[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Giessen von Elektrodengittern aus Blei oder
Bleilegierungen für elektrische Akkumulatoren in einer Giessform sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Die Technologie des Gittergiessens ist in der Vergangenheit den Erfordernissen eines
zügigen Arbeitsablaufes bei der Akkumulatorenherstellung hauptsächlich durch Einführung
leistungsfähiger Mehrfachgittergiessmaschinen, Automatisierung der Arbeitsvorgänge
oder Verfeinerung der Werkzeuge nachgekommen. Die Verfahrensweise an sich ist im wesentlichen
unverändert geblieben. Eine ausführliche Beschreibung findet man u.a. bei P.J. Moll,
«Die Fabrikation von BleiAkkumulatoren», 2. Auflage, Akademische Verlagsgesellschaft,
Geest & Portig KG, Leipzig 1952, Seite 278 ff. Danach werden Akkumulatorengitter,
insbesondere für Blei-Starterbatterien, in aufklappbaren Gittergiessformen hergestellt,
in die die flüssige Bleilegierung aus dem Schmelzkessel meist drucklos einläuft. Wegen
des relativ geringen Wärmeinhalts der dünnen Startergitter sind in der Regel Formbeheizungen
vorgesehen, die einen zu raschen Wärmeabfluss verhindern. Andererseits muss auch für
eine Kühlung der Giessformen gesorgt werden, wenn eine beim laufenden Betrieb entstandene
Überhitzung mit dadurch bedingten längeren Abkühlzeiten bis zur Erstarrung des Bleis
wieder abgebaut werden soll. Zu diesem Zweck sind die Giessformen mit Kanälen für
den Durchfluss von Kühlwasser versehen.
[0003] Eine aus der DE-A-1 508 770 bekannte Giessform, die mit einer Induktionsheizung arbeitet,
ist für das nahtlose Zusammenfügen metallischer Bauelemente, die nur oberflächlich
in einen schmelzflüssigen Zustand versetzt werden, bestimmt und bietet sich allein
von diesem Konzept her für die direkte Herstellung von Gussteilen, insbesondere von
Elektrodengittern, nicht an.
[0004] Bei einer Trommelgiessmaschine gemäss 1805 300 erfolgt die Wärmeabgabe an das Schmelzgut
mittels Heizrohren über entsprechend erwärmte Maschinenteile. Ihre gesamte Technologie
ist auf die Herstellung bandförmigen Gittermaterials beschränkt.
[0005] Die US-A- 079 911 offenbart eine konventionelle Gittergiessform mit elektrischen
Heizstäben, die GB-A- 260 390 eine solche mit einer Gasheizung.
[0006] Besondere Sorgfalt ist bei der Oberflächenbehandlung der Giessform am Platze, da
der Giessling an den Wänden nicht haften darf und sich gut entformen lassen soll.
Die Aufbringung einer thermischen Schutzschicht auf die Form-Oberfläche geschah früher
durch Pudern mit Talkum oder anderen Formpudern, wodurch man auch ein gutes «Laufen»
des Schmelzgutes erzielte. Das Pudern ist gewöhnlich nach einer Arbeitsschicht (3000
bis 5000 Guss) verbraucht und muss nach Reinigung der Giessform erneuert werden. Neben
dem Puder hat sich für die Vorbehandlung der Giessform auch eine Korkmehl-Wasserglas-Aufschlämmung
bewährt, die mittels Spritzpistole verstäubt wird (vgl. Drotschmann «Blei-Akkumulatoren,
Verlag Chemie GmbH, Weinheim/Bergstrasse, 1951, Seite 113 ff). Die Haltbarkeit des
Korkmehl-Überzuges ist um so besser, je dünner der Auftrag ist. Die Korkmehl-Behandlung
ist die heute vorzugsweise angewendete Methode.
[0007] Bei dem im Vorstehenden nur grob skizzierten Stand der Technik konnten jedoch bestimmte
Mängel der Verfahrensweise beim Giessen bisher nicht abgestellt werden:
Auf der einen Seite bewirkt die Korkmehlschicht während des Formfüllens einen Wärmestau,
welcher verhindert, dass die Schmelze in Anbetracht der geringen Wärmekapazität des
Bleies vorzeitig erstarrt, ehe die Form vollständig ausgefüllt ist; das Korkmehl hält
ferner für die verdrängte Luft eine Passage entlang den Formwänden offen und erleichtert
die Entformbarkeit des Giesslings. Andererseits ist aber gerade die Wärmeisolationswirkung
des Korkmehlauftrages nachteilig, wenn eine schnelle Erstarrungszeit aus Gründen kürzerer
Herstellzeiten gefordert wird. Erstrebenswert erscheint es auch, wenn auf das immer
wiederkehrende Reinigen der Formen (Abarbeiten der gesamten Beschichtung ) und den
anschliessenden Neuaufbau der Korkmehlbeschichtung, sowie das sporadisch notwendige
Nachspritzen der Beschichtung an mechanisch beschädigten Stellen verzichtet werden
kann.
[0008] Man kann dies erreichen durch Verwendung von z.B. keramischem Formmaterial, das trotz
einer für die Luftführung ausreichenden Porosität im Verhältnis zur Korkmehlschicht
aber eine geringere Wärmeisolationswirkung besitzt. Dies macht es erforderlich, entweder
mit der Temperatur der Schmelze oder mit der Form-Temperatur nennenswert höher zu
gehen, um ein Ausfüllen der Form zu gewährleisten. Eine verlängerte Taktzeit ist die
Folge. Will man bei kurzer Taktzeit bleiben oder diese mit dem Ziel höherer Ausbringung
sogar noch verkürzen, so ist eine vollständige Formfüllung nicht ohne weiteres zu
erreichen.
[0009] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Taktzeit des Gittergiessens zu
verkürzen, den Wärmewiderstand zu vermindern und den Wärmeabfluss aus dem Schmelzgut
im Sinne eines grösseren Wärmegradienten zu beschleunigen, wobei das sichere Ausfüllen
der Form gewährleistet bleiben muss. Daneben soll die umständliche Formvorbehandlung
durch Einsprühen entfallen und auch die Standzeit der Form verlängert werden. Ferner
soll durch Verkürzung der Erstarrungszeit eine Verbesserung der Gussqualität durch
weitere Verfeinerung der Kristallstruktur bei sogar verbilligter Legierung erzielt
werden.
[0010] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 in Bezug auf das Verfahren und
durch die Merkmale des Anspruchs 5 in Bezug auf eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens gelöst.
[0011] Die Wirkungsweise des erfindungsgemässen Verfahrens und eine Vorrichtung zu seiner
Durchführung sollen im folgenden anhand zweier Schaubilder erläutert werden.
[0012] Figur 1 zeigt schematisch den Abkühlungsverlauf der Giesslinge unter den gewöhnlichen
und den erfindungsgemässen Giessbedingungen. Figur 2 zeigt eine zur Durchführung des
Verfahrens geeignete Gittergiessform, die mit einer Heizvorrichtung ausgestattet ist.
[0013] In Figur 1 ist der Verlauf der Temperatur T des Schmelzgutes über der Zeit t aufgetragen.
Der Einlauf der Bleischmelze in die Giessform beginnt zum Zeitpunkt t, und sei bei
t
3 beendet, wobei die Einlauftemperatur T
1 ist. Die Abkühlung setzt bereits ein, noch ehe die Giessform vollständig ausgefüllt
ist, die Abkühlungsrate ist aber wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit der Korkmehlschicht
schleppend, so dass erst nach einem längeren Zeitintervall - Zeitpunkt t
4 - der Erstarrungspunkt T
2 der Schmelze und bei t
a schliesslich die Entformungstemperatur T
3 des Giesslings erreicht werden (Kurve A). Es ergibt sich somit eine lange Taktzeit
t
e-t,, hier aus Vereinfachungsgründen so genannt, obwohl sie genau genommen nur die
Verweilzeit des Bleis in der Form bzw. die Zeit, in der die Form geschlossen ist,
umfasst. Die eigentliche Maschinentaktzeit ergibt sich durch Hinzuaddieren der Zeit
für das Öffnen der Form, der Offenhaltezeit und der Zeit für das Schliessen der Form,
die jedoch alle sehr kurz sind. Würde man allein durch intensive Kühlung oder anderweitige
günstigere Wärmeableitungsbedingungen dafür sorgen, dass die Bleischmelze bereits
bei t
2 erstarrt und die Taktzeit mit der Entformung bei t
a endet, liefe man Gefahr, dass die Giessform nicht vollständig aufgefüllt ist oder
dass, wenn T, und T
2 nur wenig voneinander differieren, innerhalb der kurzen Zeitspanne t
3-t
1 keine restlose Homogenisierung des Schmelzgutes erfolgt, weil beispielsweise durch
schwankende Formwandtemperaturen ausgelöste Frühausscheidungen vereinzelte Hohlstränge
der Form verstopfen und es dadurch zu Fehlstellen im Gitter kommt (Kurve B).
[0014] Erfindungsgemäss wird nun diese kurze, aber kritische Abkühlungsphase dadurch überspielt,
dass man durch einen gezielten Wärmeimpuls auf das Schmelzgut den Abfluss von Verlustwärme
innerhalb der Form während des Auffüllens derselben stoppt, wobei es durch Wärmestau
zu einer leichten Anhebung der Temperatur kommen kann. Sobald die Form gefüllt ist,
wird die Wärmezufuhr gestoppt, und die Kühlwirkung der in die Formhälften eingebauten
Kühlrohre wird jetzt voll wirksam, so dass sich eine erfindungsgemässe Abkühlungskurve
C parallel zu B einstellt. Sie schneidet die Temperaturgeraden T
2 (Erstarrungstemperatur) und T
3 (Entformungstemperatur) bei t. bzw. t
7. Die Taktzeit ist damit auf das Zeitintervall t
E=t
7-t
1 geschrumpft.
[0015] Durch die erfindungsgemässe Temperaturführung wird also der im Takt der Gittergiessmaschine
arbeitenden Intervallheizung ein diskreter Heizimpuls gewissermassen aufmoduliert,
wobei die Stärke des Heizimpulses dem Wärmeleitvermögen der Giessform Rechnung tragen
muss. So braucht die aus dem Schmelzgut abfliessende Verlustwärme bei einer Giessform
mit hoher Wärmedämmung u.U. nur teilweise kompensiert zu werden, während sie bei einer
gut wärmeleitenden Giessform voll kompensiert oder soger überkompensiert werden muss.
Zugleich macht die erfindungsgemässe Massnahme aber auch eine Verkürzung der Taktzeit
und damit ein rascheres Arbeiten möglich, was sich auf das Produkt noch insofern günstig
auswirkt, als ein Legierungsgitter mit einer sehr feinkörnigen Gefügestruktur resultiert.
[0016] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass man die
Giesstemperatur T
1 mit nur geringem Abstand von der Erstarrungstemperatur T
z relativ niedrig halten kann, da die Wärmebeaufschlagung während des Füllvorganges
das Schmelzgut mit genügender Sicherheit aus dem Gefahrenbereich der Erstarrung oder
geringer Viskosität heraushält. Der Schmelzpunkt einer Blei-Antimon-Legierung mit
5% Sb beispielsweise liegt bei 291 °C. Die Giesstemperatur kann dann bei ca. 300 °C
liegen. Mit der Herabsetzung der Giesstemperatur ist einesteils eine Energieeinsparung
möglich, andererseits wird die Anfälligkeit der Schmelze gegen die Bildung eines grauen,
auch als «Bleikrätze» bekannten Oxids vermindert, welches gewöhnlich beim Aufschmelzen
von kompaktem Blei an der Luft auftritt.
[0017] Die erfindungsgemässe Zuführung eines zusätzlichen Wärmeimpulses ist nicht nur bei
herkömmlichen Gittergiessvorrichtungen anwendbar, sondern sie kann ebenso der Unterstützung
des Gitterbandgiessens im Endlosverfahren mittels einer Trommelgiessmaschine (Drumcasting)
dienen, bei dem es ebenfalls darauf ankommt, sehr kurze Erstarrungszeiten zu erzielen.
Hier hat sich beim konventionellen Vorgehen gezeigt, dass die Erzeugung voll ausgeformter
Gitterbänder grosse Schwierigkeiten bereiten kann und insbesondere einen nur engen
Spielraum für die verwendbaren Legierungen einräumt.
[0018] Gemäss Figur 2 besteht eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete
Vorrichtung aus einer geteilten Giessform, die zur Erwärmung des Schmelzgutes besonders
vorteilhaft mit einer Induktionswärmungsvorrichtung versehen ist. Die Giessform wird
dabei zweckmässig von einem Formträger 1 aus Metall gebildet, der eine Einlage aus
den entsprechenden Formteilen 2 besitzt. Diese eigentliche Form kann aus einer Keramik,
beispielsweise gemäss der FR-PS 2069572 aus Siliziumnitrid bestehen, durch welche
eine bessere Wärmeableitung als durch Korkmehl gewährleistet ist. An der äusseren
Fläche der Formhälfte sind die Kupferwindungen eines Induktors 3 angebracht, dessen
von ihm ausgehendes magnetisches Wechselfeld das Bleigitter 4 durchsetzt und in ihm
durch Wirbelstrombildung im flüssigen Gitter Wärme erzeugt. Der Induktor ist an eine
äussere Induktionserwärmungsanlage angeschlossen. Zur Verbesserung des Wirkungsgrades
des Induktors sind die Kupferleiter, die hier als Flachspule (Pancake coil) ausgebildet
sind, mit das Magnetfeld führenden Stoffen wie Dynamoblech oder Hochfrequenzeisen
5 umgeben. Der Induktor kann auch durch mäanderförmige Leiterführung aufgebaut sein.
Die Leiter sind als Kupferrohre ausgebildet, damit sie die eigenen Stromwärmeverluste,
aber auch die Wärme, die vom Bleigitter ausgeht, abführen können.
[0019] Diese Vorrichtung wird vervollständigt durch ein wirksames Kühlsystem. Dieses ist
in der Schnittdarstellung des rechten Formträgers 2 durch die Querschnittöffnungen
6 zahlreicher Kühlkanäle angedeutet. Die Wärmeabfuhr durch das metallische Formträgermaterial,
z. B. Gusseisen, wird durch das Kühlsystem wirksam unterstützt, wobei es bei einer
differenzierten Erwärmung der Bleischmelze u.U. günstig sein kann, anschliessend auch
feinverteiltzu kühlen, weil die Wärmeleitung und die elektrische Leitung nicht nur
im Schmelzgut selbst, sondern auch in den Werkstoffen der Giessform miteinander Hand
in Hand gehen.
[0020] Anstelle der induktiven Erwärmung kann auch eine Widerstandsbeheizung das geeignete
technische Mittel für die erfindungsgemässe Temperatursteuerung des Giessvorganges
entsprechend Abkühlungskurve C der Figur 1 sein.
[0021] Gemäss der Erfindung können Widerstandsheizelemente als Draht- oder Heizrohre in
die Keramik des Formkörpers eingelassen werden, vorzugsweise dicht unter der Oberfläche
und an Stellen des grössten Wärmebedarfs. Durch die relativ gute Wärmeleitung der
keramischen Form wird die Wärme, die durch die Widerstandselemente erzeugt wird, wenn
diese an eine äussere Stromquelle angeschlossen sind, schnell und wirksam an das einfliessende
Blei abgegeben. Die so beheizte Form begünstigt das vollständige Auffüllen mit flüssigem
Blei. Sobald die Form aufgefüllt ist, wird die Widerstandsheizung abgeschaltet, und
die Kühlwirkung des Kühlsystems sorgt für schnelle Erstarrung und Abkühlung des Bleigitters.
[0022] Insbesondere besteht aber auch die Möglichkeit, wie in Anspruch 5 beansprucht, in
der keramischen Form zwei oder mehrere Kontakte einer äusseren elektrischen Stromquelle
so anzuordnen, dass diese bei Berührung mit dem in die Form einströmenden flüssigen
Blei einen elektrischen Stromfluss im Blei ermöglichen, so dass durch Stromwärmebildung
im Bleigitter selbst die zusätzliche Wärme erzeugt wird. Ist die Form voll aufgefüllt,
wird die äussere Stromquelle abgeschaltet, und die Kühlwirkung des Kühlsystems wird
wirksam.
[0023] Eine dritte Alternative ist eine Flammenheizung. Hierbei wird der Formträger von
aussen durch die Flammen beaufschlagt; die Wärmeleitung ist wegen der Wanddicke des
Formträgers verzögert, sie kann jedoch mit einem entsprechenden zeitlichen Vorhalt
eingeregelt und durch andere Profilgebungen des Formträgers optimiert werden.
[0024] Zwischen dem Formträger und der in dieser eingepassten Form besteht trotz sorgsamster
Bearbeitung nur selten ein einwandfreier Flächenkontakt. Im Regelfall werden als Folge
einer Dreipunkt-Auflage des keramischen Einsatzes zwischen Form und Formträger Luftspalte
erzeugt, die den erwünschten ungehinderten Wärmedurchtritt empfindlich stören. Erfindungsgemäss
können die Luftspalte mit einem wärmeleitenden Medium ausgefüllt werden. Als ein solches
Medium kommt ein chemisch inertes Wärmeleitöl, vorzugsweise ein hochsiedendes Paraffinöl,
Silikonöl oder -wachs infrage. Die Verbesserung der Wärmeleitung zwischen keramischer
Form und den kühlmitteldurchflossenen Leitern des Induktorheizsystems kann unter Benutzung
solcher Wärmeleitöle ebenso verbessert werden.
1. Verfahren zum Giessen von Elektrodengittern aus Blei oder Bleilegierungen für elektrische
Akkumulatoren in einer Giessform, welche im Betriebszustand taktweise durch das einlaufende
Schmelzgut aufgeheizt wird und mit diesem bis zu dessen Entformung wieder abkühlt,
wobei die Formoberfläche mit einer porösen, elektrisch nichtleitenden, den Wärmedurchgang
jedoch wenig behindernden Schutzschicht versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die während des Einfüllvorganges aus der Schmelze durch Wärmeleitung abfliessende
Wärme durch einen gezielten Wärmeimpuls auf das Schmelzgut zumindest teilweise kompensiert
wird, derart, dass der Forminhalt vor einem Unterschreiten der Erstarrungstemperatur
noch vor dem Ende des Einfüllvorganges bewahrt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeimpuls auf das
Schmelzgut durch die Einwirkung magnetischer Wechselfelder erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeimpuls auf das
Schmelzgut durch Widerstandsheizung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeimpuls auf das
Schmelzgut durch Flammenheizung erfolgt.
5. Vorrichtung zum Giessen von Elektrodengittern aus Blei oder Bleilegierungen für
elektrische Akkumulatoren in einer Giessform mit einer formgebenden Oberfläche aus
porösem elektrisch schlecht oder nichtleitendem, dagegen den Wärmedurchgang nur wenig
behindernden Material zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass in der formgebenden Oberfläche Kontakte einer äusseren Spannungsquelle angeordnet
sind, die bei Berührung durch einstürzende Schmelze einen Stromkreis schliessen und
dass im Blei durch dessen Widerstand eine zusätzliche Erwärmung erfolgt, derart, dass
der Forminhalt vor einem Unterschreiten der Erstarrungstemperatur noch vor dem Ende
des Einfüllvorganges bewahrt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das die formgebende Oberfläche
bildende Material eine Keramik ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Keramikmaterial Siliziumnitrid
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das
keramische Material als Formteil (2) ausgebildet ist, welche in einen geteilten metallischen
Formträger (1) eingelegt sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich zwischen
den Keramikformteilen und dem Formträger ein wärmeleitendes Medium vorhanden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das wärmeleitende Medium
ein hochsiedendes Paraffinöl oder -wachs ist.
1. A method for moulding electrode grids from lead or lead alloys for electric accumulators
in a casting mould, which is heated in stages during operation by the incoming melted
charge and cools again therewith until the casting is released from the mould, the
mould surface being provided with a porous, electrically non-conductive, protective
layer which causes, however, negligible obstruction to the heat flow, characterised
in that the heat which flows out from the smelting during the charging stage due to
heat conduction is compensated at least partially by a heat pulse directed towards
the melting charge, so that the mould contents are prevented from dropping below the
solidification temperature before the end of the charging stage.
2. A method according to Claim 1, characterised in that the heat pulse towards the
smelting charge occurs by the action of alternating magnetic fields.
3. A method according to Claim 1, characterised in that the heat pulse towards the
smelting charge occurs by resistance heating.
4. A method according to claim 1, characterised in that the heat pulse towards the
smelting charge occurs by flame heating.
5. A device for moulding electrode grids from lead or lead alloys for electric storage
batteries in a casting mould with a shaping surface of porous metal, which is a poor
conductor of electricity or non-conductive and which causes negligible obstruction
to the heat flow, for carrying out the method according to claim 3, characterised
in that contacts of an external voltage supply are disposed in the shaping surface,
which close an electric circuit on contact with falling smelt, and there is additional
heating in the lead as a result of its resistance, so. that the mould contents are
prevented from dropping below the solidification temperature before the end of the
charging process.
6. A device according to claim 5, characterised in that the material forming the shaping
surface is a ceramic.
7. A device according to claim 5, characterised in that the ceramic material is silicium
nitride.
8. A device according to claim 6 or 7, characterised in that the ceramic material
is formed as mould parts (2), which are disposed in a separate metal mould support
(1).
9. A device according to claim 8, characterised in that a heat conducting medium is
present in the transition region between the ceramic mould parts and the mould support.
10. A device according to claim 8, characterised in that the heat conducting medium
is a high boiling paraffin oil or wax.
1. Procédé pour couler des grilles d'électrodes en plomb ou en alliages de plomb dans
un moule de coulée qui, lorsqu'il est en fonctionnement, est périodiquement échauffé
par le produit fondu qui y pénètre, et qui est à nouveau refroidi en même temps que
ce produit jusqu'au démoulage de celui-ci, la surface du moule étant garnie d'une
couche de protection poreuse, non électriquement conductrice, mais ne gênant que peu
le passage de la chaleur, procédé caractérisé en ce que la chaleur s'évacuant par
conductibilité thermique à partir du produit fondu pendant le processus de remplissage
est, tout au moins partiellement, compensée par une impulsion de chaleur appropriée
sur le produit fondu, de façon que le contenu du moule soit préservé d'un franchissement
vers le bas de la température de solidification avant la fin du processus de remplissage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'impulsion de chaleur
sur le produit fondu s'opère par l'action de champs magnétiques alternatifs.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'impulsion de chaleur
sur le produit fondu s'opère par chauffage par résistances.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'impulsion de chaleur
sur le produit fondu s'opère par chauffage à la flamme.
5. Dispositif pour couler des grilles d'électrodes en plomb ou en alliages de plomb
pour des accumulateurs électriques dans un moule de coulée avec une surface de façonnage
constituée d'un matériau poreux électriquement mauvais conducteur ou non conducteur,
mais ne gênant par contre que peu le passage de la chaleur, pour la mise en oeuvre
du procédé selon la revendication 3, dispositif caractérisé en ce que des contacts
d'une source de tension extérieure sont disposés sur la surface de façonnage, ces
contacts fermant un circuit de courant lors de l'introduction d'un produit fondu,
et un échauffement supplémentaire s'ensuivant dans le plomb du fait de la résistance
de celui-ci, de façon que le contenu du moule soit préservé d'un franchissement vers
le bas de la température de solidification avant la fin du processus de remplissage.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le matériau constituant
la surface de façonnage est une céramique.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le matériau en céramique
est du nitrure de silicium.
8. Dispositif selon une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le matériau
en céramique constitue une partie (2) du moule qui est insérée dans un support métallique
de moule (1) en plusieurs parties.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que, dans la zone de transition
entre les parties en céramique du moule et le support du moule, se trouve un milieu
conducteur de la chaleur.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le milieu conducteur
de la chaleur est une huile ou un cire de paraffine à point d'ébullition élevé.