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(11) | EP 0 094 445 A1 |
(12) | EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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(54) | Verfahren zur industriellen Fabrikation von grossflächigen Fertigbauteilen |
(57) Grossflächige, bis wandgrosse Fertigbauteile aus künstlichen Steinen werden hergestellt
in einer vertikalen Steinschicht auf Steinschicht aufbauenden Arbeitsweise, wobei
der Einschluss und die Mitverarbeitung von Dämmstoffen und von vorgefertigten Bauteilen
verschiedener Art ermöglicht ist mit dem Ziel, den Vermauerungsvorgang von künstlichen
Steinen zu rationalisieren, durch Zusatzdämmschichten den Vollwärmeschutz zu erreichen
und durch eine Vollmontage des Rohbaues einen kontinuierlichen Produktionsprozeß im
Wohnungsbau zu ermöglichen. |
1) der heute üblichen Mischarbeitsweise am Bau, teils Handvermauern, teils Mobilkranmontage entgegenzuwirken und die Bauarbeiten durch maschinelle Verrichtungen in der Halle zu erleichtern, humanisieren und witterungsunabhängig zu machen, auch zweischaliges Mauerwerk -- und das ist besonders wichtig;
2) großflächiges Aussenmauerwerk mit einer beliebig starken Dämmschicht zu versehen und/mit dem Steinmaterial haft- und kraftschlüssig durch Auf- oder Ausschäumen zu verbinden; ausserdem mit den erforderlichen Verankerungen und eventl. zusätzlichen Bewehrungseisen oder -Matten auszustatten und diese einzumauern;
3) die manuelle Tätigkeit vor Ort auszuschalten und durch eine totale Rohbaumontage zu ersetzen, die den Rohbau in Tagen statt Wochen oder Monaten bewältigt und zu einem kontinuierlichen Bauablauf bis zum fertigen Haus führen kann.
einem Gerüst, zB. das den unter Flur absenkbaren Vermauerungsrahmen in voller Höhe und Breite des vorgesehenen Wandteils aufnehmen kann, damit auf gleichbleibender Arbeitshöhe die Eingabe der Steine oder Steinschichten erfolgen kann; es ist auch möglich, mit einer Hebebühne zu arbeiten, mit der Material und Arbeiter angehoben werden und das Fertigteil ebenerdig stehen bleibt;
einer Mörtelpumpe mit dazugehörigen Schläuchen; einem Hebezeug für den Antransport und das Einbringen von Zusatzbauteilen, der Umsetzung des Vermauerungsrahmens in eventuell vorhandene 2. oder 3. Arbeitsstellen und den Abtransport des fertigen Wandteils auf den Abbinde- oder Lagerplatz.
ist von besonderem Vorteil, daß das Ausschäumen bis zur
der Vorsatzschale bezw. Hilfsschalung durchgert werden kann, damit Stürze, Ringanker
und die später gelegte Decke in die Dämmung eingeschlossen sind und die
Kältebrücken vermieden werden.
durch die Dämmschicht durchgehenden Anker aus dünnem
Stahl sind für die Ausschäumung nicht hin- und. Es können auch stärkere Verankerungseisen,
zB. ansteldes Fußes , oben im Bereich des Ringankers und in der.Mit- ins Mauerwerk
übergreeifend eingebaut werden. In diesem müssen im Mauerwerk dafür entsprechend hohe
Mörtel- oder confugen vorgesehen werden.
den Rythmus des Vermauerungsvorganges und der Einbringung zusätzlichen Bauteile vom Ausschäumungsprozeß unabhängig machen und damit das Ausschäumen kontinuierlich erfolgen an, kann die Anlage so ausgestaltet werden, daß eine Tages- pazität vor dem Ausschäumen, zB. abgesenkt auf Arbeitshöhe, einandergereiht wird, um diese Arbeit für sich getrennt durchführen
ch Abschluß aller Arbeiten erfolgt mit Hilfe eines Hebezeuges r Abtransport des Bauteiles auf den Abbinde- bezw. Lagerplatz. ne direkte Auftragung einer PU - Dämmschicht auf eine aufzuuernde Wand ohne eine zusätzliche Fassadenschale kann mit lfe des Gerüstes und des Absenkrahmens in der Weise erfolgen, ß mit der Palette eine zusätzliche Hilfsschalung mit dem vorsehenen Abstand eingebracht wird, die nach innen offen ist d die Ausschäumung nach aussen abgrenzt. Wegen des Verbundes den Anker ins Mauerwerk eingemauert, die herausstehen und gebenenfalls zur Befestigung und Verfestigung der PU-Schicht .s Aufhänger für eine dünne Bewehrungsmatte aus Kunststoff ler Nirosta-Stahl dienen.
a) beim Hochmauern werden in den Lagerfugen aus der Wandfläche herausreichende Ankereisen, Bewehrungsdrähte oder Bewehrungsmatten eingemauert; Bewehrungsdrähte oder -Matten
b) an den Ankereisen/wird eine über die gesamte Wandfläche reichende Bewehrungsmatte aus dünnen Drähten oder Kunststoff befestigt;
c) in einem vorbestimmten Abstand zur Bewehrungsmatte wird eine Hilfsschalung angebracht;
d) der Zwischenraum zwischen Wandfläche und Hilfsschalung wird mit einem Hartschaum ausgeschäumt;
e) nach dem Ausschäumen wird die Hilfsschalung entfernt und eine Deckschicht aufgespritzt oder ein Verputz aufgebracht.
a) in den Rahmen wird eine geschoßhohe vorgefertigte Vorsatzscha- le, z.B. aus Strukturbeton oder aus Klinkern eingebracht, aus welcher Ankereisen, Bewehrungsdrähte oder Bewehrungsmatten nach innen herausragen;
b) in einem vorbestimmten Abstand zur Vorsatzschale wird die Innenschale aus-künstlichen Steinen hochgemauert, wobei die Ankereisen, Bewehrungsdrähte oder -Matten in den Lagerfugenmörtel eingemauert werden;
c) der Zwischenraum zwischen Vorsatzschale und Innenschale wird mit einem Hartschaum ausgeschäumt.
a) beide Schalen aus künstlichen Steinen unterschiedlicher Arten und Formaten bestehen und in dem absenkbaren Rahmen in einem Arbeitsablauf hochgemauert werden;
b) beim Hochmauern der beiden Steinschalen in einem vorbestimmten Abstand voneinander zuerst die höchstschichtigen Steine, z.B. großformatige Steinblocks für die Innenschale, und dann die dünn- formatigen Steine für die Innenschale, z.B. Klinker, in mehreren Schichten bis sie die gleiche Ebene erreicht haben, eingebracht und mittels Pumpe vermörtelt und vermauert werden;
c) Ankereisen, Bewehrungsdrähte oder Bewehrungsmatten in durchgehenden Mörtelfugen eingemauert werden;
d) der Zwischenraum zwischen den beiden Steinschalen mit einem Hartschaum ausgeschäumt wird.