| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 096 366 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.01.1988 Patentblatt 1988/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.06.1983 |
|
|
| (54) |
Vorrichtung zur elektrostatischen Ableitung bei Kugelhähnen
Electrostatic draining device for cocks with a spherical surface
Dispositif de dérivation de charges électrostatiques pour robinet à boisseau sphérique
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
04.06.1982 DE 3221258 15.04.1983 DE 8311255 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
21.12.1983 Patentblatt 1983/51 |
| (73) |
Patentinhaber: CHEMAT GmbH
Armaturen für Industrie- und Nuklearanlagen |
|
D-77871 Renchen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Braig, Hans
F-67240 Bischwiller (FR)
|
| (74) |
Vertreter: Resch, Michael, Dipl.-Phys. |
|
Betten & Resch Patentanwälte
Reichenbachstrasse 19 80469 München 80469 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 545 514 GB-A- 381 354
|
FR-A- 2 398 241
|
|
| |
|
|
- POLYTECHNISCH TIJDSCHRIFT WERKTUIGBOUW, Band 31, Nr.1, 1976, Seiten 33-39, STAM BV.
Den Haag (NL), H. HOUWEN: "Kogelafsluiters met zachte dichtingen"
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elektrostatischen Ableitung bei Kugelhähnen
mittels eines Kontaktelementes zwischen einer Ventilkugel und einer Spindel und eines
zweiten Kontaktelementes zwischen der Spindel und einer Stopfbuchse oder -mutter.
[0002] Aufgrund strenger Sicherheitsvorschriften muß bei in der chemischen Industrie verwendeten
Kugelhähnen die Kugel über die Spindel geerdet sein. Dies ist erforderlich, da sich
die Kugel elektrostatisch aufladen kann und bei Verwendung explosiver oder sonstiger
gefährlicher Medien Explosionen stattfinden können.
[0003] Durch diese Sicherheitsvorschriften wurde es notwendig, eine metallische Verbindung
zwischen der Kugel und der Spindel und zwischen der Spindel und dem geerdeten Gehäuse
herzustellen. Dazu werden gemäß dem Stand der Technik zwischen der Kugel und Spindel
Federn, Federplättchen oder angefederte Kugeln angebracht. Eine Ableitung der Spindel
wird dadurch zu erreichen versucht, daß an der Stopfbuchse bzw. -mutter Schleifringe
oder Federn angeschraubt werden, die eine ständige Berührung der Spindel gewährleisten
sollen. Gemäß der DE-OS-23 28 955 ist bekannt, zur elektrostatisch leitenden Verbindung
zwischen Kugel und geerdetem Gehäuse eine Feder oder eine kleine Kugel zwischen diesen
Bauteilen anzuordnen.
[0004] Aus der Zeitschrift "Polytechnisch Tijdschrift Werktinghouw", Band 31, Nr. 1, 1976,
Seiten 33 - 39, STAM BV, Den Haag (NL), Abbildung 9, ist es ferner bekannt, zur elektrostatisch
leitenden Verbindung zwischen Kugel und Gehäuse und zwischen Spindel und Gehäuse einen
angefederten Stift zwischen diesen Bauteilen anzuordnen.
[0005] Diese Anordnungen können die geforderten Sicherheitsbestimmungen jedoch nur teilweise
erfüllen. Bei den verwendeten Kontaktelementen zwischen Kugel und Spindel tritt immer
wieder das Problem auf, daß die Federanordnung aggressiven Medien voll ausgesetzt
ist und somit schon nach kurzer Betriebsdauer unvorhergesehen schnell Beschädigungen
auftreten, die ein permanentes Anliegen des Kontaktelementes sowohl an der Spindel
als auch an der Kugel nicht mehr gewährleisten. Bei Wartungsarbeiten, bei denen die
Spindel herausgenommen wird, ist die Feder bzw. die Anordnung der angefederten Kugel
jeder Art von Beschädigungen ausgesetzt; bei Demontage der Spindel wird somit sehr
häufig gleich die Kontaktfeder mit ersetzt, um nicht Gefahr zu laufen, eine beschädigte
Feder oder angefederte Kugel wieder einzubauen.
[0006] Bei der bisher üblichen Ableitung zwischen Spindel und Stopfbuchse bzw. -mutter verlieren
die verwendeten Schleifringe sehr schnell an Spannung, so daß ein, wenn auch nur sehr
geringes Abheben von der Spindel festgestellt wird. Auch bei Wartungsarbeiten am Gehäuse
der Kugelhähne kann die Kontaktfeder unbemerkt beschädigt werden, so daß diese in
ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Kugelhahn der eingangs genannten Art kostengünstige
Vorrichtungen zur elektrostatischen Ableitung zu schaffen, die äußeren Einflüssen
und Einflüssen der verwendeten Medien nicht mehr ausgesetzt sind. Dabei müssen die
Vorrichtungen leicht eingebaut werden können und bei Wartungsarbeiten vor Beschädigungen
geschützt sein.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 genannten
Merkmale. Bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die verwendeten Kontaktstifte sind gegenüber den üblichen Federanordnungen um ca.
90 % billiger. Der Grund dafür ist, daß die Kontaktstifte für die Uhrenindustrie in
sehr grossen Stückzahlen hergestellt werden. Verwendung finden diese als Haltestifte
für Armbänder an Armbanduhren.
[0010] Die Kontaktstifte sind sehr leicht zu handhaben und werden zwischen Kugel und Spindel
verwendet. Dabei müssen bei Wartungsarbeiten nicht mehr leicht beschädigbare Teile
mitgeführt werden, sondern nur noch die unempfindlichen Stifte.
[0011] Durch die Ummantelung der Stifte ist die Feder den oft sehr aggressiven Medien, wie
sie in der chemischen Industrie angetroffen werden, nicht mehr ausgesetzt. Auch bei
Wartungsarbeiten können Beschädigungen an den Kontaktstiften nicht mehr auftreten.
[0012] Die Stifte als auch die Hülsen können aus rostfreiem Edelstahl bestehen und eignen
sich somit bestens bei Verwendung von aggressiven Medien. Auch hat sich gezeigt, daß
die Zeitvorgabe für das Anbringen der Kontaktstifte erheblich geringer ist als bei
Verwendung der bisher üblichen Kontaktanordnungen. Zu dem Vorteil des billigeren Anschaffungspreises
tritt nun auch die Zeitersparnis bei der Montage.
[0013] Bei der angefederten Kugel handelt es sich ebenfalls um ein Teil, das in der Industrie
sehr häufig angetroffen wird und somit sehr kostengünstig auf dem Markt erhältlich
ist. Von Vorteil hat sich dabei herausgestellt, daß die Hülse außen ein Gewinde zum
Einschrauben in das die Spindel umgebende Teil aufweist. Im der Kontaktkugel entgegengesetzten
Ende der Hülse ist ein Schlitz zum Eingreifen eines Schraubenziehers angebracht. Dabei
kann die Hülse aus rostfreiem Edelstahl bestehen.
[0014] Anstelle der angefederten Kugel zwischen der Spindel und Stopfbuchse bzw. -mutter
kann auch der oben erwähnte Stift angebracht werden. Durch die elektrostatische Ableitung
mittels zweier Metallstifte oder eines Metallstiftes und einer angefederten Kugel
ist beim erfindungsgemäßen Kugelhahn somit in beiden Fällen die Lösung der zugrundeliegenden
Aufgabe zuverlässig gewährleistet. Die mit einem Stift und einer Kugel arbeitende
Ausführungsform stellt dabei unter Beibehaltung sicherer Kontaktgabe eine leichtgängige
und zuverlässig verschleißfreie Betätigung sicher.
[0015] In den Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt des oberen Teils eines Kugelhahns;
Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt des Kontaktstiftes;
Fig. 3 zeigt einen Vertikalschnitt der angefederten Kontaktkugel.
[0016] Im Gehäuse 1 des Kugelhahnes befindet sich auf der oberen Seite mittig eine runde
Öffnung. Durch diese Öffnung führt eine Spindel 3, die von einer Stopfbuchse bzw.
-mutter 4 umgeben wird. Innerhalb des Gehäuses befindet sich eine Kugel 2. Diese hat
einen geringeren Durchmesser als die jeweilige Ausnehmung im Gehäuse und wird in dieser
Ausnehmung mittig durch einen Dichtungsring 10 gehalten. Die Kugel hat im oberen Teil
eine quadratische Ausnehmung, in die ein Zapfen 21 eingreift. Dieser Zapfen befindet
sich am unteren Ende der Spindel. In diesem Zapfen ist mittg eine Bohrung vorgesehen,
die den Kontaktstift 5 aufnimmt.
[0017] Der Kontaktstift besteht aus einer Hülse 14 vorzugsweise aus Metall, zwei Metallstiften
12, 13 und einer Feder 15. Die Hülse weist auf beiden Seiten einen nach innen gerichteten
Bördelrand 18,19 auf. Zwischen den beiden Metallstiften ist eine Feder angeordnet,
die das Bestreben hat, die beiden Metallstifte voneinander wegzudrücken. Die beiden
Metallstifte besitzen an ihren inneren Enden jeweils eine Schulter 16, 17. Somit können
die beiden Metallstifte durch die Federkraft nicht aus der Hülse herausgedrückt werden.
[0018] Die Spindel 3 wird von einer Stopfbuchse bzw. -mutter 4 umgeben. Diese Stopfbuchse
bzw. -mutter wird fest mit dem Gehäuse verbunden. Dadurch wird die Spindel in der
Öffnung des Gehäuses fest geführt.
[0019] In der Stopfbuchse bzw. -mutter ist eine Bohrung vorgesehen, die ein Gewinde aufweist
und den gleichen Durchmesser hat wie die Bohrung, die den Kontaktstift 5 aufnimmt.
Diese Bohrung in der Stopfbuchse bzw. -mutter nimmt die angefederte Kugel 6 auf.
[0020] Die angefederte Kugel 6 sitzt in einer Hülse 21 vorzugsweise aus Metall, die an dem
einen Ende geschlossen ist, am anderen Ende eine Öffnung aufweist, die einen nach
innen gerichteten Bördelrand 22 hat. In dieser Hülse befindet sich eine Kugel 20 und
eine Feder 23, wobei die Feder 23 sich am einen Ende gegen die geschlossene Hülse
abstützt, mit dem anderen Ende die Kugel 20 nach außen drückt. Die Kugel 20 weist
einen größeren Durchmesser auf als die Öffnung, die vom Bördelrand 22 gebildet wird.
Somit kann die Kugel 20 durch die Federkraft nicht aus der Hülse 21 herausgedrückt
werden. Es kann jedoch auch ein Stift wie in Fig. 2 dargestellt zwischen Spindel und
Stopfbuchse bzw. -mutter verwendet werden.
1. Vorrichtung zur elektrostatischen Ableitung bei Kugelhähnen mittels eines Kontaktelementes
zwischen einer Ventilkugel (2) und einer Spindel (3) und eines zweiten Kontaktelementes
zwischen der Spindel (3) und einer Stopfbuchse oder -mutter (4), dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens das Kontaktelement (5) zwischen der Kugel (2) und der Spindel (3) aus
zwei Metallstiften (12,13) besteht, die in einer Hülse (14) geführt sind und mit einer
zwischen den beiden Metallstiften angeordneten Feder (15) in Anlage mit der Kugel
(2) und der Spindel (3) gedrückt werden, so daß die Feder aggressiven Medien nicht
ausgesetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch das zweite Kontaktelement
(6) aus zwei Metallstiften (12,13) besteht, die in einer Hülse (14) geführt sind und
mit einer zwischen den beiden Metallstiften angeordneten Feder (15) nach außen gedrückt
werden, so daß die Feder aggressiven Medien nicht ausgesetzt ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Metallstifte (12, 13) an ihren jeweils inneren Enden eine Schulter (16,17)
aufweisen und durch einen an beiden Enden der Hülse (14) befindlichen, nach innen
gerichteten Bördelrand (18, 19) in der Hülse (14) gehalten sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das sich in der Stopfbuchse
oder -mutter (4) befindende zweite Kontaktelement (6) aus einer Kontaktkugel (20)
besteht, die in einer Hülse (21) geführt und mit einer Feder (23) nach außen gedrückt
wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkugel (20)
einen größeren Durchmesser aufweist als die durch einen Bördelrand (22) ausgebildete
Öffnung der Hülse (21), durch den die Kontaktkugel (20) in der Hülse (21) gehalten
wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse
(14) zur Führung der Metallstifte aus Metall besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse (21) zur Führung der Kontaktkugel aus Metall besteht.
1. Electrostatic draining device for cocks with a spherical surface having a contact
element between a ball valve (2) and a spindle (3) and a second contact element between
the spindle (3) and a stuffing box or nut (4), characterized in that at least the
contact element (5) between the ball (2) and the spindle (3) consists of two metal
pins (12, 13) which are guided within a bushing (14) and which are pressed into contact
with the ball (2) and with the spindle (3) by means of a spring (15) arranged between
the two metal pins so that the spring is not exposed to aggressive fluids.
2. Device according to claim 1, characterized in that also the second contact element
(6) consists of two metal pins (12,13) which are guided within a bushing (14) and
which are pressed outwardly by means of a spring (15) arranged between the two metal
pins so that the spring is not exposed to aggressive fluids.
3. Device according to one of claims 1 or 2, characterized in that the two metal pins
(12, 13) each have a shoulder (16, 17) at their inner ends and are held within the
bushing (14) by means of an inwardly directed beaded edge (18, 19) provided at both
ends of the bushing (14).
4. Device according to claim 1, characterized in that the second contact element (6)
provided within the stuffing box or nut (4) consists of a contact ball (20) guided
within a bushing (21) and pressed outwardly by means of a spring (23).
5. Device according to claim 4, characterized in that the contact ball (20) has a
greater diameter than the opening of the bushing (21) provided by a beaded edge (22)
holding the contact ball (20) within the bushing (21).
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterized in that the bushing (14)
guiding the metal pins is made of metal.
7. Device according to one of claims 1 or 2, characterized in that the bushing (14)
guiding the contact ball is made of metal.
1. Dispositif pour la dérivation de charges électrostatiques pour robinets à boisseau
sphérique au moyen d'un élément de contact entre une bille de soupape (2) et une broche
(3) ainsi que par un deuxième élément de contact entre la broche (3) et une douille
ou un écrou presse-étoupe (4),
caractérisé en ce que
au moins l'élément de contact (5) entre la bille (2) et la broche (3) consiste en
deux pointes métalliques (12,13) qui sont guidées dans une douille (14) et qui sont
pressées au moyen d'un ressort (15) disposé entre les deux pointes métalliques contre
la bille (2) et la broche (3) de sorte que le ressort n'est pas exposé à des fluides
aggressifs.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le deuxième élément de contact (6) consiste en deux pointes métalliques (12,13) qui
sont guidées dans und douille (14) et qui sont pressées vers l'extérieur par un ressort
(15) disposé entre les deux pointes métalliques de sorte que le ressort n'est pas
exposé à des fluides aggressifs.
3. Dispositif selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les deux pointes métalliques (12, 13) présentent chacune à leur extrémité intérieure
un épaulement (16, 17) et sont tenues dans la douille (14) par un collet rabattu vers
l'intérieur (18, 19) se trouvant aux deux extrémités de la douille (14).
4. Dispositif selon la revendication 1
caractérisé en ce que
le deuxième élément de contact (6) se trouvant dans la douille ou l'écrou presse-étoupe
(4) consiste en une bille de contact (20) qui est guidée dans une douille (21) et
est pressée vers l'extérieur par un ressort (23).
5. Dispositif selon la revendication 4
caractérisé en ce que
la bille de contact (20) possède un diamètre supérieur à l'ouverture de la douille
(21) formée par un collet rabattu (22) par lequel la bille de contact (20) est tenue
dans la douille (21).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
la douille (14) pour le guidage des pointes de métal est en métal.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 ou 5
caractérisé en ce que
la douille (21) pour le guidage de la bille de contact est en métal.
