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EP 0 097 730 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.09.1985 Patentblatt 1985/39 |
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Anmeldetag: 25.06.1982 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65H 79/00 |
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Wickelmaschine
Winding machine
Bobinoir
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.01.1984 Patentblatt 1984/02 |
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Anmelder: Kampf GmbH & Co.
Maschinenfabrik |
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D-5276 Wiehl-2, Mühlen (DE) |
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Erfinder: |
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- Kampf, Eberhard
D-5276 Wiehl 2 Mühlen (DE)
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Vertreter: Hassler, Werner, Dr. |
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Postfach 17 04 58467 Lüdenscheid 58467 Lüdenscheid (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelmaschine mit paarweise zusammenwirkenden, auf einer
Schlittenführung verschiebbaren Einzelschlitten, deren Pendelarme jeweils koaxial
zur Pendelachse eine Antriebswelle, die mit einem Antriebsmotor verbunden ist, und
eine von der Antriebswelle angetriebene Aufnahme für die Wickelhülse aufweisen.
[0002] Eine bekannte Wickelmaschine dieser Art nach DE-B-1449664 ist für achslose Wicklungen
ausgebildet, indem die Wickelhülse unmittelbar zwischen die Aufnahmen eines Paars
von Pendelarmen eingespannt wird. In Abhängigkeit von dem aufzuwickelnden bandförmigen
Material, der Bandstärke, der Wickelbreite und anderer Grössen hat das Wickelmoment
eine sehr unterschiedliche Grösse. Dies bedeutet, dass der Antriebsmotor für das grösste
zu erwartende Wickelmoment ausgelegtwerden muss. Dies bedeutet einen übermässigen
Aufwand an motorischer Leistung, insbesondere deshalb, weil Elektromotoren mit zunehmender
Leistung überproportional und kostspielig werden.
[0003] Die US-A-3603521 beschreibt eine Wickelmaschine, die aus einer Bahn ausgeschnittene
Streifen zu Rollen aufwickeln soll, wobei die Wickelhülsen für die einzelnen Rollen
auf einer durchgehenden Wickelwelle angeordnet sind. Das zum Aufwickeln notwendige
Drehmoment wird durch Kupplungen, insbesondere elektromagnetische Kupplungen übertragen
und soll verändert werden können. Es ist vorgesehen, das mehrere Kupplungen gemeinsam
auf eine Wickelhülse wirksam werden können, so dass entsprechend der Anzahl der auf
eine Wickelhülse wirksam werdenden Kupplungen das auf die Wickelhülse übertragene
Drehmoment verändert werden kann. Die durchgehende Wickelwelle und insbesondere deren
Antrieb muss hier für den Grösstwert des zu übertragenden Gesamtdrehmoments ausgelegt
sein.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung der Wickelmaschine, dass unter Verwendung
von Antriebsmotoren begrenzter mittlerer Leistung das Wickelmoment für eine jede Wickelhülse
innerhalb eines weiten Bereichs den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Antriebswelle jedes
Schlittens an beiden Stirnenden je eine Aufnahme für eine Motorwelle zur wahlweisen
Ausstattung mit einem Antriebsmotor aufweist.
[0006] Aufgrund dieser Ausbildung sind die Pendelarme vorbereitet, einen, zwei oder keinen
Antriebsmotor aufzunehmen. Infolgedessen kann ein Paar von zusammengehörigen Pendelarmen
mit jeder Anzahl von Antriebsmotoren zwischen einem und vier Antriebsmotoren ausgestattet
werden. Dies bedeutet, dass das Wickelmoment der zugehörigen Wickelwelle im Verhältnis
1 :4 variiert werden kann. Man kann also Antriebsmotoren vergleichsweise kleiner Leistung
vorsehen, die kostengünstig verfügbar sind. Die Antriebsmotoren haben keine übermässige
Grösse, die besondere konstruktive Massnahmen erforderlich machen würde. Es wird jeweils
nur die Antriebsleistung für die tatsächlich eingesetzten Antriebsmotoren benötigt.
Durch diese Ausbildung ist ferner sichergestellt, dass die Antriebsmotoren koaxial
zur Pendelachse der Pendelarme auf beiden Seiten an die Antriebshohlwelle angekoppelt
werden können.
[0007] Die Voraussetzungen zum wahlweisen Ankuppeln von zusätzlichen Antriebsmotoren werden
dadurch geschaffen, dass die Antriebswelle als Hohlwelle mit einer Innenverzahnung
ausgebildet ist und dass die Motorwelle mit einer Aussenverzahnung in die genannte
Innenverzahnung eingreift.
[0008] Ferner sieht die Erfindung vor, dass jeweils ein gesonderter Schlitten einen Antriebsmotor
mit einer Motorwelle aufnimmt. Diese Massnahme erleichtert die Handhabung der Antriebsmotoren.
[0009] Ferner ist vorgesehen, dass die Schlittenführung eine über die Arbeitsbreite der
Maschine hinausreichende Verlängerungsschiene aufweist, auf der die nicht benutzten
Motorschlitten abgestellt werden können. Auch die im Einzelfall nicht benötigten Pendelarme
lassen sich auf dieser Verlängerungsschiene der Arbeitsbreite der Maschine abstellen.
[0010] Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert, in denen darstellen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Wikkelmaschine nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schlittenführung mit Pendelarm,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Paars von Pendelarmen mit einem Antriebsmotor,
Fig. 4 eine entsprechende Darstellung eines Paars von Pendelarmen mit zwei Antriebsmotoren
und
Fig. 5 eine entsprechende Darstellung weiterer abgewandelter Anzahlen von Antriebsmotoren.
[0011] Fig. 1 zeigt ein Maschinengestell 1 mit einer Schlittenführung 2. Parallel zur Schlittenführung
ist eine Anlagewalze 3 angeordnet, der das jeweilige Band von einer nicht dargestellten
Schneidstation zugeführt wird. Auf der Schlittenführung sind jeweils Paare von Einzelschlitten
4, 5 verschiebbar und feststellbar, die jeweils einen Pendelarm 6 tragen. Am Ende
der Pendelarme 6 befinden sich Aufnahmen 7 für eine Wickelhülse mit einer Wicklung
8. Die Wickelhülse wird achslos zwischen den Aufnahmen 7 festgehalten. Die Pendelarme
6 sind durch eine Traverse 9 miteinander gekoppelt, damit sie synchron miteinander
verschwenkt werden können. Die Verschwenkung und Einstellung des Andruckmoments erfolgt
mittels einer Druckeinheit 10.
[0012] Jeder Pendelarm 6 ist auf einem Hohlzapfen 11 des Einzelschlittens 5 schwenkbar gelagert.
Innerhalb des Hohlzapfens 11 ist eine Antriebshohlwelle 12 mit einer Innenverzahnung
13 gelagert. Die Antriebshohlwelle 12 trägt ein Antriebsrad 14 für einen Antriebsriemen
15, der seinerseits eine Welle der Aufnahme 7 antreibt. Die Antriebswelle 12 ist,
wie man aus Fig. 2 deutlich erkennt, an beiden Stirnenden offen.
[0013] Auf gesonderten Schlitten 16 ist jeweils ein Antriebsmotor 17 aufgenommen, der eine
Antriebswelle 18 mit einer Aussenverzahnung 19 hat. Die Motorwelle 18 ist koaxial
zur Antriebshohlwelle 12 ausgerichtet. Infolgedessen kann von beiden Seiten eine Motorwelle
18 in die Antriebshohlwelle 12 eingesteckt werden, wie man dies deutlich aus Fig.
2 erkennen kann.
[0014] Je nach den Eigenschaften des Wickelgutes, Banddicke, Nachgiebigkeit des Bandes,
Wickelbreite, benötigt man für die Wicklung ein unterschiedliches Antriebsmoment.
Nach den Fig. 3 bis 5 kann man für ein Band, das mit sehr geringem Wickelzug gewickelt
werden muss, nur einen Antriebsmotor gemäss Fig. 3 vorsehen. Nach Fig. 2 kann man
auch zwei Antriebsmotoren, einen Antriebsmotor für jeden Pendelarm vorsehen. Gemäss
Fig. 5 kann man jeden Pendelarm auch mit einem zweiten Motor bestücken, so dass die
Anzahl der Antriebsmotoren von 1 bis 4 variiert werden kann. In den schematischen
Darstellungen der Fig. 3 bis 5 sind die Schlitten nicht dargestellt.
[0015] Damit die Antriebsmotoren mit ihren zusätzlichen Schlitten oder nicht benötigten
Pendelarmen jederzeit wieder einsetzbar abgestellt werden können, sieht die Erfindung
ferner eine Verlängerungsschiene 20für die Schlittenführung 2 vor, die sich an die
Schlittenführung 2 ausserhalb der Arbeitsbreite der Maschine anschliesst. Auf dieser
Verlängerungsschiene 20 können dann Einzelschlitten 4, 5 mit Pendelarmen oder zusätzliche
Schlitten für Antriebsmotoren abgestellt werden, wenn dieselben nicht benötigt werden.
Diese Verlängerungsschiene 20 ist somit als Parkschiene benutzbar. Die abgestellten
Schlitten sind jederzeit einsatzbereit und können auf der Schlittenführung in den
Arbeitsbereich der Maschine hineingeschoben und entsprechend eingestellt werden.
1. Wickelmaschine mit paarweise zusammenwirkenden, auf einer Schlittenführung (2)
verschiebbaren Einzelschlitten (4, 5), deren Pendelarme (6) jeweils koaxial zur Pendelachse
eine Antriebswelle (12), die mit einem Antriebsmotor (17) verbunden ist, und eine
von der Antriebswelle (12) angetriebene Aufnahme (7) für die Wickelhülse aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (12) jedes Schlittens (5) an beiden
Stirnenden je eine Aufnahme für eine Motorwelle (18) zur wahlweisen Ausstattung mit
einem Antriebsmotor (17) aufweist.
2. Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle
(12) als Hohlwelle mit einer Innenverzahnung (13) ausgebildet ist und dass die Motorwelle
(18) mit einer Aussenverzahnung (19) in die genannte Innenverzahnung (13) eingreift.
3. Wickelmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein
gesonderter Schlitten (16) einen Antriebsmotor (17) mit einer Motorwelle (18) aufnimmt.
4. Wickelmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Schlittenführung (2) eine über die Arbeitsbreite der Maschine hinausreichende Verlängerungsschiene
(20) aufweist, die als Parkschiene benutzbar ist.
1. A winding machine comprising individual slides (4, 5), cooperating in pairs and
being movable on a slide guide (2) and carrying pendulum arms (6) which comprise in
each case coaxially with the swivel axis a driving shaft (12) which is ·connected
to a driving motor (17), and a receiver device (7) driven by the driving shaft (12)
and receiving the winding core, characterized in that the driving shaft (12) of each
slide (5) comprises receiver means for a motor shaft (18) on both front ends, each
receiver means may be equipped optionally by a driving motor (17).
2. Winding machine according to Claim 1, characterized in that the driving shaft'(12) comprises a hollow shaft with internal toothing (13) and that the motor shaft
(18) with an external toothing (19) engages said internal toothing (13).
3. Winding machine according to Claim 1 or 2, characterized in that in each case a
separate slide (16) receives a driving motor (17) with a motor shaft (18).
4. Winding machine according to anyone of Claims 1 to 3, characterized in that the
slide guide (2) comprises an extension rail (20) extending beyond the working width
of the machine, which extension rail may be used as a parking rail.
1. Bobinoir comprenant des chariots individuels (4, 5) coopérant par paires, qui sont
déplaçables sur un guidage (2) et dont les bras oscillants (6) présentent chacun,
coaxialement à l'axe d'oscillation, un arbre d'entraînement (12), qui est relié à
un moteur d'entraînement (17), et un organe de réception (7) pour les douilles de
bobinage, entraîné par l'arbre d'entraînement (12), caractérisé en ce que l'arbre
d'entraînement (12) de chaque chariot (5) présente, à chacune de ses deux extrémités
frontales, un logement pour un arbre moteur (18), pour être équipé de manière sélective
d'un moteur d'entraînement.
2. Bobinoir suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement
(12) est réalisé sous la forme d'un arbre creux présentant une denture interne (13)
et en ce que l'arbre moteur (18) entre en prise avec la denture interne (13) précitée
par une denture externe (19).
3. Bobinoir suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un chariot
séparé (16) reçoit respectivement un moteur d'entraînement (17) pourvu d'un arbre
moteur (18).
4. Bobinoir suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le guidage
de chariot (2) présente un rail de prolongement (20) qui fait saillie au-delà de la
largeur de travail de la machine et qui est utilisable comme rail d'attente.

