(19)
(11) EP 0 096 892 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.05.1988  Patentblatt  1988/21

(21) Anmeldenummer: 83105835.9

(22) Anmeldetag:  14.06.1983
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E01B 25/26

(54)

Weiche für eine Gleitschienenbahn

Switch for a slide trackway

Aiguillage pour voie à rails de glissement


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB LI LU NL

(30) Priorität: 14.06.1982 DE 3222309

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.12.1983  Patentblatt  1983/52

(73) Patentinhaber: Riniker AG Maschinenfabrik
CH-5102 Rupperswil (CH)

(72) Erfinder:
  • Riniker, Hans
    CH-5102 Rupperswil (CH)

(74) Vertreter: Dipl.-Phys.Dr. Manitz Dipl.-Ing. Finsterwald Dipl.-Ing. Grämkow Dipl.Chem.Dr. Heyn Dipl.Phys. Rotermund Morgan, B.Sc.(Phys.) 
Postfach 22 16 11
80506 München
80506 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 908 369
FR-A- 1 399 482
FR-A- 2 265 912
US-A- 2 873 689
FR-A- 1 253 619
FR-A- 2 261 915
US-A- 2 222 356
US-A- 3 601 348
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Weiche für eine Gleitschienenbahn, insbesondere für eine mit einer tragenden Kunststoffauflage oder Kunststoffeinlage versehene Rohrbahn, längs der Gleiter oder Haken zum Transport von Lasten, insbesondere von Tierhälften, Fleischstücken und dergleichen bewegbar sind, mit einem schwenkbar gelagerten Trägerorgan für einen geradlinig und einen gekrümmt ausgebildeten Bahnabschnitt und einer Betätigungsanordnung zum Verschwenken des Trägerorgans zwischen einer ersten und einer zweiten Betriebslage, wobei in der ersten Betriebslage der geradlinige Bahnabschnitt mit der durchgehenden Spur und in der zweiten Betriebslage der gekrümmte Bahnabschnitt mit der unter einem vorgebbaren Winkel zur durchgehenden Spur verlaufenden Abzweigspur gekuppelt ist.

    [0002] Eine Weiche dieser Art ist aus der DE-A-29 08 369 bekannt. Bei dieser bekannten Weiche sind die beiden Bahnabschnitte auf den einander gegenüberliegenden Seiten eines flächig ausgebildeten Trägerorgans angeordnet, das um eine parallel zum geradlinigen Bahnabschnitt verlaufende Achse um jeweils 180° zwischen den beiden möglichen Weichenstellungen verschwenkbar ist.

    [0003] Aus der CH-A-565 283 ist eine Weiche für eine Gleitschienenbahn mit einem von einer Spur auf eine andere Spur schwenkbaren Schienenstück zwecks Verbindung einer dieser beiden Spuren mit einer dritten Spur bekannt, wobei das Schienenstück um ein an der Schiene der dritten Spur angeordnetes Gelenk schwenkbar ist, dessen Gelenkteile so gestaltet sind, daß sie in jeder Schwenklage eine praktisch unterbrechungsfreie Verbindung zwischen dem Schienenstück und der Schiene herstellen.

    [0004] Diese bekannten Weichen sind zwar geeignet, die in der Praxis auftretenden Forderungen weitestgehend zu erfüllen, aber sie sind sowohl in funktioneller als auch insbesondere in fertigungstechnischer Hinsicht noch verbesserungsbedürftig.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Weiche der eingangs definierten Art in einer in besonders wirtschaftlich zu fertigenden, einfach zu montierenden und zu justierenden Weise auszubilden und gleichzeitig eine hohe Betriebssicherheit bei problemloser Bedienbarkeit zu gewährleisten.

    [0006] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß das Trägerorgan als die beiden in gleicher Ebene und nebeneinander liegenden Bahnabschnitte untergreifendes Doppelbügelteil ausgebildet ist, das an einer vertikalen Achse gelagert und mittels der Betätigungsanordnung in Richtung der vertikalen Achse anheb- und absenkbar sowie um diese Achse schwenkbar ist, und daß die Enden der jeweiligen Anschlußbahnen beider Spuren mit den Bahnabschnitten formschlüssig und tragend kuppelbar sind.

    [0007] Diese für solche Gleitschienenbahnen bestimmte Weiche, bei denen die Haken oder Gleiter von Hand befördert werden, gewährleistet ein problemfreies, durch keine Unebenheiten beeinträchtigtes Gleiten der Haken, ist überaus einfach zu betätigen, praktisch fehlbedienungssicher und ermöglicht eine sehr einfache und kostensparende Montage, da diese Weiche als Einheit gefertigt und geliefert werden kann.

    [0008] Das Doppelbügelteil besteht vorzugsweise aus einem Gußkörper, insbesondere aus Alu- oder Sphäroguß, wodurch sich eine erhebliche Gewichtseinsparung und vor allem auch eine größere Genauigkeit ergibt, die im Vergleich zu bekannten Weichen eine bedeutsame funktionelle Verbesserung erbringt.

    [0009] Die die Bahnabschnitte tragenden Bügelteile sind gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung im wesentlichen C-förmig ausgebildet, wobei die dem Doppelbügelteil zugeordnete vertikale Achse oberhalb des geradlinigen Bahnabschnittes gelegen und zumindest im wesentlichen mit dessen Mittellinie ausgerichtet ist.

    [0010] Auf diese Weise ergibt sich einerseits ein sehr kompakter, die Fertigung erleichternder Aufbau des Doppelbügelteils und andererseits eine besonders günstige Aufnahme der während des Betriebs auftretenden Belastungen.

    [0011] Eine weitere Besonderheit der Erfindung besteht darin, daß der gekrümmte Bahnabschnitt bezüglich der Schwenk- und Hebeachse symmetrisch angeordnet ist, der geradlinige Bahnabschnitt jedoch bezüglich dieser Achse ungleiche Teillängen aufweist. Insbesondere ist dabei einer der beiderseits der Achse gelegenen Bahnabschnittsteile wesentlich kürzer als der andere Bahnabschnittsteil, was es ermöglicht, Weichen sehr kompakt aufeinanderfolgend anzuordnen und beispielsweise alle 500 mm eine Abzweigung vorzusehen.

    [0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung trägt das Doppelbügelteil Verriegelungselemente für die aufgrund der jeweiligen Weichenstellung unterbrochenen Spuren, und diese Verriegelungselemente können unmittelbar an dem Gußkörper angeformt oder in Form separater Teile mit dem Gußkörper verschraubt sein.

    [0013] Die Verriegelungselemente sind dabei so ausgestaltet bzw. geformt, daß sie vom Moment des Verschwenkens des Doppelbügelteils bis zum erneuten Einrasten in einer neuen Weichenstellung im Bereich der Enden der an der Weiche ankommenden Bahnen Anschläge bilden, die verhindern, daß Haken, bzw. an den Haken hängende Fleischstücke und dergleichen von den Gleitbahnen rutschen und ggf. unter Gefährdung von Personen zu Boden fallen können. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß die Verriegelungselemente die verschiedenen Spuren nur dann frei geben, wenn sich die Weiche ordnungsgemäß in einer ihrer beiden vorgegebenen Endlagen befindet.

    [0014] Zweckmäßigerweise ist das Doppelbügelteil über eine Führungshülse an der in einem Tragrahmen fixierten vertikalen Achse gelagert, und dieser Tragrahmen weist Fixieraufnahmen für die freien Enden der wahlweise miteinander zu verbindenden Bahnen auf. An der Führungshülse selbst ist ein Weichenbetätigungshebel angelenkt, der mit Abstand zur Anlenkstelle auf einer tragrahmenfesten Stütze aufliegt. Aufgrund der Fertigung der Weiche als Kompakteinheit von hoher Genauigkeit und der Bereitstellung von wiederum exakt positionierten Anschlußaufnahmen für die zur Weiche führenden Bahnen wird die angestrebte hohe Betriebssicherheit bei einfacher Montage und minimalen Justierungsarbeiten gewährleistet.

    [0015] Da die Weiche nach der Erfindung insbesondere auch für Rohrbahnen mit tragenden Kunststoffauflagen oder Kunststoffeinlagen geeignet ist, entfällt jegliche Schmierung der Gleitbahn, was sich hinsichtlich der zu fordernden Hygiene besonders vorteilhaft auswirkt.

    [0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielsweise erläutert; in der Zeichnung zeigt:

    [0017] 

    Fig. 1 Eine schematische Draufsicht einer Weichenanordnung nach der Erfindung, und

    Fig. 2 eine Schnittansicht entsprechend der Linie 11-11 in Fig. 1.



    [0018] Die Darstellung nach Fig. 1 zeigt die Weichenanordnung in einer ersten Stellung, in der gegenseitig ausgerichtete Anschlußbahnen 1, 2 über einen geradlinigen Bahnabschnitt 4 der Weiche miteinander verbunden sind, so daß eine durchgehende, geradlinige Spur zur Verfügung steht.

    [0019] Eine Abzweigspur 3, die im dargestellten Ausführungsbeispiel rechtwinklig zur durchgehenden Spur verläuft, kann im Falle der Umsteuerung der Weichenanordnung über einen gekrümmten Bahnabschnitt 5 mit der Anschlußbahn 1 verbunden werden.

    [0020] Der geradlinige Bahnabschnitt 4 und der gekrümmte Bahnabschnitt 5 sind - wie insbesondere die Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 zeigt an einem sie untergreifenden Doppelbügelteil 6 befestigt, das über ein Hülsenteil 8 an einer vertikalen Achse 7 gelagert und mittels eines Betätigungshebels 9 auf dieser vertikalen Achse 7 verschoben, bzw. angehoben und abgesenkt und außerdem um diese Achse 7 geschwenkt werden kann.

    [0021] Die gesamte Weichenanordnung ist mittels eines Tragrahmens 11 zu einer Einheit zusammengefaßt, so daß die Relativlagen der zusammenwirkenden Bestandteile eindeutig vorgegeben sind und bei der Montage der Weichenanordnung keine aufwendigen und komplizierten Justiervorgänge erforderlich sind.

    [0022] Das Anheben und Absenken des Doppelbügelteils 6 wird in einfacher Weise dadurch erreicht, daß der Betätigungshebel 9 - wie wiederum Fig. 2 zeigt - auf einer tragrahmenfesten Stütze 10 aufliegt und damit durch Betätigen des freien Endes dieses Hebels 9 aufgrund der gewählten Hebelverhältnisse mit geringem Kraftaufwand eine schnelle und problemfreie Weichenumstellung durchgeführt werden kann.

    [0023] Das Doppelbügelteil 6, das vorzugsweise aus einem Gußkörper, insbesondere aus Alu- oder Sphäroguß besteht, ermöglicht eine sehr exakte Positionierung der Bahnabschnitte 4, 5. Dazu weisen die beiden Bügelteile 12, 13 vorzugsweise der Form der Bahnabschnitte 4, 5 angepaßte Auflager 18 auf, die an den freien Schenkelteilen der im wesentlichen C-förmigen Bügelteile 12, 13 ausgebildet sind. Die unmittelbare Fixierung der Bahnabschnitte 4, 5 an den Bügelteilen 12, 13 kann durch Verschrauben oder auch durch Verschweißen erfolgen, wobei diejeweilige Befestigungsart auch von der Wahl des Materials für das Doppelbügelteil 6 abhängig ist.

    [0024] Die Auflager 18 liegen bezüglich der vertikalen Achse 7 symmetrisch und gewährleisten eine optimale Abstützung des jeweiligen Bahnabschnittes in dessen aktiver Lage.

    [0025] Die Enden der Bahnabschnitte 4, 5 und die zugehörigen Enden der Anschlußbahnen 1, 2, 3 weisen jeweils einen Schrägschnitt 15 auf, wodurch sich auf jeder Spur problemfreie Übergänge ergeben, die ein unbehindertes Gleiten der Haken sicherstellen.

    [0026] In den rohrförmigen Anschlußbahnen 1, 2, 3 sind passend eingesetzte Trägerelemente 14 fixiert, die etwas über die Rohrenden vorstehen und jeweils ein Auflager für die an ihrer Unterseite entsprechende Ausnehmungen 19 aufweisenden Bahnabschnitte 4, 5 bilden.

    [0027] Diese Trägerelemente 14 stellen nicht nur einen absolut ebenen und auch im Belastungsfall zu keinerlei Absenkung neigenden Übergang zwischen den Anschlußbahnen 1, 2, 3 und den Bahnabschnitten 4, 5 sicher, sondern sie bilden im Falle der Weichenumstellung gleichzeitig Führungsorgane, die während des Absenkens des Doppelbügelteils 6 Zentrierfunktion übernehmen.

    [0028] Das Doppelbügelteil 6 trägt auch Verriegelungselemente 16, 17, die sicherstellen, daß auf den bedingt durch die jeweilige Weichenstellung unterbrochenen Spuren ankommende Haken, an denen Fleischstücke und dergleichen hängen, nicht zu Boden fallen können. Diese Verriegelungselemente 16, 17 sind dabei so ausgebildet und dimensioniert, daß sowohl während des Weichenumstellvorgangs als auch nach erfolgter Umstellung im Bereich des Endes einer jeweils unterbrochenen Spur ein einen Bestandteil des Verriegelungselementes bildender Anschlag für evtl. ankommende Haken gelegen ist.

    [0029] Die Fig. 1 und 2 zeigen beispielsweise, daß das mit dem Bügelteil 13 verbundene Verriegelungselement 17 im Bereich des Endes der Spur 3 gelegen und so ausgebildet ist, daß im Falle der Umstellung der Weiche dieses Verriegelungselement 17 solange seine Blockierfunktion ausübt bis der gekrümmte Bahnabschnitt 5 in Kupplungsposition gelangt und damit die Gefahr des Herabfallens von Haken beseitigt ist.

    [0030] Das Verriegelungselement 17' erfüllt die Funktion, die das Element 17 bezüglich des Bahnabschnitts 3 besitzt, bezüglich des Bahnabschnitts 2. Das Verriegelungselement 16 bzw. ein zu ihm symmetrisch angeordnetes, in der Zeichnung nicht dargestelltes Element entfaltet seine Blokkierfunkton während der Weichenumstellung in analoger Weise.

    [0031] Die Verriegelungselemente 16, 17 können unmittelbar an das Doppelbügelteil 6 angeformt sein, aber es ist wie in der Zeichnung gezeigt auch möglich, diese Verriegelungselemente mit dem Doppelbügelteil zu verschrauben, was den Vorteil hat, daß entsprechend dem jeweiligen Weichentyp nur die in dem jeweiligen speziellen Fall benötigten Verriegelungselemente angebracht werden müssen.

    [0032] Die beschriebene Weiche gestattet es, die Vorteile einer problemfreien und hinsichtlich der Justierung absolut unproblematischen Montage mit hoher Präzision, Betriebssicherheit und einfacher Bedienbarkeit zu vereinen und ermöglicht es ferner, aufgrund ihrer Kompaktheit Abzweigungen eng benachbart vorzusehen, was in der praxis ebenfalls von Bedeutung ist.


    Ansprüche

    1. Weiche für eine Gleitschienenbahn, insbesondere für eine mit einer tragenden Kunststoffauflage oder Kunststoffeinlage versehene Rohrbahn, längs der Gleiter oder Haken zum Transport von Lasten, insbesondere von Tierhälften, Fleischstücken und dergleichen bewegbar sind, mit einem schwenkbar gelagerten Trägerorgan (6) für einen geradlinig (4) und einen gekrümmt (5) ausgebildeten Bahnabschnitt und einer Betätigungsanordnung (9) zum Verschwenken des Trägerorgans zwischen einer ersten und einer zweiten Betriebslage, wobei in der ersten Betriebslage der geradlinige Bahnabschnitt (4) mit der durchgehenden Spur (1,2) und in der zweiten Betriebslage der gekrümmte Bahnabschnitt (5) mit der unter einem vorgebbaren Winkel zur durchgehenden Spur verlaufenden Abzweigspur (3) gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerorgan als die beiden in gleicher Ebene und nebeneinander liegenden Bahnabschnitte (4,5) untergreifendes Doppelbügelteil (6) ausgebildet ist, das an einer vertikalen Achse (7) gelagert und mittels der Betätigungsanordnung (9) in Richtung der vertikalen Achse (7) anhebund absenkbar sowie um diese Achse (7) schwenkbar ist, und daß die Enden der jeweiligen Anschlußbahnen (1,2,3) beider Spuren mit den Bahnabschnitten (4,5) formschlüssig und tragend kuppelbar sind.
     
    2. Weiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Bahnabschnitte (4,5) tragenden Bügelteile (12,13) im wesentlichen C-förmig ausgebildet sind und die Bahnabschnitte (4,5) von der jeweils gleichen Seite her untergreifen.
     
    3. Weiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Doppelbügelteil (6) zugeordnete vertikale Achse (7) oberhalb des geradlinigen Bahnabschnittes (4) gelegen und zumindest im wesentlichen mit dessen Mittellinie ausgerichtet ist.
     
    4. Weiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gekrümmte Bahnabschnitt (5) bezüglich der Schwenk- und Hebeachse (7) symmetrisch angeordnet ist, der geradlinige Bahnabschnitt (4) jedoch bezüglich dieser Achse (7) ungleiche Teillängen aufweist.
     
    5. Weiche nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelbügelteil (6) aus einem Gußkörper, insbesondere aus Alu- oder Sphäroguß besteht.
     
    6. Weiche nach einem oder mehreren der vorhergenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelbügelteil (6) Verriegelungselemente (16,17) für die aufgrund der jeweiligen Weichenstellung unterbrochenen Spuren trägt.
     
    7. Weiche nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungselemente (16,17) mit dem Gußkörper (6) verschraubt oder an ihn angeformt sind.
     
    8. Weiche nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Bahnabschnitte (4,5) und die zugehörigen Enden der Anschlußbahnen (1,2,3) auf Gehrung geschnitten und in den Anschlußbahnen Trägerelemente (14) fixiert sind, die jeweils ein Auflager für die an ihrer Unterseite entsprechende Ausnehmungen aufweisenden Bahnabschnitte (4,5) aufweisen.
     
    9. Weiche nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelbügelteil (6) über eine Führungshülse (8) an der in einem Tragrahmen (11) fixierten vertikalen Achse (7) gelagert ist und daß dieser Tragrahmen Fixieraufnahmen für die freien Enden der wahlweise miteinander zu verbindenden Bahnen (1, 2, 3) aufweist.
     
    10. Weiche nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Führungshülse (8) ein Weichen-Betätigungshebel (9) angelenkt ist, der mit Abstand zur Anlenkstelle auf einer tragrahmenfesten Stütze (10) aufliegt.
     
    11. Weiche nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Bügelteil (12,13) ein zentrierendes, der Form des jeweiligen Rohrabschnitts (4, 5) angepaßtes Auflager (18) aufweist.
     
    12. Weiche nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zur pneumatischen oder hydraulischen Steuerung der Hebe- und Schwenkbewegungen des Doppelbügelteils (6) vorgesehen sind.
     


    Revendications

    1. Aiguillage pour une voie à rail de glissement, en particulier une voie tubulaire avec garniture synthétique porteuse ou revêtement synthétique porteur, sur laquelle peuvent se déplacer des glissières ou des crochets pour le transport de charges, en particulier de moitiés d'animaux, de quartiers de viande et analogues avec un organe porteur (6) logé d'une manière pivotante pour un tronçon de voie rectiligne (4) et un tronçon de voie courbe (5) et un dispositif d'actionnement (9) pour pivoter l'organe porteur entre une première et une deuxième position de travail, le tronçon de voie rectiligne (4) étant couplé à la voie continue (I, 2) dans la première position de travail, et le tronçon de voie courbe (5) étant couplé à la voie de déviation (3) qui formé avec la voie continue un angle déterminable à l'avance, dans la deuxième position de travail, caractérisé en ce que l'organe porteur se présente sous la forme d'un double étrier qui saisit par dessous les deux tronçons de voie (4,5) voisins et situés dans un même plan, ce double étrier étant logé sur un axe vertical (7) et pouvant être relevé ou abaissé dans la direction de cet axe vertical (7) et également pivoté autour de cet axe par le mécanisme d'actionnement (9), et en ce que les extrémités des voies de jonction (1,2,3) des deux voies peuvent être accouplées de manière positive et porteuse avec les tronçons de voies (4,5).
     
    2. Aiguillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les étriers (12,13) portant les tronçons de voie (4,5) sont essentiellement en forme de C et supportent en saisissant les tronçons de voie (4,5) par dessous chaque fois à partir du même côté.
     
    3. Aiguillage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'axe vertical (7) coordonné au double étrier (6) est placé au-dessus du tronçon de voie rectiligne (4) et essentiellement aligné sur son axe médian.
     
    4. Aiguillage selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tronçon de voie curviligne (5) est symétrique par rapport à l'axe (7) de pivot et de levage, le tronçon de voie rectiligne (4) présentant toutefois des longueurs partielles différentes par rapport à cet axe (7).
     
    5. Aiguillage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le double étrier (6) consiste en une pièce coulée, particulièrement en fonte d'aluminium ou en fonte nodulaire.
     
    6. Aiguillage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le double étrier (6) porte des organes de verrouillage (16,17) destinés aux voies interrompues par suite de la position de l'aiguillage.
     
    7. Aiguillage selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les éléments de verrouillage (16,17) sont façonnés dans la pièce coulée (6) ou vissés sur elle.
     
    8. Aiguillage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les extrémités des tronçons de voie (4,5) et les extrémités correspondantes des voies de jonction (1,2,3) sont coupées en biais et que des éléments de support (14) sont fixés aux voies de jonction et constituent chaque fois un appui pour les tronçons de voie (4,5) qui présentent à leur partie inférieure une découpe correspondante.
     
    9. Aiguillage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le double étrier (6) est, via un manchon de guidage (8), logé sur un axe vertical (7) fixé sur un châssis porteur (11) et que ce châssis porteur présente des logements de fixation pour les extrémités libres des voies (1,2,3) à relier entre elles en une combinaison quelconque.
     
    10. Aiguillage selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'au manchon de guidage (8) est articulé un levier de commande (9) qui repose à quelque distance du point d'articulation sur un appui (10) solidaire du châssis porteur.
     
    11. Aiguillage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que chacun des étriers (12,13) présente une surface d'appui (18) centrante et adaptée à la forme du tronçon de voie tubulaire (4,5) correspondant.
     
    12. Aiguillage selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des systèmes de commande pneumatiques ou hydrauliques pour les mouvements de déplacement vertical et de pivotement du double étrier (6).
     


    Claims

    1. Points arrangement for a slide rail system, in particular for a tubular rail system provided with a supporting plastic layer or plastic insert along which the sliders or hooks for transporting loads, in particular animal halves, pieces of meat and the like are movable, the points arrangement comprising a pivotally mounted support member (6) for a straight rail section (4) and a curved rail section (5) and an actuating arrangement (9) for pivoting the support member between a first and a second operating position, with the straight line rail section (4) being coupled in a first operating position with the through going track (1,2) and wherein the curved rail section (5) is coupled in the second operating position with the branch track (3) which extends at a predeterminable angle to the throughgoing track, characterized in that the support member is formed as a double bow part (6) which engages beneath the two rail sections (4,5) which lie alongside one another in the same plane, with the double bow part being journalled at a vertical axle (7) and being liftable and lowerable in the direction of the vertical axle (7) by means of the actuating arrangement (9) and also being pivotable about this axle (7), and in that the ends of the respective connection rails (1,2,3) of the two tracks can be coupled in form matched and supporting manner to the track sections (4,5).
     
    2. Points arrangement in accordance with claim 1, characterized in that the bow parts (12,13) carrying the rail sections (4,5) are essentially C-shaped and engage beneath the rail sections (4,5) from the same side in each case.
     
    3. Points arrangement in accordance with claim 1 or claim 2, characterized in that a vertical axle (7) associated with the double bow part (6) is disposed above the straight line track section (4) and is at least substantially aligned with its center line.
     
    4. Points arrangement in accordance with claim 3, characterized in that the curved rail section (5) is symmetrically arranged relative to the pivoting and lifting axle (7), the straight line rail section (4) however having dissimilar length portions relative to this axle (7).
     
    5. Points arrangement in accordance with one or more of the preceding claims, characterized in that the double bow part (6) comprises a cast body, in particular of aluminium or nodular cast iron.
     
    6. Points arrangement in accordance with one or more of the preceding claims, characterized in that the double bow part (6) carries blocking elements (16,17) for the tracks which are interrupted as a result of the particular position of the points arrangement.
     
    7. Points arrangement in accordance with claim 5 or claim 6, characterized in that the blocking elements (16,17) are screwed to or formed on the cast body (6).
     
    8. Points arrangement in accordance with one or more of the preceding claims, characterized in that the ends of the rail sections (4,5) and the associated ends of the connection tracks (1,2,3) are cut obliquely and in that support elements (14) are fixed in the connection tracks which respectively have a support for the rail sections (4, 5) which have corresponding cut-outs at their lower side.
     
    9. Points arrangement in accordance with one or more of the preceding claims, characterized in that the double bow part (6) is journalled via a guide sleeve (8) on the vertical axle (7) which is fixed in a support frame (11); and in that this support frame has fixing mounts for the free ends of the tracks (1,2,3) which are to be selectively connected together, 10. Points arrangement in accordance with claim 9, characterized in that a points actuating lever (9) is pivotally mounted on the guide sleeve (8) and lies spaced apart from the point of pivoting on a support (10) fixed relative to the frame.
     
    11. Points arrangement in accordance with one or more of the preceding claims, characterized in that each bow part (12,13) has a centering support (18) which is matched to the shape of the particular tube section (4,5).
     
    12. Points arrangement in accordance with one or more of the preceding claims, characterized in that means are provided for pneumatically or hydraulically controlling the lifting and pivoting movements of the double bow part (6).
     




    Zeichnung