[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Spender für Flüssigkeiten oder pastöse Produkte,
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Bei bekannten Spendern der vorstehend genannten Art ist für das erste Rückschlagventil
an der Öffnung in der Trennwand zwischen dem Behälterinneren und der Pumpkammer ein
verhältnismäßig großer fertigungstechnischer Aufwand erforderlich. Falls ganze Rückschlagventile
als separate Einheit gefertigt und eingebaut werden, ist dies in der Konstruktion,
der Herstellung und der Montage aufwendig und mit großen Kosten verbunden. Für den
Fall, daß Verschließteile von Rückschlagventilen, insbesondere in Form von Verschließklappen,
als Bestandteile von in Kopfstücken von Spendern anzuordnenden Einsätzen, die noch
weitere Funktionen, beispielsweise die Bildung der Pumpkammer und die Bildung eines
Überleitungskanals zum Applikator haben, gestaltet werden, ergeben sich für die Herstellung,
insbesondere beim Kunststoff-Spritzgußverfahren, komplizierte und teuere Spritzgußformen.
[0003] Der in den Figuren 3 bis 8 der EP-A-00 13 691 beschriebene Spender für pastöse Produkte
weist ein einstückiges Spritzgußteil auf, welches gleichzeitig die elastischen Klappen
für das erste Rückschlagventil und das zweite Rückschlagventil aufweist. Diese aus
einem Verschließteil, einem elastischen Element und einem Halteelement bestehende
Einheit bildet einen Verbindungstunnel, welcher einen Ausgabekanal mit einem Abschnitt
der Pumpkammer verbindet.
[0004] Im Oberbegriff des Anspruchs 1 ist ausgegangen von der DE-U-8025352.7. Diese Schrift
beschreibt einen Spender für Flüssigkeiten oder pastöse Produkte mit einem das jeweilige
Produkt enthaltenden Behälter. An dem oberen Ende ist der Behälter mit einer Trennwand
abgeschlossen, welche mehrere um den Mittelpunkt verteilte Öffnungen aufweist. Weiterhin
ist ein Applikator vorgesehen, welcher in einem Kopfstück angeordnet ist, das die
Trennwand verdeckt. Das Kopfstück bildet zusammen mit der Trennwand eine durch äußere
Beaufschlagung volumenveränderliche Pumpkammer. Zwischen der Pumpkammer und dem Behälter
ist ein nur in Richtung der Pumpkammer zu öffnendes erstes Rückschlagventil vorgesehen,
im Bereich einer Mündung des Applikators ist ein zweites nur in Richtung dieser Mündung
zu öffendes Rückschlagventil angeordnet. Das erste Rückschlagventil weist ein Verschließteil
auf, das in Schließstellung dichtend über den Öffnungen in der Trennwand liegt. Das
Verschließteil ist über mindestens einen Federarm mit einem innerhalb der ringförmigen
Abdeckung angeordneten hülsenförmigen Element verbunden. Das hülsenförmige Element
dient der Lagerung an einem vorspringenden Zapfen der Trennwand. Die Trennwand weist
weiterhin eine sich nach unten erstreckende napfförmige Einbuchtung auf, an deren
Boden der Zapfen angeordnet ist. Das durch die Trennwand, die in dieser vorgesehenen
Öffnung und das Verschließteil gebildete erste Rückschlagventil, welches in der DE-U-8025352.7
gezeigt ist, zeichnet sich durch einen sehr komplexen Aufbau aus und weist den Nachteil
auf, daß das Verschließteil selbst im Querschnitt im wesentlichen napfförmig ausgebildet
ist. Dies führt dazu, daß der napfartig hochgebogene Randbereich des Verschließteiles
die eigentliche Verschließfunktion übernimmt. Dies führt zu ausgesprochen komplizierten
und komplexen Verformungsvorgängen des Verschließteiles während des Öffnungs- oder
Schließvorganges des ersten Rückschlagventiles. Ein weiterer Nachteil liegt darin,
daß sowohl das Verschließteil als auch die Trennwand mit hoher Präzision ausgebildet
werden müssen, wodurch sich die Herstellungskosten in beträchtlichem Maße erhöhen.
Bedingt durch die Form des Verschließteiles ergeben sich auch Nachteile im Hinblick
auf die Lebensdauer des gesamten Spenders, da bereits eine geringfügige bleibende
Verformung des Verschließteiles oder ein Verklemmen desselben dazu führen, daß der
gesamte Ständer unbrauchbar wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spender der eingangs genannten Art
zu schaffen, dessen erstes Rückschlagventil einfach und wirtschaftlich herstellbar
ist und bei einfachem Aufbau und betriebssicherer Wirkungsweise eine hohe Lebensdauer
aufweist.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Spender kann das Verschließteil des ersten Rückschlagventils
zusammen mit einem Halteelement und mindestens einem das Verschließteil mit dem Halteelement
verbindenden elastischen Element als einfaches Bauteil, beispielsweise under Verwendung
einer einfachen Spritzgießform, hergestellt und dann als Einsatz an der Trennwand
im Bereich der Öffnung oder Öffnungen angebracht werden. Auf diese Weise ergibt sich
eine sehr wirtschaftliche Herstellung. Durch den Anbau des Einsatzes unmittelbar an
die Trennwand im Bereich von deren Öffnung oder Öffnungen ist eine präzise Positionierung
des Verschließteils und damit ein zuverlässiges Funktionieren des Rückschlagventils
gewährleistet. Die aufwendige Fertigung ganzer separater Rückschlagventile ist bei
dem erfindungsgemäßen Spender ebenso wenig erforderlich wie die relativ aufwendige
Einbeziehung des Verschließteils des ersten Rückschlagventils in Bauteile, die andere
Zwecke zu erfüllen haben. Der erfindungsgemäße Aufbau eignet sich sowohl für Spender
für pastöse Produkte als auch für Spender für Flüssigkeiten.
[0008] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Spenders als Spender für flüssige
Produkte wird dadurch erreicht, daß sich an jede Öffnung in der Trennwand nach unten
jeweils ein sich in den Behälter erstreckendes, unten offenes Saugrohr anschließt,
daß der Behälter an seinem unteren Ende durch einen mit den Wänden des Behälters verbundenen
Boden geschlossen ist, und daß im Bereich der Trennwand mindestens ein das Innere
des Behälters mit der Umgebung verbindender Verbindungsweg, gegebenenfalls mit einer
ein Entweichen von Behälterinhalt nach außen verhindernden Vorrichtung, vorgeshen
ist. Bei einer solchen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Spenders wird beim Verringern
des Volumens der Pumpkammer darin befindliche Flüssigkeit, weil dann das erste Rückschlagventil
schließt, durch das zweite Rückschlagventil und die Applikator-Mündung nach außen
gedrückt. Wenn danach das Volumen der Pumpkammer wieder vergrößert wird, schließt
das zweite Rückschlagventil und es entsteht in der Pumpkammer ein Unterdruck, durch
den das erste Rückschlagventil geöffnet wird und Flüssigkeit aus dem Behälterinneren
durch das Saugrohr oder die Saugrohre in die Pumpkammer hochgesaugtwird. Da der Bereich
des Behälterinneren oberhalb der Flüssigkeit über einen Verbindungsweg, beispielsweise
einen engen Verbindungskanal, mit der Umgebung in Verbindung steht, herrscht dort
der Druck der Umgebung.
[0009] Eine alternative Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Spenders, die für pastöse Produkte
besonders geeignet ist, ist dadurch gegeben, daß der Behälter an seinem unteren Ende
eine Öffnung aufweist und dort mit einem dichten an der Behälterinnenwand gleitenden
Kolben verschlossen ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel wirkt der Druck der Umgebung
von außen auf den an der Behälterinnenwand gleitenden Kolben und überdies auf den
Inhalt des Behälters. Bei einer Verringerung des Volumens der Pumpkammer durch äußere
Betätigung wird das darin befindliche pastöse Material durch das zweite Rückschlagventil
und die Applikator-Mündung nach außen gedrückt. Das erste Rückschlagventil ist dabei
geschlossen. Wird danach das Volumen der Pumpkammer wieder vergrößert, so schließt
das zweite Rückschlagventil und es entsteht ein Unterdruck in der Pumpkammer, durch
den das erste Rückschlagventil geöffnetwird. Unter der Wirkung des auf den verschiebbaren
Kolben von unten her drückenden Umgebungsdruckwird dann pastöses Material durch das
erste Rückschlagventil hindurch in die Pumpkammer gedrückt.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Spenders, die sowohl
für flüssige Produkte als auch für pastöse Produkte verwendbar ist, wird gemäß der
Erfindung dadurch erreicht, daß das Kopfstück ein von außen betätigbares, relativ
zur Trennwand verschiebbares Pumpelement zur Volumenänderung der Pumpkammer aufweist,
an dem eine die Rückstellbewegung von der Trennwand weg bewirkende Rückstellfeder
angreift, und daß der Applikator des Kopfstücks einen zur Öffnung bzw. die Öffnungen
der Trennwand seitlich versetzt verlaufenden Ausgabekanal aufweist. Bei dieser Ausgestaltung
wird eine Verringerung des Volumens der Pumpkammer durch Nachinnendrücken des Pumpelements
von Hand bewerkstelligt. Eine Vergrößerung des Volumens der Pumpkammer wird dann automatisch
dadurch bewirkt, daß die Rückstellfeder das Pumpelement nach außen schiebt.
[0011] Eine sehr günstige Ausgestaltung dieses Ausführungsbeispiels der Erfindung ist dadurch
gegeben, daß im Kopfstück ein Einsatz angeordnet ist, der einen nach oben und nach
unten offenen hohlzylindrischen Teil zur Bildung einer im wesentlichen zylindrischen
Pumpkammer sowie einen die Pumpkammer mit dem Applikator verbindenden Teil aufweist,
und daß das von außen betätigbare Pumpelement als im hohlzylindrischen Teil des Einsatzes
verschieblich geführter Pumpkolben ausgeführt ist. Eine solche Ausgestaltung ist sowohl
hinsichtlich der Herstellung besonders wirtschaftlich als auch hinsichtlich der Handhabung
besonders einfach und zuverlässig.
[0012] Die günstige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Spenders, die insbesondere für die
Handhabung von pastösen Produkten geeignet ist, ist dadurch gegeben, daß die Trennwand
mehrere um einen Mittelpunkt verteilte Öffnungen aufweist, daß das Verschließteil
als die Öffnungen in Schließstellung überdeckende ringförmige Abdeckung ausgebildet
ist, die über mindestens einen Federarm mit einem innerhalb der ringförmigen Abdeckung
angeordneten hülsenförmigen Halteelement verbunden ist, und daß and der Trennwand
ein nach oben vorspringender Zapfen vorgesehen ist, auf welchen das hülsenförmige
Halteelement aufsteckbar ist. Bei dieser Ausgestaltung ergibt sich ebenfalls ein sehr
einfach herzustellender Verschließteileinsatz, wobei das Verschließteil als ringförmige
Abdeckung ausgebildet ist, die in Schließstellung gleichzeitig alle in der Trennwand
befindlichen Öffnungen abdeckt. Die Befestigung des Schließteileinsatzes an derTrennwand
erfolgt durch Aufstecken auf den Zapfen in einer einfachen und zuverlässigen Steckverbindung.
[0013] Ein weiteres Merkmal der Erfindung, bei der der Zapfen an derTrennwand und die darauf
gesteckte Hülse nicht in die Pumpkammer hineinragen, ist dadurch gegeben, daß die
Trennwand eine sich nach unten erstreckende napfförmige Einbuchtung aufweist, auf
deren Boden der Zapfen angeordnet ist.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus Anspruch 2.
[0015] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung
beschriben. Es zeigen
Figur 1 ein zur Handhabung von Flüssigkeiten geeignetes Ausführungsbeispiel eines
bekannten Spenders, im Längsschnitt,
Figur 2 eine Draufsicht auf den Verschließteilensatz des Spenders gemäß Fig. 1.
Figur 3 ein zur Handhabung von pastösen Produkten geeignetes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Spenders, im Längsschnitt.
Figur4 eine Draufsicht auf den Verschließteileinsatz des Spenders gemäß Fig. 3.
[0016] Im folgenden werden die Funktionsweise und der Aufbau eines gattungsgemäßen Spenders
anhand von Fig. 1 beschrieben.
[0017] In Fig. 1 ist en für Flüssigkeiten geeigneter bekannter Spender dargestellt. Der
Spender weist einen Behälter 1 auf, der an seinem unteren Ende durch einen einstückig
mit dem Behälter verbundenen Boden geschlossen ist und der an seinem oberen Ende eine
weite kreisförmige Öffnung aufweist, an deren Rand sich ein nach oben ragender rohrförmiger
Stutzen 2 befindet. Über dem Behälter 1 ist ein Kopfstück 3 angeordnet, das an seinem
unteren Ende am Innenumfang ringsumlaufende Vorsprünge aufweist. Das Kopfstück 3 ist
auf den Stutzen 2 des Behälters 1 aufgesteckt. Dabei greifen die ringsum verlaufenden
Vorsprünge am Innenumfang des Kopfstücks in rillenförmige Zwischenräume zwischen ringsumlaufenden
Vorsprüngen am Außenumfang des Stutzens ein, so daß sich eine formschlüssige Steckverbindung
ergibt. Das Kopfstück 3 weist einen Applikator 3' mit einer darin vorgesehenen Mündung
3" auf. In dem Kopfstück 3 ist ein Einsatz 4 angeordnet, der einen nach oben und unten
offenen hohlzylindrischen Teil 4' zur Bildung einer im wesentlichen zylindrischen
Pumpkammer 5, sowie einen die Pumpkammer 5 mit dem Applikator 3' verbindenden Teil
4" auf. Am Außenumfang des Einsatzes 4 befindet sich ein radial abstehender ringsum
verlaufender Vorsprung 6, der nach dem Einsetzen des Einsatzes 4 in das Kopfstück
3 in eine entsprechend geformte rings um den Innenumfang des Kopfstücks 3 verlaufende
Vertiefung eingreift. Auf diese Weise ist eine einfache formschlüssige Verbindung
von Kopfstück 3 und Einsatz 4 gegeben. Der Einbau des Einsatzes 4 in das Kopfstück
3 erfolgt, bevor das Kopfstück 4 auf den Stutzen 2 des Behälters 1 aufgesetzt wird.
[0018] In dem hohlzylindrischen Teil 4' des Einsatzes 4 ist ein als Pumpkolben 7 ausgebildetes
Pumpelement axial verschiebbar angeordnet und geführt. Der Kolben 7 ist mit einem
Betätigungsknopf 8 verbunden, der axial verschiebbar in einer Ausnehmung des Kopfstücks
3 geführt ist.
[0019] Zwischen dem Knopf 8 und dem Kopfstück 3 ist eine als Druckfeder ausgestaltete Rückstellfeder
9 angeordnet, die den Knopf nach oben und damit auch den Kolben 7 nach oben zu bewegen
sucht.
[0020] Der Teil 4" des Einsatzes 4 ist in seinem oberen Teil als Rohrstück ausgestaltet,
das in den Ausgabekanal des Applikators 3' eingesteckt ist. Im unteren Bereich des
Teils 4' befindet sich ein das Innere der Pumpkammer 5 mit dem Inneren des Teils 4"
verbindender Übergangskanal mit einer Verbindungsöffnung 4"'.
[0021] An oberen Ende des Behälters 1 ist eine Trennwand 10 vorgesehen, die eine Öffnung
11 aufweist. Die Trennwand 10 ist als separater Einsatz ausgebildet, der mit seinem
kreisförmigen Außenrand am unteren Ende des Einsatzes 4 in einer Steckverbindung befestigt
ist. Eine rings um den Innenumfang des Einsatzes 4 am unteren Rand desselben herumlaufender
Vorsprung greift unter den Außenrand des Wandeinsatzes 10 und hält diesen in fester
Verbindung mit dem Einsatz 4. Der untere Rand des hohlzylindrischen Teils 4' des Einsatzes
4 und des Teils 4" des Einsatzes 4 liegen dichtend von oben her an der oberen Fläche
der Wand 10 an. An der Unterseite der Wand 10 befindet sich im Bereich der Öffnung
11 ein nach unten vorragender Stutzen 12, in welchen des obere Ende eines sich nach
unten ins Innere des Behälters 1 erstreckenden Saugrohes 13 eingesteckt ist.
[0022] Der Umfangsrand der Öffnung 11 der Trennwand 10 ist als nach oben vorspringender
Rohrstutzen 14 ausgebildet. Die obere Stirnfläche des Rohrstutzens 14 ist als Anlagefläche
für ein Verschließteil 15 vorgesehen. Das Verschließteil 15 ist als Kreisscheibe geformt,
die über zwei Federarme 16 mit einem ringförmigen Halteelement 17 einstückig verbunden
ist. Das Verschließteil 15 bildet zusammen mit den Federarmen 16 und dem Haltering
17 eine als separater Einsatz gestaltete Baueinheit. Die Federarme 16 sind als konzentrisch
zum Verschließteil 15 verlaufende bogenförmige Arme ausgebildet, die mit ihren Enden
einstückig mit dem Verschließteil bzw. mit dem Haltering verbinden sind. Der auf diese
Weise gebildete Einsatz ist in Draufsicht in Fig. 2 dargestellt. Die Trennwand 10
weise einen konzentrisch zum Stutzen 14 verlaufenden Ringwandabschnitt mit einem darin
rings um den Umfang verlaufenden und nach innen vorragenden Vorsprung 18 auf. An dem
Haltering 17 des Verschließteileinsatzes ist ein rings um den Außenumfang herumlaufender
Vorsprung 17' vorgesehen. Der Haltering 17 wird zur Befestigung an der Trennwand 10
so gegen diese gedrückt, daß der Vorsprung 17' hinter den Vorsprung 18 der Trennwand
10 zu liegen kommt. Der Haltering 17 ist auf diese Weise formschlüssig an der Trennwand
10 befestigt. Die obere Öffnung des Behälters 1 wird durch die Trennwand 10 und die
Außenwände des Einsatzes 4 verschlossen. Zur Abdichtung des Bereichs zwischen der
Außenwand des Einsatzes 4 und dem oberen Ende des Stutzens 2 des Behälters 1 ist zwischen
der Außenwand des Einsatzes 4 und dem oberen Ende des Stutzens 2 ein Dichtring 19
aus einem elastischen Material, beispielsweise Gummi oder Kunststoff, angeordnet.
Ein Flansch am oberen Ende des Dichtrings ist zwischen dem Vorsprung 6 des Einsatzes
4 und der oberen Stirnfläche des Stutzens 2 eingeklemmt. Der untere Teil des Dichtrings
ist als keilförmig zulaufende Schürze ausgebildet. Auf diese Weise ist sichergestellt,
daß Flüssigkeit, die sich im Inneren des Behälters 1 befindet, nicht zwischen der
Außenwand des Einsatzes 4 und dem Stutzen 2 nach außen dringen kann. An einer Stelle
des Innenumfangs des unteren Teils des Kopfstückes 3 ist eine in Axialrichtung verlaufende
Rille 20 vorgesehen, die sich vom unteren Rand des Kopfstückes 3 bis zu der den Vorsprung
6 aufnehmenden Rille am Innenumfang erstreckt. An der der Rille gegenüberliegenden
Stelle des Einsatzes 4 ist eine rillenförmige Ausnehmung 21 in den Vorsprung 6 eingeformt.
Auf diese Weise ergibt sich eine kapillarenartige Verbindung zwischen der Umgebung
und dem Innenraum des Behälters 1. Durch diesen Verbindungsweg, für den auch in dem
Dichtring 19 an dessen Innenseite eine entsprechende rillenartige Ausnehmung vorgesehen
ist, wird gewährleistet, daß ein Druckausgleich zwischen dem Inneren des Behälters
1 und der Umgebung möglich ist. Flüssigkeit kann jedoch durch diesen Verbindungsweg
nicht austreten, weil der untere schürzenförmige Teil des Dichtrings Flüssigkeit nicht
in den Verbindungsweg eintreten läßt.
[0023] In dem rohrförmigen Abschnitt des Teils 4" des Einsatzes 4 ist ein Einsatz 22 angeordnet,
an dessen unterem Ende eine Verschließklappe 23 über eine elastische Brücke einstückig
angeformt ist. Die Verschließklappe 23 wird elastisch an den Rand der Durchgangsöffnung
4"' des Einsatzes 4 gedrückt und bildet mit dieser zusammen ein die Verbindung zwischen
dem Pumpraum 5 und dem Applikator 3 kontrollierendes zweites Rückschlagventil.
[0024] In die Öffnung 3" des Applikators 3' ist ein Verschließpfropfen 24 lösbar einsteckbar.
Eine Abdeckkappe 25 ist abnehmbar auf das Kopfstück 3 von oben her aufgesetzt. In
dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind alle Teile mit Ausnahme der metallischen
Rückstellfeder 9 aus Kunststoff hergestellt.
[0025] Im folgenden wird die Funktion des in Fig. 1 dargestellten Spenders für Flüssigkeit
beschrieben. Wenn Flüssigkeit, die sich in dem Behälter 1 befindet, abgegeben werden
soll, wird zunächst die Abdeckkappe 25 von Hand vom Kopfstück 3 abgezogen. Anschließend
wird der Verschlußstopfen 24 von Hand aus der Mündung 3" des Applikators 3' entfernt.
Der Spender kann dann von Hand, beispielsweise am Kopfstück 3, erfaßt werden. Durch
Druck mit einem Finger auf den Knopf 8 wird dieser gegen die Wirkung der Rückstellfeder
9 einwärts bewegt. Dadurch wird der Pumpkolben 7 in Richtung auf die Trennwand 10
zubewegt, so daß das Volumen der Pumpkammer 5 verringert wird. Das Verschließteil
15 wird dabei an die Stirnfläche des Stutzens 14 angedrückt, so daß das erste Rückschlagventil
geschlossen ist. Flüssigkeit, die sich in der Pumpkammer 5 befindet, wird gegen die
Klappe 23 gedrückt, so daß diese aus ihrer Verschlußlage weggebogen wird. Die Flüssigkeit
dringt dann durch den Kanal im Teil 4" des Einsatzes 4 hindurch in den Applikator
3' und von dort durch die Mündung 3" ins Freie. Sobald die in der Pumpkammer 5 befindliche
Flüssigkeit auf diese Weise nach außen abgegeben ist, wird der Knopf 8 freigegeben,
so daß er sich unter der Wirkung der Rückstellfeder 9 wieder nach außen bewegt. Dadurch
wird der Pumpkolben 7 in Richtung von der Trennwand 10 weggezogen. Das Volumen der
Pumpkammer 5 wird dadurch wieder vergrößert. Der dabei entstehende Unterdruck bewirkt,
daß die Verschließklappe 23 des zweiten Rückschlagventils die Öffnung 4'" im Teil
4" des Einsatzes 4 schließt. Unter der Wirkung des Unterdrucks wird andererseits das
Verschließteil 15 gegen die Wirkung der Federarme 16 von dem Stutzen 14 nach oben
abgehoben, so daß die Öffnung 11 in der Trennwand 10 freigegeben wird und Flüssigkeit
durch das Saugrohr 13 in die Pumpkammer 5 gesaugt wird. Dabei ist zu beachten, daß
durch den Verbindungsweg 20, 21 der Atmosphärendruck im Inneren des Behälters 1 im
Bereich oberhalb der Flüssigkeit zur Wirkung kommt. Wenn der Pumpkolben 7 in seiner
oberen Endlage angekommen ist, ist der Saughub beendet. Das Verschließteil 15 kommt
dann wieder zur Anlage an dem Stutzen 14 und schließt die Öffnung 11. Dann kann durch
Druck auf den Knopf 8 in der bereits geschilderten Weise die in der Pumpkammer 5 befindliche
Flüssigkeit wieder nach außen abgegeben werden.
[0026] In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders, der zur Handhabung
von pastösen Produkten geeignet ist, dargestellt. Soweit der Aufbau des Spenders gemäß
Fig. 3 dem Aufbau des Spenders gemäß Fig. 1 entspricht, sind zur Bezeichnung der dargestellten
Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet. Von einer nochmaligen Beschreibung dieser
Teile und deren Funktion kann abgesehen werden. Der Spender gemäß Fig. 3 unterscheidet
sich in seinem Aufbau von Spender gemäß Fig. 1 zunächst dadurch, daß der das pastöse
Gut enthaltende Behälter 26 an seinem unteren Ende nicht durch eine fest mit dem Behälter
verbundene Bodenwand geschlossen ist, sondern offen ist. Die untere Öffnung des Behälters
26 ist mit einem dichtend an der Behälterinnenwand gleitenden Kolben 27 verschlossen.
Weiterhin ist bei dem Spender gemäß Fig. 3 die Trennwand 28 am oberen Ende des Behälters
26 einstückig mit dem Behälter verbunden. Das Kopfstück 3 ist zusammen mit dem Einsatz
4 auf den Stutzen 2 des Behälters 2 in analoger Weise wie in Fig. 1 dargestellt aufgesteckt.
Dabei ist die Anordnung eines Dichtrings zwischen Einsatz 4 und Stutzen 2 nicht erforderlich,
weil die Trennwand 28 einstükkig mit dem Behälter 26 verbunden ist, weil der Einsatz
4 mit seinem unteren Ende dicht an der Oberseite der Trennwand 28 anliegt und weil
die Steckverbindung zwischen Kopfstück und Stutzen 2 ausreichend dicht ist, um kein
pastöses Material nach außen dringen zu lassen.
[0027] Die Trennwand 28 weist zwei kreisbogenförmige Öffnungen 29 auf, die konzentrisch
zur Mittelachse des Behälters 26 einander diametral gegenüberliegen. Die Trennwand
28 weist eine sich nach unten erstreckende napfförmige Einbuchtung 28' auf, auf deren
Boden ein nach oben vorspringender Zapfen 30 einstückig angebracht ist. Die Öffnungen
29 in der Trennwand 28 erstrecken sich in dem ebenen Bereich der Trennwand außerhalb
des oberen Randes der Einbuchtung 28'. Über den Öffnungen 29 liegt ein als flacher
Ring ausgebildeter Verschließteil 31. Dieses Verschließteil 31 ist über zwei Federarme
32 einstückig mit einem hülsenförmigen Halteelement 33 verbunden. Auf dieses Weise
bildet das Verschließteil 31 zusammen mit den Federarman 32 und dem hülsenförmigen
Halteelement 33 eine als Einsatz ausgebildete Baueinheit, die auf einfache und wirtschaftliche
Weise in einer einfachen Form im Spriztgußverfahren hergestellt werden kann. Das hülsenförmige
Halteelement 33 ist zur Verbindung mit derTrennwand 28 auf den Zapfen 30 aufgesteckt.
Das erste Rückschlagventil des Spenders gemäß Fig. 3 wird somit durch den Verschließteileinsatz
31, 32, 33 zusammen mit den Öffnungen 29 und der napfförmigen Vertiefung 28' und dem
Zapfen 30 gebildet. In Schließstellung des ersten Rückschlagventils liegt der ringförmige
Verschließteil 31 dicht über den Öffnungen 29 und verschließt diese. In Fig. 4 ist
eine Draufsicht auf das erste Rückschlagventil des Spenders gemäß Fig. 3 dargestellt.
[0028] Im folgenden wird die Wirkungsweise des Spenders gemäß Fig. 3 beschrieben. Auch hier
wird durch Nachinnendrücken des Knopfes 8 der Kolben 7 in Richtung auf die Trennwand
28 zubewegt, so daß das Volumen der Pumpkammer 5 verringert wird. Pastöses Material,
das sich dabei in der Pumpkammer befindet, wird dabei durch das zweite Rückschlagventil,
dessen Klappe 23 die Öffnung 4"' freigibt, in den Applikator 3" und durch die Mündung
3"' nach außen gedrückt. Das erste Rückschlagventil ist dabei geschlossen, da das
Verschließteil 31 an die Trennwand 28 angedrückt wird und die Öffnungen 29 abdeckt.
Wenn der Knopf 8 losgelassen wird, wird der Kolben 7 unter der Wirkung der Rückstellfeder
9 nach oben bewegt, so daß das Volumen der Pumpkammer 5 vergrößert wird. Dabei entsteht
eine Saugwirkung, durch die das zweite Rückschlagventil schließt, indem die Klappe
23 die Öffnung 4"' abdeckt. Der Umgebungsdruck wirkt von unten auf den Kolben 27 und
über diesen auf den Inhalt des Behälters 26, so daß unter der Wirkung der Druckdifferenz
zwischen dem Unterdruck in der Pumpkammer 5 und dem Druck im inneren des Behälters
26 das Verschließteil 31 gegen die Wirkung der Federarme 32 von den Öffnungen 29 abgehoben
wird. Pastöses Material dringt dann durch die Öffnungen 29 in die Pumpkammer 5, Unter
der Wirkung des Umgebungsdrucks wird dabei der Kolben 27 relativ zu der Innenwand
des Behälters 26 nach oben verschoben: Wenn die Nachobenbewegung des Pumpkolbens 7
beendet ist und damit auch die Füllung der Pumpkammer 5 mit pastösem Material beendet
ist, kommt das Verschließteil 31 wieder zur dichtenden Anlage über den Öffnungen 29
der Trennwand 28. Anschließend kann das pastöse Material aus der Pumpkammer 5 durch
den Applikator 3' wieder in der bereits beschriebenen Weise nach außen abgegeben werden.
[0029] Bei diesem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders ist durch die Gestaltung
des ersten Rückschlagventils eine einfache und wirtschaftliche Herstellung und Montage
und eine zuverlässige Funktion des Ventils gewährleistet. In Schließstellung des ersten
Rückschlagventils werden die relativ großen Öffnungen 29 in der Trennwand 28, die
bei pastösen Materialien erforderlich sind, durch das Verschließteil 31 zuverlässig
abgedeckt.
[0030] Der erfindungsgemäße Spender zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile
aus. Durch die einfache Ausgestaltung des mit den Öffnungen versehenen Bereiches der
Trennwand ist es möglich, den Behälter des Spenders besonders kostengünstig herzustellen.
Insbesondere sind keine zusätzlichen, als Dicht- oder Paßflächen zu verwendende Flächen
erforderlich, so daß sowohl die Herstellungskosten der Spriztgußform als auch Kontroll-
oder Nacharbeitungskosten bei dem fertigen Spender entfallen können. Auch die Ausgestaltung
der Abdeckung erweist sich als besonders einfach, da diese als ebener Ring ausgebildet
sein kann. Dies führt zum einen zu kostengünstigen Herstellungsmöglichkeiten und zum
anderen zu besonders günstigem Biegebedingungen bei der Betätigung des Rückschlagventils,
da eine Deformation einer Platte oder eines plattenförmigen Ringes bei entsprechender
Dimensionierung ohne negative Einflüsse auf das Material des Ringes erfolgen kann
und da durch die ebene, ringförmige Anlage der Abdeckung auf besonders einfache Weise
ein sicherer Dichtvorgang gewährleistet werden kann.
[0031] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend erläuterte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Beispielsweise kann sowohl der Aufbau des Kopfstücks des Spenders als auch der Aufbau
des ersten Rückschlagventils im Rahmen des Gegenstands des Anspruchs 1 modifiziert
sein.