(19)
(11) EP 0 091 713 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.10.1983  Patentblatt  1983/42

(21) Anmeldenummer: 83200473.3

(22) Anmeldetag:  05.04.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B26D 7/01
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 08.04.1982 CH 2194/82

(71) Anmelder: DE LA RUE GIORI S.A.
CH-1003 Lausanne (CH)

(72) Erfinder:
  • Kühfuss, Runwalt
    CH-1018 Lausanne (CH)

(74) Vertreter: Jörchel, Dietrich R.A. et al
c/o BUGNION S.A. Conseils en Propriété Industrielle 10, route de Florissant Case postale 375
1211 Genève 12 Champel
1211 Genève 12 Champel (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zur Herstellung druckfrischer, auf Format geschnittener Wertscheine und automatische Schneidmaschine zur Durchführung des Verfahrens


    (57) Bogenstapel (S5) aus Wertscheinbogen (10), welche matrizenförmig angeordnete Wertscheindrucke aufweisen, wereden unter schrittweisem Vorschub automatisch zunächst in Streifenlagen (18) und dann in Wertscheinbündel (19) zerschnitten. Die Längen der Vorschubbewegungen der Vorschubvorrichtung (26), welche die Bogenstapel schrittweise beim Streifenschnitt vorschiebt, werden durch ein am Streifenschneidwerk (27) vorgesehenes Lesegerät (28) jeweils bei Ablesung einer Randmarkierung gesteuert,
    Da diese auf der Druckplatte vorgesehenen Markierungen zwangsläufig im Laufe des Betriebs zunehmende Druckplattendehnung mitmachen,
    wird auf diese Weise eine automatische Steuerung der Vorschübe zwischen aufeinanderfolgenden Schnitten derart erreicht, dass die Zentrierung des Druckbildes auf den Wertscheinen relativ zum unbedruckten Wertscheinrand trotz der zunehmenden Druckplattendehnung wesentlich genauer aufrechterhalten wird, als das bisher der Fall ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und auf eine automatische Schneidmaschine zur Durchführung des Verfahrens.

    [0002] Bei der Fertigung von Wertscheinen, insbesondere von Banknoten, werden im allgemeinen zunächst Wertscheinbogen mit einer bestimmten Anzahl von Nutzen, das heisst mit einer bestimmten Anzahl von matrizenförmig angeordneten Wertscheindrucken, hergestellt und dann diese Bogen stapelweise Schritt für Schritt in Streifenlagen und anschliessend die Streifenlagen in Wertscheinbündel zerschnitten, wobei die Einzelwertscheine der Bündel ihr fertiges Format erhalten. Beim Einsatz automatisch arbeitender Schneidmaschinen werden die Vorschublängen beim schrittweisen Vorschub der Bogenstapel und der Streifenlagen jeweils aufgrund eines einmal eingestellten Vorschubprogramms fest vorgegeben, und zwar in Abhängigkeit von der Wertscheingrösse bzw. dem gewünschten Wertscheinformat. Die anfallenden, fertig geschnittenen Wertscheine sind daher natürlich alle gleich gross. Diese einheitliche Wertscheingrösse ist für die automatische Weiterverarbeitung, Sortierung und Verpackung der Wertscheinbündel vorteilhaft.

    [0003] Nun ist es jedoch aus ästhetischen Gründen und auch aus Gründen der Fälschungssicherheit wünschenswert, dass das Druckbild eines Wertscheins stets zentriert innerhalb der Wertscheinränder oder, wie man sagt, stets exakt im Spiegel liegt. Diese Bedingung lässt sich bisher immer dann nicht exakt erfüllen, wenn der Wertscheindruck einen direkten Tiefdruck, insbesondere einen Stahlstichdruck, einschliesst, bei welchem die Druckplatten einem sehr hohen Anpressdruck unterliegen und unter der Wirkung dieser Kräfte im Laufe des Betriebs eine allmähliche Dehnung erfahren, das heisst zunehmend länger und auch breiter werden, wobei diese Verbreiterung längs der Druckplatte in zum Drehsinn des Plattenzylinders entgegengesetzter Richtung grösser wird. Die schematische Gestalt einer derart verformten, etwa trapezförmiger Druckplatte entspricht dem Umriss 11' in der später noch näher erläuterten Figur 2. Entsprechend der Verlängerung und Verbreiterung der Druckplatte ändern sich Grösse und Positionen der Aufdrucke, so dass beim automatischen Schneiden der Bogenstapel mit konstanten Vorschublängen fertig geschnittene Wertscheine anfallen, bei denen mit zunehmender Zahl der Drucke das Druckbild immer mehr aus seiner zentrierten Lage verschoben und daher der Unterschied in den Breiten der Ränder immer auffallender wird.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, welches es trotz einer im Laufe des Betriebs auftretenden Druckplattenverformung ermöglicht, beim Zerschneiden der Bogenstapel stets Wertscheine zu erhalten, die in Bezug auf die Wertscheinränder wenigstens näherungsweise zentrierte Druckbilder haben.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 sowie, hinsichtlich der Schneidmaschine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, durch die im Patentanspruch 15 angegebenen Merkmale gelöst.

    [0006] Die Aenderung der Vorschublängen kann im einfachsten Falle von Hand aufgrund eines Erfahrungsprogramms durchgeführt werden, das für die betreffenden Druckplatten empirisch und gegebenenfalls auch theoretisch aufgestellt wurde. Man beginnt dann mit der Neueinstellung der Vorschublängen, sobald die Druckplattenverformung ein in der Praxis störendes Ausmass annimmt, was beispielsweise nach 50'000-100'000 Drucken der Fall sein kann. Nach jeweils weiteren 50'000-100'000 Drucken können dann die Längen der Vorschubbewegungen erneut entsprechend geändert und angepasst werden. Die vorzunehmenden Neueinstellungen des ursprünglichen Vorschub-Programms können auch aufgrund einer regelmässigen Inspektion und Ausmessung der Druckplatte nach zum Beispiel je 50'000 oder 100'000 Drucken erfolgen.

    [0007] Es ist auch möglich, die Vorschublängen automatisch durch einen Rechner aufgrund eines für jeden Druckplattentyp vorbereiteten Programms zu steuern, welches mit zunehmender Zahl der Drucke variiert.

    [0008] Eine Längenänderung der einzelnen Vorschübe lässt sich mit handelsüblichen Vorschubeinrichtungen, die unter dem Namen Linearverstärker bekannt sind, besonders genau und einfach durchführen. Diese Linearverstärker haben ein hydraulisches Zylinder-Kolben-System, wobei die dosierte Druckmittelspeisung des hydraulischen Zylinders mit Hilfe eines Schrittmotors erfolgt, der bei jeder Umdrehung das Druckmittel-Einlassventil kurzzeitig öffnet; dadurch wird bei einer Umdrehung des Schrittmotors eine genau dosierte, kleine Druckmittelmenge derart dem Zylinder zugeführt, dass der Kolben einen Vorschub von beispielsweise 0,1 mm ausführt. Ein derartiger hydraulisch gesteuerter Vorschub arbeitet auch mit hinreichend geringer Ansprechzeit.

    [0009] Eine bevorzugte Durchführungsform des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, auf der Druckplatte Druckmarkierungen anzubringen, welche die späteren Schnittlinien definieren und zwangsläufig die Verformungen der Druckplatte mitmachen, und die Vorschubeinrichtungen durch Lesegeräte zu steuern, welche die beim Druckvorgang aufgebrachten Markierungen ablesen. Diese Markierungen werden auf die Ränder der Bogen und gegebenenfalls auf die zwischen den Druckbildern liegenden Bereiche aufgedruckt, welche beim späteren Bogenrandbeschnitt bzw. bei späteren Zwischenschnitten als Abfallstreifen abgeschnitten werden. Auf diese Weise lässt sich die Schneidmaschine als Funktion der Positionen dieser Druckmarkierungen automatisch so steuern, dass stets Wertscheine geschnitten werden, deren Druckbild korrekt oder zumindest wesentlich genauer als bisher zentriert ist.

    [0010] Die Aenderung der Vorschublängen beim Schneiden hat natürlich, wenn man auf Zwischenschnitte verzichtet, zur Folge, dass die fertig geschnittenen Wertscheine, abhängig von der Druckplattenverformung, in ihrer Grösse leicht variieren. Jedoch ist der erzielte Vorteil, dass nämlich das Druckbild der Wertscheine stets wenigstens näherungsweise exakt im Spiegel liegt, wesentlich höher zu bewerten als die etwas unterschiedliche Grösse der anfallenden Wertscheine. Diese wechselnde Grösse nämlich ist in der Praxis überhaupt nicht bemerkbar und könnte allenfalls durch exakte Vermessungen mehrerer Wertscheine festgestellt werden; auch fällt die leicht unterschiedliche Grösse der Wertscheine bei deren Weiterverarbeitung zu verpackten Bündelpaketen praktisch nicht ins Gewicht. Dagegen fällt ein nicht korrekt zentriertes Druckbild dem Betrachter eines Wertscheins sofort auf.

    [0011] Wenn jedoch darauf Wert gelegt wird, dass alle Wertscheine das gleiche konstante Format aufweisen sollen, dann kann selbstverständlich mit Zwischenschnitten gearbeitet werden, was ein etwas aufwendigeres Verfahren darstellt; in diesem Falle müssen die Abfallstreifen im allgemeinen wenigstens etwa 2 mm breit sein, damit einwandfreie Schnitte ausführbar sind.

    [0012] Im allgemeinen fällt der Verformungseffekt der Grundplatte in Längsrichtung stärker ins Gewicht als in Querrichtung, so dass unter Umständen die Vorschublängen nur bei den parallel zum Greiferrand erfolgenden Streifenschnitten geändert zu werden brauchen und bei den Bündelschnitten auf eine Zentrierungskorrektur verzichtet werden kann. Es ist jedoch auch denkbar, dass in bestimmten Fällen nur eine Zentrierungskorrektur bei den Bündelschnitten vorgenommen und bei den Streifenschnitten mit fest vorgegebenen Vorschublängen gearbeitet wird.

    [0013] Zweckmässige weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

    [0014] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

    Figur 1 die schematische Ansicht der wesentlichen Verarbeitungsstationen bei der Fertigung von Wertscheinen gemäss der vorliegenden Erfindung,

    Figur 2 die schematische Ansicht eines mit einer neuen, unverformten Druckplatte bedruckten Wertscheinbogens, welcher 6 x 4 = 24 Wertscheindrucke bzw. Einzelnutzen aufweist und auf welchem die späteren Schnittlinien gestrichelt dargestellt sind; strichpunktiert ist der etwa trapezförmige Umriss des verzerrten Gesamtdruckbildes aller Wertscheindrucke veranschaulicht, wie es eine nach zahlreichen Drucken entsprechend gedehnte Druckplatte erzeugt, wobei die Verzerrung, ebenso wie in den folgenden Figuren, aus Gründen der Anschaulichkeit übertrieben und nicht massstabsgerecht dargestellt ist,

    Figur 3 den Bogen nach Figur 2 mit dem verzerrten Gesamtdruckbild und den strichpunktiert angedeuteten, späteren Schnittlinien, deren Lagen aufgrund der Aenderungen der Vorschublängen korrigiert sind,

    Figur 4 den das Bündelschneidwerk nach Figur 1 einschliessenden Bereich mit den sechs Streifenlagen in schematischer, vergrösserter Darstellung mit den zugeordneten Vorschubeinrichtungen,

    Figur 5 einen 4 x 4 = 16 Wertscheindrucke aufweisenden Bogen mit verzerrtem Druckbild, der unter Verwendung von Zwischenschnitten verarbeitet wird und auf dem die späteren Schnittlinien gestrichelt angedeutet sind, und

    Figur 6 eine der Figur 4 entsprechende Darstellung, welche den Vorschub der vier Streifenlagen des Bogens nach Figur 5 beim Bündelschnitt veranschaulicht.



    [0015] Figur 1 zeigt schematisch diejenigen Verarbeitungsstationen, an denen Verfahrensschritte nach der Erfindung stattfinden. Es wird angenommen, dass die Wertscheinbogen bereits beidseitig im Offsetdruck und ausserdem auf der einen Seite im Stahlstichdruck bedruckt worden sind. Der letzte Druckvorgang für die so vorbereiteten Wertscheinbogen besteht darin, dass auch noch die andere Bogenseite mit einem Stichdruckbild bedruckt wird. Das dafür vorgesehene Stichdruckwerk 20 ist schematisch in Figur 1 angedeutet. Die Wertscheinbogen, die am Eingang des Stichdruckwerks 20 in Form eines Eingangstapels S1 bereitliegen, durchlaufen in bekannter Weise einzeln nacheinander das Stichdruckwerk 20 und werden an dessem Ausgang auf einem Ausgangsstapel S2 gesammelt. Wie angedeutet, haben die einzelnen, fertig bedruckten Bogen 10 je 24 Wertscheindrucke bzw. sogenannte Einzelnutzen, die matrizenförmig in sechs Reihen mit je vier Wertscheindrucken angeordnet sind. In Figur 2 ist vergrössert ein derartiger Bogen 10 mit seinen sechs Wertscheinreihen 1 bis 6 dargestellt; die später auf Format geschnittenen Wertscheine sind mit 12 und die von einen unbedruckten Rand umgebenen eigentlichen Wertscheindrucke mit 13 bezeichnet.

    [0016] Bekanntlich werden die einzelnen Bogen beim Durchlaufen der Druckwerke von Bogengreifern gezogen, die den vorderen Bogenrand halten. Dieser beim Durchlaufen der Druckwerke in Transportrichtung F0 vorn liegende Bogenrand ist der sogenannte Greiferrand 14 (Figuren 1 und 2), und die Wertscheinreihen 1 bis 6 sind parallel zu diesem Greiferrand 14, also quer zur Richtung des Durchlaufs der Bogen durch die Druckwerke, orientiert. Die übrigen drei Bogenränder sind mit 15,16 und 17 bezeichnet.

    [0017] Die fertig bedruckten Bogen 10 des Stapels S2 werden gewöhnlich einer visuellen Qualitätskontrolle unterworfen, bei welcher Bogen mit Fehldrucken ausgesondert werden, und danach zwecks Numerierung der Einzelnutzen von einem Eingangsstapel S3 in eine Numeriermaschine 21 eingegeben und an deren Ausgang auf einem Ausgangsstapel S4 abgelegt.

    [0018] Anschliessend werden die numerierten Bogen stapelweise nacheinander einer automatischen Schneidmaschine zugeführt. Dazu wird nach Figur 1 ein Bogenstapel S5 zunächst in Richtung des Pfeils längs einer Transportstrecke 22 zum Eingang einer Schneidstrecke 24 transportiert und in eine definierte Anfangsposition P1 gebracht, in welcher alle Bogen 10 des Stapels mit ihren Greiferrändern 14 an einem Anschlag 23 ausgerichtet sind. Beim folgenden Transport des Stapels längs der Schneidstrecke 24 in Richtung des Pfeils F1 zum Streifenschneidwerk 27 und während des schrittweisen Vorschubs innerhalb dieses Streifenschneidwerks 27 bilden die Greiferränder 14 die Bogenhinterkanten und damit die für den Streifenschnitt massgebende Bezugskante des Bogenstapels, an welcher in bekannter Weise fingerartige Schieber einer automatischen Vorschubvorrichtung 26 anliegen, um die Stapel vorzuschieben.

    [0019] An der Schneidstrecke 24 befindet sich vor dem Streifenschneidwerk 27 seitlich ein Längsschneidwerk 25, an dem die Stapel gestoppt werden und in welchem ein Seitenrandbeschnitt stattfindet. Es wird hier derjenige Bogenrand beschnitten, welcher beim späteren Bündelschnitt den rückwärtigen Rand der Streifenlagen bildet, das ist im betrachteten Beispiel der in Vorschubrichtung linke Seitenrand 15 der Bogen 10. Danach erfolgt in dem als Querschneidwerk ausgebildeten Streifenschneidwerk 27 zunächst an der Vorderseite des Stapels der Randbeschnitt des vorderen Randes 16 der Bogen 10 (Figur 2), dann wird der Stapel schrittweise durch je einen Schnitt in seine sechs Streifenlagen 18 zerteilt, welche den sechs Wertscheinreihen 1 bis 6 entsprechen, und schliesslich wird auf der Rückseite der letzten Streifenlage der hintere Randbeschnitt des Greiferrandes 14 ausgeführt. Der Papierabfall bei den Randbeschnitten fällt durch eine Abfallklappe. Wenn ein Stapel zerteilt ist, wird automatisch der folgende Stapel zugeführt.

    [0020] Hinter dem Streifenschneidwerk 27 befindet sich eine Banderolierstation 29 mit einer der Nutzenzahl je Streifen entsprechenden Anzahl von einzelnen Banderoliereinrichtungen, im betrachteten Beispiel also vier Banderoliereinrichtungen, die bei jedem Arbeitsgang gleichzeitig betrieben werden, derart, dass jede Streifenlage 18 gleichzeitig an den vier Wertschein- bzw. Nutzenpositionen mit je einer vorgeleimten Banderole 129 umgeben wird.

    [0021] Die fertig banderolierten Streifenlagen 18 werden zunächst im Sinne des Pfeils in Streifenlängsrichtung von der Banderolierstation 29 entfernt und dann längs der Transportstrecke 35, quer zur Streifenlängsrichtung, mittels einer Vorschubvorrichtung 30 zum Eingang der Schneidstrecke 36 bewegt, auf der ein als Querschneidwerk ausgebildetes, automatisches Bündelschneidwerk 33 installiert ist. Am Eingang dieser Schneidstrecke 36 werden jeweils alle zu ein und demselben Bogenstapel S5 gehörenden sechs Streifenlagen 18 in einer definierten Anfangsposition P2 gesammelt, in welcher die im Längsschneidwerk 25 beschnittenen Kanten durch Anlage an einem Anschlag ausgerichtet sind, welcher vom Schiebersystem 31 der Vorschubrichtung 32 gebildet wird. Während in bisher bekannten Installationen eine einzige, allen Streifenlagen gemeinsame Vorschubvorrichtung mit einem Schieber vorgesehen ist, besteht die Vorschubvorrichtung 32 gemäss der Erfindung, wie später noch erläutert, aus einer der Zahl der Streifenlagen 18 je Stapel entsprechenden Anzahl einzelner Vorschubeinrichtungen mit die Streifenlagen individuell bewegenden Schiebern. Alle zu einem Bogenstapel gehörenden sechs Streifenlagen 18, die, wie in Figur 1 angedeutet, mit geringem Abstand nebeneinander angeordnet sind, werden dann mittels der Vorschubvorrichtung 32 im Sinne des Pfeils F2 gemeinsam zum Bündelschneidwerk 33 bewegt, wobei sie in Nuten geführt werden. Im Bündelschneidwerk 33 wird zunächst der dem Bogenseitenrand 17 (Figur 2) entsprechende Vorderrand aller Streifenlagen 18 beschnitten und dann werden schrittweise alle sechs Streifenlagen 18 gleichzeitig durch drei aufeinanderfolgende Schnitte in einzelne Wertscheinbündel 19 zerschnitten, die bereits banderoliert sind und in denen die Wertscheine ihr fertiges Format haben. Bei diesen Vorschüben bilden die beschnittenen rückwärtigen Kanten die für den Bündelschnitt massgebenden Bezugskanten, an denen die Schieber der Vorschubvorrichtung 32 anliegen.

    [0022] Die vorstehend erläuterte Verarbeitung von Wertscheinbogen zu banderolierten Wertscheinbündeln sowie die dazu verwendeten Schneid- und Banderoliermaschinen sind bekannt und beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift CH 612 639 bzw. der amerikanischen Patentschrift US 4 283 902 der gleichen Anmelderin beschrieben, ebenso auch im älteren schweizerischen Patentgesuch 6 740/81 der gleichen Anmelderin.

    [0023] Die auf Format geschnittenen banderolierten Bündel 19 werden auf eine Transportstrecke 37 vorgeschoben und gelangen zu weiteren, hier nicht interessierenden Verarbeitungsstationen, in denen Bündelpakete mit fortlaufend numerierten Wertscheinen einer bestimmten Serie gebildet und dann diese Bündelpakete banderoliert und verpackt werden. Diese weitere Verarbeitung ist beispielsweise Gegenstand der schweizerischen Patentschrift CH 577 426 bzw. der amerikanischen Patentschriften US 3 939 621 und 4 045 944 der gleichen Anmelderin.

    [0024] Ausser der Verwendung individueller Vorschubeinrichtungen zum Vorschub der einzelnen Streifenlagen besteht bei der hier anhand der Figur 1 beschriebenen Schneidmaschine ein weiterer Unterschied zum bekannten Stand der Technik darin, dass aus später noch erläuterten Gründen nur ein Längsschneidwerk 25 zum Randbeschnitt der einen Seitenränder der Bogen vorgesehen ist und der Randbeschnitt auf den gegenüberliegenden Seiten erst im Bündelschneidwerk erfolgt, während es bekannt und üblich ist, anstelle eines Längsschneidwerkes vor dem Streifenschneidwerk 27 zwei gegenüberliegende Längsschneidwerke vorzusehen, welche jeden Stapel gleichzeitig an beiden gegenüberliegenden Seitenrändern auf Format beschneiden.

    [0025] Bisher sind nun alle Vorschublängen bzw. Vorschubschritte, welche beim Streifenschnitt und beim Bündelschnitt die exakten Schnittlinien bestimmen, für den jeweils bearbeiteten Bogentyp ein für allemal fest vorgegeben und werden vor Beginn der Bearbeitungsoperationen in Abhängigkeit vom gegebenen Bogen- und Wertscheinformat und der Nutzenzahl fest an den automatischen Vorschubeinrichtungen eingestellt, welche zu diesem Zwecke elektronisch programmierbar sind. Zu diesen fest eingestellten Werten gehören:

    - der Abstand D=D 0 zwischen der Anfangsposition P1 eines Stapels und derjenigen Stapelposition im Streifenschneidwerk 27, in welcher der Vorderrandbeschnitt erfolgt;

    - die zwischen aufeinanderfolgenden Streifenschnitten erfolgenden Vorschubschritte, welche gleich der Breite a eines Wertscheins 12 sind;

    - der Abstand E=Eo zwischen der Anfangsposition P2 der Streifenlagen 18 und deren Position im Bündelschneidwerk 37, in welcher der erwähnte Randbeschnitt der Vorderränder der Streifenlagen stattfindet und

    - die zwischen aufeinanderfolgenden Bündelschnitten erfolgenden Vorschubschritte, welche jeweils die Länge b eines Wertscheins 12 haben.



    [0026] Gemäss den in Figur 1 angegebenen Definitionen D=D -d und E=Eo-e haben also die erwähnten Abstände, solande die später diskutierten Korrekturen d und e null sind oder nicht berücksichtigt werden, die festen Werte D=Do und E=E .

    [0027] 0

    [0028] Auch gemäss der vorliegenden Erfindung wird, solange die verwendeten Stichdruckplatten neu sind und keine ins Gewicht fallende Dehnung erfahren haben, mit den ursprünglich eingestellten, konstanten Vorschüben D , a, Eo und b gearbeitet. Solange keine merkliche Dehnung der Stichdruckplatten auftritt, ist natürlich der in Figur 2 angegebene Umriss 11 des Gesamtdruckbildes (einschliesslich der späteren Wertscheinränder), entsprechend der exakten ursprünglichen Geometrie und Anordnung der Stichgruben der Druckplatten, genau rechteckförmig, und die in Figur 2 ebenfalls rechteckig dargestellten Wertscheindrucke 13 sind alle unverzerrt und gleich gross und liegen, nachdem der Bogen 10 längs der gestrichelt eingezeichneten Schnittlinien in Wertscheine 12 mit stets dem gleichen Format a x b zerschnitten worden sind, immer zentriert im Bezug auf die unbedruckte Wertscheinumrandung.

    [0029] Im Laufe des Betriebes dehnen sich nun die Druckplatten unter der Wirkung der Anpresskräfte, die bei jedem Druckvorgang durch den Druckzylinder ausgeübten werden. Diese Verformung ist im Falle einer Stichdruckplatte besonders stark, da beim Stahlstichdruck mit einer besonders hohen Anpressung gearbeitet werden muss. Bei dieser Druckplattenverformung erfolgt die Verlängerung und Verbreiterung in nicht linearer Weise, so dass die Druckfläche eine ungefähr trapezförmige Gestalt annimmt, wobei die in Drehrichtung des Plattenzylinders gesehen hintere Druckplattenkante die Basisseite des Trapezes bildet. Dementsprechend werden der Umriss 11', der die Fläche des Gesamtdruckbildes aller Wertscheindrucke eines Bogens 10 begrenzt und in Figur 2 strichpunktiert dargestellt ist, sowie jeder einzelne Wertscheindruck ungefähr trapezförmig verzerrt.

    [0030] Im Beispiel nach Figur 2 ist das Gesamtdruckbild in Richtung F1 gegenüber seiner ursprünglichen Abmessung, die 6a betrug, um den Betrag d verlängert.

    [0031] Ein Bogen 10, dessen Druckbild derart verzerrt ist und den Umriss 11' hat, ist in Figur 3 dargestellt. Darüberhinaus sind in Figur 3 gestrichelt diejenigen Linien eingezeichnet, welche beim späteren Streifen- und Bündelschnitt die Schnittlinien bilden müssten, damit trotz der Verzerrung bei allen hergestellten Wertscheinen die (in Figur 3 nicht dargestellten) Wertscheindrucke wenigstens näherungsweise im Spiegel liegen, d.h. also in Bezug auf die unbedruckte Wertscheinumrandung zentriert sind.

    [0032] Die nachstehend beschriebene Vorschubsteuerung mit variierenden Vorschublängen gemäss der Erfindung ermöglicht es nun, jeden Bogen längs dieser "Soll-Schnittlinien" zu zerschneiden, die also die korrigierten Abmessungen der Wertscheine definieren.

    [0033] Im Beispiel nach Figur 3 ist ein Dehnungszustand der Druckplatte angenommen, bei dem die Abmessungen der einzelnen Wertscheinreihen 6 bis 1 in Richtung Fl sukzessive zunehmen. So hat sich die Breite der dem Greiferrand 14 benachbarten Wertscheinreihe 6 vom ursprünglichen Wert a um einen Betrag x auf den Wert a+x, die der Wertscheinreihe 5 auf den Wert a+2x und die der folgenden Wertscheinreihen 4 bis 1 auf die Werte a+3x,a+4x,a+5x bzw. a+6x vergrössert. Die Gesamtverlängerung in Richtung Fl beträgt also 21x, was gleich dem in Figur 2 angegebenen Betrag d ist. Natürlich braucht es sich in der Praxis bei diesen Verlängerungen nicht gerade um ganzzahlige Vielfache des Zuwachses x der am wenigsten verzerrten Wertscheinreihe 6 zu handeln, wie es hier der Einfachheit halber als Beispiel angenommen wurde.

    [0034] Die in Richtung F2, also parallel zum Greiferrand 14, orientierten Abmessungen der Einzelnutzen (also der Wertscheindrucke einschliesslich ihrer unbedruckten Umrandung) nehmen längs jeder der Wertscheinreihen 1 bis 6, beginnend mit einem gegenüber der ursprünglichen Abmessung b vergrösserten Wert, zunächst ab und dann wieder zu und werden ferner von Wertscheinreihe zu Wertscheinreihe, betrachtet in Richtung Fl, sukzessive grösser. Im betrachteten Beispiel haben die an den Enden der Wertscheinreihe 6 liegenden Einzelnutzen eine um den Betrag y vergrösserte Abmessung b+y, während die beiden mittleren Einzelnutzen nur auf b+0,5 gestreckt sind. In der Wertscheinreihe 5 haben die beiden an den Enden liegenden Einzelnutzen die Abmessung b+2y und die beiden mittleren die Abmessung b+y. In der Wertscheinreihe 4 haben die beiden an den Enden liegenden Einzelnutzen die Abmessung b+3y und die beiden mittleren die Abmessung b+1,5y. In den folgenden Wertscheinreihen 3,2 bzw.l haben entsprechend die äusseren Einzelnutzen die Abmessungen b+4y,b+5y bzw. b+6y und die mittleren die Abmessungen b+2y,b+2,5y bzw. b+3y.

    [0035] Bei einer Bogengrösse von beispielsweise 500 x 750 mm können die Werte x und y nach 100'000 Drucken zum Beispiel je ungefähr 0,05 mm betragen, so dass die Verlängerung d des Gesamtdruckbildes eines Bogens (Figur 1) etwa 1 mm ausmacht. Wenn die Zerschneidung der Bogenstapel wie bisher mit konstanten Vorschublängen, also längs der in Figur 1 gestrichelten Linien, erfolgt, dann liegt zwar das Druckbild 13 der Wertscheine 12 im mittleren Bereich der Wertscheinreihe 6 praktisch noch zentriert innerhalb der unbedruckten Wertscheinumrandung, dagegen weisen alle anderen Wertscheine ein mehr oder weniger aus seiner zentralen Lage verschobenes Druckbild auf, wobei diese Zentrierungsfehler für die Wertscheine der Wertscheinreihe 1 am grössten sind und natürlich mit zunehmender Anzahl der Drucke immer stärker und auffälliger werden.

    [0036] Um diese Zentrierungsfehler zu vermeiden werden nun die einzelnen Vorschublängen sowohl beim Streifenschnitt in Richtung Fl als auch beim Bündelschnitt in Richtung F2 entsprechend den vorstehend diskutierten Verzerrungswerten geändert.

    [0037] Zunächst soll die Korrektur beim Streifenschnitt betrachtet werden. Um eine vollautomatische Steuerung des beim Streifenschnitt variierenden Vorschubs zu realisieren, werden gemäss einer ersten bevorzugten Durchführungsform des Verfahrens nach der Erfindung auf der Stichdruckplatte Druckmarkierungen vorgesehen, welche die späteren Schnittlinien definieren und zwangsläufig mit fortschreitender Dehnung der Druckplatte ihre Position ändern. Diese Markierungen werden beim Druck der Bogen 10 im Stichdruckwerk 20 mit auf den einen Seitenrand 17 jedes Bogens aufgedruckt und bestehen im betrachteten Beispiel (Figuren 2 und 3) aus strichförmigen Markierungen m, die den zum Greiferrand 14 parallelen Schnittlinie zugeordnet sind. Diese Markierungen werden unmittelbar vor dem Einlauf der Bogenstapel in das Streifenschneidwerk 27 von einem Lesegerät 28 (Figur 1) abgelesen, welches die Stillsetzung der Bogenstapel in der vorgesehenen Schnittstellung bewirkt.

    [0038] Der Abstand des Lesegeräts 28 vom Messer des Streifenschneidwerks 27 und die Positionen der Markierungen m relatif zu den ihnen zugeordneten Schnittlinien sind so gewählt, dass, nachdem die Vorschubvorrichtung 26 beim Ansprechen des Lesegeräts 28 abgeschaltet wurde, sich ein Bogenstapel aufgrund seiner Trägheit und der Trägheit des Vorschubmechanismus gerade noch in die gewünschte Schnittstellung bewegt und dort zum Stillstand kommt. Dieser Bremsweg oder Auslaufweg eines Stapels ist eine definierte und für gleiche Stapel exakt reproduzierbare Grösse. Somit sorgt die in Vorschubrichtung F1 erste Markierung m dafür, dass ein Stapel automatisch exakt jeweils die Vorschublänge D=D -d zurücklegt, wobei d mit zunehmender Druckplattendehnung grösser wird, so dass die Breite des beim ersten Schnitt abgeschnittenen vorderen Randes 16 der Bogen im Laufe des Betriebs entsprechend kleiner wird. Die folgenden Markierungen m steuern jedesmal exakt die Folge der sukzessive kleiner werdenden Vorschubschritte, im Beispiel nach Figur 3 also die Vorschubschritte a+6x,a+5x, usw. bis a+x.

    [0039] Die einfach zu realisierenden, aufzudruckenden Markierungen und deren automatische Ablesung durch ein die Vorschubvorrichtung 25 steuerndes Lesegerät 28 erlauben daher eine ständige exakte Steuerung der Vorschublängen beim Streifenschnitt als Funktion der stetig zunehmenden Druckplattenverformung. Beim Ablauf der Schneidvorgänge in der Schneidmaschine muss lediglich dafür gesorgt werden, dass der die Markierungen m aufweisende Seitenrand 17 der Bogen erst nach den Streifenschnitten abgeschnitten wird, was im betrachteten Beispiel im Bündelschneidwerk 37 durch den vorderen Randbeschnitt erfolgt.

    [0040] Anstelle von Einzelmarkierungen können auch jeweils Doppelmarkierungen vorgesehen sein, die, wie in Figur 3 angedeutet, aus zwei in geringem Abstand voneinander liegenden strichförmigen Markierungen mund m bestehen. Die Anordnung ist dann so getroffen, dass bei Ablesung der jeweils ersten Markierung m s die normale Vorschubgeschwindigkeit der Bogenstapel auf eine Schleichbewegung verringert und erst beim Ablesen der jeweils zweiten Markierung m die Vorschubvorrichtung abgeschaltet wird. Die vorangehende Abbremsung der Bogenstapel vor ihrer Stillsetzung erhöht auf diese Weise die Einlaufgenauigkeit in die Schnittstellung und ist dann zweckmässig, wenn die Bogenstapel in üblicher Weise, wie beschrieben, mittels Schiebern vorgeschoben werden, die nur an der rückwärtigen Stapelkante anliegen.

    [0041] Die Steuerung des Vorschubs beim Bündelschnitt als Funktion der zunehmenden Druckplattendehnung gestaltet sich nun etwas komplizierter als beim Streifenschnitt, weil nämlich nicht nur die zu einer Wertscheinreihe gehörenden vier Einzelnutzen innerhalb einer Streifenlage unterschiedlich lang sind, sondern auch innerhalb einer Gruppe der zum selben Stapel gehörenden sechs Streifenlagen in Richtung Fl von Streifenlage zu Streifenlage länger werden, wie es anhand von Figur 3 bereits erläutert wurde. Daher müssen die Vorschubwege der einzelnen Streifenlagen 18 bei ihrem gleichzeitigen Vorschub zum Bündelschneidwerk 33 und zwischen den darauffolgenden Bündelschnitten verschieden sein. Um das zu realisieren, besteht die Vorschubvorrichtung 32, wie schematisch in Figur 4 angedeutet, aus einer der Anzahl der Streifenlagen je Stapel entsprechenden Zahl von getrennten, unabhängig steuerbaren Vorschubeinrichtungen 321 bis 326, von denen jede mit ihrem zugehörigen Schieber 311 bis 316 eine der Streifenlagen 18, die den Wertscheinreihen 1 bis 6 entsprechen, individuell bewegt. Diese Schieber 311 bis 316 ersetzen also den bisher bekannten, für alle Streifenlagen gemeinsamen Schieber und bilden das bei der Beschreibung der Figur 1 erwähnte Schiebersystem 31.

    [0042] Da im betrachteten Beispiel die rückwärtigen Kanten der Streifenlagen 18 beim Seitenrandbeschnitt im Längsschneidwerk 25 bereits auf ihr endgültiges Format beschnitten werden, erfolgt dieser Seitenrandbeschnitt nicht exakt stets unter einem rechten Winkel zum Greiferrand 14 (Figur 1), sondern vielmehr längs der den Seitenrand 15 begrenzenden Linie des trapezförmigen Umrisses 11' des Gesamtdruckbildes; diese Schnittlinie schliesst mit dem Greiferrand 14 den Winkel α ein (Figur 3), der mit beginnender Verzerrung grösser als 90° wird und mit zunehmender Druckplattendehnung zunimmt. Zu diesem Zwecke ist das Längsschneidwerk 25 bzw. sein Messer um eine vertikale Achse derart drehbar, dass der Schnittwinkel α relatif zum Greiferrand 14, ausgehend von einem ursprünglich rechten Winkel, im Laufe des Betriebs immer grösser gemacht werden kann. Entsprechend diesem Schnittwinkel u6 werden auch die Schieber 311 bis 316 der Vorschubeinrichtungen 321 bis 326 im Laufe des Betriebs immer schräger eingestellt, damit sie stets parallel zur rückwärtigen Kante der Streifenlagen 18 orientiert sind und somit satt an diesen anliegen, um einen wohldefinierten Vorschub zu gewährleisten. Zu diesem Zwecke sind die Schieber 311 bis 316 um vertikale Achsen innerhalb eines hinreichenden Winkels schwenkbar.

    [0043] Verschiedene Möglichkeiten, wie dieser Schnittwinkel α des Längsschneidwerks 25 automatisch gesteuert werden kann, werden später erläutert; an dieser Stelle sei angenommen, dass der Schnittwinkel in Abhängigkeit von der zunehmenden Verzerrung, wie erläutert, geändert wird, was im einfachsten Falle von Hand derart durchführbar ist, dass er nach dem Durchlauf von beispielsweise jeweils 50'000 bis 100'000 Bogen, entsprechend 500 bis 1'000 Stapel mit je 100 Bogen, auf Grund einer visuellen Inspektion und Ausmessung der Druckbilder bzw. der gedehnten Druckplatte neu eingestellt wird.

    [0044] Zur Steuerung des Vorschubs der Streifenlagen 18 bei den Bündelschnitten können nun im allgemeinen keine besonderen Druckmarkierungen verwendet werden, weil diese nicht auf später abgeschnittene Randstreifen, sondern in den Wertscheinbereichen aufgedruckt werden müssten, was in der Regel nicht akzeptiert wird. Lediglich die erste Schnittstellung für den Vorderrandbeschnitt der Streifenlagen könnte durch Markierungen definiert sein, die, wie die Markierungen m für den Streifenschnitt, auf dem Bogenrand 17 aufgebracht werden. Darum ist gemäss einer ersten, bevorzugten Durchführungsform des Verfahrens nach der Erfindung vorgesehen, auf dem jeweiligen Wertscheindruck eine charakteristische, in der Nähe der zu realisierenden Schnittlinie liegende Stelle auszuwählen, auf die ein Lesegerät jeweils selektiv anspricht. Dabei kann es sich um ein lokales Muster, einen bestimmten Farbbereich oder einen auffallenden Kontrast handeln, vorzugsweise um den Kontrast zwischen der hellen, unbedruckten Wertscheinumrandung und einem dunklen Bereich des Wertscheinaufdrucks. Eine solche charakteristische Stelle, insbesondere ein hinreichender Kontrast an der Begrenzung des Wertscheinaufdrucks lässt sich praktisch bei allen Wertscheinen finden und als von einem Lesegerät selektiv erkennbare, natürliche Markierung verwenden, welche die benachbarte Schnittlinie definiert. Lesegeräte mit der erforderlichen Selektivität stehen bei dem hohen Entwicklungsstand photoelektrischer Geräte ohne weiteres zur Verfügung oder sind leicht anpassbar. Um die Eindeutigkeit der Ablesung zu gewährleisten, kann in bekannter Weise mit Ablesefenstern gearbeitet werden, wie das beispielsweise bei der Ablesung von Registermarken in Druckmaschinen geschieht. Die charakteristischen, zur Steuerung der Vorschübe abzulesenden Stellen können auch auf dem Wertschein vorgesehene Fluoreszenzbereiche sein. Ferner kann es sich bei diesen charakteristischen Stellen auch um nicht optische Eigenschaften handeln, zum Beispiel um in das Wertscheinpapier eingebettete Metallfäden oder dergleichen, auf welche geeignete Detektoren ansprechen.

    [0045] Es sei angenommen, dass als Markierung für die Vorschubsteuerung beim Bündelschnitt der Kontrast zwischen der hellen, in Richtung F2 vorn liegenden Wertscheinumrandung und dem dunklen Druckbild jedes Einzelnutzens auf jeder der Streifenlagen 18 dient. Zur Erkennung dieser Kontraste ist vor dem Bündelschneidwerk 33 ein Lesegerätsystem 34 mit den sechs Lesegeräten 341 bis 346 (Figur 4) installiert, welche individuell die einzelnen Streifenlagen 18, entsprechend den sechs Wertscheinreihen 1 bis 6, abtasten und die diese Streifenlagen jeweils bewegenden Vorschubvorrichtungen 321 bis 326 individuell steuern. Ausgehend von der ausgerichteten Anfangsposition P2 werden die sechs Streifenlagen 18 gemeinsam vorgeschoben, welche wegen des etwas schrägen Randbeschnitts an ihren rückwärtigen Kanten unterschiedlich lang sind, wie in Figur 4 veranschaulicht.

    [0046] Wegen dieser unterschiedlichen Länge und wegen der Druckbildverzerrung spricht das Lesegerät 341 als erstes auf die erste Kontraststelle der der Wertscheinreihe 1 entsprechenden Streifenlage an, das heisst auf die vordere Begrenzung des ersten Wertscheindruckbildes, und schaltet daher die Vorschubvorrichtung 321 ab. Die Anordnung ist so getroffen, dass daraufhin die Streifenlage nach einer Gesamtvorschublänge E1 in der ersten gewünschten Schnittstellung zum Stillstand kommt, in welcher der Vorderrand der Streifenlage beschnitten wird. Die entsprechend von den Lesegeräten 342 bis 346 gesteuerten Vorschublängen der übrigen Streifenlagen, welche den Wertscheinreihen 2 bis 6 entsprechen, nehmen sukzessive zu und sind in Figur 4 mit E2, E3, E4, E5 bzw. E6 bezeichnet. Dabei gilt allgemein Ei = E - ei, wobei sich der Index i auf eine der sechs Wertscheinreihen 1 bis 6 bezieht und dementsprechend die Wert 1 bis 6 annehmen kann. Für i = 1, also die der Wertscheinreihe 1 entsprechende Streifenlage, ist im betrachteten Beispiel nach Figur 3 e1 = 18y, e2 = 15y, e3 = 12y, e4 = 9y, e5 = 6y und e6 = 3y.

    [0047] Erst wenn alle sechs Streifenlagen 18 ihre gewünschte Schnittstellung eingenommen haben, erfolgt der gleichzeitige Vorderrandbeschnitt im Bündelschneidwerk 33. Die folgenden sukzessiven Vorschubschritte werden von den Lesegeräten dann individuell für jede Streifenlage so gesteuert, dass sie die in Figur 3 angegebenen und bereits diskutierten Längen haben, nämlich für die der Wertscheinreihe 1 entsprechende Streifenlage die Längen b+6y, b+3y, b+3y und b+6y; für die anderen, den Wertscheinreihen 2 bis 6 entsprechenden Streifenlagen nehmen dann die Längen dieser Vorschubschritte, wie angegeben, ab. Wiederum erfolgen die gemeinsamen Bündelschnitte natürlich erst dann, wenn alle Streifenlagen ihre individuellen Vorschubschritte zurückgelegt haben und in ihrer gewünschten Schnittstellung zum Stillstand gekommen sind. Alle Schnittlinien sind in Figur 4 strichpunktiert auf den Streifenlagen 18 angegeben.

    [0048] Auf diese Weise haben alle das Bündelschneidwerk 33 verlassenden Wertscheine ein wenigstens näherungsweise im Spiegel liegendes Druckbild und rechtwinklig zueinander verlaufende Kanten, ausgenommen die jeweils letzten Wertscheine der Streifenlagen 18, deren in Richtung F2 rückwärtige Kanten, aus den früher erläuterten Gründen, bei stärkeren Dehnungen der Druckplatte etwas schräg verlaufen, was jedoch ohne weiteres in Kauf genommen werden kann, da dieser nur bei ganz genauer Betrachtung bemerkbare kleine Fehler viel unauffälliger ist als die bisher in Kauf genommenen Zentrierungsfehler des Druckbildes. Daher lohnt der Aufwand eines nochmaligen Randbeschnitts dieser rückwärtigen Kanten nicht, zumal aus schnittechnischen Gründen ein derartiger Randbeschnitt im allgemeinen nur dann einwandfrei möglich ist, wenn der Abfallstreifen eine Breite von wenigstens etwa 2 mm hat.

    [0049] Um den früher erwähnten Schnittwinkel α für das Längsschneidwerk 25 auch automatisch zu steuern, ist es erforderlich, eine für den Dehnungszustand des Gesamtdruckbildes 11' charakteristische Grösse zu messen, also beispielsweise die Länge der dem Bogenrand 16 benachbarten Begrenzung dieses Gesamtdruckbildes 11'. Wie ohne weiteres ersichtlich, wird der in Figur 3 eingetragene Winkel06 mit zunehmender Länge dieser Druckbildbegrenzung nach einer Beziehung grösser, welche für einen gegebenen Druckplattentyp theoretisch oder/und empirisch ermittelt werden kann. Zur Messung dieser im betrachteten Beispiel nach Figur 3 ungefähr 4b+18y betragenden Abmessung des Gesamtdruckbildes kann zum Beispiel an der Vorschubvorrichtung 321 ein in Figur 4 schematisch angedeutetes Messgerät 351 vorgesehen sein, das jeweils die Summe der zurückgelegten vier Vorschubschritte bei den Bündelschnitten einer Streifenlage misst; diese Summe, im betrachteten Beispiel also 4b+18y, entspricht ja gerade der benötigten Längenabmessung, aus welcher aufgrund der erwähnten Beziehung der Schnittwinkel oJ abgeleitet werden kann. Der vom Messgerät 351 gelieferte Messwert wird daher einem entsprechend programmierten Minirechner oder Mikroprozessor zugeführt, welcher den zugehörigen Wert des Winkels α berechnet und einen Steuerbefehl zur entsprechenden Steuerung der Schnittstellung des Längsschneidwerks 25 abgibt. Natürlich sind auch andere Methoden zur Messung des jeweiligen Verzerrungszustandes des Gesamtdruckbildes 11' sowie zur automatischen Auswertung der Messergebnisse zwecks Steuerung des gewünschten Schnittwinkels möglich.

    [0050] Gemäss einer zweiten Durchführungsform des Verfahrens zur Vorschubsteuerung beim Bündelschnitt wird auf Lesegeräte verzichtet und die Steuerung mit Hilfe eines Minirechners oder Mikroprozessors in Abhängigkeit von den beim Streifenschnitt jeweils zurückgelegten Vorschubwerten durchgeführt. Dabei wird von der theoretisch und/empirisch bestimmbaren Beziehung Gebrauch gemacht, die bei einer gegebenen Druckplatte zwischen deren Dehnung in Längsrichtung und in Querrichtung besteht. Wenn ein charakteristischer Dehnungswert in Richtung Fl (Figur 3) bekannt ist, dann lässt sich nämlich aufgrund dieser Beziehung die entsprechende Dehnung in Richtung F2 berechnen oder zumindest mit einer für die vorliegenden Zwecke ausreichenden Genauigkeit abschätzen. Man benötigt dann ein schematisch in Figur 1 angedeutetes Messgerät 36, welches an der Vorschubvorrichtung 26 angebracht ist und jeweils einen oder mehrere der von dieser Vorschubvorrichtung beim Streifenschnitt eines Bogenstapels zurückgelegten Vorschubwege misst, wie das bereits für das Messgerät 351 der Vorschubeinrichtung 321 erläutert wurde. So genügt es zum Beispiel, lediglich die Vorschublänge D = D -d und damit die zunehmende Längenänderung d der Bogen 10 zu messen und in den entsprechend programmierten Minirechner oder Mikroprozessor einzugeben, welcher daraus alle Steuerbefehle berechnet, die zur bereits diskutierten, individuellen Vorschubsteuerung der einzelnen Streifenlagen des betreffenden Bogenstapels beim Bündelschnitt erforderlich sind. Diese zweite Durchführungsform erfordert nur ein Lesegerät 28 zur Ablesung der die Streifenschnitte definierenden Markierungen und zur Steuerung des Streifenschneidwerks 27 sowie einen entsprechend programmierten Minirechner oder Mikroprozessor, dem die gemessenen Vorschublängen der Vorschubvorrichtung 26 als Messwerte eingegeben werden und welcher die beschriebenen individuellen Vorschübe beim Bündelschnitt steuert; gleichzeitig steuert er in diesem Falle vorzugsweise auch die Einstellung des Längsschneidwerkes 25 auf den jeweiligen Schnittwinkel c6- , welcher sich ja ebenfalls aus der erwähnten Beziehung bzw. der Programmierung ergibt.

    [0051] Wenn zweckmässigerweise die Vorschubvorrichtungen aus den in der Einleitung erwähnten Linearverstärkern bestehen, dann kann das Messgerät zur Messung der zurückgelegten Vorschubwege einfach aus einem Umdrehungsmesser bestehen, welcher die Anzahl der vom erwähnten Schrittmotor ausgeführten Umdrehungen misst. Prinzipiell lässt sich natürlich ein von der Vorschubvorrichtung zurückgelegter Vorschubweg auch auf andere Weise, beispielsweise optisch durch Messung des von einem Bogenstapel bzw. einer Streifenlage zurückgelegten Weges, bestimmen.

    [0052] Gemäss einer dritten Durchführungsform des Verfahrens kann unter Verzicht auf Druckmarkierungen und Ablesegeräte auch so vorgegangen werden, dass alle Vorschübe sowohl beim Streifenschnitt als auch beim Bündelschnitt von einem Rechner gesteuert werden, welchem ein Programm eingegeben wurde, das die zunehmende Dehnung der betreffenden Druckplatte als Funktion der Anzahl der Drucke beschreibt. Der Verlauf der Dehnung eines bestimmten Druckplattentyps mit der Anzahl der ausgeführten Drucke lässt sich mathematisch und/oder empirisch bzw. aufgrund von Erfahrungswerten bestimmen und daraus ein vollständiges Programm zur Vorschubsteuerung aufstellen.

    [0053] Die einfachste Verfahrensweise besteht gemäss einer vierten Durchführungsform darin, dass die programmierbaren Vorschubvorrichtungen 26 und 32 in üblicher Weise zunächst auf die konstanten ursprünglichen Vorschubwerte Do, a, E und b eingestellt und im Laufe des Betriebs immer dann von Hand neu programmiert werden, sobald der sich einstellende Zentrierungsfehler mit blossem Auge bemerkbar wird bzw. beginnt, störend zu werden. So können beispielsweise nach 100'000 Drucken, das heisst nach dem Durchlauf von 1'000 Stapeln mit je 100 Bogen, die ursprünglich eingestellten Vorschubwerte um die anhand der Figuren 2 bis 4 ausführlich erörterten Korrekturwerte x bzw. y verändert werden, wobei zum Beispiel x=y=0,05 mm gewählt wird; daraus ergeben sich dann die anderen Korrekturgrössen d von etwa 1 mm und die verschiedenen ei-Korrekturen. Derartige Aenderungen der Vorschubprogrammierung durch Modifizierung der Korrekturgrössen x bzw. y werden dann mit zunehmender Verformung der Druckplatte mehrmals von Hand wiederholt, bis die Lebensdauer der Druckplatte erschöpft ist. Dabei wird im allgemeinen natürlich die Anzahl der Drucke, nach denen jeweils die erwähnten Korrekturgrössen um den hier betrachteten Schritt von 0,05 mm verändert werden, nicht konstant sein, sondern in Abhängigkeit von der meistens mit der Anzahl der Drucke nicht linear zunehmenden Dehnung der Druckplatte gewählt werden. Die Werte der jeweils neu einzuführenden Korrekturgrössen können entweder aus dem theoretisch oder empirisch bekannten Verlauf der Druckplattendehnung im voraus bestimmt oder aber von Fall zu Fall durch eine Inspektion und Ausmessung der gedehnten Druckplatte oder des verzerrten Umrisses des Gesamtdruckbildes eines Bogens ermittelt werden.

    [0054] Im allgemeinen sind die durch die Druckplattendehnung erzeugten Verzerrungseffekte in Querrichtung weniger störend als die in Längsrichtung (Richtung Fo), weil nämlich die Verbreiterung in Querrichtung nach beiden Seiten hin symmetrisch erfolgt und daher die Wertscheindrucke im mittleren Bereich der Bogen nur relatif geringfügig nach der einen und der anderen Seite hin verschoben werden und die seitlich aussen liegenden Wertscheindrucke eine Verschiebung erfahren, die nur je etwa der Hälfte der Gesamtverbreiterung des Gesamtdruckbildes 11' entspricht. Dagegen summieren sich die Verzerrungseffekte in den einzelnen-Wertscheinreihen 6 bis 1 eines Bogens in Längsrichtung, also in Richtung Fl, wie es das Beispiel nach den Figuren 2 und 3 veranschaulicht. Aus diesem Grunde kann es unter Umständen genügen, die beschriebene Vorschubkorrektur nur beim Streifenschnitt anzuwenden und beim Bündelschnitt, wie üblich, mit konstanten Vorschüben zu arbeiten.

    [0055] Natürlich können die vorstehend für den Streifenschnitt und für den Bündelschnitt beschriebenen Korrekturmöglichkeiten auch in beliebiger Weise kombiniert werden, beispielsweise derart, dass die Vorschubsteuerung beim Streifenschnitt vollautomatisch stattfindet, während man das Vorschubprogramm für den Bündelschnitt nach Bedarf von Hand ändert. Allgemein ist ferner zu berücksichtigen, dass die Genauigkeit der Zentrierung der Wertscheindrucke innerhalb ihrer Umrandung nicht nur von der Druckplattendehnung abhängt, sondern mehr oder weniger grossen Toleranzen unterliegt, welche im wesentlichen von Unterschieden im Format der Wertscheinbogen, von der Pressung und Dehnung des Papiers beim Druck und von seinem Feuchtigkeitsgehalt sowie von Ungenauigkeiten beim Zerschneiden herrühren. Es wäre daher nutzlos, Vorschubkorrekturen einzuführen, die genauer sind als die erwähnten Toleranzen, denen die Zentrierung der Wertscheindrucke aus anderen Gründen unterliegt.

    [0056] Die vorstehend beschriebenen Beispiele betrafen das Zerschneiden der Bogen und Streifenlagen durch Einzelschnitte, was zur Folge hat, dass wegen der unterschiedlichen Vorschubschritte das Format der erzeugten Wertscheine nicht konstant ist, sondern in geringem Masse variiert. Dieses etwas unterschiedliche Wertscheinformat fällt jedoch praktisch kaum ins Gewicht und ist in den meisten Fällen akzeptabel.

    [0057] Jedoch lassen sich nach dem erfindungsgemässen Verfahren ohne weiteres auch Wertscheine konstanten Formats herstellen, wenn man in an sich bekannter Weise mit Zwischenschnitten arbeitet. Ein diesbezügliches Ausführungsbeispiel wird anhand der Figuren 5 und 6 erläutert. Figur 5 zeigt einen Wertscheinbogen 110 mit 16 Einzelnutzen 112, die in vier Wertscheinreihen 101 bis 104 von je vier Einzelnutzen angeordnet sind. Es sei angenommen, dass die Stichdruckplatte, welche diesen Bogen bedruckt hat, wie im Beispiel nach den Figuren 2 und 3 eine merkliche Dehnung erfahren hat, so dass der Umriss 111' des Gesamtdruckbildes aller Wertscheindrucke 113 wiederum etwa trapezförmig verzerrt ist.

    [0058] Diejenigen späteren Schnittlinien, welche trotz dieser Verzerrung eine ungefähre Zentrierung der Wertscheindrucke 113 innerhalb ihrer Umrandung gewährleisten, sind gestrichelt eingezeichnet und so gewählt, dass das Format aller Wertscheine 112 stets exakt gleich gross ist und die Abmessungen a mal b hat. Dafür variieren die Breiten der zwischen den Einzelnutzen liegenden Zwischenstreifen, welche als Abfallstreifen später abgeschnitten werden. Die Breite der zwischen benachbarten Wertscheinreihen 101 bis 104 liegenden Zwischenstreifen Z1,Z2 und Z3 nimmt dabei genau in dem Masse in Richtung auf den Greiferrand 114 des Bogens ab, wie das beim Beispiel nach den Figuren 2 und 3 für die Vorschubschritte beim Streifenschnitt erläutert wurde. Wenn die ursprüngliche Breite aller Zwischenstreifen Z1 bis Z3 den Wert f hatte, dann betragen die Breiten im betrachteten Beispiel nach Figur 5 nunmehr f+3x, f+2x und f+x. Die zwischen benachbarten Einzelnutzen jeder Wertscheinreihe liegenden Zwischenstreifen, welche in Figur 5 für die Wertscheinreihe 101 mit Z11,Z12 und Z13 und für die Wertscheinreihe 104 mit Z41,Z42 und Z43 bezeichnet sind, ändern sich individuell und in jeder Wertscheinreihe unterschiedlich in analoger Weise wie die anhand des Beispiels nach den Figuren 3 und 4 beschriebenen Vorschubschritte der einzelnen Streifenlagen bei den Bündelschnitten. Beim Zerschneiden eines Stapels mit den Bogen 110 werden sowohl das Streifenschneidwerk 27 als auch das Bündelschneidwerk 33 in der Weise gesteuert, dass diejenigen Vorschübe, welche die Schnittlinien bei einem Abfallschnitt (also beim Abschneiden des Vorderrandes oder eines Zwischenstreifens) definieren, in Abhängigkeit von der Druckplattendehnung, wie beschrieben, verändert werden, während die anderen Vorschübe, welche die Schnittlinien beim Abschneiden der Streifenlagen bzw. der einzelnen Wertscheinbündel definieren, als feste Werte programmiert sind und gemäss dem gewünschten Wertscheinformat stets a bzw. b betragen.

    [0059] Zur automatischen Steuerung des Vorschubs sind im Beispiel nach Figur 5 einerseits wiederum Druckmarkierungen m auf dem Seitenrand 117 vorgesehen, welche vom Lesegerät 28 zwecks Vorschubsteuerung beim Streifenschnitt abgelesen werden, und andererseits Druckmarkierungen n, welche auf den Zwischenstreifen zwischen benachbarten Einzelnutzen jeder Wertscheinreihe aufgedruckt sind und von den Lesegeräten 341 bis 344 (Figur 6) zwecks Vorschubsteuerung beim Bündelschnitt der einzelnen Streifenlagen 118 abgelesen werden. Alle Druckmarkierungen m und n definieren die in Folge der Druckplattendehnung veränderlichen Breiten der abzuschneidenden Vorderränder und Zwischenstreifen.

    [0060] Mit einer in Figur 1 dargestellten Maschine wird, nachdem der Seitenrand 115, wie früher beschrieben, beschnitten wurde, im Streifenschneidwerk 27 zunächst der Vorderrand 116 abgeschnitten, wobei der Vorschub in diese Schnittstellung durch Ablesung der ersten Druckmarkierung m durch das Lesegerät 28 gesteuert wird. Die Länge a des folgenden Vorschubschritts in die zum ersten Streifenschnitt erforderliche Schnittstellung ist fest vorprogrammiert. Der Vorschub in die folgende Schnittstellung, in welcher der Zwischenstreifen Z1 abgeschnitten wird, wird wiederum vom Lesegerät 28 durch Ablesung der zweiten Druckmarke m gesteuert. Hieran schliesst sich ein Vorschubschritt der Länge a an, und sofort.

    [0061] Die Vorschubvorrichtung 32 für die zu einem Stapel gehörenden vier Streifenlagen (118) umfasst wieder diesen Streifenlagen individuell zugeordnete Vorschubeinrichtungen 321 bis 324 mit ihren Schiebern 311 bis 314. Der Vorschub von der ausgerichteten Anfangsposition P2 in die erste Schnittstellung, in der die Vorderränder der Streifenlagen 118 abgeschnitten werden, wird durch die Lesegeräte 341 bis 344 bei Ablesung der jeweils auf den Vorderrändern befindlichen Druckmarkierung n jeder Streifenlage individuell für jede Streifenlage unterschiedlich gesteuert. Nach dem Randbeschnitt führt jede der Vorschubeinrichtungen 321 bis 324 einen fest programmierten Vorschubschritt der Länge b aus, woraufhin die vordersten Wertscheinbündel jeder Streifenlage abgeschnitten werden. Der nächste Vorschub wird wiederum von den Lesegeräten, individuell für jede Streifenlage, beim Ablesen der jeweiligen Markierung n auf den Zwischenstreifen Z11,Z21,Z31 und Z41 gesteuert, woraufhin diese Streifenlagen gemeinsam abgeschnitten werden. Diesem Schnitt schliesst sich wieder ein fest programmierter Vorschubschritt der Länge b an, usw.

    [0062] Auf diese Weise erhält man Wertscheine, deren Wertscheindruck stets wenigstens näherungsweise zentriert ist und die alle das gleiche Format haben, wenn man von der kleinen Ungenauigkeit absieht, die sich für die jeweils letzten Wertscheinbündel der Streifenlagen infolge des Seitenrandbeschnitts im Längsschneidwerk 25 ergibt.

    [0063] Die vorstehend beschriebene Verarbeitung von Wertscheinbogen unter Zuhilfenahme von Zwischenschnitten setzt im allgemeinen voraus, dass die anfallenden Abfallstreifen wenigstens 2 mm breit sind, um einwandfreie Schnitte zu gewährleisten.

    [0064] Unter Verzicht auf die besonderen Druckmarkierungen m und n sowie auf Lesegeräte kann die beschriebene Vorschubsteuerung beim Arbeiten mit Zwischenschnitten auch entweder nach einem vorbereiteten, sich als Funktion der Druckplattendehnung ändernden Programm oder von Hand durchgeführt werden, wie es für das Beispiel nach den Figuren 2 bis 4 beschrieben wurde. Bei einer Vorschubsteuerung durch Lesegeräte können ferner, unter Verzicht auf besondere Druckmarkierungen m und n, charakteristische, selektiv von den Lesegeräten erkennbare Stellen der Einzelnutzen als natürliche Markierungen verwendet werden, insbesondere der Kontrast an der Begrenzung des Wertscheindruckes, wie früher erläutert. Das Verfahren nach der Erfindung kann auch auf Wertscheinbogen angewandt werden, bei denen die Streifenschnitte mit Einzelschnitten, die Bündelschnitte dagegen mit Zwischenschnitten erfolgen. In diesem Falle kann mit Druckmarkierungen m für den Streifenschnitt und mit Druckmarkierungen n für die Bündelschnitte gearbeitet werden, wobei sichergestellt ist, dass die Abmessung b des Wertscheinformats konstant bleibt.

    [0065] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt mannigfache Varianten zu. So können grundsätzlich, wenn der Seitenrand 17 der Bogen keine Druckmarkierungen m zur Vorschubsteuerung beim Streifenschnitt aufweist, beide gegenüberliegenden Seitenränder der Bogenstapel gleichzeitig auf der Schneidstrecke 24 vor Durchführung der Streifenschnitte beschnitten werden. Ferner können die zu einem Bogenstapel gehörenden Streifenlagen zeitlich nacheinander in Wertscheinbündel zerteilt werden, wobei die Vorschubschritte nacheinander individuell für jede Streifenlage unterschiedlich geändert werden.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Herstellung druckfrischer, auf Format geschnittener Wertscheine, wonach Wertscheinbogen mit matrizenförmig angeordneten Wertscheindrucken bedruckt und zu Stapeln aufeinandergelegt werden und die so gebildeten Bogenstapel unter schrittweisem Vorschub automatisch zunächst in Streifenlagen und diese Streifenlagen dann in Wertscheinbündel zerschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, dass beim Streifenschnitt und/oder beim Bündelschnitt die Längen der Vorschubbewegungen zwischen aufeinanderfolgenden Streifenschnitten bzw.-Bündelschnitten in Abhängigkeit von der zunehmenden Dehnung der Druckplatte der Bogendruckmaschine individuell derart verändert werden, dass das Druckbild der auf Format geschnittenen Wertscheine wenigstens näherungsweise seine exakte Zentrierung in Bezug auf den Wertscheinrand beibehält.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens bei den Bündelschnitten mit Zwischenschnitten gearbeitet und lediglich die Länge der Vorschubschritte, welche die Grösse der Abfallstreifen bestimmen, in Abhängigkeit von der zunehmenden Druckplattendehnung verändert wird, während die Länge der Vorschubschritte, welche wenigstens beim Bündelschnitt das Format der Wertscheine bestimmen, stets konstant bleibt.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifenschnitte parallel zum Greiferrand der Bogen erfolgen, wobei der Greiferrand in Vorschubrichtung hinten liegt, dass die Länge des Vorschubs eines Bogenstapels von einer gegebenen Anfangsposition, in welcher seine Greiferränder ausgerichtet sind, bis zu derjenigen Position, in welcher der Randbeschnitt der Vorderränder im Streifenschneidwerk erfolgt, mit zunehmender Dehnung der Druckplatte gegenüber dem der unverformten Druckplatte entsprechenden Anfangswert verkleinert wird, und dass die jeweiles ersten Vorschubschritte, welche beim Zerschneiden der Bogenstapel die Breite der ersten Streifenlage bzw. des bei Zwischenschnitten anfallenden ersten Abfallstreifens bestimmen, mit zunehmender Dehnung der Druckplatte gegenüber dem der unverformten Druckplatte entsprechenden Anfangswert vergrössert und die übrigen Vorschubschritte, welche beim Zerschneiden eines Bogenstapels die Breiten der folgenden Streifenlagen bzw. Abfallstreifen bestimmen, im Vergleich zum jeweils ersten Vorschubschritt sukkzessive verkleinert werden.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bündelschnitte senkrecht zum Greiferrand erfolgen und dass die jeweils ersten Vorschubschritte, welche beim Zerschneiden der Streifenlagen die Abmessungen der ersten Wertscheinbündel bzw. der bei Zwischenschnitten anfallenden ersten Abfallstreifen in Vorschubrichtung bestimmen, mit zunehmender Dehnung der Druckplatte gegenüber dem der unverformten Druckplatte entsprechenden Anfangswert vergrössert und die übrigen Vorschubschritte, welche beim Zerschneiden einer Streifenlage die Abmessungen der folgenden Wertscheinbündel bzw. Abfallstreifen bestimmen, im Vergleich zum ersten Vorschubschritt zunächst bis zu Schnitten im mittleren Bereich einer Streifenlage verringert und anschliessend wieder vergrössert werden, wobei für alle zu ein und demselben Bogenstapel gehörenden Streifenlagen die einander entsprechenden Vorschubschritte jeweils umso grösser gewählt werden, je weiter die betreffende Streifenlage von der dem Greiferrand benachbarten Streifenlage entfernt ist.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor den Bündelschnitten ein senkrecht zum Greiferrand orientierter Seitenrand der Bogen oder der Streifenlagen längs einer Schnittlinie beschnitten wird, welche wenigstens näherungsweise parallel zur benachbarten seitlichen Begrenzung des Gesamtdruckbildes auf den Bogen verläuft und daher mit zunehmender Dehnung der Druckplatte einen gegenüber 900 zunehmenden Winkel mit dem Greiferrand einschliesst, und dass die Länge des Vorschubs der Streifenlagen von einer gegebenen Anfangsposition, welche durch die Lage und Ausrichtung der erwähnten beschnittenen Seitenränder definiert ist, zu derjenigen Position, in welcher der Randbeschnitt des Vorderrandes der Streifenlage im Bündelschneidwerk erfolgt, mit zunehmender Dehnung der Druckplatte gegenüber dem der unverformten Druckplatte entsprechenden Anfangswert verkleinert wird, wobei für alle zu ein und demselben Bogenstapel gehörenden Streifenlagen die erwähnte Vorschublänge jeweils umso kleiner gewählt wird, je weiter die betreffende Streifenlage von der dem Greiferrand benachbarten Streifenlage entfernt ist.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem alle zu ein und demselben Bogenstapel gehörenden Streifenlagen nebeneinanderliegend in ihrer Anfangsposition gesammelt, gemeinsam zum Bündelschneidwerk vorgeschoben und dort gleichzeitig schrittweise in Wertscheinbündel zerschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschublänge zum Bündelschneidwerk und die einzelnen Vorschubschritte beim Bündelschnitt für jede einzelne Streifenlage getrennt und unterschiedlich einstellbar und steuerbar sind.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen der Vorschubbewegungen jeweils nach Durchlauf einer gewissen Anzahl von Bogenstapeln von Hand neu eingestellt werden.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen der Vorschubbewegungen mittels eines Rechners aufgrund eines der zunehmenden Dehnung der Druckplatte angepassten Programms steuerbar sind.
     
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein parallel zur Vorschubrichtung der Bogenstapel beim Streifenschnitt orientierter Seitenrand der Bogen, welcher bei einem späteren Randbeschnitt abgeschnitten wird, während der Bedruckung der Bogen mit auf der Druckplatte angebrachten Randmarkierungen (m) bedruckt wird, welche die Lage der späteren Streifenschnitte bzw. Abfallschnitte definieren, und dass die Länge der in diese Schnittstellungen führenden Vorschubbewegungen automatisch als Funktion dieser von einem Lesegerät abgelesenen Randmarkierungen (m) gesteuert wird.
     
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Längen der beim Streifenschnitt ausgeführten, veränderlichen Vorschubbewegungen automatisch gemessen und in einem Rechner gespeichert werden und dass beim nachfolgenden Bündelschnitt der betreffenden Streifenlagen die zu ändernden Vorschublängen automatisch als Funktion dieser Speicherwerte aufgrund eines dem Rechner eingegebenen Programms, welches die Dehnung der Druckplatte in Längsrichtung zur Dehnung in Querrichtung in Beziehung setzt, gesteuert werden.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 2 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens beim Bündelschnitt mit Zwischenschnitten gearbeitet wird und während der Bedruckung der Bogen diejenigen Bereiche, die bei diesen späteren Zwischenschnitten als Abfallstreifen ausgeschieden werden, mit auf der Druckplatte angebrachten Markierungen (n) gedruckt werden, welche die Lage der späteren Zwischenschnitte definieren, und dass die Längen der Vorschubbewegungen, welche die Breite der Abfallstreifen bestimmen, automatisch als Funktion dieser von Lesegeräten abgelesenen Markierungen (n) gesteuert werden.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Randmarkierungen (m) bzw. Markierungen (n) auf den späteren Abfallstreifen jeweils zwei Einzelmarkierungen je Schnittlinie aufgebracht werden und dass die Ablesung der in Vorschubrichtung ersten Einzelmarkierung eine Verringerung der normalen Vorschubgeschwindigkeit auf eine Schleichbewegung und die Ablesung der zweiten Einzelmarkierung den Stopp der Vorschubbewegung bewirkt.
     
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zu ändernden Längen der Vorschubbewegungen durch Detektoren steuerbar sind, welche auf gleiche ausgewählte charakteristische Stellen in jedem Wertscheindruck, wie Muster, Farbmarkierungen oder Kontraste, insbesondere auf den Kontrast zwischen hellem Wertscheinrand und einem dunklen Bereich des Wertscheindrucks, ansprechen.
     
    14. Automatische Schneidmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit Streifen- und Bündelschneidwerken und mit diesen Schneidwerken zugeordneten, automatisch arbeitenden und einstellbaren Vorschubvorrichtungen für die Bogenstapel und die Streifenlagen, insbesondere mit Linearverstärkern, die einen Hydraulikzylinder mit durch einen Schrittmotor dosierbarer Druckmittelzuführung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubbewegungen der Vorschubvorrichtungen (26,32) beim Zerschneiden eines Bogenstapels und gegebenenfalls beim Zerschneiden einer Streifenlage individuell von Schritt zu Schritt veränderbar und als Funktion eines vorgegebenen Programms oder durch Lesegeräte (28,34) steuerbar sind, welche auf Druckmarkierungen (m,n) auf den Bogen oder auf charakteristische Stellen der Wertscheindrucke (13) ansprechen.
     
    15. Schneidmaschine nach Anspruch 14 mit einem Bündelschneidwerk, welchem alle zu ein und demselben Bogenstapel gehörenden Streifenlagen durch Bewegung in Längsrichtung gemeinsam zugeführt und in welchem diese Streifenlagen gleichzeitig in Wertscheinbündel zerschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, dass allen erwähnten Streifenlagen (18;118) je eine individuelle Vorschubeinrichtung (321 bis 326) zugeordnet ist, welche getrennt von den andern steuerbar ist.
     
    16. Schneidmaschine nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schneidwerk (25) zum Randbeschnitt desjenigen Bogenrandes (17) vorgesehen ist, welcher während der Vorschubbewegungen der Streifenlagen (18) beim Bündelschnitt den rückwärtigen Rand bildet, und dass sowohl die Schnittrichtung dieses Schneidwerks (25) als auch die Orientierung der zu den erwähnten Vorschubeinrichtungen (321 bis 326) gehörenden Schiebern (311 bis 316), welche an diesem beschnittenen Rand der Streifenlagen (18) angreifen und diese beim Bündelschnitt vorschieben, als Funktion der zunehmenden Dehnung der Druckplatte veränderbar sind.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht