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EP 0 091 424 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.05.1987 Patentblatt 1987/21 |
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Anmeldetag: 21.03.1983 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B30B 9/24 |
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Siebbandpresse
Filter belt press
Filtre-presse à bandes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
01.04.1982 AT 1303/82
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.10.1983 Patentblatt 1983/41 |
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Anmelder: VOEST-ALPINE Aktiengesellschaft |
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A-1011 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Wolkenstein, Robert
A-8940 Liezen (AT)
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Vertreter: Kretschmer, Adolf et al |
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Gustav Tschermakgasse 14 A-1180 Wien A-1180 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Siebbandpresse, bei welcher das zu entwässernde
Material zwischen zwei in sich geschlossenen Siebbändern gepreßt und über eine Mehrzahl
von Rollen oder Walzen geführt wird, wobei beide Bänder gesondert im Bereich der Seite,
an welcher das entwässerte Material abgeworfen wird, über angetriebene Walzen geführt
sind.
[0002] Eine derartige Siebbandpresse ist beispielsweise der DE-A-2127 974 zu entnehmen.
Bei derartigen Siebbandpressen ist es auch bekannt, das zu entwässernde Material zunächst
in einer Seib- und danach in einer Keilzone, in welcher die beiden Siebbänder konvergierend
zueinander geführt sind, vorzuentwässern und über Entwässerungstrommeln zu führen,
wobei in der Regel die erste Entwässerungstrommel den Durchtritt des Wassers nicht
nur durch das äußere der beiden Siebbänder, sondern auch durch das innere der beiden
Siebbänder gestattet. Es ist weiters bekannt, an eine derartige Siebbandpresse eine
weitere Stufe anzuschließen, bei welcher die beiden Siebbänder unter häufiger Umlenkung
ihrer Bewegungsrichtung einem eventuell erhähten Preßdruck gegeneinander ausgesetzt
sind. Üblicherweise weisen derartige Siebbandpressen wenigstens für eines der beiden
Siebbänder eine nahe dem Abwurfende der Siebbandpresse angeordnete angetriebene Walze
oder Rolle auf, welche unmittelbar auf das Siebband einwirkt. Insbesondere bei schlecht
entwässerbaren Schlämmen oder auch höheren Forderungen an den Entwässerungsgrad ist
eine über das normale Maß hinausgehende Anzahl von Entwässerungsrollen bzw. Entwässerungswalzen
in der Siebbandoder Filterbandpresse erforderlich. Wenn nun die durch den Bandantrieb
bewirkte Zugspannung in den Filterbändern auf mehrere Entwässerungsrollen wirkt, dann
wird durch den Reibungswiderstand diese Zugkraft in der Presse mit zunehmendem Abstand
von der angetriebenen Walze oder Rolle geringer.
[0003] Aus der US-A-3446 139 ist eine Weinpresse bekanntgeworden, bei welcher elastische
Bänder über Rollen geführt werden und die Bänder jeweils gemeinsam über angetriebene
Rollen geführt werden. Durch einen speziellen Antrieb soll die Bandspannung durch
eine unterschiedliche Geschwindigkeit der Rollen in Bewegungsrichtung kontinuierlich
gesteigert werden. Die DE-A-2 431 572 zeigt und beschreibt eine Siebbandpresse, bei
der das zu entwässernde Material zwischen zwei in sich geschlossenen Bändern gepreßt
über eine Mehrzahl von Walzen geführt ist, wobei die Bänder an abwurfseitigen Enden
über getrennt angetriebene Rollen geführt sind und für eine wirkungsvolle Entwässerung
die Bänder mit unterschliedlichen Geschwindigkeiten angetrieben werden.
[0004] Die Erfindung zielt nun darauf ab, die Zugspannung in der Siebband- oder Filterbandpresse
zu vergleichmäßigen und damit die Entwässerungsleistung der Siebbandpresse zu verbessern.
Zur Läsung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß beide Bänder von Siebbändern
gebildet sind, daß zusätzlich in dem Bereich, in welchem die Siebbänder gemeinsam
über Walzen geführt sind, wenigstens eine Walze angetrieben ist, daß wenigstens eine
der angetriebenen Walzen, über welche die beiden Siebbänder gemeinsam geführt sind,
im mittleren Bereich der Gruppe derjenigen Walzen, über welche die beiden Siebbänder
gemeinsam geführt sind, liegt und daß die angetriebenen Walzen durch wenigstens eine
nicht angetriebene Walze getrennt sind. Überraschenderweise hat sich hiebei herausgestellt,
daß der Entwässerungsgrad, insbesondere bei schlecht entwässerbaren Schlämmen, auf
diese Weise wesentlich erhöht werden kann. Durch die Ausbildung, daß eine angetriebene
Walze oder Rolle wie in konventioneller Weise nahe dem Abwurfende der Bandpresse angeordnet
ist und die zusätzliche Antriebsrolle oder -walze etwa in der Mitte der Entwässerungsrollenreihe
angebracht ist, kann die antriebsbedingte Bandspannung vergleichmäßigt, das heißt,
der sonst eintretende Zugspannungsabfall im ersten Teil vermieden bzw. eingestellt
werden. Die bevorzugt im mittleren Bereich angeordnete zusätzlich angetriebene Walze
wirkt an ihrem Umfang mit einem Sieb- oder Filterband zusammen, welches am abwurfseitigen
Ende nochmals angetrieben wird. Das außen liegende und nicht unmittelbar von dieser
zusätzlich angetriebenen Walze oder Rolle erfaßte Siebband kann gleichfalls durch
eine weitere, im mittleren Bereich der Siebbandpresse angeordnete angetriebene Rolle
oder Walze unmittelbar angetrieben werden, wodurch sich die Bandspannung weiter vergleichmäßigen
läßt. Durch die Anordnung einer nicht angetriebenen Walze zwischen den angetriebenen
Walzen wird die Wirkung weiter erhöht.
[0005] Es wurde durch den Antrieb der weiteren, von beiden Siebbändern umschlungenen Walze
oder Rolle, welche von der ein gesondert rücklaufendes Siebband antreibenden Walze
oder Rolle durch wenigstens eine nicht angetriebene Rolle oder Walze getrennt ist,
eine Verbesserung der Entwässerungsleistung von 32 % Restfeuchte auf 27 Restfeuchte
gemessen.
[0006] Es entspricht einer bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes, daß wenigstens
zwei angetriebene Rollen oder Walzen einen jeweils gesonderten und regelbaren Antrieb
aufweisen. Diese Ausbildung ermäglicht es, neben der generellen Bandgeschwindigkeitsregelung
die Umfangsgeschwindigkeit der zweiten angetriebenen Walze oder Rolle gegenüber der
ersten angetriebenen Walze oder Rolle geringfügig zu verändern, so daß zwischen den
beiden angetriebenen Rollen ein erhöhter Preßdruck und damit eine intensivere Entwässerung
eingestellt werden kann. Üblicherweise werden die angetriebenen Rollen jedoch zu einer
synchronen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben, was z. B. durch regelbare Getriebemotoren
und vorteilhaft unter Ausnützung der drehmomentabhängigen Geschwindigkeitselastizität
von Elektromotoren möglich ist.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert.
[0008] In der Zeichnung ist die Sieb- oder Filterbandpresse mit 1 bezeichnet. Innerhalb
dieser Sieb- oder Filterbandpresse werden zwei Sieb- oder Filterbänder 2, 3 im geschlossenen
Kreislauf geführt und es sind Spannrollen 4 für die Einstellung der korrekten Bandspannung
vorgesehen. Die Sieboder Filterbänder 2, 3 werden vor einer ersten Entwässerungstrommel
5 zusammengeführt, wobei das zu entwässernde Material in den Spalt zwischen den beiden
Sieboder Filterbändern 2 und 3 eingebracht wird. Die beiden Sieb - oder Filterbänder
2, 3 werden in der Folge über Entwässerungsrollen 6 und 7 geführt. Die Umlenkrollen
für die Sieb- oder Filterbänder sind mit 8 bezeichnet. Am abwurfseitigen Ende ist
für jedes Siebband 2 bzw. 3 eine Umlenkrolle 8, über welche das jeweilige Siebband
gesondert vom jeweils anderen Siebband geführt ist, mit einem Antrieb 10 ausgestattet.
Mit dem Sieboder Filterband 2 wirkt eine weitere Antriebsrolle, deren Antrieb mit
9 bezeichnet ist, zusammen. Der in seinen Einzelheiten nicht dargestellte Antrieb
9,10 für die Antriebsrollen ist regelbar und einstellbar. Zusätzlich zu den Umlenkrollen
8, welche einen Antrieb 10 aufweisen, und der weiteren Antriebsrolle mit dem Antrieb
9 kann auch eine Entwässerungsrolle 7, welche mit dem anderen Sieb- oder Filterband
3 zusammenwirkt, in analoger Weise mit einem Antrieb versehen werden. In jedem Fall
ist das andere Siebband 3 zumindest durch eine Umlenkrolle 8 in demjenigen Bereich,
in welchem dieses Siebband gesondert rückläuft, mit einem Antrieb versehen.
[0009] Mit 11 sind Steuerrollen bezeichnet, mit welchen der Bandverlauf kontrolliert werden
kann.
[0010] Die angetriebenen Rollen mit den Antrieben 9 und 10 sind zur Vermittlung einer synchronen
Bandgeschwindigkeit beispielsweise durch nicht dargestellte regelbare Getriebemotoren
angetrieben. Eine geringfügige Verzögerung der Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen
Rolle 10 führt zu einer Erhöhung des Anpreßdruckes im Bereich der zwischengeschalteten
Entwässerungsrollen 6 und kann eine zusätzliche Verbesserung der Entwässerungswirkung
bewirken.
1. Siebbandpresse (1), bei welcher das zu entwässernde Material zwischen zwei in sich
geschlossenen Bändern (2, 3) gepreßt und über eine Mehrzahl von Rollen oder Walzen
geführt wird, wobei beide Bänder gesondert im Bereich der Seite, an welcher das entwässerte
Material abgeworfen wird, über angetriebene Walzen (8) geführt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Bänder von Siebbändern (2, 3) gebildet sind, daß zusätzlich in dem Bereich,
in welchem die Siebbänder (2, 3) gemeinsam über Walzen geführt sind, wenigstens eine
Walze (9) angetrieben ist, daß wenigstens eine der angetriebenen Walzen (9), über
welche die beiden Siebbänder (2, 3) gemeinsam geführt sind, im mittleren Bereich der
Gruppe derjenigen Walzen (6), über welche die beiden Siebbänder (2, 3) gemeinsam geführt
sind, liegt und daß die angetriebenen Walzen (8, 9) durch wenigstens eine nicht angetriebene
Walze getrennt sind.
2. Siebbandpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Bereich, in
welchem die Siebbänder (2, 3) gemeinsam über Walzen geführt sind, wenigstens zwei
Walzen (7, 9), an welchen jeweils ein anderes Siebband (2, 3) anliegt, angetrieben
sind.
3. Siebbandpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei
angetriebene Walzen (7, 8, 9) einen jeweils gesonderten und regelbaren Antrieb aufweisen.
1. Filter belt press (1) in which material to be dewatered is subjected to pressure
between two endless belts (2, 3) and is translated over a plurality of rollers or
rolls, both belts being trained around driven rollers (8) separately in the region
of the discharge side for the dewatered material, characterised in that both belts
are screen belts (2, 3), that in addition in the region where the screen belts (2,
3) are cooperatively translated over rollers at least one roller (9) is driven, that
at least one of the driven rollers (9) around which both screen belts (2, 3) are trained
jointly is positioned in a medium region of the group of rollers (6) over which both
screen belts (2, 3) are translated jointly, and that the driven rollers (8, 9) are
separated by at least one idler roller.
2. Filter belt press as claimed in claim 1, characterised in that in the region in
which the screen belts (2, 3) are cooperatively translated over rollers at least two
rollers (7, 9) each engaged by a different screen belt (2, 3) are driven.
3. Filter belt press as claimed in claim 1 oder 2, characterised in that at least
two driven rollers (7, 8, 9) each have a separate, controlled drive means.
1. Presse à bandes filtrantes (1), dans laquelle la substance devant être déshydratée
est comprimée entre deux bandes (2, 3) refermées sur elles mêmes et guidées sur une
multiplicité de rouleaux ou de cylindres, auquel cas les deux bandes sont guidées
séparément au niveau du côté, sur lequel la substance déshydratée est evacuée, par
l'intermédiaire de cylindres (8) entraînés, caractérisée en ce que les deux bandes
sont formées par des bandes filtrantes (2, 3), en ce qu'en outre au moins un cylindre
(9) est entraîné dans la zone dans laquelle les bandes filtrantes (2, 3) sont guidées
en commun sur des cylindres, en ce qu'au moins l'un des cylindres entraînés (9) sur
lequel les deux bandes filtrantes (2, 3) sont guidées en commun, est situé dans la
partie médiane du groupe des cylindres (6), sur lesquels les deux bandes filtrantes
(2, 3) sont guidées en commun, et en ce que les cylindres entraînés (8, 9) sont séparés
par au moins un cylindre non entraîné.
2. Presse à bandes filtrantes selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans
la zone, dans laquelle les bandes filtrantes (2, 3) sont guidées en commun sur des
cylindres sont entraînés au moins deux cylindres (7, 9), sur lesquels se trouve appliquée
respectivement une autre bande filtrante (2, 3).
3. Presse à bandes filtrantes selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au
moins deux cylindres entraînés (7, 8, 9) possèdent un dispositif d'entraînement respectif
séparé et réglable.
