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(11) |
EP 0 089 613 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.11.1986 Patentblatt 1986/48 |
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Anmeldetag: 16.03.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65B 3/28 |
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Vorrichtung zum dosierten Abfüllen von Schüttgut, insbesondere Flüssigkeiten
Apparatus for the dosed filling of bulk products, especially liquids
Dispositif de remplissage dosé pour matières en vrac, en particulier des fluides
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
17.03.1982 DE 3209790
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.09.1983 Patentblatt 1983/39 |
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Anmelder: Bausch + Ströbel Maschinenfabrik GmbH & Co |
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D-7174 Ilshofen (DE) |
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Erfinder: |
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- Bausch, Wilhelm L.
D-7174 Ilshofen (DE)
- Ströbel, Rolf
D-7174 Ilshofen (DE)
- Bullinger, Siegfried
D-7174 Ilshofen (DE)
- Harlass, Harald
D-7174 Ilshofen (DE)
- Busch, Walter
D-7189 Frankenhardt-Gründelhardt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weickmann, Heinrich, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
H. Weickmann, Dr. K. Fincke
F.A. Weickmann, B. Huber
Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm
Postfach 86 08 20 81635 München 81635 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum dosierten Abfüllen von Schüttgut, insbesondere
Flüssigkeiten, in Behälter, mit mehreren ortsfest in einer Reihe hintereinander angeordneten
Gewichtsdosiereinheiten, von denen jede eine die Behälter nacheinander mit Schüttgut
beschickende Fülleinheit und eine das Gewicht der Behälter zumindest während der Schüttgutbeschickung
mittels eines Gewichtsaufnehmers erfassende und bei Überschreiten eines vorbestimmten
Gewichtswerts die Fülleinheit sperrende Wiegeeinheit umfaßt und mit einer die Behälter
den Gewichtsdosiereinheiten gruppenweise zum gleichzeitigen Beschicken mit Schüttgut
zuführenden Transporteinrichtung, die, gesehen in Transportrichtung, zumindest auf
einer Seite der Gewichtsaufnehmer ein in Transportrichtung sich erstreckendes Transportorgan
aufweist und zusammen mit den Fülleinheiten an einem gemeinsamen Maschinenrahmen gehalten
ist.
[0002] Flüssigkeiten werden üblicherweise mit Hilfe von Kolbenpumpen und dergleichen volumetrisch
dosiert und abgefüllt.
[0003] Bekannte Flüssigkeitsabfüllvorrichtungen dieser Art können zwar sehr genau Abfülltoleranzen
einhalten, sind aber konstruktiv relativ aufwendig. Daruberhinaus sind die Dosierpumpen
nur schlecht zu reinigen, was insbesondere beim Abfüllen steriler Flüssigkeiten problematisch
ist. Der Abrieb der mechanisch bewegten Teile der Dosierpumpen erhöht darüberhinaus
die Fremdpartikelzahl in der abzufüllenden Flüssigkeit.
[0004] Zum Abfüllen von Schüttgut ist es aus der DE-A-2 951 665 bekannt, die zu füllenden
Behälter mittels einer Transporteinrichtung nacheinander an mehreren Dosiereinheiten
vorbeizubewegen, von denen jede einen Teil der abzufüllenden Schüttgutmenge dosiert
und nach Zwischenumfüllen in eine Waagschale einer die Dosiereinheit steuernden Wegeeinheit
an den Behälter abzugeben. Jede der Dosiereinheiten wird durch ein Zeitglied gesteuert,
welches die Öffnungszeit des Schüttgutstroms bestimmt. Die Wiegeeinheit steuert ihrerseits
das Zeitglied der zugeordneten Dosiereinheit abhängig von vorgegebenen Toleranzgrenzen.
Ein Signalspeicher summiert für jeden der Behälter die von den Dosiereinheiten in
den Behälter nacheinander abgefüllten Schüttgutmengen. Der konstruktive Aufwand der
bekannten Vorrichtung ist relativ hoch. Es sind mehrere komplette Wiege- und Dosiereinheiten
erforderlich, um hinreichend kleine Toleranzen der abgefüllten Schüttgutmenge einhalten
zu können. Die Toleranzen werden durch die Toleranzgrenzen der im Beschickungsablauf
letzten Dosiereinheit bestimmt und sind so hoch, daß sie für viele Anwendungsfälle,
insbesondere bei der Abfüllung von Flüssigkeiten, ungenügend sind. Mit Hilfe der bekannten
Vorrichtung werden deshalb lediglich feste Schüttgüter abgefüllt.
[0005] Aus der US-A-4 010 595 ist eine Vorrichtung zum gewichtsdosierten automatischen Abfüllen
von Schüttgut in Behälter entsprechend dem Obergriff von Anspruch 1 bekannt. Die zu
füllenden Behälter werden in einer Reihe hintereinander mehreren Gewichtsdosiereinheiten
in Gruppen zugeführt, so daß mehrere Behälter gleichzeitig gefüllt werden können.
Das Schüttgut wird hierbei unmittelbar in den zu füllenden Behälter dosiert. Die bekannte
Vorrichtung umfaßt hierzu ein erstes Förderband, welches die leeren Behälter in einer
Reihe hintereinander einer Vielzahl Wiegeeinheiten zuführt. Die Wiegeeinheiten sind
seitlich des Förderbands angeordnet. Hydraulische Schieber überführen die Behälter
auf die Wiegeeinheiten, wo sie von Füllförderern mit Schüttgut gefüllt werden. Die
Füllförderer werden bei Erreichen eines vorbestimmten Gewichtswerts über die Wiegeeinheiten
angehalten. Beim Nachschieben des nächsten zu füllenden Behälters werden die gefüllten
Behälter auf ein zweites Förderband gedrängt, weiches die gefüllten Behälter abtransportiert.
Die Abfüllvorrichtung der US-A-4 010 595 umfaßt keine Einrichtungen, durch die ein
schwankendes Taragewicht, wie es beispielsweise bei Glasbehältern auftritt, selbsttätig
ausgleichen zu können.
[0006] Aus der US-A-4 084 626 ist eine andere Abfüllvorrichtung für Schüttgut bekannt, bei
welcher die Behälter wiederum in einer Reihe hintereinander mehreren Gewichtsdosiereinheiten
gruppenweise gleichzeitig zum Füllen mit Schüttgut zugeführt werden. Jede der Gewichtsdosiereinheiten
umfaßt eine mechanische Balkenwaage, deren Waagbalken auf einer Seite einen Wiegebehälter
und auf der anderen Seite einen das Nettogewicht bestimmenden, justierbaren Gewichtskörper
trägt. Lediglich die Gleichgewichtslage des Waagbalkens wird von einem Reed-Schalter
abgetastet. Eine solche Abfülleinrichtung ist vom Taragewicht der zu füllenden Behälter
unabhängig, jedoch können sich Dosierfehler dadurch ergeben, daß nicht das gesamte
in den Wiegebehälter dosierte Schüttgut in den zu füllenden Behälter abfließt.
[0007] Aus der EF-A-1 196 sowie der FR-A-2 165 696 sind Abfüllvorrichtungen zum gewichtsdosierten
Abfüllen von Flüssigkeiten bekannt. Die Abfüllvorrichtungen umfassen jeweils mehrere
Gewichtsdosiereinheiten, die einschließlich der zugehörigen Wiegeeinheiten an einem
rotierenden Füllkarussell gehalten sind. Das Taragewicht der zu füllenden Behälter
wird berücksichtigt und kann bei der Vorbereitung der Abfüllvorrichtung justiert werden.
[0008] Schließlich ist eine Abfüllvorrichtung für das gewichtsdosierte Abfüllen von Schüttgut
in einzelne Behälter aus der DE-A-2 852 694 bekannt, bei welcher an einer mechanischen
Waage das Taragewicht des zu füllenden Behälters dadurch berücksichtigt wird, daß
die Waage zusätzlich zu dem Gewicht des leeren Behälters mit einem dem Netto-Soll-Gewicht
entsprechenden Gewichtsstein beschwert wird und in einem Einstellvorgang zuerst das
Gewicht des leeren Behälters einschließlich des Gewichtssteins ermittelt und in einem
elektronischen Speicher der Waage gespeichert wird. Mittels eines Stellzylinders kann
der Gewichtsstein abgehoben werden, worauf der Behälter nachfolgend über einen Füllförderer
bis zum Erreichen des gespeicherten Bruttogewichtswerts gefüllt werden kann.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Weg zu zeigen, wie bei einer Vorrichtung, mit
deren Hilfe Schüttgut und insbesondere Flüssigkeiten dosiert unmittelbar in Behälter
abgefüllt werden können, die Dosiergenauigkeit ohne Einbußen an Abfülleistung erhöht
werden kann.
[0010] Ausgehend von der eingangs erläuterten Vorrichtung wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß sämtliche Gewichtsaufnehmer an einem vom Maschinenrahmen der Transporteinrichtung
und der Fülleinheiten gesonderten und unabhängig aufgestellten Gestell gehalten sind,
daß das Transportorgan mehrere im Abstand der Gewichtsaufnehmer aufeinanderfolgende,
die Behälter hintergreifende Schubflächen aufweist, daß die Transporteinrichtung das
Transportorgan intermittierend für eine Bewegung der Schubflächen in Transportrichtung
sowie bei über den Gewichtsaufnehmern sich befindenden Behältern für eine die Schubflächen
und die Behälter voneinander abhebende Bewegung antreibt, daß der Gewichtsaufnehmer
jeder Wiegeeinheit als elektrischer Gewichtsaufnehmer ausgebildet ist und ein dem
Gewicht des ihn belastenden Behälters entsprechendes Signal erzeugt, daß jede Wiegeeinheit
eine an den Gewichtsaufnehmer angeschlossene, von der Transporteinrichtung bei von
den Behältern abgehobenen Schubflächen zur Speicherung eines dem Leergewicht des jeweils
zu füllenden Behälters entsprechenden Tara-Signalwerts auslösbare Signalabtast- und
Halteschaltung aufweist und nach dem Speichern des Tara-Signalwerts den Schüttgutstrom
der Fülleinheit zum Füllen des Behälters freigibt, daß ein einstellbarer Sollwertgeber
zur Speicherung eines Nettogewicht-Signalwerts vorgesehen ist und daß jede Wiegeeinheit
ferner eine den Tara-Signalwert und den Nettogewicht-Signalwert addierende Additionsschaltung
sowie eine mit dem Gewichtsaufnehmer und der Additionsschaltung verbundene Komparatorschaltung
umfaßt, die den Schüttgutstrom der Fülleinheit sperrt, wenn das Signal des Gewichtsaufnehmers
ein höheres Gewicht repräsentiert als das Signal der Additionsschaltung.
[0011] Da die Gewichtsaufnehmer der Wiegeeinrichtung an einem von dem Maschinenrahmen der
Füllstation bzw. der Transporteinrichtung gesonderten und unabhängig aufgestellten
Gestell gehalten sind, werden Antriebserschütterungen, wie sie beispielsweise durch
Hubbewegungen von Füllmundstücken bzw. Füllnadeln und der Transportbewegung der Transporteinrichtung
verursacht werden, von der Wiegeeinrichtung ferngehalten. Das Leergewicht jedes der
Behälter wird gesondert ermittelt und beim Füllen des Behälters berücksichtigt, so
daß auch Behälter mit schwankendem Leergewicht, insbesondere Glasbehälter, beispielsweise
Flaschen oder Ampullen exakt gewichtsdosiert gefüllt werden können. Die das Taragewicht
des Behälters speichernde Signalabtast- und Haltestufe wird so getriggert, daß sie
das dem Gewicht des Behälters entsprechende Signal zu einem Zeitpunkt abtastet, zu
dem der Behälter bereits in Ruhe auf dem Gewichtsaufnehmer steht, der Füllvorgang
jedoch noch nicht begonnen hat. Mittels der Additionsstufe wird aus dem gespeicherten
Tara-Signalwert und dem Nettogewicht-Signalwert kontinuierlich ein dem gewünschten
Bruttogewicht des gefüllten Behälters entsprechendes Signal ermittelt. Der Schüttgutstrom
der Dosiereinrichtung wird gesperrt, wenn das gemessene, tatsächliche Gewicht des
Behälters das Brutto-Sollgewicht erreicht. Durch die vorstehend erläuterten Maßnahmen
lassen sich mehrere über eine selbsttätige Transporteinrichtung zugeführte Behälter
in Gruppen selbst bei kleinen zu dosierenden Gewichten mit hoher Genauigkeit mit Schüttgut
füllen.
[0012] Besondere Vorteile ergeben sich bei der Abfüllung von Flüssigkeiten. Die Vorrichtung
weist nur wenige, bei Verwendung von Schlauchquetschventilen keine bewegten Teile
auf, die mit der abzufüllenden Flüssigkeit in Berührung kommen, so daß auch kein Abrieb
oder sonstige Fartikel in die Flüssigkeit eingetragen werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen
Flüssigkeitsabfüllvorrichtungen lassen sich die mit der Flüssigkeit in Berührung kommenden
Teile leicht reinigen. Ohne Wechsel von Formatteilen, beispielsweise Pumpzylindern
und dergleichen, läßt sich ein großer Abfüllbereich überdecken. Da keine Dosierpumpen
benutzt werden, sind die Produktverluste vergleichsweise gering, was insbesondere
bei teuren Produkten von Vorteil ist. Da keine Dosierpumpen und dergleichen vorhanden
sind, sind auch die räumlichen Abmessungen der Füllstation gering. Dies ist von Vorteil
bei der Aufstellung der Füllstation in Reinlufträumen oder Reintuftströmungen.
[0013] Das Transportorgan ist bevorzugt als rotierend angetriebene Transportschnecke ausgebildet,
in deren Schneckengang die Behälter eingreifen. Die Behälter können mittels einer
zur Transportschnecke parallelen Führungsschiene in dem Schneckengang gehalten werden.
Es können aber auch zwei zueinander parallele, gegensinnig rotierend angetriebene
Transportschnecken mit gegensinniger Schneckengangsteigung vorgesehen sein, die zwischen
sich die Behälter aufnehmen. Mittels derartiger Schnecken können ohne großen konstruktiven
Aufwand mehrere Behälter gleichzeitig durch die Füllstation bzw. deren Füllplätze
transportiert werden. Die Querschnittsform der Behälter muß nicht exakt der Schneckengangform
angepaßt sein. Mit einer vorgegebenen Transportschnecke können Behälter stark unterschiedlicher
Größe transportiert werden. Ggf. können Wechselkupplungen zum betriebsmäßigen Austauschen
der Transportschnecken vorgesehen sein.
[0014] Um die Behälter während des Wiege- und Füllvorgangs freistellen zu können, sind die
Transportschnecke bzw. -schnecken und ggf. die Führungsschiene quer zur Transportrichtung
beweglich gelagert. Die Transporteinrichtung hebt die Transportschnecken bzw. die
Führungsschiene während der Transportpausen von den Behältern ab, so daß diese frei
auf den Gewichtsaufnehmer stehen. Bei Transportschnecken, die die Behälter mit axialem
und radialem Spiel umfassen, kann alternativ auch vorgesehen sein, daß die Transporteinrichtung
die Schnecken zur Freigabe der Behälter um einen vorgegebenen Drehwinkel zurückdreht,
womit die Schubflächen des Schneckengangs von den Behältern abheben.
[0015] Der mechanische Antrieb der Transportschnecke kann relativ großes Schwungmoment haben.
Dies kann im Einzelfall zu Problemen bei der exakten Positionierung der Behälter auf
den Gewichtsaufnehmern der Füllplätze und der Positionierung der Behälter relativ
zu den Abfülleinrichtungen, beispielsweise den Füllnadeln, führen. Eine exakte Positionierung
der Behälter wird erreicht, wenn die Transportschnecke in Transportrichtung seitlich
der Gewichtsaufnehmer mit Schneckengängen versehen ist, welche über einen Teil des
Schneckenumfangs achsnormal verlaufen. Im Bereich dieser achsnormalen Schneckengänge
werden die Behälter trotz rotierender Transportschnecke nicht bewegt, bleiben also
in Ruhe. Die Transportschnecke wird im Bereich dieser Ruhegänge angehalten.
[0016] Die Transportschnecke kann in einer weiteren Ausführungsform mit Abflachungen oder
Aussparungen versehen sein, die den Schneckengangradius über einen Teil des Schneckenumfangs
mindern. Diese, vorzugsweise im Bereich der vorstehend erläuterten Ruhegänge des Schneckengangs
vorgesehenen Abflachungen oder Aussparungen geben die auf den Wiegeaufnehmern stehenden
Behälter während des Wiege- und Füllvorgangs frei. Transportschnecken, insbesondere
paarweise parallel zueinander angeordnete Transportschnecken dieser Art, können kontinuierlich
betrieben werden. Die Transportschnecken müssen weder angehalten noch quer zur Transportrichtung
der Behälter während der Transportpausen von den Behältern weg bewegt werden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform kann die Transporteinrichtung mit zwei Endlosketten
versehen sein, die im Bereich der Transportstrecke der Behälter zueinander parallel
verlaufen. Jede der beiden Endlosketten ist mit gleichabständigen Armen versehen,
die im Bereich der Transportstrecke zur jeweils anderen Kette hin abstehen. Die Arme
schließen die Behälter jeweils zwischen sich und einem Arm der anderen Kette zangenartig
ein. In den Transportpausen der Behälter des Wiege- und Füllvorgangs wird diejenige
Endloskette, deren Arme den Behälter in Transportrichtung nachfolgen, also schieben,
um eine vorgegebene Strecke in zur Transportrichtung entgegengesetzter Richtung bewegt,
während die andere Kette in Transportrichtung weiter läuft. Während der Transportpause
stehen die Behälter damit frei auf den Gewichtsaufnehmern der Wiegeeinrichtung. Anstelle
von Ketten mit diskreten Kettengliedern können in den beiden vorstehend erläuterten
Ausführungsformen auch flexible, beispielsweise bandförmige und mit Armen versehene
Zugorgane versehen sein.
[0018] In einer anderen Ausführungsform kann das Transportorgan der Transporteinrichtung
als Rechen mit mehreren in Transportrichtung aufeinanderfolgenden Behälteraufnahmen
ausgebildet sein. Die Transporteinrichtung bewegt den Rechen längs einer geschlossenen
Bahn, wobei der Rechen während seines Rückhubs die Behälter freigibt. Der Rückhub
kann zugleich für den Wiege- und Füllvorgang ausgenutzt werden. Auch in dieser Ausführungsform
können entweder zwei zueinander parallele Rechen vorgesehen sein, deren Behälteraufnahmen
einander gegenüberliegen, oder aber es kann eine Führungsschiene vorgesehen sein,
die die Behälter in den Behälteraufnahmen des Rechens hält. Soweit eine Führungsschiene
vorgesehen ist, hebt die Transporteinrichtung die Führungsschiene während der Transportpausen
zumindest im Bereich der Füllplätze ebenfalls von den Behältern ab.
[0019] Die Abfüllvorrichtung eignet sich insbesondere für das exakt dosierte Abfüllen von
Flüssigkeiten, da hier die bisher üblichen Dosierpumpen und dergl. entfallen. Die
abzufüllenden Flüssigkeiten kommen mit keinerlei abriebgefährdeten Bauteilen in Berührung,
wenn der Flüssigkeitsstrom mittels Schlauchquetschventilen gesteuert wird. Schlauchquetschventile
werden insbesondere dann mit Vorteil verwendet, wenn keimfreie Flüssigkeiten, beispielsweise
Arzneimittel und dergl., abgefüllt werden sollen. Die mechanisch bewegten Teile des
Schlauchquetschventils kommen nicht in Kontakt mit der Flüssigkeit, so daß lediglich
der Schlauch und ggf. Füllmündstücke bzw. Füllnadeln gereinigt und desinfiziert werden
müssen. Förderpumpen sind nicht erforderlich, wenn der Flüssigkeitsvorratsbehälter
oberhalb der Füllnadeln angeordnet ist oder aber als unter Gasdruck stehender Druckbehälter
ausgebildet ist.
[0020] Das Schlauchquetschventil ist vorzugsweise so ausgebildet, daß seine Schlauchquetschzange
von einer Schließfeder in Sperrichtung vorgespannt ist. Ein von der Wiegeeinrichtung
steuerbarer Antrieb öffnet die Schlauchquetschzange gegen die Kraft der Schließfeder.
Bei Betriebsstörungen oder Stromausfall bleibt das Schlauchquetschventil geschlossen
und die abzufüllende Flüssigkeit kann nicht auslaufen.
[0021] Um exakt dosieren zu können und trotzdem eine hohe Abfüllleistung zu erreichen, wird
das Schüttgut bzw. die Flüssigkeit anfänglich mit hohem Strömungsdurchsatz abgefüllt,
der dann gegen Ende des Füllvorgangs verkleinert wird. Der Strömungsdurchsatz wird
vorzugsweise in Stufen verändert. Jeder Stufe kann ein gesondertes Schlauchquetschventil
zugeordnet sein und ggf. auch gesonderte Füllmundstücke bzw. Füllnadeln. Durch Anpassen
des Austrittsquerschnitts des Füllmundstücks bzw. der Füllnadeln an den Strömungsdurchsatz
kann das Nachtropfen der Flüssigkeit nach dem Absperren des Schlauchquetschventils
verhindert werden. Um den Ventilaufwand jedoch möglichst gering zu halten, ist das
Schlauchquetschventil vorzugsweise so ausgebildet, daß die Schlauchquetschzange in
mehreren Strömungsdurchsatzstufen geöffnet wird. Hierzu sind bevorzugt mehrere Antriebe
mit voneinander verschiedenen Antriebshüben vorgesehen. Als Antriebe eignen sich insbesondere
Elektromagnete mit beweglichen, die Schlauchquetschzange öffnenden Ankern. Der Hub
jedes Ankers oder ein Leerweg im Kraftübertragungsweg zwischen Anker und Schlauchquetschzange
ist vorzugsweise justierbar.
[0022] Beim Abfüllen steriler Flüssigkeiten wird vielfach in die zum Abfüllmundstück bzw.
zur Abfüllnadel der Füllstation führende Schlauchleitung ein Sterilfilter geschaltet,
welcher die Fremdpartikelzahl in der Flüssigkeit herabsetzen soll. Bei herkömmlichen
Flüssigkeitsdosiereinrichtungen ist das Sterilfilter zwischen die Dosierpumpe und
das Füllmundstück bzw. die Füllnadel geschaltet. Infolge des erheblichen Strömungswiderstands
des Sterilfilters blähen sich die Verbindungsschläuche zum Sterilfilter während des
Füllvorgangs. Aufgrund des sich hierbei in den Zuleitungen des Sterilfilters aufbauenden
Drucks neigten bekannte Abfüllvorrichtungen zum Nachtropfen. Das Nachtropfen wird
vermieden, wenn das Sterilfilter dem Schlauchquetschventil vorgeschaltet ist, was
ohne Kontaminationsgefahr möglich ist.
[0023] Beim Abfüllen steriler Schüttgüter bzw. Flüssigkeiten jst die Füllstation vielfach
einem laminaren, keimfrei gefilterten Luftstrom eines Reinluftgebläses ausgesetzt.
Das Reinluftgebläse ist bei herkömmlichen Flüssigkeits-Abfüllmaschinen oberhalb der
Füllstation angeordnet und beaufschlagt die Füllstation mit einem vertikal nach unten
gerichteten Luftstrom. Da bei der erfindungsgemäßen Abfüllmaschine keine Dosierpumpen
und dergl. erforderlich sind, ergeben sich relativ niedrige Bauhöhen. Das Reinluftgebläse
kann in bevorzugter Weise nunmehr seitlich der Füllstation angeordnet werden, von
wo aus es die Füllstation von der der Bedienungsseite gegenüberliegenden Seite her
etwa horizontal beaufschlagt. Der Strömungsquerschnitt des Reinluftgebläses muß trotz
des verbesserten Reinheitsgrads verglichen mit herkömmlichen Abfüllmaschinen nicht
vergrößert werden. In aller Regel ist sogar eine Verringerung möglich. Insbesondere
ist das Reinluftgebläse auf der einem auf- und abbewegten Füllnadelträger gegenüberliegenden
Seite der Behälter angeordnet.
[0024] Die Füllstation und die Transporteinrichtung sind zweckmäßigerweise an einem gemeinsamen
Maschinenrahmen gehalten, beispielsweise um evtl. Hubbewegungen von Füllmundstücken
bzw. Füllnadeln mit der Transportbewegung der Transporteinrichtung koordinieren zu
können. Die Übertragung von Antriebserschütterungen auf die Wiegeeinrichtung kann
auf einfache Weise dadurch vermieden werden, daß sämtliche Gewichtsaufnehmer der Wiegeeinrichtung
an einem von dem Maschinenrahmen der Füllstation bzw. der Transporteinrichtung gesonderten
und unabhängig aufgestellten Gestell gehalten sind.
[0025] Die Wiegeeinrichtung schaltet den Schüttgutstrom ab, wenn ein vorgegebener Wert des
Bruttogewichts erreicht ist. Soweit Behälter mit einheitlichem Leergewicht benutzt
werden, kann anstelle des Nettogewicht-Sollwerts ein um das Taragewicht bzw. Leergewicht
erhöhter Sollwert vorgegeben werden. Schwankt jedoch das Leergewicht der Behälter,
wie dies insbesondere bei Glasbehältern, beispielsweise Flaschen oder Ampullen, der
Fall ist, muß das schwankende Leergewicht gesondert ermittelt und berücksichtigt werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist an einen in der Füllstation mit dem Gewicht
des Behälters belastbaren elektrischen Gewichtsaufnehmer, welcher ein dem Gewicht
entsprechendes Signal abgibt, eine mit dem Bewegungsablauf der Transporteinrichtung
synchronisierte Signalabtast- und Haltestufe angeschlossen. Die Signatabtast- und
Haltestufe wird so getriggert, daß sie das dem Gewicht des Behälters entsprechende
Signal zu einem Zeitpunkt abtastet, zu dem der Behälter bereits in Ruhe auf dem Gewichtsaufnehmer
steht, der Füllvorgang jedoch noch nicht begonnen hat. Eine Additionsstufe addiert
den in der Signalabtast-und Haltestufe gespeicherten Tara-Signalwert zu einem Nettogewichts-Signalwert
eines einstellbaren Sollwertgebers. Die Additionsstufe liefert,damit während des Füllvorgangs
kontinuierlich ein dem gewünschten Bruttogewicht des gefüllten Behälters entsprechendes
Signal.
[0026] Wie bereits erwähnt, ist der Schüttgutdurchsatz der Dosiereinrichtung vorzugsweise
in Stufen änderbar, um anfänglich den Behälter rasch zu füllen und dann bei nahezu
vollständiger Beschickung exakt dosieren zu können. Die vorstehend erwähnte Komparatorstufe
steuert deshalb vorzugsweise die kleinste Durchsatzstufe der Dosiereinrichtung. Für
jede der übrigen Durchsatzstufen ist ein weiterer einstellbarer Sollwertgeber vorgesehen,
der das Gewicht bestimmt, bei dem von einer Durchsatzstufe zur nächst niedrigeren
umgeschaltet werden soll. An diesem weiteren Sollwertgeber können Gewichtsdifferenzen
zum gewünschten Bruttogewicht des Behälters eingestellt werden, wenn eine Subtraktionsstufe
sein Signal von dem Bruttosignal subtrahiert. Alternativ können jedoch auch an diesen
weiteren Sollwertgebern Bruttogewichte eingestellt werden, wenn zusätzliche Additionsstufen
vorgesehen sind, die die Signale dieser weiteren Sollwertgeber zum Tara-Signalwert
der Signalabtast- und Haltestufe addieren. Zur Steuerung der übrigen Durchsatzstufen
der Dosiereinrichtung sind im übrigen weitere Komparatorstufen vorgesehen.
[0027] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Wiegeeinrichtung überwacht eine Überwachungsschaltung
den Signalzustand der zur Steuerung der kleinsten Durchsatzstufe der Dosiereinrichtung
vorgesehenen Komparatorstufe. An die der nächst größeren Durchsatzstufe zugeordnete
Komparatorstufe ist ein Zeitglied angeschlossen, welches nach Ablauf seiner vorbestimmten
Zeitkonstante die Überwachungsschaltung aktiviert. Gibt die der kleinsten Strömungsdurchsatzstufe
zugeordnete Komparatorstufe nach Ablauf der vorbestimmten Zeitdauer bereits ein den
Durchsatz sperrendes Signal ab, so bedeutet dies, daß der Behälter bereits überfüllt
ist, der Schwellwert der nächst größeren Durchsatzstufe also verändert werden muß.
Ist andererseits die kleinste Strömungsdurchsatzstufe nach Ablauf der vorbestimmten
Zeitdauer des Zeitgliedes noch geöffnet, so deutet dies auf zu geringen Strömungsdurchsatz
der höheren Strömungsdurchsatzstufen und eine eventuell mögliche Fülleistungssteigerung
hin.
[0028] Erschütterungen der Gewichtsaufnehmer können zu Fehlmessungen führen. Von wesentlicher
Bedeutung sind deshalb Ausführungsformen, die eine Kompensation ungewollter Erschütterungen
der Gewichtsaufnehmer erlauben. In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen,
daß im Bereich der Füllstation ein mit einem konstanten Gewicht belasteter Kompensations-Gewichtsaufnehmer
angeordnet ist, an den ein den zeitlichen Mittelwert der Signale des Kompensations-Gewichtsaufnehmers
bildender Mittelwertspeicher angeschlossen ist. Eine Subtraktionsstufe bildet die
Differenz der Signale des Kompensations-Gewichtsaufnehmers und des Mittelwertspeichers
und subtrahiert dieses Differenzsignal vom Signal des mit dem Behälter belasteten
Meß-Gewichtsaufnehmers. Der Mittelwertspeicher liefert ein Signal, welches im wesentlichen
dem Ruhegewicht des den Kompensations-Gewichtsaufnehmers belastenden Gewichts entspricht.
Die DDifferenz der Signale des Kompensations-Gewichtsaufnehmers und des Mittelwertspeichers
ist der durch Erschütterungen hervorgerufenen Gewichtsänderung proportional und wird
zur Kompensation der am Meß-Gewichtsaufnehmer durch die Erschütterung hervorgerufenen
Gewichtsänderungen ausgenutzt. Das den Kompensations-Gewichtsaufnehmer belastende
Gewicht ist vorzugsweise gleich dem gewünschten Bruttogewicht des Behälters bemessen.
[0029] Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Füllstation zum dosierten Abfüllen von
Flüssigkeit in Behälter, insbesondere Glasbehälter;
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Füllstation nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf Transportschnecken der Füllstation gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine Seitenansicht einer der Transportschnecken der Fig. 3 entlang einer Linie
IV-IV;
Fig. 5 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform einer Transportschnecke;
Fig. 6 bis 12 schematische Darstellungen anderer für den Transport von Behältern durch
eine Füllstation gemäß Fig. 1 verwendbarer Transporteinrichtungen;
Fig. 13 eine schematische, teilweise geschnitte Darstellung eines in der Füllstation
zur Steuerung des Flüssigkeitsstroms verwendbaren Schlauchquetschventils;
Fig. 14 ein Blockschaltbild einer in der Füllstation nach Fig. 1 verwendbaren Wiegeeinrichtung
zur Dosiersteuerung; und
Fig. 15 eine in der Schaltung nach Fig. 14 einsetzbare Schaltung zur Kompensation
unerwünschter Erschütterungen der Gewichtsaufnehmer.
[0030] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Füllstation, mit deren Hilfe gewichtsmäßig dosiert Flüssigkeit
in jeweils zwei Behälter 1, insbesondere Glasbehälter, wie z.B. Flaschen oder Ampullen
abgefüllt werden kann. Die Behälter 1 werden von einer Transporteinrichtung 3 in Gruppen
zu je zwei Behältern unter Füllnadeln 5 gebracht, wo sie im Stillstand mit Flüssigkeit
beschickt werden. Die Füllnadeln 5 sind über Schläuche 7 mit einem nicht näher dargestellten
Vorratsbehälter, beispielsweise einem unter Gasdruck stehenden Druckbehälter, verbunden.
Die Füllnadeln 5 sind an einem gemeinsamen Träger 9 gehalten, der von einem nicht
näher dargestellten Antrieb in Richtung eines Doppelpfeils 11 gehoben und gesenkt
wird. Bei stillstehenden Behältern 1 wird der Träger 9 abgesenkt und die Füllnadeln
5 in die unterhalb der Nadeln sich befindenden Behälter eingeführt.
[0031] Nach dem Befüllen wird der Träger 9 und damit die Füllnadeln 5 angehoben. Die Füllstation
kann mit einer einzigen Füllnadel 5 ausgerüstet sein; sie kann aber auch mehr als
zwei Füllnadeln umfassen. Die Füllnadeln 5 werden bevorzugt bis in den Bodenbereich
der Behälter 1 abgesenkt und dann während des Füllvorgangs angehoben, um Schaumbildung
zu vermeiden. Das Anheben wird proportional zu dem während des Füllvorgangs anwachsenden
Gewicht des Behälters über die Wiegeeinheit gesteuert.
[0032] Die Dosierung der in die Behälter 1 einzufüllenden Flüssigkeitsmenge erfolgt gewichtsabhängig.
Unter den Füllnadeln 5 sind jeweils Gewichtsaufnehmer 13 angeordnet, die das Gewicht
der von der Transporteinrichtung 3 unter die Füllnadeln 5 transportierten Behälter
1 erfassen und auswerten. Wie nachstehend noch näher erläutert werden wird, erfaßt
jeder der Gewichtsaufnehmer 13 zunächst das Leer- oder Taragewicht des auf ihm ruhenden
Behälters 1. Eine Wiegeeinrichtung ermittelt für jeden der zu füllenden Behälter aus
einem vorgegebenen Nettogewichtswert und dem gemessenen Taragewichtswert ein Soll-Bruttogewicht.
Während des Füllvorgangs messen die Gewichtsaufnehmer 13 kontinuierlich das tatsächliche
Gewicht der Behälter. Die Wiegeeinrichtung sperrt über Schlauchquetschventile 15 an
den Schläuchen 7 der Füllnadeln 5 die Flüssigkeitszufuhr in den Behälter, wenn das
tatsächliche Gewicht des Behälters das zugeordnete Soll-Bruttogewicht erreicht hat.
[0033] Die Füllstation weist keine Dosierpumpen oder Sperrventile mit abriebgefährdeten,
die Flüssigkeit kontaktierenden Teilen auf. Da lediglich die Füllnadeln 5 und der
Schlauch 7 mit der Flüssigkeit in Berührung kommt, läßt sich die Füllstation leicht
reinigen.
[0034] Die Transporteinrichtung 3 transportiert die Behälter 1 in einer linearen Reihe hintereinander
durch die Füllstation. Ein Förderband 17 führt die leeren Behälter der Transporteinrichtung
3 zu; ein Förderband 18 transportiert die gefüllten Behälter ab. Die Transporteinrichtung
3 umfaßt zwei zueinander parallelachsig angeordnete Transportschnecken 19, die an
ihren Enden an Tragarmen 21 gelagert sind. Die Transportschnecken 19 haben gegensinnig
ansteigende Schnekkengänge, die zwischen den Transportschnecken Aufnahmeräume für
die Behälter 1 bilden. Eine nicht näher dargestellte Antriebseinrichtung treibt die
Transportschnecken 19 mit gleicher Drehzahl, jedoch gegensinnig an, so daß die Behälter
1 unter den Füllnadeln 5 vom Förderband 17 zum Förderband 18 transportiert werden.
Die Schnecken 19 können in dem in Fig. 2 durch Pfeile gekennzeichneten Drehsinn rotieren,
bei dem sie durch den Schneckenkontakt gegen ihre Bodenauflage gedrückt werden; die
entgegengesetzte Drehrichtung verbessert jedoch die Standsicherheit, insbesondere
hoher schmaler Behälter. Längs der Transportschnekken verläuft eine Stützschiene 20,
die die Behälter 1 während des Transportbetriebs von den Wiegeeinheiten abhebt, um
diese zu schonen.
[0035] Während des Füllvorgangs müssen die Behälter in Ruhe und frei von Berührungskontakt
mit den Transportschnecken 19 auf den Gewichtsaufnehmern 13 stehen, um Meßfehler auszuschließen.
Die Tragarme 21 der Transportschnecken 19 sind, wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen
ist, bei 23 an einem Maschinenrahmen 25 der Füllstation um eine zur Schneckenachse
parallele Achse schwenkbar gelagert. Ein über Langlochschubhebel 27 in Richtung eines
Doppelpfeils 29 auf die Tragarme 21 wirkender Antrieb bewegt die Transportschnecken
19 während der Wiege- und Füllphase in Richtung eines Doppelpfeils 31 quer zur Schneckenachse.
Die Transportschnecken 19 werden vor Beginn der Tara-Gewichtsermittlung von den Behältern
1 abgehoben und nach Beendigung der Flüssigkeitsbeschickung wieder in Eingriff mit
den Behältern gebracht.
[0036] Die Synchronisierung der Transportschneckendrehung, der Bewegung der Tragarme 21
und der Bewegung des Trägers 9 kann einesteils über herkömmliche Nockenscheibengetriebe
erfolgen, anderenteils über elektrische Kontaktgeber, welche elektrisch steuerbare
Antriebskupplungen steuern. Eine solche Kupplung ist bevorzugt für die Steuerung der
Schneckendrehung vorgesehen, um die Schnecke in der Füllposition des Behälters anhalten
zu können. Die Bewegung des Trägers 9 und der Tragarme 21 kann gemeinsam über eine
weitere Kupplung gesteuert werden. Das Anhalten der Transportschnecke 19 wird durch
einen Positionsgeber gesteuert, der eine vorbestimmte, die Auskuppelzeit der zugehörigen
Kupplung berücksichtigende Schneckenposition erfaßt. Dieser Positionsgeber, ggf. ein
weiterer Positionsgeber, steuert zugleich den Antrieb bzw. die Kupplung für das Abheben
der Tragarme 21 und löst die Nadeleinführbewegung des Trägers 9 aus. Das Öffnen der
Schlauchquetschventile 15 wird von der Wiegeeinrichtung ausgelöst, sobald das Taragewicht
der zu füllenden Behälter ermittelt ist. Die gegenläufigen Antriebsbewegungen der
Tragarme 21 und des Trägers 9 werden ebenfalls von der zugleich das Schlauchquetschventil
15 sperrenden Wiegeeinrichtung ausgelöst. Die Wiegeeinrichtung schaltet darüber hinaus
den Transportschneckenantrieb, ggf. über dessen steuerbare Antriebskupplung wieder
ein. Der Antriebsablauf der Füllstation ist damit unabhängig von der Füllzeit. Um
bei voneinander weg bewegten Transportschnecken 19 das Nachschieben weiterer Behälter
1 über das Förderband 17 zu verhindern, wird das Förderband 17 entweder abgeschaltet,
oder aber es wird ein nicht näher dargestellter, zusätzlicher Riegelfinger in den
Transportweg der Behälter 1 geschoben.
[0037] Die Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten der Transportschnecken 19. Die Transportschnecken
haben der Behälterform angepaßte, konkav, vorzugsweise kreisförmig gebogene Schneckengänge
33, die sich in der Achsenverbindungsebene unter Bildung von Behälteraufnahmeräumen
35 gegenüberliegen. Die Steigung oder Ganghöhe der Transportschnecken 19 nimmt von
dem an das Förderband 17 anschließenden Behälteraufnahmeende zum Bereich der Gewichtsaufnehmer
13 hin zu und, was nicht dargestellt ist, von diesem Bereich zu dem Behälterabgabeende
am Förderband 18 hin wieder ab. Die vom Förderband 17 in Anlagekontakt miteinander
geförderten Behälter 1 werden auf diese Weise in Transportrichtung voneinander entfernt,
so daß sie auf den Gewichtsaufnehmern 13 keinen Berührungskontakt miteinander mehr
haben.
[0038] Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht der Transportschnecken 19 in Richtung der Achsverbindungsebene.
Im Bereich der Gewichtsaufnehmer 13 verlaufen die Schneckengänge über einen Teil des
Schneckenumfangs, beispielsweise von 60° achsnormal und bilden Ruhegänge 37, die trotz
der Schneckendrehung die Behälter 1 nicht transportieren. Die Transportschnecken 19
können deshalb in einem relativ weiten Drehwinkelbereich angehalten werden, ohne Positionierfehler
der Behälter 1 relativ zu den Füllnadeln 5 bzw. den Gewichtsaufnehmern 13 befürchten
zu müßen. Darüber hinaus werden die Behälter 1 trotz noch rotierender Transportschnecken
19 bereits abgebremst, so daß auch die Synchronisierung mit der Antriebsbewegung der
Tragarme 21 unkritisch ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn mit ein-
und derselben Transportschnecke Behälter unterschiedlicher Querschnittsabmessungen
transportiert werden sollen. Die Transportschnecken 19 können jedoch auch betriebsmäßig
auswechselbar, beispielsweise mit Hilfe von Schnellkupplungen an den Tragarmen 21
angebracht sein, um sie an unterschiedlich große Behälter anpassen zu können.
[0039] Die Gewichtsaufnehmer 13 der Wiegeeinrichtung müssen möglichst erschü
tterungsfrei angebracht sein, um Fehldosierungen zu vermeiden. Die Gewichtsaufnehmer
13 sind, wie Fig. 2 zeigt, sämtlich an einen vom Maschinenrahmen 25 gesonderten Gestell
39, welches auf eigenen Auflagern 41 oder Füßen ohne Berührungskontakt mit dem Maschinenrahmen
25 in einem Schacht 43 des Maschinenrahmens steht. Auf diese Weise werden Schwingungen
des Maschinenrahmens nicht auf das Gestell 39 und die Gewichtsaufnehmer 13 übertragen.
[0040] Die Füllstation eignet sich insbesondere zum Abfüllen steriler Flüssigkeiten. Da
keine abriebgefährdeten Ventile oder Dosierpumpen benutzt werden, kann ein hoher Reinheitsgrad
eingehalten werden. Soweit in den Strömungsweg der Schläuche 7 Sterilfilter 45 geschaltet
sind, die die Flüssigkeit steril filtern, sind diese Sterilfilter den Schlauchquetschventilen
15 vorgeschaltet. Auf diese Weise kann das Nachtropfen der Füllnadeln 5 aufgrund der
durch elastische Schlauchwände hervorgerufenen Pumpwirkung der filtereingangsseitigen
Schläuche verhindert werden.
[0041] Die Füllstation der Fig. 1 und 2 zeigt zusätzlich ein Reinluftfilter 47, welches
ggf. entfallen kann. Das Reinluftfilter 47 ist auf der der Bedienungsseite der Füllstation
abgewandeten Seite, d. h. auf der dem Füllnadelträger 9 gegenüberliegenden Seite der
Behälter 1 angeordnet und erzeugt einen im wesentlichen horizontalen, laminaren, gefilterten
Reinluftstrom zu der nicht durch Träger 9 und dergl. verstellten Bedienungsseite hin,
auf der z.B. Schlauchquetschventile 15 und die Sterilfilter45 angeordnet sein können.
Aufgrund dieser Anordnungsweise des Reinluftgebläses 47 kann die Partikelzahl im Bereich
der Füllstation optimal gemindert werden. Die Querschnittsfläche des Reinluftstroms
ist hierbei relativ gering, da die Bauhöhe relativ gering ist, nachdem keine Dosierpumpen
oder dergl. vorhanden sind.
[0042] Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform von Transportschnecken 51, wie sie bei einer
Füllstation der Fig. 1 und 2 eingesetzt werden kann. Die Transportschnecke 51 unterscheidet
sich von den Transportschnecken 19 dadurch, daß sie in ihren den Ruhegängen 37 entsprechenden
Ruhegängen 53 axial über die ganze axiale Abwicklungslänge ihrer Schneckengänge Abflachungen
oder Aussparungen 57 aufweist, die den Radius der Transportschnecke 51 mindern. Die
Aussparungen 57 vergrößern im Bereich der Gewichtsaufnehmer die Aufnahmeräume für
die Behälter. Die Behälter werden in den Schneckengängen 55 kraftschlüssig in die
Füllposition geschoben. In der Füllposition, in der die Behälter aufgrund der Ruhegänge
53 nicht transportiert werden, verhindern die Aussparungen 57 jeden Berührungskontakt
der Transportschnecken 51 mit den Behältern. Transportschnecken 51 gemäß Fig. 5 müssen
während der Wiege- und Füllphase nicht radial bewegt werden. Es genügt, wenn während
des Wiege- und Füllvorgangs die Drehbewegung der Schnecken gestoppt wird. Bei verglichen
mit der Behälterfolgedauer kurzer Füllzeit ist auch ein kontinuierlicher Betrieb mit
kontinuierlich rotierenden Transportschnecken 51 möglich.
[0043] Fig. 6 zeigt ein weitere Ausgestaltung einer in der Füllstation der Fig. 1 und 2
verwendbaren Transporteinrichtung. Die Transporteinrichtung transportiert Behälter
61 in einer linearen Reihe durch die Füllstation. Sie umfaßt lediglich eine Transportschnecke
63, in deren Schneckengang die Behälter 61 eingreifen. Eine zur Drehachse der Transportschnecke
63 parallele Führungsschiene 65 hält die Behälter 61 in Eingriff mit dem Schneckengang
der
[0044] Transportschnecke 63. Die Transportschnecke 63 und die Führungsschiene 65 sind an
Tragarmen 67 gehalten, wobei die Transportschnecke 63 rotierend angetrieben wird.
Die Tragarme 67 entsprechen den Tragarmen 21 der Fig. 1 und 2 und erlauben während
der Wiege-und Füllphase das Abheben der Transportschnecke 63 bzw. der Führungsschiene
65 von den Behältern 61. Die Transportschnecke 63 entspricht der Transportschnecke
19. Es wird insoweit auf die Beschreibung der Fig. 1 bis 4 Bezug genommen.
[0045] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Transporteinrichtung, mit welcher
Behälter 71 durch eine gewichtsabhängig dosierende Füllstation in einer linearen Reihe
bewegt werden. Die Transportbewegung der Behälter 71 wird von einer ortsfest angeordneten
Transportschnecke 73 bewirkt. Eine zur Drehachse der Transportschnecke 73 parallel
angeordnete Führungsschiene 75 hält die Behälter 71 während der Transportbewegung
in Eingriff mit den Schneckengängen 77 der Transportschnecke 73 (Fig. 8). Im Bereich
der nicht näher dargestellten Gewichtsaufnehmer der Wiegeeinrichtung sind in achsnormalen
Umfangsnuten 79 der Transportschnecke 73 Ausstoßer 81 verschiebbar angeordnet, mit
deren Hilfe die Behälter 71 aus den Schneckengängen 77 der radial festen Transportschnecke
73 ausgestoßen werden können. Die Führungsschiene 75 ist in Richtung der Ausstoßer
81 ebenfalls verschiebbar geführt. Die Ausstoßer 81 schieben vor Beginn des Wiege-
und Füllvorgangs die Behälter 71 aus deren Anlagekontakt mit den Schneckengängen der
Transportschnecke 73. Zugleich wird die Führungsschiene 75 abgehoben. Die Ausstoßer
81 werden zurückgezogen, so daß die Behälter 71 frei auf den Gewichtsaufnehmern der
Wiegeeinrichtung stehen. Nach dem Füllen der Behälter schiebt die Führungsschiene
75 die Behälter 71 wieder in die Schneckengänge 77 ein. Die Transportschnecke 73 kann
entsprechend der Transportschnecke 19 der Fig. 3 und 4 ausgebildet sein. Soweit eine
Transportschnecke ähnlich der Transportschnecke 51 der Fig. 5 benutzt wird, können
die Ausstoßer 81 entfallen.
[0046] Fig. 9 zeigt einen Abschnitt einer endlosen Transportkette, mit deren Hilfe Behälter
91 in einer linearen Reihe durch eine gewichtsmäßig dosierende Füllstation für Schüttgüter,
insbesondere Flüssigkeiten, transportiert werden können.
[0047] Die Transportkette weist paarweise miteinander über ein Gelenk 93 verbundene Kettenglieder
95, 97 auf die über Zwischenglieder 99 ihrerseits gelenkig mit dem in Kettenlängsrichtung
vorangehenden bzw. nachfolgenden Kettengliedpaaren verbunden sind. Die dem gemeinsamen
Gelenk 93 abgewandten Enden der Kettenglieder 95, 97 tragen quer zur Kettenlängsrichtung
abstehende Arme 101, 103, die die Behälter 91 zwischen sich einschließen. Die Kettenglieder
95, 97 sind quer zur Kettenlängsrichtung verschiebbar geführt. Im Bereich der nicht
näher dargestellten Gewichtsaufnehmer sind die Führungen 105 so ausgebildet, daß sie
eine Schwenkbewegung der Kettenglieder 95, 97 um ihre die benachbarten Zwischenglieder
99 haltenden Anschlußgelenke 106,107 geschwenkt werden können. In Fig. 9 sind die
Führungen 105 auf der den Behältern 91 zugewandten Seite mit einer Unterbrechung versehen,
in die das gemeinsame Gelenk 93 einschwenken kann. Die Schwenkbewegung wird durch
ein synchron zum Betrieb der Füllstation angetriebenes Stoßglied 109 ausgeführt und
öffnet die Arme 101, 103. Der Behälter 91 steht somit während des Wiege- und Füllvorgangs
frei auf dem Gewichtsaufnehmer der Wiegeeinrichtung.
[0048] Fig.'fi0 zeigt eine Transporteinrichtung für gewichtsdosierende Füllstationen, insbesondere
für Flüssigkeiten, bei der zwei endlose Transportketten 111, 113 so angeordnet sind,
daß sie im Bereich ihrer Transportstrecke 115 zueinander parallel verlaufen. Beide
Transportketten 111, 113 tragen in gleichem Abstand Arme 117 bzw. 119, die innerhalb
der Transportstrecke 115 zur jeweils anderen Transportkette abstehen, wobei die Arme
117 der Transportkette 111 jeweils zwischen die Arme 119 der Transportkette 113 greifen
und umgekehrt. Die zu transportierenden Behälter 121 werden jeweils zwischen aufeinanderfolgenden
Armen der mit gegensinnigem Umlaufsinn angetriebenen Endlosketten 111, 113 gehalten.
Für die Wiege- und Füllphase werden die Behälter 121 dadurch berührungsfrei angehalten,
daß die in Transportrichtung vorlaufenden Arme 119 der Endloskette 113 in Transportrichtung
weiterbewegt werden, während die in Transportrichtung nachfolgenden Arme 117 über
eine vorgegebene Strecke in Gegenrichtung bewegt werden. Der Umlaufsinn der Antriebskette
111 wird hierzu kurzzeitig umgekehrt.
[0049] Fig. 11 zeigt eine Transporteinrichtung für gewichtsdosierende Füllstationen, insbesondere
für Flüssigkeiten, bei welchen die zu füllenden Behälter zwischen zwei Rechen 131,
133 angeordnet sind. Die Rechen 131, 133 sind mit in Transportrichtung gleichabständigen
Aufnahmen 135 bzw. 137 versehen, die in Transportrichtung jeweils mit gleichem Abstand
aufeinanderfolgen und die zu füllenden Behälter 139 zwischen sich einschließen. Die
Rechen 131, 133 werden auf gegensinnig durchlaufenden, geschlossenen Bewegungsbahnen
bewegt, wobei die Länge des Hubs in Transpdrtrichtung und die Rückhublänge gleich
dem Abstand der Aufnahmen 135, 137 in Transportrichtung ist. Die Querhublängen sind
so bemessen, daß die Rechen 131, 133 über die Behälter 139 hinweggeführt werden können.
Der Wiege- und Füllvorgang erfolgt während des Rückhubs, bei welchem die Rechen 131,
133 sich außer Eingriff mit den Behältern 139 befinden. Ggf. können die Rechen 131,
133 während des Rückhubs angehalten werden.
[0050] Die Transporteinrichtung der Fig. 12 umfaßt einen Rechen 141 mit in Transportrichtung
gleichabständig angeordneten Aufnahmen 143 für die zu füllenden Behälter 145. Auf
der dem Rechen 141 abgewandten Seite der Behälter 145 ist im Gegensatz zur Transporteinrichtung
der Fig. 11 eine Führungsschiene 147 angeordnet, die die Behälter 145 in Eingriff
mit den Aufnahmen 143 hält. Der Rechen 141 wird wiederum längs einer geschlossenen
Bewegungsbahn bewegt, bei welcher der Hub in Transportrichtung und der Rückhub gleich
dem Abstand der Aufnahmen 143 ist. Der Querhub ist wiederum so bemessen, daß die Behälter
145 während des Rückhubs aus den Aufnahmen 143 austreten können. Die Führungsschiene
147 ist quer zur Transportrichtung beweglich und wird während der Wiege- und Füllphase
von den Behältern 145 abgehoben. Die Wiege- und Füllphase wird während des Rückhubs
des Rechens 141 ausgeführt.
[0051] Fig. 13 zeigt ein Schlauchquetschventil, wie es bei einer der vorstehenden Füllstationen
zum Sperren des zu den Füllnadeln führenden Schlauchs verwendet werden kann. Der mit
151 bezeichnete Schlauch ist in einer Führung 153 zwischen zwei Zangenbacken 155,157
einer Quetschzange geführt. Der Backen 155 ist fest an einem Antriebsgehäuse 159 angebracht.
Der Backen 157 trägt eine quer zur Schlauch längsrichtung verlaufende Schneide 161
und steht von einer Platte 163 ab, die um eine etwa in Schlauchlängsrichtung verlaufende
Achse 165 an dem Antriebsgehäuse 159 schwenkbar gelagert ist. Zwischen der Platte
163 und dem Antriebsgehäuse 159 ist eine Zugfeder 167 eingespannt, deren Federkraft
so groß bemessen ist, daß sie den Schlauch 151 in jeder Betriebssituation dicht abquetschen
kann. Das gehäuseseitige Ende der Zugfeder 167 greift an einer Einstellschraube 169
an, mit deren Hilfe die Länge der Zugfeder 167 zur Justierung der Zugkraft variiert
werden kann. Das plattenseitige Ende der Zugfeder 167 ist in einem Drehlager 171 an
der Platte 163 gelagert. Das Antriebsgehäuse 159 enthält mehrere, in Richtung der
Achse 165 nebeneinander angeordnete Elektromagnete 173 mit voneinander unabhängigen
Erregerwicklungen 175 und voneinander unabhängig etwa quer zur Platte 163 verschiebbaren
ferromagnetischen Ankerstücken 177. Die Ankerstücke 177 werden bei Erregung der Erregerwicklungen
175 zur Platte 163 hin bewegt und drücken über gleichfalls bewegliche Distanzstücke
179 jeweils die Platte 163 und damit den Backen 157 in Öffnungsrichtung vom Backen
155 weg. Die Distanzstücke 179 schlagen an Einstellschrauben 181 an, die in der Platte
163 gelagert sind. Auf der den Einstellschrauben 181 abgewandten Seite tragen die
Anker 177 Köpfe 183, die den Ankerhub auf einen vorgegebenen Wert begrenzen. Mittels
der Einstellschrauben 181 kann für jeden Elektromagnet 173 gesondert der bei dem vorgegebenen
Hub des Ankers auszuführende Zangenhub eingestellt werden.
[0052] Mit Hilfe des vorstehend erläuterten Schlauchquetschventils kann der Strömungsdurchsatz
durch den Schlauch 151 in Stufen durch Erregung der einzelnen Elektromagnete 173 gesteuert
werden. Bei Beginn des Füllvorgangs wird ein den Schlauch 151 weit öffnender Elektromagnet
erregt. Nähert sich das Behältergewicht dem Sollwert, wird dieser Elektromagnet abgeschaltet
und ein auf einen kleineren Hub eingestellter Elektromagnet erregt. Die Elektromagnete
sind vorzugsweise so ausgebildet, daß der Ankerhub abhängig vom Erregerstrom gesteuert
werden kann, so daß durch stetige oder stufenweise Steigerung des Erregerstroms, der
Hub stetig oder stufenweise eingestellt werden kann.
[0053] Fig. 14 zeigt ein Blockschaltbild der Wiegeeinrichtung eines einzelnen Füllplatzes
der Füllstation. Ein mit dem Gewicht des Behälters belastbarer Gewichtsaufnehmer 201
ist über ein vorzugsweise aktives Tiefpaßfilter 203 an eine Signalabtast- und Haltestufe
205 angeschlossen. Der Gewichtsaufnehmer 201 gibt ein dem Behältergewicht proportionales
Signal ab. Das Filter 203 filtert Störungen aufgrund von Erschütterungen und dergl.
aus. Die Signalabtast-und Haltestufe wird durch Steuerkontakte der Transporteinrichtung
vor Beginn des Füllvorgangs ausgelöst,wenn die Transportorgane, beispielsweise die
Transportschnecken, von dem auf dem Gewichtaufnehmer 201 stehenden Behälter abgehoben
haben. Die Signalabtast- und Haltestufe 205 speichert damit ein dem Leergewicht bzw.
Taragewicht des zu füllenden Behälters entsprechendes Signal bis sie über ihren Auslöseeingang
207 den nächsten Abtastbefehl für einen nachfolgenden Behälter erhält. Eine Additionsstufe
209 addiert zum Taragewicht proportionalen Signal der Signalabtast- und Haltestufe
205 ein dem Nettogewicht der abzufüllenden Schüttgutmenge proportionales Signal eines
einstellbaren Signalgebers 211. Das Ausgangssignal der Additionsstufe 209 entspricht
damit dem gewünschten Bruttogewicht des gefüllten Behälters. Ein Komparator 213 vergleicht
die aus der Additionsstufe 209 und über das Tiefpaßfilter 203 aus dem Gewichtsaufnehmer
201 zugeführten Signale und gibt an seinem Ausgang 215 ein Sperrsignal ab, weiches
die Beschickung des Behälters mit Schüttgut beendet, im Fall der Füllstation der Fig.
1 also das Schlauchquetschventil 15 schließt.
[0054] Der Schüttgut- bzw. Flüssigkeitsdurchsatz ist in Stufen änderbar. Der Komparator
213 steuert die kleinste Durchsatzstufe. In Fig. 14 ist lediglich eine weitere Stufe
für einen höheren Durchsatz vorgesehen, die durch einen Komparator 217 über dessen
Ausgang 219 gesperrt wird, wenn das tatsächliche Behältergewicht über einem vorgegebenen
Wert liegt. Der Komparator 217 vergleicht das über das Tiefpaßfilter 203 zugeführte
Gewicht proportionale Signal des Gewichtsaufnehmers 201 mit dem Ausgangssignal einer
Subtraktionsstufe 221, die vom Bruttogewichtssignal der Additionsstufe 209 ein Sollwertsignal
eines einstellbaren Sollwertgebers 223 subtrahiert. Der Sollwertgeber 223 gibt die
Gewichtsdifferenz vor, die nach Abschalten der "Grob"-Stufe noch von der "Fein"-Stufe
auszugleichen ist. Vorzugsweise wird der Sollwert der Sollwertgeber 211 und 213 abhängig
von einem Mittelwert mehrerer tatsächlicher Behältergewichte justiert bzw. selbsttätig,
beispielsweise mittels eines Mikroprozessors, nachgeführt und zwar sowohl für das
Brutto- als auch das Taragewicht.
[0055] Die Wiegeeinrichtung der Fig. 14 umfaßt lediglich zwei Durchsatzstufen. Es können
weitere Durchsatzstufen vorhanden sein, wobei dann zusätzlich weitere den Elementen
217 bis 223 entsprechende Komponenten vorzusehen sind. Anstelle der Subtraktionsstufe
221 können auch Additionsstufen vorgesehen sein, die unmittelbar an den Ausgang der
Signalabtast-und Haltestufe 205 anzuschließen sind. An dem Sollwertgeber 223 wird
dann das von der "Grob"-Stufe zu füllende Nettogewicht eingestellt.
[0056] An den Ausgang der Signalabtast- und Haltestufe 205 ist ferner eine Überwachungsschaltung
225 angeschlossen die das Taragewicht des Behälters darauf hin überwacht, ob es innerhalb
vorgegebener Gewichtsgrenzen liegt. Der Füllvorgang wird gesperrt, wenn das Taragewicht
außerhalb der vorgegebenen Gewichtsgrenzen liegt. Beispielsweise kann das Taragewicht
zu klein sein, wenn der Behälter teilweise zerbrochen ist. Andererseits kann von vorangegangenen
Waschvorgängen der Behälter noch teilweise gefüllt sein, was sich in einem zu hohen
Taragewicht äußert.
[0057] An den Ausgang der den "Grob"-Durchsatz steuernden Komparatorstufe 217 ist ein Zeitglied
227 angegeschlossen, welches ausgelöst wird, wenn der "Grob"-Füllvorgang beendet ist.
Das Zeitglied 227 sperrt über eine Leitung 229 zunächst den Komparator 213 der "Fein"-Füllstufe,
um sicherzustellen, daß Schwingungen des Behälters und seines Inhalts abgeklungen
sind, bevor der "Fein"-Füllvorgang begonnen wird. An das Zeitglied 227 und den Ausgang
des Komparators 213 ist ferner eine Überwachungsschaltung 231 angeschlossen, die bei
Ablauf der vorgegebenen Zeitspanne des Zeitglieds 227 das Sperrsignal des Komparators
213 überwacht. Tritt bereits nach Ablauf der Zeitkonstanten ein Sperrsignal auf, so
zeigt die Überwachungsschaltung an, daß der Behälter bereits während der vorangegangenen
Füllstufen überfüllt worden ist, so daß der Sollwert des Sollwertgebers 223 verändert
werden muß.
[0058] Fig. 15 zeigt das Schaltbild einer Kompensationsschaltung, mit deren Hilfe die Auswirkungen
unerwünschter Schwingungen bzw. Erschütterungen im Ausgangssignal des Gewichtsaufnehmers
kompensiert werden können. In Fig. 15 ist der das Behältergewicht während des Füllvorgangs
erfassende Meß-Gewichtsaufnehmer mit 241 bezeichnet. 243 bezeichnet einen Kompensations-Gewichtsaufnehmer,
der mit dem Meß-Gewichtsaufnehmer 241 mechanisch verbunden ist und damit denselben
Erschütterungen ausgesetzt ist. Das von dem Kompensations-Gewichtsaufnehmer 243 abgegebene
gewichtsproportionale Signal wird einem Mittelwertspeicher 245 zugeführt, welcher
ein der Grundbelastung des Kompensations-Gewichtsaufnehmer 243 proportionales Signal
speichert. Das in dem Mittelwertspeicher 245 gespeicherte Signal ist im wesentlichen
frei von den durch Schwingungen oder Erschütterungen hervorgerufenen Signaländerungen.
Eine Differenzstufe 247, beispielsweise ein Differenzverstärker, subtrahiert das Ausgangssignal
des Kompensations-Gewichtsaufnehmers 243 vom Ausgangssignal des Mittelwertspeichers
245. Das Ausgangssignal der Differenzstufe 247 stellt damit in invertierter Form ein
Fehlersignal dar, welches den durch Erschütterungen oder Schwingungen hervorgerufenen
Gewichtsfehler proportional ist. Eine Additionsstufe 249 addiert das invertierte Fehlersignal
der Differenzstufe 247 zum Ausgangssignal des Meß-Gewichtsaufnehmers 241 und kompensiert
dadurch den durch Schwingen oder Erschütterungen hervorgerufenen Fehler.
1. Vorrichtung zum dosierten Abfüllen von Schüttgut, insbesondere Flüssigkeiten in
Behälter (1), mit mehreren ortsfest in einer Reihe hintereinander angeordneten Gewichtsdosiereinheiten,
von denen jede eine die Behälter (1) nacheinander mit Schüttgut beschickende Fülleinheit
(5, 15) und eine das Gewicht der Behälter (1) zumindest während der Schüttgutbeschickung
mittels eines Gewichtsaufnehmers (13; 201; 241) erfassende und bei Überschreiten eines
vorbestimmten Gewichtswerts die Fülleinheit (5,15) sperrende Wiegeeinheit umfaßt und
mit einer die Behälter (1) den Gewichtsdosiereinheiten gruppenweise zum gleichzeitigen
Beschicken mit Schüttgut zuführenden Transporteinrichtung (3), die, gesehen in Transportrichtung,
zumindest auf einer Seite der Gewichtsaufnehmer (13; 201; 241) ein in Transportrichtung
sich erstreckendes Transportorgan (19; 51; 63; 73; 95, 97, 99,111.113: 131, 133; 141)
aufweist und zusammen mit den Fülleinheiten an einem gemeinsamen Maschinenrahmen (25)
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Gewichtsaufnehmer (13; 201; 241)
an einem vom Maschinenrahmen der Transporteinrichtung (3) und der Fülleinheiten (5,
15) gesonderten und unabhängig aufgestellten Gestell (39) gehalten sind, daß das Transportorgan
(19; 51; 63; 73; 95, 97, 99; 111, 113; 131; 133; 141) mehrere im Abstand der Gewichtsaufnehmer
(13; 201; 241) aufeinanderfolgende, die Behälter hintergreifende Schubflächen (33;
77; 101; 117; 135; 137; 143) aufweist, daß die Transporteinrichtung (3) das Transportorgan
intermittierend für eine Bewegung der Schubflächen (33; 77; 101; 117; 135; 143) in
Transportrichtung sowie bei über den Gewichtsaufnehmern (13; 201, 241) sich befindenden
Behältern (1) für eine die Schubflächen (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) und die
Behälter (1) voneinander abhebende Bewegung antreibt,
daß der Gewichtsaufnehmer (13, 201; 241) jeder Wiegeeinheit als elektrischer Gewichtsaufnehmer
ausgebildet ist und ein dem Gewicht des ihn belastenden Behälters (1) entsprechendes
Signal erzeugt, daß jede Wiegeeinheit eine an den Gewichtsaufnehmer (13; 201; 241)
angeschlossene, von der Transporteinrichtung (3) bei von den Behältern (1) abgehobenen
Schubflächen (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) zur Speicherung eines dem Leergewicht
des jeweils zu füllenden Behälters (1) entsprechenden Tara-Signalwerts auslösbare
Signalabtast- und Halteschaltung (205) aufweist und nach dem Speichern des Tara-Signalwerts
den Schüttgutstrom der Fülleinheit (5; 15) zum Füllen des Behälters (1) freigibt,
daß ein einstellbarer Sollwertgeber (211) zur Speicherung eines Nettogewicht-Signalwerts
vorgesehen ist, und daß jede Wiegeeinheit ferner eine den Tara-Signalwert und den
Nettogewicht-Signalwert addierende Additionsschaltung (209) sowie eine mit dem Gewichtsaufnehmer
(13; 201; 241) und der Additionsschaltung (209) verbundene Komparatorschaltung (213)
umfaßt, die den Schüttgutstrom der Fülleinheit (5; 15) sperrt, wenn das Signal des
Gewichtsaufnehmers (13; 201; 241) ein höheres Gewicht repräsentiert als das Signal
der Additionsschaltung (209).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportorgan der
Transporteinrichtung als rotierend angetriebene Transportschnecke (19; 51, 63; 73)
ausgebildet ist, in deren Schneckengang die Behälter eingreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung gesehen
beiderseits der Bewegungsbahn zueinander parallele, gegensinnig rotierend angetriebene
Transportschnecken (19) mit gegensinniger Schneckengangsteigung angeordnet sind, deren
einander gegenüberliegende Schneckengänge (33) Aufnahmeräume (35) für die Behälter
(1) bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung
(3) beide Transportschnecken (19) in den Transportpausen in entgegengesetzten Richtungen
radial von den auf den Gewichtsaufnehmern (13) stehenden Behältern (1) wegbewegt und
nach Beschickung mit Schüttgut wieder in Transporteingriff mit den Behältern (1) bringt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand zur Transportschnecke
(63; 73) eine zur Transportschnecke (63; 73) parallele Führungsschiene (65; 75) vorgesehen
ist, die die Behälter (61; 71) in Eingriff mit dem Schneckengang hält.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung
die Transportschnecke (63) und die Führungsschiene (65) in den Transportpausen in
entgegengesetzten Richtungen von den auf den Gewichtsaufnehmern stehenden Behältern
(61) wegbewegt und nach Beschickung mit Schüttgut wieder in Transporteingriff mit
den Behältern bringt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Gewichtsaufnehmer
zur Transportschnecke (73) verschiebbare Ausstosser (81) angeordnet sind und daß die
Transporteinrichtung in den Transportpausen die Ausstosser (81) und die Führungsschiene
(75) in gleicher Richtung, die Führungsschiene hierbei jedoch über eine größere Distanz
von der Transportschnecke radial weg bewegt und dann die Ausstosser zurückbewegt und
daß die Transporteinrichtung nach Beschicken der Behälter (71) mit Schüttgut die Führungsschiene
zurückbewegt und die Behälter wieder in Transporteingriff mit der Transportschnecke
bringt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter mit Spiel
in Transportrichtung in dem Schneckengang der Transportschnecke (19; 51; 63) geführt
sind und daß die Transporteinrichtung die Transportschnecke in den Transportpausen
um einen das Spiel teilweise ausgleichenden, die Schubflächen des Schneckengangs von
den Behältern abhebenden Winkel in entgegengesetzter Drehrichtung zurückdreht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportschnecke
(19; 51) in Transportrichtung seitlich der Gewichtsaufnehmer (13) mit Schneckengängen
(37; 53) versehen ist, welche über einen Teil des Schneckenumfangs achsnormal verlaufen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
die Transportschnecke (19, 51 ) in der Transportpause mit zum Behälter weisenden achsnormalem
Schneckengangbereich (37; 53) anhält.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportschnecke
(51) in Transportrichtung seitlich der Gewichtsaufnehmer mit Abflachungen (57) oder
Aussparungen versehen ist, die den Schneckengangradius über einen Teil des Schneckenumfangs
mindern.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
zwei Endlosketten (111, 113) aufweist, die im Bereich der Transportstrecke (115) zueinander
parallel verlaufen, daß die Endlosketten (111,113) mit im Bereich der Transportstrecke
(115) zur jeweils anderen Kette hin abstehenden, gleichabständigen Armen (117,119)
versehen sind, die die Behälter (121) jeweils zwischen sich und einen Arm der anderen
Kette einschließen, daß die Transporteinrichtung bei Beginn der Transportpause diejenige
Endloskette (111) deren Arme (117) den Behälter (121) in Transportrichtung nachfolgen,
um eine vorgegebene Strecke in zur Transportrichtung entgegengesetzten Richtung bewegt
und die andere Endloskette (113) um eine vorgegebene Strecke in Transportrichtung
weiterbewegt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportorgan der
Transporteinrichtung als Rechen (131, 133; 141) mit mehreren in Transportrichtung
aufeinanderfolgenden Behälteraufnahmen (135, 137; 143) ausgebildet ist, daß die Transporteinrichtung
den Rechen (131, 133; 141) längs einer geschlossenen Bahn in Transportrichtung um
den Abstand der Behälteraufnahmen (135, 137; 143) bewegt, dann quer dazu außer Eingriff
mit den Behältern (139; 145) bewegt, und dann um den Abstand der Behälteraufnahmen
(135, 137; 143) gegen die Transportrichtung und wieder in Eingriff mit den Behältern
(139; 145) bewegt und daß die Transporteinrichtung den Rechen (131; 133; 141) während
der Füll- und Wiegepause außer Eingriff hält.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
zwei Rechen (131, 133) mit zueinander weisenden Behälteraufnahmen (135, 137) aufweist
und auf gegensinnig durchlaufenden geschlossenen Bahnen bewegt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
eine parallel zur Transportrichtung des Rechens (141) den Behälteraufnahmen (143)
gegenüberliegend angeordnete Führungsschiene (147) umfaßt und während der Füll- und
Wiegepause die Führungsschiene (147) quer zur Transportrichtung von den Behältern
(145) abhebt.
> 16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung
wenigstens ein Schlauchquetschventil, dessen Schlauchquetschzange (155, 157) von einer
Schließfeder (167) in Sperrichtung vorgespannt und mittels einer von der Wiegeeinrichtung
steuerbaren Antriebs (173) gegen die Kraft der Schließfeder (167) zu öffnen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere gemeinsam auf
die Schlauchquetschzange (155,157) wirkende Antriebe (173) mit voneinander verschiedenen,
vorzugsweise justierbaren Antriebshüben vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antrieb als Elektromagnet
(173) ausgebildet ist, dessen beweglicher Anker (177) die Schlauchquetschzange (155,
157) öffnet und daß der Hub des Ankers (177) oder ein Leerweg im Kraftübertragungsweg
zwischen Anker (177) und Schlauchquetschzange (155,157) justierbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung
für das Abfüllen steriler Flüssigkeiten über ein Sterilfilter (45) mit einem Vorratsbehälter
für die Flüssigkeit verbunden ist, wobei zumindest die Verbindungsleitung einem Dosiermundstück
(5) oder eine Abfüllnadel der Dosiereinrichtung mit dem Sterilfilter (45) als Schlauchleitung
(7) ausgebildet ist und daß das Schlauchquetschventil (15) die Schlauchleitung (7)
an einer in Förderrichtung dem Sterilfilter (45) nachfolgenden Stelle quetscht.
20. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abfüllung steriler
Schüttgüter auf der der Bedienungsseite der Füllstation abgewandten Seite seitlich
der Füllstation ein Reinluftgebläse (47) angeordnet ist, welches einen im wesentlichen
horizontalen, laminaren und keimfrei gefilterten Luftstrom quer zur Transportrichtung
der Transporteinrichtung (3) über die Füllstation hinweg bläst.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schüttgutdurchsatz
der Dosiereinrichtung in Stufen änderbar ist, daß die an die Additionsstufe (209)
und den Gewichtsaufnehmer (201; 241) angeschlossene Komparatorstufe (213) die kleinste
Durchsatzstufe der Dosiereinrichtung steuert, daß für jede der übrigen Durchsatzstufen
ein weiterer einstellbarer Sollwertgeber (223) vorgesehen ist und entweder eine Subtraktionsstufe
(221) das Signal des weiteren Sollwertgebers (223) vom Signal der Additionsstufe (209)
subtrahiert oder eine weitere Additionsstufe das Signal des weiteren Sollwertgebers
zum Tara-Signalwert der Signalabtast- und Haltestufe (205) addiert und daß zur Steuerung
der übrigen Durchsatzstufen der Dosiereinrichtung jeweils eine an den Gewichtsaufnehmer
(201; 241) und die Subtraktionsstufe (221) bzw. die weitere Additionsstufe angeschlossene
weitere Komparatorstufe (217) vorgesehen ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß an die weitere Komparatorstufe
(217) ein bei Sperren der zugeordneten Durchsatzstufe der Dosiereinrichtung auslösbares
Zeitglied (227) angeschlossen ist und daß eine an das Zeitglied (227) und die der
kleinsten Durchsatzstufe zugeordnete Komparatorstufe (213) eine Überwachungsschaltung
(231) angeschlossen ist, die nach Ablauf der vom Zeitglied (227) vorgegebenen Zeitspanne
ein dem Zustand des Komparatorsignals entsprechendes Signal erzeugt.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitglied für die
Dauer seiner vorgegebenen Zeitspanne die kleinste Dürchsatzstufe der Dosiereinrichtung
sperrt.
24. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gewichtsaufnehmer
(201) und die Signalabtast-und Haltestufe (205) bzw. die Komparatorstufe (213) ein
Tiefpaßfilter (203) geschaltet ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Füllstation
ein mit einem konstanten Gewicht belasteter Kompensations-Gewichtsaufnehmer (243)
angeordnet ist, an den ein den zeitlichen Mittelwert der Signale des Kompensations-Gewichtsaufnehmers
(243) bildender Mittelwertspeicher (245) angeschlossen ist und daß eine Subtraktionsstufe
(247, 249) die Differenz der Signale des Kompensations-Gewichtsaufnehmers (243) und
des Mittelwertspeichers (245) bildet und vom Signal des mit dem Behälter belasteten
Meß-Gewichtsaufnehmers (241) subtrahiert.
26. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Signalabtast-
und Haltestufe (205) eine Überwachungsschaltung (225) angeschlossen ist, die ein die
Dosiereinrichtung sperrendes Signal erzeugt, wenn der Tara-Signalwert außerhalb eines
vorgegebenen Bereichs liegt.
27. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
im Bereich der Wiegeeinheiten (13) Stützflächen (20) aufweist, auf welchen die Behälter
(1) während des Transportbetriebs im Abstand von den Wiegeeinheiten (13) aufliegen
und daß die Stützflächen (20) während des Wiegebetriebs absenkbar sind, so daß die
Behälter (1) auf den Wiegeeinheiten (13) aufliegen.
1.) Device for the quantity-regulated decanting of pourable material, especially liquids,
into vessels (1), having a plurality of weight-regulating units arranged non-displaceably
in a row one behind another, each of which comprises a filler unit (5,15) charging
the vessels (1) successively with pourable material and a weighing unit which detects
the weight of the vessels (1) at least during the pourable material charging by means
of a weight detector (13; 201, 241) and blocks the filler unit (5,15) on exceeding
of a predetermined weight value, and have a transport apparatus (3) feeding the vessels
(1) to the weight-regulating units by groups for the simultaneous charging with pourable
material, which transport apparatus, seen in the transport direction, comprises at
least on one side of the weight detectors (13; 201, 241) a transport element {19;
51; 63; 73; 95, 97, 99,111,113; 131, 133; 141) extending in the transport direction
and is held together with the filler units on a common machine frame (25), characterised
in that all weight detectors (13; 201; 241) are held on a frame (39) set up separately
and independently of the machine frame of the transport apparatus (3) and the filler
units (5, 15), in that the transport element (19; 51; 63; 73; 95, 97, 99; 111, 113;
131; 133; 141) comprises several thrust faces (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) following
one another at the interval of the weight detectors (13; 201; 241) and grasping behind
the vessels, in that the transport apparatus (3) drives the transport element intermittently
for a movement of the thrust faces (33; 77; 101; 117; 135; 143) in the transport direction
and, when vessels (1) are situated above the weight detectors (13; 201, 241), for
a movement lifting the thruat faces (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) and the vessels
(1) away from one another,
in that the weight detector (13, 201; 241) of each weighing unit is formed as electric
weight detector and generates a signal corresponding to the weight of the vessel (1)
loading it,
in that each weighing unit comprises a signal scanning and holding circuit (205) connected
to the weight detector (13; 201; 241) and triggerable by the transport apparatus (3)
when the thrust faces (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) are lifted away from the vessels
(1), for the storage of a tare signal value corresponding to the empty weight of each
vessel (1) to be filled, and after the storage of the tare signal value liberates
the flow of pourable material of the filler unit (5; 15) for the filling of the vessel
(1),
in that an adjustable ideal value emitter (211) is provided for the storage of a net
weight signal value, and in that each weighing unit further includes an addition circuit
(209) adding the tare signal value and the net weight signal value and a comparator
circuit (213) connected with the weight detector (13; 201; 241) and the addition circuit
(209), which blocks the flow of pourable material of the filler unit (5; 15) when
the signal of the weight detector (13; 201; 241) represents a higher weight than the
signal of the addition circuit (209).
2.) Device according to Claim 1, characterised in that the transport element of the
transport apparatus is formed as a rotatingly driven transport worm (19; 51,63; 73)
in the spiral of which the vessels engage.
3.) Device according to Claim 2, characterised in that on both sides of the path of
movement, seen in the transport direction, there are arranged mutually parallel, contrarily
rotatingly driven transport worms (19) with oppositely directed spiral pitch, the
mutually opposite spirals (33) of which form reception spaces (35) for the vessels
(1).
4.) Device according to Claim 3, characterised in that the transport apparatus (3)
moves both transport worms (19), in the intervals between transporting, radially away
from the vessels (1) standing on the weight detectors (13), in opposite directions,
and after charging with pourable materials brings them into transport engagement with
the vessels (1) again.
5.) Device according to Claim 2, characterised in that at a distance from the transport
worm (63; 73) there is provided a guide rail (65; 75) parallel to the transport worm,
which holds the vessels (61; 71) in engagement with the worm spiral.
6.) Device according to Claim 5, characterised in that the transport apparatus moves
the transport worm (63) and the guide rail (65), in the non-transporting periods,
in opposite directions away from the vessels (61) standing on the weight detectors,
and after their charging with pourable material brings them into transport engagement
with the vessels again.
7.) Device according to Claim 5, characterised in that ejectors (81) displaceable
in relation to the transport worm (73) are arranged in the region of the weight detectors
and in that in the non-transporting periods the transport apparatus moves the ejectors
(81) and the guide rail (75) in the same direction, but in doing so moves the guide
rail radially away from the transport worm over a greater distance, and then moves
the ejectors back, and in that after the charging of the vessels (71) with pourable
material the transport apparatus moves the guide rail back and brings the vessels
into transport engagement again with the transport worm.
8.) Device according to Claim 2, characterised in that the vessels are guided with
play in the transport direction in the spiral of the transport worm (19; 51; 63) and
in that the transport apparatus in the non-transporting periods turns the transport
worm back in the opposite direction of rotation through an angle which partially takes
up the play and lifts the thrust faces of the worm spiral away from the vessels.
9.) Device according to Claim 2, characterised in that the transport worm (19; 51)
is provided, laterally of the weight detectors (13) in the transport direction, with
worm turns (37; 53) which extend normally to the axis over a part of the worm circumference.
10.) Device according to Claim 9, characterised in that the transport apparatus halts
the transport worm (19, 51) in the non-transporting period with worm spiral region
(37; 53) normal to the axis pointing towards the vessel.
11.) Device according to Claim 2, characterised in that the transport worm (51) is
provided, ' laterally of the weight detectors in the transport direction, with flattenings
(57) or recesses which reduce the worm spiral radius over a part of the worm circumference.
12.) Device according to Claim 1, characterised in that the transport apparatus comprises
two endless chains (111, 113) which extend parallel with one another in the region
of the transport path (115), in that the endless chains (111,113) are provided with
equidistant arms (117, 119) protruding in the region of the transport path (115) towards
the other chain in each case, which enclose the vessels (121) in each case between
themselves and an arm of the other chain, in that the transport apparatus at the beginning
of the non-transporting period moves that endless chain (111), the arms (117) of which
follow the vessel (121) in the transport direction, by a predetermined distance in
the direction opposite to the transport direction and the other endless chain (113)
further by a predetermined distance in the transport direction.
13.) Device according to Claim 1, characterised in that the transport element of the
transport apparatus is formed as a rake (131, 133; 141) having a plurality of vessel
receivers (135. 137; 143) following one another in the transport direction, in that
the transport apparatus moves the rake (131, 133; 141) along a closed track in the
transport direction by the interval of the vessel receivers (135,137; 143), then moves
it transversely thereof out of engagement with the vessels (139; 145), and then by
the interval of the vessel receivers (135, 137; 143) contrarily of the transport direction
and into engagement with the vessels (139; 145) again, and in that the transport apparatus
holds the rake (131, 133; 141) out of engagement during the filling and weighing interval.
14.) Device according to Claim 13, characterised in that the transport apparatus comprises
two rakes (131, 133) with vessel receivers (135,137) pointing towards one another
and moves them on oppositely through- extending closed paths.
15.) Device according to Claim 13, characterised in that the transport apparatus comprises
a guide rail (147) arranged opposite to the vessel receivers (143), parallel to the
transport direction of the rake (141) and lifts the guide rail (147) away from the
vessels (145) transversely of the transport direction during the filling and weighing
interval.
16.) Device according to Claim 1, characterised in that the quantity-regulating apparatus
comprises at least one flexible pipe pinch valve, the pinch tongs (155, 157) of which
is initially stressed by a closure spring (167) in the blocking direction and can
be opened against the force of the closure spring (167) by means of a drive (173)
controllable by the weighing apparatus.
17.) Device according to Claim 16, characterised in that several drives (173) acting
in common upon the pinch tongs (155,157) are provided having mutually different, preferably
adjustable drive strokes.
18.) Device according to Claim 16, characterised in that each drive is formed as an
electro-magnet (173) the movable armature (177) of which opens the pinch tongs (155,
157), and in that the stroke of the armature (177) or an idle distance in the force-transmission
path between armature (177) and pinch tongs (155, 157) is adjustable.
19.) Device according to Claim 16, characterised in that the quantity-regulating apparatus,
for the decanting of sterile liquids, is connected through a sterile filter (45) with
a reservoir for the liquid and at least the connecting conduit to a quantity-regulating
mouthpiece (5) or connecting a filling needle of the quantity-regulating apparatus
with the sterile filter (45) is made as a flexible pipe conduit (7) and in that the
flexible pipe pinch valve (15) pinches the flexible conduit (7) at a point after the
sterile filter (45), in the conveying direction.
20.) Device according to Claim 1, characterised in that in the decanting of sterile
pourable materials a clean air blower (47) is arranged laterally of the filling station
on the side remote from the operating side of the filling station, and blows a substantially
horizontal, laminar and germ-free-filtered air current over the filling station transversely
of the transport direction of the transport apparatus (3).
21.) Device according to Claim 1, characterised in that the throughput of pourable
material of the quantity-regulating apparatus is variable in stages, in that the comparator
stage (213) connected to the addition stage (209) and to the weight detector (201;
241) controls the smalle st throughput stage of the quantity-regulating apparatus,
in that for each of the other throughput stages a further adjustable ideal value emitter
(223) is provided and either a subtraction stage (221) subtracts the signal of the
further ideal value emitter (223) from the signal of the addition stage (209) or a
further addition stage adds the signal of the further ideal value emitter to the tare
signal value of the signal scanning and holding stage (205) and in that for the controlling
of the other throughput stages of the quantity-regulating apparatus in each, case
one further comparator stage (217) connected to the weight detector (201; 241) and
the subtraction stage (221) or the further addition stage is provided.
22.) Device according to Claim 21, characterised in that a time member (227) triggerable
on blocking of the associated throughput stage of the quantity-regulating apparatus
is connected to the further comparator stage (217) and in that a monitor circuit (231)
is connected to the time member (227) and the comparator stage (213) allocated to
the smallest throughput stage, which monitor circuit after the elapse of the time
period predetermined by the time member (227) generates a signal corresponding to
the state of the comparator signal.
23.) Device according to Claim 22 characterised in that the time member blocks the
smallest throughput stage of the quantity-regulating apparatus for the duration of
the predetermined time period of the time member.
24.) Device according to Claim 1, characterised in that a low-pass filter (203) is
connected between the weight detector (201) and the signal scanning and holding stage
(205) or the comparator stage (213).
25.) Device according to Claim 1, characterised in that in the region of the filling
station a compensation weight detector (243) loaded with a constant weight is arranged
to which a mean value store (245) forming the chronological mean value of the signals
of the compensation weight detector (243) is connected and in that a subtraction stage
(247, 249) forms the difference of the signals of the compensation weight detector
(243) and of the mean value store (245) and subtracts it from the signal of the measured
weight detector (241) loaded with the vessel.
26.) Device according to Claim 1, characterised in that to the signal scanning and
holding stage (205) a monitor circuit (225) is connected which generates a signal
blocking the quantity-regulating apparatus when the tare signal value lies outside
a predetermined range.
27.) Device according to Claim 1, characterised in that the transport apparatus comprises
support faces (20) in the region of the weighing units (13), on which faces the vessels
(1) lie during transport operation at a distance from the weighing units (13) and
in that the support faces (20) are lowerable during the weighing operation, so that
the vessels (1) rest on the weighing units (13).
1. Dispositif pour emplir d'une manière dosée des récipients (1) de matières en vrac,
en particulier des liquides, présentant plusieurs unités de dosage pondéral qui se
succèdent stationnairement en une rangée et dont chacune comprend une unité d'emplissage
(5,15) alimentant successivement les récipients (1) en matière en vrac, ainsi qu'une
unité de pesage qui, au moins pendant l'alimentation en matière en vrac, détecte le
poids des récipients (1) au moyen d'un capteur pondéral (13; 201; 241) et verrouille
l'unité d'emplissage (5,15) lorsqu'une valeur pondérale prédéterminée est dépassée,
et un dispositif de transport (3) qui achemine les récipients (1) par groupes vers
les unités de dosage pondéral en vue d'une alimentation simultanée en matière en vrac
et qui, observé dans la direction du transport, présente, au moins d'un côté des capteurs
pondéraux (13; 201; 241), un organe de transport (19; 51:63; 73; 95, 97, 99, 111,
113; 131, 133; 141) s'étendant dans la direction du transport, et est retenu conjointement
aux unités d'emplissage sur un bâti commun (25) de la machine, caractérisé par le
fait que tous les capteurs pondéraux (13; 201; 241) sont retenus sur un châssis (39)
à implantation autonome, séparé du bâti de la machine supportant le dispositif de
transport (3) et les unités d'emplissage (5,15); par le fait que t'organe de transport
(19; 51; 63; 73; 95, 97, 99; 111, 113; 131; 133; 141) présente plusieurs surfaces
de poussée (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) qui se succèdent à distance des capteurs
pondéraux (13; 201; 241) et emprisonnent les récipients par-derrière; par le fait
que le dispositif de transport (3) entraîne par intermittence l'organe de transport
en vue d'un mouvement des surfaces de poussée (33; 77; 101; 117; 135; 143) dans la
direction du transport et, lorsque les récipients (1) se trouvent au-dessus des capteurs
pondéraux (13; 201, 241), en vue d'un mouvement décollant les uns des autres les surfaces
de poussée (33; 77; 101; 117; 135; 137; 143) et les récipients (1); par le fait que
le capteur pondéral (13, 201; 241) de chaque unité de pesage est réalisé sous la forme
d'un capteur pondéral électrique et engendre un signal correspondant au poids du récipient
(1) qui le charge; par le fait que chaque unité de pesage présente un circuit (205)
de détection de signaux et de maintien raccordé au capteur pondéral (13; 201; 241)
et pouvant être déclenché par le dispositif de transport (3) lorsque les surfaces
de poussée (33; 77; 101; 117; 135, 137; 143) sont soulevées des récipients (1), en
vue de memoriser une valeur de signal de tarage correspondant au poids à vide du récipient
considéré (1) devant être empli, et libère le flux de matière en vrac de l'unité d'emplissage
(5; 15), après la mémorisation de la valeur de signal de tarage, en vue d'emplir ledit
récipient (1); par le fait qu'un indicateur réglable (211) de valeurs de consigne
est prévu pour mémoriser une valeur de signal de poids net et par le fait que chaque
unité de pesage englobe en outre un circuit sommateur (209) qui additionne la valeur
de signal de tarage et la valeur de signal de poids net, ainsi qu'un circuit comparateur
(213) qui est raccordé au capteur pondéral (13; 201; 241) et au circuit sommateur
(209), et qui bloque le flux de matière en vrac de l'unité d'emplissage (5; 15) lorsque
le signal du capteur pondéral (13; 201; 241) représente un poids plus élevé que le
signal du circuit sommateur (209).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'organe de transport
du dispositif de transport est réalisé sous la forme d'une vis sans fin transporteuse
(19; 51, 63; 73) entraînée en rotation, dans les spires de laquelle les récipients
s'engagent.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que des vis sans fin
transporteuses (19) à pas inverses, mutuellement parallèles et entraînées dans des
sens de rotation opposés, se trouvent de part et d'autre de la trajectoire de mouvement
observées dans la direction du transport, les spires (33) de ces vis, mutuellement
opposees, formant des logements (35) pour les récipients (1).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé par le fait que, lors des pauses
de transport, le dispositif de transport (3) déplace les deux vis sans fin transporteuses
(19), dans des directions opposées, radialement à l'écart des récipients (1) reposant
sur les capteurs pondéraux (13), puis les ramène en prise de transport avec lesdits
récipients (1) après la délivrance de matière en vrac.
5. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'il est prévu, à
distance de la vis sans fin transporteuse (63; 73), un rail de guidage (65; 75) qui
est parallèle à cette vis sans fin transporteuse (63; 73) et maintient les récipients
(61; 71) en prise avec les spires de ladite vis.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, lors des pauses
de transport, le dispositif de transport déplace la vis sans fin transporteuse (63)
et le rail de guidage (65) dans des directions opposées à l'écart des récipients (61)
reposant sur les capteurs pondéraux, puis les ramène en prise de transport avec lesdits
récipients après la délivrance de matière en vrac.
7. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par le fait que des éjecteurs
(81) mobiles vers la vis sans fin transporteuse (73) sont disposés au voisinage des
capteurs pondéraux; par le fait que, lors des pauses de transport, le dispositif de
transport déplace dans la même direction les éjecteurs (81) et le rail de guidage
(75) radialement a l'écart de la vis sans fin transporteuse, en déplaçant toutefois
ledit rail de guidage d'une distance plus grande par rapport à ladite vis, puis imprime
ensuite un mouvement rétrograde auxdits éjecteurs; et par le fait que, après l'alimentation
des récipients (71) en matière en vrac, le dispositif de transport imprime un mouvement
rétrograde au rail de guidage et ramène les récipients en prise de transport avec
la vis sans fin transporteuse.
8. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que les récipients
sont guidés avec jeu, dans la direction de transport, dans les spires de la vis sans
fin transporteuse (19; 51; 63); et par le fait que, lors des pauses de transport,
le dispositif de transport imprime à la vis sans fin transporteuse une rotation rétrograde,
dans le sens de rotation opposé, d'un angle qui compense partiellement le jeu et soulève
les surfaces de poussée des spires de la vis à l'écart des récipients.
9. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la vis sans fin
transporteuse (19; 51) est munie dans la direction du transport, latéralement par
rapport aux capteurs pondéraux (13), de spires (37; 53) s'étendant perpendiculairement
à l'axe sur une partie du pourtour de ladite vis.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé par le fait que, pendant la pause
de transport, le dispositif de transport maintient la vis sans fin transporteuse (19,
51) d'une manière telle que la région de ses spires (37; 53) perpendiculaire à l'axe
soit dirigée vers le récipient.
11. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la vis sans fin
transporteuse (51) est pourvue dans la direction du transport, latéralement par rapport
aux capteurs pondéraux, de méplats (57) ou d'échancrures qui réduisent le rayon des
spires de la vis sur une partie du pourtour de cette vis.
12. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
de transport présente deux chaînes sans fin (111, 113) s'étendant parallèlement l'une
à l'autre dans la région du trajet de transport (115); par le fait que les chaînes
sans fin (111, 113) sont dotées de bras équidistants (117, 119) qui dépassent en direction
de l'autre chaîne considérée au voisinage du trajet de transport (115), et emprisonnent
à chaque fois les récipients (121) entre eux-mêmes et un bras de l'autre chaîne; et
par le fait que, au début de la pause de transport, le dispositif de transport déplace
d'une distance prédéterminée, dans la direction opposée à la direction du transport,
la chaîne sans fin (111) dont les bras (117) succèdent aux récipients (121) dans la
direction du transport, et déplace davantage l'autre chaîne sans fin (113) d'une distance
prédéterminee dans la direction du transport.
13. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'organe de transport
du dispositif de transport est réalisé sous la forme d'un râteau (131, 133; 141) comportant
plusieurs logements (135,137; 143) de récipients qui se succèdent dans la direction
du transport; par le fait que le dispositif de transport déplace le râteau (131, 133;
141) dans la direction du transport le long d'une piste fermée, de l'espacement des
logements (135,137; 143) des récipients, puis perpendiculairement à cette direction,
pour supprimer sa prise avec les récipients (139; 145), puis à l'opposé de la direction
du transport, de l'espacement des logements (135, 137; 143) des récipients, pour le
mettre à nouveau en prise avec ces récipients (139; 145); et par le fait que le dispositif
de transport maintient le râteau (131, 133; 141) hors prise pendant la pause d'emplissage
et de pesage.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé par le fait que le dispositif
de transport comprend deux râteaux (131, 133) ayant des logements (135, 137) de récipients
tournés les uns vers les autres, et déplace ces ràteaux sur des pistes fermées défilant
dans des directions opposées.
15. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé par le fait que le dispositif
de transport englobe un rail de guidage (147) situé parallèlement à la direction du
transport du râteau (141), en vis-à-vis des logements (143) des récipients, et soulève
le rail de guidage (147) à l'écart des récipients (145), pendant la pause d'emplissage
et de pesage, perpendiculairement à la direction du transport.
16. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
doseur présente au moins une valve péristaltique dont la pince d'écrasement (155,157)
est préchargée par un ressort de fermeture (167) dans la direction de blocage et peut
être ouverte, à l'encontre de la force du ressort de fermeture (167), au moyen d'un
entraînement (173) pouvant être commandé par le dispositif de pesage.
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé par le fait que sont prévus
plusieurs entraînements (173) qui agissent en commun sur la pince d'écrasement (155,
157), et effectuent des courses d'entraînement différentes les unes des autres et
de préférence réglables.
18. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé par le fait que chaque entraînement
est réalisé sous la forme d'un électro-aimant (173) dont l'induit mobile (177) ouvre
la pince d'écrasement (155,157); et par le fait qu'il existe une faculté de réglage
de la course de l'induit (177) ou d'une course à vide sur le trajet de transmission
de force, entre l'induit (177) et la pince d'écrasement (155, 157).
19. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé par le fait que, pour le déversement
de fluides stériles, le dispositif doseur est relié par l'intermédiaire d'un filtre
stérile (45) à un récipient de réserve en fluide, au moins le conduit de jonction
à un embout doseur (5) ou une aiguille de déversement du dispositif doseur avec le
filtre stérile (45) étant conçu en tant que conduit flexible (7); et par le fait que
la valve péristaltique (15) pince le conduit flexible (7) en un emplacement succédant
au filtre stérile (45) dans la direction de l'écoulement.
20. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, lors du déversement
de matières stérilesen vrac, une soufflante (47) à air épuré est installée latéralement
au poste d'emplissage, sur le côté tourné à l'opposé du côté manipulation de ce poste
d'emplissage, ladite soufflante brassant au-delà du poste d'emplissage, perpendiculairement
à la direction de transport du dispositif de transport (3), un courant d'air sensiblement
horizontal, laminaire et stérilisé par filtration.
21. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le débit de matière
en vrac par le dispositif doseur peut varier par paliers; par le fait que l'étage
comparateur (213) raccordé à l'étage sommateur (209) et au capteur pondéral (201;
241) commande le plus petit palier de débit du dispositif doseur; par le fait que,
pour chacun des autres paliers de débit, un autre indicateur réglable (223) de valeurs
de consigne est prévu et, alternativement, un etage soustracteur (221) retranche le
signal de l'autre indicateur (223) de valeurs de consigne du signal de l'étage sommateur
(209), ou bien un autre étage sommateur ajoute le signal de l'autre indicateur de
valeurs de consigne à la valeur de signal de tarage de l'étage (205) de détection
de signaux et de maintien; et par le fait qu'un autre étage comparateur (217), raccordé
à chaque fois au capteur ponderal (201; 241) et à l'étage soustracteur (221), ou respectivement
à l'autre étage sommateur, est prévu pour commander les autres paliers de débit du
dispositif doseur.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé par le fait qu'un organe de
temporisation (227), déclenchable lors du blocage du palier de débit associé du dispositif
doseur, est raccordé à l'autre étage comparateur (217); et par le fait qu'un circuit
de surveillance (231) est raccordé à l'organe de temporisation (227) et à l'étage
comparateur (213) associé au palier de débit minimal, ce circuit engendrant, à l'expiration
du laps de temps prédéterminé par l'organe de temporisation (227), un signal correspondant
a la condition du signal du comparateur.
23. Dispositif selon la revendication 22, caractérisé par le fait que, pendant la
durée de son laps de temps prédéterminé, l'organe de temporisation bloque le palier
de débit minimal du dispositif doseur.
24. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'un filtre passe-bas
(203) est intercalé entre le capteur pondéral (201) et, respectivement, l'étage (205)
de détection de signaux et de maintien ou l'étage comparateur (213).
25. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, au voisinage
du poste d'emplissage, se trouve un capteur pondéral à compensation (243) chargé par
un poids constant, auquel est raccordée une mémoire (245) de valeurs moyennes qui
forme la moyenne temporelle des signaux du capteur pondéral à compensation (243);
et par le fait qu'un étage soustracteur (247,249) forme la différence entre les signaux
du capteur pondéral à compensation (243) et de la mémoire (245) de valeurs moyennes,
et la retranche du signal du capteur pondéral mesureur (241) chargé par le récipient.
26. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'un circuit de
surveillance (225), raccordé à l'étage (205) de détection de signaux et de maintien,
engendre un signal verrouillant le dispositif doseur lorsque la valeur de signal de
tarage se situe en dehors d'une plage prédéterminée.
27. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le dispositif
de transport comporte, au voisinage des unités de pesage (13), des surfaces d'appui
(20) sur lesquelles les récipients (1) reposent au cours du processus de transport,
à distance des unités de pesage (13); et par le fait que les surfaces d'appui (20)
peuvent être abaissées, lors du processus de pesage, de telle sorte que les récipients
(1) portent sur les unités de pesage (13).