[0001] . Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur zeitlichen Optimierung
eines Arbeitsereignisses an einzelnen Arbeitsstellen von Textilmaschinen, gemäss Oberbegriff
der Patentansprüche 1,2 und 8.
[0002] Es ist bekannt, dass für Spulen, die als Vorlage für den sogenannten Zettelvorgang
verwendet werden, eine gleichmässig aufgewickelte Garnlänge gewünscht wird, um Verluste,
durch restliche nicht mehr verwendbare Garnlängen an den noch nicht ganz leeren Vorlagespulen,
möglichst zu vermeiden.
[0003] Gleichmässig aufgewickelte Garnlängen können in einem Offen-End-Spinnprozess, z.
B. Rotorspinnprozess, dadurch erreicht werden, dass die Garnlängen beim Aufwickelvorgang
durch eine Längenmesseinheit gemessen werden, und dass bei Erreichen einer vorgegebenen
Soll-Garnlänge der Spinnprozess pro Spinnstelle für den Spulenwechselvorgang unterbrochen
wird.
[0004] Der Wechselvörgang kann dabei entweder manuell oder durch stationäre Fadenansetz-
und Spulenwechselvorrichtung, die pro Spinnstelle vorgesehen sind oder durch an den
Spinnstellen entlang wandernde entsprechende Vorrichtungen durchgeführt werden.
[0005] Die genannte manuelle Variante ist nicht nur arbeitsintensiv, sondern verlangt von
der Bedienungsperson eine besondere Geschicklichkeit beim Fadenansetzen, damit die
Garnansetzstellen weder zu dünn noch zu dick ausfallen. Bei hohen Rotordrehzahlen,
z. B. über 60 000 U/min. wird das manuelle Fadenansetzen ohnehin praktisch unmöglich.
[0006] Anderseits sind Fadenansetz- und Spulenwechselvorrichtungen, die pro Spinnstelle
vorgesehen sind gesamtwirtschaftlich eine teure Lösung.
[0007] Mit den genannten wandernden Vorrichtungen wird die Wirtschaftlichkeit verbessert.
Solche Vorrichtungen werden jeweils automatisch aufgrund eines einer Steuerung gemeldeten
Unterbruches an einer einzelnen Spinnstelle an diese Spinnstelle für den Wechselvorgang
herangesteuert.
[0008] Eine solche Vorrichtung ist aus europäischen Patentanmeldung Nr. 0 047 743 bekannt.
Darin ist eine Offenend-Spinnmaschine gezeigt und beschrieben, bei welcher eine Spulen-Wechselvorrichtung
und eine Fadenansetzvorrichtung aufgrund eines Anforderungssignals einer entsprechenden
Spinnstelle, mittels einer Steuervorrichtung an diese Spinnstelle kommandiert wird.
[0009] Die Wechselvorrichtung wie auch die Fadenansetzvorrichtung sind je derart auf einer
eigenen Schiene geführt, dass sie aneinander vorbei an die entsprechenden Spinnstellen
gesteuert werden können.
[0010] Der Einsatz der beiden Vorrichtungen wird unter Berücksichtigung ihrer Positionen
und der Position der anfordernden Spinnstelle koordiniert.
[0011] Der Nachteil bezüglich der Spulenwechsel besteht jedoch in den noch relativ langen
Wartezeiten der einzelnen Spinnstellen bis zum vollzogenen Wechsel, insbesondere dann,
wenn fast gleichzeitig an mehreren, unter Umständen entfernt voneinander liegenden,
Spulen gewechselt werden muss.
[0012] Um diesen Nachteil mindestens teilweise zu beheben, wird in der deutschen Offenlegeschrift
Nr. 3 030 504 vorgeschlagen, eine Spulenwechselvorrichtung mittels einer Längenmessvorrichtung
in Kombination mit einer Recheneinheit an diejenige Spinnstelle zu steuern, an der
die Spule mindestens annäherungsweise die gewünschte Länge erreicht hat. Die Längenmessvorrichtung
ermittelt dabei die Garnlänge einer ihr zugeteilten Anzahl Spinnstellen und meldet
diese Längen laufend der Recheneinheit, in welcher diese Längenwerte gespeichert und
je mit dem Sollwert verglichen werden.
[0013] Wird für eine Spule eine vorgegebene maximale Längendifferenz zum Sollwert erreicht,
so wird durch die Recheneinheit das Verschieben der Spulenwechselvorrichtung vorsorglich
zu dieser Spule befohlen, so dass bei Erreichen der dem Sollwert entsprechenden Garnlänge
der Spulenwechselvorgang ausgelöst wird. Dem Abnehmen der vollen Spule folgt das Einsetzen
einer leeren Hülse und das Ansetzen des von der vollen Spule getrennten Garnendes.
Das Abnehmen der vollen Spule und das Einsetzen der leeren Hülse, sowie das Ansetzen
des Garnendes an die leere Hülse wird auch kurz «dotten
" und die Vorrichtung, welche dieses «Doffen» durchführt kurz «Doffer» genannt.
[0014] Die genannte maximale Längendifferenz entspricht dabei der längsnotwendigen Fahrzeit
des Doffers inklusive der Zeit für das Doffen selbst.
[0015] Der Nachteil dieses Verfahrens besteht in der bei nur kurzen notwendigen Fahrzeiten
langen Wartezeit bis zum Spulenwechselvorgang. Dieser Nachteil wirkt sich in der dadurch
stark eingeschränkten Spulenwechselhäufigkeit aus.
[0016] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beheben.
[0017] Die Erfindung löst die Aufgabe verfahrens- und vorrichtungsmässig in der in den Ansprüchen
1, 2 und 8 gekennzeichneten Weise.
[0018] Der durch die Erfindung erreichte Vorteil im Vergleich mit dem vorgenannten Stand
der Technik ist im wesentlichen darin zu sehen, dass prozentual zu einer gleichen
Anzahl Spinnstellen mehr Spulenwechsel ohne Unterbruch des Spinnvorganges stattfinden
können, als dies mit dem Verfahren der DOS 3 030 504 möglich ist.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand lediglich Ausführungswege darstellender Beispiele
näher erläutert.
[0020] Es zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Verfahren rein schematisch dargestellt
Fig. 2 und 6 je eine schematische Darstellung des zeitlichen Ablaufes
Fig. 3-5 und 7-8 je eine schematische Darstellung des zeitlichen Ablaufes der einzelnen
Erfindungsbeispiele.
[0021] Eine Wechselvorrichtung 10 (Fig. 1) fährt an einer nicht weiter dargestellten Textilmaschine
zur Erzeugung von Garnspulen mit vorgegebenen Soll-Garnlängen entlang (mit strichpunktierter
Linie dargestellt), um zu einer später beschriebenen gegebenen Zeit die mit den Zahlen
1 bis 8 gekennzeichneten und zum Aufwindprozess der Textilmaschine gehörenden Spulen
nach dem Erreichen der Soll-Garnlänge gegen leere Hülsen (nicht gezeigt) zu wechseln.
[0022] Ein jeder Spule zugeordnetes aus der DOS 3 030 504 an sich bekanntes Garnlängenabtastelement
111 bis 118 misst kontinuierlich die Länge des aufzuwindenden Garnes und gibt ein
dieser Länge entsprechendes Signal an eine Recheneinheit 12 ab. Im weiteren wird der
Recheneinheit durch ein jeder Spule zugeordnetes an sich bekanntes Positionierelement
131 bis 138, z.B. je ein Endschalter, die Position der Wechselvorrichtung signalisiert.
[0023] Die für die Aufspulphasen sowie für das Verschieben der Wechselvorrichtung, das Warten
und das Spulenwechseln benötigten Zeiten sind in den Figuren 2 und 6 graphisch dargestellt.
Dabei ist t eine Zeit, die benötigt wird, um die vorgegebene Soll-Garnlänge zu erreichen,
t
R eine Zeit, die benötigt wird, um eine vorgegebene Restgarnlänge aufzuwinden und t
u eine Wartezeit, einer nach Erreichen der Soll-Garnlänge stillgesetzten Spule bis
zum Beginn des Wechsels.
[0024] Eine für den Fahrweg der Wechselvorrichtung benötigte Zeit wird mit t
s die für das Warten der Wechselvorrichtung bis zum Spulenwechsel benötigte Zeit mit
t
w und die für den Spulenwechsel benötigte Zeit mit tα bezeichnet.
[0025] Im Betrieb werden der Recheneinheit 12 während dem Erzeugen der einzelnen Spulen
1 bis 8 laufend die durch die Garnabtastelemente 111 bis 118 abgetasteten Garnlängen
signalisiert.
[0026] Werden beispielsweise drei Spulen für die zeitliche Optimierung eines Spulenwechsels
steuerungsmässig in Betracht gezogen, so vergleicht die Recheneinheit 12 von allen
Spulen, welche den zeitlichen Bereich der Restgarnlänge t
R erreicht haben, die restliche Aufwindzeit bis zum Erreichen der Soll-Garnlänge mit
der jeweiligen Fahrzeit der Wechselvorrichtung zu diesen Spulen und wählt für drei
Spulen daraus diejenige Kombination aus, welche insgesamt für die drei ausgewählten
Spulen eine möglichst kurze Wartezeit t
u ergibt.
[0027] Beispiel (Fig. 3):
Der Rechner 12 hat wie in Figur 3 graphisch dargestellt die Restgarnlängen tR4, tR5 und tR7 der Spulen 4, 5 und 7 für Optimierung 01 erfasst und entsprechend der notwendigen Weglängen eine Wechselreihenfolge A° festgelegt,
in der die Spulen 4, 7 und 5 in dieser Reihenfolge gewechselt werden müssen.
[0028] Um dieses Beispiel zu erläutern, sei noch erwähnt, dass die Fahrzeit des Wechslers
10 von der Spule 1 bis zur Spule 4 mit t
S1-4, von der Spule 4 bis zur Spule 7 mit t
S4-7, und analog zwischen den .Spulen 7 und 5 mit t
S7-5 bezeichnet wird. Ausserdem werden die übrigen eine spezifische Spule betreffenden
Zeiten mit einem der Spulennummer entsprechenden Index versehen.
[0029] Die aufgewendete Zeit t
total des Spulenwechslers, um die drei genannten Spulen zu doffen sieht im Idealfall, bei
welchem die Zeiten t
w und t
u = 0 sind, mathematisch wie folgt aus:
Für Spule 4:

für Spule 7:

für Spule 5:

[0030] Im Normalfall (Figur 4) würde t
W4, t
W7 und t
U5 nicht Null sein, die Zeit t
U5 jedoch so klein als möglich. Die Zeiten t'
R4, t'
R7 und t'
R5 weichen dementsprechend von den Zeiten t
R4, t
R7 und t
R5 (alle in Fig. 3) ab und werden durch die Optimierung O
2 erfasst.
[0031] Ermittelt jedoch der Rechner nach Beendigung eines Spulenwechsels, dass in der Zwischenzeit
einer anderen Wechselreihenfolge die Priorität gegeben werden muss, beispielsweise
um nach dem Wechsel der Spule 7 nicht die Spule 5 sondern die noch entferntere Spule
8 zu wechseln, so ändert der Rechner die Reihenfolge. Der Rechner hat dabei mit einer
weiteren Optimierung O
3 (Fig. 5) festgestellt, dass die Restgarnlänge t
R8 derart kurz nach der Restgarnlänge t
R5 ihr Ende erreicht, dass eine neue Wechselreihenfolge A', in welcher die Spule 8 nach
der Spule 7 und vor der Spule 5 gewechselt wird, die insgesamt kürzeste Wartezeit
t
U ergibt, nämlich die Zeit t
U5. Die Zeiten für diese Wechselreihenfolge sind in Figur 5 mit ausgezogenen Linien
dargestellt.
[0032] In der gleichen Figur ist mit gestrichelten Linien der zeitliche Verlauf einer Wechselreihenfolge
A
II dargestellt, aus dem entnommen werden kann, dass bei einer solchen Reihenfolge die
Summe der Zeiten t'
U5 und t
U8 grösser ist, als die Zeit t
U5, der Reihenfolge A
I.
[0033] Als Variante kann das vorgenannte Optimierungsverfahren auch für eine Rotorspinnmaschine
verwendet werden, auf der die Spulen 1 bis 8 zusätzlich mit einer über die Soll-Garnlänge
hinausgehenden, vorgegebenen Überlänge hergestellt werden.
[0034] Die für diese Überlänge benötigte Zeit ist mit t
Ue (Figur 6) bezeichnet.
[0035] Die an diese für die Überlänge benötigte Zeit t
Ue anschliessende Wartezeit t
U ist die Zwischenzeit nach Stillsetzen der Spule, d.h. nach Ablauf der Zeit t
Ue bis zum Wechseln der Spule und wieder Neuansetzen des Fadens, sei es manuell oder
mechanisch.
[0036] Im Betrieb dieser Variante vergleicht ein Rechner 121 (Fig. 1) von allen Spulen,
welche den zeitlichen Bereich der Restgarnlänge t
R erreicht haben, die restliche Aufwindzeit bis und mit der Zeit t
Ue für das Erreichen der maximalen Überlänge mit der jeweiligen Fahrzeit der Wechselvorrichtung
zu diesen Spulen und wählt für drei Spulen daraus diejenige Kombination, welche insgesamt
für die drei ausgewählten Spulen eine möglichst kurze Zeit t
ue ergibt. Ein Beispiel einer solchen Variante ist in Figur 7 gezeigt, in der ein Spulenwechsler
101 aus der in Figur 1 gezeigten Position die Spulen 4, 7 und 5 entsprechend der Wechselreihenfolge
A"' nacheinander wechselt.
[0037] Die Optimierung O
4 hat dabei vorgängig die Restgarnlängen t"
R4, t"
R7 und t"
R5 derart erfasst, dass die Spulen 4 und 7 ohne, und die Spule 5 mit Überlänge erzeugt
werden.
[0038] In dem mit Figur 8 gezeigten Beispiel wird nach dem Wechsel der Spule 4 eine neue
Wechselpriorität vom Rechner 121 gewählt, um gemäss einer Wechselreihenfolge A
IV nach dem Wechsel der Spule 7 zuerst die Spule 8 und anschliessend die Spule 5 zu
wechseln. Diese Wechselreihenfolge wird vorgängig durch die Optimierung 0
5 bestimmt.
[0039] Aus Figur 8 ist ersichtlich, dass die Spulen 7 und 8 ohne Überlänge gewechselt werden,
die Spule 5 hingegen nach Erreichen der Überlänge bis zum Wechsel der Spule, d. h.
während einer Wartezeit t
u durch eine zum Speicher gehörende Längenmesseinheit stillgesetzt wird. Die Zeit t
u ist durch ein anschliessendes manuelles oder mechanisches Wechseln der Spulen der
entsprechenden Spinnstelle begrenzt.
[0040] Bei manuellem Wechsel der Spulen löst der Rechner 121 ausserdem nach Ablauf der Zeit
t
ue für diese entsprechende Spulstelle eine Signalisierung aus und schaltet diese Spulstelle
vorübergehend aus dem Optimi,erungsprogramm aus. Das Wiederaufnehmen in das Optimierungsprogramm
geschieht z.B. durch eine manuelle Signalgebung (nicht gezeigt) durch die Bedienungsperson
nach dem Wechsel der Spule und Ansetzen des Fadens an der entsprechenden Spinnstelle.
Unter Ansetzen des Fadens kann entweder das Ansetzen an die neue Spule bei nicht unterbrochenem
Spinnprozess an dieser Spinnstelle oder das Neuanspinnen bei unterbrochenem Spinnprozess
verstanden werden.
[0041] Eine weitere Variante der Anwendung des Optimierungsverfahrens besteht darin, dass
der Zeitpunkt des Reinigens der Rotoren der einzelnen Spinnstellen nach Stillsetzen
der Spinnstelle mittels einer zu einem Rechner 122 gehörenden Garnlängenmesseinheit
optimiert wird.
[0042] Das Optimierungsverfahren arbeitet dabei nach der mit den Figuren 2, 4 und 5 gezeigten
und beschriebenen Variante.
[0043] Die erfassten Zeiten t
R der Restgarnlängen entsprechen den Restgarnlängen vor dem Zeitpunkt der Reinigung
und die Wartezeiten t
u sind Wartezeiten nach Stillsetzen des Spinnprozesses pro Spinnstelle bis zum Zeitpunkt
der Reinigung. Nach Abschluss des Optimierungsverfahrens für die Reinigung der Rotoren
tritt das bereits beschriebene Optimierungsverfahren für den Spulenwechsel, respektive
gegebenenfalls gleichzeitig mit dem Spulenwechsel auch für das nochmalige Rotorreinigen
beim Wechseln und für das Neuanspinnen, in Funktion.
[0044] Eine zweite Variante der Anwendung des Optimierungsverfahrens für das Reinigen der
Rotoren der einzelnen Spinnstellen besteht darin, dass das Reinigen innerhalb eines
Zeitbereiches anschliessend an einen vorgegebenen Soll-Zeitpunkt für das Reinigen,
z.B. nach Erreichen der halben Soll-Garnlänge, geschieht. Das Optimierungsverfahren
wählt dabei z. B. drei Spinnstellen aus, deren Aufspulzeiten sich innerhalb einer
Zeit t
R einer Restgarnlänge vor Erreichen des genannten Sollzeitpunktes befinden.
[0045] Dieses Optimierungsverfahren arbeitet im wesentlichen nach der mit den Figuren 6
und 7 gezeigten und beschriebenen Variante. Dabei entspricht das Ende der Zeit t
R dem Soll-Zeitpunkt für die Reinigung des Rotors und die in Figur 7 gezeigte Zeit
t
ue dem Zeitbereich innerhalb welchem die Rotorreinigung geschehen muss. Nach Ablauf
der Zeit t
ue wird die Spinnstelle für die Zeit t
u stillgesetzt. Vor dem Wiederanspinnen wird der Rotor gereinigt.
[0046] Wie bereits für die erste Reinigungsvariante erwähnt, tritt ebenfalls nach Abschluss
dieses Optimierungsverfahrens das Optimierungsverfahren für den Spulenwechsel, respektive
gegebenenfalls gleichzeitig mit dem Spulenwechseln auch für das nochmalige Rotorreinigen
beim Wechseln und für das Neuanspinnen, in Funktion.
[0047] Die in den Figuren 2 bis 8 gezeigten, den verschiedenen Zeiten entsprechenden Abstände
sind nicht massstäblich. Beispielsweise hat der Wechsler 10; 101 eine Fahrgeschwindigkeit,
die es erlaubt in 2,5 Minuten an 200 Spinnstellen entlangzufahren und benötigt für
den Spulenwechsel-, Reinigungs- und Neuanspinnvorgang eine Zeit von 20 bis 30 Sekunden.
[0048] Das beanspruchte Verfahren ist anderseits nicht nur auf die Anwendung für das Wechseln
von Spulen auf Rotorspinnmaschinen eingeschränkt. Es ist grundsätzlich für alle Textilmaschinen
anwendbar, bei denen Garnspulen mit vorgegebenen Soll-Garnlängen erzeugt werden und
bei denen die Spulen nach Erreichen dieser Soll-Garnlänge durch eine an die Arbeitsstelle
gesteuerte Vorrichtung gewechselt werden.
1. Verfahren zur Optimierung der Reihenfolge von Arbeitsereignissen in einer Textilmaschine,
- mit einer vorgegebenen Anzahl Arbeitsstellen, an denen je ein Garn in einer Aufwindstelle
aufgewunden wird, um eine Garnspule mit einer vorgegebenen Garnlänge zu produzieren,
- sowie mit einer automatisch an die Arbeitsstellen verfahrbaren Vorrichtung um an
den jeweiligen Arbeitsstellen das jeweilige Arbeitsereignis durchzuführen und
- mit einer Recheneinheit zur Durchführung der Optimierung,
- wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- Messen der momentanen Garnlänge an jeder an den Aufwindstellen aufzuwindenden Spule
und Registrieren dieser Länge,
- Feststellen einer erreichten vorgegebenen Restgarnlänge an den Spulen und Ermittlung
der restlichen Aufwindzeit bis zur Fälligkeit der Durchführung des Arbeitsereignisses,
wobei sich das Verfahren kennzeichnet durch
- Feststellen der Position der genannten Vorrichtung,
- Errechnen der einzelnen Fahrzeiten der Vorrichtung aus der festgestellten Position
bis zu denjenigen Arbeitsstellen, an welchen die vorgegebene Restgarnlänge erreicht
wurde,
-Vergleichen der restlichen Aufwindzeit bis zur Fälligkeit der Durchführung des Arbeitsereignisses
mit der vorgenannten Fahrzeit der Vorrichtung bis zur entsprechenden Arbeitsstelle,
- Ermitteln einer Reihenfolge für das Verschieben der Vorrichtung an eine vorgegebene
Anzahl Arbeitsstellen und zwar derart, dass sich für die Arbeitsstellen eine möglichst
kurze Wartezeit (tu) bis zur Durchführung des Arbeitsereignisses ergibt.
2. Verfahren zur Optimierung der Reihenfolge von Arbeitsereignissen in einer Textilmaschine,
- mit einer vorgegebenen Anzahl Arbeitsstellen, an denen je ein Garn in einer Aufwindstelle
aufgewunden wird, um eine Garnspule mit einer vorgegebenen Garnlänge zu produzieren,
- sowie mit einer automatisch an die Arbeitsstellen verfahrbaren Vorrichtung um an
den jeweiligen Arbeitsstellen das jeweilige Arbeitsereignis durchzuführen und
- mit einer Recheneinheit zur Durchführung der Optimierung,
- wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- Messen der momentanen Garnlänge an jeder an den Aufwindstellen aufzuwindenden Spule
und Registrieren dieser Länge,
- Feststellen einer erreichten vorgegebenen Restgarnlänge an den Spulen und Ermittlung
der restlichen Aufwindzeit bis zur Fälligkeit der Durchführung des Arbeitsereignisses,
wobei sich das Verfahren kennzeichnet durch
- die Möglichkeit die Spulen mit einer über die vorgegebene Garnlänge hinaus gehende
vorgegebene Überlänge herzustellen,
- Feststellen der Position der genannten Vorrichtung,
- Errechnen der einzelnen Fahrzeiten der Vorrichtung aus der festgestellten Position
bis zu denjenigen Arbeitsstellen, an welchen die vorgegebene Restgarnlänge erreicht
wurde,
-Vergleichen der restlichen Aufwindzeit bis zur Fälligkeit der Durchführung des Arbeitsereignisses
mit der vorgenannten Fahrzeit der Vorrichtung bis zur entsprechenden Arbeitsstelle,
- Ermitteln einer Reihenfolge für das Verschieben der Vorrichtung an eine vorgegebene
Anzahl Arbeitsstellen und zwar derart, dass sich für die Arbeitsstellen eine möglichst
kurze Überlänge bis zur Durchführung des Arbeitsereignisses ergibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihenfolge
für das Verschieben der Vorrichtung drei Arbeitsstellen umfasst, dass jedoch nach
Durchführung des ersten Arbeitsereignisses die Reihenfolge erneut ermittelt und wenn
nötig neu gewählt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsstelle eine
Spinnstelle und das Arbeitsereignis ein Spulenwechsel ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsereignis
zusätzlich noch ein Neuanspinnen beinhaltet.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsstelle
eine Spinnstelle einer Rotorspinnmaschine und das Arbeitsereignis ein Reinigen eines
Rotors einer Spinnstelle ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsereignis ein
Reinigen eines Rotors einer Spinnstelle einer Rotorspinnmaschine zu einem vorgegebenen
Zeitpunkt vor Erstellung einer fertigen Spule ist, wobei für das Reinigen der Spinnprozess
stillgelegt und nach dem Reinigen für das Fortsetzen der Spinnprozess bis zum Erstellen
der fertigen Spule wieder neu angesponnen wird.
8. Textilmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach den vorangehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass diese aneinandergereihte Arbeitsstellen mit je einer Aufwindevorrichtung für
die Aufnahme von Spulen aufweist,
- dass ausserdem eine automatisch den Arbeitsstellen entlang verfahrbare Vorrichtung
zur Durchführung von Arbeitsereignissen an den Arbeitsstellen vorgesehen ist und
- dass pro Arbeitsstelle eine Garnlängenmesseinheit und eine Positioniereinheit zur
Feststellung der Position der Vorrichtung vorgesehen ist,
- sowie dass eine Recheneinheit vorgesehen ist, welche die Optimierung durchführt
und das Verschieben der Vorrichtung an die Arbeitsstellen und das Durchführen der
Arbeitsereignisse steuert.
1. Method for optimising the sequence of operating steps in a textile machine with
a predetermined number of operating positions at each of which a yarn is wound at
a wind-up position to produce a yarn package with a predetermined length of yarn,
and with a device travelling automatically to the operating positions in order to
carry out the respective operating step at the respective operating positions, and
with a computing unit for carrying out the optimasation, the method comprising the
following steps:
Measurement of the instantaneous yarn length at each package be wound up at the wind-up
positions and registration of this length,
determination of an achieved predetermined remainder yarn length at the packages and
calculation of the remaining wind-up time until the performance of the operating step
is due,
the method being characterised by,
determination of the position of the said device,
calculation of the individual travelling times of the device from the determined position
to those operating positions at which the predetermined remaining yarn length has
been reached,
comparison of the remaining wind-up time until the performance of the operating step
is due with the said travelling time of the device to the corresponding operating
position,
determination of a sequence of movements for the device to a predetermined number
of operating positions in such manner that a shortest possible waiting time (tu) is obtained until carrying out of the operating step for the operating positions.
2. Method for optimising the sequence of operating steps in a textile machine having
a predetermined number of operating positions at each of which a respective yarn is
wound in a wind-up position to produce a yarn package with a predetermined yarn length,
and with a device travelling automatically to the operating positions in order to
perform the respective operating step at the respective operating positions and with
a calculation unit for performing the optimisation, the method comprising the following
steps:
Measurement fo the instantaneous yarn length at each package to be wound up at the
wind-up positions and registration of this length,
determination of an achieved predetermined remaining yarn length at the packages and
calculation of the remaining wind-up time until the performance of the operating step
is due,
the method being characterised by,
the possibility of producing packages with a predetermined excess length exceeding
the predetermined yarn length,
determining the position of the said device, calculating the individual travelling
times of the device from the determined position to those operating positions at which
the predetermined remaining yarn length has been reached,
comparison of the remaining wind-up time until the performance of the operating step
is due with the said travelling time of the device to the corresponding operating
position,
determination of a sequence of movements for the device to a predetermined number
of operating positions in such manner that a shortest possible excess length is obtained
for the operating positions until performance of the operating step.
3. Method according to claim 1 or 2 characterised in that the sequence of movements
for the device comprises three operating positions, but that after performance of
the first operating step the sequence is newly calculated and is newly selected, if
necessary.
4. Method according to claim 3 characterised in that the operating position is a spinning
position and the operating step is a package change.
5. Method according to one of claims 1 to 4 characterised in that the operating step
additionally comprises a fresh start to spinning.
6. Method according to claim 1 or 2 characterised in that the operating position is
a spinning position of a rotor spinning machine and the operating step is cleaning
of a rotor of a spinning position.
7. Method according to claim 6 characterised in that the operating step is cleaning
of a rotor of a spinning position of a rotor spinning machine at a predetermined time
before production of a full package, the spinning process being stopped for the cleaning
step and spinning being started again after cleaning for continuation of the spinning
process until the production of the full package.
8. Textile machine for carrying out the method according to the preceding claims characterised
in that the operating positions arranged in a row each have a respective wind-up device
for receiving packages, in that also a device automatically travelling along the operating
positions is provided for carrying out the operating steps at the operating positions,
and in that for each operating position a yarn length measuring unit is provided and
also a positioning unit for determining the position of the device, and further in
that a calculator unit is provided which carries out the optimisation and controls
the movements of the device to the operating positions and the performance of the
operating steps.
1. Procédé pour optimaliser la sériation d'événements de travail dans une machine
textile,
- avec un nombre donné de postes de travail, où, à chaque poste, un fil est renvidé
dans un poste de renvidage, afin de produire une bobine de fil avec une longuer de
fil déterminée à l'avance,
- ainsi qu'avec un dispositif déplaçable automatiquement vers les postes de travail,
afin d'exécuter chaque événement de travail à chaque poste de travail, et
-avec une unité calculatrice pour l'exécution de l'optimalisation,
-où le procédé comprend les étapes suivantes:
- mesure de la longueur momentanée de fil renvidé de chaque bobine à chaque poste
de renvidage et enregistrement de cette longueur,
-constatation de l'obtention d'une longueur de fil restante donnée sur les bobines
et recherche du temps de renvidage à faire, jusqu'à l'échéance de l'exécution de l'événement
de travail,
le procédé étant caractérisé par
--la détermination de la position du dispositif mentionné,
- la calculation des temps individuels de déplacement du dispositif, depuis la position
constatée jusqu'aux postes de travail où la longeur de fil restante donnée a été atteinte,
- la comparaison du temps de renvidage restant jusqu'à l'échéance de l'exécution de
l'événement de travail avec le temps de déplacement cité du dispositif jusqu'au poste
de travail correspondant,
- la recherche d'une sériation pour le déplacement du dispositif pour un nombre donné
de postes de travail, et ceci de telle façon que l'on obtienne le temps d'attente
le plus court possible (tu) jusqu'à l'exécution de l'événement de travail.
2. Procédé pour optimaliser la sériation d'événements de travail dans une machine
textile,
- avec un nombre donné de postes de travail, où, à chaque poste, un fil est renvidé
dans un poste de renvidage, afin de produire une bobine de fil avec une longueur de
fil déterminée à l'avance,
- ainsi qu'avec un dispositif déplaçable automatiquement vers les postes de travail,
afin d'exécuter chaque événement de travail à chaque poste de travail, et
-avec une unité calculatrice pour l'exécution de l'optimalisation,
-où le procédé comprend les étapes suivantes:
- mesure de la longueur momentanée de fil renvidé de chaque bobine à chaque poste
de renvidage et enregistrement de cette longueur,
- constatation de l'obtention d'une longueur de fil restante donnée sur les bobines
et recherche du temps de renvidage à faire, jusqu'à l'échéance de l'exécution de l'événement
de travail,
le procédé étant caractérisé par
- la possibilité de fabriquer les bobines avec une surlongueur donnée dépassant la
longueur de fil donnée,
- la détermination de la position du dispositif mentionné,
- la calculation des temps individuels de déplacement du dispositif, depuis la position
constatée jusqu'aux postes de travail où la longueur de fil restante donnée a été
atteinte,
- la comparaison du temps de renvidage restant jusqu'à l'échéance de l'exécution de
l'événement de travail avec le temps de déplacement cité du dispositif jusqu'au poste
de travail correspondant,
- la recherche d'une sériation pour le déplacement du dispositif pour un nombre donné
de postes de travail, et ceci de telle façon que l'on obtienne une surlongueur la
plus courte possible pour les postes de travail jusqu'à l'exécution de l'événement
de travail.
3. Procédé selon revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que, pour le déplacement
du dispositif, la sériation comprend trois postes de travail, que pourtant, après
l'exécution du premier événement de travail, la sériation est à nouveau déterminée
et, si nécessaire, à nouveau choisie.
4. Procédé selon revendication 3, caractérisé par le fait que le poste de travail
est un poste de filage, et que l'événement de travail est un changement de bobine.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'événement
de travail comprend, encore en plus, un nouveau commencement de filage.
6. Procédé selon revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le poste de travail
est un poste de filage d'une machine à filer à turbines, et que l'événement de travail
est le nettoyage d'une turbine dans un poste de filage.
7. Procédé selon revendication 6, caractérisé par le fait que l'événement de travail
est un nettoyage d'une turbine d'un poste de filage d'une machine à filer à turbines,
à un moment donné avant la fabrication d'une bobine terminée, pendant lequel le procédé
de filage est mis à l'arrét pour le nettoyage, et après lequel la bobine est à nouveau
rattachée, pour la continuation du procédé de filage, jusqu'à la fabrication de la
bobine terminée.
8. Machine textile pour l'exécution du procédé selon les revendications précédentes,
caractérisée par le fait
- que celle-ci possède des postes de travail mis en rangée l'un après l'autre, chacun
avec un dispositif de renvidage pour la réception de bobines,
-que, en plus, un dispositif déplaçable automatiquement le long des postes de travail
est prévu pour l'exécution d'événements de travail dans les postes de travail,
- que, pour chaque poste de travail, sont prévues une unité de mesure de longueur
de fil et une unité de positionnement pour la constation du positionnement du dispositif,
- ainsi qu'une unité calculatrice est prévue pour exécuter l'optimalisation et diriger
le déplacement du dispositif vers les postes de travail et l'exécution des événements
de travail.