[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromotorisch angetriebenen leitradlosen
Axialventilator, insbesondere für Kraftfahrzeug-Kühlerventilatoren, gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1; ein derartiger Axialventilator ist aus der US-A-3 885 888 bekannt.
[0002] Bei dem durch die US-A-3 885 888 bekanntem, u.a. für Kraftfahrzeug-Kühler vorgesehenen
Ventilator besteht das Laufrad aus einem einstückigen Kunststoffteil mit an eine Nabe
- einstückig angegossenen radial abstehenden Schaufeln. An der Außenseite der Stirnfläche
der Nabe sind außerdem radial verlaufende Zusatzschaufeln zur Erzeugung eines Luftstroms
angegossen, der dem äußeren Luftstrom der Hauptschaufeln zugeführt wird und diesen
verstärken soll. Nähere Konstruktionsparameter für den Axialventilator sind in der
Druckschrift nicht enthalten; das dargestellte Laufrad entspricht der bisher üblichen
Auslegung.
[0003] Durch die US-A-4123 198 ist zwar eine Veröffentlichung über das Laufrad eines Ventilators
bekannt, in der einige Konstruktionsparameter genannt sind, jedoch liegt die sich
daraus ergebende Konstruktion im Rahmen der üblichen Auslegung eines Laufrades, die
gemäß Aufgabenstellung vorliegender Erfindung u.a. verbessert werden soll.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nämlich, einen von einem Elektromotor angetriebenen
Axialventilator, insbesondere für Kraftfahrzeug-Kühlerventilatoren, zu schaffen, der
trotz fertigungstechnisch und konstruktiv einfachen Aufbaus sich gegenüber bisherigen
Lösungen durch ein geringeres Leistungsgewicht abhebt.
[0005] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt bei einem Axialventilator der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß durch die Lehre gemäß Kennzeichen des Anspruchs 1; vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, daß ein erfindungsgemäß mit den bisher
unüblichen Konstruktionsparametern für das Laufrad ausgebildeter Axialventilator unter
Annahme gleicher Werkstoffe sowie einer gleichbleibenden Festigkeit gegenüber Axialventilatoren
mit herkömmlichen Laufrädern aufgrund des eine wesentlich geringere Oberfläche aufweisenden
Laufrad bei einer Gewichtsverminderung von 30% bis 40% eine Erhöhung des Laufradwirkungsgrades
auf 45% ermöglicht und durch den auf einfache Weise erzielbaren, durch die Lüftungsöffnungen
und die Zusatzschaufeln an der Innenstirnseite der Nabe in das Innere der Nabe angesaugten
und über den anschließenden Motor strömenden Luftstrom das Leistungsgewicht noch weiter
vermindert werden kann.
[0007] Die Kombination zwischen geringem Gewicht und gleichzeitig guter Festigkeit läßt
sich dadurch noch weiter verbessern, daß jeweils der Nabendurchmesser des Laufrades
im Bereich des 0,3-fachen bis 0,4-fachen des Außendurchmessers des Laufrades liegt.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
in der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Axialventilators mit im Schnitt dargestellten Laufrad
gemäß Schnittverlauf I-I in Fig. 2.
Fig. 2 eine stirnseitige Draufsicht auf das Laufrad,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Laufrades gemäß Fig. 2 mit geschnittener Laufradschaufel
gemäß Schnittwerlauf III-III.
[0009] Fig. 1 zeigt einen elektrischen Antriebsmotor 1 eines Axialventilators, auf dessen
freiem Wellenende 11 ein Laufrad 2 fest montiert ist. Der gesamte Axialventilator
ist z.B. mittels Schrauben 3 und über drei am Gehäuse des Antriebsmotors 1 befestigte
Haltewinkel 4 in einer hier nicht dargestellten Leitvorrichtung eines Kraftfahrzeuges
gehalten.
[0010] Das Laufrad 2 weist eine auf dem Wellenende 11 des Antriebsmotors 1 befestigte topfförmige
Nabe 21 mit einer Stirnfläche 212 und einer zylindrischen Wandung 211 auf; an der
Außenseite der zylindrischen Wandung 211 sind sternförmig angeordnet und am Umfang
gleichmäßig verteilt fünf Schaufeln 22 einstückig mitangeformt. Innerhalb der topfförmigen
Nabe 21 sind weiterhin, ebenfalls am Umfang gleichmäßig verteilt, radial abstehende
Rippen 214 einstückig mitangeformt. Jeweils zwischen den radialen inneren Enden der
Rippen 214 sind in der Stirnseite 212 der toptförmigen Nabe 21 Lüftungsöffnungen 213
vorgesehen, derart daß ein durch das angetriebene Lautrad 2 angesaugter Luftstrom
im Bereich der Rippen 214 in radialer Richtung beschleunigt und dann an der Innenseite
der zylindrischen Wandung 211 der topfförmigen Nabe 21 axial gegen die Oberfläche
des Antriebsmotors 1 umgelenkt wird. Die innerhalb der Nabe 21 des Lautrades 2 angetormten
Rippen 214 verhalten sich zusammen mit den Lüftungsöffnungen 213 in der Stirnseite
211 der Nabe 21 wie ein Radialventilator. In diesem Sinne ist insbesondere darauf
zu achten, daß die Lüftungsöffnungen 213 unter Berücksichtigung von optimalen konstruktiven
und festigkeitsbedingten Gesielitspurkten einerseits und strömungsgünstiger Auslegung
andererseits zusammen mit den inneren Enden der Rippen 214 möglichst nahe an das Motorwellenende
11 gelegt sind.
[0011] Das Laufrad 2 ist durch folgende Konstruktionsparameter bestimmt:
1 = 0,15...0,18 D2
DN = 0,3...0,4 D2
dma ≦ 0,01 D2
dmin < 1/2 dmax
Rsu = 0,35...0,45 D2
Rso = Rsu + dmax
ßs = 16°...24°
dabei bedeuten:
D2 = Außendurchmesser des Lautrades,
1 = Abstandslänge zwischen vorderer und hinterer Schaufelkante,
DN = Nabendurchmesser des Lautrades,
dmax = größte Schaufeldicke,
dmin = kleinste Schaufeldicke,
Rsu = Krümmungsradius an der
Schaufelunterseite,
Rso = Krümmungsradius an der
Schaufeloberseite,
βs = Anstellwinkel des Schaufelprofils, gegen Umtangsrichtung gemessen.
[0012] Liegen die Konstruktionsparameter eines Lautrades jeweils in dem vorgenannten Bereich,
so stellt sich trotz einfachster Bauweise die erstrebte Wirkunsogradverbesserung ein.
[0013] Bei der Konstruktion eines erfindungsgemäßen Axialventilators kann für ein bestimmtes
Laufrad unter Beachtung der für die jeweiligen Konstruktionsparameter angegebenen
Bereiche z.B. von einem gewählten Außendurchmesser D
2 des Laufrades ausgehend zunächst die Schaufellänge 1 bestimmt werden; unter Berücksichtigung
des vorgeschlagenen Parameterwertes für den konstanten Anstellwinkel ß
s können dann die Kreisbögen R
su und R
so für die Krümmungsradien der Schaufelunterseite bzw. der Schaufeloberseite unter Berücksichtigung
der maximalen und minimalen Wanddicke der Schaufel (d
max bzw. d
mi
n) festgelegt werden. Die derart mit Hilfe der beiden Kreisbogenlinien festgelegten
Schaufeln sind dann lediglich im Bereich der vorderen Kante bzw. der hinteren Kante
im Übergang zwischen unterem und oberem Krümmungsradius von den zuvor beschriebenen
Kreisbogenlinien abweichend, jedoch an diese verlaufend angepaßt, abzurunden.
1. Elektromotorisch angetriebener leitradloser Axialventilator, insbesondere für Kraftfahrzeug-Kühlerventilatoren,
mit einem auf einem Wellenende eines Antriebsmotors befestigten Laufrad mit sternförmig
unter einem konstantem Anstellwinkel β
s im Bereich von 16°...24° auf dem Außenumfang seiner Nabe angeordneten unverwundenen
Schaufeln und mit axial sowie radial verlaufenden Rippen auf dem Innenumfang seiner
topfförmig ausgebildeten Nabe, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Die Abstandslänge (1) zwischen vorderer und hinterer Schaufelkante liegt im Bereich
des 0,15- fachen bis 0,18-fachen des Außendurchmessers (D2) des Laufrades (2),
b) die größte Schaufeldicke (dmax) an der abgerundeten Vorderkante jeder Schaufel (22) ist kleiner oder gleich groß
als das 0,01-fache des Außendurchmessers (D2) des Laufrades (2) und die kleinste Schaufeldicke (d min) ist kleiner als das 0,5-fache
der größten Schaufeldicke,
c) der Krümmungsradius (Rsu) an der Schaufelunterseite liegt im Bereich des 0,35- fachen bis 0,45-fachen des
Außendurchmessers (D2) des Laufrades (2) und der Krümmungsradius (Rso) an der Schaufeloberseite entspricht der Summe aus dem Krümmungsradius (RS") an der Schaufelunterseite und der größten Schaufeldicke (dmax),
d) zwischen den radial an der inneren Stirnseite (212) der Nabe (21) verlaufenden
Rippen (214) sind im Bereich ihrer radial inneren Enden Lüfungsöffnungen (213) in
der Stirnseite (212) der Nabe (21) vorgesehen.
2. Elektromotorisch angetriebener Axialventilator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Nabendurchmesser (DN) des Laufrades (2) im Bereich des 0,3-fachen bis 0,4-fachen des Außendurchmessers
(D2) des Laufrades (2) liegt.
3. Elektromotorisch angetriebener Axialventilator nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Laufrad (2) aus einem einstückigen, nur mit in einer
Entformungsrichtung ziehbaren Formteilen herstellbaren Kunststoff-Spritzgußteil besteht.
1. An electric motor-driven axial fan, without a guide wheel, in particular for motor
vehicle cooling fans, comprising an impeller which is secured to the shaft end of
a drive motor and has non-twisted blades arranged on the outer periphery of its hub
in a star-fashion at a constant setting angle β
S in the range of 16°...24° and which has both axially and radially extending ribs
on the inner periphery of its cup-shaped hub, characterised by the following features:
a) the length (1) of the distance between the front and rear blade edges lies in the
range of 0.15 times to 0.18 times the outer dimater (D2) of the impeller (2);
b) the greatest blade thickness (dmax) on the rounded front edge of each blade (22) is smaller than or the same as 0.01
times the outer diameter (D2) of the impeller (2), and the smallest blade thickness (d min) is less than 0.5 times the greatest blade thickness;
c) the radius of curvature (Rsu) at the underside of the blade is in the range between 0.35 times and 0.45 times
the outer diameter (D2) of the impeller (2), and the radius of curvature (R so) at the upper side of the
blade corresponds to the sum of the radius of curvature (Rsu) at the upper side of the blade and the greatest blade thickness (d max);
d) between the ribs (214) which extend radially on the inner end face (212) of the
hub (21), in the region of their radially inner ends, there are arranged ventilation
openings (213) on the end face (212) of the hub (21).
2. An electric motor-driven axial fan as claimed in Claim 1, characterised in that
the hub diameter (DN) of the impeller (2) lies in the range of 0.3 times to 0.4 times the outer diameter
(D2) of the impeller (2).
3. An electric motor-driven axial ventilator as claimed in one of Claims 1 and 2,
characterised in that the impeller (2) consists of a unitary synthetic resin injection
moulded component which can only be produced with mould parts which can be drawn in
a mould-opening direction.
1. Ventilateur hélicoïde sans roue directrice, à entraînement par moteur électrique,
en particulier pour ventilateurs de radiateurs de véhicules automobiles, comprenant
une hélice fixée sur un bout d'arbre d'un moteur d'entraînement et possédant des pales
non gauchies disposées en étoile et sous un angle d'incidence 5
s constant, compris dans la plage de 16° à 24°, sur la périphérie extérieure de son
moyeu en forme de godet, ainsi que des nervures s'étendant radialement sur la périphérie
intérieure de son moyeu, caractérisé en ce que:
a) la distance (1) entre le bord avant et le bord arrière des pales est comprise dans
la plage de 0,15 à 0,18 fois le diamètre extérieur (D2) de l'hélice (2),
b) la plus grande épaisseur de pale (dmaX) sur le bord avant arrondi de chaque pale (22) est inférieure ou égale à 0,01 fois
le diamètre extérieur (D2) de l'hélice (2) et la plus petite épaisseur de pale (dmin)est inférieure à 0,5 fois la plus grande épaisseur de pale,
c) le rayon de courbure (Rsu) sur le côté inférieur des pales est compris dans la plage de 0,35 à 0,45 fois le
diamètre extérieur (D2) de l'hélice (2) et le rayon de courbure (Rso) sur le côté supérieur des pales correspond à la somme du rayon de courbure (Rsu) sur le côté inférieur des pales et de la plus grande épaisseur de pale (dmax),
d) des ouvertures de ventilation (213) sont prévues dans la paroi frontale (212) du
moyeu (21), entre les nervures (214) s'étendant radialement sur le côté intérieur
de cette paroi (212), dans la région des extrémités radialement intérieures des nervures.
2. Ventilateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre de moyeu
(DN) de l'hélice (2) est compris dans la plage de 0,3 à 0,4 fois le diamètre extérieur
(D2) de l'hélice (2).
3. Ventilateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'hélice (2) est
constituée d'une pièce de matière plastique moulée par injection qui ne peut être
fabriquée qu'avec des éléments de moule extraits suivant une direction de démoulage.