(19)
(11) EP 0 095 455 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.08.1987  Patentblatt  1987/33

(21) Anmeldenummer: 83890085.0

(22) Anmeldetag:  17.05.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E04D 13/10

(54)

Dachschneefänger

Snow trap for roofs

Piège à neige pour toits


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR IT LI

(30) Priorität: 17.05.1982 AT 1955/82

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.11.1983  Patentblatt  1983/48

(71) Anmelder: Dachan Anstalt
FL-9490 Vaduz (LI)

(72) Erfinder:
  • Oehri, Josef
    FL-9491 Ruggell (LI)

(74) Vertreter: Gibler, Ferdinand, Dipl.Ing. Dr. techn. 
Dorotheergasse 7/14
1010 Wien
1010 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Dachschneefänger mit einem auf dem Dach liegenden flachen Tragteil und einem sich senkrecht zum Tragteil mindestens über einen Teil der Breite des Tragteiles erstreckenden, wandartigen, im wesentlichen ebenen Fangteil, der durch eine etwa vertikale und ebene Stütz einrichtung und durch einen den oberen Randbereich des Fangteiles mit dem Tragteil verbindungen und Schräg zu diesen verlaufen den, wandartigen Stützteil auf dem Tragteil abgestützt ist.

    [0002] Derartige Schneefanghalter sind bekannt. Bei den bekannten Ausführungen ist der an die dreieckförmige Schneefangnase an deren Unterseite anschließende Schließteil parallel zum Tragteil verlaufend unter oder über diesem geführt und mit diesem verbunden. Es hat sich gezeigt, daß, bedingt durch den Schneedruck, diese Befestigungsstelle stark belastet ist und die Gefahr eines Aufreißens besteht. Desgleichen besteht die Gefahr,daß die Schneefangnase durch den Druck auf den Fangteil den Stützteil knickt und dadurch die Schneefangnase verbogen wird.

    [0003] Ein Dachschneefänger der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen ist bereits - gemäß DE-U-7 727 905 - bekannt. Dieser besteht aus einem ebenen Tragteil, einem dazu senkrecht verlaufenden,vertikal abstehenden Fangteil und einer mittig angeordneten, in Längsrichtung des Tragteiles verlaufenden Stützwand. Zusätzlich ist noch ein den oberen Randbereich des Fangteiles mit dem Tragteil verbindender und schräg zu diesem verlaufender, wandartiger Stützteil vorgesehen. Ein derartiger bekannter Dachschneefänger hat zwar eine relativ große Festigkeit, ist jedoch nicht stapelbar und daher schwierig transportierbar.

    [0004] Es ist auch - gemäß DE-U-7 805 740 - ein Dachschneefänger mit einem bogenförmigen Tragteil für gewellte Dachplatten und eine, vertikal abstehenden Fangteil bekannt. Dieser ist durch drei in Längsrichtung des Tragteiles verlaufende Sützwände auf dem Tragteil abgestützt. Auch dieser Dachschneefänger ist nicht stapelbar.

    [0005] Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß der schräg verlaufende Stützteil an seinen seitlichen Rändern unter Bildung einer zum Tragteil hin offenen, hutförmigen Schneefangnase durch die aus zwei im Abstand zueinander verlaufenden Stützwänden gebildete Stützeinrichtung mit dem Tragteil verbunden ist, wobei der Tragteil unter der Schneefangnase eine senkrechte Öffnung aufweist und Stützteil, Fangteil und Stütswand zueinender geneigt sind. Mit einer derartigen hutförmigen Ausbildung des Dachschneefängers ist auch bei dünnwandiger Herstellung eine relativ hohe Knick-und Druckfestigkeit erzielbar. Da eine besonders lange Verbindung zwischen Nase und Tragteil vorliegt, ergibt sich außerdem eine hohe Rißfestigkeit. Durch geringförmig konische Ausbildung der hutförmigen Schneefangnase ist eine für die Lagerung und den Transport sehr vorteilhafte Stapelbarkeit gegeben.

    [0006] Es ist entsprechend einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung auch möglich, daß die aus Stützteil, Fangteil und Stützwand gebildete hutförmige Schneefang nase aus dem Tragteil gezogen ist. Durch einen Ziehvorgang läßt sich, beispielsweise aus einem metallischem Tragteil die Schneefangnase ziehen und ist einstückig mit dem Tragteil, also absolut sicher verbunden. Darüberhinaus ist durch die einstückige Konstruktion eine sichere Aussteifung gegeben.

    [0007] Die Dachschneefänger können aus Metall, z. B. mit gezogenen Nasen, aber auch aus Kunststoff, aber auch aus einem Tragteil aus Metall und einem Fangteil aus Kunststoff oder aus weiteren Variationen verschiedener geeigneter Materialien gefertigt werden, wobei beide Teile in geeigneter materialangepaßter Weise gefertigt werden können. Es ist auch möglich, daß die hutförmige Schneefangnase an ihrem unteren Ende Befestigungs-. zungen aufweist, die mit korrespondierenden Ausbildungen am Tragteil verbunden sind. Dabei kann das Material vom Tragteil und Fangnase gleich oder unterschiedlich, also Metall und Kunststoff oder nur Metall oder nur Kunststoff sein. Es ist dadurch möglich, flache Tragteile getrennt und kompakt zu verbinden und die Schneefangnasen gleichfalls gestapelt zu versenden. Es können unterschiedliche Ausbildungen von Schneefangnasen mit einer der jeweiligen Dachneigung am besten entsprechenden Form auf ein und denselben Tragteil austauschbar befestigt werden. Zu einer Art von Tragteil könnten unterschiedliche Schneefangnasen verwendet werden. Andererseits ist es möglich, auch die Tragteile zum Anpassen an die jeweilige Dachform, also zum Nageln an das Dach oder zum Einhängen in Ziegel, zum Einhängen in Dachlatten oder dergleichen zu variieren und zu den unterschiedlichen Tragteilen die zweckmäßigste Form der Schneefangnase zu wählen. Die Befestigung kann durch Schrauben, Nieten aber auch Anschweißen oder dergleichen erfolgen.

    [0008] Die Erfindung ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

    [0009] Fig.1 zeigt in Schrägansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, Fig.3 dazu in Ansicht von oben und Fig. 4 dazu in Frontansicht ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 5 bis 7 zeigen die entsprechenden Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispieles, bei dem die Schneefangnase mit dem Tragteil durch eine Steckverbindung verbinden werden kann, wobei in Fig. 8 bis 10 verschiedene Stellugen der Steckverbindungen in Seitenansicht und Teilschnitt gezeigt sind, Fig.11 zeigt ein Detail der Steckverbindung In Schrägansicht.

    [0010] In den Ausführungsbeispielen trägt ein im wesentlichen flacher Tragteil 1 eine Fangnase 2 bzw. ist mit einer solche einstückig ausgebildet. Die Fangnase 2 weist einen etwa senkrecht zum Tragteil sich erstreckenden Fangteil 8 und daran anschließend einen Stützteil 11 auf. Der Stützteil 11 und der Fangteil 8 sind durch zwie im Abstand zueinander der verlaufende Stützwände 10 abgestützt, die eine Stützeinrichtung bilden. Ein gesonderter Befestigungsteil kann zum Einhängen des Tragteiles 1 in einen Ziegel oder Dachlatte dienen.

    [0011] In den Fig. 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, welches einstückig ausgebildet ist, wobei die Haltenase 2 aus dem Blechmaterial des Tragteiles 1 tiefgezogen ist oder samt dem Tragteil aus Kunststoff gespritzt ist. Es ist auch eine Schweißverbindung zwischen einer extra gefertigten Fangnase 2 und einem Tragteil möglich. Ebenso kann eine Schraub- oder Klebeverbindung verwendet werden.

    [0012] Die weiteren Varianten zeigen Steckverbindungen zwischen dem Tragteil 1 und der Fangnase 2. Selbstverständlich können die Varianten des Fangteiles statt der Steckverbindung eine feste Verbindung haben. Die Fig. 5 bis 7 zeigen die in Fig.1 gezeigte Variante der Fangnase mit einer Steckverbindung, wobei Ösen 6 im Tragteil vorgesehen sind. Diese Ösen 6 sind mit einer Ziehmaschine gebildet worden. In einen Befestigungssteg 9, der einstückig mit der Fangnase ist, sind Ausnehmungen 7 gestanzt, in die Befestigungszungen 18 ragen. Die Zungen 18 dienen zur Befestigung der Fangnase 2 am Tragteil, sie werden in die Öffnung der Ösen 6 eingeschoben, wodurch die Befestigung erfolgt. Da mehrere Reihen solcher Ösen 6 vorgesehen sind, ist es möglich, die Lage der Fangnase am Befestigungsteil je nach Erfordernis zu verändern. Dies ist an Hand der Fig. 8 bis 11 im Detail gezeigt.

    [0013] Eine verstellbare Schneefangnase in der jeweils geeigneten Form kann für die verschiedensten Lattenabstände verwendet werden. Selbstverständlich lassen die Ausführungsbeispiele Variantnen offen, die in den Rahmen der Erfindung fallen. So können die einzelnen gezeigten Details untereinander vertauscht sein.


    Ansprüche

    1. Dachschneefänger mit einem auf dem Dach liegenden flachen Tragteil (1) und einem sich senkrecht zum Tragteil (1) mindestens über einen Teil der Breite des Tragteiles (1) erstreckenden, wandartigen, im wesentlichen ebenen Fangteil (8), der durch eine etwa vertikale und ebene in Längsrichtung des Tragteiles verlaufende Stützeinrichtung und durch einen den oberen Randbereich des Fangteiles mit dem Tragteil verbindenden und schräg zu diesem verlaufenden wandartigen Stützteil auf dem Tragteil (1) abgestützt ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der schräg verlaufende Stützteil (11) an seinen seitlichen Rändern unter Bildung einer zum Tragteil (1) hin offenen hutförmigen Schneefangnase durch die ans zwei im Abstand zueinander verlaufenden Stützwänden (10) gebildete Stützeinrichtung mit dem Tragteil (1) verbunden ist, wobei der Tragteil (1) unter der Schneefangnase eine rechteckige Öffnung aufweist und Stützteil (11), Fangteil (8) und Stützwände (10) zueinander geneigt sind.
     
    2. Dachschneefänger nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die hutförmige Schneefangnase aus dem Tragteil (1) gezogen ist.
     
    3. Dachschneefänger nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die hutförmige Schneefangnase an ihrem unteren Ende Befestigungszungen (18) aufweist, die mit korrespondierenden Ausbildungen am Tragteil (6) verbunden sind.
     


    Claims

    1. Snow trap for roofs, which has a flat carrier part (1) lying on the roof and a wall-like, substantially flat trap part (8), which extends perpendicular to the carrier part (1) at least over a part of the width of the carrier part (1) and which is supported on the carrier part (1) by an approximately vertical and flat supporting device extending in the longitudinal direction of the carrier part and by a wall-like supporting part connecting the upper edge region of the trap part to the carrier part and extending obliquely in relation to the latter, characterized in that the obliquely extending supporting part (11) is connected at its lateral edges to the carrier part (1) by the supporting device formed from two supporting walls (10) extending at a spacing from one another, with the formation of a cap-shaped snow trap nose which is open towards the carrier part (1), the carrier part (1) exhibiting a rectangular opening below the snow trap nose, and the supporting part (11), the trap part (8) and the supporting walls (10) being inclined to one another.
     
    2. Snow trap for roofs according to Claim 1, characterized in that the cap-shaped snow trap nose is drawn out from the carrier part (1).
     
    3. Snow trap for roofs according to Claim 1, characterized in that the cap-shaped snow trap nose exhibits at its lower end securing tongues (18), which are connected to corresponding formations at the carrier part (6).
     


    Revendications

    1. Garde-neige pour toit comportant une partie- support (1) disposée à plat sur le toit et une partie de retenue (8) sensiblement plane, en forme de paroi, s'étendant au moins sur une partie de la larqeur de la partie-support (1), et qui est soutenu sur la partie-support (1) par un moyen de soutien s'étendant à peu près verticalement et dans un plan en direction longitudinale de la partie-support et par une partie de soutien en forme de paroi reliant la zone supérieure du bord de la partie de retenue avec la partie-support et étant inclinée par rapport à celle-ci, caractérisé par le fait que la partie de soutien (11) est reliée à la partie-support (1), par ses bords latéraux, en formant un nez de retenue de la neige en forme de chapeau, ouvert sur la partie-support (1), grâce au moyen de soutien formé par deux parois d'appui (10) écartées l'une de l'autre, la partie-support (1) présentant une ouverture rectangulaire sous le nez de retenue de la neige et la partie de soutien (11), la partie de retenue (8) et les parois d'appui (10) étant inclinées les unes par rapport aux autres.
     
    2. Garde-neige pour toit selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le nez de retenue de la neige en forme de chapeau est réalisé par emboutissage de la partiesupport (1).
     
    3. Garde-neige pour toit selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le nez de retenue de la neige en forme de chapeau présente, à son extrémité inférieure, des languettes de fixation (18) qui sont reliées à des formations correspondantes sur la partie-support (6).
     




    Zeichnung