[0001] Die Erfindung geht aus von einem lonisationsfeuermelder der im Oberbegriff des Anspruchs
1 definierten Gattung.
[0002] lonisationsfeuermelder der oben angegebenen Art sind bekannt, beispielsweise aus
der CH-PS Nr. 506148 oder der DE-AS Nr. 2130889. Bei diesen lonisationsfeuermeldern
wird die in der Aussenatmosphäre zugänglichen lonisationskammer (Messkammer) befindliche
Luft durch ein radioaktives Präparat ionisiert und auf Grund der an die beiden Elektroden
der lonisationskammer angelegte Gleichspannung fliesst ein Ionenstrom zwischen den
Elektroden. Treten Rauch, Brandaerosole oder andere Partikel durch die Kammeröffnungen
in die lonisationskammert ein, so ändert sich der elektrische Strom. Die elektrische
Schaltung wertet diese Stromänderung derart aus, dass bei einer bestimmten Herabsetzung
der Leitfähigkeit in der lonisationskammer über die Leitungen ein Alarmsignal an eine
Zentrale abgegeben wird. Bei bekannten derartigen Schaltungen liegt die lonisationskammer
in Serie mit einem Widerstandselement, z. B. einer nahezu abgeschlossenen oder gegen
Brandaerosole unempfindlichen zweiten Referenzionisationskammer, und die Potentialdifferenz
zwischen beiden Kammern wird mit Hilfe eines hochohmigen Verstärkerelementes, z. B.
eines Feldeffekttransistors, bestimmt. Eine weitere Möglichkeit besteht in der periodischen
Abtastung der Aufladung der Elektroden der lonisationskammer.
[0003] Da die verwendeten lonisationskammern im allgemeinen einen Widerstand von mehr als
10
10 Ω besitzen und die elektrische Schaltung einen wesentlich höheren Eingangswiderstand
haben muss, sind lonisationsfeuermelder sehr empfindlich auf Verunreinigungen, welche
den elektrischen Widerstand des isolierenden Teils (Isolationsstrecke) zwischen den
Elektroden der Messkammer herabsetzen. In gleicherweise wie Brandaerosole werden Partikeln
aus der Umgebung des Melders, z. B. Staub, in die Messkammer hineintransportiert und
dort abgelagert, wodurch der elektrische Widerstand der Isolationsstrecke abnimmt.
Dies macht eine häufige Wartung von Feuermeldeanl'agen und eine Reinigung der lonisationsfeuermelder
notwendig.
[0004] Das Problem der Aufrechterhaltung des elektrischen Widerstands wurde gemäss DE-AS
Nr. 2130889 dadurch gelöst, dass die Isolationsstrecke im Inneren der als Aussenelektrode
dienenden, Öffnungen zum Eintritt der umgebenden Luft aufweisenden Haube durch ein
aus dem gleichen hochisolierenden Kunststoff bestehendes Labyrinth abgedeckt wurde.
Dadurch wurde die Kriechstrecke zwischen der Mittelelektrode und der Entgegenelektrode
vor der Verschmutzung geschützt und der der Verschmutzung ausgesetzte Kriechweg wurde
durch die ringförmigen Stege des Labyrinths um mehr als das Vierfache verlängert.
Es war so möglich den Zeitraum bis zum Unwirksamwerden des Melders erheblich zu verlängern,
d. h. die Serviceintervalle konnten vergrössert werden. Kunststoffe unterliegen jedoch
der natürlichen Alterung, die durch Einwirkung des Luftsauerstoffs (z. T. auch Ozon)
oder agressiver Ingredienzien in der umgebenden Luft und in den bei der Melderrevision
verwendeten Reinigungsmitteln beschleunigtwerden kann. Solchekorrosiven Stoffe sind
in der normalen Umgebungsluft zwar in äusserst geringer Konzentration vorhanden, können
in spezieller Umgebung jedoch beträchtliche Werte annehmen. Schliesslich ist die Dauer
der Einwirkung nicht zu vernachlässigen sowie die Tatsache, dass durch die im Melder
vorhandene radioaktive Quelle die Luft ionisiert wird, wodurch Ozon und andere, das
Meldermaterial angreifende Stoffe gerade im Melderinnern gebildet werden. Da die Atmosphäre
zwischen das Labyrinth und die Isolierstrecke eindringen kann, bleibt das Problem
der Alterung der Isolationsstrecke bestehen.
[0005] Die Reinigung der Melder bei der Revision stellte auch bisher kein Problem dar, aber
die wiederholte Reinigung unter Aufrechterhaltung der hohen Oberflächenisolationswerte
von ca. 10
10 Q über längere Zeit war immer noch problematisch.
[0006] Die Suche nach Materialien mit genügend hoher Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse
(Lösungsmitteldämpfe, Insektizide} führte zu keinem befriedigenden Ergebnis, da es
nicht möglich war, einen Kunststoff zu finden, der optimale Eigenschaften im Hinblick
auf sämtliche Umwelteinflüsse besitzt.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen lonisationsfeuermelder
der eingangs genannten Art zu schaffen, der die vorstehend erwähnten Nachteile nicht
aufweist und bei dem insbesondere der Isolationswert des isolierenden Teils zwischen
den Elektroden über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 definierten Merkmale gelöst.
[0009] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen lonisationsmelders
weist das isolierende Teil drei aus unterschiedlichen isolierenden Materialien bestehende
Bereiche auf. Besonders bevorzugt ist es, den ersten Bereich beispielsweise aus einem
Polycarbonat, den zweiten Teil beispielsweise aus einem Epoxidharz und den dritten
Bereich beispielsweise aus einem Polyester herzustellen.
[0010] Im folgenden werden anhand der Fig. 1 ein lonisationsfeuermelder des Standes der
Technik und anhand der Fig. 2 eine beispielsweise gewählte Ausführungsform eines erfindungsgemässen
lonisationsfeuermelders beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen lonisationsfeuermelder nach dem Stand der Technik im Schnitt;
Fig. 2 einen lonisationsfeuermelder nach der Erfindung im Schnitt.
[0011] Der in Fig. 1 dargestellte Melder besteht aus einer metallischen Haube 1, welche
Öffnungen 2 und 3 zum Eintritt der umgebenden Luft aufweist. Im Inneren der Haube
1 ist ein Labyrinth 4 aus hochisolierendem Kunststoff angeordnet, weiches im Inneren
eine Anzahl kreisringförmig angeordneter Stege 5 zur Verlängerung der Kriechwege aufweist.
In der Mitte des Labyrinths 4 befindet sich die stempelförmige Mittelelektrode 6.
Die Aussenelektrode wird von der metallischen Haube 1 gebildet. Die beiden Elektroden
sind durch nichtdargestellte Verbindungsmittel - zum Teil lösbar - mit einem isolierenden
Teil 7 verbunden. Das isolierende Teil 7 und das Labyrinth 4 sind aus dem gleichen
Kunststoff, vorzugsweise Polycarbonat, z. B. Makrolon", hergestellt.
[0012] In Fig. 2 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen lonisationsfeuermelders
im Schnitt dargestellt. Der lonisationsfeuermelder besteht ebenfalls aus einer metallischen
Haube 1, welche Öffnungen 3 zum Eintritt der umgebenden- Luft aufweist. Die Gegenelektrode
6, die in der Mitte der der Aussenatmosphäre züganglichen lonisationskammer 11 angeordnet
ist, befindet sich auf einer zentralen Erhöhung 8 des isolierenden Teils 7. Zwischen
der Mittelelektrode 6 und der die andere Elektrode bildenden metallischen Haube 1
ist das isolierende Teil in einen ersten Bereich 8 aus einem Polycarbonat, einen zweiten
Bereich 9, welcher aus einem Epoxidharz besteht, und einen dritten Bereich 10, welcher
aus einem Polyester besteht, unterteilt.
[0013] Durch diese Anordnung wird erreicht, dass ein Kriechstrom, der sich zwischen der
Mittelelektrode 6 und der die Aussenelektrode bildenden metallischen Haube 1 ausbildet,
über drei Isolierstrekken aus unterschiedlichem Kunststoffmaterial führt. Als Material
für den ersten Bereich 8 kommen thermoplastische Polyester, d. h. Polykondensationsprodukte
der Kohlensäure mit Diolen, in Frage. Diese Polycarbonate sind beständig gegen Wasser,
Neutralsalzlösungen, Mineralsäuren, beispielsweise auch gegen Flusssäure, wässerige
Lösungen von Oxidationsmitteln, Kohlenwasserstoffe, Öle, Fette usw. Insbesondere wird
dieser Bereich der Isolationsstrecke aus Makrolon
@ hergestellt. Der zweite Bereich 9 wird vorzugsweise aus einem Duroplast aus Epoxiden
mit Polyolen hergestellt. In diese aus Epoxidharz gebildete Vergussmasse können die
elektronischen Bauteile des lonisationsfeuermelders eingebettet werden. Die Epoxidharze
sind widerstandsfähig gegen atmosphärische Einflüsse, gegen Wasser, Säuren, Laugen,
Öl, Benzin, Benzol usw. Der dritte Bereich 10 wird vorzugsweise aus einem Polykondensationsprodukt
von mehrwertigen Alkoholen (Diolen, Polyolen) mit mehrbasischen Carbonsäuren hergestellt.
Diese Polyester sind gegen alle organischen Lösungsmittel beständig, sind jedoch gegen
Wasser und Alkalien sowie gegen Säuren oberhalb von 70° C, weniger beständig. Zur
Verbesserung der Isolationsfähigkeit des isolierenden Teils 7 können ein oder mehrere
der verschiedenen Bereiche 8, 9, 10 mit ringförmigen Erhebungen zur Verlängerung des
Kriechwegs ausgestattet werden, ohne dass dadurch das Verfahren zur Herstellung des
isolierenden Teils wesentlich komplizierter wird.
[0014] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemässen lonisationsfeuermelders besteht darin,
dass die Isolationsfähigkeit des isolierenden Teils 7 über wesentlich längere Zeiträume
erhalten bleibt als bei den bekannten lonisationsfeuermeldern. Wird nämlich der Oberflächenwiderstand
eines der das isolierende Teil 7 bildenden Kunststoffe durch die Einwirkung agressiver
Ingredienzien aus der Atmosphäre oder durch wenn auch noch so geringe Schädigung durch
die Reinigungs- oder Trocknungsmittel verringert, so bleibt aufgrund der unterschiedlichen
chemischen Zusammensetzung der einzelnen Bereiche immer noch die lsolationsfähigkeit
mindestens eines der anderen Bereiche erhalten. Es wird zwar bei der Ausarbeitung
der technologischen Verfahrensvorschriften für das Reinigen von Kunststoffteilen weitgehend
auf die chemische Beschaffenheit der Kunststoffteile Rücksicht genommen. Da jedoch
die Zusammensetzung des auf der Isolationsstrecke abgeschiedenen Staubs nicht bekannt
ist, muss häufig mit sehr aktiven Reinigungsmitteln, z. B. Lösungen von RBS, gearbeitet
werden. Um eine rationelle Melderrevision zu ermöglichen, müssen die Melderteile im
Anschluss an die Reinigung getrocknet werden, wobei Wasserverdrängungsmittel, wie
Isopropylalkohol oder Freon, angewendet werden. Die Aufrechterhaltung der Oberflächenbeschaffenheit
der Kunststoffteile kann daher auf die Dauer nicht garantiert werden. Werden jedoch
die einzelnen Bereiche des isolierenden Teils 7 aus Kunststoffen unterschiedlicher
chemischer Widerstandsfähigkeit hergestellt, so ist die Gefahr, dass die Isoliationsfähigkeit
des gesamten isolierenden Teils 7 unter eine noch akzeptable Grenze sinkt, erheblich
geringer als bei den bekannten lonisationsfeuermeldern.
[0015] Selbstverständlich ist es möglich, anstelle der vorstehend genannten Kunststoffe
andere Kunststoffe einzusetzen, wenn darauf geachtet wird, dass die Resistenz gegen
äussere Einwirkungen bei den verwendeten Kunststoffen möglichst unterschiedlich ist.
Der Erfindungsgedanke, nämlich Isolationsstrecken dadurch widerstandsfähiger zu machen,
dass sie in Bereiche unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung aufgeteilt werden,
ist vorstehend für lonisationsbrandmelder beschrieben. Aber auch die Isolationsstrecken
anderer Brandmelder, bei denen es auf einen hohen Eingangswiderstand einer Verstärkungsstufe
ankommt, können dadurch erheblich verbessert werden, dass man bei der Herstellung
der Isolationsstrecken Bereiche unterschiedlicher Kunststoffe in Serie anordnet.
1. lonisationsrauchmelder mit einer ein radioaktives Präparat enthaltenden und zwei
durch ein isolierendes Teil (7) getrennte Elektroden (1, 6) aufweisenden, der Aussenatmosphäre
zugänglichen lonisationskammer, wobei die eine Elektrode (6) als Mittelelektrode ausgebildet
ist und die andere Elektrode (1 ) aus einer Öffnungen (3) zum Eintritt der umgebenden
Luft aufweisenden Haube (1) besteht, welche die Begrenzung der der Aussenatmosphäre
zugänglichen lonisationskammer (11) gegen die Aussenatmosphäre bildet, sowie einer
elektrischen Schaltung zur Signal-und Alarmgabe, dadurch gekennzeichnet, dass das
isolierende Teil (7) mindestens zwei aus unterschiedlichen isolierenden Materialien
bestehende Bereiche (8, 9, 10) aufweist, die praktisch konzentrisch zwischen den Elektroden
(1, 6) angeordnet sind, so dass der Kriechweg zwischen diesen Elektroden über sämtliche
dieser Bereiche (8, 9,10) führt.
2. lonisationsmelder gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das isolierende
Teil (7) drei aus unterschiedlichen isolierenden Materialien bestehende Bereiche (8,
9, 10) aufweist.
3. lonisationsmelder gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Bereich
(8) aus einem Polycarbonat, ein zweiter Bereich (9) aus einem Epoxidharz und ein dritter
Bereich (10) aus einem Polyester besteht.
1. Ionization smoke detector with an ionization chamber accessible for ambient atmosphere,
comprising a radioactive preparation and two electrodes (1, 6) separated by an insulating
member (7), the one electrode (6) being constructed so as to form a central electrode
and the other electrode (1) being constructed so as to form a hood provided with apertures
(3) for the entry of the ambient atmosphere, said hood delimiting said ionization
chamber (11) accessible for ambient atmosphere relative to the ambient atmosphere
and with an electrical circuit to trigger a signal or an alarm, characterized in that
the insulating member (7) comprises at least two regions (8, 9, 10) composed of different
insulating materials, which regions are arranged substantially concentrically between
said electrodes (1,6) such that the creepage path between said electrodes extends
across all said regions (8, 9, 10).
2. The ionization smoke detector according to Claim 1, characterized in that said
insulating member (7) comprises three regions composed of different insulating materials.
3. The ionization smoke detector according to Claim 2, characterized in that a first
one (8) of said three regions is composed of a polycarbonate, a second one (9) of
said three regions is composed of an epoxide resin and a third one (10) of said three
regions is composed of a polyester.
1. Détecteur de fumée à ionisation comportant une chambre d'ionisation contenant une
préparation radio-active et comportant deux électrodes (1, 6) séparées par une partie
isolante (7), et accessible pour l'atmosphère extérieure et dans laquelle une électrode
(6) est réalisée sous la forme d'une électrode centrale tandis que l'autre électrode
(1 ) est constituée par un capot (1 ) comportant des ouvertures (3) servant à laisser
pénétrer l'air environnant et qui forme la limite de la chambre d'ionisation (11),
accessible pour l'atmosphère extérieure, vis-à-vis de cette atmosphère, ainsi qu'un
circuit électrique servant à délivrer un signal et une alarme, caractérisé par le
fait que la partie isolante (7) comporte au moins deux zones (8, 9, 10) constituées
par des matériaux isolants différents et qui sont disposées pratiquement concentriquement
entre les électrodes (1, 6) de telle sorte que la voie de fuite entre ces électrodes
s'étend sur l'ensemble de ces zones (8, 9,10).
2. Détecteur à ionisation selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie
isolante (7) comporte trois zones (8, 9, 10) constituées en des matériaux isolants
différents.
3. Détecteur à ionisation suivant la revendication 2, caractérisé par le fait qu'une
première zone (8) est constituée par un polycarbonate, une seconde zone (9) est constituée
par une résine époxy et une troisième zone (10) est constituée par un polyester.