[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine druckmittelbetätigte Drehantriebs- oder -stellvorrichtung
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-B Nr. 2647385 bekannt. Bei Vorrichtungen
mit nur je einer Antriebsführung an jedem Kolben treten Kippmomente während des Betriebes
auf, die dazu tendieren, dass sich der Kolben verkanten kann. Dabei treten hohe Reibungskräfte
auf, die grosse Flächenpressungen erzeugen und damit den Wirkungsgrad der Vorrichtung
stark beeinträchtigen sowie die Lebensdauer verkürzen. Um diese Nachteile so gering
wie möglich zu halten, sind bei der bekannten Einrichtung zusätzliche, gegenüber der
Antriebsführung seitlich versetzte Führungen vorgesehen, deren Wirkung aber nicht
zufriedenstellend ist.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Betriebssicherheit und
die Lebensdauer der Vorrichtung zu erhöhen sowie deren Wirkungsgrad zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die mit einer Zahnstange versehene Führung
in ihrer der Zylinderwand zugewandten Oberfläche eine parallel und symmetrisch zur
Zylinderachse angeordnete Nut aufweist, welche die um 180° um die Zylinderlängsachse
versetzt gegenüberliegende Führung ohne Zahnstange des anderen Kolbens formschlüssig
gleitend aufnimmt.
[0005] Hiermit werden die ggf. auftretenden Kippmomente beherrscht und eine sichere Führung
der Kolben erreicht, so dass Wirkungsweise und Lebensdauer der Einrichtung verbessert
werden.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der im Hauptanspruch definierten Einrichtung sind in
den Unteransprüchen erfasst.
[0007] Durch die Merkmale des Anspruches 7 wird erreicht, die Bewegungen der beiden Kolben
in ihren jeweiligen Endstellungen zu dämpfen, um dadurch ein zu hartes Anschlagen
der durch die Kolben betätigten Einrichtung, z. B. einem grossen Scheibenwischer od.
dgl., zu vermeiden. In den Ansprüchen 8 bis 10 sind vorteilhafte Ausgestaltungen dieser
Dämpfungseinrichtung erläutert.
[0008] Ausführungsbeispiel werden anhand der Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen zeigen
in
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Stellvorrichtung, wobei sich die Kolben in der
sogenannten geschlossenen Stellung befinden, in
Fig. 2 einen Längsschnitt gemäss Fig. 1, jedoch befinden sich hier die Kolben in der
sogenannten offenen Stellung, in
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäss der Linie 3-3 in Fig. 1, in
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform der neuen Vorrichtung, die eine kürzere Bauweise
ermöglicht, in
Fig. 5 eine Ausführungsform der Vorrichtung mit eingesetzten Federn, in
Fig. 6 einen Schnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform mit eingebauter Dämpfereinrichtung
gemäss der Linie 6-6 in Fig. 7, in
Fig. 7 einen Schnitt durch die Einrichtung gemäss Fig. 6 entsprechend der Linie 7-7
in Fig. 6 und in
Fig. 8 eine Fig. 7 vergleichbare Darstellung, bei der aber die Kolben sich bereits
aus einer Endlage in eine Mittellage bewegt haben.
[0009] In der Zeichnung ist bei 1 ein Zylinder dargestellt mit zwei Zylinderdeckeln 2 und
einer inneren Leitung 3 und äusseren Leitung 4 zum Zu- und Abfliessen des Mediums.
In dem Zylinder 1 sind zwei Kolben 5 in Richtung der Zylinderachse bewegbar angeordnet.
Sie weisen je zwei Führungen 6 und 7 auf, wobei die Führungen 6 mit einer Zahnstange
8 versehen sind, die mit einem Ritzel einer Stellwelle 9 zusammenwirken. Die Kolben
5 weisen im Bereich der Kolbenböden Dichtringe 10 und Gleitringe 11 umfangsmässig
auf. An der Zylinderinnenwand ist ein Gleitring 12 umfangsmässig angebracht, an dem
die Führungen 6 und die Führungen 7 gemeinsam entlanggleiten.
[0010] Sollen die Kolben 5 von der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Stellung in die
in Fig. 2 dargestellte offene Stellung bewegt werden, gelangt über die innere Leitung
3 Druckmittel in den zwischen den beiden Kolbenböden gebildeten Raum und drückt diese
auseinander. Dabei kämmen die Zahnstangen 8 der beiden Führungen 6 mit dem Ritzel
der Stellwelle 9, so dass sich die Stellwelle um einen gewissen Betrag dreht, bis
die Kolben 5 sich in der in Fig. 2 dargestellten offenen Stellung befinden. Um den
Drehwinkel der Stellwelle 9 zu beschränken, kann der Kolbenhub mittels einer verstellbaren
Anschlagvorrichtung 14 begrenzt werden. Da die beiden Kolben über das Ritzel der Stellwelle
9 fest miteinander verbunden sind, genügt es, diese Anschlagvorrichtung 14 an einer
Seite des Zylinders vorzusehen. Sie kann jedoch zusätzlich auch an der zweiten Seite
angebracht werden.
[0011] Da die senkrecht zur Zylinderachse verlaufende Bohrung der Leitung 3 aus Einfachheitsgründen
der Fertigung teilweise von dem Gleitring 12 im Zylinder verdeckt wird, ist ein Zusatzkanal
15 vorgesehen, der den verbleibenden Spalt der Bohrung 3 vergrössert und der parallel
zur Zylinderachse verläuft, so dass das Druckmedium beim Einströmen in den zwischen
den Kolbenböden gebildeten Raum nicht senkrecht zur Bewegungsrichtung der beiden einströmt,
sondern in Bewegungsrichtung der beiden Kolben und damit die auseinanderführende Bewegung
noch unterstützt.
[0012] Sollen die Kolben 5 von der in Fig. 2 dargestellten offenen Stellung wieder in die
geschlossene Stellung zurückgeführt werden, wird durch die äussere Leitung 4 Druckmedium
in die Räume geführt, die zwischen den Kolbenböden und den Zylinderdeckeln gebildet
sind. Dabei ist es bei kompressilen Druckmitteln, wie beispielsweise Luft, von Vorteil,
einen möglichst kleinen Raum füllen zu müssen, da sich dann der Druck schneller aufbaut.
Zu diesem Zweck sind die beiden Zylinderdeckel 2 nach innen eingezogen und verringern
so den zwischen ihnen und den Kolbenböden gebildeten Raum. Bei der Bewegung der beiden
Kolben aufeinanderzu wird das zwischen ihnen befindliche Druckmedium durch die innere
Leitung 3 wieder abgeführt. Die Stellwelle 9 wird bei dieser Bewegung wieder in ihre
Ausgangslage zurückgeführt.
[0013] Um im Falle einer Betriebsstörung das Einnehmen dieser Ausgangsstellung zu gewährleisten,
sind an der Aussenseite der Kolbenböden Erhebungen angebracht zum Fixieren von koaxial
zur Zylinderachse verlaufenden Federn, die sich an den Zylinderdeckeln abstützen und
die Kolben aus der offenen Stellung in die geschlossene Stellung zurückführen, im
Falle, dass beispielsweise durch ein Leck mit dem Druckmittel kein Druck mehr aufgebaut
werden kann.
[0014] Bei der derzeit möglichen und zum Standard gehörenden hohen Fertigungsgenauigkeit
sind die Zahnstangen 8 form- und kraftschlüssig in die Führungen 6 eingepasst, so
dass sie ohne weitere Befestigungsmittel ihre eingenommene Stellung auch im wechsellastigen
Betrieb nicht mehr verlassen. Als zusätzliche Sicherung können jedoch noch Stifte
16 vorgesehen sein, die entweder verklebt oder als Passstifte die zahnstangen 8 mit
den Führungen 6 verbinden. Bei einer weniger genauen Abstimmung der Zahnstangenform
auf die Form der Führungen 6 werden die Zahnstangen mittels Schrauben gehalten, wobei
Kräfte, die die Zahnstangen aus den Führungen herausheben wollen, nur von den Schrauben
aufgefangen werden müssen.
[0015] Wie aus Fig. 3 und 6 ersichtlich, sind die mit einer Zahnstange 8 versehenen Führungen
6 in ihrer der Zylinderwand zugewandten Oberfläche mit einer parallel und symmetrisch
zur Zylinderachse ausgerichteten Nut 23 versehen, die die um 180° um die Zylinderlängsachse
versetzt gegenüberliegende Führung 7 ohne Zahnstange des anderen Kolbens formschlüssig
gleitend aufnimmt.
[0016] Wenn also im Betrieb ein Kippmoment, welches von dem Ritzel der Stellwelle 9 über
die Zahnstange auf die Führung 6 und damit den Kolben 5 übertragen wird, auftritt,
kann sich dieser mittels seiner der Führung 6 genau gegenüberliegenden Führung 7 optimal
abstützen. Die Führung 7 stützt sich dabei an den Seitenwänden der Nut 23 ab.
[0017] Um den Kolben möglichst sicher zu führen, ist dabei jede Führung 6 ausser der Nut
23 mit in Richtung des Umfangs der Zylinderinnenwand breiten und die Breite der Zahnstangen
wesentlich überschreitenden symmetrisch angeordneten Führungsflächen 24 ausgerüstet.
[0018] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist der Kolben 5a so ausgebildet,
dass die Dichtun-
gen 10a und 11 aufnehmende Führungsflächen 17 so ausgerichtet sind, dass ein weitgehendes
Ineinanderfahren der aufeinanderzubewegten Kolben möglich ist. Bei dieser Ausführungsform
wird dann der Zylinderdeckel 2 entsprechend ausgebildet, so dass hier noch ein genügender
Raum für den Lufteintritt vorhanden ist.
[0019] Während bei der Ausführungsform gemäss Fig. und 2 dieZylinderdeckel 2 eine abgeschrägte
äussere Vertiefung 18 aufweisen, ist diese Vertiefung bei der Ausführungsform gemäss
Fig. 4 stufenförmig ausgebildet, so dass jeweils ein Griffrand 19 geschaffen wird.
[0020] Fig. 5 zeigt die Ausführungsform einer Vorrichtung, bei der an sich zum Stand der
Technik gehörende Federn 20 eingesetzt sind. Während bei dieser Ausführungsform der
Kolben beispielsweise entsprechend der Ausführungsform gemäss Fig. 1 ausgebildet ist,
aber in gleicher Weise.auch gemäss der Ausführungsform entsprechend Fig. 4 ausgebildet
sein kann, sind die Zylinderdeckel 21 entsprechend gross gestaltet, um damit den Aufnahmeraum
für die Federn 20 zu schaffen.
[0021] Bei den in den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispielen ist in Abwandlung
der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform eine Dämpfungseinrichtung zusätzlich
vorgesehen. Hierfür wird der Zylinderraum von einem Steg 25 durchsetzt, der die Bewegungen
der Führungen 6 nicht behindert und der Aufnahme von Bohrungen für die Druckmittelzu-
und -abflussleitungen dient und der gleichzeitig die Dämpfereinrichtung auf der einen
Seite des Zylinders darstellt.
[0022] Sowohl in dem Steg 25 wie auch in dem Zylinderdeckel 2 sind Bohrungen 26 und 27 vorgesehen.
In dem Kolben 5 ist die eigentliche Dämpfungseinrichtung 28 eingebaut, die bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei über die beiderseitigen Kolbenflächen vorstehenden
Stössein 29 und 30 gebildet sind. Die Stössel sind so dimensioniert und angeordnet,
dass sie mit den Bohrungen 26 und 27 fluchten und in diese Bohrungen 26 und 27 hineingeführt
werden können, wobei die Bohrungen Dichtringe aufweisen, so dass eine dichte Führung
der Stössel innerhalb der Bohrungen erfolgt.
[0023] In dem Steg 25 ist zusätzlich eine Drosselbohrung 31 vorgesehen und eine Bypassleitung
32, die aus einem Rückschlagventil gebildet wird, das bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einer Kugel 33 besteht (Fig. 8), die in einem Kugelkäfig angeordnet ist, der einen
Ventilsitz 34 besitzt. In der in Fig. 8 dargestellten Stellung befindet sich die Kugel
in einer Stellung, in der die Bypassleitung nicht verschlossen wird, d. h. die Kugel
liegt nicht an einem Ventilsitz auf, sondern beispielsweise an Haltefingern, die eine
Umströmung durch das Druckmittel möglich machen.
[0024] Eine in gleicher Weise ausgebildete Bypassleitung 35 ist im Zylinderdeckel 2 vorgesehen
und auch im Zylinderdeckel 2 ist eine Drosselbohrung 36 angeordnet, wobei die beiden
Bauteile 35 und 36 eine Verbindung zwischen dem Zylinderraum und der zugeordneten
Druckmittelzu- bzw. -abflussleitung schaffen. Bei der in Fig. 7 und 8 dargestellten
Ausführungsform liegt die Kugel des Rückschlagventiles in der Bypassleitung 35 an
dem Ventilsitz an, d. h. dichtet ab.
[0025] In der Zeichnung sind weiterhin die Druckmittelzu- und abflussleitungen erkennbar,
wobei im nachfolgenden das beispielsweise als Zuleitung dienende Leitungssystem aus
den Leitungen 401, 402 und 403 besteht, d. h. die hier aufgegebene Druckluft führt
auf die Rückseite des Stössels 30, hebt die Ventilkugel 33 der Bypassleitung 32 ab
und kann dadurch die Kolbenfläche A des Kolbens 5 mit Druck beaufschlagen.
[0026] Die zur Abführung der in den Zylinderräumen noch befindlichen Luft dienenden Leitungen
sind ebenfalls aus der Zeichnung erkennbar und tragen die Bezugszeichen 501, 502 und
503.
[0027] Es ist erkennbar, dass bei einer Bewegung des Kolbens aus der in Fig. 7 dargestellten,
in die in Fig. 8 dargestellte Stellung nunmehr die auf der Kolbenseite B ruhende Druckluft
über die Bohrung 26, die Leitung 502 und 501 nach aussen abgeführt wird, während die
in der gegenüberliegenden Zylinderkammer befindliche Luft über die Leitung 503 zur
Kolbenseite B und von dort ebenfalls über die Bohrung 26 die Leitung 502 und die Leitung
501 abgeführt wird.
[0028] Wird der Kolben 5 aus der in Fig. 8 dargestellten Stellung weiter bewegt, gelangt
der Stössel 29 in die Bohrung 26 und dichtet damit die Hauptabflussleitung ab. Gleichzeitig
wird durch den auftretenden Druck die Bypassleitung 35 geschlossen und nunmehr muss
die sich in dem Zylinderraum auf der Kolbenfläche B befindliche Luft durch die Drosselbohrung
36 zwängen, wodurch die Bewegung des Kolbens 5 erheblich verlangsamt wird. Da die
beiden Kolben 5 über die Zahnstangen 8 mit dem in den Fig. 6 bis 8 nicht dargestellten
Ritzel zwangsgekoppelt sind, erfolgt eine Dämpfung beider Kolben in ihrer Endbewegung.
Diese Dämpfung kann durch Wahl der Grösse der Drosselbohrung variiert werden.
[0029] Es ist aus der vorausgehenden Beschreibung und den Darstellungen in den Fig. 6 bis
8 ersichtlich, dass bei einer Umkehrung der Druckmittelzufuhr die gleiche Wirkung
hinsichtlich der Drosselbohrung 31 im Steg 25 auftritt.
1. Druckmittelbetätigte Drehantriebs- oder -stellvorrichtung mit
a) einem Zylinder (1) und zwei darin in gegenseitiger formschlüssiger Abhängigkeit
gegenläufig hin- und herbeweglichen Kolben (5),
b) einer sich quer zur Zylinderachse erstreckenden Stellwelle (9) mit Ritzel, die
zu den beiden Kolben (5) und zurZylinderachsesymmetrisch angeordnet ist,
c) zwei sich parallel der Zylinderachse vom Kolbenboden aus erstreckenden, die Stellwelle
(9) übergreifenden, an jedem der beiden Kolben (5) angeordneten Führungen (6, 7),
die an ihrer Aussenseiteden Kolben im Zylinder (1) führende Führungsflächen aufweisen
und sich bezüglich der Zylinderlängsachse etwa gegenüberliegen, wobei die eine Führung
(6) an ihrer Innenseite eine Zahnstange (8) aufweist (Antriebsführung), die mit dern
RitzeI zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einer Zahnstange (8) versehenen
Führungen (6) in ihrer der Zylinderwand zugewandten Oberfläche je eine parallel und
symmetrisch zur Zylinderlängsachse angeordnete Nut (23) aufweisen, welche die um 180°
um die Zylinderlängsachse versetzt gegenüberliegende Führung (7) ohne Zahnstange des
anderen Kolbens formschlüssig gleitend aufnimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit derZahnstange
(8) versehenen Führungen (6) in Richtung des Umfangs der Zylinderinnenwand breite
und die Breite der Zahnstangen wesentlich überschreitende symmetrisch angeordnete
Führungsflächen (24) aufweisen.
3. Vorrichtung nach einem der beiden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führung (7) ohne Zahnstange frei längsbeweglich im durch die Nut (23) gebildeten
Raum angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei
die Zahnstangen (8) form- und kraftschlüssig in die sie tragende Führung (6) eingepasst
sind, gekennzeichnet durch in fluchtenden Bohrungen der Zahnstangen (8) und der Führungen
(6) angeordnete Stiffe (16).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (16) verklebt
sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche mit einer zwischen
den Kolbenböden in den Zylinder (1) mündenden Versorgungsöffnung (3) für das Druckmittel
und einem sich an diese Versorgungsöffnung (3) anschliessenden Zusatzkanal (15), dadurch
gekennzeichnet, dass der Zusatzkanal (15) aus einer zur Zylinderlängsachse parallelen
Nut in der Innenseite der Zylinderwand besteht, die sich bis in die Nähe des Kolbenbodens
erstreckt, wenn dieser in seiner Totpunktstellung ganz innen steht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine wenigstens an einem Kolben
(5) über die beiden Kolbenflächen vorstehende Dämpfungseinrichtung (28) zur Dämpfung
der Endbewegungen der Kolben (5).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen den Zylinderraum durchquerenden,
die Bewegung der Führungen (6 und 7) nicht behindernden Steg (25), je eine in dem
Steg (25) und dem mit der Dämpfungseinrichtung (28) versehenen Kolben (5) zugeordneten
Zylinderdekkel (2) vorgesehene Bohrung (26,27), die mit den Druckmittelzu- bzw. -abflussleitungen
(401,501) in Verbindung stehen und über die beiden Seiten des Kolbens (5) vorstehende,
mit den Bohrungen fluchtende Stössel (29,30), die in den Endstellungen in die Bohrungen
(26, 27) abdichtend eingreifen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch die Zylinderräume beiderseits
der Kolbenfläche mit den zugeordneten Druckmittelzu-und -abflussleitungen verbindende
Drosselbohrungen (31, 36).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch die Zylinderräume beiderseits
der Kolbenflächen mit den zugeordneten Druckmittelzu- und -abflussleitungen verbindende
und mit Rückschlagventilen ausgerüsteten Bypassleitungen (32, 35).
1. Fluid operated rotary drive or actuator device, with
(a) a cylinder (1) and two pistons (5) which are adapted to move to and fro therein
oppositely in mutual dependency,
(b) a control shaft (9) with pinion, which shaft extends transversely with respect
to the cylinder axis and is arranged symmetrically with respect to the two pistons
(5) and the cylinder axis,
(c) two guides (6, 7) which start from the piston heads are disposed parallel to the
cylinder axis, extend to over the control shaft (9), are arranged on each of the two
pistons (5) and comprise, at' their outer side, guide surfaces which guide the piston
in the cylinder (1 ), and the said guides are situated approximately opposite one
another relatively to the longitudinal axis of the cylinder, one guide (6) comprising
at its inner side a rack (8) (drive guide) which co-operates with the pinion, characterised
in that the guides (6) provided with a rack (8) comprise, in their surface facing
towards the cylinder wall, in each case a groove (23) which is situated parallel and
symmetrically with respect to the cylinder longitudinal axis, and in the said groove
there is positively and slidably accommodated the non-rack guide (7) of the other
piston which is situated opposite offset by 180° about the longitudinal axis of the
cylinder.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the guides (6) provided with
the rack (8) comprise symmetrically arranged guide surfaces (24) which are wide in
the direction of the circumference of the inner wall of the cylinder and substantially
exceed the width of the racks.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterised in thatthe non-rack guide (7) is
arranged to be freely movable in the space formed by the groove (23).
4. Device according to one or more of the preceding Claims 1 to 3, the racks (8) being
fitted in shaped-retaining and force-retaining manner in the guide (6) supporting
them, characterised by pins (16) arranged in aligned bores in the racks (8) and in
the guides (6).
5. Device according to Claim 4, characterised in that the pins (16) are adhesively
secured.
6. Device according to one or more of the preceding claims with a pressure medium
supply port (3) debouching between the piston heads into the cylinder (1), and with
an additional duct (15) connected with the said supply port (3), characterised in
that the additional duct (15) comprises a groove in the inner side of the cylinder
wall parallel to the longitudinal axis of the cylinder and extending to the vicinity
of the piston head when the latter is full-in in its dead centre position.
7. Device according to Claim 1, characterised by a damping device (28) projecting
beyond the two piston faces at least at one piston (5), for damping the end movements
of the piston (5).
8. Device according to Claim 7, characterised by a web (25) not impeding the movements
of the guides (6 and 7), bores (26, 27) arranged one in the web (25) and one in the
cylinder head (2) associated with the piston (5) provided with the damping device
(28), said bores communicating with the pressure fluid inlet and outlet conduits (401,
501), and by plungers (29, 30) which project above the two sides of the piston (5)
and are in alignment with the bores and which engage with a sealing action in the
bores (26, .27) in the end positions.
9. Device according to Claim 8, characterised by throttling bores (31, 36) which connect
the cylinder chambers at the two sides of the piston face with the associated pressure
fluid inlet and outlet conduits.
10. Device according to Claim 9, characterised by bypass conduits (32, 35) which are
provided with non-return valves and which connect the cylinder chambers atthe two
sides of the piston faces with the associated pressure fluid inlet and outlet conduits.
1. Dispositif d'entraînement en rotation ou de réglage actionné par agent de pression,
comportant,
a) un cylindre (1 ) et deux pistons (5) pouvant aller et venir dans celui-ci en sens
opposé, dans une dépendance mutuelle rigide,
b) un arbre de réglage (9) avec pignon, s'étendant transversalement à l'axe du cylindre,
qui est disposé symétriquement par rapport aux deux pistons (5) et à l'axe du cylindre,
c) deux guides (6, 7) disposés sur chacun des deux pistons (5), s'étendant parallèlement
à l'axe du cylindre en partant du fond des pistons et s'appliquant par-dessus l'arbre
de réglage (9), lesdits guides présentant leur côté extérieur des surfaces de guidage
guidant le piston dans le cylindre (1 ) et étant placés à peu près à l'opposé l'un
de l'autre relativement à l'axe longitudinal du cylindre, l'un des guides (6) présentant
à son côté intérieur une crémaillère (8) (guide d'entraînement) qui coopère avec le
pignon, caractérisé par le fait que les guides (6) munis d'une crémaillère (8) présentent
chacun, dans leur surface tournée vers la paroi du cylindre, une gorge (23) disposée
parallèlement à l'axe longitudinal du cylindre et symétriquement par rapport à cet
axe et qui loge par encastrement avec glissement le guide opposé sans crémaillère
(7) de l'autre piston, décalé de 180° autour de l'axe longitudinal du cylindre.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les guides (6)
munis de la crémaillère (8) présentent, dans la direction de la circonférence de la
paroi intérieure du cylindre, des surfaces de guidage larges (24), disposées symétriquement
et dépassant notablement la largeur des crémaillères.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que le
guide (7) sans crémaillère est disposé de façon librement mobile dans l'espace formé
par la gorge (23).
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les crémaillères
(8) sont adaptées par encastrement et sous l'action d'une force dans le guide (6)
qui les porte, caractérisé par des goupilles (16) disposées dans des perforations
alignées formées sur les crémaillères (8) et sur les guides (6).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé par le fait que les goupilles
(16) sont collées.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, présentant une ouverture
d'alimentation (3) destinée à l'agent de pression qui débouche dans le cylindre (1
) entre les fonds de piston et un canal supplémentaire (15) se raccordant à cette
ouverture d'alimentation (3), caractérisé par le fait que le canal supplémentaire
(15) est formé d'une rainure parallèle à l'axe longitudinal du cylindre, située dans
le côté intérieur de la paroi du cylindre, qui s'étend jusqu'au voisinage du fond
de piston quand celui-ci se trouve complètement à l'intérieur dans sa position de
point mort.
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par un dispositif d'amortissement
(28) faisant saillie sur au moins un piston (5) au-dessus des deux surfaces de piston,
pour amortir les mouvements finaux des pistons (5).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé par une traverse (25) ne gênant
pas le mouvement des guides (6 et 7), par des perforations (26, 27) prévues l'une
dans la traverse (25) et l'autre dans le couvercle de cylindre (2) adjoint au piston
(5) muni du dispositif d'amortissement (28) et qui sont en communication avec les
conduits d'amenée et d'évacuation d'agent de pression (401, 501 ) et par des poussoirs
(29, 30) faisant saillie sur les deux côtés du piston (5), alignés sur les perforations
et qui, dans les positions extrêmes, s'engagent de façon étanche dans les perforations
(26,27).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé par des perforations d'étranglement
(31, 36) reliant les cavités de cylindre, de part et d'autre de la surface de piston,
aux conduits adjoints d'amenée et d'évacuation d'agent de pression.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé par des conduits de dérivation
(32, 35) reliant les cavités de cylindre, de part et d'autre des surfaces de piston,
aux conduits adjoints d'amenée et d'évacuation d'agent de pression et équipés de valves
antiretour.