[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden
von Gummi und Kunststoffen mit einem aus Flachmaterial bestehenden stromdurchflossenen
Messer, das im wesentlichen U-förmig mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, deren freie
Enden mit den beiden Polen einer Speisestromquelle verbunden sind.
[0002] Bei einem bekannten Schneidgerät dieser Art (DE-PS 1 943 189) ist das Messer in Form
einer ebenen, in Schneidrichtung verlaufenden U-förmigen Klinge ausgebildet, deren
Schenkel im Verbindungsbereich in einer V-förmigen oder spitzwinkligen Schneidkante
enden. Ein derartiges Schneidgerät ermöglicht ein abfallfreies Schneiden von Gummi
und Kunststoffen, sofern die Schneidstelle bzw. die Schnittlinie frei zugänglich ist.
Bei schwer zugänglichen Schneidstellen, beispielsweise beim Heraustrennen von geklebten
Scheiben von Kraftfahrzeugen, ist die Anwendung dieses bekannten Messers schwierig,
wenn nicht sogar unmöglich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisch beheiztes Schneidgerät der
eingangs genannten Art zu schaffen, das auch das Schneiden von-Material an schwer
zugänglichen Stellen ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene Erfindung
gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
ünteransprüchen.
[0006] Das erfindungsgemäße Schneidgerät ermöglicht aufgrund seiner abgewinkelten Form das
Schneiden selbst an schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise das Ausschneiden von
verklebten Scheiben von Kraftfahrzeugen.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der in Schneidrichtung
vorn liegende Schenkel im Biegungsbereich und benachbart hierzu eine verringerte Breite
auf, so daß in diesem Bereich die stärkste Erhitzung auftritt. Dies ist insbesondere
bei dem genannten Anwendungsfall des Ausschneidens von verklebten Fensterscheiben
vorteilhaft, da hierbei im Biegungsbereich, d. h. in der Kante des die Scheibe aufnehmenden
Falzes, beim Schneiden eine Materialanhäufung auftritt, die zu einer raschen Wärmeabfuhr
und damit zu einer Abkühlung des Messers führt. Durch die Verringerung der Breite
des Schenkels an dieser Stelle oder an einer anderen Stelle, an der je nach Anwendungsfall
eine vergrößerte Wärmeabfuhr auftritt, kann die Wärmeverteilung sehr genau gesteuert
werden.
[0008] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine Kühlvorrichtung-vorgesehen,
die den außerhalb des Schneidbereiches liegenden Teil des Messers kühlt, so daß eine
weitere Wärmekonzentration auf den Schneidbereich selbst erfolgt, da die heißeren
Bereiche des Messers einen größeren Widerstand aufweisen.
[0009] Da zu einer ausreichenden Erhitzung des
.Messers eine erhebliche Leistung erforderlich ist, wird das Schneidgerät vorzugsweise
über mit einer Speisestromquelle verbundene Leitungen gespeist, da andernfalls bei
Anordnung eines Transformators in dem Schneidgerät selbst das Gewicht des Schneidgerätes
zu groß werden würde. Dies setzt ein Schalten der Stromversorgung des Messers im Stromkreis
des Messers selbst voraus, d. h. auf der Sekundärseite eines die Speisestromquelle
bildenden Transformators. Um Probleme hinsichtlich der Kontaktgabe bei derartig hohen
Strömen zu vermeiden, ist der Schalter vorzugsweise in Form eines in Ausschaltrichtung
vorgespannten Betätigungshebels ausgebildet, der eine Kontaktplatte trägt, die an
einem Ende mit einem Kontakt versehen ist, der mit einem festen Kontakt zusammenwirkt.
Dieser Kontakt ist beispielsweise mit der Speiseleitung verbunden, und die Kontaktplatte
selbst ist in diesem Fall über eine flexible Litze mit dem einen Kontaktstück verbunden.
Auf diese Weise werden die bei anderen Schaltern erforderlichen zwei Strom- übergänge
über Kontaktflächen vermieden.
[0010] Die Kühlvorrichtung ist vorzugsweise in Abhängigkeit von der Betätigung des Schalters
ein- und ausschaltbar, wobei zu diesem Zweck an sich bekannte Detektoren für den Spannungsabfall
längs der Sekundärwicklung des Transformators und/oder den auf der Sekundärseite fließenden
Strom vor
ge-sehen sind.
[0011] Um eine Wärmeübertragung von dem Messer auf das Gehäuse des Schneidgerätes so weit
wie möglich zu verringern, können weiterhin in den Kontaktstücken im Bereich zwischen
dem Gehäuse und den die Messer einklemmenden Klemmplatten Aussparungen vorgesehen
sein, die den Wärmeübergang verringern.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, die unabhängig davon,
ob die Messer gebogen oder gerade sind, anwendbar ist, sind die Kontaktstücke in einer
Richtung von dem Schneidmesser fort in ihrer Längsrichtung vorgespannt, um eine Kompensation
der größeren Wärmeausdehnung des sich stärker erwärmenden, die Schneidkante aufweisenden
Schenkels des Messers zu erzielen. Der die Schneidkante tragende Schenkel des Messers
wird mit Hilfe der Klemmplatte an dem zugehörigen Kontaktstück festgeklemmt, während
dieses Kontaktstück gegen die Wirkung der Vorspannung aus dem Gehäuse herausgezogen
ist. Um eine beliebige Einspannung der Messer zu ermöglichen, ist hierbei vorzugsweise
vorgesehen, daß beide Kontaktstücke elastisch in das Innere des Gehäuses hinein vorgespannt
sind, so daß die Schneidrichtung des Schneidgerätes bezogen auf das Gehäuse bzw. die
Lage des Schalters beliebig wählbar ist.
[0013] Das Schneidgerät kann hierbei einen in der Mitte angeordneten Träger in Form eines
Stabes mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt aus wärmebeständigem Isoliermaterial
aufweisen, der im vorderen Bereich des Gehäuses mit in Axialrichtung verlaufenden
Nuten versehen ist, in denen Verlängerungen der Kontaktstücke gleiten können. Diese
Verlängerungen der Kontaktstücke weisen LanglÖcher auf, durch die hindurch in dem
Träger befestigte Schraubbolzen laufen, auf die oberhalb der Verlängerungen der Kontaktstücke
Scheiben und Muttern aufgesetzt sind, die so weit angezogen sind, daß eine Verschiebbarkeit
der Verlängerungen der Kontaktstücke in den Nuten des Trägers ermöglicht wird. Die
Kontaktstücke sind mit den Speiseleitungen über flexible Litzen verbunden, die die
Bewegung der Kontaktstücke nicht behindern.
[0014] Bei Verwendung eines im wesentlichen mittig angeordneten Trägers kann das Gehäuse
als Hülse ausgebildet und über den Träger geschoben sein, so daß das Gehäuse an den
Schmalseiten des Trägers durch Schrauben befestigbar ist, die in Gewindebohrungen
in dem Träger eingeschraubt sind. Hierdurch ergibt sich ein sehr kompakter und robuster
Aufbau, der sehr hohe Schneidkräfte ermöglicht.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
noch näher erläutert.
[0016] In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Schneidgerätes,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf das Schneidgerät gemäß Fig. 1,
Fig. 3a bis 3d eine erste Ausführungsform eines Schneidmessers des Schneidgerätes
nach den Fig. 1 und 2,
Fig. 4a bis 4d eine zweite Ausführungsform eines Messers für das Schneidgerät gemäß
den Fig. 1 und 2,
Fig. 5 eine teilweise weggebrochen dargestellte Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform
des Schneidgerätes, wobei die obere Hälfte des Gehäuses fortgelassen ist,
Fig. 6 eine teilweise weggebrochene Längsschnittansicht unter einem rechten Winkel
zur Fig. 5,
Fig. 7 eine der Fig. 5 entsprechende Ausführungsform des Schneidgerätes mit einer
KÜhlvorrichtung,
Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII nach Fig. 5 bei Betrachtung
in Richtung der Pfeile, wobei der Schalter fortgelassen ist.
[0017] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsform des elektrisch beheizten Schneidgerätes
weist ein Gehäuse 1 auf, an dem Kontaktstücke 2 befestigt sind, die mit Klemmplatten
3 zusammenwirken, um ein Messer 6 einzuspannen. Die Klemmplatten 3 werden mit Hilfe
von Schrauben,4, 5 gegen das auf den Kontaktstücken 2 aufliegende Messer gedrückt
und ergeben einen sicheren elektrischen Kontakt.
[0018] Durch das Gehäuse hindurch erstrecken sich elektrische Speiseleitungen 9, 10 sowie
ein Schlauch 11, der eine noch zu erläuternde KÜhlvorrichtung mit Kühlluft speist.
[0019] Die Speiseleitung 9 ist direkt mit dem einen Kontaktstück 2 verbunden, während die
andere Speiseleitung 10 über einen durch einen Betätigungshebel 8 betätigbaren Schalter
mit dem anderen Kontaktstück 2 verbindbar ist. Im Hinblick auf die relativ großen
durch das Messer fließenden Ströme besteht der Schalter aus einer in dem Betätigungshebel
8 eingebetteten Kontaktplatte 11, die mit dem zugeordneten Kontaktstück 2 über eine
biegsame Litze 12 verbunden ist und einen Kontakt aufweist, der mit einem festen Kontakt
13 bei Betätigung des Betätigungshebels in Kontakt gebracht werden kann. Der Betätigungshebel
ist durch eine Feder 14 derart vorgespannt, daß der Stromkreis von der Speiseleitung
10 zum zugeordneten Kontaktstück 2 unterbrochen wird.
[0020] Oberhalb des Messers 6 erstreckt sich das freie Ende eines Kühlrohres 7, das mit
auf die Klemmplatten und das Messer gerichteten Luftauslaßöffnungen versehen ist.
Im Betrieb wird über den Schlauch 11 Kühlluft in das Eühlrohr 7 eingespeist, so daß
nicht in Schneideingriff befindliche Teile des Messers 6 gekühlt werden. Auf diese
Weise werden die Bereiche des Messers, die sich außerhalb der eigentlichen Schnittstelle
befinden, auf einer niedrigen Temperatur gehalten, so daß aufgrund der Widerstandserhöhung
in den übrigen Bereichen des Messers die Wärmeabgabe in diesen anderen Bereichen konzentriert
ist.
[0021] Wie dies aus den Fig. 1 und 2 sowie insbesondere aus den Fig. 3a bis 3d und 4a bis
4d zu erkennen ist, weist das Messer 6 einen abgewinkelten Abschnitt 6a auf, der unter
einem beliebigen Winkel zum übrigen Bereich des Messers verlaufen kann. Der in den
Zeichnungen dargestellte Fall einer rechtwinkligen Abbiegung stellt nur einen Sonderfall
dar, der beispielsweise für den bereits genannten Anwendungsfall des Herausschneidens
von verklebten Kraftfahrzeugscheiben geeignet ist. Wie dies aus den Fig. 3a und 3b
sowie 4a und 4b zu erkennen ist, ist die Breite des in Schneidrichtung vorne liegenden
Schenkels 6b des Messers im Bie
- gungsbereich sowie benachbart hierzu verringert, so daß hier eine Wärmekonzentration
auftritt. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, weil in diesem Bereich beim Schneiden
eine Materialanhäufung auftritt, die eine vergleichsweise stärkere Wärmeabfuhr ergibt.
[0022] Selbstverständlich kann diese Verringerung der Breite zusätzlich zum Biegungsbereich
an anderen Bereichen des in Schneidrichtung vorn liegenden Schenkels vorgesehen sein,
so daß eine entsprechende Anpassung des Messers an die Schneidbedingungen und die
hierbei auftretende Wärmeabfuhr möglich ist.
[0023] Wie dies aus den Fig. 3b und 4b weiterhin zu erkennen ist, ergibt sich durch die
Verringerung der Breite eine Schneidspitze in dem abgebogenen Bereich 6a, die das
Eindringen des Messers in das zu schneidende Material erleichtert.
[0024] Der die beiden Schenkel 6b und 6c des Messers verbindende abgebogene Bereich 6a kann
in der in Fig. 3b ersichtlichen Weise entweder gleichschenklig spitzwinklig oder gemäß
Fig. 4b unsymmetrisch ausgebildet sein, je nach Anwendungszweck.
[0025] Zur Vermeicrung eines Wärmeüberganges von dem Messer bzw. von den Kontaktstücken
2 auf das Gehäuse 1 sind die Kontaktstücke 2 mit Aussparungen versehen, die in Fig.
2 als kreisrunde Öffnungen 15 dargestellt sind. Diese Öffnungen 15 verringern den
Wärmeübergang durch die Kontaktstücke erheblich, führem aber nicht zu einer wesentlichen
Vergrößerung des Widerstamdes der Kontaktstücke, deren Abmessumgen hauptsächlich durch
die auftretenden mechanischen Beanspruchungen beim Schneiden bestimmt simd. Diese
Bohrungen 15 ergeben, insbesondere in Verbindung mit der Kühlluft aus dem Kühlrohr
7, eine wesentliche Verringerung der Erwärmung des Gehäuses 1. Die Einspeisung der
Kühlluft in den Schlauch 111 kann in Abhängigkeit von der Betätigung des Schalters
über den Speisestromkreis der Meesser gesteuiert werden, wobei die KühlLuftzufuhr
im ausgeschalteten Zustand gegebenenfalls unterbrochen oder in ihrer Menge reduziert
werden kann.
[0026] In den Fig. 5 bis 8 ist eine weitere Ausführungsform des Schneidgerätes dargestellt,
das sowohl für die Verwendung mit geraden als auch gebogenen Messern geeignet ist.
Diese Ausführungsform des Schneidgerätes unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen
AusfÜhrungsform nach den Fig. 1 und 2 insbesondere dadurch, daß die Kontaktstücke
2a nicht an dem Gehäuse 1a selbst befestigt sind, sondern gleitend an einem Träger
100, der im wesentlichen mittig in dem Gehäuse 1a angeordnet ist, geführt sind. Dieser
Träger weist, wie dies insbesondere aus Fig. 8 zu erkennen ist, einen viereckigen,
beispielsweise rechteckigen, Querschnitt auf und ist mit Nuten 106 versehen, in denen
Verlängerungen 101 der Kontaktstücke 2a geführt sind. Diese Verlängerungen weisen
Langlöcher 101a auf, durch die hindurch Schraubbolzen 103 ragen, die in Gewindebohrungen
dem Träger 100 eingeschraubt sind. Oberhalb der Verlängerungen 101 sind auf die Schraubbolzen
103 selbstsichernde Muttern 104 aufgeschraubt, wobei zwischen den Muttern 104 und
den Verlängerungen 101 Gleitscheiben angeordnet sind, die eine Verschiebung der Verlängerungen
101 in Längsrichtung ermöglichen. Die Verlängerungen 101 weisen auf ihren von den
Kontaktstücken 2a abgewandten Enden Längsbohrungen 107 auf, die in das jeweils hintere
Langloch 101a münden. In diese Längsbohrungen 107 sind Federn eingesetzt, die sich
an ihren hinteren Enden an in den Verlängerungen 101 befestigten Enden von biegsamen
Litzen 12a bzw. 12b abstützen. Das vordere Ende dieser Federn 107 stützt sich gegen
die jeweiligen Schraubbolzen 103 ab, so daß die Kontaktstücke nach hinten hin in das
Gehäuse hinein vorgespannt werden.
[0027] Das Einspannen des Schneidmessers mit Hilfe der Klemmplatten 3a und der Schrauben
4 erfolgt derart, daß das den schneidenden Schenkel des Messers tragende Kontaktstück
gegen die Vorspannung der Feder 107 aus dem Gehäuse herausgezogen ist, so daß der
die Schneidkante aufweisende Schenkel auch bei einer durch die Erwärmung hervorgerufenen
Ausdehnung durch die Wirkung der Feder 107 immer straff gespannt gehalten wird und
ein einwandfreier sauberer Schnitt möglich ist.
[0028] Die freien Enden der biegsamen Litzen 12a, 12b sind in einer einen Teil des Schalters
bildenden Kontaktplatte 11a bzw. in einem festen Anschlußstück 13b befestigt.
[0029] Die Kontaktplatte 11a bildet einen Teil des bereits beschriebenen Schalters, der
jedoch ebenfalls gegenüber der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 abgeändert ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 8 ist der Betätigungshebel 8a an der Kontaktplatte
11a über ein Federblatt 110 und zwei Schrauben 111, 112 befestigt, wobei die Schraube
111 durch eine Bohrung in dem Federblatt hindurch in eine Gewindebohrung in dem Betätigungshebel
8a eingeschraubt ist, während die Schraube 112 durch eine Langlochbohrung in dem Feder
blatt hindurch in die Kontaktplatte 11a eingeschraubt ist. Durch diese Ausgestaltung
des Schalters wird eine weitere Bewegung des Betätigungshebels 8a nach dem Schließen
der Kontakte an der Kontaktplatte 11a bzw. einem den festen Kontakt tragenden Anschlußstück
13a ermöglicht, so daß eine weitere Verbesserung der Kontaktgabe erzielt wird.
[0030] Die Kontaktplatte 11a ist wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 in einem
U-förmigen Bügel 120 mit Hilfe einer Schraube 121 schwenkbar gelagert. Der Bügel 120
ist bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 8 ebenso wie alle anderen Bauteile
des Schneidgerätes an dem Träger 100 gehaltert.
[0031] Die Speiseleitungen 9 bzw. 10 sind mit den Anschlußstücken 13a, 13b verschraubt.
[0032] Wie dies aus Fig. 8 zu erkennen ist, weist der Träger 100 weiterhin gegenüber den
Verlängerungen 101 der Kontaktstücke 2a, 2b um die Längsachse herum um 90 ° versetzte
Gewindebohrungen 105 auf, die zur Befestigung des hülsenförmig ausgebildeten Gehäuses
1a dienen. Dieses Gehäuse weist eine Aussparung 113 auf, die weitgehend dem Umriß
des Betätigungshebels 8a des Schalters angepaßt ist. Durch Lösen der Schraube 112,
Drücken des Betätigungshebels 8a zum Schließen des Schalters und Vorschieben des Betätigungshebels
8a, was durch das Langloch des Federblattes 110 ermöglicht wird, kann der Betätigungshebel
8a im Inneren des Gehäuses 1a arretiert werden. Dies wird dadurch erreicht, daß der
Betätigungshebel 8a an seinem vorderen Ende eine abgerundete Kante aufweist, die mit
einer Schmalseite der Aussparung 113 unter Nockenwirkung in Eingriff kommen kann.
Auf diese Weise kann das Schneidgerät im Dauerbetrieb ohne Betätigung des Betätigungshebels
8a betrieben werden. Wie dies aus Fig. 5 zu erkennen ist, sind die kreisrunden Öffnungen
15 der Ausführungsform nach Fig. 2 durch eine Vielzahl von kleineren Bohrungen 15a
in den Kontaktstücken 2a ersetzt. Hierdurch ergibt sich eine vergrößerte Festigkeit
bei geringer Wärmeleitung zum Handgriff hin.
[0033] Die Ausführungsform nach Fig. 7 zeigt weiterhin eine Ausführungsform einer Kühlvorrichtung
7a in Form eines gebogenen Rohres mit Öffnungen, die auf die Schenkel des Schneidmessers
gerichtet sind. Wie dies in Fig. 7 schematisch angedeutet ist, kann dieses gebogene
Kühlluftrohr im Inneren des Gehäuses 1a mit kleinen Bohrungen 117 versehen sein, die
einen Teil des Luftstromes in das Innere des Gehäuses des Handgriffes leiten und dieses
kühlen, so daß auch im Dauerbetrieb eine angenehme Handhabung gewährleistet ist.
1. Elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden von Gummi und Kunststoffen, mit
einem aus Flachmaterial bestehenden stromdurchflossenen Messer, das im wesentlichen
U-förmig mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, deren freie Enden mit den beiden Polen
einer Speisestromquelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet , daß das Messer (6)
in einem Bereich, der zwischen den freien Enden der Schenkel (6b, 6c) und dem Verbindungsbereich
liegt, senkrecht zur Ebene des Flachmaterials umgebogen ist.
2. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der in Schneidrichtung
vorn liegende Schenkel (6b) im Biegungsbereich und benachbart hierzu eine verringerte
Breite aufweist.
3. Schneidgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Abbiegung
des Messers im wesentlichen rechtwinklig verläuft.
4. Schneidgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet ,
daß das Schneidgerät ein Gehäuse (1) mit Kontaktstücken (2) aufweist, die mit mit
der Speisestromquelle verbundenen Leitungen (9, 10) verbunden sind, und daß die freien
Enden der Schenkel (6b, 6c) des Messers (6) über Klemmplatten (3) an die Kontaktstücke
(2) angepreßt sind.
5. Schneidgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet ,
daß eine Kühlvorrichtung (7) zur Kühlung der Kontaktstücke (2) sowie der Schenkel
(6b, 6c) des Messers (6) vorgesehen ist.
6. Schneidgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlvorrichtung
durch ein quer zur Längsrichtung der Schenkel (6b, 6c) verlaufendes Rohr mit auf die
Schenkel gerichteten Bohrungen gebildet ist, das aus einer Kühlluftquelle gespeist
ist.
7. Schneidgerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlluftquelle
in Abhängigkeit von der Betätigung eines den Stromkreis durch das Messer schließenden
Schalters (8, 11, 12, 13) ein- und ausschaltbar ist.
8. Schneidgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß in dem Gehäuse (1) ein
in zumindest eine der Speiseleitungen (9, 10) eingeschalteter Schalter (8, 11, 12,
13) angeordnet ist, der eine in einem Betätigungshebel (8) eingebettete Kontaktplatte
(11) aufweist, die über eine biegsame Litze (12) mit einem Kontaktstück (2) oder der
Speiseleitung verbunden ist, und daß die Kontaktplatte (11) einen Kontakt aufweist,
der bei Betätigung des Betätigungshebels mit einem festen Kontakt (13) in Kontakt
gebracht wird, der mit der Speiseleitung oder dem Kontaktstück (2) verbunden ist.
9. Schneidgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet ,
daß in den Kontaktstücken (2) im außerhalb des Gehäuses (1) liegenden Bereich zwischen
diesem Gehäuse (1) und den Klemmplatten (3) Aussparungen (15) angeordnet sind, die
die Wärmeleitung von dem Messer (6) zum Gehäuse (1) verringern.
10. Elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden von Gummi und Kunststoffen, mit
einem aus Flachmaterial bestehenden stromdurchflossenen Messer, das im wesentlichen
U-förmig mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, deren freie Enden an jeweiligen Kontaktstücken
befestigt sind, die mit den Polen einer Speisestromquelle verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet , daß die Kontaktstücke (2a) in einer von dem Messer (6) abgewandten
Richtung vorgespannt sind.
11. Schneidgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Kontaktstücke
(2a) Verlängerungen (101) aufweisen, die in gegenüberliegenden Nuten (106) eines Trägers
(101) gleitend geführt sind.
12. Schneidgerät nach Anspruch 11, d a - durch gekennzeichnet , daß die Verlängerungen
(101) mit Langlöchern (101a) versehen sind, durch die hindurch sich in den Träger
(101) eingeschraubte Schraubbolzen (103) erstrecken, und daß auf die aus den Verlängerungen
(101) herausragenden Enden Muttern aufgeschraubt sind, die gegen die freiliegende
Oberfläche der Verlängerungen (101) der Kontaktstücke (2a) anliegen.
13. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß
der Träger (100) Befestigungsbohrungen (105) für ein hülsenförmiges Gehäuse (1a) aufweist.
14. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß
das Schneidgerät einen in zumindest eine der Speiseleitungen (9, 10) zur Speisestromquelle
eingeschalteten Schalter (8a, 11a, 13a) aufweist, der eine Kontaktplatte (11) aufweist,
die über eine biegsame Litze (12) mit einem Kontaktstück (2a) oder der Speiseleitung
(10) verbunden ist, und daß die Kontaktplatte (11a) einen Kontakt aufweist, der bei
Betätigung des Betätigungshebels (8a) mit einem festen Kontakt (13a) in Kontakt gebracht
wird, der mit der Speiseleitung oder dem Kontaktstück (2a) verbunden ist.
15. Schneidgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß der Betätigungshebel
(8a) mit der Kontaktplatte (11a) über ein Federblatt (110) verbunden ist.