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EP 0 090 179 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.07.1986 Patentblatt 1986/30 |
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Anmeldetag: 25.02.1983 |
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Vorrichtung zum Verhindern von Walzenstreifen an Walzwerken einer Druckmaschine
Means for preventing stripes on printing press rollers
Dispositif pour éviter des stries sur les rouleaux d'une machine à imprimer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
26.03.1982 DE 3211154
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.10.1983 Patentblatt 1983/40 |
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Anmelder: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Despot, Janko
D-6050 Offenbach/Main (DE)
- Abendroth, Paul
D-6050 Offenbach/Main (DE)
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Vertreter: Marek, Joachim (DE) |
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Laakirchener Strasse 47 D-63179 Obertshausen D-63179 Obertshausen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Gattung ist durch die DE-B-1 069 157 bekannt. Bei dieser
Vorrichtung ist vorgesehen, auf dem Achsschenkel einer Auftragwalze Wälzlager anzuordnen,
auf die kraftschlüssig wirkende Andrückelemente einwirken, wobei das eine Andrückelement
die Auftragwalze in Richtung eines vorgeordneten Reibers und das andere Andrückelement
in Richtung eines Formzylinders drückt. Die Andrückelemente sind unabhängig voneinander.
Vom Formzylinder auf die Auftragwalze eingeführte Stöße bewirken zwangsläufig ein
Eindrücken am Umfang der Auftragwalze.
[0003] Es ist auch bei Walzenwerken an Bogendruckmaschinen bekannt, daß die Auftragwalzen
zur exakten Übertragung von Farbe, Feuchtmittel oder Lack mit einem bestimmten Druck
an den Plattenzylinder angestellt werden müssen. Gleichzeitig müssen die Auftragwalzen
auch zu den übrigen mit ihnen in Kontakt stehenden Walzen des Walzenwerkes einstellbar
gelagert sein.
[0004] Durch den zwischen den Auftragwalzen und dem Plattenzylinder bestehenden Anpreßdruck
erfolgt infolge des Zylinderkanals während einer Plattenzylinderumdrehung ein doppelter
Lastwechsel.
[0005] Durch diesen Lastwechsel und durch das vorhandene Lagerspiel ändert sich auch der
Achsabstand und damit auch der Anpreßdruck zwischen der Auftragwalze und der mit ihr
zusammenwirkenden Walze, die meist als Reibwalze ausgebildet ist. Dies bedeutet, daß
sich die Kontaktfläche beider Walzen zyklisch ändert.
[0006] Es hat sich gezeigt, daß sich insbesondere der am Druckanfang auftretende Lastwechsel
besonders nachteilig auswirkt, denn der durch den Lastwechsel hervorgerufene Stoß
ergibt eine größere Kontaktfläche infolge höherer Pressung und damit eine geringere
Farb-, Feuchtmitteloder Lackführung, wassich im Druckergebnis als Walzenstreifen niederschlägt.
Dieser Stoß wird mit wachsender Maschinengeschwindigkeit verstärkt, so daß der Walzenstreifen
besonders bei hohen Maschinengeschwindigkeiten zur Auswirkung kommt.
[0007] Dieser Nachteil ist jedoch nicht einfach durch eine Erhöhung des Anpreßdruckes zwischen
Reib-und Auftragwalze ausgleichbar, denn es kommt dann zu einer Abplattung der Auftragwalze
während des Maschinenstillstandes an der Kontaktstelle beider Walzen.
[0008] Durch die GB-A-1 158 757 ist ein Walzwerk mit in exakt genauen Abständen angeordneten
Walzen bekannt. Es ist eine federnde Stütze für die obere Walze vorgesehen, auf die
ein Paar von Federn einwirken. Die untere Walze ist fest gelagert. Der aufzufangende
Stoß auf die beiden Walzen wird nicht von außen an sie herangeführt, sondern der Stoß
erfolgt durch ein zwischen diesen Walzen hindurchgeführtes Material.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagerung für die Walzen eines Walzenwerkes
einer Druckmaschine zu schaffen, bei der infolge eines auf die Auftragwalze wirkenden
Stoßes keine Zunahme der Pressung zwischen Auftragwalze und der mit ihr zusammenwirkenden
Walze erfolgt.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung entsprechend dem Kennzeichen des
ersten Patentanspruchs.
[0011] Eine derartige Vorrichtung hat den Vorteil, daß durch den festgelegten Achsabstand
beider Walzen keine Zunahme der Pressung erfolgen kann. Weiterhin ist von Vorteil,
daß der Stoß in das Maschinengestell leitbar ist bzw. an eine andere Stelle des Walzenwerkes,
an der sich die Auswirkungen des Stoßes nicht mehr auf das Druckergebnis aus
[0012] Nachfolgend ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispielnäher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Plattenzylinder und ein Walzenwerk.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt des Walzenwerkes mit schematisch dargestellten Vorrichtungen
zum Spielfreimachen der Lagerung.
[0013] Der Plattenzylinder 1 weist einen Zylinderkanal 2 auf, in dem bekannte und hier nicht
näher erläuterte Mittel zum Befestigen der Druckplatte vorgesehen sind. An dem Plattenzylinder
1 ist eine zu diesem und zu einer Reibwalze 5 einstellbare Auftragwalze 4 angestellt.
Die Reibwalze 5 wirkt mit einer weiteren als Schöpfwalze 6 ausgebildeten Walze zusammen.
Für eine gute Übertragung des durch die Walzen 4, 5 u. 6. geforderten Mediums ist
die Auftragwalze 4 mit einem definierten Anpreßdruck an den Plattenzylinder 1 angestellt.
Üblicherweise sind Auftragwalzen mit einer elastischen Schicht wie Gummi oder dgl.
überzogen. Während der Rotation des Plattenzylinders 1 bricht infolge des Zylinderkanals
2 die zwischen Plattenzylinder 1 und Auftragwalze 4 bestehende Druckspannung schlagartig
zusammen und wird, wenn der Druckanfang 3 mit der Auftragwalze 4 zusammen kommt ebenso
schlagartig wieder aufgebaut. Der hieraus resultierende Stoß muß nun so aufgefangen
werden, daß sich die zwischen Auftragwalze 4 und Reibwalze 5 bestehende Druckspannung
nicht verändert.
[0014] Hierzu sind am Maschinengestell 7 Stützen 12, 12' vorgesehen, in welchen Druckstücke
14, 14' über Federn 13, 13' federnd angeordnet sind. Diese Stützen 12, 12' und die
Druckstücke 14, 14' sind dabei so angeordnet, daß sie auf die Lagerzapfen 10 und 11
drücken und die Auftragwalze 4 und die Reibwalze 5 gegeneinander drücken. Dabei wird
das Spiel in den Lagerbohrungen 8 und 9 so verlagert, daß der Stoß direkt in das Maschinengestell
7 geleitet wird. Der Achsabstand zwischen Auftragwalze 4 und Reibwalze 5 wird somit
exakt festgelegt.
[0015] Sollte sich der Stoß zwischen Reibwalze 5 und Schöpfwalze 6 auswirken ist eine Beeinflussung
des Druckbildes nicht mehr möglich, da zwischen Auftragwalze 4 und Reibwalze 5 eine
Verreibung stattfindet.
[0016] Auftragwalze und vorgeschaltete Walze können in einem gemeinsamen Hebel gelagert
sein.
1.) Vorrichtung zum Verhindern von Walzenstreifen an Walzenwerken im Maschinengestell
(7) einer Druckmaschine, bei der ein Medium wie Farbe, Feuchtmittel oder Lack über
eine am Umfang elastische Auftragwalze (4) des Walzenwerks einem Plattenzylinder (1)
zuführbar ist, wobei die Auftragwalze (4) durch federnde Druckstücke (14) gegen eine
der Auftragwalze (4) vorgeschaltete Walze (5) gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß auch der vorgeschalteten Walze (5) federnde Druckstücke (14') zugeordnet sind,
wobei die Federkräfte für alle Druckstücke (14,14') so ausgelegt und gerichtet sind,
daß, auch beim Stoß auf die Auftragwalze (4) infolge Durchganges des Plattenzylinderdruckanfangs,
das Lagerspiel in den Lagerbohrungen (8, 9) im Maschinengestell (7) beim Auftragwalzenlagerzapfen
(11) auf die der vorgeschalteten Walze (5) abgewandten und beim Lagerzapfen (10) in
der vorgeschalteten Walze (5) auf die der Auftragwalze (4) abgewandten Seite verlagert
ist, und daß alle Druckstücke (14, 14') über Federn (13, 13,) an Stützen (12, 12')
abgestützt sind, wobei die Stützen (12, 12') am Maschinengestell (7) befestigt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß Auftragwalze (4) und vorgeschaltete
Walze (5) in einem gemeinsamen Hebel gelagert sind.
1.) Device for preventing stripes on rollers in roller units in the machine frame
(7), of a printing press, in which a medium such as ink, damping agent or varnish
can be fed via an application roller (4) of the roller unit having an elastic periphery
to a plate cylinder (1), wherein the application roller (4) is pressed by means of
resilient pressure pieces (14) against a roller (5) upstream of the application roller
(4), characterised in that resilient pressure pieces (14') are also arranged on the
upstream roller (5), wherein the spring forces for all pressure pieces (14, 14') are
so dimensioned and directed that even during the shock on the application roller (4)
as a result of passage of the plate cylinder print start, the bearing play in the
bearing bores (8, 9) in the machine frame (7) for the application roller bearing journal
(11) is displaced to the side remote from the upstream roller (5) and for the bearing
journal (10) in the upstream roller (5) to the side remote from the application roller
(4), and that all pressure pieces (14, 14') are supported via springs (13, 13') on
bearers (12, 12'), wherein the bearers (12, 12') are fixed on the press frame (7).
2.) Device according to Claim 1 characterised in that application roller (4) and upstream
roller (5) are mounted in a common lever arm.
1 - Dispositif pour éviter des stries sur les rouleaux dans un bâti (7) d'une machine
à imprimer, dans lequel un milieu comme de l'encre, un milieu humide ou de la laque
peut être alimenté sur un cylindre de plaque (1) par l'intermédiaire d'un rouleau
imprimeur (4) du système de rouleaux, élastique à la périphérie, le cylindre imprimeur
(4) étant pressé par des pièces de pression à ressort (14) contre un rouleau (5) monté
en série avec le rouleau imprimeur (4), caractérisé en ce que des pièces de pression
(14') à ressort sont également associées au rouleau (5) en série, les effets de ressort
pour toutes les pièces de pression (14,14') étant étudiés et dirigés de sorte que,
également pour un coup sur le cylindre imprimeur (4) par suite du passage du bord
d'impression du cylindre de plaque, le jeu de palier dans les trous de palier (8,9)
dans le bâti de machine (7) est décentré pour le tourillon (11) du rouleau imprimeur
sur le côté éloigné du rouleau (5) monté en série et, pour le tourillon (10) du rouleau
(5) monté en série sur le côté éloigné du rouleau imprimeur (4), et en ce que toutes
les pièces de pression (14,14') prennent appui par l'intermédiaire des ressorts (13,13')
contre des appuis (12,12'), les appuis (12,12') étant fixés au bâti de machine (7).
2 - Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau imprimeur
(4) et le rouleau (5) monté en série sont montés sur un levier commun.
