Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoff-Einspritzdüse nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Die Dämpfungseinrichtung dient dazu, den Öffnungsquerschnitt der Einspritzdüse so
zu steuern, daß die unterschiedlichen Forderungen der Brennkraftmaschine bei verschiedenen
Drehzahlen und Belastungen erfüllt werden. Solche Dämpfungseinrichtungen sind sowohl
für Einspritzdüsen mit in Strömungsrichtung des Kraftstoffs öffnender Ventilnadel
(A-Düse) als auch für Einspritzdüsen mit nach innen öffnender Ventilnadel (I-Düse)
bekannt. Bei den bekannten Einspritzdüsen ist die Dämpfung so abgestimmt, daß der
Rücklauf der Dämpfungsmittel, z.B. eines massebehafteten Körpers, in jedem Drehzahl-/Lastpunkt
der Brennkraftmaschine vollständig ist und die folgende Öffnungsbewegung der Ventilnadel
von Anfang an oder von einem fest vorgegebenen geringen Vorhub ab gedämpft erfolgt.
Das kann zur Folge haben, daß sich bei höheren Drehzahlen und Lasten eine zu lange
Spritzdauer ergibt. Zur Behebung dieses Nachteils ist schon vorgeschlagen worden,
die Dämpfung bereits vor dem Ende des Öffnungshubes der Ventilnadel unwirksam zu machen
(DE-OS 32 02 364.2).
[0002] Dadurch kann bereits eine erhebliche Verkürzung der gesamten Dauer eines Einspritzvorgangs
erzielt werden. Problematisch ist jedoch, daß der Zeitpunkt des Unwirksamverdens der
Dämpfung nadelhubabhängig festgelegt ist und daher gewisse Kompromisse zwischen Leerlauf-
und Vollast der Brennkraftmaschine in Kauf genommen werden müssen.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß sich in jedem Betriebspunkt der Brennkraftmaschine
eine den Anforderungen weitgehend entsprechende Dämpfung der Öffnungsbevegung der
Ventilnadel und der Spritzdauer selbsttätig einstellt.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
der im Hauptanspruch angegebenen Anordnung möglich.
[0005] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Dämpfungswirkung veränderbar ist durch zeitliches
Verschieben des Dämpfungsbeginns gegenüber dem Einspritzbeginn. Dadurch ist erreicht,
daß die gesamte Dauer eines Einspritzvorgangs bei hoher Drehzahl und großer Menge
auch gegenüber einer Anordnung mit Anfangsdämpfung der Ventilnadel noch weiter verkürzt
werden kann, obwohl bei niederer Drehzahl/Menge eine lange Spritzdauer erhalten bleibt.
Selbst im Vollastbetrieb der Brennkraftmaschine kann die Dauer eines Einspritzvorgangs
erfahrungsgemäß so kurz gemacht werden, daß bei der Anpassung der Einspritzanlage
an die Betriebsverhältnisse die Spritzdauer in weiteren Grenzen als bisher verändert
werden kann. Außerdem ergibt sich die Möglichkeit der unabhängigen Beeinflußung der
Spritzdauer bei niedriger und hoher Drehzahl.
[0006] Die Hubzahl und/oder die Hublänge der Ventilnadel bzw. die pro Einspritzvorgang durchgesetzte
Kraftstoffmenge kann gemäß Anspruch 3 auf einfache Weise durch ein mit der Ventilnadel
gekoppeltes Zeit-Wegglied ermittelt und zur Steuerung der Dämpfungseinrichtung ausgenutzt
werden, welches beim Schließhub der Ventilnadel aus einer ersten Endstellung in eine
zweite Endstellung bewegt und danach von einer Rückholfeder mit verzögerter Geschwindigkeit
gegen die erste Endstellung rückgeführt ist, und welches ferner beim nächsten Öffnungshub
der Ventilnadel die Dämpfungseinrichtung erneut aktiviert, wenn es bei seiner verzögerten
Rückführung die erste Endstellung wieder erreicht.
[0007] Dieser erfindungsgemäße Vorschlag geht von der Erkenntnis aus, daß mit steigender
Drehzahl die Zeit zwischen zwei Einspritzvorgängen kürzer wird und daß sich bei größeren
Einspritzmengen auch ein größerer Hub der Ventilnadel ergibt. Mit Rücksicht darauf,
daß die Rückführung des Zeit-Wegglieds jeweils am Beginn des Schließhubs der Ventilnadel
beginnt, wird der Zeitpunkt der Aktivierung der Dämpfungsmittel für den nächsten Öffnungshub
der Ventilnadel um so weiter gegenüber dem Zeitpunkt des Beginns dieses Öffnungshubes
hinaus gezögert, je größer der vorangegangene Ventilnadelhub war und je kürzer die
Zeit zwischen den aufeinanderfolgenden Hüben, d.h. je größer die Drehzahl der Brennkraftmaschine
ist. Die Ventilnadel kann daher zu Beginn eines Öffnungshubs einen ungedämpften Teilhub
ausführen, dessen Länge selbsttätig auf die jeweiligen Betriebsparameter der Brennkraftmaschine
abgestimmt ist.
[0008] Die Anordnung könnte auch so getroffen sein, daß im unteren Drehzahl- und Lastbereich
oder allein im kritischen Punkt Leerlauf die Dämpfung über den gesamten Öffnungshub
der Ventilnadel wirksam bleibt. Auch könnte es in manchen Fällen zweckmäßig sein,
eine Mindestverzögerung der Dämpfungsmittel, d.h. einen Mindestfreihub der Ventilnadel
vorzusehen, der in allen Betriebspunkten der Brennkraftmaschine vorhanden ist.
[0009] Die Dämpfungseinrichtung selbst kann gemäß Anspruch 5 mit an sich bekannten und bewährten
Mitteln verwirklicht sein.
[0010] Eine einfache und platzsparende Ausführung ergibt sich, wenn gemäß Anspruch 6 der
Zylinder und der Kolben der Dämpfungseinrichtung gleichzeitig das beim Schließhub
der Ventilnadel aktivierte Zeit-Wegglied bilden. In diesem Fall haben der Zylinder
und der Kolben beim gedämpften Teilhub der Ventilnadel die Funktion der Dämpfungsmittel,
während sie bei den ungedämpften Bewegungen und in den Ruhezeiten der Ventilnadel
die Funktion des Zeit-Weggliedes ausüben, welches den verzögerten Einsatz der Dämpfung
in Relation zum Betriebspunkt der Brennkraftmaschine setzt.
[0011] Eine einfache und klemmfreie Ausführung ergibt sich, wenn gemäß Anspruch 7 der Kolben
der Dämfpungseinrichtung durch den zulaufseitigen Endabschnitt der Ventilnadel 26
gebildet ist und als Zylinder eine auf diesen Endabschnitt aufgesteckte Kappe dient.
Zeichnung
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Einspritzdüse für
eine Dieselbrennkraftmaschine im Längsschnitt, und die Figuren 2 bis 4 Funktionsschaubilder
der Dämfpungsmittel der Einspritzdüse nach Figur 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0013] Die Einspritzdüse nach Figur 1 hat einen Düsenkörper 10, der durch eine Überwurfmutter
12 an einem Düsenhalter 14 festgespannt ist. Zwischen dem Düsenkörper 10 und dem Düsenhalter
14 ist eine Hülse 16 angeordnet, welche eine nach innen gerichtete Schulter 18 hat,
die eine Kammer 20 von einer im Durchmesser größeren Kammer 22 im Inneren der Einspritzdüse
abteilt. Im Düsenkörper 10 ist ein Ventilsitz 24 gebildet und eine Ventilnadel 26
verschiebbar gelagert, deren Dichtkegel 27 von einer Schließfeder 28 gegen den Ventilsitz
24 gedrückt ist. Die Schließfeder 28 stützt sich am Düsenkörper 10 ab und greift über
ein Flanschteil 30 an einer Stützscheibe 32 an, die sich ihrerseits an einer Schulter
34 der Ventilnadel 26 abstützt.
[0014] Im Düsenhalter 14 ist eine Zulaufbohrung 36 gebildet, welche in die Kammer 20 einmündet,
die über einen von der Schulter 18 umgebenen Durchbruch 38 mit der Kammer 22 verbunden
ist. Aus dieser führt eine Bohrung 40 im Düsenkörper 10 in einen Ringraum 42, der
zwischen der zentralen Bohrungswand des Düsenkörpers 10 und dem Mantelumf.ang eines
im Durchmesser verkleinerten Abschnittes 44 der Ventilnadel 26 gebildet ist und bis
vor den Ventilsitz 24 reicht. Zwischen dem Flanschteil 30 und dem Düsenkörper 10 ist
in der dargestellten Schließlage ein Abstand h
g vorhanden, welcher dem Gesamthub der Ventilnadel 26 entspricht. Die Ventilnadel 26
wird vom Kraftstoffdruck entgegen der Schließfeder 28 nach außen in Öffnungsrichtung
verschoben, bis der Flanschteil 30 am Düsenkörper 10 anschlägt. Beim Schließen des
Ventils führt die Schließfeder 28 die Ventilnadel 26 nach innen in die dargestellte
Schließlage zurück.
[0015] An die Schulter 34 der Ventilnadel 26 schließt sich ein kolbenförmiger Ansatz 46
an, welcher durch den Durchbruch 38 hindurchtritt und in die Kammer 20 ragt. Der Durchmesser
des kolbenförmigen Ansatzes 46 entspricht dem Führungsdurchmesser der Ventilnadel
26. Auf den Ansatz 46 ist eine Kappe 48 aufgesetzt, welche einen Boden 50, einen Mantelteil
52 und einen Flanschrand 54 hat. An der Kappe 48 greift eine Rückholfeder 56 an, welche
den Mantelteil 52 umgibt und den Flanschrand 54 gegen den Kragen 18 der Hülse 16 drückt.
[0016] Im Flanschrand 54 und einem daran anschließenden Bereich des Mantelteils 52 der Kappe
48 sind Querschlitze 58 vorgesehen, durch welche der Kraftstoff immer auch bei geschlossener
Ventilnadelaus der Kammer 20 in die Kammer 22 übertreten kann. Zwischen der Stirnseite
des Ansatzes 46 und dem Boden 50 ist in der Kappe 48 eine Dämpfungskammer 60 gebildet,
welche über eine Drosselbohrung 62 im Boden 5
0 gedrosselt mit dem Strömungsweg des Kraftstoffs verbunden ist. In der dargestellten
Schließlage überdeckt der Ansatz 46 die Querschlitze 58 in axialer Richtung um den
Weg h
1, welcher größer als der Gesamthub h der Ventilnadel 26 ist. Der Weg h
1 könnte aber auch um einen minimalen Betrag kleiner als der Gesamthub h sein, so daß
sich am Ende eines Öffnungshubes der Ventilnadel 26 noch ein geringer ungedämpfter
Teilhub ergibt.
[0017] Die Drosselbohrung 62 könnte auch teilweise oder ganz durch ein entsprechendes Radialspiel
zwischen Kappe 48 und Ansatz 46 ersetzt werden. Der kolbenförmige Ansatz 46 der Ventilnadel
26 und die Kappe 48 bilden gleichzeitig die Mittel zum Dämfen der Ventilnadelbewegung
und ein Zeit-Wegglied, welches den Beginn der Dämpfung abhängig von der Drehzahl und
der Größe des Ventilnadelhubes macht. Die Dämpfungswirkung und die Zeit-Wegfunktion
werden durch entsprechende Abstimmung der Rückholfeder 56 mit der Drosselbohrung 62
und anderer, das Ein- und Ausströmen des Kraftstoffs in die Dämpfungskammer 60 und
aus dieser heraus bestimmender Parameter festgelegt.
[0018] Die dargestellte Einspritzdüse arbeitet wie folgt:
Durch den ansteigenden Kraftstoffdruck am Beginn eines ersten Einspritzvorganges entsteht
sofort eine Druckdifferenz zwischen der Dämpfungskammer 60 und der Kammer 20, weil
die Kappe 48 der Bewegung der Ventilnadel 26 nicht folgen kann. Der Druckanstieg in
der Dämpfungskammer 60 erfolgt dabei langsamer als in der Kammer 20, so daß die Bewegung
der Ventilnadel 26 bei diesem ersten Hub von Anfang an verzögert bzw. gedämpft wird,
bis gegebenenfalls die Ventilnadel 26 den Weg h1 zurückgelegt hat und die Stirnseite des Ansatzes 46 in den Bereich der Querschlitze
58 gelangt. Von dort ab erfolgt ein minimaler Resthub der Ventilnadel ungedämpft,
bis das Flanschteil 30 am Düsenkörper 10 anschlägt. Die gezeigte Stellung der Kappe
48 ist im folgenden als deren erste Endstellung bezeichnet.
[0019] Beim beschriebenen Öffnungshub der Ventilnadel 26 wird Kraftstoff durch die Drosselbohrung
62 in die Dämpfungskammer 60 eingesaugt bzw. - gedrückt. Beim folgenden Schließhub
wird die Kappe 48 über das Kraftstoffpolster in der Dämpfungskammer 60 mit nach oben
in eine im folgenden als zweite Endstellung bezeichnete Stellung verschoben. Dabei
setzt die Rückholfeder 56 der wesentlich stärkeren Schließfeder 28 nur einen verhältnismäßig
geringen Widerstand entgegen, so daß der Schließhub weitgehend ungedämpft erfolgt.
Vom Beginn des Schließhubes ab drückt die Rückholfeder 56 die Kappe 48 gegen das Stirnende
des Ansatzes 46 zurück, wobei die in die Dämpfungskammer 60 vorher eingeströmte Kraftstoffmenge
aus der Dämpfungskammer 60 wieder verdrängt wird. Das kann wegen der engen Drosselbohrung
62 wiederum nur mit einer gewissen Verzögerung erfolgen. Der Abstand zwischen der
ersten und der zweiten Endstellung der Kappe 48 entspricht etwa dem Ventilnadelhub,
verringert um einen geringen Rückhub, welchen die Kappe 48 schon während der Schließzeit
der Ventilnadel 26 unter dem ständigen Einfluß der Rückholfeder 56 ausführt.
[0020] Die Funktion des aus Kappe 48 samt Dämpfungskammer 60 und Rückholfeder 56 gebildeten
Zeit-Weggliedes ist im folgenden anhand der Schaubilder in den Figur 2 bis 4 beschrieben.
In diesen Schaubildern sind jeweils der Verlauf des Ventilnadelhubes mit voll ausgezogenen
Linien h und der Verlauf der Auslenkung der Kappe 48 mit gestrichelten Linien a über
der Zeit t dargestellt. In allen drei Schaubildern liegt die in Figur 1 dargestelle
Schließlage der Ventilnadel 26 und die erste Endstellung der Kappe 48 in der Zeitachse
t.
[0021] Zum Zeitpunkt t (Figur 2) soll der Schließhub der Ventilnadel 26 beginnen, bei welchem
die Kappe 48
. aus der ersten Endstellung E
1 in die zweite Endstellung E2 geschoben wird. Die Kappe 48 legt dabei einen Weg a
g zurück, der, wie bereits erwähnt, etwas kleiner als der Gesamthub h der Ventilnadel
26 ist. Der Schließhub ist g zum Zeitpunkt t
2 beendet. Von da ab beginnt sich die Kappe 48 unter dem Einfluß der Rückholfeder 56
mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit zurückzubewegen, welche im Schaubild sich als
Winkel α darstellt.
[0022] Zum Zeitpunkt t
3 beginnt ein neuer Öffnungshub der Ventilnadel 26. Wenn, wie in Figur 2 dargestellt,
zum Zeitpunkt t
3 die Kappe 48 ihre erste Endstellung noch nicht wieder erreicht hat, wird sie mit
annähernd der gleichen Geschwindigkeit wie die Ventilnadel 26 in diese Endstellung
zurückgeführt. Sie erreicht dann die erste Endstellung zum Zeitpunkt t
4. Von da ab wird die Kappe 48 durch die Schulter 18 an einer weiteren Bewegung in
Öffnungsrichtung der Ventilnadel 26 festgehalten, wodurch die beschriebenen Dämpfungsmittel
wieder wirksam werden. Im Schaubild ist dies dadurch erkennbar, daß der Hubverlauf
zum Zeitpunkt t
4 ein Knickpunkt K hat. Vom Zeitpunkt t
4 wird die Ventilnadel 26 mit gedämpfter, d.h. mit verringerter Geschwindigkeit, in
die Hubendstellung überführt, worauf sich das beschriebene Spiel wiederholt.
[0023] In den Figuren 3 und 4 ist veranschaulicht, daß sich die erfindungsgemäße Dämpfungseinrichtung
den verschiedenen Betriebszuständen der Brennkraftmaschine selbsttätig anpaßt. In
Figur 3 läuft die Brennkraftmaschine mit geringer Drehzahl und geringer Belastung,
so daß die Kappe 48 ihre erste Endstellung bereits vor Beginn des nächsten Öffnungshubes
erreicht. in diesem Fall ist die Dämpfung über dem gesamten Öffnungshub der Ventilnadel
26 wirksam. In Figur 4 ist ein Betriebszustand dargestellt, bei welchem die Brennkraftmaschine
mit hoher Drehzahl unter großer Belastung läuft, bei welcher sich auch ein großer
Ventilnadelhub einstellt. In diesem Fall beginnt der nächste Öffnungshub, bevor die
Kappe 48 in ihre erste Endstellung zurückgelaufen ist. Der Knickpunkt K des Hubverlaufes
h der Ventilnadel 26 ist noch weiter gegen das Hubende hin gerückt, als beim Betriebszustand
nach Figur 2, so daß auch ein geringerer Teil der Öffnungsbewegung der Ventilnadel
26 gedämpft wird. Die Figur 4 macht auch deutlich, daß der Knickpunkt K um so weiter
gegen das Öffnungshubende der Ventilnadel rückt, je schneller die Einspritzvorgänge
auf einander folgen und je größer der Ventilnadelhub ist.
[0024] Die Kappe 48 zentriert sich auf der Ventilnadel 26 und hat ein ausreichend großes
radiales Spiel gegenüber dem Düsenhalter 14, so daß die Ventilnadel 26 klemmfrei arbeiten
kann. Die Rückhohlfeder 56 erstreckt sich zum Teil über die Kappe 48 hinweg, so daß
bei dieser Ausführung die Mittel zum partiellen Dämpfen des Öffnungshubes der Ventilnadel
26 nur wenig Platz in Achsrichtung der Einspritzdüse benötigen.
1. Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen, mit einer Ventilnadel, die von
einer Schließfeder belastet, vom Kraftstoffdruck im Öffnungssinn beaufschlagt und
mit einer Dämpfungseinrichtung gekoppelt ist, welche die Bewegung der Ventilnadel
beim Öffnungshub nach Maßgabe mindestens eines Betriebsparameters der Brennkraftmaschine
dämpft, beim Schließhub dagegen weitgehend unwirksam ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungseinrichtung (46, 48, 56) die Bewegung der Ventilnadel (26) in Abhängigkeit
von deren Hubzahl und/oder Hublänge bzw. der pro Einspritzvorgang durchgesetzten Kraftstoffmenge
dämpft.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungswirkung
veränderbar ist durch zeitliches Verschieben des Dämpfungsbeginns gegenüber dem Einspritzbeginn.
3. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Ventilnadel
(26) ein Zeit-Wegglied (46, 48, 56) gekoppelt ist, welches beim Schließhub der Ventilnadel
(26) aus einer ersten Endstellung in eine zweite Endstellung bewegt und danach von
einer Rückholfeder (56) mit verzögerter Geschwindigkeit gegen die erste Endstellung
zurückgeführt ist, und welches ferner beim nächsten Öffnungshub der Ventilnadel (26)
die Dämpfungseinrichtung (46, 48, 56) erneut aktiviert, wenn es bei seiner verzögerten
Rückführung die erste Endstellung wieder erreicht.
4.Einspritzdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführbevegung
des Zeit-Wegglieds (46, 48, 56) durch hydraulische Mittel hervorgerufen ist.
5. Einspritzdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämfpungseinrichtung eine kraftstoffgefüllte Dämpfungskammer (60) in einem
Zylinder (48) hat, die über eine Drosselöffnung (62) an den Strömungsweg des Kraftstoffs
angeschlossen und von einem Kolben (46) begrenzt ist, der während des gedämpften Teil
des Öffnungshubes der Ventilnadel (26) eine das Volumen der Dämpfungskammer (60) verändernde
Relativbewegung gegenüber dem Zylinder (48) ausführt.
6. Einspritzdüse nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder
(48) und der Kolben (46) der Dämpfungseinrichtung gleichzeitig das beim Schließhub
der Ventilnadel (26) aktivierte Zeit-Wegglied bilden.
7. Einspritzdüse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (46) der
Dämpfungseinrichtung durch den zulaufseitigen Endabschnitt der Ventilnadel (26) selbst
gebildet ist und als Zylinder eine auf diesen Endabschnitt (46) aufgesteckte Kappe
(48) dient.