[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verstellung des Förderbeginnes einer
Brennstoffeinspritzpumpe für Einspritzbrennkraftmaschinen, bei welcher in einem ortsfesten
Gehäuse die Einspritzpumpenwelle mit einer Antriebswelle mittels einer durch ein Stellglied
axial verschiebbaren Muffe mit Innenverzahnungen gekuppelt ist, die in Außenverzahnungen
der beiden gleichachsig angeordneten Wellen eingreifen, von welchen paarweise miteinander
in Eingriff stehenden Verzahnungen wenigstens eine schräg zur Achse verläuft, wobei
die Muffe durch ein Halteelement gegen axiale Verschiebung gesichert drehbar gelagert
ist, und das Stellglied am Halteelement angreift und in Abhängigkeit von Betriebsgrößen
elektrisch betätigbar und von einem Elektromotor gebildet ist.
[0002] Aus der DE-A-28 07 737 ist bekanntgeworden, das Stellglied als einen auf der von
der Brennkraftmaschine angetriebenen Antriebswelle oder auf der Einspritzpumpenwelle
sitzenden Fliehkraftdrehzahlgeber auszubilden, dessen schwenkbar gelagerte Fliehgewichte
in Abhängigkeit von der Drehzahl unmittelbar die axiale Verschiebung der Muffe bewirken.
Damit ist jeder Drehzahl der Brennkraftmaschine eine vorbestimmte Einstellung des
Förderbeginnes der Einspritzpumpe zugeordnet. Gemäß der AT-B- 298 881 ist die Ausgangsstellung
der Muffe willkürlich axial verstellbar, wodurch der Regelbereich beispielsweise zur
Anpassung der Brennkraftmaschine an unterschiedliche Brennstoffe verschoben werden
kann.
[0003] Im allgemeinsten Fall soll aber die relative Winkellage von Antriebswelle und Einspritzpumpenwelle
in Abhängigkeit von verschiedenen Betriebsgrößen ohne Eingriff von außen selbsttätig
verändert werden, um damit den Förderbeginn der Einspritzpumpe bzw. den Einspritzbeginn
an der Einspritzdüse im Verhältnis zu einer typischen Kurbelwellenstellung der Brennkraftmaschine
zu verändern. Die Ermittlung des günstigen Förderbeginnes erfolgt unter den Gesichtspunkten
einer Minimierung des spezifischen Brennstoffverbrauches und der Schadstoffemission
in Abhängigkeit von insbesondere der Drehzahl und dem Drehmoment der Brennkraftmaschine
sowie von weiteren Kennwerten, wie atmosphärischem Luftdruck, Saugrohrdruck, Motortemperatur
usw. Bei der Anwendung von elektronischen Steuer-und Regeleinrichtungen für Brennkraftmaschinen
können diese Kennwerte in Form von Kennfeldern in einem frei programmierbaren Schaltwerk,
insbesondere in einem Mikroprozessor, gespeichert sein, welches dann die jeweils erforderliche
Verstellung des Förderbeginnes ermittelt und über einen Leistungsverstärker das Stellglied
ansteuert, das die Relativverdrehung der beiden Wellen zueinander vornimmt.
[0004] Aus der US-A-3 815 564 ist eine Einrichtung zur Verstellung des Förderbeginns einer
Brennstoffeinspritzpumpe bekanntgeworden, bei welcher in einem ortsfesten Gehäuse
die Einspritzpumpenwelle mit einer Antriebswelle mittels einer durch ein Stellglied
axial verschiebbaren Muffe mit Innenverzahnungen gekuppelt ist, die in Außenverzahnungen
der beiden gleichachsig angeordneten Wellen eingreifen, von welchen paarweise miteinander
in Eingriff stehenden Verzahnungen wenigstens eine schräg zur Achse verläuft, wobei
die Muffe durch ein Element relativ zu diesem gegen axiale Verschiebung gesichert
drehbar gelagert ist. Das Stellglied greift am Element an und ist zur Verdrehung derselben
in Abhängigkeit von Betriebsgrößen elektrisch betätigbar.
[0005] Die US-A-2 810 275 zeigt und beschreibt eine Antriebsvorrichtung, wobei zwischen
einem Schneckenrad und einer Muffe ein Muffenträger angeordnet ist. Der Muffenträger
weist ein Außengewinde auf und ist in einem Innengewinde des ortsfesten Gehäuses verschraubbar
angeordnet.
[0006] Bei Brennstoffeinspritzpumpen für Dieselmotoren ist zu beachten, daß das erfordeliche
Antriebsdrehmoment für die Pumpe, welches über die axial verschiebbare Muffe der Verstelleinrichtung
übertragen werden muß, nicht von gleichmäßiger Größe ist, sondern im Augenblick des
Fördervorganges eines Pumpenelementes der meist mehrzylindrigen Reihenpumpe einen
hohen Spitzenwert erreicht, der sich über wenige Winkelgrade erstreckt und dann über
einen gewissen Winkel, der meist größer ist als der Förderwinkel, einen Wert nahe
Null aufweist und auch geringfügig negativ sein kann. Man unterscheidet also im Verlauf
des Drehmomentes über dem Nockenwinkel der Einspritzpumpenwelle eine Förderphase mit
hohem Drehmoment und eine Freiphase mit niedrigem Drehmoment.
[0007] Wollte man die Verstelleinrichtung derart auslegen, daß sie auch in der Förderphase
verstellt bzw. dem durchgeleiteten Drehmoment widersteht, ohne eine wesentliche Rückdrückung
zu erleiden, so wäre dazu ein Stellglied sehr hoher Leistung erforderlich. Aus diesem
Grund kommt ein elektrisch gespeistes Stellglied für einen unmittelbaren Linearantrieb
der Muffe oder für einen Antrieb der Muffe mittels Ritzel und Zahnstange praktisch
nicht in Betracht.
[0008] Die Erfindung zielt darauf ab, eine Einrichtung zur Verstellung des Förderbeginnes
einer Brennstoffeinspritzpumpe zu schaffen, deren Stellglied ohne übermäßigen Leistungsbedarf
auskommt und bei der ungewollte Verstellungen durch die Reaktionskräfte der Brennstoffeinspritzpumpe
weitestgehend vermieden sind. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung bei
einer Einrichtung der eingangs angegebenen Art im wesentlichen darin, daß das Halteelement
als gleichachsig zur Muffe angeordneter Muffenträger ausgebildet ist, daß der Muffenträger
ein Außengewinde aufweist und in einem Innengewinde des ortsfesten Gehäuses verschraubbar
ist und das Stellglied am Muffenträger zur Verdrehung desselben angreift und daß im
Kraftübertragungsweg vom Elektromotor zum Muffenträger ein in beiden Drehrichtungen
vorgespannter Federspeicher vorgesehen ist.
[0009] Durch die Wahl der Steigung des Gewindes des Muffenträgers ist gewünschtenfalls eine
Selbsthemmung gegenüber dem Einfluß axialer Kräfte erzielbar und zugleich ergibt sich
dadurch eine gewünschte Übersetzung für den Drehantrieb des Muffenträgers, da bereits
bei einem Steigungswinkel des Gewindes von weniger als 45° die am Umfang des Muffenträgers
aufzubringende Kraft für seine axiale Verstellung kleiner ist als die zu überwindende
axiale Reaktionskraft.
[0010] Durch das Vorhandensein des in beiden Drehrichtungen vorgespannten Federspeichers,
dessen Vorspannmoment vom Elektromotor überwunden werden kann, erfolgt im Falle einer
Ansteuerung des Elektromotors während der Förderphase der Einspritzpumpe eine Speicherung
eines oder mehrerer Winkeldrehschritte im Federspeicher, der diese Schritte dann in
der Freiphase wieder abgibt und den Muffenträger entsprechend verstellt.
[0011] Gemäß einer alternativen Lösung zur Berücksichtigung von Förderphase und Freiphase
der Einspritzpumpe in einer Einrichtung zur Verstellung des Förderbeginnes einer Brennstoffeinspritzpumpe
zwecks Ermöglichung einer Verstellung des Muffenträgers mit begrenztem Drehmoment
besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß das Halteelement als gleichachsig
zur Muffe angeordneter Muffenträger ausgebildet ist, daß der Muffenträger ein Außengewinde
aufweist und in einem Innengewinde des ortsfesten Gehäuses verschraubbar ist und das
Stellglied am Muffenträger zur Verdrehung desselben angreift und daß ein Aufnehmer,
wie z. B. ein mit einem umlaufenden Teil der Brennkraftmaschine zusammenwirkender
Drehstellungsgeber, ein mit der Brennstoffeinspritzpumpe zusammenwirkender Drehmomentgeber,
ein Drucksensor für den Druck in der Einspritzleitung oder ein Drehstellungsgeber
für die Stellung der Einspritzpumpenwelle, für die Ermittlung der Förderphase und
der Freiphase der Brennstoffeinspritzpumpe mit einem frei programmierbaren Schaltwerk,
das zur Steuerung in Abhängigkeit von den Betriebsgrößen mit dem Elektromotor verbunden
ist, oder einem Zwischenspeicher für die Stellgröße verbunden ist und die Ausgabe
bzw. Weitergabe einer dem Elektromotor zu übermittelnden Stellgröße jeweils nur in
der Freiphase freigibt. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß eine Ansteuerung des
Elektromotors während der Förderphase der Einspritzpumpe unterbleibt, so daß der Fall,
daß der Elektromotor einen erhaltenen Stellbefehl während der Förderphase der Einspritzpumpe
wegen des hohen Drehmomentbedarfes bzw. vorübergehender Blockierung des Muffenträgers
oder des zwischengeschalteten Getriebes nicht ausführen kann, gar nicht auftritt.
[0012] Durch die Verwendung eines frei programmierbaren Schaltwerks, insbesondere eines
Mikroprozessors, kann ein und dieselbe Verstelleinrichtung an verschiedene Brennkraftmaschinen
und Anwendungszwecke angepaßt werden und im Zusammenwirken mit einer bestimmten Brennkraftmaschine
können zahlreiche Einflußgrößen berücksichtigt werden.
[0013] Der Elektromotor ist zweckmäßig ein Gleichstrom-Stellmotor oder ein Schrittmotor.
Ein Gleichstrom-Stellmotor bietet den Vorteil eines günstigen Verhältnisses von abgegebener
Leistung zu Volumen, allerdings ist hiebei ein Stellungsgeber für die Momentanlage
des Muffenträgers erforderlich. Eine solche Rückführung eines Signals über die Momentanlage
des Muffenträgers erübrigt sich bei Verwendung eines Schrittmotors, diese schaltungsmäßige
Vereinfachung ist aber nur dann ausnützbar, wenn mit dem im Vergleich zu einem Gleichstrom-Stellmotor
geringeren Drehmoment des Schrittmotors das Auslangen gefunden werden kann.
[0014] Günstige Zusammenbaumöglichkeiten des Elektromotors mit der Verstelleinrichtung ergeben
sich, wenn die Welle des Elektromotors parallel zur Achse des Muffenträgers angeordnet
ist, wobei die Kraftübertragung unmittelbar über Stirnzahnrader oder über einen Zahnriemen
erfolgen kann, oder wenn die Welle des Elektromotors die Achse des Muffenträgers senkrecht
kreuzt. Im letzteren Fall kann durch Anwendung eines Schneckentriebes mit einer einzigen
Getriebestufe ein besonders großes Übersetzungsverhältnis erzielt werden, wobei gewünschtenfalls
auch eine sichere Selbsthemmung erreichbar ist.
[0015] Insbesondere bei paralleler Anordnung der Welle des Elektromotors zur Achse des Muffenträgers
kann zwischen dem Elektromotor und dem Muffenträger wenigstens eine zwei Zahnräder
tragende Vorgelegewelle angeordnet sein, von welchen eines mit einem Abtriebszahnrad
des Elektromotors und das andere mit einer Außenverzahnung des Muffenträgers kämmt.
Dadurch kann der Abstand zwischen der Welle des Elektromotors und der Achse des Muffenträgers
mit kleineren Zahnrädern überbrückt werden und es kann eine mehrstufige Getriebeübersetzung
vorgesehen werden.
[0016] In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch
veranschaulicht. Es zeigt: Fig. 1 eine Ausführungsform einer Verstelleinrichtung mit
seitlich angeflanschtem Stellmotor, wobei die Stellmotorachse die Einspritzpumpenachse
senkrecht kreuzt und die Übertragung der Drehbewegung auf den Muffenträger über ein
Schneckengetriebe erfolgt; Fig. 2 eine zweite Ausführungsform mit parallelen Achsen
von Stellmotor und Einspritzpumpe, wobei die Kraftübertragung über Stirnzahnräder
erfolgt; Fig. 3 eine Kombination von zwei Zahnrädern mit eingebautem Federspeicher,
welche Kombination an die Stelle des Zwischenzahnrades bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 2 treten kann, im Axialschnitt; Fig. 4 eine Ansicht der Kombination gemäß Fig.
3 in der Zwischenebene der beiden Zahnräder und Fig. 5 ein Blockschaltbild für die
Ansteuerung des Elektromotors der Verstelleinrichtung in der Freiphase der Brennstoffeinspritzpumpe.
[0017] Die in Fig. 1 gezeigte Verstelleinrichtung wirkt mit einem Antriebsstummel 1 der
Einspritzpumpenwelle einer weiter nicht dargestellten Brennstoffeinspritzpumpe für
einen Dieselmotor zusammen. Am Antriebsstummel 1 ist über eine Scheibenfeder 2 verdrehgesichert
eine Nabe 3 mittels einer rohrförmigen Mutter 4 befestigt. Auf der Nabe 3 ist ein
Mitnehmer 5 drehbar gelagert, wobei Axialkräfte von Gleitscheiben 6 und 7 aufgenommen
werden, welche auch eine Spieleinstellung bei der Montage erlauben. Der Mitnehmer
5 weist einen flanschartigen Endbereich auf, der zur Verbindung mit einer vom Dieselmotor
getriebenen Antriebswelle dient. Ein Verschlußdeckel 8 deckt den Innenraum des Mitnehmers
5 ab.
[0018] Die Verbindung zwischen der Nabe 3 und dem Mitnehmer 5 erfolgt durch eine Muffe 9
mit zwei Innenverzahnungen 10 und 11, von welchem mindestens eine schraubenförmig
in der Art eines Steilgewindes ausgebildet ist. Entsprechende Außenverzahnungen 12
und 13 auf der Nabe 3 bzw. auf dem Mitnehmer 5 befinden sich in ständigem Eingriff
mit den zugeordneten Innenverzahnungen der Muffe 9. Eine axiale Verschiebung der Muffe
9 bewirkt eine relative Verdrehung a zwischen Nabe 3 und Mitnehmer 5, die sich zum
vollen Winkel von 360° so verhält wie das Produkt aus der Verschiebung L und der Summe
der Kehrwerte der Steigungen S
1' S
2 der beiden Verzahnungen. Es ist also a /360 = L. (1/S, + 1/S
Zj.
[0019] Auf der Muffe 9 sind mittels einer Mutter 14 und einer Hülse 15 zwei Wälzlager 16
und 17 befestigt, welche in einem Muffenträger 18 mittels einer Mutter 19 und einer
Hülse 20 ebenfalls verspannt sind. Der Muffenträger 18 weist außen ein Gewinde 21
und eine Verzahnung 22 auf.
[0020] Das Gewinde 21 ist ein ein- oder mehrgängiges Bewegungsgewinde, welches im Regelfall
selbsthemmend ausgeführt ist und mit einem Gewinde 23 in einem Topf 24 in Eingriff
steht. Der Topf 24 ist im Gehäuse 25 mittels Schrauben 26 befestigt, welche gleichzeitig
zur Befestigung des Gehäuses 25 am nicht dargestellten Gehäuse der Einspritzpumpe
dienen. Es ist natürlich möglich, das Gewinde 23 direkt im Gehäuse 25 vorzusehen und
damit auf den Topf 24 als Gewindeträger zu verzichten. Die Verzahnung 22 am Muffenträger
befindet sich im Eingriff mit der Verzahnung 27 eines Schneckenrades 28, welches auf
der Welle eines in der Kontur dargestellten Schrittmotors 29 befestigt ist und die
Drehbewegung der Schrittmotorwelle in eine entsprechende Drehbewegung des Muffenträgers
18 umwandelt, wodurch über das Gewinde 21 eine gleichzeitige axiale Verschiebung von
Muffenträger 18 und Muffe 9 erfolgt, welche die gegenseitige relative Verstellung
von Nabe 3 und Mitnehmer 5 bewirkt. Dichtringe 30 und 31 besorgen einen dichten Abschluß
des mit einem Deckel 32 verschlossenen Gehäuses 25, welches entweder mit Öl gefüllt
oder an den Schmierölkreislauf des Dieselmotors angeschlossen ist.
[0021] Der Schrittmotor 29 weist einen Stellungsgeber und einen Umdrehungszähler auf. Er
kann so geschaltet und gesteuert werden, daß er nach dem Abstellen des Motors eine
definierte Ausgangslage aufsucht, aus welcher er beim Startvorgang innerhalb einer
sehr kurzen Zeitspanne die für das Starten günstigste Spritzverstellung einstellt.
Da unmittelbar vor dem Startvorgang zum Verdrehen der Pumpenwelle gegen den Mitnehmer
nur ein geringes Drehmoment erforderlich ist und vom Schrittmotor etwa eine Drehzahl
von 25 s-
1 erwartet werden kann, ergibt sich beispielsweise bei einer Übersetzung im Schneckenradgetriebe
27/22 von i = 15 und einer Steigung des Gewindes 21, 23 von 16 mm und einer Steigung
der Verzahnung 11/13 von 576 mm bei gerade ausgeführter Verzahnung 10/12 eine Winkelverdrehung
von 10° innerhalb von 0,6 s. Das bedeutet, daß die volle Spritzverstellung innerhalb
einer äußerst kurzen Zeitspanne durchfahren werden kann. Zweckmäßig wird das Gewinde
21/23 als Bewegungsgewinde, z. B. als Trapezgewinde, und mit einer solchen Steigung
ausgeführt, daß es selbsthemmend ist, so daß es bei Schubkräften, welche auf den Muffenträger
18 über die beiden Wälzlager 16,17 einwirken, kein Drehmoment auf die Verzahung 22
ausübt, sondern selbst sperrt. Es kann aber auch die Verzahnung 11, 13 und die Verzahnung
10, 12 selbsthemmend ausgeführt sein, so daß auf die Muffe 9 bei Durchleitung eines
Drehmomentes gar keine Schubkraft mehr frei wird.
[0022] In diesem Fall kann das Gewinde 21, 23 mit einer größeren Steigung ausgelegt sein,
muß also keine Selbsthemmung mehr aufweisen. Der Vorteil der selbsthemmenden Ausführung
der Verzahnung und/oder des Gewindes liegt darin, daß der Stellmotor nicht durch das
große Drehmoment im Augenblick der Einspritzung belastet wird, aber anderseits in
den Freiphasen zwischen den Einspritzungen eine ungehinderte Verstellung durchführen
kann. Dadurch ist eine sehr kleine und platzsparende Ausführung des Stellmotors möglich.
[0023] Fig. 2 zeigt eine Ausführung des Spritzverstellers, bei welcher der Stellmotor 29
stirnseitig auf das Gehäuse 25 mit Schrauben 33 angeschraubt ist und über ein Ritzel
34 und ein auf einer Welle 35 mit einer Hülse 36 gelagertes Zahnrad 37 den Muffenträger
18 verdreht und damit gegenüber dem Gehäuse 25 verschiebt. Diese Bauweise ist günstig,
wenn ein seitliches Anflanschen des Stellmotors 29 nach Fig. 1 nicht erwünscht ist.
Das Gehäuse 25 ist mit dem Deckel 32 verschlossen. Es kann natürlich bei Verwendung
von Zahnrädern mit größeren Durchmessern bzw. entsprechender Übersetzung auf das Zahnrad
37 als Zwischenzahnrad verzichtet werden.
[0024] Fig. 3 zeigt für die Ausführungsform der Verstelleinrichtung gemäß Fig. 2 eine Ausbildung
des Zwischenzahnrades 37 als Schrittspeicher. Das Zwischenzahnrad ist hier zweiteilig
und besteht aus den Zahnrädern 38 und 39, welche gegeneinander verspannt sind und
erst beim Uberschreiten eines vorbestimmten Drehmomentes eine Verdrehung gegeneinander
durchführen. Auf diese Weise können diese beiden Zahnräder als Winkelschrittspeicher
verwendet werden und es ist möglich, einen oder mehrere Drehschritte des Schrittmotors
zu speichern, wenn während der Förderphase gerade das Gewinde oder die Verzahnung
gesperrt sein sollte. Der Schrittmotor wird damit in seiner Verdrehung und Verstellung
nicht behindert und kann die durchzuführenden Schritte in den Schrittspeicher einspeichern,
aus welchem sie während der Freiphase nachgeholt werden. Dadurch ist es möglich, eine
besonders kleine und raumsparende Bauweise des Schrittmotors auszuführen, ohne daß
die Exaktheit der Verstellung vermindert wird.
[0025] Die in Fig. 3 gezeigte Ausbildung ist als Vorgelege zwischen Schrittmotor 29 und
Muffenträger 18 einsetzbar, wobei das Ritzel 34 des Schrittmotors 29 mit dem kleineren
Zahnrad 38 und das größere Zahnrad 39 mit der Verzahnung 22 des Muffenträgers 18 kämmt.
[0026] Ein derartiger Drehwinkelspeicher kann auch in die Antriebswelle des Schneckenrades
nach Fig. 1 eingebaut werden. Die Ausführung nach den Fig. 3 und 4 besteht aus den
beiden Zahnrädern 38 und 39, welche in nutförmigen korrespondierenden Ausnehmungen
40 in ihrer Seitenwand vorgespannte Druckfedern 41 eingelegt haben. Bei Auftreten
eines vorbestimmten Drehmomentes verdrehen sich die beiden Zahnräder 38, 39 gegeneinander
und kehren bei Wegnahme des Drehmomentes wieder in ihre Ausgangsstellung zueinander
zurück.
[0027] Das Schneckengetriebe der Fig. 1 kann auch als Schraubradgetriebe ausgeführt sein.
Es ist auch möglich, die Selbsthemmung weder in der Verzahnung 11/13 noch in der Verzahnung
10/12 noch im Gewinde 21/23, sondern erst im Schneckengetriebe 22/27 vorzusehen. Schließlich
ist es möglich, auf die Selbsthemmung in einem oder in mehreren Teilen des Getriebes
zu verzichten und den Stellmotor so kräftig auszuführen, daß er das Drehmoment während
der Förderphase abstützen kann bzw. daß er sogar gegen dieses Drehmoment verstellen
kann.
[0028] In Fig. 5 ist ein Blockschaltbild für die Ansteuerung des Elektromotors 29 der Verstelleinrichtung
42 in der Freiphase der Brennstoffeinspritzpumpe 43 einer Brennkraftmaschine 44 dargestellt.
Für die exakte Steuerung und Regelung des Einspritzzeitpunktes und der Fördermenge
der Brennstoffeinspritzpumpe 43 ist ein Mikroprozessor 45 vorgesehen, dem verschiedene
Einflußgrößen, wie Fahrpedalstellung, Drehzahl, Drehmoment, Motortemperatur, Lufttemperatur,
Luftdruck u. dgl., darstellende elektrische Signale über Leitungen 46 zugeführt sind.
Im Mikroprozessor 45 werden an Hand von vorgegebenen und gespeicherten Kennfeldern
Steuerwerte für den Förderbeginn und die Fördermenge der Einspritzpumpe 43 errechnet.
Das Steuersignal für den Förderbeginn gelangt über eine Leitung 47 an einen Zwischenspeicher
48 und von diesem über eine Leitung 49 an den Stellmotor 29. Der Drehstellungsgeber
50 zum Abtasten der Stellung der Einspritzpumpenwelle 51 ist über eine Leitung 52
mit einem Steuereingang des Zwischenspeichers 48 verbunden und bewirkt, daß vom Mikroprozessor
45 über die Leitung 47 während der Förderphase der Einspritzpumpe 43 gelieferte Signale
im Zwischenspeicher 48 vorübergehend gespeichert und erst in der Freiphase der Einspritzpumpe
43 über die Leitung 49 an den Stellmotor 29 weiter geleitet werden. Diese Ausbildung
ist besonders dann zweckmäßig, wenn der Stellmotor 29 ein Schrittmotor ist, der im
Falle seiner Ansteuerung während der Förderphase der Einspritzpumpe 43 blockiert wäre,
wodurch der Zusammenhang zwischen Sollwert und Istwert verloren ginge. Der Schrittmotor
kann einen Stellungsgeber und einen Umdrehungszähler aufweisen, welche Bauteile über
eine strichliert angedeutete Leitung 53 mit dem Mikroprozessor 45 zu verbinden sind,
durch welche Maßnahme auf besonders einfache Weise erreicht werden kann, daß die Verstelleinrichtung
nach dem Abstellen der Brennkraftmaschine 44 für den nächsten Startvorgang in eine
definierte Ausgangslage gebracht wird. Für die Aufrechterhaltung des Zusammenhanges
zwischen Sollwert und Istwert während des Betriebes wäre die Rückführung über die
Leitung 53 bei einem Schrittmotor nicht erforderlich bzw. könnte bei Vorhandensein
einer solchen Rückführung der Zwischenspeicher 48 entfallen. Auf jeden Fall ist aber
die Rückführung über die Leitung 53 dann erforderlich, wenn der Stellmotor 29 ein
Gleichstrom-Stellmotor ist.
[0029] Ob bei einem Gleichstrom-Stellmotor Maßnahmen getroffen werden sollen, daß der Stellmotor
nur in der Freiphase der Einspritzpumpe angesteuert werden kann, hängt von der Leistung
bzw. vom Drehmoment des Motors sowie auch von der Wärmeableitungsmöglichkeit von seinem
Läufer ab, da zu berücksichtigen ist, daß bei einem Motor ohne Unterbindung seiner
Ansteuerung während der Förderphase der Einspritzpumpe der Fall eintreten kann, daß
der Elektromotor in festgebremstem Zustand unter Strom steht. Bei schnell ansprechenden
Scheibenläufer- oder Glockenankermotoren mit geringem Trägheitsmoment erscheint es
zweckmäßig, den Motor ebenso wie einen Schrittmotor nur in der Freiphase der Einspritzpumpe
anzusteuern.
1. Einrichtung zur Verstellung des Förderbeginnes einer Brennstoffeinspritzpumpe für
Einspritzbrennkraftmaschinen, bei welcher in einem ortsfesten Gehäuse (25) die Einspritzpumpenwelle
mit einer Antriebswelle mittels einer durch ein Stellglied axial verschiebbaren Muffe
(9) mit Innenverzahnungen (10, 11) gekuppelt ist, die in Außenverzahnungen (12, 13)
der beiden gleichachsig angeordneten Wellen eingreifen, von welchen paarweise miteinander
in Eingriff stehenden Verzahnungen (10, 12; 11, 13) wenigstens eine schräg zur Achse
verläuft, wobei die Muffe (9) durch ein Halteelement gegen axiale Verschiebung gesichert
drehbar gelagert ist, und das Stellglied am Halteelement angreift und in Abhängigkeit
von Betriebsgrößen elektrisch betätigbar und von einem Elektromotor gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement als gleichachsig zur Muffe angeordneter
Muffenträger ausgebildet ist, daß der Muffenträger (18) ein Außengewinde (21) aufweist
und in einem Innengewinde (23) des ortsfesten Gehäuses (25) verschraubbar ist und
das Stellglied am Muffenträger (18) zur Verdrehung desselben angreift und daß im Kraftübertragungsweg
vom Elektromotor (29) zum Muffenträger (18) ein in beiden Drehrichtungen vorgespannter
Federspeicher (41) vorgesehen ist.
2. Einrichtung zur Verstellung des Förderbeginnes einer Brennstoffeinspritzpumpe für
Einspritzbrennkraftmaschinen, bei welcher in einem ortsfesten Gehäuse (25) die Einspritzpumpenwelle
mit einer Antriebswelle mittels einer durch ein Stellglied axial verschiebbaren Muffe
(9) mit Innenverzahnungen (10, 11) gekuppelt ist, die in Außenverzahnungen (12,13)
der beiden gleichachsig angeordneten Wellen eingreifen, von welchen paarweise miteinander
in Eingriff stehenden Verzahnungen (10, 12; 11, 13) wenigstens eine schräg zur Achse
verläuft, wobei die Muffe (9) durch ein Halteelement gegen axiale Verschiebung gesichert
drehbar gelagert ist, und das Stellglied am Halteelement angreift und in Abhängigkeit
von Betriebsgrößen elektrisch betätigbar und von einem Elektromotor gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement als gleichachsig zur Muffe angeordneter
Muffenträger ausgebildet ist, daß der Muffenträger (18) ein Außengewinde (21) aufweist
und in einem Innengewinde (23) des ortsfesten Gehäuses (25) verschraubbar ist und
das Stellglied am Muffenträger (18) zur Verdrehung desselben angreift und daß ein
Aufnehmer, wie z. B. ein mit einem umlaufenden Teil (51) der Brennkraftmaschine (44)
zusammenwirkender Drehstellungsgeber (50), ein mit der Brennstoffeinspritzpumpe (43)
zusammenwirkender Drehmomentgeber, ein Drucksensor für den Druck in der Einspritzleitung
oder ein Drehstellungsgeber (50) für die Stellung der Einspritzpumpenwelle (51), für
die Ermittlung der Förderphase und der Freiphase der Brennstoffeinspritzpumpe mit
einem frei programmierbaren Schaltwerk (45), das zur Steuerung in Abhängigkeit von
den Betriebsgrößen mit dem Elektromotor (29) verbunden ist, oder einem Zwischenspeicher
(48) für die Stellgröße verbunden ist und die Ausgabe bzw. Weitergabe einer dem Elektromotor
(29) zu übermittelnden Stellgröße jeweils nur in der Freiphase freigibt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor
(29) ein Gleichstrom-Stellmotor oder Schrittmotor ist.
1. Device for adjusting the start of fuel injection of a fuel injection pump for fuel-injection
internal-combustion engines, in which a shaft of the fuel injection pump is coupled
with the drive shaft in a stationary casing (25) via a bushing (9), which is axially
shiftable by a regulating element, with internal toothings (10, 11), which mesh with
external toothings (12, 13) of the two coaxial shafts, of which toothings meshing
in pairs (10, 12; 11, 13) at least one is inclined relative to the axis, wherein the
bushing (9) is rotatingly supported and secured against axial shifting by a holding
element, and in which the regulating element engages with the holding element and
is actuated electrically depending on operating parameters and is built as an electric
motor, characterized in that the holding element is formed by a clutch gear in coaxial
arrangement with the bushing, that the clutch gear (18) has an external gear (21)
and is screwable in an internal gear of the stationary casing (25) and the regulating
element engages with the clutch gear (18) for its rotation and that in the power transmission
path from the electric motor (29) to the clutch gear (18) a spring accummulator (41)
with initial tension in both directions of rotation is provided.
2. Device for adjusting the start of a fuel injection pump for fuel-injection internal-combustion
engines, in which a shaft of the fuel injection pump is coupled with the drive shaft
in a stationary casing (25) via a bushing (9), which is axially shiftable by a regulating
element, with internal toothings (10, 11), which mesh with external toothings (12,13)
of the two coaxial shafts, of which toothings meshing in pairs (10, 12; 11, 13) at
least one is inclined relative to the axis, wherein the bushing (9) is rotatingly
supported and secured against axial shifting by a holding element, and in which the
regulating element engages with the holding element and is actuated electrically depending
on operating parameters and is built as an electric motor, characterized in that the
holding element is formed by a clutch gear in coaxial arrangement with the bushing,
that the clutch gear (18) has an external gear (21) and is screwable in an internal
gear of the stationary casing (25) and the regulating element engages with the clutch
gear (18) for its rotation and that a sensor, e.g. a rotational position transmitter
(50) cooperating with a rotating part (51) of the internal combustion engine (44),
a torque transmitter cooperating with the fuel injection pump (43), a pressure sensor
for the pressure in the fuel injection line or a rotational position transmitter (50)
of the position of the shaft (51) of the fuel injection pump, for the determination
of the injection phase and the idle phase of the fuel injection pump is connected
with a freely programmable control mechanism (45), which is connected with the electric
motor (29) for controlling in dependence of operating parameters, or with an intermediate
storage (48) for the control output and releases the transmission of a control output
to be transmitted to the electric motor (29) only during the idle phase.
3. Device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the electric motor (29)
is a DC-servo motor or a stepping motor.
1. Dispositif de réglage du début de refoulement d'une pompe d'injection de carburant
pour moteurs thermiques à injection, dans lequel l'arbre de la pompe d'injection est
couplé à un arbre d'entraînement, dans un boîtier (25) fixe, au moyen d'un manchon
(9) pouvant être déplacé axialement par un organe de commande et comportant des dentures
intérieures (10, 11) qui engrènent dans des dentures extérieures (12,13) des deux
arbres coaxiaux, dont une au moins des dentures engrenant deux par deux (10; 12; 11;
13) est oblique par rapport à l'axe, cependant que le manchon (9) est supporté par
un élément de support de manière à ne pouvoir se déplacer axialement et à pouvoir
tourner, et que l'organe de commande agit sur l'élément de support et peut-être actionné
électriquement en fonction de grandeurs de service et est constitué par un moteur
électrique, caractérisé en ce que l'élément de support est un support de manchon disposé
coaxialement au manchon, en ce que le support de manchon (18) présente un filetage
(21) et peut être vissé dans un taraudage (23) du boîtier fixe (25), et en ce que
l'organe de commande agit sur le support de manchon (18) pour faire tourner celuici,
en ce qu'il est prévu un ressort accumulateur (41) précontraint dans les deux sens
de rotation, dans la voie de transmission du moteur électrique (29) au support de
manchon (18).
2. Dispositif de réglage de début de refoulement d'une pompe d'injection de carburant
pour moteurs thermiques à injection dans lequel l'arbre de la pompe d'injection est
couplé à un arbre d'entraînement, dans un boîtier fixe (25), au moyen d'un manchon
(9) pouvant se déplacer axialement sous l'effet d'un organe de commande et comportant
des dentures intérieures (10, 11) engrenant dans des dentures extérieures (12,13)
des deux arbres coaxiaux, dont une au moins des dentures engrenant deux par deux (10;
12; 11; 13) est oblique par rapport à l'axe, cependant que le manchon (9) est supporté
par un élément de support de manière à ne pouvoir se déplacer axialement et à pouvoir
tourner, et que l'organe de commande agit sur l'élément de support et peut être actionné
électriquement en fonction de grandeurs de service et est constitué par un moteur
électrique, caractérisé en ce que l'élément de support est un support de manchon disposé
coaxialement au manchon, en ce que le support de manchon (18) présente un filetage
(21) et peut être vissé dans un taraudage (23) du boîtier fixe (25), et en ce que
l'organe de commande agit sur le support de manchon (18) pour faire tourner celui-ci
et en ce qu'un capteur, tel qu'un capteur de position de rotation (50) coopérant avec
une partie tournante (51) du moteur thermique (44), un capteur de couple de rotation
coopérant avec la pompe à injection de carburant (43), un capteur de pression pour
la pression dans la conduite d'arrivée ou un capteur de position de rotation (50)
pour la position de l'arbre de la pompe d'injection (51), est relié, pour déterminer
la phase de refoulement et la phase libre de la pompe d'injection de carburant, à
une horloge programmable (45), elle-même reliée au moteur électrique (29) pour la
commande en fonction des grandeurs de service, ou à une mémoire tampon (48) pour la
grandeur de consigne et n'autorise la sortie ou la transmission d'une grandeur de
consigne à transmettre au moteur électrique (29), que pendant la phase libre.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que le moteur électrique (29) est un servo-moteur à courant continu ou un moteur pas
à pas.