[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Durchlaufverfahren zur Wärme-und/oder Druckbehandlung
von weichflexiblen Flachmaterialstücken nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Sie
bezieht sich ferner auf eine Einrichtung für eine solche Durchlaufbehandlung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 8 bzw. 12.
[0002] Die Länge der Durchlaufbahn für eine Wärme- bzw. Druckbehandlung der vorgenannten
Art ist nicht nur durch die Länge der zu verarbeitenden Materialstücke bestimmt, sondern
u.U. auch durch die Zeitdauer der Behandlung, die bei durch die Verarbeitungsleistung
gegebener oder durch Materialeigenschaften und Behandlungsbedingungen begrenzter Durchlaufgeschwindigkeit
oft grösser als das der Materialstücklänge entsprechende Zeitintervall erwünscht ist.
Die Folge ist in manchen Fällen eine unerwünscht grosse Bemessung der Durchlaufbahnlänge
bzw. des Trommeldurchmessers bei den üblichen Durchlaufmaschinen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Durchlaufverfahrens, das bei
nur durch die maximale Materialstücklänge bestimmter Durchlaufbahnlänge bzw. Maschinengrösse
eine Erhöhung der Behandlungsdauer ohne komplizierte Verfahrenshandhabung ermöglicht.
Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich bei einem Verfahren
der eingangs genannten Art durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0004] Die damit gegebene Mehrzahl von Materialumläufen, die in einem Arbeitsgang ohne zusätzliche
Handhabungsmassnahmen durchführbar ist, erlaubt die erstrebte Ausdehnung der Behandlungsdauer
mit geringem Arbeitsaufwand und ohne Einsatz grösserer Durchlaufmaschinen. Dabei ist
unter "Mehrzahl von Umläufen" nicht nur ein ganzzahliges Vielfaches solcher Umläufe
zu verstehen, sondern gegebenenfalls auch eine vorgegebene Anzahl von vollen Umläufen
zuzüglich eines Teilumlaufes, je nach der Wahl bzw. Einstellung der Ausgangs- bzw.
Abhebestelle der Materialstücke von der Arbeitsfläche. Eine Feinanpassung der Behandlungsdauer
an die jeweiligen Erfordernisse kann zusätzlich durch vergleichsweise geringfügige
Veränderung der Durchlaufgeschwindigkeit erzielt werden.
[0005] Bei der erfindungsgemässen Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch
8 gestaltet sich eine weitgehend automatisiert gesteuerte Arbeitsweise vorteilhaft
einfach und erfordert vergleichs weise geringen apparativen Aufwand. Die Umsteuerung
der Abhebevorrichtung kann hierzu vorteilhaft mittels eines von den Durchgängen markanter
Stellen der Flachmaterialstücke, z.B. der Vorder- oder Hinterkante, betätigten Tastorgans
und einer Umlauf
-Zählvorrich- tung gesteuert werden. Solche Einrichtungen sind an sich bekannt und
bedürfen keiner näheren Erläuterung.
[0006] Die zum Erfindungsgegenstand gehörende Durchlaufbehandlungseinrichtung gemäss den
Merkmalen des Anspruchs 12 eignet sich besonders für die vorstehend erläuterte Verfahrensweise,
ist jedoch auch für sonstige Durchlaufbehandlungen von weichflexiblem Flachmaterial
geeignet, also unabhängig von der Anzahl der Behandlungsumläufe bzw. von der Grösse
eines Teilumlaufes. Eine Behandlungseinrichtung mit diesen Merkmalen zeichnet sich
nämlich allgemein dadurch vor üblichen Trommel- und Band-Durchlaufeinrichtungen vorteilhaft
aus, dass die Bauhöhe infolge Fortfalls einer die gesamte Arbeitsfläche bildenden
Trommel mit ihrem der Materialstücklänge entsprechenden Durchmesser wesentlich vermindert
werden kann. Der Ersatz einer solchen Trommel durch eine Aufeinanderfolge von einander
gegenüberliegenden Umlaufbandabschnitten ergibt im übrigen an sich schon im allgemeinen
eine wesentliche Verminderung des Herstellungsaufwandes, vor allem bei Maschinen für
die Behandlung von grossen Flachmaterialstücken, wie ganzen Häuten in der Gerberei
und Lederverarbeitung.
[0007] Als bevorzugte Anwendungsbeispiele für das erfindungsgemässe Verfahren und die Einrichtungen
sind zu nennen: Glätten (Bügeln), Zurichten (Appretieren) und Verkleben von Leder
und Textilien. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden unter Bezugnahme
auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Hierin zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt einer Mehrfachumlauf-Trommelmaschine mit
Abhebevorrichtung für die Materialstücke, Schnittebene quer zur Trommelachse,
Fig. 2 einen Teilschnitt entsprechend Figur 1 in grösserem Massstab mit einer abgewandelten
Ausführung einer Abhebevorrichtung und
Fig. 3 einen schematischen Vertikalschnitt - Schnittebene parallel zur Durchlaufrichtung
- einer trommelfreien Mehrfachband-Durchlaufmaschine, ebenfalls eingerichtet für Mehr-
fachumläufe je eines Materialstückes.
[0008] Bei der Durchlaufmaschine nach Fig.l ist eine in sich umlaufende Arbeitsfläche UFA
durch die äussere Umfangsfläche einer Trommel T gebildet, die in Richtung des Pfeils
P in an sich üblicher Weise angetrieben wird. Die Arbeitsfläche ist mit geringen,
konstruktiv bedingten Lücken durch eine Bandanordnung-BDA abgedeckt, die aus zwei
in sich umlaufenden Bändern Bl und B2 besteht. Die Bewegungsrichtung dieser Bänder
ist durch die Pfeile Pl bzw. P2 bezeichnet.
[0009] Die inneren Trume TR1 und TR2 dieser Bänder liegen mit Spannung an der Arbeitsfläche
UFA bzw. an dem sich längs der Durchlaufbahn
DB mit der Arbeitsfläche synchron bewegenden Flachmaterialstück FM. Im Innenraum der
Trommel T ist auf der Trommelachse X eine Strahlungsheizvorrichtung drehfest gelagert
und heizt mit ihren über den Trommelumfang verteilt angeordneten Strahlern SR die
Ar-
beitsfläche auf, die in stetiger Aufheizberührung mit dem Materialstück steht. Je ein
Flachmaterialstück kann über eine vorgegebene Anzahl von Umläufen geführt und so während
einer beliebig einstellbaren Zeitdauer unter Wärmeeinwirkung und Druckbeaufschlagung
gehalten werden. Diese Druckbeaufschlagung kann sehr gering gehalten werden, wenn
die Behandlung dies erfordert, indem die Bandspannung entsprechend gering eingestellt
wird, gegebenenfalls bis zur praktischen Drucklosigkeit für eine blosse Wärmebehandlung,
wobei die Bandanordnung BDA nur noch der Führung des Flachmaterials in Anlage an der
Arbeitsfläche sorgt.
[0010] Umgekehrt kann eine stärkere und insbesondere eine auf einen Teil der Durchlaufbahn
konzentrierte, sich über die Breite der Durchlaufbahn erstreckende Druckbeaufschlagung
mittels besonderer Druckwalzen innerhalb der Bandanordnung oder auch ausserhalb derselben
erzielt werden, z.B. mit der in Radialrichtung gegen die Trommel angepressten Druckwalze
DR. Diese kann in Pfeilrichtung stetig oder auch intermittierend mit an sich üblichen,
nicht dargestellten Mitteln angepresst werden. Es ergibt sich damit innerhalb einer
vorgegebenen Anzahl von Materialumläufen eine über die Materialstücklänge fortschreitende,
konzentrierte Druckbeaufschlagung, wie sie z.B. für Verklebungsarbeiten an Flachmaterialpaarungen
angewendet wird. Mittels intermittierend gesteuerter Anpressung kann auch eine länger
andauernde, druckarme Aufheizung unter mehrfachem Umlauf eines Materialstückes mit
anschliessend stärkerer Druckbeaufschlagung zur Glättung und Verfestigung einer Verklebung
oder für andere, spezielle Verfahrensabläufe erzielt werden. Insbesondere kann das
Material dabei innerhalb je eines Durchlaufes durch eine Mehrzahl von räumlich aufeinanderfolgenden
Druckzonen gefüher werden, wie dies z.B. für Zwecke des Bügelns oder auch des Prägens
von Leder anwendbar ist. Der im Bereich vor der Trommel verlängert ausgebildete Teil
der Bandanordnung bildet eine bewegte Zuführfläche ZF, die eine schonende und faltenfreie
Einführung des Materials in die Durchlaufbahn DB ermöglicht.
[0011] Nach einer vorgegebenen Anzahl von Materialumläufen wird die Materialvorderkante
VK von einer entsprechend gesteuerten Abhebevorrichtung AHV erfasst und aus der Durchlaufbahn
herausgeführt. Hierzu ist eine Saugwalze SW mit einer dem Abhebebereich der Durchlaufbahn
zugeordneten Sektorsteuerung SST vorgesehen. Der aus Fig.l ersichtliche Saugsektor
der Walze, der durch einen im Walzeninneren feststehend angeordneten Ventilkörper
an sich üblicher Art gebildet wird, wirkt durch den porösen oder perforierten, in
Richtung des Pfeils P3 rotierenden Walzenmantel auf das Material ein und hebt dieses
von der Vorderkante VK aus fortschreitend von der Arbeitsfläche UFA ab. Die Saugwalze
ist hierzu über ein Steuerventil STV an eine gemäss Pfeil P4 wirksame Saugleitung
angeschlossen. Die zeitgerechte Aktivierung der Abhebevorrichtung wird mittels einer
das Steuerventil betätigenden Umlauf-Steuervorrichtung UST erreicht, die ihrerseits
von einer nicht dargestellten, eine markante Stelle des durchlaufenden Materialstückes
erfassenden Abfühleinrichtung gesteuert wird. Der Aktivierungsbefehl wird dann mit
an sich üblichen Zähl- und Steuermitteln bei Vollendung einer vorgegebenen Umlaufzahl
gegeben. Die Materialvorderkante VK gelangt so gemäss Pfeil P5 auf eine Auslauf- und
Abnahmefläche AF.
[0012] Die in Fig.2 dargestellte Abhebevorrichtung AHVl arbeitet im Gegensatz zu der vorbeschriebenen
mit einem mechanischen Abhebeorgan in Gestalt eines Schwenkmessers SM, das mit seiner
Schneide in der Durchlassstellung SD vom Trommelumfang abgehoben ist, in der Abhebe-Wirkstellung
SA jedoch unter leichtem Druck - jeweils rechtzeitig vor Eintreffen der Materialvorderkante
- an den Trommelumfang gedrückt wird und das Flachmaterial anschliessend fortschreitend
von der Arbeitsfläche UFA ablenkt und auf die Auslauf-und Abnahmefläche AF leitet.
[0013] Die Durchlaufmaschine nach Fig.3 zeichnet sich durch geringe Bauhöhe auch für grosse
Durchlaufbahnlängen aus. Hierzu wird die Durchlaufbahn DB1 durch eine Mehrzahl von
in Durchlaufrichtung nacheinander angeordneten Paaren von einander gegenüberliegenden,
geradlinig geführten Abschnitten Ala, Alb und A2a, A2b zweier Bänder B3 und B4 gebildet.
Ersteres läuft über zwei in einer Ebene und zueinander achsparallel gelagerte Umlenk-
bzw. Antriebswalzen Ul, U2 vergleichsweise geringen Durchmessers sowie über die zueinander
parallelen Längsflächen eines Stützkörpers SKl, während letzteres über nicht näher
bezeichnete Umlenwalzen ebenfalls geringen Durchmessers und Stützkörper SK2a, SK2b
geführt ist. Das Band B3 bildet somit eine erste, innere Bandanordnung (sie kann gegebenenfalls
auch aus mehreren, je in sich umlaufenden Einzelbändern bestehen), die von einer zweiten,
äusseren Bandanordnung auf dem überwiegenden Teil ihres Umfanges umfasst wird, so
dass sich ohne Trommel eine geschlossene Materialdurchlaufbahn ergibt. Die zweite
Bandanordnung wird hierzu durch ein weiteres, in sich umlaufendes Band B5 vervollständigt,
welches die Umlenkwalze U2 umgreift.
[0014] Das Band B5 enthält eine zwischen einer Schliess- oder Arbeitsstellung I und einer
Offenstellung II gemäss Pfeilen VB entsprechend nicht näher dargestellten, an sich
üblichen Führungsbahnen mit geeigneten Antriebs- und Steuermitteln verstellbare Teilbandanordnung
VBA, die in der Stellung II einen Zuführbereich ZB der Durchlaufbahn DB1.freigibt
und'dabei gleichzeitig eine Zuführfläche ZF für in die Durchlaufbahn einzuleitende
Materialstücke bildet. In der Arbeitsstellung ist demgegenüber die Durchlaufbahn zwischen
den einander zugewandten Arbeitsflächen Fl, F2 und F3 der Bänder annähernd über ihre
ganze Länge eingeschlossen, so dass sich ein gleichmässiger und faltenbildungsfreier
Materialdurchlauf ergibt.
[0015] Für das Auslenken des Materials nach vorgegebener Durchlaufzeit ist wieder eine Abhebevorrichtung
AHV ähnlich derjenigen nach Fig.l mit einer Sektor-Saugwalze SW und einer zugehörigen
Umlauf-Steuereinrichtung UST sowie (hier nicht dargestelltem) Steuerventil. STV vorgesehen.
Die Steuereinrichtung UST wird von einem schematisch angedeuteten Materialkanten-Tastorgan
TO einer an sich üblichen Fühleinrichtung gesteuert, so dass die Umlaufzahl erfasst
werden kann. An die Abhebevorrichtung AHV schliesst sich in der vorliegenden Beispielsausführung
eine Auslauf- und Abnahmefläche AF an, die antiparallel zum vorangehenden Abschnitt
der Durchlaufbahn DB1 gerichtet ist und die Abnahmebedienung erleichtert sowie zur
geringen Bauhöhe der Maschine beiträgt. Der Saugsektor der Walze SW erstreckt sich
dazu über etwa 180
0 zwischen der Durchlaufbahn und der Auslauf- und Abnahmefläche AF.
1. Durchlaufverfahren zur Wärme- und/oder Bruckbehandlung von weichflexiblen Flachmaterialstücken,
insbesondere Leder, bei dem die Flachmaterialstücke in Anlage an einer in Durchlaufrichtung
bewegten Arbeitsfläche geführt werden, dadurch gekennzeichnete dass jeweils ein Flachmaterialstück
während einer Mehrzahl von Umläufen in Anlage an einer die Materialstücklänge überdeckenden
Arbeitsfläche unter Wärme- und/oder Druckbeaufschlagung mitgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Flachmaterialstück
über mindestens einen vollen Umlauf in stetiger Aufheizberührung mit einer wärmeabgebenden
Arbeitsfläche geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Flachmaterialstück
nach einer vorgegebenen Anzahl von Umläufen, beginnend mit der Flachmaterial-Vorderkante,
fortschreitend von der Arbeitsfläche abgehoben wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils innerhalb einer vorgegebenen Mehrzahl von Umläufen eines Flachmaterialstückes
wenigstens eine über die Materialstücklänge fortschreitende Druckbeaufschlagung durchgeführt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils im Anschluss an
eine vorgegebene Mehrzahl von Aufheizumläufen mindestens eine.über die Materialstücklänge.
fortschreitende Druckbeaufschlagung durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die über die Materialstücklänge
fortschreitende Druckbeaufschlagung jeweils auf einen Teil der Durchlaufbahnlänge
in einer sich über die Materialbreite erstreckenden Druckzone konzentriert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Materialstück
innerhalb eines Durchlaufes durch eine Mehrzahl von räumlich aufeinanderfolgend angeordneten
Druckzonen geführt wird.
8. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer umlaufenden Arbeitsfläche, insbesondere
einer Arbeitswalzen-Umfangsfläche (UFA), eine jeweils nach einer vorgegebenen Anzahl
von Durchgängen einer Materialstück-Vorderkante (KV) aus einer Durchlass-Stellung
(SD) in eine Abhebe-Wirkstellung (SA) überführbare Flachmaterial-Abhebevorrichtung
(AHV) angeordnet ist.
9. Einrientung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, insbesondere
Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachmaterial-Durchlaufbahn
zwischen einer in sich geschlossenen Arbeitsfläche (UFA) einerseits und einer die
Arbeitsfläche wenigstens annähernd geschlossen umgebenden und das Flachmaterial in
Anlage bzw. Anpressung an der Arbeitsfläche haltenden Bandanordnung (BDA) verläuft.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandanordnung (BDA)
mit der Arbeitsfläche gleichsinnig und syncnron umlaufend ausgebildet ist.
11. Einrichtung Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandanordnung
(BDA) wenigstens zwei in sich geschlossen umlaufende Bänder (Bl, B2) mit je einem
sich längs der Arbeitsfläche (UFA) erstreckenden Anlage- bzw. Anpress-Bandtrum (TR1,
TR2) umfasst.
12. Einrichtung zur Wärme- und/oder Druck-Durchlaufbehandlung von weichflexiblen Flachmaterialstücken,
insbesondere Leder, mit mindestens zwei einander gegenüberliegenden Arbeitsflächen,
zwischen denen die Flachmaterial-Durchlaufbahn verläuft und von denen mindestens eine
durch ein Umlaufband gebildet ist, insbesondere nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flachmaterial-Durchlaufbahn (DB1) zwischen einer
Mehrzahl von in Durchlaufrichtung nacheinander angeordneten Paaren von einander gegenüberliegenden,
wenigstens teilweise und mindestens annähernd geradlinig geführten Umlaufbandabschnitten
(Ala, Alb; A2a, A2b) verläuft.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) eine erste Bandanordnung (B3) ist über zueinander achsparallel und im wesentlichen
in einer Ebene angeordnete Umlenkwalzen (Ul, U2) in sich umlaufend geführt und bildet
an ihrem Umfang mindestens eine erste Arbeitsfläche (Fl)
b) eine zweite Bandanordnung (B4, B5) ist an der Aussenseite der ersten Bandanordnung
(B3) gelagert und bildet mit ihrem Umfang mindestens eine zweite Arbeitsfläche (F2,
F3), die dem überwiegenden Teil des Umfanges der ersten Bandanordnung (B3) gegenüberliegend
angeordnet ist und diese im Bereich wenigstens einer Umlenkwalze (Ul, U2) umgreift.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bandanordnung
(B4, B5) die erste Bandanordnung ; (B3) in einer Arbeitsstellung wenigstens annähernd
vollständig umgreift.
15. Einrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite
Bandanordnung (B4, B5) mindestens eine zwischen einer Schliessstellung (I) und einer
Offenstellung (II) verstellbare Teilbandanordnung VBA) aufweist, die in der Schliessstellung
(I) die Arbeitsstellung der zweiten Bandanordnung für einen mindestens einmalig voll-
! ständigen Flachmaterialumlauf bestimmt und die in der Offenstellung (II) einen Flachmaterial-Zuführbereich
(ZB) am Umfang der ersten Bandanordnung (B3) freigibt.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die verstellbare Teilbandanordnung (VBA) in ihrer Offenstel- lung (II) eine Flachmaterial-Zuführfläche bzw. -Auflage- fläche (ZF) bildet.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine
zwischen einem Flachmaterial-Durchlasszustand und einem Abhebe-Wirkzustand umsteuerbare
Abhebevorrichtung (AHV) mit mindestens einer Saugwalze (SW). vorgesehen ist.
18. Einrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass für die Saugwalze (SW) eine sich über einen vorgegebenen Umfangswinkel erstreckende, am Saugwalzenumfang
wirksame Unterdruckbeaufschlagung vorgesehen ist.
19. Einrichtung nach Anspruch 8, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebevorrichtung
(AHV) in Steuerverbindung mit einer Umsteuereinheit (UST) für die Umstellung zwischen
Flachmaterial-Durchlasszustand und Abhebe-Wirkzustand steht und dass diese Umsteuereinheit
mit einer Abfühlvorrichtung (TO) zur Erfassung der Flachmaterialumläufe in der Durchlaufbahn
(DBl) verbunden ist.
20. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass im
Anschluss an die Abhebevorrichtung (AHV) eine zum vorangehenden Abschnitt (AF1a, AF1b) der Flachmaterial-Durchlaufbahn
(DB1) gegenläufige, vorzugsweise wenigstens annähernd antiparallel gerichtete Flachmaterial-Auslaufbahn
(AF) angeordnet ist.