[0001] Die Erfindung betrifft einen Werkzeuggriff für eine darin entlang einer Längsachse
gehaltene, insbesondere verschieblich geführte Messerklinge, der mit einer Auflagefläche
am Griffrücken für einen Zeigefinger oder einen Daumen und an beiden Seitenwangen
mit Griffflächen für einen Daumen oder einen weiteren Finger einer Arbeitshand versehen
ist.
[0002] Ein bekannter Werkzeuggriff dieser Art nach der DE-PS 922 334 weist an beiden Seitenwangen
als Griffflächen eine Riffelung und als Auflagefläche am Griff rücken eine kalottenförmige
Ausnehmung auf. Wie die Ausbildung dieses Werkzeuges in Verbindung mit der abgebildeten
Arbeitshand erkennen läßt, sind sowohl die Griffflächen als auch die Auflagefläche
im Verhältnis zu den angreifenden Fingerflächen relativ schmal ausgebildet. Dadurch
wird bei statisch und dauernd auf die schmalen Griffflächen einwirkenden Kraftanstrengungen
die Blutzirkulation in der Hand gehemmt, was zu raschen Ermüdungserscheinungen führt.
Ferner gilt für über das Handgelenk übertragbare Kräfte die ergonomische Gesetzmäßigkeit,
daß in Richtung der Handlängsachse größere Kräfte als in Richtung der Handnormalachse
und hier wiederum größere Kräfte als in Richtung der Handquerachse übertragen werden
können. Und schließlich ist die Rückkopplung über den Tastsinn der Handinnenfläche
zum Gehirn um so besser, je größer und je ausgeprägter die Griffflächen sind, wodurch
sich die optimale Arbeitslage eines Werkzeuges zwangsläufig einstellt. Dies vorausgeschickt
fällt beim vorbekannten Werkzeuggriff auf, daß die Griffflächen an den beiden Seitenwangen
für einen Daumen und einen weiteren Finger der Auflagefläche am Griff rücken axial
nachgeordnet sind. Da jedoch die Fingerkuppen von Mittel-, Zeigefinger und Daumen
sich in entspannter Lage in etwa gleicher Ebene befinden, muß beim vorbekannten Werkzeuggriff
die Fingerfläche des Zeigefingers vor den Innenflächen des Daumens und des Mittelfingers
angelegt werden. Eine Anlage in etwa gleicher Höhe ist bei diesem Werkzeug erst gar
nicht möglich, da in Höhe der Auflagefläche die Größe der Flächen der Seitenwangen
gegenüber dem nachgeordneten, geriffelten Bereich erheblich schmaler ist. Dies führt
nicht nur bei Fein-, sondern auch bei Kraftschnitten zu einer Hemmung der Blutzirkulation
und damit zu einer raschen Ermüdung der Arbeitshand.
[0003] Zusammenfassend darf man sagen, daß bei dem vorbekannten Werkzeug die Kuppen von
Zeigefinger, Daumen und Mittelfinger sich jeweils eine schmale Anlagefläche am Werkzeuggriff
suchen müssen und über die brückenförmig gekrümmten bzw. verkrampften Finger erhebliche
Kräfte vom Handgelenk aus übertragen werden müssen.
[0004] Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen ermüdungsarmen Werkzeuggriff der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen
Finger- und Handangriffsflächen bei mit unterschiedlichem Kraftmaß durchgeführten
Arbeitsbewegungen eine gute Durchblutung der taktilen Hautflächen der Arbeitshand
und eine ausgezeichnete Rückkopplung der durch die Berührung ausgelösten Sensorien
zum Gehirn sicherstellen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auflagefläche zur Längsachse
unter einem spitzen Winkel ansteigt und daß die beiden Griffflächen als zu beiden
Seiten der Auflagefläche angeordnete Griffmulden ausgebildet sind, deren etwa tropfenförmige
Konturen sich in Längsrichtung des Werkzeuges erstrecken. Durch die unter einem spitzen
Winkel ansteigende Auflagefläche wird eine breitflächige Anlage für den Zeigefinger
oder den Daumen der Arbeitshand geschaffen, was insbesondere bei Kraftschnitten ein
ermüdungsarmes Arbeiten gewährleistet. Wichtig ist es hierbei, daß die Anlagefläche,
die bei einem sogenannten Kraftschnitt verwendet wird und sowohl der Übertragung des
Schneiddrucks als auch der teilweisen Einleitung der ziehenden Schneidbewegung dient,
in ihrer Funktion als Kraftübertragungsfläche nur einseitig unter einem spitzen Winkel
zur Längsachse, d.h. von der Klingenspitze weg nach hinten, ansteigt.
[0006] Beim Erfindungsgegenstand befinden sich Auflagefläche und die beiden Griffmulden
im wesentlichen auf der gleichen axialen Höhe. Durch die beiden den physiologischen
Formen der Innenflächen von Daumen und Zeigefinger angepaßten Griffmulden wird nicht
nur eine breitflächige Anlage der darin Aufnahme findenden Finger gewährleistet, sondern
es werden insbesondere für den ziehenden Feinschnitt sich den jeweiligen Fingern anschmiegende
optimale Druck- und Schubflächen geschaffen, die einerseits der Einleitung des Schneiddrucks
und andererseits der Einleitung der ziehenden Schneidbewegung dienen. Während sich
beim Stand der Technik die Finger der Arbeitshand ihre Angriffsflächen sozusagen "selbst
suchen" mußten, ist dieses Prinzip beim Erfindungsgegenstand ins genaue Gegenteil
verkehrt worden, da sich der neue Handgriff den jeweiligen Fingerhandflächen sozusagen
"von selbst" anschmiegt. Dadurch wird nicht nur bei Fein- und Kraftschnitten eine
gute Durchblutung der Handinnenflächen sichergestellt, sondern auch eine ausgezeichnete
Rückkopplung der durch die streichelnde Berührung ausgelösten Sensorien zum Gehirn
sichergestellt. Insgesamt stellt das neue Messer wegen seiner optimal guten ergonomischen
Ausführung eine Grundvoraussetzung für ein ermüdungsarmes und von daher auch weitgehend
unfallsicheres Arbeiten dar.
[0007] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung steigen die Wandungen der Mulden
von einem tiefer gelegenen Mittelbereich zu den äußeren tropfenförmigen Konturen sowohl
in Zug- als auch in Druckrichtung der Messerklinge mit einer sich der Innenfläche
des Daumens bzw. Zeigefingers anschmiegenden Form an. Dabei ist der spitze Winkel
zwischen der Auflagefläche und der Längsachse vorteilhaft zwischen 10 und 20
0 ausgebildet. Als besonders vorteilhaft hat sich ein spitzer Winkel von etwa 13° erwiesen.
Die Länge der Auflagefläche zeigt etwa 61 mm und die Muldentiefe etwa 4 mm.
[0008] Vorzugsweise wirken die vorbezeichneten Erfindungsmerkmale im Rahmen einer besonderen
Kombination funktionseinheitlich zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe zusammen.
Zu dieser Kombination können vorzugsweise und fakultativ Merkmale weiterer Unteransprüche
hinzutreten.
[0009] Zur Anpassung auch der übrigen Berührungsflächen des Werkzeuggriffes an die Arbeitshand
schließt sich an das von der Messerspitze abgewandte Ende der Auflagefläche eine konvex
mit großem Radius gekrümmte, sich der Handinnenfläche der Arbeitshand anschmiegende
Außenfläche an.
[0010] Um ein Abgleiten der Daumen- oder Zeigefingerspitze von der Auflagefläche in Richtung
auf die Messerklinge zu verhindern, ist das der Messerspitze zugekehrte Ende der Auflagefläche
kontinuierlich in eine kurze, zur Messerspitze hin ansteigende Sicherungsstützfläche
übergeführt.
[0011] Zur Gewährleistung eines ermüdungsarmen Arbeitens bei unterschiedlichen Schnittiefen
der Messerklinge, erstreckt sich vom freien Ende der Sicherungsstützfläche eine kreisbogenförmig
zum Griffbauch geschwungene Gleitfläche, in deren oberen Bereich ein Schlitz für den
Durchtritt der Messerklinge angeordnet ist. Die Seitenkontur der Gleitfläche besteht
aus mindestens einem oder mehreren Kreisbogenabschnitten. Dadurch kann mittels einer
Abroll- bzw. Kippbewegung der Gleitfläche eine unterschiedliche Schnittiefe erzeugt
werden, ohne daß zu diesem Zweck die Anlage der Fingerflächen an dem Werkzeuggriff
geändert werden muß. Bei der Durchführung unterschiedlicher Schnittiefen hat sich
in der Vergangenheit herausgestellt, daß hierbei der Zeigefinger der Arbeitshand über
das ggf. rauhe Schneidgut reibt bzw. schleift. Um diesem Mißstand zu begegnen, wurde
der Zeigefinger der Arbeitshand entweder mit einem Pflaster oder einem Isolierband
umwickelt. Um auch diesem Mißstand in Hinblick auf die der Erfindung zugrundeliegenden
Aufgabe abzuhelfen, ist an das Ende der Gleitfläche am Griffbauch eine geschmeidig
zur Messerklinge hin geschwungene Schutzfläche angeschlossen, die in Arbeitslage des
Werkzeuggriffes mit der zu schneidenden Fläche einen schützenden Aufnahmeraum zumindest
für den Zeigefinger der Arbeitshand bildet. Diese Schutzfläche geht kontinuierlich
in eine ansteigende Sattelfläche über, an die sich wiederum eine einwärts geschwungene
Aufnahmefläche für zumindest den kleinen Finger der Arbeitshand anschließt. Da der
kleine Finger der Arbeitshand im Verhältnis zu den anderen Fingern auch nur die kleinste
Umfangsfläche umgreifen kann, ist demzufolge der Werkzeuggriff an seinem von der Messerklinge
abgewandten Ende am schmalsten und damit anatomisch günstig ausgebildet.
[0012] Weitere vorteilhafte Merkmale sind aus den Ansprüchen 12 bis 15 zu entnehmen. Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf den neuen Werkzeuggriff,
Fig. 2 die Seitenansicht des neuen Werkzeuggriffes,
Fig. 3 die Unteransicht von Fig. 2,
Fig. 4 die Schnittansicht entlang der Linie IV/IV von Fig. 2,
Fig. 5 die Vorderansicht in Richtung des Pfeiles V von Fig. 2,
Fig. 6 die Seitenansicht des neuen Werkzeuggriffes mit einem an der Auflagefläche
angreifenden Daumen zur Durchführung eines Kraftschnittes,
Fig. 7 die Seitenansicht des Werkzeuggriffes mit einem an der Auflagefläche angreifenden
Zeigefinger der Arbeitshand zur Durchführung eines Kraftschnittes,
Fig. 8 die Seitenansicht des Werkzeuggriffes mit einem an den Griffmulden angreifenden
Daumen einerseits und einem angreifenden Zeigefinger und Mittelfinger andererseits
der Arbeitshand zur Durchführung eines Feinschnittes,
Fig. 9 die perspektivische Draufsicht von Fig. 8,
Fig. 10 die Seitenansicht des Werkzeuggriffes von Fig. 2 im Hochformat mit Rasterlinien,
Fig. 11 die unterschiedlichen Teilschnittdarstellungen durch eine Griffmulde zur Verdeutlichung
ihrer Ausbildung,
Fig. 12 die Draufsicht des Werkzeuggriffes von Fig. 1 mit Rasterlinien,
Fig. 13 die Teilschnitte entlang der Rasterlinien von Fig. 12 zur Verdeutlichung des
seitlichen Verlaufes einer Griffmulde.
[0013] Der in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Werkzeuggriff 10 besteht aus zwei Griffschalen
11, 12 die sich an einer durch die Längsachse 13 verlaufenden Ebene berühren und dort
in nicht dargestellter Weise zusammengefügt und miteinander schraubverbunden sind.
[0014] Innerhalb des Werkzeuggriffes 10 wird die aus den Fig. 6 bis 9 ersichtliche Messerklinge
15 längsverschieblich durch einen Schlitz 16 geführt und in der jeweils gewünschten,
ausgeschobenen Lage arretiert. Der nicht dargestellte Verschiebe- und Arretierungsmechanismus
ist nicht Gegenstand der Erfindung. Beispielsweise kann ein solcher gemäß der US-PS
4 320 576 zur Anwendung gelangen.
[0015] Wie am anschaulichsten aus Fig. 2 ersichtlich ist, steigt die Auflagefläche 17 unter
einem spitzen Winkel α an, der zwischen 10° und 20 liegt, vorteilhaft jedoch etwa
13° angenähert ist. Zu beiden Seiten der Auflagefläche 17 sind in den Griffschalen
11, 12 Griffmulden 18, 19 angeordnet, deren etwa tropfenförmige Konturen 20 sich in
Längsrichtung des Werkzeuggriffes 10 erstrecken. Die Spitze der tropfenförmigen Kontur
ist dem Durchtrittsschlitz 16 für die Messerklinge 15 zugeordnet. Die Wandungen 21
der Mulden 18, 19 steigen von einem tiefer gelegenen Mittelbereich 22 sowohl in Zugrichtung
des Pfeiles 23 als auch in den hauptsächlichen Druckrichtungen 24 der Messerklinge
15 mit einer sich der Innenfläche 25 eines Daumens 26 bzw. Zeigefingers 27 (s. Fig.
9) anschmiegenden Form in Richtung auf die äußere tropfenförmige Kontur 20 hin an.
Die Länge L der Auflagefläche 17 beträgt etwa 61 mm und die Tiefe T der Mulden 18,
19 etwa 4 mm. Der hauptsächlich bei der Übertragung des Schneiddrucks entlang den
Druckrichtungen 24 beaufschlagte Bereich der jeweiligen Wandung 21 ist mit 21a bezeichnet.
[0016] Wie insbesondere aus Fig. 2 entnehmbar ist, schließt sich an das von der Messerspitze
abgewandte Ende der Auflagefläche 17 eine konvex mit großen Radius gekrümmte, sich
der Handinnenfläche 28 (s. Fig. 6) der Arbeitshand 29 anschmiegende Außenfläche 30
an.
[0017] An dem der Messerspitze zugekehrten Ende ist die Auflagefläche 17 kontinuierlich
in eine kurze, zur Messerspitze hin ansteigende Sicherungsstützfläche 31 überführt.
Vom freien Ende 32 der Sicherungsstützfläche 31 erstreckt sich eine kreisbogenförmig
zum Griffbauch 33 geschwungene Gleitfläche 34, in deren oberen Bereich 35 der Schlitz
16 für den Durchtritt der Messerklinge 15 angeordnet ist. Die Seitenkontur der Gleitfläche
34 ist aus mindestens einem Kreisbogenabschnitt gebildet, und zwar aus einem größeren
Kreisbogenabschnitt im oberen Bereich und einem kleineren Kreisbogenabschnitt im unteren
Bereich.
[0018] An das Ende 36 der Gleitfläche 34 am Griffbauch 33 ist eine geschmeidig zur Messerklinge
15 hin einwärts geschwungene Schutzfläche 37 angeschlossen, die in der Arbeitslage
des Werkzeuggriffes 10 gemäß Fig. 6 mit der zu schneidenden Fläche 38 einen schützenden
Aufnahmeraum 39 für den Zeigefinger 27 der Arbeitshand 29 bildet (s. Fig. 6) .
[0019] Fig. 6 zeigt bei noch nicht in das Schneidgut 38 eingreifender Messerklinge 15 eine
gewisse Überweite des Aufnahmeraums 39, so daß sich der Zeigefinger 27 stets in einer
sicheren Schutzposition befindet.
[0020] Die Schutzfläche 37 geht kontinuierlich in eine ansteigende Sattelfläche 40 (s.Fig.
2) über, an die sich wiederum eine einwärts geschwungene Aufnahmefläche 41 für zumindest
den kleinen Finger 42 (s. Fig. -6) der Arbeitshand 29 anschließt. Dabei ist der Schwingungsverlauf
der Schutzfläche 37 dem Schwingungsverlauf der Aufnahmefläche 41 ähnlich. Die Summe
der Längen von Schutzfläche 37, Sattelfläche 40 und Aufnahmefläche 41 beträgt etwa
dreiviertel der Gesamtlänge des Werkzeuggriffes 10. Demgegenüber bildet die Summe
der Längen von Auflagefläche 17 und Außenfläche 30 nahezu die Gesamtlänge des Griffrückens
43. Das Ende 44 der konvex gekrümmten Außenfläche 30 ist mit dem Ende 45 der Aufnahmefläche
41 durch eine kreisbogenförmig verlaufende Endfläche 46 verbunden.
[0021] Die ergonomisch günstige Ausbildung des Werkzeuggriffes 10, der sich mit seiner gesamten
Form sowohl den einzlnen Fingern als auch der Handinnenfläche 28 anschmiegt sowie
die Einzelfunktion der einzelnen, vorbeschriebenen Flächen ist in den Figuren 6 bis
9 verdeutlicht. Dabei zeigen die Figuren 6 und 7 die Durchführung eines Kraftschnittes
und die Figuren 8 und 9 die Ausführung eines Feinschnittes mit dem neuen Werkzeuggriff
10.
[0022] Der exakte Flächen- und Konturenverlauf der mit einer tropfenförmigen Kontur 20 versehenen
Mulden 18, 19 ist in den Fig. 10 bis 13 in unterschiedlichen Ansichten dargestellt,
wobei mit den fortlaufenden Ziffern von 1 bis 9 bezeichneten Linien unterschiedliche
Schnittebenen und die mit unterschiedlich kleinen Buchstaben a bis j bezeichneten
Linien den Verlauf der Muldenwandung in diesen Schnittebenen 1 bis 9 bezeichnen.
[0023] Ergänzend bleibt noch zu erwähnen, daß der hauptsächliche Druckübertragungsbereich
21a (s.a. Pfeile 24 in Fig. 2) der Wandung 21 etwa kreisbogenförmig parallel zur Gleitfläche
34 verläuft.
[0024] Die etwa quer zur Längsachse 13 gemessene Breite der Auflagefläche 17 ist mit W bezeichnet.
Die Breite W gestattet eine satte Auflage des Daumens 26 oder des Zeigefingers 27.
1. Werkzeuggriff für eine darin entlang einer Längsachse gehaltene, insbesondere verschieblich
geführte Messerklinge, der mit einer Auflagefläche für einen Zeigefinger oder einen
Daumen und an beiden Seitenwangen mit Griffflächen für einen Daumen oder einen weiteren
Finger einer Arbeitshand versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche
(17) zur Längsachse (13) unter einem spitzen Winkel (α) ansteigt und daß die beiden
Griffflächen als zu beiden Seiten der Auflagefläche (17) angeordnete Griffmulden (18,
19) ausgebildet sind, deren etwa tropfenförmige Konturen (20) sich in Längsrichtung
des Werkzeuggriffes (10) erstrecken.
2. Werkzeuggriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (21) der
Mulden (18, 19) von einem tiefer gelegenen Mittelbereich (22) zu den äußeren tropfenförmigen
Konturen (20) sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung (23, 24) der Messerklinge (15)
mit einer sich der Innenfläche (25) eines Daumens (26) bzw. Zeigefingers (27) anschmiegenden
Form ansteigen.
3. Werkzeuggriff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der spitze
Winkel (α) zwischen der Auflagefläche (17) und der Längsachse (13) zwischen 10° und
20° ausgebildet ist.
4. Werkzeuggriff na.ch den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der spitze
Winkel (α) etwa 13° angenähert ist.
5. Werkzeuggriff nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
(L) der Auflagefläche (17) etwa 61 mm und die Tiefe (T) der Mulden (18, 19) etwa 4
mm betragen.
6. Werkzeuggriff nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich an
das von der Messerspitze abgewandte Ende der Auflagefläche (17) eine konvex mit großem
Radius gekrümmte, sich der Handinnenfläche (28) der Arbeitshand (29) anschmiegende
Außenfläche (30) anschließt.
7. Werkzeuggriff nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das der
Messerspitze zugekehrte Ende der Auflagefläche (17) kontinuierlich in eine kurze,
zur Messerspitze hin ansteigende Sicherungsstützfläche (31) überführt ist.
8. Werkzeuggriff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich vom freien Ende
(32) der Sicherungsstützfläche (31) eine kreisbogen förmig zum Griffbauch (33) geschwungene
Gleitfläche (34) erstreckt, in deren oberem Bereich (35) ein Schlitz (16) für den
Durchtritt der Messerklinge (15) angeordnet ist.
9. Werkzeuggriff nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkontur der
Gleitfläche (34) aus mindestens einem Kreisbogenabschnitt gebildet ist.
10. Werkzeuggriff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß an das Ende (36) der Gleitfläche (34) am Griffbauch (33) eine geschmeidig zur
Messerkinge (15) hin geschwungene Schutzfläche (37) angeschlossen ist, die in Arbeitslage
des Werkzeuggriffes (10) mit der zu schneidenden Fläche (38) einen schützenden Aufnahmeraum
(39) zumindest für den Zeigefinger (27) der Arbeitshand (29) bildet.
11. Werkzeuggriff nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzfläche (37)
kontinuierlich in eine ansteigende Sattelfläche (40) übergeht, an die sich wiederum
eine einwärts geschwungene Aufnahmefläche (41) für zumindest den kleinen Finger (42)
der Arbeitshand (29) anschließt.
12. Werkzeuggriff nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingungsverlauf
der Schutzfläche (37) dem Schwingungsverlauf der Aufnahmefläche (41) ähnlich ist.
13. Werkzeuggriff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeihnet,
daß die Summe der Längen von Schutzfläche (37) Sattelfläche (40) und Aufnahmefläche
(41) etwa dreiviertel der Gesamtlänge des Werkzeuggriffes (10) beträgt.
14. Werkzeuggriff nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Summe der Längen von Auflagefläche (17) und Außenfläche (30) nahezu die Gesamtlänge
des Griffrückens bildet.
15. Werkzeuggriff nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
(45, 44) von Aufnahmefläche (41) und konvex gekrümmter Außenfläche (30) durch eine
Kreisbogenförmig verlaufende Endfläche (46) miteinander verbunden sind.