[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abtragen von auf einer
Standfläche abgestellten Faserballen in der Spinnerei, bei welchem ein Abtragsorgan
über die Ballen hin und her bewegt und vor jedem Durchgang abgesenkt wird und die
abgetragenen Flocken in einen Speicher eingefüllt und aus diesem zu ihrer nächsten
Verarbeitungsstufe befördert werden, wobei gewichtsmässig die pro Zeiteinheit in den
Speicher hinein beförderte Flockenmenge etwas grösser ist als die pro Zeiteinheit
aus dem Speicher heraus beförderte Flockenmenge und wobei beim Erreichen eines maximalen
Füllungszustandes des Speichers ein den Abtragsvorgang stillsetzendes Stoppsignal
und beim Erreichen eines minimalen Füllungszustandes des Speichers ein den Abtragsvorgang
in Betrieb setzendes Startsignal geliefert wird.
[0002] Durch die Zeitschrift "Melliand Textilberichte 1/1982, Seite 15" ist es bereits bekannt,
Mikroelektronik in der Spinnereivorbereitung zum Abtasten der Höhen vorgelegter Ballen
und zum Zustellen der vorgegebenen Abtragtiefe pro Ballengruppe, zu verwenden. Bei
dieser bekannten Anordnung handelt es sich um eine Anlage zum Mischen verschiedener
Fasern.
[0003] Bei in der Praxis bekannten Einrichtungen zum Abtragen von Faserflocken von auf einer
Standfläche abgestellten Faserballen wird das Abtragsorgan wiederholt über eine Reihe
von Ballen geführt, wobei das vom Abtragsorgan erfasste Fasermaterial als Faserflocken
frei und, beispielsweise durch einen Absaugkanal, laufend weggeführt wird. Dabei bewegt
sich das Abtragsorgan mit konstanter Geschwindigkeit über die Ballen hinweg und wird
nach jedem Durchgang um einen konstanten Betrag in ihrer Höhe verstellt. Dadurch wird
bei jedem Durchgang eine dieser Höhenverstellung entsprechende Schicht Flockenmaterial
von den Ballen abgetragen. Das erfasste Flockenmaterial wird in einen Speicher befördert
und gelangt von diesem zu den anschliessenden VerarbeÜtungsmaschinen, wie Karden,
Streckwerke und Kämmmaschinen. Es ist erwünscht, dass diese nachfolgenden Verarbeitungsmaschinen
ununterbrochen mit Material beliefert werden. Deshalb muss im Speicher stets Flockenmaterial
vorhanden sein. Dies wird dadurch gewährleistet, dass dem Speicher etwas mehr Flockenmaterial
zugeführt wird als die nachfolgenden Maschinen benötigen. Um ein Ueberfüllen des Speichers
zu vermeiden, wird der Abtragungsvorgang jeweils abgestellt, wenn der Füllungszustand
des Speichers einen maximalen Wert überschreitet. Wenn daraufhin der Füllungszustand
im Speicher als Folge der steten Flockenentnahme für die nachfolgenden Verarbeitungsmaschinen
einen minimalen Wert unterschreitet, wird der Abtragungsvorgang wieder eingeschaltet.
Dadurch ergibt sich ein periodisches Abstellen und Inbetriebsetzen des Abtragvorganges,
d.h. der Flockenproduktion. Als optimale Arbeitsweise gilt eine solche, bei welcher
der Abtragungsvorgang ungefähr 80-90 % der Zeit arbeitet und ungefähr 20-10% der Zeit
stillsteht. Diese Zeitreserve von 10-20% wird benötigt und genügt erfahrungsgemäss,
um, unter anderem, anfallende Wartungsarbeiten durchzuführen, oder, bei einer Arbeitsweise
mit zwei abwechslungsweise abzutragenden Ballenreihen, das Umdrehen des Abtragsorgans
um 180° von der abgetragenen Ballenreihe auf die volle Ballenreihe, durchzuführen.
[0004] Die abzutragenden Ballen sind - verteilt auf die Höhe - nicht überall gleich dicht.
Sie sind in ihrem mittleren Bereich am dichtesten. Dadurch ergibt sich, dass beim
Abtragen des obersten und untersten Teiles einer Balle gewichtsmässig weniger Flocken
geliefert werden als beim Abtragen des mittleren Teiles derselben. Bezüglich der im
vorherigen gemachten Ausführungen bedeutet das, dass am Anfang und am Schluss der
Ballen dem Speicher pro Zeiteinheit gewichtsmässig weniger Material zugeführt wird
als beim Abtragen im Mittelbereich der Ballen. Somit arbeitet die Abtragsmaschine
am Anfang und Ende der Ballen für längere Zeitperioden als dies beim Abtragen des
Mittelbereiches der Ballen der Fall ist.
[0005] Um bei den bekannten Einrichtungen eine ununterbrochene Lieferung von Flocken aus
dem Speicher zu gewährleisten, wird am Anfang und Ende der Ballen der optimale Stillstandswert
von 10-20% der Betriebszeit vorgesehen. Damit werden die Stillstände der Abtragswalze
beim Abtragen des Mittelbereichs der Ballen zu lang. Dies ist unökonomisch, weil dadurch
die Putzereimaschinen nur ungenügend ausgenützt sind.
[0006] Dieser Nachteil soll durch die vorliegende Erfindung vermieden werden. Diese ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Start- und Stoppsignale einer Schaltanordnung zugeführt
werden, welche ein Ueberwachungssignal erzeugt, welches von der Dauer der durch die
Start- und Stoppsignale gegebenen Zeitintervalle abhängig ist und zusammen mit einem
vorgegebene Zeitintervalle definierenden Sollsignal einem Rechner zugeführt wird,
in welchem ein von dem Ueberwachungs- und dem Sollsignal abhängiges Steuersignal gebildet
wird, welches zum Steuern des Gewichtes der durch das Abtragsorgan pro Zeiteinheit
von den Faserballen abgetragenen Flocken einer den Abtragsvorgang des Abtragsorgans
steuernden Einrichtung zugeführt wird.
[0007] Gemäss der Erfindung erfolgt somit das Abtragen des dichten Teils der Ballen, welcher
den grössten Teil des Flockenmaterials der Ballen bildet, in relativ dünnen Schichten.
Dies bedeutet ein schonenderes Ballenöffnen mit kleineren Flokken. Der Einfluss der
Inhomogenität der Ballen wird praktisch eliminiert. Andererseits kann die laufende
Anpassung an die optimalen Stillstandszeiten im Vergleich zu den bekannten Abtragsmaschinen
und bei einer Flockenqualität, welche der mit diesen bekannten Maschinen erreichten
gleich ist, zur Erhöhung der Gesamtproduktion der Abtragsmaschine benützt werden.
[0008] Im folgenden sei die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung
näher erläutert. In der letzteren ist
Fig. 1 eine Ansicht einer Ballenabtragseinrichtung mit zwei Ballenreihen, von oben
gesehen und
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Steuerunggemäss der Erfindung.
[0009] Die
Fig. l zeigt eine Reihe von Ballen 11, welche auf einer Standfläche abgestellt sind.
Ueber diesen Ballen ist ein Abtragsorgan 12 angeordnet, welches von einem Träger 13
getragen ist. Im Träger 13 ist ein Motor vorgesehen, durch welchen das Abtragsorgan
12 in Rotation versetzt werden kann. Der Träger 13 ist längs Schienen 14 hin und her
bewegbar. Das Abtragsorgan 12 ist ausserdem in seiner Höhe verstellbar. Ein Förderkanal
15 dient zur Aufnahme der durch die Abtragungswalze 12 von den Ballen 11 abgetragenen
Flocken und zum Zuführen derselben zu einem Speicher 16. Vom Speicher 16 gelangen
die Faserflocken durch einen Kanal 17 zu anschliessenden Verarbeitungsmaschinen.
[0010] Am Speicher 16 befindet sich eine Ueberwachungsanlage 21, welche beim Erreichen eines
vorgegebenen, minimalen Füllungszustandes des Speichers 16 ein Startsignal a und beim
Erreichen eines vorgegebenen, maximalen Füllungszustandes des Speichers 16 ein Stoppsignal
e liefert. Die Signale a und e gelangen über eine elektrische Leitung 22 zu einem
elektrischen Schaltkreis 23. In diesem wird ein Ueberwachungssignal y erzeugt, welches
über eine Leitung 24 zum Träger 13 führt. Das Signal y ist von den zwischen den unmittelbar
aufeinanderfolgenden Start- und Stoppsignalen a bzw. e vorhandenen Zeitintervallen,
abhängig. Mit 25 ist eine Einrichtung bezeichnet, welche zum Liefern der bei einer
Bewegung des Trägers 13 nach links benötigten, grössern Kabellänge des die Leitung
24 bildenden Kabels dient, und welche bei einer Bewegung des
Trä- gers 13 nach rechts das frei werdende Kabel wieder aufnimmt. In der Zeichnung
sind die Bezugszeichen für die Signale an den Leitungen aufgeführt, durch welche sie
übertragen werden.
[0011] In Fig. 1 ist eine zweite Reihe strichliniert gezeichneter Ballen 18 gezeigt. In
einer solchen Ausführungsform werden während des Abtragens der Ballen 11 die Ballen
18 herangeführt und abgestellt. Nachdem die Ballen 11 abgetragen sind, wird das Abtragungsorgan
12 um 180° um die Drehachse 33 geschwenkt, worauf das Abtragen der Reihe der Ballen
18 aufgenommen wird. Nachdem diese abgetragen sind, wird das Abtragungsorgan wieder
auf eine neue Reihe von Ballen 11 zurückgeschwenkt und diese werden abgetragen,usw.
[0012] Der in Fig. 1 dargestellte Schaltkreis 23 umfasst eine in Fig. 2 gezeigte Schaltanordnung
26, eine Leitung 27 und einen Rechner 28. Im weiteren sind wiederum der Speicher 16
mit der Ueberwachungsanlage 21, die Kanäle 15 und 17 und die Leitungen 22 und 24 gezeigt.
Mit schräger Schraffur ist Flockenmaterial 32 dargestellt. Die Abtragsmaschine 30
ist als eine Einheit schematisch durch einen Block dargestellt. Durch eine Leitung
31 wird dem Rechner 28 ein Sollsignal j zugeführt.
[0013] Dieses legt die Dauer der Zeitintervalle fest, während denen sich die Abtragsmaschine
30 im Arbeitszustand und im Stillstand d.h. in einem keine Flocken produzierenden
Zustand, befindet. Der Rechner 28 bildet aus dem Sollsignal j und dem von der Schaltanordnung
26 gelieferten Ueberwachungssignal y ein Steuersignal s, welches über die Leitung
24 einer in der Abtragsmaschine 30 bzw. im Träger 13 vorhandenen, den Abtragsvorgang
des Abtragsorgans 12 steuernden Einrichtung (nicht gezeigt) zugeführt wird. Zusätzlich
werden die Start- und Stoppsignale a bzw. e von der Ueberwachungsanlage 21 über die
Leitungen 22, 27 und 24 der Abtragsmaschine 30 direkt zugeführt.
[0014] Im Betrieb fährt der Träger 13 mit dem Abtragsorgan 12 auf den Schienen 14 hin und
her. Dabei wird durch das rotierende Abtragsorgan 12 Flockenmaterial von den Ballen
11 weggenommen. Dieses Flockenmaterial 32 gelangt durch den Förderkanal 15 in den
Speicher 16. Nach jedem Durchgang des Abtragsorgans 12 wird diese um einen bestimmten
Betrag abgesenkt, so dass sie bei jedem Durchgang eine Schicht Fasermaterial abträgt,
dessen Dicke dem Betrag, um den das Abtragsorgan 12 abgesenkt wurde, gleich ist. Wie
eingangs erwähnt, ist die pro Zeiteinheit in den Speicher 16 durch den Förderkanal
15 einlaufende Menge von Flockenmaterial 32 etwas grösser als pro Zeiteinheit die
durch den Kanal 17 entnommene Menge von Flockenmaterial 32. Sobald im Speicher 16
ein vorgegebener, maximaler Füllungszustand erreicht wird, liefert die Ueberwachungsanlage
21 ein Stoppsignal e.
[0015] Dieses gelangt über die Leitungen 22, 27 und 24 unmittelbar zur Abtragsmaschine 30
und bewirkt ein Anhalten der Flockenproduktion bzw. des Abtragsvorgangs. Währenddessen
dauert die Entnahme von Flockenmaterial 32 aus dem Speicher 16 an. Beim Erreichen
eines vorgegebenen, minimalen Füllungszustandes des Speichers 16 wird von der Ueberwachungsanlage
21 ein Startsignal a abgegeben. Dieses gelangt, ebenso wie das Stoppsignal e, über
die Leitungen 22, 27 und 24 direkt zur Abtragsmaschine 30 und bewirkt ein Wieder-in-Bewegung-Setzen
derselben.
[0016] Im normalen Betrieb der Abtragsmaschine 30 sind von jedem Startsignal a bis zum unmittelbar
darauffolgenden Stoppsignal e dauernde Arbeitszeitintervalle T
a und von jedem Stoppsignal e bis zum unmittelbar darauffolgenden Startsignal a dauernde
Stillstandszeitintervalle T vorhanden. Ein Arbeitszeitintervall T
a und ein an dieses angeschlossenes Stillstandszeitintervall T seien als ein Betriebszyklus
bezeichnet. In der Schaltanordnung 26 wird ein Ueberwachungssignal y gebildet, welches
von den Zeitintervallen T
a und T
s abhängig ist, d.h. eine Funktion der Grössen T
a und T
s ist. Das Sollsignal j definiert eine vorgegebene, gewünschte Beziehung der Werte
T
a und T
s zueinander. Falls T
a und T
s die eingangs erwähnte Beziehung erfüllen müssen, gemäss welcher in einem Betriebszyklus
(von der Dauer (T
a+T
s)) das Arbeitszeitintervall T
a das vierfache des Stillstandszeitintervalles T ist (d.h. T
a bildet z.B. 80% und T bildet 20% der Zeitdauer eines Betriebszyklus), so weist das
Sollsignal j einen bestimmten Wert auf. Mit einer Veränderung der von der Ueberwachungsanlage
21 gelieferten Werte von T
a in bezug auf T
s verändert sich das Signal y.
[0017] Im Rechner 28 werden das Ueberwachungssignal y und das Sollsignal j miteinander verglichen
und ein Steuersignal s erzeugt, welches eine Funktion der Abweichung der Werte T
a und T
s von ihrer gewünschten, durch das Signal j vorgegebenen, gegenseitigen Beziehung ist.
Dieses Signal s steuert die in der Abtragsmaschine 30 vorgesehene, den Abtragsvorgang
des Abtragsorgans 12 steuernde Einrichtung in der Weise, dass die Flockenproduktion,
d.h. dass das Gewicht der durch das Abtragsorgan 12 pro Zeiteinheit von den Faserballen
11 abgetragenen Flocken in dem Sinne verändert wird, dass die gewünschte, durch das
Sollsignal j gegebene Beziehung von T
a und T
s erhalten wird.
[0018] Erfindungsgemäss bewirkt das Steuersignal s beim Uebergang des Abtragens vom oberen
zum mittleren Bereich der Ballen 11, durch beispielsweise eine Verkleinerung der Höhenverstellung
des Abtragsorgans 12 pro Durchgang, d.h. pro Betriebszyklus, eine gewichtsmässige
Verkleinerung des pro Zeiteinheit von der Walze 12 erfassten Flockenmaterials. Entsprechend
bewirkt das Steuersignal s beim Uebergang des Abtragens vom mittleren zum unteren
Bereich der Ballen 11, durch beispielsweise eine Vergrösserung der Höhenverstellung
des Abtragsorgans 12 pro Durchgang, eine gewichtsmässige Vergrösserung des pro Zeiteinheit
von der Walze 12 erfassten Flockenmaterials.
[0019] Eine solche gewichtsmässige Verkleinerung bzw. Vergrösserung der pro Zeiteinheit
abgetragenen Menge von Flockenmaterial wird nicht nur durch die soeben erwähnten,
vor den Durchgängen des Abtragsorgans 12 erfolgenden Verkleinerungen bzw. Vergrösserungen
der Absenkung erreicht. Anstelle einer Vergrösserung oder Verkleinerung der Absenkung
können z.B. auch die zeitlichen Abstände der aufeinanderfolgenden Durchgänge des Abtragsorgans
12 verkleinert bzw. vergrössert werden. Dabei bildet die Veränderung der Durchgangszeit
des sich durchbewegenden Abtragsorgans 12, z.B. durch Aenderung der Fahrgeschwindigkeit
des Trägers 13, eine Variationsmöglichkeit.
[0020] Durch das Regulieren der Abtragsmaschine 30 mittels des Steuersignales s wird, wie
bereits erwähnt, das Gewicht der durch das Abtragsorgan 12 pro Zeiteinheit von den
Faserballen 11 abgetragenen Flocken verändert. Wird dieses Gewicht vergrössert, so
wird der Speicher 16 rascher ge-, füllt, so dass die Zahl der Stillstandszeitintervalle
T
s zunimmt. Wird dieses Gewicht verkleinert, so wird die Zahl dieser Intervalle T verkleinert.
[0021] In einer speziellen Ausführungsform der Erfindung wird in der Schaltanordnung 26
ein Ueberwachungssignal y gebildet, welches zum Ausdruck T
a/(T
a+T
s) proportional ist. Dies bedeutet, dass unter den speziellen Bedingungen, bei welchen
im Betrieb der Abtragsmaschine 30 die Arbeitszeitintervalle T 80% und die Stillstandszeitintervalle
T a s 20% der Zeitdauer eines Betriebszyklus betragen, der Ausdruck T
a/(T
a+T
s) den Wert 0,8 besitzt. In einem sol- chen Fall wird im Rechner 28 aus dem Sollsignal
j und dem Ueberwachungssignal y ein Steuersignal gebildet, durch welches die Abtragsmaschine
30 durch Verändern der pro Zeiteinheit abgetragenen Flockenmenge auf den genannten
Wert 0,8 einreguliert wird. Die Verwendung des Ausdrucks T (T +T ) als Basis für die
Bildung des Steuersignals s ergibt den Vorteil einer einfachen und zuverlässig arbeitenden
Schaltung.
1. Verfahren zum Abtragen von auf einer Standfläche abgestellten Faserballen in der
Spinnerei, bei welchem ein Abtragsorgan über die Ballen hin und her bewegt und vor
jedem Durchgang abgesenkt wird und die abgetragenen Flocken in einen Speicher eingefüllt
und aus diesem zu ihrer nächsten Verarbeitungsstufe befördert werden, wobei gewichtsmässig
die pro Zeiteinheit in den Speicher hinein beförderte Flockenmenge etwas grösser ist
als die pro Zeiteinheit aus dem Speicher heraus beförderte Flockenmenge und wobei
beim Erreichen eines maximalen Füllungszustandes des Speichers ein den Abtragsvorgang
stillsetzendes Stoppsignal und beim Erreichen eines minimalen Füllungszustandes des
Speichers ein den Abtragsvorgang in Betrieb setzendes Startsignal geliefert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass diese Signale (a, e) einer Schaltanordnung (26) zugeführt
werden, welche ein Ueberwachungssignal (y) erzeugt, welches von der Dauer der durch
die Start (a)- und Stoppsignale (e) gegebenen Zeitintervalle (Ta, T ) abhängig ist und zusammen mit einem vorgegebene Zeitintervalle definierenden
Sollsignal (j) einem Rechner (28) zugeführt wird, in welchem ein von dem Ueberwachungs
(y)-und dem Sollsignal (j) abhängiges Steuersignal (s) gebildet wird, welches zum
Steuern des Gewichtes der durch das Abtragsorgan (12) pro Zeiteinheit von den Faserballen
abgetragenen Flocken einer den Abtragsvorgang des Abtragsorgans (12) steuernden Einrichtung
zugeführt wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ueberwachungssignal
(y) zum Ausdruck Ta/(Ta+Ts) proportional ist, wobei T die Still- standszeitintervalle, welche zwischen den Stoppsignalen
(e) und dem jedem Stoppsignal (e) unmittelbar nachfolgenden Startsignal (a) liegen,
und T a die Arbeitszeitintervalle, welche zwischen den Startsignalen (a) und dem jedem Startsignal
(a) unmittelbar folgenden Stoppsignal (e) liegen, bedeuten.
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert des Sollsignals
(j) in der Weise gewählt wird, dass der Ausdruck Ta/(Ta+Ts) ungefähr den Wert 0,8 aufweist.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Steuern des Gewichtes
der vom Abtragsorgan (12) pro Zeiteinheit gelieferten Flockenmenge die bei aufeinanderfolgenden
Durchgängen erfolgenden Höhenverstellungen des Abtragsorganes (12) durch das Steuersignal
(s) in ihrer Grösse verändert werden.
5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Steuern des Gewichtes
der vom Abtragsorgan (12) pro Zeiteinheit gelieferten Flockenmenge die Zeitabstände
der Durchgänge des Abtragsorgans (12) über die Ballen (11) hinweg durch das Steuersignal
(s) verändert werden.
6. Verfahren nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aenderung der
Zeitabstände der Durchgänge des Abtragsorgans (12) durch Aenderung der Fahrgeschwindigkeit
des Trägers (13) realisiert werden.