[0001] Die Erfindung betrifft eine aus einem Rohling durch Extrudieren hergestellte aus
einem Stück bestehende Stahlhülse für Patronen enthaltend einen Hülsenboden, einen
Hülsenkörper, der mit dem Hülsenboden aus einem Stück besteht und eine Hülsenwand
bildet, einen Schulterkonus, der eine gleichmässig dicke Wand bildet und mit dem Hülsenkörper
aus einem Stück besteht.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Herstellung einer Patronenhülse
- bestehend aus einem Hülsenboden, einem Hülsenkörper, einem Schulterkonus und einem
Hülsenhals, wobei die Wandstärke des Hülsenkörpers vom Hülsenboden gegen den Schulterkonus
stetig abnimmt und die Wand des Schulterkonus' dicker ist als die Wand des Hülsenkörpers
an ihrer dünnsten Stelle - im Extrudierverfahren mit einem Extrudierdorn.
[0003] Bei einer bekannten Patronenhülse gemäß dem Oberbegrriff des Anspruchs 1 (siehe CH-A-503
966) ist die Wandstärke des Schulterkonus' gleich wie oder kleiner als die Wandstärke
des Hülsenkörpers. Bei der Zufuhr der Patrone mit einer solchen Patronenhülse zu einer
Waffe ist die Beanspruchung des Schulterkonus' am grössten, wodurch dieser in unerwünschtem
Masse gestaucht wird.
[0004] Bei einer anderen bekannten Patronenhülse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2 (siehe
US-A-3 485 170), bestehend aus einem Hülsenboden, einem Hülsenkörper, einem Schulterkonus
und einem Hülsenhals, ist die Wand des Schulterkonus' dicker als die Wand des Hülsenkörpers
an ihrer dünnsten Stelle. Diese bekannte Patronenhülse ist jedoch aus Kunststoff und
nicht aus Stahl hergestellt und kann daher nicht für alle Waffen verwendet werden.
[0005] Bei einer weiteren bekannten Patronenhülse (siehe GB-A-2762 A.D. 1911) nimmt die
Wandstärke des Hülsenkörpers vom Hülsenboden gegen den Schulterkonus ständig ab. Auch
hier gilt, wie oben ausgeführt, dass bei der Zufuhr der Patrone mit einer solchen
Patronenhülse zu einer Feuerwaffe die Schulter in unerwünschter Weise gestaucht werden
kann.
[0006] Die Aufgabe, welche mit der vorliegenden Erfindung gelöst werden soll, besteht in
der Schaffung einer Patronenhülse, die beim Zuführen der Patrone zur Waffe den auftretenden
Kräften gewachsen ist, ohne dass unerwünschte Stauchungen des Schulterkonus' entstehen.
[0007] Die erfindungsgemässe Patronenhülse, mit der diese Aufgabe gelöst wird, ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Wandstärke der Hülsenwand des Hülsenkörpers von einem ersten
Wert S1 am Hülsenboden stetig abnimmt bis zu einem Wert S2 an einer mittleren Stelle,
und dann stetig wieder zunimmt von diesem zweiten Wert S2 an dieser mittleren Stelle
auf einen dritten Wert S3 am Schulterkonus, wobei diese mittlere Stelle sich näher
beim Schulterkonus als beim Hülsenboden befindet, dass die Schulterwand des Schulterkonus'
eine grössere Wandstärke aufweist als der Hülsenkörper an der erwähnten mittleren
Stelle und dass ein Hülsenhals vor dem Schulterkonus mit diesem aus einem Stück besteht,
dessen Wandstärke kleiner ist als die Wandstärke des Schulterkonus.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Patronenhülse und der Vorrichtung
zur Herstellung dieser Hülse ist im folgenden anhand der beigefügten Zeichnung ausführlich
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine fertige Patronenhülse
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Patronenhülse in einem Zwischenstadium der Fertigung
mit einem Extrudierdorn.
[0009] Gemäss Fig. 1 besteht die Patronenhülse aus
a) einem Hülsenboden 11, der eine Bohrung 12 zum Einsetzen einer nicht dargestellten
Zündkapsel besitzt,
b) einem Hülsenkörper 13, der vorzugsweise leicht konisch ausgebildet ist, z.B. 2,5%
d.h. 0° 42' 58"
c) einem Schulterkonus 14, der stärker konisch ausgebildet ist, z.B. 18° 30' und
d) einem Hülsenhals 15, der vorzugsweise zylindrisch ausgebildet ist.
[0010] Die Wand des Hülsenkörpers 13 wird vom Hülsenboden 11 gegen den Schulterkonus 14
bis zur Stelle S2 stetig dünner und anschliessend bis zur Stelle S3 wieder stetig
dicker. Die Wand des Schulterkonus' 14 wird entweder vom Hülsenkörper 13 gegen den
Hülsenhals 15 stetig dünner oder ist überall gleich dick.
[0011] Erfindungsgemäss ist die Wand des Schulterkonus' 14 dicker als die Wand des Hülsenkörpers
13 an der Stelle S2. Die Wandstärke des Hülsenkörpers 13 nimmt gemäss Fig. 1 stetig
vom Wert S1 auf den Wert S2 ab und steigt dann wieder stetig auf den Wert S3 an. Die
Wand des Schulterkonus' 14 hat überall die selbe Wandstärke mit dem Wert S3. Der Hülsenhals
15 hat überall dieselbe Wandstärke mit dem Wert S4.
[0012] Die Verstärkung der Wand des Schulterkonus' 14 ist notwendig, da bei der Zufuhr der
Patrone zur Waffe dieser Bereich der Patronenhülse 10 stärker beansprucht wird, insbesondere
durch die Beschleunigungs- bzw. Verzögerungskräfte.
[0013] Gemäss Fig. 2 wird zur Herstellung der erfindungsgemässen Patronenhülse 10 ein Extrudierdorn
16 verwendet, der im Bereich des Schulterkonus' 14 an seinem Umfang eine Aussparung
oder Umfangsnut 17 aufweist, derart, dass sich beim Extrudieren der Patronenhülse
10 eine Verdickung 18 in der Hülsenwand bildet. Beim Zurückziehen des Extrudierdornes
16 in Richtung des Pfeiles A aus der Patronenhülse 10 heraus, wird diese Verdickung
18 radial nach aussen gedrückt wie in Fig. 2 mit gestrichelter Linie angedeutet ist.
Durch diese Aussparung 17 am Extrudierdorn 16 wird das Abstreifen der Patronenhülse
10 vom Extrudierdorn 16 erschwert, ohne dass eine spezielle Abstreifvorrichtung erforderlich
ist. Auf diese Weise wird die notwendige Wandverdickung 18 im gewünschten Bereich
und im gewünschten Ausmass erreicht.
[0014] Beim Einziehen oder Formen des Hülsenhalses, d.h. bei der endgültigen Formgebung
der Hülse wird die Wand an der gewünschten Stelle um den gewünschten Betrag verdickt
und der Schulterkonus 14 damit verstärkt. Mit dieser Verdickung des Schulterkonus'
14 um den gewünschten Betrag werden die Einstauchverhältnisse der Hülse beim Zuführen
in das Patronenlagerbeeinflusst und den Erfordernissen angepasst.

1. Eine aus einem Rohling durch Extrudieren hergestellte aus einem Stück bestehende
Stahlhülse für Patronen enthaltend:
- einen Hülsenboden (11),
- einen Hülsenkörper (13), der mit dem Hülsenboden (11) aus einem Stück besteht und
eine Hülsenwand bildet;
- einen Schulterkonus (14), der eine gleichmässig dicke Wand bildet und mit dem Hülsenkörper
(13) aus einem Stück besteht;
dadurch gekennzeichnet:
- dass die Wandstärke der Hülsenwand des Hülsenkörpers (13) von einem ersten Wert
(S1) am Hülsenboden (11) stetig abnimmt bis zu einem Wert (S2) an einer mittleren
Stelle und dann stetig wieder zunimmt von diesem zweiten Wert (S2) an dieser mittleren
Stelle auf einen dritten Wert (S3) am Schulterkonus (14);
- wobei diese mittlere Stelle sich näher beim Schulterkonus (14) als beim Hülsenboden
(11) befindet;
- dass die Schulterwand des Schulterkonus (14) eine grössere Wandstärke aufweist als
der Hülsenkörper (13) an der erwähnten mittleren Stelle; und
- dass ein Hülsenhals (15) vor dem Schulterkonus (14) mit diesem aus einem Stück besteht,
dessen Wandstärke kleiner ist als die Wandstärke des Schulterkonus' (14).
2. Vorrichtung zur Herstellung einer Patronenhülse bestehend aus einem Hülsenboden
(11), einem Hülsenkörper (13), einem Schulterkonus (14) und einem Hülsenhals (15),
wobei die Wandstärke des Hülsenkörpers (13) vom Hülsenboden (11) gegen den Schulterkonus
(14) stetig abnimmt und die Wand des Schulterkonus' (14) dicker ist als die Wand des
Hülsenkörpers (13) an ihrer dünnsten Stelle - im Extrudierverfahren mit einem Extrudierdorn
(16), dadurch gekennzeichnet, dass der Extrudierdorn (16) im Bereich des Schulterkonus'
(14) eine Aussparung (17) aufweist zur Erzeugung einer Verdickung (18) in der Wand
der Patronenhülse.
1. An extruded steel cartridge case integrally formed from a one-piece blank, comprising.
- a case base (11);
- a case body (13) integrally former '.'ith the case base (11) forming the wall of the case;
- a conical shoulder (14) having the same wall thickness throughout integrally with
the case body;
characterised in that
- the wall thickness of said case body continuously decreasing from a first value
(S1) at the case base (11) to a second value (S2) at an intermediate location and
then continuously increasing from this second value (S2) at this intermediate location
to a third value (S3) at the conical shoulder (14);
- said predetermined intermediate location being closer to said conical shoulder (14)
than said case base (11);
- said wall of said conical shoulder (14) having a greater wall thickness than said
wall thickness of said case body (13) at said predetermined intermediate location
thereof;
- a case neck (15) following to the conical shoulder (14) integrally formed with it
having a wall which is thinner than said wall of said conical shoulder (14).
2. An apparatus for extruding a cartridge case containing a case base (11), a case
body (13), a conical shoulder (14) and a case neck (15); said wall thickness of said
case body (13) continuously decreasing from said case base (11) towards said conical
shoulder (14), said wall of said conical shoulder (14) having a wall thickness greater
than said wall thickness of said case body (13) at a thinnest location thereof, an
extruding mandrel (16) and said extruding mandrel (16) containing a recess (17) arranged
at the region of said conical shoulder (14) in order to produce a region of increased
wall thickness in the wall of said cartridge case.
1°) Douille pour cartouches de munition, en acier, réalisée en une seule pièce par
extrusion d'une ébauche, comportant:
- un fond de douille (11),
- un corps de douille (13) qui est en une seule pièce avec le fond de douille (11)
et forme une paroi de douille,
- un épaulement conique (14) qui forme une paroi d'épaisseur régulière et fait une
seule pièce avec le corps de douille (13),
caractérisée en ce que:
- l'epaisseur de la paroi du corps de douille (13) diminue en continu en partant d'une
première valeur (S1) au fond de la douille (11) jusqu'à une valeur (S2) dans une position
intermédiaire, puis augmente de nouveau en continu à partir de cette seconde valeur
(S2) à la position intermédiaire jusqu'à une troisieme valeur (S3) au niveau de l'épaulement
conique (14),
- cet emplacement intermédiaire étant plus proche de l'épaulement conique (14) que
du fond de douille (11),
-la paroi de l'épaulement conique (14) est plus épaisse que celle du corps de douille
(13) au niveau de la position intermédiaire; et
- un col de douille (15) en avant de l'épaulement conique (14) fait corps avec celui-ci
et son épaisseur de paroi est inférieure a celle de l'épaulement conique (14).
2°) Dispositif pour la fabrication d'une douille de cartouche, composée d'un fond
de douille (11), d'un corps de douille (14), d'un épaulement conique (14) et d'un
col de douille (15), l'épaisseur de la paroi du corps de douille (13) allant en diminuant
en continu entre le fond de douille (11) et l'épaulement conique (14) et la paroi
de l'épaulement conique (14) est plus épaisse que la paroi du corps de douille (13)
à son endroit le plus mince, par extrusion a l'aide d'une broche d'extrusion (16),
dispositif caractérisé en ce que la broche d'extrusion (16) comporte une cavité (17)
au niveau de l'épaulement conique (14) pour former une surépaisseur (18) dans la paroi
de la douille de cartouche.