Umlenkbogen
42 begrenzt. Im Längsschacht 41 der Rücklaufkammer 70 ist zudem das nur auf diesen
Teil abgestellte Rückschlagventil 301 angebracht und am Austrittsende des Schachtes
eine Mischeinrichtung 60, die wiederum die Durchmischung der beiden Teilströme in
der Rücklaufkammer 70 bewirkt. Die als Beimischpumpe zur mitunter notwendigen Anhebung
der Rücklauftemperatur wirkende Förderpumpe 291 wird dabei durch einen Thermostaten
67 in der Rücklaufkammer gesteuert.
[0070] Wie vor allem aus Fig. 5 zu ersehen, sind an der Rückwand 6 der einzelnen Säulen
seitlich überstehende Z-förmige Randstreifen 50 angeformt, deren Zwischensteg 59 einen
vorgegebenen Abstand von der jeweiligen Seitenwand 7 bzw. 8 hat, welcher der Dicke
einer auf dem ganzen Umfang um den Korpus der Säule angepaßten Wärmedämmlage 43 entspricht,
die gebildet wird durch eine U-förmige Schale 44 und einen Plattenteil 45, der auf
beiden Seiten eine in die Kröpfung vorragende Nasenleiste 46 bildet. Auf diese Weise
wird eine formschlüssige Ausrichtung des Plattenteiles 45 zum Säulenkorpus erzielt.
Es kann auch die Schraubenbefestigung an der Wand oder einem geeigneten Zwischenträger
von den Flanschenden 47 her erfolgen.
[0071] Je nachdem, wie breit der zwischen den Wärmedämmlagen benachbarter Säulen gewünschte
Zwischenraum 48 werden soll, kann man die Flanschränder seitlich nebeneinander anordnen
oder einander übergreifen lassen. Zu diesem Zweck kann auch der eine Steg 59 etwas
kürzer als der andere bemessen sein. Dabei läßt sich eine der beiden Nasenleisten
46 an der Stoßstelle 49 abtrennen.
[0072] An den Flanschenden 47 kann zusätzlich eine C-förmige Halteschiene 51 befestigt werden,
in die sich mittels Fußanker 52 verschiedene Geräteteile, evtl. auch eine Zwischenplatte
53 einhängen lassen, die beispielsweise dort hochgeführte elektrische Leitungen 54
abschirmt, während sie darüber beispielsweise das Anbringen von Druckluft-Steuerleitungen
o. dgl. 68 ermöglichen. Nach außen wird dann der Zwischenraum 48 durch einen Streifendeckel
55 abgeschlossen.
[0073] Wie Fig. 1 zeigt, läßt sich seitlich neben dem Paneel 20 oder auch teilweise in dieses
integriert eine Steuer- und Regelsäule 56 einfügen, in deren Einschüben 57 die unterschiedlichsten
Steuer-, Mess- und Regelgeräte unterzubringen sind. Aus der Säule 56 heraus können
dann die einzelnen Anschlüsse zu den verschiedenen Hohlsäulen nach Bedarf unter, über
oder in der Wärmedämmlage eingeführt werden, wobei sich für die Hochführung ebenfalls
die Räume 48 empfehlen.
[0074] Anstatt die verschiedenen Verteilersäulen gesondert an der Wand zu befestigen, können
sie auch an einem oder mehreren Zwischenträgern, etwa am oberen oder unteren Ende
von rückseitig angebrachten Querstäben befesti.gt werden, die ggf.
[0075] aus einem tragfähigen und wärmedämmenden Kunststoff bestehen und an der Wand befestigt
sind. Auch gegenüber den Konsolen 18 kann das Paneel wärmedämmend abgeschirmt werden.
[0076] Eine Wärmedämmlage kann ebenso wie am ganzen Umfang einer jeden Verteilersäule auch
an deren Stirnflächen und an den Außenflächen des Querverteilers angebracht werden.
Damit sind alle das Wärmeträgermedium führenden Teile des Verteileraggregates an ihrer
Außenfläche abisoliert. Die innerhalb der Hohlsäulen angebrachten Armaturen sind z.
T. mit dünnen Verbindungselementen durch die auf der Vorderwand 5 angebrachte Wärmedämmlage
hindurch an die außen liegenden Teile angeschlossen. Dies gilt auch für den Motor
292 der Pumpe 29. Zudem ist dem Rohrstutzen 26 jeweils ein Außenstutzen 261 zugeordnet,
der das Einstecken einer Isolierstoffhülle/ermöglicht. Durch das Anstoßen des Paneels
an der Raumdecke lassen sich auch zu dieser die verschiedenen Anschlußleitungen 27
ausrichten, bevor das Paneel eingebaut ist.
[0077] Von der bisherigen Ausführung abweichend entfällt gemäß den Fig. 9 bis-11 die in
der Trennwand 9 bisher vorgesehene Durchtrittsöffnung 311 mit dem Umlenkbogen 42.
Es ist vielmehr in einem Teilstück zwischen den beiden etwa gleichlangen Längsschächten
61, 62 in der Trennwand ein Wärmeübertragungsaggreagt 63 mit einer Vielzahl einzelner
Wärmeübertragungsrohre 64 angebracht.
[0078] Die Wärmeübertragungsrohre 64 sind mit einem auf den jeweiligen Temperaturbereich
abgestimmten schnell reagierenden Wärmetauschermittel bzw. Kältemittel gefüllt, das
im Längsschacht 61 der Vorlaufkammer 69 verdampft wird, wobei der Dampf längs der
oberen Wand des Rohres zum Längsschacht 62 der Rücklaufkammer 70 hin wandert und dort
kondensiert. Nach Rückfluß des Kondensats zum Längsschacht 61 beginnt der Kreislauf
von neuem. Dabei läßt sich die Intensität der Wärmeübertragung durch einfache motorbetätigte
Klappenventile 65, 66 steuern, welche die Strömung in den beiden Längsschächten hemmen
oder freigeben. Auch dort kann selbstverständlich eine Förderpumpe 291 nach Fig. 6
eingesetzt werden, wenn die Intensität des Wärmeübergangs stärker beeinflußt werden
soll.
[0079] Die Armaturen können bis auf den Motor 292 der Förderpumpe 29 und verschiedene Einsteller
vollständig innerhalb der Verteilersäulen angeordnet sein. Nach der Darstellung in
den Fig. 12 bis 14 sind jedoch die Förderpumpe 29, das Einstellorgan 32 und das Mischventil
36 in der wahlweise vorgesehenen Möglichkeit außerhalb der Verteilersäulen angebracht.
Zu diesem Zweck sind gemäß der Darstellung in Fig. 13 in der Vorderwand 5 nebst der
auf dieser angebrachter Isolierung Anschlußbuchsen 83 vorgesehen, an die etwa mittels
Krümmer 84 von außen anzubringende Armaturen angeschlossen werden. Das Mischventil
36 erfordert hierzu eine dritte Anschlußbuchse 83. In diesem Fall werden innerhalb
der jeweiligen Teilkammern herausnehmbar Umlenkkörper 85, 86 eingesetzt, von welchen
die Umlenkkörper 85 die jeweilige Säule ganz absperren und die gesamte Strömung durch
die Anschlußbuchsen 83 nach außen umleiten, während der kleinere Umlenkkörper 86 nur
einen Teil der Kammerströmung nach außen lenkt.
[0080] Man hat dann einmal die Wahl, ob man die Armaturen innen oder außen anbringen will.
Die Innenanordnüng wird man dann wählen, wenn die für diese Konstruktion vorgesehenen
speziellen Armaturen verfügbar bzw. für den jeweiligen Zweck geeignet sind. Muß dagegen
eine andere Armatur zur Anwendung kommen, dann wird diese auf der Außenseite der Vorderwand
5 in der gezeigten Weise angeschlossen. Dabei hat man die Wahl zwischen recht verschiedenartigen
Fabrikaten. In diesem Fall kann es auch empfehlenswert sein, zur Minderung der Wärmeverluste
die Vorderseite des Paneels mit einer isolierenden Haube 87 zu überdecken, deren Randteile
88 evtl. am Paneel fest angebracht sind während die Außenplatte 89 wenigstens teilweise
abnehmbar vorgesehen sein und etwa mit Isolierglas versehene Fenster aufweisen kann.
[0081] Die beiden Querverteiler 71, 72 die sich wahlweise Verteiler oder Sammler einsetzen
lassen, sind unterhalb der Absperrventile 22 innerhalb der Umrißlinien der Säulenkammern
quer durch das Paneel hindurchgeführt. Sie bilden dabei weitgehend zylindrische Strömungskanäle
73, 74 mittels einzelner, jeder Hohlsäule zugeordneter Rohrhülsen 75, welche, wie
am besten aus Fig. 5 zu ersehen ist, gleiche Teilungslänge wie die Verteilersäulen
1 bis 3 haben. Sie sitzen engpassend in der von Heizungskörpergliedern her bekannten
Weise in aus der Außenwandung der Verteilersäulen herausgestülpten Stutzenansätzen
76 und sind mit diesen zur benachbarten Verteilersäule hin durch eine zwischengeschaltete
Ringdichtung 77 abgedichtet.
[0082] Zur Verspannung dienen mit zwei gegenüberliegenden und nach innen ragenden Nocken
79 versehene Nippelhülsen 78, die zu ihren Enden hin mit entgegengesetztem Außengewinde
versehen sind, während die Rohrhülsen 75 zu ihren Enden hin entgegengesetzte Innengewinde
aufweisen. Es wird also einmal eine zentrierende biegesteife Verbindung und zum anderen
eine axiale Verspannung der Rohrhülsen 75 und mit diesen der Verteilersäulen 1 bis
3 erreicht. Von außen sind jedoch die Kupplungsmittel nicht sichtbar.
[0083] Jede Rohrhülse 75 weist wenigstens eine Durchbrechung 81 auf, die.:zu einem Ende
der Rohrhülse hin so versetzt ist, daß sie im Querverteiler 71 etwa in der Mitte der
Vorlaufkammer 11 und bei umgekehrter Anordnung im Querverteiler 72 etwa in der Mitte
der Rücklaufkammer 12 zu liegen kommt. Jeder Durchbrechung 81 ist ferner eine Drosselbuchse
82 zugeordnet, die mit ihrem Außengewinde im Innengewinde der Rohrhülse 75 sitzt und
in dieser so verstellt werden kann, daß sich der freie Querschnitt der Durchbrechung
81 der Größe des Volumenstromes anpassen läßt, der im jeweiligen Strömungszweig gesteuert
werden soll. Da Vor- und Rücklauf in jeder Zweiströmung gleich sind, müssen auch die
Drosselbuchsen 82 einer Hohlsäule in der gleichen Weise eingestellt werden. Diese
Einstellung ermöglicht es auch, recht unterschiedliche Strömungskreise durch einheitliche
Vor- und Rücklaufkammern zu führen, Auf der Innenseite auch der Drosselbuchsen 82
sind ebenfalls Nocken 79 angebracht, die eine Einstellung noch nach der Montage ermöglichen.
[0084] Der Querverteiler 71 ist gemäß Fig. 4 etwas zur Rückwand 6 hingerückt, der tiefer
liegende Querverteiler 72 zur Vorderwand 5. Daher kann in der Rücklaufkammer 12 das
Wärmeträgermedium weitgehend ungehindert am Querverteiler 71 vorbeiströmen. Die Enden
der Querverteiler 71 , 72 können durch Gewindestopfen verschlossen sein.
[0085] Fig. 17 zeigt eine schematische räumliche Darstellung von zwei Doppelsäulen 91, die
jeweils praktisch gebildet werden durch eine untere Hohlsäule 92 und eine obere Hohlsäule
93, die beide von ihren Enden (unten bzw. oben) ausgehende Leitungen 27 aufweisen
und an ihrer mittleren Verbindungsstelle von gemeinsamen Querverteilern 71, 72 durchzogen
sind. Im Prinzip können die beiden Säulen 92, 93 durch eine Querplatte o. dgl. voneinander
getrennt und mit gesonderten Querverteilern versehen sein. Man kann auch die Querverteiler
71, 72 so anordnen, daß sie eine Trennung der beiden Hohlsäulen bewirken, in der Regel
ist jedoch diese Trennung nicht notwendig. Jedenfalls empfiehlt es sich, bei beiden
Querverteilern oben und unten die Durchbrechungen 81 vorzusehen. So strömt aus dem
Querverteiler 71 durch gegenüberliegende Durchbrechungen 81 Vorlaufmedium in die Vorlaufkammern
11 der beiden übereinander angeordneten Hohlsäulen 92, 93, und die Rücklaufkammern
12 sind in gleicher Weise an den Querverteiler 72 angeschlossen.
[0086] Nun ist es im Prinzip möglich, die einzelnen Säulenkammern nicht nur nebeneinander,
sondern auch hintereinander anzuordnen. Dies bereitet jedoch bei den herkömmlichen
Anordnungen an der Wand erhebliche Schwierigkeiten, da man dann Armaturen in einer
hinteren Kammer nur durch die vordere Kammer hindurch oder durch Zwischenräume zwischen
diesen Kammern hindurch bedienen könnte. Wenn man jedoch zwei Doppelsäulen entsprechend
Fig. 17 mit dem Rücken gegeneinander frei im Raum (Fig. 18) oder an die Gebäudewand
19 (Fig. 19) anstellt, dann sind alle Hohlsäulen von der Vorderseite direkt zugängig.
Da sich zudem von den beiden Säulenreihen jeweils gleiche Säulenkammern 11 bzw. 12
gegenüberliegen, kann im Prinzip die mittlere Isolationsschicht 94 ganz entfallen.
In der Mitte der Doppelsäülen .läßt sich dann die Verbindung durch einfache Wanddurchbrechungen
mit einer gemeinsamen Rückwand 6 bilden, und man kommt - abweichend von den Fig. 18,
19 - mit nur zwei Querverteilern 71, 72 aus. Auf diese Weise lassen sich Säulenaggregate,
wie sie zu zweit in den Fig. 18 und 19 zusammengefügt sind, durch nach entgegengesetzten
Enden geöffnete und durch ein Wandkreuz aus Rückwand 6 und Trennwand 9 fertigen, von
welchen nach Bedarf mehrere aneinandergefügt werden. Es ist dann auch möglich, die
Außenplatte 89 als schwenkbare Tür in einer unmittelbar an der Gebäulewand 19 angebrachten
Achse 95 zu lagern.
[0087] Während grundsätzlich die Verteilersäulen als ringsum geschlossene Rohre verschiedenartiger
Querschnittsform ausgebildet werden können, sind nach Fig. 20 Rückwand 6, Seitenwände
7, 8 und Trennwand 9 in eine längslaufende Doppelwanne 90 integriert, die durch einen
frontseitig mittels Schrauben 9-6 lösbar und abdichtend angeflanschten Deckel 105
verschlossen ist. Dies macht es möglich, die eingebauten Armaturen wahlweise am Deckel
105 oder an der Doppelwanne 90 vorzusehen. Montage, Wartung und Reparaturen werden
auf diese Weise vereinfacht.
[0088] Mach Fig. 21 ist die Doppelwanne 190 an ihren rückseitigen Längsrändern abgerundet,
und nach Fig. 22 ist eine Doppelrinne 290 durch zwei rückseitig teilzylindrisch abgerundete
Rinnen 97 gebildet. Auf diese Weise lassen sich die Strömungswiderstände vermindern
/und diese Verminderung ist nach Fig. 23 fortgesetzt, wobei beide Säulenkammern 11,
12 kreisförmig ausgebildet sind und durch zwei Doppelschalen 390, 391 begrenzt werden,
die in einer gemeinsamen Anlageebene abgedichtet durch Schrauben lösbar gegeneinander
verspannt und aus dieser Anlageebene heraus etwa symmetrisch zu zwei halbzylindrischen
Rinnen 971 ausgeformt sind.
[0089] Während außen ausgeprägte Flansche 99 vorhanden sind, können die halbzylindrischen
Rinnen grundsätzlich ineinander übergehen.
[0090] Nach Fig. 24 sind nun die Rinnen 971 der Doppelschalen 490, 491 mit größerem Zwischenabstand
angeordnet und durch zwischen ihnen eingezogene mehr oder weniger breite Flansche
100 verbunden.
[0091] Während nach Fig. 22 die Trennwandelemente 109 dicht aneinanderliegen, haben die
Trennwandelemente 209 nach Fig.23 kleineren und nach Fig. 24 größeren Zwischenabstand.
[0092] Noch-ausgeprägter ist dies bei der in den Fig. 25 bis 27 dargestellen Ausführung,
wie vornehmlich aus Fig. 27 zu entnehmen. Die dort gezeigte Verteilersäule 101 wird
im wesentlichen gebildet durch ein Doppelschalen-Gehäuse 104, an dem mittels Doppelgewinde-Kupplungsbuchsen
106 zwei Säulenformstücke 107 und 108 befestigt sind.
[0093] In die beiden in der mittleren Anlageebene 98 durch die Schrauben 96 gegeneinander
verspannten Gehäuseschalen 10 und 110 sind dabei alle notwendigen Kanäle und Strömungswege
gußtechnisch eingeformt. Da die Schnittebene der Fig. 25 durch die Anlageebene 98
in den Fig. 26 und 27 geht
/ist in Fig. 25 nur die Gehäuseschale 110 als Ansicht dargestellt.
[0094] Bei dieser Ausführung sind, soweit es sich um die gleichen Geräte handelt, normalerweise
die bisherigen Bezugszeichen beibehalten worden, bei geringen Abweichungen ist eine
1 vor das entsprechende Bezugszeichen gesetzt. So sind durch das als Vierwegeventil
ausgebildete Mischventil 136 die Vorlaufkammer 11 und die Rücklaufkammer 12 unterteilt
in stromaufwärtige Teilkammern 11b bzw. 12a und stromabwärtige Teilkammern 11a bzw.
12b. Diese Teilkammern sind jeweils an das Vierwege-Mischventil 136 angeschlossen,
sie gehen sternförmig von dieser aus.
[0095] Anstelle einer Durchbrechung einer Trennwand ist jetzt ein als bypass verwendeter
Durchtrittskanal 131 mit einem stufenlos verstellbarem Einstellorgan 132 zwischen
den beiden seitlichen Teilkammern 11a und 12a erstreckt. Auf diese Weise kann vor
allem die Umlaufströmung zwischen den beiden Teilkammern 11a und 12a gesteuert werden.
[0096] Ferner ist von den vier Anschlüssen a, b, c, d des Mischventils 136 der Anschluß
d überbrückt durch einen zwischen den Teilkammern 12a und 12b eingezogenen Kurzschlußkanal
12c, in dem ein Umschaltorgan 118 mit seinem Segment in der eingezeichneten Stellung
den Anschluß d und in einer anderen Stellung den Kurzschlußkanal. 12c sperrt. Auf
diese Weise kann das Vierweg-Mischventil 136 in ein Dreiwege-Mischventil umfunktioniert
werden.
[0097] Da der Querverteiler 171 etwa in der gleichen Ebene liegt wie die Vorlauf-Teilkammer
11b, kann dort das Wärmetauschermedium einfach hochgeleitet werden. Schwieriger wird
es schon beim Übergang von der Rücklauf-Teilkammer 12b zum unten liegenden Quersammler
172. Die Verbindungsleitung 119 muß daher, wie vor allem Fig. 26 erkennen läßt, um
den Querverteiler 171 herumgelenkt werden.
[0098] Zu erwähnen ist noch ein Wärmemengenmesser 120, der vornehmlich im Rücklauf angeordnet
ist, mittels Temperaturtastern 121 Vorlauf- und Rücklauftemperatur ermittelt und in
Verbindung mit der Menge des durchströmenden Mediums die zwischen beiden Temperaturtastern
abgegebene Wärmemenge festhält und normalerweise einem Registriergerät zuführt. Mit
126 ist ein Thermometer bezeichnet, mit 127 ein Manome-teranschluß. 128 ist ein Entleerungsstutzen,
der evtl. auch mit einem Entleerungshaken besetzt sein kann.
[0099] Durch die in verschiedenen seitlichen Flanschen angebrachten Schrauben 96, evtl.
auch mittels durch die Strömungswege hindurchgesteckte Schrauben, können die beiden
Gehäuseschalen 10, 110 mit hinreichender Abdichtungssicherheit gegeneinander verspannt
werden. Es ist selbstverständlich auch möglich, hierzu einen gesonderten Spannrahmen
zu verwenden, der von außen quer zur Anlagebene 98 auf die Gehäuseschalen einwirkt.
[0100] Die einzelnen Verteilersäulen lassen sich im Prinzip lediglich durch die in Querverteiler
171 und Quersammler 172 eingezogenenNippelhülsen 178 miteinander kuppeln. Sie werden
zweckmäßigerweise mit Umfangsabständen in einem Außengehäuse 124 angebracht, wobei
die Zwischenräume mit Wärmedämmaterial angefüllt sind. An den Anschlüssen der Säulenkammern
sind auch hier verschiebbare Drosselbuchsen 182 eingesetzt.
1. Verteileraggregat für mit einem strömungsfähigen Wärmetauschermedium arbeitende
Heizungs- und/oder Kühlanlagen zum Anschluß einer Mehrzahl Zweigleitungen an Haupt-
Vorlauf- und-Rücklaufleitungen, mit einer Mehrzahl gleicher oder gleichartiger Verteilerelemente,
die mit Armaturen einer Regelstrecke wie Absperr-, Drossel-, Regel- und Umlenkelementen,Förderpumpen
u. dgl. versehen, in Nebeneinanderanordnung paneelartig zusammengefaßt und von einer
Wärmeisolierung umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Verteilerelemente
einzelner Strömungskreise einheitlichen Verteilersäulen (1 bis 3) mit integriert eingebauten
Armaturen und mindestens einer Vorlaufkammer (11) und einer Rücklaufkammer (12) zusammengefaßt
sind.
2. Verteileraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilersäulen
(1 bis 3) wenigstens an den Paneel-Außenflächen mit einer vorgefertigten, fest an
ihrer Wandung angebrachten Wärmedämmlage (44, 45) mit Durchbrechungen nur für die
notwendigen Anschluß-, Anzeige-und Bedienungselemente versehen sind.
3. Verteileraggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jedem Strömungskreis
zugeordneten Verteilersäulen (1 bis 3) unter Zwischenabständen voneinander vorgesehen
und gegeneinander, insbesondere unter fest auf ihrer Seitenflächen angebrachte Wärmedämmschichten
(44) abisoliert sind.
4. Verteileraggregat nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß .an Kopf-
oder Fußende der Verteilersäulen Querverteiler (4, 14, 15, 71, 72) für Gesamt- Vor-und-Rücklauf
sich anschließen, insbesondere angeformt sind.
5. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4,' dadurch gekennzeichnet, daß
das Paneel wenigstens eine in seiner Ebene längs der Einzel-Verteilersäulen (2, 3)
angeordnete Haupt-Verteilersäule (1) zum Durchleiten des gesamten Wärmeträgermediums
für alle anzuschließenden Zweigleitungen (27) aufweist.
6. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
in wenigstens einer Verteilersäule (1 bis 3) eine thermostatisch steuerbare Förderpumpe
(29, 291) angebracht ist, wobei insbesondere deren Verbindungsteile für den außen
angebrachten Antriebsmotor (292) durch die Frontisolierung (44) hindurchgeführt sind.
7. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
aus der tragenden Wandung der Verteilersäulen (1 bis 3) Anschlußrohrstutzen (26) durch
die Isolierhülle (44, 45) nach außen geführt und vorzugsweise von einem angeformten
Isoliermantelstutzen (261) umgeben sind.
8. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Verteilersäule (1 bis 3) Wärmeübertragungsmittel zum Obertragen von Wärme von
ei - ner Säulenkammer (11) in die benachbarte Säulenkammer (12) zugeordnet sind.
9. Verteileraggregat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Einwirkungsbereich
der Förderpumpe (29, 291) zwischen beiden Säulenkammern (11, 12) wenigstens eine Durchtrittsöffnung
(31) vorgesehen ist und ihr Stellmittel (32, 33) zur Einstellung oder Regelung der
durch diesen Durchtrittsöffnung hindurchgeführten Strömung zugeordnet sind.
10. Verteileraggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung
als beide Säulenkammern (11, 12) verbindender, insbesondere kanalförmiger bypass (131)
mit wenigstens einem Absperrelement, insbesondere einem Drosselelement (132) ausgebildet
ist.
11. Verteileraggregat nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchtrittsöffnung
(31) Strömungs-Leitmittel (34, 35) zum Leiten der Strömung in der der Durchtrittsöffnung
nachgeschalteten Säulenkammer (11) zugeordnet sind.
12. Verteileraggregat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitmittel
in der nachgeschalteten Säulenkammer (11) stromaufwärts der Durchtrittsöffnung (31)
vorgesehene, längs der Säulenkammern (11, 12) ausgerichtete Leitelemente (34) zum
weitgehend laminaren Einleiten der Hauptströmung und stromabwärts der Durchtrittsöffnung
(31) zur Längsrichtung der Säulenkammer unterschiedlich geneigte Wirbel und/oder Mischer-Leitelemente
(35) aufweisen.
13. Verteileraggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der oder einer
weiteren Durchtrittsöffnung (40) ein insbesondere thermostatisch regelbares Mischventil
(36) zugeordnet ist, das vorzugsweise als Mehrwegeventil ausgebildet mit wenigstens
einer Säulenkammer (11) mittels zweier getrennter Anschlüsse (a,b) verbunden ist.
14. Verteileraggregat nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vierwegeventil
(136) in einer Druchtrittsöffnung (140) angebracht und jeweils mit den stromaufwärtigen
(11a, 12b) und stromabwärtigen Teilen (11b,12a) beider Säulenkammern (11, 12) in Verbindung
ist und daß einem Ventilanschluß (d) ein gesondertes Absperrorgan (118) zur Funktionsänderung
als Dreiwegeventil zugeordnet ist.
15. Verteileraggregat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrwegeventil
(136) in einer Säulenkammer, insbesondere der Rücklaufkammer (12) durch eine Kurzschlußverbindung
(12c) überbrückt und das Abschaltorgan (118) als Umschaltorgan ausgebildet ist, das
wahlweise die Kurzschlußverbindung (12c) oder den Ventilanschluß (d) absperrt.
16. Verteileraggregat nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen
des Vierwegeventils mittels dessen Anschlüssen (a bis d) beide Säulenkammern (11,
12) unterteilen, wobei zweckmäßigerweise die unter seitlichem Zwischenabstand voneinander
vorgesehenen Endteile (11a, 12a, 11b, 12b) beider Säulenkammern (11, 12) sternförmig
vom Vierwegeventil (136) ausgehen.
17. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine Verteilersäule (104) einen Wärmemengenmesser (120) mit Temperaturtastern
(121) in beiden Säulenkammern (11, 12) aufweist.
18. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens in der Hauptverteilersäule (1) die Wärmeübertragungsmittel in abgeteilten
Längsschächten (39, 41) ihrer beiden Kammern (69, 70) angeordnet sind (Fig. 6 bis
11), wobei vorzugsweise wenigstens in dem abgeteilten Längsschacht (39) einer der
beiden Säulenkammern (69, 70 ) eine Förderpumpe (291)angebracht ist (Fig. 6).
19. Verteileraggregat nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längsschächte
(39, 41) an einem Ende durch einen die Durchtrittsöffnung (311) begrenzenden gemeinsamen
Umlenkbogen (42) abgeschlossen sind.
20. Verteileraggregat nach Anspruch 18 oder 19, gekennzeichnet durch eine am auslaßseitigen
Ende des stromabwärts liegenden Längsschachtes (41) angeordnete Mischeinrichtung (60)
zum Durchmischen der Schachtströmung mit der restlichen Kammerströmung (Fig. 6).
21. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 8, 18 oder 20, gekennzeichnet, durch
die Ausbildung der Wärmeübertragungsmittel als beide Säulenkammern thermisch verbindende,
insbesondere eine dazwischen angeordnete Trennwand (9) im wesentlichen strömungsmitteldicht
durchsetzende Wärmeübertragungselemente (64) mit großen Wärmetauscherflächen in beiden
Längsschächten (61, 62, Fig. 9 bis 11).
22. Verteileraggregat nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeübertragungselemente
(64) jeweils einen rohrförmigen Hohlkörper (heat pipe) aufweisen, der mit einem strömungsfähigen,
schnell reagierenden Wärmetauschermittel bzw. Kältemittel gefüllt ist, dessen Kondens
ationstemperatur im Bereich der Temperatur der Rücklaufkammer (70) liegt.
23. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen Verteilersäulen 1 bis 3) mit insbesondere durch eine Wärmedämmschicht
(45) hindurch an einer tragenden Wand (19) zu befestigenden Halteschienen versehen
sind, die vorzugsweise durch seitlich vorspringende Anschlußflansche (50) der Verteilersäulen
(1 bis 3) gebildet sind.
24. Verteileraggregat nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußflansche
(50) mit solchem Abstand vom Korpus der Verteilersäulen (1 bis 3) abgewinkelt sind,
daß sie den Rand einer Wärmedämmlage (43, 44) umgreifen. (Fig. 5)
25. Verteileraggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmedämmlagen
(43, 44) benachbarter Verteilersäulen (1 bis 3) einen Abstand für einen Zwischenraum
(48) zur Aufnahme zusätzlicher Einrichtungen wie Leitungen (54) und Installationsteile
haben.
26. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußflansche (50) Z-förmig mit einander übergreifenden Randteilen (47)
ausgebildet sind (Fig. 5).
27. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Halteschienen bzw. Anschlußflanschen (47) insbesondere U-förmige Führungsschienen
(51) für herausnehmbar einzufügende Geräteteile vorgesehen sind.
28. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß
mit gleicher Höhe (bzw. Länge) und Tiefe seitlich an das Aggregat anschließend, insbesondere
in dieses integriert, eine Steuer- und Regelsäule (56) mit einzeln herausnehmbaren
Einschüben (57) für Mess-Steuer- und Regelgruppen vorgesehen ist.
29. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Querverteiler (71, 72) die Hohlsäulen (1 bis 3) innerhalb deren Außenflächen
durchsetzende Strömungskanäle (73, 74) aufweisen.
30. Verteileraggregat nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß verschließbare,
insbesondere einstellbare Verbindungsöffnungen (81) zwischen jedem Strömungskanal
(73, 74) und wenigstens einer Säulenkammer (11, 12) einer Hohlsäule (1 bis 3) vorgesehen
sind.
31. Verteileraggregat nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle
(73, 74) der Querverteiler (71, 72) in den Verteilersäulen (1 bis 3) fest integriert
sind.
32. Verteileraggregat nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle
(73, 74) durch einzelne abdichtbar in der Wandung der Verteilersäulen (1 bis 3) angebrachte
Rohrelemente (75) gebildet sind.
33. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 29 bis 32, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungskanäle (73, 74) kreisförmigen Querschnitt haben, insbesondere durch
wenigstens teilweise zylindrische Rohrhülsen (75) gebildet sind.
34. Verteileraggregat nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen
der Strömungskanäle (73, 74) innen mit Gewinde versehen sind.
35. Verteileraggregat nach Anspruch 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußelemente
der Verbindungsöffnungen (81) als in den Strömungskanälen (73, 74) angebrachte, insbesondere
in deren Wandung eingeschraubte Drosselelemente wie längseinstellbare Drosselbuchsen
(82) oder schwenkbare Drosselschieber ausgebildet sind.
36. Verteileraggregat nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle
(73, 74) der einzelnen Hohlsäulen (1 bis 3) an ihren Enden mit gegensinnigem Innengewinde
versehen und durch mit gegensinnigem Außengewinde versehene buchsenförmige Kupplungsnippel
(82) kuppelbar sind.
37. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 29 bis 36, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querverteiler (71, 72) in der Mitte der von dort nach ihren beiden Enden zu
den außen vorgesehenen Anschlußleitungen (27) wegragenden Verteilersäulen (91 bis
93) angebracht sind (Fig. 6, 7).
38. Verteileraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere, insbesondere je zwei Einzelsäulenkammern (11, 12) hintereinander angeordnet
sind.
39. Verteileraggregat nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paneele (20)
rückseitig aneinander von beiden Seiten zugängig vorgesehen, insbesondere seitlich
an eine Gehäusewand (19) angefügt sind.
40. Verteileraggregat nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß zwei insbesondere
als Doppelsäulen (91) nach Anspruch/ausgebildete Hohlsäulen an eine gemeinsame Zwischenwand
(6) angeschlossen sind.
41. Verteileraggregat nach Anspruch 39 oder 40, gekennzeichnet durch ein Doppelpaneel
aus einzelnen langgestreckten Baueinheiten mit einem Gehäusekasten, der in Längsrichtung
durch zwei einander kreuzende Zwischenwände (6, 9) unterteilt ist in wengistens vier
nach in entgegengesetzten Seiten geöffnete Teilkammern.
42. Verteileraggregat nach Anspruch 40 oder 41, dadurch gekennzeichnet, daß gesonderte
Querverteiler (71, 72) nur in einem ersten Paneel (20) vorgesehen und Teilkammern
mit gleichliegend angeordneten Teilkammern des anderen Paneels (20) mittels Durchbrechungen
in der gemeinsamen Zwischenwand (6, 9) verbunden sind.
43. Verteileraggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in einer ersten Paneelebene ausschließlich Vorlaufkammern (11) und in einer zweiten
Paneelebene nur Rücklaufkammern (12) vorgesehen sind, wobei insbesondere die Kammern
eines Strömungskreislaufes entgegengesetzt zueinander angeordnet sind.
44. Verteileraggregat nach den vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, daß
einzelne Armaturen (29, 32, 36), insbesondere wahlweise, außerhalb der Hohlsäulen
(1 bis 3) an diesen anzubringen und an die Säulenkammern (11, 12) durch in oder an
der Kammerwand vorgesehene Verbindungsmittel (83, 84) anschließbar sind, wobei zweckmäßigerweise
innerhalb der Säulenkammern (11, 12) im Bereich der Verbindungsmittel (83, 84) lösbar
Strömungsumlenker (85, 86) angebracht sind.
45. Verteileraggregat nach Anspruch 44, gekennzeichnet, durch eine den Raum für Außenarmaturen
überdeckende wärmeisolierende Abschirmung (87), die vorzugsweise wenigstens einige
Flächenelemente aus Isolierglas aufweist.
46. Verteileraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 45, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verteilersäule (101) wenigstens zu einem Ende hin derart längsunterteilt ist,
daß durch Abheben insbesondere eines einzigen Wandungsteiles (105, 10) die Armaturen
(132, 136, 118) in den Säulenkammern (11, 12) zugängig werden.
47. Verteileraggregat nach Anspruch 46, gekennzeichnet durch die Ausbildung des abhebbaren
Wandungsteiles als Frontdeckel (105) der vorzugsweise auf einer einstückigen Doppelwanne
(90, 190, 290) angebracht ist.
48. Verteileraggregat nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilersäulen
(101) wenigstens zwei aus einer gemeinsamen Anlageebne (98) nach entgegengesetzten
Seiten ausgeformte und in dieser Anlageebene abdichtend lösbar gegeneinander gehaltene
Gehäuseschalen (390, 391, 491, 10, 110) aufweisen.
49. Verteileraggregat nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß in die als Guß-
bzw. Formkörper ausgebildeten Gehäuseschalen (10, 110) Strömungswege wie bypass (131),
Durchtrittskanäle (12c), Querverteiler (171, 172) und dessen Anschlüsse und dgl. ebenso
eingeformt sind wie Armaturenaufnahmen.
50. Verteileraggregat nach Anspruch 48 oder 49, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen
(10, 110) zwei Endstutzen für den Anschluß einzelner Säulenformstücke (107, 108) als
Fortsetzung der Säulenkammern (11, 12) bilden.