[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einer
Anzeigeeinheit entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Es ist bereits allgemein bekannt, in Anordnungen zum Darstellen von Zeichen an einer
Anzeigeeinheit, beispielsweise bei Datensichtgeräten einen Bildwiederholspeicher zu
verwenden, in dem Datenwörter gespeichert sind, die den darzustellenden Zeichen zugeordnet
sind. Ein derartiger Bildwiederholspeicher wird zyklisch ausgelesen und die Datenwörter
werden einer Bildsteuereinheit zugeführt, die einen Zeichengeneratcr enthält, in dem
den Formen der Zeichen zugeordnete Codewörter gespeichert sind. Diese werden über
eine in der Bildsteuereinheit vorgesehene Anzeigesteurung der Anzeigeeinheit zugeführt,
die beispielsweise als Kathodenstrahlröhre ausgebildet ist. Die Codewörter dienen
in diesem Fall zur Modulation des Kathodenstrahls. Das Einschreiben der Datenwörter
in den Bildwiederholspeicher und die Aktualisierung des Bildwiederholsoeichers erfolgt
üblicherweise unter Verwendung eines Mikrorechners, an dessen Bussystem der Bildwiederholspeicher
angeschlossen ist.
[0003] Zur Vermeidung von Konflikten infolge eines Zugriffs der Bildsteuereinheit und des
Mikrorechners zum Bildwiederholspeicher sind mehrere Anordnungen denkbar.
[0004] Eine erste Anordnung besteht aus einer Anzahl von Zeilenpuffern, die gleich ist der
Anzahl der an der Anzeigeeinheit darzustellenden Zeilen. In jedem Zeilenpuffer sind
soviele Zeichen speicherbar, wie in einer Zeile am Bildschirm der Anzeigeeinheit darstellbar
sind. Unter Verwendung eines direkten Speicherzugriffs (DMA) wird auf den Speicher
des Mikrorechners zugegriffen und die einzelnen Zeilenpuffer werden mit den jeweils
neusten Datenwörtern geladen.
[0005] Bei dem neuen Telekommunikationsdienst "Bildschirmtext" ist für jedes darzustellende
Zeichen ein Datenwort zu speichern, das aus einer Vielzahl von Binärzeichen gebildet
wird. Für die eigentliche Darstellung des Zeichencodes sind nur 7 Binärzeichen erforderlich,
jedoch werden beispielsweise noch 40 Binärzeichen für Attribute zusätzlich verwendet.
Dies bedeutet, daß in diesem Fall bei einer Darstellung von 40 Zeichen in einer Zeile
am Bildschirm jeder Zeilenpuffer 240 Byte umfassen muß. Bei einer Datenübertragungsrate
von 2 MByte/sec ist für den direkten Speicherzugriff eine Zeitdauer von 240 usec erforderlich.
Bei 24 Zeilen pro Bild sind dann für eine Erneuerung des Bildschirminhalts 5,76 msec
erforderlich. Bei einer Bildwiederholfrequenz von 50 Hz ist der Mikrorechner über
28 % alleine mit der Aktualisierung der Zeichenpuffer beschäftigt und damit für weitere
Aufgaben nicht verfügbar.
[0006] Bei einer zweiten Anordnung wird der Bildwiederholspeicher nicht als Zeilenpuffer
ausgebildet, sondern als Speicher mit wahlfreiem Zugriff für einen vollständigen Bildschirminhalt.
Das Auslesen des Bildwiederholspeichers erfolgt unabhängig vom Mikrorechner. Um auf
den Bildwiederholspeicher zugreifen zu können, schreibt der Mikrorechner die Adresse
derjenigen Stelle, auf die zugegriffen werden soll in einen Adressenspeicher und das
neue Datenwort in einen Datenpuffer. Das Einschreiben des neuen Datenworts erfolgt
beispielsweise dann, wenn die Anzeigeadresse mit der vom Mikrorechner abgegebenen
Adresse übereinstimmt. Das Einschreiben kann auch in der Austastlücke, d.h. beim Zeilen-
oder beim Bildrücklauf durchgeführt werden. Eine derartige Anordnung hat den Nachteil,
daß der Mikrorechner abwarten muß, bis das neue Wort eingespeichert wurde. Außerdem
muß der Mikrorechner außer dem Datenwort auch ein Adressenwort abgeben. Bei der Verwendung
dieser Anordnung bei Bildschirmtext ist wegen der großen Anzahl der Attribute-außerdem
ein großer schaltungstechnischer Aufwand erforderlich.
[0007] Bei einer dritten denkbaren Anordnung ist der Bildwiederholspeicher, der wiederum
einen vollständigen Bildschirminhalt enthält, ein Teil des Speichers des Mikrorechners.
Immer wenn der Mikrorechner zum Bildwiederholspeicher zugreifen will, wird die von
der Bildsteuereinheit abgegebene Anzeigeadresse abgeschaltet und die entsprechende
vom Mikrorechner abgegebene Adresse angelegt. Dies bedeutet, daß die normale Anzeige
des Inhalts des Bildwiederholspeichers gestört wird und Aktivitäten des Mikrorechners
auf dem Bildschirm als Störungen zu sehen sind. Es wäre denkbar, bei größeren Änderungen
im Bildwiederholsoeicher das Bild dunkel zu tasten, bzw. bei kleinen Änderungen in
der Austastlücke zuzugreifen. Außer dem Dunkeltasten des Bildes, das als störend empfunden
wird, ist bei einer großen Zahl von Datenwörtern oder bei umfangreichen Datenwörtern
eine Änderung des Bildwiederholspeichers zeitintensiv, da jeweils die Änderung nur
in den Austastlücken erfolgen kann.
[0008] Die vierte denkbare Anordnung, unterscheidet sich von der dritten Anordnung dadurch,
daß die Bildsteuereinheit beim Zugriff auf den Bildwiederholspeicher die höchste Priorität
genießt. Dies bedeutet, daß der Mikrorechner durch die Bildsteuereinheit in einen
Wartezustand gesetzt wird, wenn dieser auf den Bildwiederholspeicher zugreifen will.
Der Mikrorechner kann in diesem Fall ebenfalls erst während der Austastlücke auf den
Bildwiederholspeicher zugreifen. Mit Hilfe dieser Anordnung wird zwar das Dunkeltasten
vermieden und auf dem Bild treten auch bei einer Änderung durch den Mikrorechner keine
Störungen auf, jedoch ist auch hier eine verhältnismäßig lange Zeitdauer erforderlich,
wenn größere Änderungen im Bildwiederholspeicher durchzuführen sind, da der Zugriff
nur während der Austastlücken erfolgt.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Darstellen von
Zeichen an einer Anzeigeeinheit anzugeben, bei der der Inhalt des Bildwiederholspeichers
auch dann sehr schnell und ohne Störungen für den Betrachter geändert werden kann,
wenn große Datenmengen im Bildwiederholspeicher geändert werden müssen.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei der Anordnung der eingangs genannten Art durch
die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0011] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Bildwiederholspeicher der Bildsteuereinheit
jeweils nur solange zuzuordnen, wie für das Auslesen der Datenwörter für die Anzeige
erforderlich ist. Während der übrigen Zeitdauer während der Darstellung des Zeichens
kann der Bildwiederholspeicher wieder dem Mikrorechner zugeordnet werden. Da ein Warten
auf die Austastlücke nicht mehr erforderlich ist, wird die maximale Wartezeit beispielsweise
von 40 usec auf 700 nsec reduziert. Mit Hilfe der Anordnung ist es möglich, auf große
Datenmengen sehr schnell im Bildwiederholspeicher zu ändern. Selbstverständlich kann
die Anordnung auch derart ausgebildet sein, daß zusätzlich in der bekannten Weise
während der Austastlücken beim Zeilen- und/oder Bildrücklauf der Bildwiederholspeicher
dem Mikrorechner zugeordnet wird. Die Schaltstufe ist zweckmäßigerweise unter Verwendung
von Kultiplexern aufgebaut, die wahlweise die von der Bildsteuereinheit abgegebene
Anzeigeadresse oder die auf dem Adressenbus des Mikrorechners abgegebene Adresse zum
Bildwiederholspeicher durchschaltet.
[0012] Gleichzeitig mit der Umschaltung des Adresseneingangs des Bildwiederholspeichers
von der Bildsteuereinheit auf den Adressenbus des Mikrorechners können auch die Adresseneingänge
des Zeichengenerators in der Bildsteuereinheit derart umgeschaltet werden, daß der
Ausgang des Bildwiederholspeichers oder die vom Mikrorechner abgegebene Adresse dem
Zeichengenerator zugeführt werden. Auf diese Weise wird insbesondere ein Beschreiben
eines im Zeichengenerator vorgesehenen Schreib-Lesespeichers auf einfache Weise ermöglicht.
[0013] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Anordnung anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild der Anordnung,
Fig. 2 Zeitdiagramme von Signalen an verschiedenen Funkten der Anordnung,
Fig. 3 ein detailliertes Blockschaltbild der Anordnung.
[0014] Bei der in Fig. 1. dargestellten Anordnung werden Zeichen an einem Bildschirm B einer
Anzeigeeinheit A dargestellt. Die Zeichen sind alphanumerische Zeichen und/oder grafische
Zeichen. Den Zeichen zugeordnete Datenwörter sind in einem Bildwiederholspeicher BW
gespeichert, der zyklisch ausgelesen wird. Die ausgelesenen Datenwörter D1 und D2
werden an eine der Anzeigeeinheit A vorgeschaltete Bildsteuereinheit BS abgegeben,
die für die Darstellung der Zeichen einen Zeichengenerator Z und eine Anzeigesteuerung
AS enthält. Der Zeichengenerator Z wird aus einem Festwertspeicher R0, aus einem Schreib-Lesespeicher
RA und einer Schaltstufe AT gebildet. Der Festwertspeicher RO und der Schreib-Lesespeicher
RA enthalten Codewörter C1, die den Formen der darzustellenden Zeichen zugeordnet
sind. Die Schaltstufe AT schaltet die Datenwörter D2 als Codewörter C2 zur Anzeigsteuerung
AS durch. Die Codewörter C2 sind Attributen zugeordnet, die die Darstellungsart der
Zeichen definieren. Beispielsweise legen die Attribute die Vordergrundfarbe, die Hintergrundfarbe
eine blinkende Darstellung oder eine nicht blinkende Darstellung fest. Für den richtigen
Zeitablauf bei der Darstellung der Zeichen sorgt eine Zeitstufe ZS, die aus einem
Taktgeber, mehreren Frequenzteilern und Zählstufen besteht. Die Zeitstufe ZS ist mit
einem Adressenzähler AD verbunden, der Anzeigeadressen A1 über eine Schaltstufe SS
an den Bildwiederholspeicher BW abgibt. Die Anzeigeadressen A1 werden zyklisch erhöht,
so daß der Bildwiederholspeicher BW für die Darstellung der Zeichen zyklisch ausgelesen
wird. Ein schematisch dargestellter Schalter in der Schaltstufe SS befindet sich,
wenn die Anzeigeadressen A1 zum Bildwiederholspeicher BW durchgeschaltet werden, in
der durchgezogen dargestellten Stellung. Der Schalter wird durch das Schaltsignal
S betätigt, das immer dann den Schalter in die durchgezogen dargestellte Stellung
bringt, wenn es den Binärwert 1 hat.
[0015] Das Einspeichern und das Aktualisieren der Datenwörter D1 und D2 im Bildwiederholspeicher
BW erfolgt unter Verwendung eines Mikrorechners M, an dessen Datenbus DB über einen
Datenpuffer DP der Bildwiederholspeicher BW angeschlossen ist. Über nicht dargestellte
Eingabeeinheiten, beispielsweise über eine Tastatur werden die darzustellenden Zeichen
dem Mikrorechner M zugeführt. Für das Einspeichern der Datenwörter D1 und D2 in den
Bildwiederholspeicher BW nimmt der Schalter in der Schaltstufe SS die gestrichelt
dargestellte Stellung ein und über einen Adressenbus AB werden dem Bildwiederholspeicher
BW die entsprechenden Adressen A2 zugeführt, unter denen die Datenwörter D1 und D2
einzuspeichern sind.
[0016] Zur Vermeidung von Konflikten bei den Speicherzugriffen seitens der Bildsteuereinheit
BS und seitens des Mikrorechners M auf dem BildwiederholsDeicher BW ist eine Speichersteuerung
SP vorgesehen, die an den Mikrorechner M immer dann ein Bereitschaftssignal R abgibt,
wenn dieser auf dem Bildwiederholspeicher BW zugreifen kann. Die Speichersteuerung
SP ist mit der Zeitstufe ZS verbunden, so daß sichergestellt ist, daß immer dann,
wenn der Mikrorechner M zugreift, sich der Schalter in der Schaltstufe SS in der gestrichelt
dargestellten Stellung befindet und daß immer dann, wenn die Bildsteuereinheit BS
zugreift, sich der Schalter in der durchgezogen dargestellten Stellung befindet.
[0017] Bei den in Fig. 2 dargestellten Zeitdiagrammen sind in Abszissenrichtung die Zeit
t und in Ordinatenrichtung die Momentanwerte von Signalen an verschiedenen Punkten
der Anordnung dargestellt. Das Schaltsignal S nimmt während der Darstellung jedes
Zeichens am Bildschirm B wechselweise den Binärwert 0 und den Binärwert 1 an. Insgesamt
sind in der Zeile N Zeichen darzustellen. Die Zeitdauer, die hierfür erforderlich
ist, wird mit TD bezeichnet. Die Zeitdauer TZE, die für die Darstellung eines Zeichens
erforderlich ist, ergibt sich durch eine Division der Zeitdauer TD durch die Anzahl
N von Zeichen einer Zeile. Wenn das Schaltsignal S den Binärwert 1 annimmt und der
Schalter in der Schaltstufe SS die durchgezogen dargestellte Stellung annimmt, wird
die Adresse A1 zum Bildwiederholspeicher BW durchgeschaltet. Hierfür ist eine Schaltzeit
TS erforderlich. Nach dieser Schaltzeit TS liegt die Adresse A, die der Adresse A1
zugeordnet ist, am Bildwiederholspeicher BW an. Nach einer Zugriffszeit TB stehen
am Ausgang des Bildwiederholspeichers BW die Datenwörter D1 und D2 zur Verfügung.
Nach einer Zugriffszeit TZ des Zeichengenerators Z stehen die Codewörter C1 und C2
zur Verfügung und können in der Anzeigesteuerung AS beispielsweise in ein Schieberegister
übernommen werden. Für den Zugriff der Bildsteuereinheit BS ist eine Zeitdauer TBS
erforderlich, die sich aus den Zeitdauern TS, TB und TZ zusammensetzt.-Anschließend
kann die nächste Adresse A1 vorbereitet werden. Da jedoch das Schaltsignal S nach
der Zeitdauer TBS den Binärwert 0 annimmt, wird diese Adresse A1 nicht mehr zum Bildwiederholspeicher
BW durchgeschaltet. Stattdessen nimmt der Schalter in der Schaltstufe SS die gestrichelt
dargestellte Stellung ein und der Bildwiederholspeicher BW wird dem Mikrorechner M
zugeordnet. Wenn ein Schreib- oder Lesebefehl seitens des Mikrorechners M vorliegt,
kann dieser während der Zeitdauer TM, die.sich aus der Zeitdifferenz zwischen der
Zeitdauer TZE und TBS ergibt, auf den Bildwiederholspeicher BW zugreifen.
[0018] Der Mikrorechner M muß somit nicht warten, bis nach der Zeitdauer TD das N-te Zeichen
dargestellt wurde und eine Austastlücke vorhanden ist, sondern er kann während der
Darstellung jedes Zeichens zugreifen, so daß beispielsweise während eines einzigen
Zeilenhinlaufs des Elektronenstrahls bei einer Darstellung von 40 Zeichen 40 Zugriffe
zum Bildwiederholspeicher BW erfolgen können.
[0019] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Schaltbild der Anordnung ist der Bildwiederholspeicher
BW aus 6 Speichereinheiten ausgebildet und weist eine Speicherkapazität von 2 K mal
6 Byte auf. jedes Datenwort D1 wird aus einem Byte gebildet, während ein Datenwort
D2, das den Attributen zugeordnet ist, 5 Bytes umfaßt. Bei der Darstellung der Zeichen
an der Anzeigeeinheit A wird der Adressenzähler AD durch Taktimpulse fortgeschaltet,
die in einem Taktgeber TG erzeugt werden. Die Taktimpulse werden Frequenzteilern FT,
Zählstufen ZA und einem Zeitgeber ZG zugeführt, die die geeigneten Zeitverhältnisse
herstellen. Die Zählstufen ZA zählen beispielsweise die Punkte der Zeichen innerhalb
einer Linie, die Zeichen einer Zeile, die einzelnen Linien und die Anzahl der Zeilen
in jedem Bild. Der Adressenzähler AD erhöht zyklisch seine Adressen A1 und gibt diese
über einen Multiplexer M1 an den Bildwiederholspeicher BW. Der Multiplexer M1 wird,
ebenso wie weitere Multiplexer M2 bis M4 durch das Schaltsignal S geschaltet, das
von der Zählstufe ZA abgegeben wird. Die aus dem Bildwiederholspeicher BW ausgelesenen
Attribute gelangen über einen Zwischenspeicher ZS als Datenwörter D2 zur Schaltstufe
AT. Dort werden sie in Codewörter C2 umgesetzt, die der Anzeigesteuerung AS zugeführt
werden. Die Datenwörter D1 gelangen über den Multiplexer M2 an den Festwertspeicher
RO und unmittelbar vom Bildwiederholspeicher BW an den Schreib-Lesespeicher RA. Dort
werden die entsprechenden Codewörter C1 ausgelesen und ebenfalls der Anzeigesteuerung
AS zugeführt. Da sich die Zeichen einer Zeile über mehrere Linien erstrecken, werden
über den weiteren Multiplexer M3 die Liniensignalen den Speichern RO und RA ebenfalls
zugeführt. Die Auswahl zwischen den Speichern RO und RA erfolgt mittels einer Auswahlstufe
SE.
[0020] Bei einem Zugriff durch den Mikroprozessor M gibt die Speichersteuerung SP das Bereitschaftssignal
R ab. Das Schaltsignal S nimmt den Binärwert 1 an und schaltet die Multiplexer M1
bis M4 um. Vom Mikrorechner M werden Adressen A2 dem Bildwiederholspeicher BW und
einem Adressendecodierer DE zugeführt, der die einzelnen Speichereinheiten auswählt.
Bei einem Schreibvorgang werden die entsprechenden Datenwörter D1 und D2 über den
Datenbus DB in einen Datenpuffer DP1 eingespeichert und nach dem Auftreten eines Schreibsignals
W in den Bildwiederholspeicher BW eingeschrieben. Anschließend werden die Multiplexer
M1 bis M4 wieder umgeschaltet, so daß die Bildsteuereinheit BS wieder Zugriff zum
BildwiederholsDeicher BW hat. Falls in den Schreiblesespeicher RA neue Codewörter
C1 eingeschrieben werden sollen, erfolgt dies ebenfalls über den Datenbus DB, in dem
die entsprechenden Daten in einen Datenpuffer DP2 eingeschrieben werden. Der Multiplexer
M4 schaltet dann vom Adressendecodierer DE abgegebene Signale durch und beim Auftreten
des Schreibsignals W werden die im Datenpuffer DP2 zwischengespeicherten Daten eingespeichert.
Auf diese Weise ist es möglich, den Zeichenvorrat im Zeichengenerator Z dynamisch
zu verändern.
[0021] Die Anordnung eignet sich insbesondere bei der Verwendung im Zusammenhang mit dem
Telekommunikationsdienst "Bildschirmtext", weil in diesem Fall die Zeichen, d.h. die
alphanumerischen Zeichen und die grafischen Zeichen mit einer Vielzahl von Attributen
versehen sind und bei einer Änderung im Bildwiederholspeicher BW große Datenmengen
geändert werden müssen. Selbstverständlich läßt sich die Anordnung auch bei anderen
Sichtgeräten einsetzen.
1. Anordnung zum Darstellen von Zeichen an einer Anzeigeeinheit, bei der ein Bildwiederholsoeicher
vorgesehen ist, der einerseits mit einer Bildsteuereinheit verbunden ist, die die
Darstellung der Zeichen an der Anzeigeeinheit steuert und der andererseits an einen
Mikrorechner angeschlossen ist und bei der der Adresseneingang des Bildwiederholspeichers
wahlweise mit der Bildsteuereinheit oder mit dem Mikrorechner verbindbar ist, d a
- d u r ch gekennzeichnet , daß eine Schaltstufe (SS) vorgesehen ist, die jeweils
während einer Zeitdauer (TZE) die der Darstellung einer Linie eines Zeichens zugeordnet
ist, den Bildwiederholspeicher (BW) wechselweise mit dem Mikrorechner (M) oder mit
der Bildsteuereinheit (BS) verbindet.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Schaltstufe (SS) wechselweise
die vom Mikrorechner (M) oder von der Bildsteuereinheit (BS) abgegebenen Adressen
zum Bildwiederholspeicher (BW) durchschaltet.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, d a - durch gekennzeichnet, daß die
Schaltstufe (SS) mindestens einen Multiplexer (M1) enthält.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Schaltstufe
(SS) zusätzlich während der Austastlücken den Bildwiederholspeicher (BW) von der Bildsteuereinheit
(BS) trennt und mit dem Mikrorechner (M) verbindet.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Zeichengenerator einen
Festwertspeicher und einen Schreib-Lesespeicher enthält, dadurch gekennzeichnet ,
daß die Schaltstufe (SS) gleichzeitig mit dem Herstellen der Verbindung zwischen dem
Bildwiederholspeicher (BW) und dem Mikrorechner (M) eine Verbindung zwischen dem Schreib-Lesespeicher
(RA) und dem Mikrorechner (M) herstellt.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß dem Bildwiederholspeicher
(BW) ein Zwischenspeicher (ZS) nachgeschaltet ist, in dem den darzustellenden Zeichen
zugeordnete Attribute in Form von Datenwörtern (D2) zwischenspeicherbar sind.