[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportwaggon nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Solche Transportzüge werden beispielsweise zur Entnahme und zum Abtransport von Aushubmaterial
aus dem Bereich eines erhaltenbleibenden Gleisrostes verwendet, können aber auch zum
Einbau von Gleisbettungs- und/oder Unterbaumaterial verwendet werden. Ein weiteres
Anwendungsbeispiel ist die Handhabung von Müll.
[0003] Ein Transportzug mit einem Transportwaggon gattungsgemässer Art ist aus der AT-PS
200 604 bekannt. Dabei folgt auf einen mit einer Aushubeinrichtung ausgerüsteten ersten
Waggon ein mit einer Siebeinrichtung ausgerüsteter zweiter Waggon. Die Sieb-ermrichtung
auf dem zweiten Waggon besteht aus zwei thereinanderliegenden Förderern, die sich
im wesentli- chten über die ganze Länge des zweiten Waggons erstrekken. Eine Übergabeeinrichtung
des ersten Waggons führt durch die Aushubeinrichtung des ersten Waggons atsgehobene
Material vom Bodenbereich des ersten Waggons bis über das benachbarte Ende des oberen
Förderers des zweiten Waggons. Das auf diesem Förderer steigend zu dessen anderem
Ende hin geförderte Material fällt an dessen anderem Ende auf ein Sieb, rutscht auf
diesem entgegen der Förderrichtung des oberen Förderers zurück und fällt dabei teilweise
durch das Sieb hindurch auf den unteren Förderer, welcher das durch das Sieb hindurchgelassene
Material wieder zurück zu einer Übergabeeinrichtung an dem dem ersten Waggon fernen
Ende des zweiten Waggons bringt. Diese Übergabeeinrichtung liegt mit ihrem dem zweiten
Waggon zugekehrten Ende hoch über dem Boden des zweiten Waggons und übergibt das Material
auf eine Fördereinrichtung eines dritten Waggons, die sich im wesentlichen über die
ganze Länge des dritten Waggons erstreckt und sich hoch über dem Boden des dritten
Waggons befindet.Von dieser Fördereinrichtung des dritten Waggons fällt das Material
auf den Boden des dritten Waggons, der als Transportwaggon ausgebildet ist.
[0004] Bei dieser bekannten Einrichtung ist es nicht ohne weiteres möglich, das auf dem
Boden des dritten Waggons lagernde Material auf weitere Waggons zu übergeben. Außerdem
besteht keine Möglichkeit, das auf dem Boden des dritten Waggons lagernde Material
mit waggoneigenen Fördermitteln zu entleeren.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen zur Speicherung und zum Transport
geeigneten Transportwaggon gattungsgemäßer Art so auszugestalten, daß die waggonei
gene Fördereinrichtung nicht nur zur Verteilung von Material auf dem Transportwaggon
verwendet werden kann, sondern darüber hinaus auch dazu, um das auf dem Transportwaggon
gelagerte Material ohne äußere Aufnahmemittel an einer Materialabgabestelle abzuwerfen
oder innerhalb des Transportzuges Material von einem Transportwaggon auf einen anderen
Transportwaggon zu übertragen.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe werden die Maßnahmen nach dem kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 vorgeschlagen.
[0007] Weitere Merkmale des erfindungsgemäßen Transportwaggons ergeben sich aus den Ansprüchen
2 bis 5.
[0008] Durch die Maßnahme des Anspruchs 2 werden Transportwaggons bereitgestellt, die einerseits
großes Fassungsvermögen haben und andererseits eine vollständige Füllung und Entleerung
gestatten. Für die Aufnahme von schwerem Material, wie z.B. Gleisbettungs- oder Unterbaumaterial,
hat sich die Ausbildung gemäß Anspruch 3 hervorragendgeeignet.
[0009] Die Maßnahme des Anspruchs 4 sorgt für eine einfache Kupplung der Fördereinrichtungen
aufeinanderfolgender Transportwaggons. Die Endlosförderer stehen mit ihren oberen
Enden der ganzen Breite des jeweils anschließenden Transportwaggons gegenüber, so
daß ein unerwünschtes Abfallen von Material außerhalb der Waggons selbst dann nicht
möglich ist, wenn der Zug etwa in einer Kurve steht. Im Hinblick auf stark gekrümmte
Gleisbögen kann die Übergabeeinrichtung schwenkbarangeordnet und ggf. zwangsläufig
so gesteuert sein, daß es jeweils im Mittenbereich des anschließenden Transportwaggons
endet.
[0010] Die Maßnahme des Anspruchs 5 ist darauf gerichtet, die Transportwaggons ggf. einzeln
zu entladen.
[0011] Die Ansprüche 6 und 7 betreffen einen Transportzug, der aus erfindungsgemäßen Transportwaggons
gebildet ist.
[0012] Die Maßnahmen der Ansprüche 8 bis 17 befassen sich mit der Ergänzung des erfindungsgemäßen
Transportzugs zu einem Spezialgerät zur Entnahme und zum Abtransport von
Aushubmaterial. Die Ausbildung der Aushubeinrichtung mit einer Mehrzahl von Teilaushubeinrichtungen
führt zu einem sehr großen Anfall von Aushubmaterial pro Zeiteinheit, der eine besonders
hohe Abtransportleistung erfordert. Diese hohe Abtransportleistung wird gerade von
dem nach den Ansprüchen 6 und 7 ausgebildeten Transportzug erbracht.
[0013] Die Aufspaltung der Aushubeinrichtung in eine erste Teilaushubeinrichtung zur Aufnahme
des unter dem Gleisrost gelegenen Bettungsmaterials, eine zweite, der ersten nachlaufende
Teilaushubeinrichtung zur Aufnahme von außerhalb des Gleisrostes liegendem Aushubmaterial
und eine dritte, wiederum nachlaufende Teilaushubeinrichtung zum Aushub des im Gleisrostbereich
unterhalb des Bettungsmaterials liegenden Materials, führt dazu; daß jede Teilaushubeinrichtung
der besonderen Konsistenz und Menge des jeweiligen Materials angepaßt werden kann,
so daß insgesamt die Leistung weiter vergrößert wird. Überdies können die einzelnen
Teilaushubeinrichtungen den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten unter und seitlich
des Gleisrostes angepaßt werden. Dabei ist insbesondere zu bedenken, daß die regelmäßig
als umschlingende Aushubketten ausgebildeten Aushubeinrichtungen in ihrer Arbeitsbreite
im Hinblick auf seitliche Hindernisse wie Mastfundamente in ihrer Arbeitsbreite beschränkt
sind; so daß sich für den Bereich außerhalb des Gleisrostes als Teilaushubeinrichtung
ein Bagger anbietet. Im Hinblick darauf, daß auch der Bagger in seinem Schwenkbereich
durch seitliche Hindernisse behindert sein kann, empfiehlt es sich, dem Bagger in
Arbeitsrichtung vor- und nachgeordnet je einen Aufnahmebunker für das Aushubmaterial
zuzuordnen.
[0014] Die Erfahrung hat weiter gezeigt, daß bei Aufnahme des seitlichen Aushubs durch Bagger
die nachlaufende Aushubkette für die Aufnahme des lehmdurchsetzten, unterhalb des
Bettungsmaterials liegenden Materials wesentlich besser arbeitet.
[0015] Die Ansprüche 18 bis 21 betreffen ein Verfahren zur Aufnahme von Gleisbaumaterial
an einer Gleisbaustelle, bei dem insbesondere der erfindungsgemäße Transportzug eingesetzt
werden kann. Dieses Verfahren ist insbesondere anwendbar zur Entnahme und zum Abtransport
von Gleisbaumaterial aus dem Bereich eines erhaltenbleibenden Eisenbahngleisrostes.
Dabei kann das entnommende Aushubmaterial auf eine den Aushubmitteln in Arbeitsrichtung
der Aushubmittel vorauslaufendeQ Gruppe von Transportwaggons abgelagert werden und
auf diesen vom Arbeitsbereich abgefahren werden. Da sich dabei das Material zunächst
auf den von den Aushubmitteln entfernten Waggons und dann fortschreitend auf den den
Aushubmitteln näheren Waggons sammelt, können die zunächst gefüllten, den Aushubmitteln
fernen Transportwaggons mit ihrer Ladung abgefahren werden, ohne daß die Aushubarbeiten
unterbrochen werden.
[0016] Die Maßnahme des Anspruchs 19 zeigt insbesondere auf, wie man vorzugehen hat, um
eine reibende Bewegung des Materials gegenüber der Fördereinrichtung des jeweils gerade
zu befüllenden Transportwaggons, insbesondere gegenüber dem Obertrum eines endlosen
Fördermittels weitestgehend zu unterdrücken. Durch den Langsamlauf des jeweils gerade
zu füllenden Transportwaggons wird nämlich erreicht, daß die Befüllung des Transportwaggons
praktisch beendet ist, wenn das Material erstmals das vom Aufnahmeende des Transportwaggons
abgelegene Ende des Transportwaggons erreicht.
[0017] Die Ansprüche 20 und 21 zeigen im einzelnen ein Verfahren auf, das ein fortlaufendes
Arbeiten an der Aushubstelle ohne Unterbrechung durch das Abtransportieren der gefüllten
Transportwaggons gestattet.
[0018] Der Anspruch 22 betrifft ein Verfahren zum Abgeben von Gleisbaumaterial aus einem
Transportzug an einer Gleisbaustelle, das insbesondere dann anwendbar ist, wenn das
auf einem Transportwaggon gelagerte Material an einer engbegrenzten Stelle längs eines
Eisenbahngleises abgegeben werden soll, ohne daß die Möglichkeit besteht, den Transportwaggon
während der Entladung gegenüber dem Aufnahmeort zu verschieben. Ein interessanter
Anwendungsfall ist hierfür der Einbau von Bettungs- und/oder Unterbaumaterial an einer
Einbaustelle. Diese Möglichkeit wird durch die Verfahrensweise nach dem Anspruch 23
noch weiter ausgebaut für den Fall eines längeren Transportzugs.
[0019] Andererseits gibt der Anspruch 24 eine Möglichkeit an, eine besonders hohe Entladeleistung
zu erzielen, insbesondere dann, wenn sich der Aufnahmebereich für das Material über
eine längere Strecke längs des Gleises erstreckt.
[0020] Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels;
es stellen dar:
Fig. 1 mit den Teildarstellungen Fig. 1A, 1B, 1C und 1D eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Transportzugs zur Entnahme und zum Abtransport von Aushubmaterial und
Fig. 2 mit den Teildarstellungen gem. Fig. 2A, 2B, 2C und 2D eine Draufsicht auf den
Transportzug gem. Fig. 1
[0021] In Fig. 1A ist ein Gleisrost mit 10 bezeichnet, Auf diesem Gleisrost fährt ein ganz
allgemein mit 12 bezeichneter Gleisbehandlungszug, und zwar in der Arbeitsrichtung
gemäß Pfeil 14. Am Nachlaufende des Gleisbehandlungszugs sind gemäß Fig. 1A und 2A
zwei Aushubwaggons 16 und 18 angeordnet. Auf dem Aushubwaggon 16 ist eine erste Teilaushubeinrichtung
20 in Form einer den Gleisrost 10 umschlingenden Aushubkette angeordnet. Diese Aushubkette
ist dazu bestimmt, das unmittelbar unter dem Gleisrost 10 liegende Bettungsmaterial
22 aufzunehmen. Dieses Bettungsmaterial 22 wird in einen Bunker 24 gefördert. Weiterhin
ist auf den Aushubwaggon 16 als zweite Teilaushubeinrichtung ein Bagger 26 angeordnet,
welcher um eine vertikale Achse 28 schwenkbar ist und mit seiner Baggerschaufel 30
das beidseits des Gleisrostes 10 liegende Material erfassen kann. Dieser Bagger 26
gibt das Aushubmaterial wahlweise in zwei Bunker 32 und 34, die in Fahrtrichtung hinter
bzw. vor dem Bagger angeordnet sind. Befindet sich - wie in Fig. 2A dargestellt -
seitlich des Gleisrostes 10 ein Hindernis 36, so kann der Bagger 26 zunächst - wie
in Fig. 2A dargestellt - das Material in den Bunker 32 geben und nach weiterem Vorschub
in Pfeilrichtung 14 gemäß Fig. 1A kann der Bagger das Material in Pfeilrichtung vor
dem Hindernis 36 aufnehmen und dieses in den Bunker 34 geben, so daß auch der Schwenkweg
des Baggers jeweils minimal ist.
[0022] Auf dem Aushubwaggon 18 ist eine dritte Teilaushubeinrichtung 38 in Form einer weiteren,
den Gleisrost 10 umschlingenden Aushubkette angeordnet, welche dazu bestimmt ist,
das unterhalb des Bettungsmaterials 22 (
Fig.1
A) liegende Material 40 auszuheben. Das von der Aushubkette 38 ausgehobene Material
gelangt in einen Bunker 42 und über Förderbänder 44 und 46 in einen Zwischenbunker
48 auf dem vorderen Aushubwaggon 16. Das in den Bunkern 48, 32, 34 und 24 aufgenommene
Material wird durch Förderbänder 50, 52 und 54 auf einen ersten Transportwaggon 56
gegeben, der dem Aushubwaggon 16 in Pfeilrichtung 14 vorausläuft. Auf dem Transportwaggon
56 ist in der Höhe der normalen Ladefläche ein endloses Schuppenband 58 angeordnet,
dessen Obertrum 59 der Aufnahme des Materials dient.
[0023] Wie aus Fig. 1A und 2A zu ersehen, fällt das von dem Förderband 54 ankommende Material
auf das in Arbeitsrichtung 14 nachlaufende Ende des Schuppenbandes 58 und wird mittels
des Schuppenbandes zu dem in Arbeitsrichtung 14 vorauslaufenden Ende des Transportwaggons
56 gefördert. An dem vorauslaufenden Ende des Transportwaggons 56 wird das Material
von dem Schuppenband 58 ggf. über einen nicht eingezeichneten Zwischenbunker an ein
Übergabeband 60 abgegeben. Am vorderen Ende des Transportwaggons 56 ist eine bewegliche
Entladeklappe 62 angeordnet. Das Übergabeband 60 endet - wie aus Fig. 1B ersichtlich
- über dem Nachlaufende eines weiteren Transportwaggons 56
1, der genauso aufgebaut ist wie der Transportwaggon 56. In Fig. 1B erkennt man diesen
Transportwaggon 56
1 mit einer Antriebseinrichtung 64. Es folgen in den Ansichten 1B, 2B; 1C, 2C und 1D,
2D weitere Transportwaggons 56
2, 56
3 und 56
4 mit zugehörigen Übergabebändern 601 bis 6
04
.
[0024] Aus den Fig. 1B und 1C erkennt man, daß der Transportwaggon 56
4 bereits vollständig gefüllt ist und gerade der Transportwaggon 56
3 gefüllt wird. Das Schuppenband des Transportwaggons 56
3 läuft dabei langsamer als die Schuppenbänder der vorangehenden Transportwaggons 56
bis 56
2, so daß auf dem Schuppenband des Transportwaggons 56
3 die Haufenbildung - wie gezeichnet - eintritt. Wie aus Fig. 2C ersichtlich, kann
das Ubergabeband 60
3 um eine vertikale Achse ausschwenkbar sein. Dies gilt für alle Transportwaggons.
Sind alle Transportwaggons mit ausschwenkbaren Übergabebändern ausgerüstet, so können
alle Waggons gleichzeitig entleert werden. Es ist aber auch denkbar - wie in Fig.
1 dargestellt -, auf den Transportwaggon 56
4 - wie in Fig. 1C dargestellt, einen Entlade-und/oder Ubergabewaggon 66 mit einem Entlade-
oder übergabeband 68 folgen zu lassen, welches die Abgabe für eine Gruppe von hintereinandergeschalteten
Waggons übernimmt, wobei das Material dann von Waggon zu Waggon bis zu diesem Entlade-
oder übergabewaggon 66 gefördert wird. in den Fig. 1C, 2C und 1D, 2D sind weitere
Transportwaggons 56
5 bis 56
7 und ein weiterer Entleerungs- und Übergabewaggon 66
1 dargestellt. Es wird angenommen, daß diese gerade von einer Abladetour zurückgekommen
und an die Waggons 56 bis 56
4 wieder angekuppelt worden ist. Nunmehr kann die Ladung der Transportwaggons 56
3 und 56
4 auf die Transportwaggons 56
5 bis 56
7 übergeben werden, so daß diese erneut zu einer Materialabgabestelle gefahren werden
können und wiederum die Transportwaggons 56 bis 56
4 gefüllt werden.
[0025] Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß man beispielsweise die Gruppe von Transportwaggons
56
6, 56
7 ggf. zusammen mit dem Entlade- und Übergabewaggon 66
1 zum Abtransport und zur Abgabe von Bettungs- und/oder Unterbaumaterial an einerArbeitsstelle
verwenden kann, wobei es denkbar ist, daß diese in Arbeitsrichtung 14 auf die Aushubwaggons
16 und 18 folgen und neues Unterbau- bzw. Bettungsmaterial unter den Gleisrost 10
einbringen.
[0026] Es ist festzuhalten, daß bei der Befüllung eines Transportwaggons - wie sie insbesondere
in Fig. 1B dargestellt ist - die Laufgeschwindigkeit des jeweiligen endlosen Förderbandes
so eingestellt wird, daß sich auf dem Förderband die gewünschte Beladungshöhe ergibt
und der Waggon also voll befüllt ist, wenn die in Förderrichtung des Obertrums laufende
Beladung das übergabeferne Ende des Transportwaggons erreicht hat.
[0027] Ein Radieren des Materials auf dem Obertrum ist damit im wesentlichen ausgeschlossen.
Das Förderband kann kontinuierlich laufen, wobei sich ein annähernd konstantes, oberes
Beladeniveau einstellt. Es ist aber auch möglich, das Förderband schrittweise anzutreiben,
wobei dann mehr oder weniger deutlich erkennbar, einzelne Haufen entstehen, wie in
Fig. 1B bei 56
3 dargestellt.
1. Schienengängiger Transportwaggon für Schüttgut mit einer von Ende zu Ende fördernden,
waggoneigenen Fördereinrichtung und einer am einen Ende des Transportwaggons angeordneten
Übergabeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die waggoneigene Fördereinrichtung
(58) im Bodenbereich eines zur Materialspeicherung geeigneten Aufnahmekastens angeordnet
ist.
2. Transportwaggon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die transportwaggoneigene
Fördereinrichtung von einem endlosen Fördermittel (58) gebildet ist, auf dessen Obertrum
(59) jeweils das Material gefördert und ggf. angesammelt wird.
3. Transportwaggon nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das endlose Fördermittel
(58) von einem Schuppenband gebildet ist.
4. Transportwaggon nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Übergabeeinrichtung (60) als Endlosförderer ausgebildet ist.
5. Transportwaggon nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ubergabeeinrichtung (60) seitlich ausstellbar ist, derart, daß sie mit einer Komponente
quer zur Fahrtrichtung (14) das Material an eine seitlich des Transportwaggons (56)
gelegene Materialabgabestelle abgeben kann.
6. Transportzug für Schüttgutmaterial, umfassend mindestens zwei Transportwaggons
nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die am einen Ende dieses
Transportwaggons angeordnete Übergabeeinrichtung zur Materialübergabe von diesem einen
Ende zum benachbarten Ende eines anschliessenden weiteren Transportwaggons ausgebildet
ist.
7. Transportzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die übergabeeinrichtung
(60) als Endlosförderer ausgebildet ist, welcher von jeweils Bodenniveau des jeweils
zugehörigen Transportwaggons (56) bis über das höchste Füllniveau des jeweils benachbarten
Transportwaggons (561) aus ansteigt.
8. Transportzug nach einem der Ansprüche 6 und 7 als Gleisbehandlungszug, dadurch
gekennzeichnet, daß in Arbeitsrichtung hinter den Transportwaggons (56, 561 usw.) nachlaufend eine Materialaufnahmeeinrichtung (20, 26, 38) für Gleisbaumaterial
auf mindestens einem Behandlungswaggon (16, 18) angeordnet ist.
9. Transportzug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialaufnahmeeinrichtung
(20, 26, 38) eine Aushubeinrichtung ist.
10. Transportzug insbesondere nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aushubeinrichtung
eine Mehrzahl von Teilaushubeinrichtungen (20, 26, 38) umfaßt.
11. Transportzug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste in Arbeitsrichtung
vorlaufende Teilaushubeinrichtung (20) zur Aufnahme des unter dem Gleisrost (10) gelegenen
Bettungsmaterials (22) ausgebildet ist.
12. Transportzug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Teilaushubeinrichtung
(20) als eine den Gleisrost (10) umschlingende Aushubkette ausgebildet ist.
13. Transportzug nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine
zweite (26, der ersten Teilaushubeinrichtung 20) nachlaufende Teilaushubeinrichtung
(26) zur Aufnahme von außerhalb des Gleisrostes(10) liegendem Aushubmaterial ausgebildet
ist.
14. Transportzug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,daß die zweite Teilaushubeinrichtung
(26) als ein Bagger ausgebildet ist.
15. Transportzug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bagger (26) in
Arbeitsrichtung vor und hinter ihm je ein Aufnahmebunker (32, 34) zugeordnet ist.
16. Transportzug nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweiten Teilaushubeinrichtung (26) in Arbeitsrichtung nachlaufend eine dritte Teilaushubeinrichtung
(38) zum Aushub des im Gleisrostbereich (10) unterhalb des Bettungsmaterials (22)
liegenden Materials (40) angeordnet ist.
17. Transportzug nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Teilaushubeinrichtung
(38) als eine den Gleisrost (10) umschlingende Aushubkette ausgebildet ist.
18. Verfahren zur Aufnahme von Gleisbaumaterial an einer Gleisbaustelle auf einen
Transportzug, dadurch gekennzeichnet, daß das Material von Aufnahmemitteln (20, 26,
38) an einen ersten den Aufnahmemitteln (20, 26, 38) nahen Transportwaggon (56) übergeben,
längs dieses Transportwaggons (56) durch eine im Ladebodenbereich liegende transportwaggoneigene
Fördereinrichtung (58) zu dessen einem Ende gefördert wird und von diesem Ende des
ersten Transportwaggons sodann durch eine Übergabeeinrichtung (60) an das benachbarte
Ende des nächsten Transportwaggons (561) und ggf. weitere Transportwaggons (562-567) übergeben und jeweils über diese hinweg gefördert wird, wobei der in Förderrichtung
von dem ersten Transportwaggon am weitesten entfernte, jeweils noch ungefüllte Transportwaggon
(563) gefüllt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Material längs des
jeweils gerade zu füllenden Transportwaggons (563) langsamer gefördert wird als auf den vorangehenden Transportwaggons (562 - 567).
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß nach Füllung einer
Teilgruppe von Transportwaggons (564 - 567) diese von der Restgruppe (56 - 563) abgekuppelt und zu einer Materialabgabestelle verfahren und dort entleert werden,
und daß während des Abfahrens dieser Teilgruppe bis zum Ersatz derselben durch eine
andere Teilgruppe (564 - 567) oder die entleerte Teilgruppe (564-567) die Restgruppe (56 - 563) befüllt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß nach Wiederanschließen
der ersetzenden Teilgruppe oder der entleerten Teilgruppe (564 -567) das auf der Restgruppe (56 - 563) aufgelaufene Material auf die neu angekuppelte Teilgruppe (564-567) übergeben wird.
22. Verfahren zum Abgeben von Gleisbaumaterial aus einem Transportzug an einer Gleisbaustelle,
dadurch gekennzeichnet, daß das auf einer Fördereinrichtung (58) im Bodenbereich eines
Aufnahmekastens eines Transportwaggons gespeicherte Material mittels der Fördereinrichtung
zu einem Abgabeende des Waggons hin bewegt und dort abgegeben wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22 unter Verwendung einer Gruppe von Transportwaggons
(564 - 567), dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein endständiger Transportwaggon (567) zu der Gleisbaustelle hin entleert wird und die an diesen endständigen Transportwaggon
(567) anschließenden Transportwaggons (566 - 565) jeweils, vorzugsweise gleichzeitig mit der Ent- leerung des endständigen Transportwaggons (567), auf den jeweils zum endständigen Transportwaggon (567) hin nächstfolgenden Transportwaggon (566) durch Übergabeeinrichtungen (60) entleert werden.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportwaggons (564 - 567) einer Gruppe von befüllten Transportwaggons am jeweiligen Abgabeende vermittels
jeweils zugehöriger übergabeeinrichtungen (604 - 606) unmittelbar nach der Gleisbaustelle hin entleert werden, ggf. gleichzeitig.