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EP 0 092 799 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.12.1985 Patentblatt 1985/51 |
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Anmeldetag: 20.04.1983 |
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Kontaktmatte
Contact mat
Tapis de contact
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR LI NL SE |
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Priorität: |
21.04.1982 DE 3214838
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.1983 Patentblatt 1983/44 |
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Anmelder: HÜBNER Gummi- und Kunststoff GmbH |
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D-34123 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- Hübner, Kurt
D-3500 Kassel-Bettenhausen 1 (DE)
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Vertreter: Walter, Helmut, Dipl.-Ing. |
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Aubinger Strasse 81 81243 München 81243 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontaktmatte gemäss dem Gattungsbegriff des Anspruches
1.
[0002] Solche Kontaktmatten sind an sich bekannt. Sie dienen den verschiedensten Einsatzzwecken.
So werden sie beispielsweise als Trittstufenkontakte bei Omnibussen oder als Trittkontakte
bei Gebäudetüren eingesetzt. Eine Kontaktmatte, von der die vorliegende Erfindung
insbesondere ausgeht, ist in der DE-U-1971111 offenbart. Bei solchen Kontaktmatten
wird beim Betreten der Matte eine Druckwelle in dem im Schlauch eingeschlossenen Fluid,
insbesondere Druckluft, erzeugt und über die Länge des Schlauches zu einem angeschlossenen
Druckwellenschalter geleitet. Dieser Druckwellenschalter setzt die Druckwelle in einen
elektrischen Impuls um, der beispielsweise die zu betätigende Tür automatisch öffnet.
[0003] Andere bekannte Kontaktmatten (US-A-3784768 und US-A-3916214) arbeiten mit Plattenpaaren
aus elektrisch leitendem Material, die im unbelasteten Zustand mittels Distanzstücken
parallel zueinander gehalten sind, um einen offenen Schalter eines elektrischen Schaltkreises
zu bilden, während sie im belasteten Zustand zwischen den Distanzstücken einander
genähert werden und einander berühren, um den Schalter des Schaltkreises im geschlossenen
Zustand zu bilden. Das Ein- und Ausschalten des so von den Plattenpaaren gebildeten
elektrischen Berührungsschalters bewirkt mittels des Schaltkreises ein registrierbares
Signal, das beispielsweise das Verlassen des Startes durch einen Wettkämpfer bei sportlichen
Veranstaltungen (Entlasten der Kontaktmatte) oder das Erreichen des Zieles durch den
Wettkämpfer (Belasten der Kontaktmatte) anzeigen kann.
[0004] Auf ähnliche Weise arbeitet auch eine bekannte Einbruchsicherung (US-A-4311889),
bei der ein Draht aus elektrisch leitendem Material zwischen zwei Fixpunkten gespannt
ist und in der Mitte so einem elektrischen Schaltkreis zugeordnet ist, dass er im
unbelasteten Zustand eines darüberliegenden Fussbodens einen Schalter des Schaltkreises
in dessen Öffnungsstellung unbeeinflusst lässt, im belasteten Zustand des Fussbodens
jedoch in seinem mittleren Bereich durchgebogen wird und dadurch den Schalter in seine
Schliessstellung bringt, wodurch mittels des Schaltkreises ein Signal erzeugt wird,
das die Belastung des Fussbodens anzeigt. Es kann so das Begehen des Fussbodens durch
einen unbefugten Eindringling angezeigt werden.
[0005] Bei den bekannten gattungsgemässen Druckmatten wird der Druckwellenschlauch von einem
Ende der Matte aus wellen- oder mäanderförmig durch diese hindurch zum anderen Ende
geführt, um dort aus der Matte herausgeführt und an den Druckwellenschalter angeschlossen
zu werden. Um den Schlauch nicht zu stark im Hinblick auf seine Verformbarkeit abbiegen
zu müssen, müssen relativ grosse Biegeradien gewählt werden und ein relativ dünner
Druckschlauch Anwendung finden. Dies führt dazu, dass ein relativ grosser Anteil der
Fläche der Kontakmatte ausserhalb des Druckwellenschlauchbereiches zu liegen kommt
und ein Ansprechen der Matte nicht an allen Stellen gewährleistet ist. Der relativ
geringe Querschnitt des Druckwellenschlauches führt ausserdem dazu, dass die Empfindlichkeit
der Matte nicht sehr gross und ein hoher Kraftaufwand notwendig ist, um den Pressluftstrom
am Druckwellenschalter zur Wirkung zu bringen.
[0006] Diese Verhältnisse reichen im allgemeinen aus, wenn die Kontaktmatten bei Trittstufenkontakten
bei Fahrzeugen oder in Verbindung mit Gebäudetüren angewendet werden. Es gibt jedoch
Anwendungsfälle, in denen ein besseres Ansprechen der Kontakmatten sowie zwei Ausgänge
verlangt wird bzw. werden. Ein solcher Anwendungsfall ist beispielsweise die Arbeitsplatzsicherung
für Arbeitsmaschinen, wie sie von den Gewerbeaufsichtsämtern und Berufsgenossenschaften
verlangt wird.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterentwicklung der gattungsgemässen Kontaktmatte
in der Weise, dass eine erheblich grössere Empfindlichkeit mit relativ geringem baulichen
Aufwand erreicht wird.
[0008] Der Lösung der Aufgabe dienen die Merkmale des Patentanspruches 1. 5 Ausgestaltungen
der Kontaktmatte nach dem Anspruch 1 sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Nachfolgend ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung
zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Kontaktmatte,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1 und
Fig. 3 eine bauliche Einzelheit der Anordnung gemäss Fig. 1.
[0010] Die eigentliche Kontaktmatte 1 besteht aus einer Grundplatte aus mit Hypalon beschichtetem
Treviragewebe dreifach, einer Zwischenmatte aus Zellkautschuk, sowie einer Abdeckplatte,
die ebenfalls aus einem mit Hypalon beschichtetem Treviragewebe " besteht. Für die
Grundplatte und die Abdeckplatte sind jedoch auch andere Materialien möglich, beispielsweise
Gummiplatten, Gummiriefenplatten oder Aluminiumnoppenblech. Wichtig ist, dass die
Kontaktmatte gut auf ihrer Unterlage haftet und der auf ihr stehenden Person ausreichende
Rutschsicherheit gewährleistet. Am Aussenumfang ist die Kontaktmatte mit einem Tesaband
" oder dergleichen eingefasst. Die Kontaktmatte ist im Beispiel eine rechteckige,
vorzugsweise quadratische Platte. In dieser Platte sind zwei konzentrisch zueinander
und spiralförmig angeordnete Druckwellenschlauchabschnitte 2,3 eingelegt. Sie sind
mit ihren einen Enden in der Mitte der Kontaktmatte zusammengeführt, während ihre
beiden anderen Enden im Bereich einer Mattenseite nahe einer Mattenecke aus der Kontaktmatte
herausgeführt sind und so eine Kontaktmatte mit zwei Ausgängen gegeben ist. Der Durchmesser
des druckwellenschlauches 2, 3 ist grösser als die Dicke der Kontaktmatte 1. Der Druckwellenschlauch
liegt so in zwei Rinnen 4, 5 der Kontaktmatte, dass deren Oberseite 6 glatt oder vorzugsweise
leicht gewellt und eben ist, während ihre Unterseite 7 Rippen von der Höhe aufweist,
um die der Durchmesser des Druckwellenschlauches grösser als die Dicke der Kontaktmatte
ist.
[0011] Die Verbindung der Druckwellenschlauchabschnitte in der Kontaktmattenmitte erfolgt
mit einem einen Schlauchbogen bildenden Formteil 8, auf dessen Enden die inneren Enden
der Druckwellenschlauchabschnitte aufgeschoben und haltbar verklebt sind. Um den relativ
engen Krümmungen im Bereich der Kontaktmattenmitte Rechnung zu tragen, wird auch noch
der an den Schlauchbogen des Formteiles 8, anschliessende Bogen von einem entsprechenden
Formteil 9 gebildet. Beide Formteile 8, 9 sind seitlich um den Bogendurchmesser gegeneinander
versetzt, so dass der « innere» Schenkel des einen Formteiles 8 gleichachsig zum «äusseren»
Schenkel des anderen Formteiles 9 zu liegen kommt und diese beiden Schenkel unmittelbar
oder über ein kurzes Schiauchstück miteinander verbunden sind. Die Anschlussstutzen
der Formteile, auf die der Druckwellenschlauch 2, 3 aufgeschoben wird, sind mit äusseren
Riefen 10 versehen, so dass Formteile und Druckwellenschlauch zuverlässig miteinander
verklebt werden können.
[0012] Über den doppelten Ausgang der Kontaktmatte ist diese an eine im Handel erhältliche,
sich selbst überwachende Kombination anschliessbar, die ein pneumatisches Sicherheitssystem
ist, das aus der eigentlichen Überwachungskombination und einem über Schlauchleitung
(den Druckwellenschlauch 2, 3) verbundenen Druckgeber besteht. Die Kombination beinhaltet
unter anderem vier spezielle Druckwellenschalter, wovon zwei die Steuerung des Geberdruckes
und zwei der Pumpensteuerung dienen.
1. Kontaktmatte (1 ) zur Betätigung von Sicherungs- und/oder Überwachungseinrichtungen
mit einem in der Matte eingebetteten, ein Fluid aufnehmenden Druckwellenschlauch der
an einem die Sicherungs- bzw. Überwachungseinrichtung beeinflussenden Druckwellenkontakt
anschliessbar ist, um diesen mittels der bei einer Belastung der Matte auftretenden
Druckwellen zu betätigen, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckwellenschlauch aus
zwei etwa parallel verlaufenden Druckwellenschlauchabschnitten (2, 3) besteht, die
in einem Bogen (8) etwa in der Mattenmitte zusammengeführt sind und in einer Vielzahl
von Windungen, gleichmässig spiralförmig auf die Mattenfläche verteilt zum Aussenumfang
der Matte geführt sind und dort mit offenen Enden an den Druckwellenkontakt anschliessbar
sind, wobei der Bogen (8) ein Formteil ist, auf dessen beide offenen Enden die Druckwellenschlauchabschnitte
(2,3) mit je einem ihrer Enden aufgesteckt sind.
2. Kontaktmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die auf das Formteil
(8) folgende nächste Windung noch als Formteil (9) ausgebildet ist, wobei die beiden
Formteile (8, 9) seitlich gegeneinander versetzt sind, ihre Krümmungen einander entgegengerichtet
sind und die näher beieinanderliegenden Formteilenden direkt oder über ein relativ
kurzes Schlauchstück miteinander verbunden sind.
3. Kontaktmatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die näher beieinanderliegenden
Formteilenden achsgleich in der Matte angeordnet sind.
4. Kontaktmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Formteilenden, auf die die Druckwellenschlauchabschnitte (2, 3) aufzustecken sind,
zur Erhöhung der Haftung zwischen Druckwellenschlauch und Formteil aufgerauht (Aufrauhungen
10) sind.
5. Kontaktmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Durchmesser des Druckschlauches (2, 3) und gegebenenfalls des oder der Formteile (8,
9) grösser als die Dicke der Kontaktmatte (1) ist und so aussermittig in der Matte
eingeschlossen sind, dass die Oberseite (6) der Kontaktmatte (1) glatt und eben, die
Unterseite (7) der Kontaktmatte (1) jedoch gewellt ist, wobei die Wellen von dem überstehenden
Druckschlauch und den Formteilen gebildet werden, der bzw. die auch auf der Mattenunterseite
vom Oberflächenmaterial der Kontaktmatte (1) überdeckt sind.
1. A contact mat (1) for actuating alarm and/or control systems, a pressure-wave hose
which receives fluid being embedded in the mat and being connectableto a pressure-wave
contact so associated with such system as to actuate the same by means of the pressure
waves produced in response to a loading of the mat, characterised in that the pressure-wave
hose comprises two substantially parallel pressure-wave hose portions (2, 3) which
converge in a part-circular member (8) substantially at the mat centre and which extend,
in a number of turns distributed in uniform spiral fashion over the mat surface, to
the outer circumference thereof where their open ends are connectable to the pressure-wave
contact, the part-circular member (8) being a moulding, the portions (2, 3) each being
pushed by way of one of their ends on to the two open ends of the part-circular member
(8).
2. A mat according to claim 1, characterised in that the turn immediately following
the moulding (8) is also a moulding (9), the two mouldings (8, 9) being offset from
one another laterally, their curvatures being oppositely directed to one another and
those ends of the mouldings which are near one another being interconnected either
directly or by way of a relatively short piece of hose.
3. A mat according to claim 2, characterised in that those ends of the mouldings which
are near one another are arranged in the mat coaxially.
4. A mat according to any of claims 1 to 3, characterised in that the moulding ends
on which the pressure-wave hose parts (2, 3) are to be pushed are roughened with roughenings
(10) to increase adhesion between the hose and the moulding.
5. A mat according to any of claims 1 to 4, characterised in that the diameter of
the hose (2, 3) and possibly of the or each moulding (9) is greater than the thickness
of the mat (1 ) and they are so included in the mat eccentrically that the top of
the mat (1) is smooth and plane but the bottom (7) of the mat (1) is corrugated, the
corrugations being formed by the pressure hose above and the mouldings, either of
both or which are covered on the underside of the mat by the surface material thereof.
1. Tapis de contact (1 ) pour la mise en action de dispositifs de sécurité et/ou de
contrôle avec un tuyau souple d'onde de pression, recevant un fluide, encastré dans
le tapis, tuyau qui peut être raccordé à un contact à onde de pression influant sur
le dispositif de sécurité ou.de contrôle, pour mettre celui-ci en action au moyen
de l'onde de pression se produisant lors d'un chargement du tapis, caractérisé en
ce que le tuyau souple d'onde de pression se compose de deux tronçons (2, 3) de tuyau
souple d'onde de pression s'étendant de façon sensiblement parallèle, tronçons qui
sont réunis dans un coude (8) sensiblement au centre du tapis, s'étendant en une multiplicité
de spires, régulièrement réparties en forme de spirale sur la surface du tapis, vers
la périphérie du tapis et pouvant là être raccordés, par leurs extrémités ouvertes,
au contact à onde de pression, le coude (8) étant un élément moulé, sur les extrémités
ouvertes duquel sont engagés, chacun par l'une de ses extrémités, les tronçons (2,3)
de tuyau souple d'onde de pression.
2. Tapis de contact selon la revendication 1, caractérisé en ce que la spire suivant
immédiatement l'élément moulé (8) est également constituée par un élément moulé (9),
les deux éléments moulés (8, 9) étant décalés latéralement l'un par rapport à l'autre,
leurs courbures étant dirigées en sens inverse et les extrémités voisines des éléments
moulés étant raccordées entre elles directement ou par l'intermédiaire d'un élément
du tuyau souple relativement court.
3. Tapis de contact selon la revendication 2, caractérisé en ce que les extrémités
voisines des éléments moulés sont disposées suivant le même axe dans le tapis.
4. Tapis de contact selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les
extrémités des éléments moulés, sur lesquelles doivent être engagés les tronçons (2,
3) de tuyau souple d'onde de pression, sont rendues rugueuses (rugosités 10) pour
accroître l'adhérence entre le tuyau souple d'onde de pression et l'élément moulé.
5. Tapis de contact selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le
diamètre du tuyau souple d'onde de pression (2, 3) et, le cas échéant, du ou des éléments
moulés (8, 9), est pius grand que l'épaisseur du tapis de contact (1 ), ceux-ci étant
encastrés avec une excentricité dans le tapis, de sorte que la face supérieure (6)
du tapis de contact (1 ) soit lisse et uniforme, la face inférieure (7) du tapis de
contact (1 ) étant cependant ondulée, les ondulations étant formées par le tuyau souple
de pression en saillie et par les éléments moulés, celui-ci ou ceux-ci étant également
re- couverts sur la face inférieure du tapis par la matière de surface du tapis de
contact (1 ).
