(19)
(11) EP 0 092 835 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.11.1983  Patentblatt  1983/44

(21) Anmeldenummer: 83104047.2

(22) Anmeldetag:  25.04.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B29C 67/00, B26F 3/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 26.04.1982 DE 3215503

(71) Anmelder: Wenger, Helmut
D-85402 Kranzberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Wenger, Helmut
    D-85402 Kranzberg (DE)

(74) Vertreter: Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser Anwaltssozietät et al
Maximilianstrasse 58
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schneidgerät


    (57) Ein elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden von Gummi und Kunststoffen weist ein aus Flachmaterial bestehendes stromdurchflossenes Messer (6) auf, das im wesentlichen U-förmig mit zwei Schenkeln (66, 6c) ausgebildet ist, deren freie Enden mit den beiden Polen einer Speisestromquelle verbunden sind. Um ein Schneiden an schwer zugänglichen Stellen zu ermöglichen, ist das Messer (6) in einem Bereich, der zwischen den freien Enden der Schenkel (66, 6c) und dem verbindungsbereich liegt, senkrecht zur Ebene des Flachmaterials umgebogen. Zur Konzentration der durch den Stromdurchgang hervorgerufenen Wärme auf den umgebogenen, zum Schneiden dienenden Beriech ist vorzugsweise eine Kühlvorrichtung (7) vorgesehen, die die nicht in Schneideingriff stehenden Bereiche des Messers kühlt und deren elektrischen Widerstand verringert. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die das Messer (6) tragenden Kontaktstücke in dem Gehäuse in einer Richtung in dieses Gehäuse hinein elastisch vorgespannt, so daß eine durch die Erwärmung eines Messerschenkels hervorgerufene Dehnung kompensiert werden kann.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden von Gummi und Kunststoffen mit einem aus Flachmaterial bestehenden stromdurchflossenen Messer, das im wesentlichen U-förmig mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, deren freie Enden mit den beiden Polen einer Speisestromquelle verbunden sind.

    [0002] Bei einem bekannten Schneidgerät dieser Art (DE-PS 1 943 189) ist das Messer in Form einer ebenen, in Schneidrichtung verlaufenden U-förmigen Klinge ausgebildet, deren Schenkel im Verbindungsbereich in einer V-förmigen oder spitzwinkligen Schneidkante enden. Ein derartiges Schneidgerät ermöglicht ein abfallfreies Schneiden von Gummi und Kunststoffen, sofern die Schneidstelle bzw. die Schnittlinie frei zugänglich ist. Bei schwer zugänglichen Schneidstellen, beispielsweise beim Heraustrennen von geklebten Scheiben von Kraftfahrzeugen, ist die Anwendung dieses bekannten Messers schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisch beheiztes Schneidgerät der eingangs genannten Art zu schaffen, das auch das Schneiden von-Material an schwer zugänglichen Stellen ermöglicht.

    [0004] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene Erfindung gelöst.

    [0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den ünteransprüchen.

    [0006] Das erfindungsgemäße Schneidgerät ermöglicht aufgrund seiner abgewinkelten Form das Schneiden selbst an schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise das Ausschneiden von verklebten Scheiben von Kraftfahrzeugen.

    [0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der in Schneidrichtung vorn liegende Schenkel im Biegungsbereich und benachbart hierzu eine verringerte Breite auf, so daß in diesem Bereich die stärkste Erhitzung auftritt. Dies ist insbesondere bei dem genannten Anwendungsfall des Ausschneidens von verklebten Fensterscheiben vorteilhaft, da hierbei im Biegungsbereich, d. h. in der Kante des die Scheibe aufnehmenden Falzes, beim Schneiden eine Materialanhäufung auftritt, die zu einer raschen Wärmeabfuhr und damit zu einer Abkühlung des Messers führt. Durch die Verringerung der Breite des Schenkels an dieser Stelle oder an einer anderen Stelle, an der je nach Anwendungsfall eine vergrößerte Wärmeabfuhr auftritt, kann die Wärmeverteilung sehr genau gesteuert werden.

    [0008] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine Kühlvorrichtung-vorgesehen, die den außerhalb des Schneidbereiches liegenden Teil des Messers kühlt, so daß eine weitere Wärmekonzentration auf den Schneidbereich selbst erfolgt, da die heißeren Bereiche des Messers einen größeren Widerstand aufweisen.

    [0009] Da zu einer ausreichenden Erhitzung des.Messers eine erhebliche Leistung erforderlich ist, wird das Schneidgerät vorzugsweise über mit einer Speisestromquelle verbundene Leitungen gespeist, da andernfalls bei Anordnung eines Transformators in dem Schneidgerät selbst das Gewicht des Schneidgerätes zu groß werden würde. Dies setzt ein Schalten der Stromversorgung des Messers im Stromkreis des Messers selbst voraus, d. h. auf der Sekundärseite eines die Speisestromquelle bildenden Transformators. Um Probleme hinsichtlich der Kontaktgabe bei derartig hohen Strömen zu vermeiden, ist der Schalter vorzugsweise in Form eines in Ausschaltrichtung vorgespannten Betätigungshebels ausgebildet, der eine Kontaktplatte trägt, die an einem Ende mit einem Kontakt versehen ist, der mit einem festen Kontakt zusammenwirkt. Dieser Kontakt ist beispielsweise mit der Speiseleitung verbunden, und die Kontaktplatte selbst ist in diesem Fall über eine flexible Litze mit dem einen Kontaktstück verbunden. Auf diese Weise werden die bei anderen Schaltern erforderlichen zwei Strom- übergänge über Kontaktflächen vermieden.

    [0010] Die Kühlvorrichtung ist vorzugsweise in Abhängigkeit von der Betätigung des Schalters ein- und ausschaltbar, wobei zu diesem Zweck an sich bekannte Detektoren für den Spannungsabfall längs der Sekundärwicklung des Transformators und/oder den auf der Sekundärseite fließenden Strom vorge-sehen sind.

    [0011] Um eine Wärmeübertragung von dem Messer auf das Gehäuse des Schneidgerätes so weit wie möglich zu verringern, können weiterhin in den Kontaktstücken im Bereich zwischen dem Gehäuse und den die Messer einklemmenden Klemmplatten Aussparungen vorgesehen sein, die den Wärmeübergang verringern.

    [0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, die unabhängig davon, ob die Messer gebogen oder gerade sind, anwendbar ist, sind die Kontaktstücke in einer Richtung von dem Schneidmesser fort in ihrer Längsrichtung vorgespannt, um eine Kompensation der größeren Wärmeausdehnung des sich stärker erwärmenden, die Schneidkante aufweisenden Schenkels des Messers zu erzielen. Der die Schneidkante tragende Schenkel des Messers wird mit Hilfe der Klemmplatte an dem zugehörigen Kontaktstück festgeklemmt, während dieses Kontaktstück gegen die Wirkung der Vorspannung aus dem Gehäuse herausgezogen ist. Um eine beliebige Einspannung der Messer zu ermöglichen, ist hierbei vorzugsweise vorgesehen, daß beide Kontaktstücke elastisch in das Innere des Gehäuses hinein vorgespannt sind, so daß die Schneidrichtung des Schneidgerätes bezogen auf das Gehäuse bzw. die Lage des Schalters beliebig wählbar ist.

    [0013] Das Schneidgerät kann hierbei einen in der Mitte angeordneten Träger in Form eines Stabes mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt aus wärmebeständigem Isoliermaterial aufweisen, der im vorderen Bereich des Gehäuses mit in Axialrichtung verlaufenden Nuten versehen ist, in denen Verlängerungen der Kontaktstücke gleiten können. Diese Verlängerungen der Kontaktstücke weisen LanglÖcher auf, durch die hindurch in dem Träger befestigte Schraubbolzen laufen, auf die oberhalb der Verlängerungen der Kontaktstücke Scheiben und Muttern aufgesetzt sind, die so weit angezogen sind, daß eine Verschiebbarkeit der Verlängerungen der Kontaktstücke in den Nuten des Trägers ermöglicht wird. Die Kontaktstücke sind mit den Speiseleitungen über flexible Litzen verbunden, die die Bewegung der Kontaktstücke nicht behindern.

    [0014] Bei Verwendung eines im wesentlichen mittig angeordneten Trägers kann das Gehäuse als Hülse ausgebildet und über den Träger geschoben sein, so daß das Gehäuse an den Schmalseiten des Trägers durch Schrauben befestigbar ist, die in Gewindebohrungen in dem Träger eingeschraubt sind. Hierdurch ergibt sich ein sehr kompakter und robuster Aufbau, der sehr hohe Schneidkräfte ermöglicht.

    [0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert.

    [0016] In der Zeichnung zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Schneidgerätes,

    Fig. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf das Schneidgerät gemäß Fig. 1,

    Fig. 3a bis 3d eine erste Ausführungsform eines Schneidmessers des Schneidgerätes nach den Fig. 1 und 2,

    Fig. 4a bis 4d eine zweite Ausführungsform eines Messers für das Schneidgerät gemäß den Fig. 1 und 2,

    Fig. 5 eine teilweise weggebrochen dargestellte Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des Schneidgerätes, wobei die obere Hälfte des Gehäuses fortgelassen ist,

    Fig. 6 eine teilweise weggebrochene Längsschnittansicht unter einem rechten Winkel zur Fig. 5,

    Fig. 7 eine der Fig. 5 entsprechende Ausführungsform des Schneidgerätes mit einer KÜhlvorrichtung,

    Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII nach Fig. 5 bei Betrachtung in Richtung der Pfeile, wobei der Schalter fortgelassen ist.



    [0017] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsform des elektrisch beheizten Schneidgerätes weist ein Gehäuse 1 auf, an dem Kontaktstücke 2 befestigt sind, die mit Klemmplatten 3 zusammenwirken, um ein Messer 6 einzuspannen. Die Klemmplatten 3 werden mit Hilfe von Schrauben,4, 5 gegen das auf den Kontaktstücken 2 aufliegende Messer gedrückt und ergeben einen sicheren elektrischen Kontakt.

    [0018] Durch das Gehäuse hindurch erstrecken sich elektrische Speiseleitungen 9, 10 sowie ein Schlauch 11, der eine noch zu erläuternde KÜhlvorrichtung mit Kühlluft speist.

    [0019] Die Speiseleitung 9 ist direkt mit dem einen Kontaktstück 2 verbunden, während die andere Speiseleitung 10 über einen durch einen Betätigungshebel 8 betätigbaren Schalter mit dem anderen Kontaktstück 2 verbindbar ist. Im Hinblick auf die relativ großen durch das Messer fließenden Ströme besteht der Schalter aus einer in dem Betätigungshebel 8 eingebetteten Kontaktplatte 11, die mit dem zugeordneten Kontaktstück 2 über eine biegsame Litze 12 verbunden ist und einen Kontakt aufweist, der mit einem festen Kontakt 13 bei Betätigung des Betätigungshebels in Kontakt gebracht werden kann. Der Betätigungshebel ist durch eine Feder 14 derart vorgespannt, daß der Stromkreis von der Speiseleitung 10 zum zugeordneten Kontaktstück 2 unterbrochen wird.

    [0020] Oberhalb des Messers 6 erstreckt sich das freie Ende eines Kühlrohres 7, das mit auf die Klemmplatten und das Messer gerichteten Luftauslaßöffnungen versehen ist. Im Betrieb wird über den Schlauch 11 Kühlluft in das Eühlrohr 7 eingespeist, so daß nicht in Schneideingriff befindliche Teile des Messers 6 gekühlt werden. Auf diese Weise werden die Bereiche des Messers, die sich außerhalb der eigentlichen Schnittstelle befinden, auf einer niedrigen Temperatur gehalten, so daß aufgrund der Widerstandserhöhung in den übrigen Bereichen des Messers die Wärmeabgabe in diesen anderen Bereichen konzentriert ist.

    [0021] Wie dies aus den Fig. 1 und 2 sowie insbesondere aus den Fig. 3a bis 3d und 4a bis 4d zu erkennen ist, weist das Messer 6 einen abgewinkelten Abschnitt 6a auf, der unter einem beliebigen Winkel zum übrigen Bereich des Messers verlaufen kann. Der in den Zeichnungen dargestellte Fall einer rechtwinkligen Abbiegung stellt nur einen Sonderfall dar, der beispielsweise für den bereits genannten Anwendungsfall des Herausschneidens von verklebten Kraftfahrzeugscheiben geeignet ist. Wie dies aus den Fig. 3a und 3b sowie 4a und 4b zu erkennen ist, ist die Breite des in Schneidrichtung vorne liegenden Schenkels 6b des Messers im Bie- gungsbereich sowie benachbart hierzu verringert, so daß hier eine Wärmekonzentration auftritt. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, weil in diesem Bereich beim Schneiden eine Materialanhäufung auftritt, die eine vergleichsweise stärkere Wärmeabfuhr ergibt.

    [0022] Selbstverständlich kann diese Verringerung der Breite zusätzlich zum Biegungsbereich an anderen Bereichen des in Schneidrichtung vorn liegenden Schenkels vorgesehen sein, so daß eine entsprechende Anpassung des Messers an die Schneidbedingungen und die hierbei auftretende Wärmeabfuhr möglich ist.

    [0023] Wie dies aus den Fig. 3b und 4b weiterhin zu erkennen ist, ergibt sich durch die Verringerung der Breite eine Schneidspitze in dem abgebogenen Bereich 6a, die das Eindringen des Messers in das zu schneidende Material erleichtert.

    [0024] Der die beiden Schenkel 6b und 6c des Messers verbindende abgebogene Bereich 6a kann in der in Fig. 3b ersichtlichen Weise entweder gleichschenklig spitzwinklig oder gemäß Fig. 4b unsymmetrisch ausgebildet sein, je nach Anwendungszweck.

    [0025] Zur Vermeicrung eines Wärmeüberganges von dem Messer bzw. von den Kontaktstücken 2 auf das Gehäuse 1 sind die Kontaktstücke 2 mit Aussparungen versehen, die in Fig. 2 als kreisrunde Öffnungen 15 dargestellt sind. Diese Öffnungen 15 verringern den Wärmeübergang durch die Kontaktstücke erheblich, führem aber nicht zu einer wesentlichen Vergrößerung des Widerstamdes der Kontaktstücke, deren Abmessumgen hauptsächlich durch die auftretenden mechanischen Beanspruchungen beim Schneiden bestimmt simd. Diese Bohrungen 15 ergeben, insbesondere in Verbindung mit der Kühlluft aus dem Kühlrohr 7, eine wesentliche Verringerung der Erwärmung des Gehäuses 1. Die Einspeisung der Kühlluft in den Schlauch 111 kann in Abhängigkeit von der Betätigung des Schalters über den Speisestromkreis der Meesser gesteuiert werden, wobei die KühlLuftzufuhr im ausgeschalteten Zustand gegebenenfalls unterbrochen oder in ihrer Menge reduziert werden kann.

    [0026] In den Fig. 5 bis 8 ist eine weitere Ausführungsform des Schneidgerätes dargestellt, das sowohl für die Verwendung mit geraden als auch gebogenen Messern geeignet ist. Diese Ausführungsform des Schneidgerätes unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen AusfÜhrungsform nach den Fig. 1 und 2 insbesondere dadurch, daß die Kontaktstücke 2a nicht an dem Gehäuse 1a selbst befestigt sind, sondern gleitend an einem Träger 100, der im wesentlichen mittig in dem Gehäuse 1a angeordnet ist, geführt sind. Dieser Träger weist, wie dies insbesondere aus Fig. 8 zu erkennen ist, einen viereckigen, beispielsweise rechteckigen, Querschnitt auf und ist mit Nuten 106 versehen, in denen Verlängerungen 101 der Kontaktstücke 2a geführt sind. Diese Verlängerungen weisen Langlöcher 101a auf, durch die hindurch Schraubbolzen 103 ragen, die in Gewindebohrungen dem Träger 100 eingeschraubt sind. Oberhalb der Verlängerungen 101 sind auf die Schraubbolzen 103 selbstsichernde Muttern 104 aufgeschraubt, wobei zwischen den Muttern 104 und den Verlängerungen 101 Gleitscheiben angeordnet sind, die eine Verschiebung der Verlängerungen 101 in Längsrichtung ermöglichen. Die Verlängerungen 101 weisen auf ihren von den Kontaktstücken 2a abgewandten Enden Längsbohrungen 107 auf, die in das jeweils hintere Langloch 101a münden. In diese Längsbohrungen 107 sind Federn eingesetzt, die sich an ihren hinteren Enden an in den Verlängerungen 101 befestigten Enden von biegsamen Litzen 12a bzw. 12b abstützen. Das vordere Ende dieser Federn 107 stützt sich gegen die jeweiligen Schraubbolzen 103 ab, so daß die Kontaktstücke nach hinten hin in das Gehäuse hinein vorgespannt werden.

    [0027] Das Einspannen des Schneidmessers mit Hilfe der Klemmplatten 3a und der Schrauben 4 erfolgt derart, daß das den schneidenden Schenkel des Messers tragende Kontaktstück gegen die Vorspannung der Feder 107 aus dem Gehäuse herausgezogen ist, so daß der die Schneidkante aufweisende Schenkel auch bei einer durch die Erwärmung hervorgerufenen Ausdehnung durch die Wirkung der Feder 107 immer straff gespannt gehalten wird und ein einwandfreier sauberer Schnitt möglich ist.

    [0028] Die freien Enden der biegsamen Litzen 12a, 12b sind in einer einen Teil des Schalters bildenden Kontaktplatte 11a bzw. in einem festen Anschlußstück 13b befestigt.

    [0029] Die Kontaktplatte 11a bildet einen Teil des bereits beschriebenen Schalters, der jedoch ebenfalls gegenüber der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 abgeändert ist. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 8 ist der Betätigungshebel 8a an der Kontaktplatte 11a über ein Federblatt 110 und zwei Schrauben 111, 112 befestigt, wobei die Schraube 111 durch eine Bohrung in dem Federblatt hindurch in eine Gewindebohrung in dem Betätigungshebel 8a eingeschraubt ist, während die Schraube 112 durch eine Langlochbohrung in dem Feder blatt hindurch in die Kontaktplatte 11a eingeschraubt ist. Durch diese Ausgestaltung des Schalters wird eine weitere Bewegung des Betätigungshebels 8a nach dem Schließen der Kontakte an der Kontaktplatte 11a bzw. einem den festen Kontakt tragenden Anschlußstück 13a ermöglicht, so daß eine weitere Verbesserung der Kontaktgabe erzielt wird.

    [0030] Die Kontaktplatte 11a ist wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 in einem U-förmigen Bügel 120 mit Hilfe einer Schraube 121 schwenkbar gelagert. Der Bügel 120 ist bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 8 ebenso wie alle anderen Bauteile des Schneidgerätes an dem Träger 100 gehaltert.

    [0031] Die Speiseleitungen 9 bzw. 10 sind mit den Anschlußstücken 13a, 13b verschraubt.

    [0032] Wie dies aus Fig. 8 zu erkennen ist, weist der Träger 100 weiterhin gegenüber den Verlängerungen 101 der Kontaktstücke 2a, 2b um die Längsachse herum um 90 ° versetzte Gewindebohrungen 105 auf, die zur Befestigung des hülsenförmig ausgebildeten Gehäuses 1a dienen. Dieses Gehäuse weist eine Aussparung 113 auf, die weitgehend dem Umriß des Betätigungshebels 8a des Schalters angepaßt ist. Durch Lösen der Schraube 112, Drücken des Betätigungshebels 8a zum Schließen des Schalters und Vorschieben des Betätigungshebels 8a, was durch das Langloch des Federblattes 110 ermöglicht wird, kann der Betätigungshebel 8a im Inneren des Gehäuses 1a arretiert werden. Dies wird dadurch erreicht, daß der Betätigungshebel 8a an seinem vorderen Ende eine abgerundete Kante aufweist, die mit einer Schmalseite der Aussparung 113 unter Nockenwirkung in Eingriff kommen kann. Auf diese Weise kann das Schneidgerät im Dauerbetrieb ohne Betätigung des Betätigungshebels 8a betrieben werden. Wie dies aus Fig. 5 zu erkennen ist, sind die kreisrunden Öffnungen 15 der Ausführungsform nach Fig. 2 durch eine Vielzahl von kleineren Bohrungen 15a in den Kontaktstücken 2a ersetzt. Hierdurch ergibt sich eine vergrößerte Festigkeit bei geringer Wärmeleitung zum Handgriff hin.

    [0033] Die Ausführungsform nach Fig. 7 zeigt weiterhin eine Ausführungsform einer Kühlvorrichtung 7a in Form eines gebogenen Rohres mit Öffnungen, die auf die Schenkel des Schneidmessers gerichtet sind. Wie dies in Fig. 7 schematisch angedeutet ist, kann dieses gebogene Kühlluftrohr im Inneren des Gehäuses 1a mit kleinen Bohrungen 117 versehen sein, die einen Teil des Luftstromes in das Innere des Gehäuses des Handgriffes leiten und dieses kühlen, so daß auch im Dauerbetrieb eine angenehme Handhabung gewährleistet ist.


    Ansprüche

    1. Elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden von Gummi und Kunststoffen, mit einem aus Flachmaterial bestehenden stromdurchflossenen Messer, das im wesentlichen U-förmig mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, deren freie Enden mit den beiden Polen einer Speisestromquelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet , daß das Messer (6) in einem Bereich, der zwischen den freien Enden der Schenkel (6b, 6c) und dem Verbindungsbereich liegt, senkrecht zur Ebene des Flachmaterials umgebogen ist.
     
    2. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der in Schneidrichtung vorn liegende Schenkel (6b) im Biegungsbereich und benachbart hierzu eine verringerte Breite aufweist.
     
    3. Schneidgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Abbiegung des Messers im wesentlichen rechtwinklig verläuft.
     
    4. Schneidgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß das Schneidgerät ein Gehäuse (1) mit Kontaktstücken (2) aufweist, die mit mit der Speisestromquelle verbundenen Leitungen (9, 10) verbunden sind, und daß die freien Enden der Schenkel (6b, 6c) des Messers (6) über Klemmplatten (3) an die Kontaktstücke (2) angepreßt sind.
     
    5. Schneidgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß eine Kühlvorrichtung (7) zur Kühlung der Kontaktstücke (2) sowie der Schenkel (6b, 6c) des Messers (6) vorgesehen ist.
     
    6. Schneidgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlvorrichtung durch ein quer zur Längsrichtung der Schenkel (6b, 6c) verlaufendes Rohr mit auf die Schenkel gerichteten Bohrungen gebildet ist, das aus einer Kühlluftquelle gespeist ist.
     
    7. Schneidgerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Kühlluftquelle in Abhängigkeit von der Betätigung eines den Stromkreis durch das Messer schließenden Schalters (8, 11, 12, 13) ein- und ausschaltbar ist.
     
    8. Schneidgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß in dem Gehäuse (1) ein in zumindest eine der Speiseleitungen (9, 10) eingeschalteter Schalter (8, 11, 12, 13) angeordnet ist, der eine in einem Betätigungshebel (8) eingebettete Kontaktplatte (11) aufweist, die über eine biegsame Litze (12) mit einem Kontaktstück (2) oder der Speiseleitung verbunden ist, und daß die Kontaktplatte (11) einen Kontakt aufweist, der bei Betätigung des Betätigungshebels mit einem festen Kontakt (13) in Kontakt gebracht wird, der mit der Speiseleitung oder dem Kontaktstück (2) verbunden ist.
     
    9. Schneidgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß in den Kontaktstücken (2) im außerhalb des Gehäuses (1) liegenden Bereich zwischen diesem Gehäuse (1) und den Klemmplatten (3) Aussparungen (15) angeordnet sind, die die Wärmeleitung von dem Messer (6) zum Gehäuse (1) verringern.
     
    10. Elektrisch beheiztes Schneidgerät zum Schneiden von Gummi und Kunststoffen, mit einem aus Flachmaterial bestehenden stromdurchflossenen Messer, das im wesentlichen U-förmig mit zwei Schenkeln ausgebildet ist, deren freie Enden an jeweiligen Kontaktstücken befestigt sind, die mit den Polen einer Speisestromquelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet , daß die Kontaktstücke (2a) in einer von dem Messer (6) abgewandten Richtung vorgespannt sind.
     
    11. Schneidgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Kontaktstücke (2a) Verlängerungen (101) aufweisen, die in gegenüberliegenden Nuten (106) eines Trägers (101) gleitend geführt sind.
     
    12. Schneidgerät nach Anspruch 11, d a - durch gekennzeichnet , daß die Verlängerungen (101) mit Langlöchern (101a) versehen sind, durch die hindurch sich in den Träger (101) eingeschraubte Schraubbolzen (103) erstrecken, und daß auf die aus den Verlängerungen (101) herausragenden Enden Muttern aufgeschraubt sind, die gegen die freiliegende Oberfläche der Verlängerungen (101) der Kontaktstücke (2a) anliegen.
     
    13. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß der Träger (100) Befestigungsbohrungen (105) für ein hülsenförmiges Gehäuse (1a) aufweist.
     
    14. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet , daß das Schneidgerät einen in zumindest eine der Speiseleitungen (9, 10) zur Speisestromquelle eingeschalteten Schalter (8a, 11a, 13a) aufweist, der eine Kontaktplatte (11) aufweist, die über eine biegsame Litze (12) mit einem Kontaktstück (2a) oder der Speiseleitung (10) verbunden ist, und daß die Kontaktplatte (11a) einen Kontakt aufweist, der bei Betätigung des Betätigungshebels (8a) mit einem festen Kontakt (13a) in Kontakt gebracht wird, der mit der Speiseleitung oder dem Kontaktstück (2a) verbunden ist.
     
    15. Schneidgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß der Betätigungshebel (8a) mit der Kontaktplatte (11a) über ein Federblatt (110) verbunden ist.
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht